DE19780364C2 - Optische Karte - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine zur optischen Informationsaufzeichnung
fähigen optischen Karte und auf die Technologie, um diese herzustellen.
Bekannt sind optische Karten als Speicherkarten, die in einer Plastikkarte eine
optische Aufzeichnungszone, d. h. eine Aufzeichnungszone für optische Informa
tionen, enthalten. In Fig. 1 ist ein Beispiel einer optischen Karte vom WORM-Typ
(WORM = write-once/read-many, Einfachschreib-/Vielfachlesespeicher) dar
gestellt. In einer optischen Aufzeichnungszone 2 dieser optischen Karte 1 sind
Führungsspuren 4 und Informationsaufzeichnungsstrukturen bzw. Informations
aufzeichnungsvertiefungen 5, die jeweils aus einem Bereich mit kleinem Refle
xionsvermögen bestehen, als Vorformatierungen zusammen mit Bereichen mit
großem Reflexionsvermögen ausgebildet. Unter den optischen Karten dieses
Typs befindet sich eine optische Karte, deren Bereiche mit kleinem Reflexions
vermögen aus lichtstreuenden, oberflächenaufgerauhten Teilen bzw. Segmenten
bestehen. Eine solche optische Karte wurde vorgeschlagen als Produkt mit einem
optischen Aufzeichnungsmaterial, dessen Herstellungsprozeß relativ einfach, das
Material nicht auf ein bestimmtes optisches Aufzeichnungsmaterial beschränkt
und dessen Herstellungskosten niedrig genug sind, um für eine Massenfertigung
auf kommerzieller Basis geeignet zu sein (siehe beispielsweise japanische Patent
veröffentlichung Nr. 64141/95). Die Herstellung dieser optischen Karte beginnt
mit der Anfertigung einer oberflächenaufgerauhten Originalplatte, deren Bereiche
mit kleinem Reflexionsvermögen gemäß einem Informationsaufzeichnungsmuster
an der Oberfläche aufgerauht sind. Die sich ergebende Originalplatte wird kopiert
und zur Massenfertigung der optischen Karte mit dem oberflächenrauhem Infor
mationsaufzeichnungsmuster bereitgestellt.
Die Schritte seines Herstellungsprozesses werden mit Bezug auf die beigefügte
Zeichnung beschrieben.
In einem ersten Schritt wird auf ein transparentes bzw. durchsichtiges Substrat
11 (eine 400 µm dicke Acrylscheibe) mit einer Fotolackschleuder gleichmäßig
ein Positiv-Fotolack zu einer Dicke von 0.5 µm geschichtet, um eine Fotolack
schicht 12 auszubilden, wie in Fig. 2A dargestellt. In einem zweiten Schritt,
dargestellt in Fig. 2B, wird eine gemäß dem Informationsaufzeichnungsmuster
gefertigte Fotomaske 13 mit einem Maskenjustier- und Belichtungsgerät auf die
Fotolackschicht 12 ausgerichtet, und anschließend wird die erste Belichtung
(Strukturbelichtung) durchgeführt. Wie in Fig. 2C dargestellt, wird in einem
dritten Schritt eine Glasplatte 14 verwendet, deren eine Oberfläche unregelmäßig
fein aufgerauht ist (durchschnittliche Rauhigkeit 0.3 µm, #3000 Schleifglas) und
die Belichtung (Belichtung zum Aufrauhen der Oberfläche) wird wiederum durch
geführt. Nach der Belichtung wird in einem vierten Schritt die Fotolackschicht 12
entwickelt. Wie in Fig. 2D dargestellt, wird somit das Muster der Fotomaske 13
auf das durchsichtige Substrat 11 überführt, wobei die belichteten Bereiche des
Fotolacks aufgelöst und entfernt und die unbelichteten Bereiche verblieben sind.
Auf diese Weise werden in der oberflächenaufgerauhten Fotolackschicht 12
Führungsspuren ausgebildet, beispielsweise mit einer Breite von 2.5 µm und
einem Abstand von etwa 15 µm.
Dann wird ein optisches Aufzeichnungsmaterial, dessen Informationsaufzeich
nungsmuster bzw. Informationsaufzeichnungsstruktur an der Oberfläche aufge
rauhte Bereiche mit kleinem Reflexionsvermögen umfaßt (ein Material wie in Fig.
2D dargestellt), als oberflächenaufgerauhte Originalplatte 15 verwendet. Von
dieser oberflächenaufgerauhten Originalplatte 15 wird eine Muttermaske mit
einer Formpresse reproduziert. Mehr im einzelnen wird, wie in Fig. 3A dar
gestellt, die oberflächenaufgerauhte Originalplatte 15 auf ein durchsichtiges
Substrat 21 (eine 12 mm dicke Acrylplatte) über ein Abdruckmaterial 22 einer
Formmasse aus einem durch ionisierende Strahlung aushärtbaren oder wärme
härtbaren Kunststoff bzw. Kunstharz übertragen. Die Kombination wird gepreßt,
und anschließend wird die oberflächenaufgerauhte Originalplatte 15 freigelegt,
um ein Muster auf der Seite des durchsichtigen Substrats 21 zu reproduzieren
und ergibt somit eine Muttermaske 23.
Dann wird die Muttermaske 23 als reproduzierende Originalplatte zur Massenre
produktion von Abdrücken verwendet, um ein optisches Aufzeichnungsmaterial
auf die Substratrückseite zu kopieren, die als durchsichtige Schutzschicht der
optischen Karte dient. Im Detail wird, wie in Fig. 4A dargestellt, eine Formmasse
33 zwischen der Rückseite der durchsichtigen Schutzschicht 32, die eine Ober
flächenaushärtschicht 31 aufweist, und der strukturierten Oberfläche einer
Muttermaske 23 eingebracht. Die Anordnung wird in einer Presse zusammen
gedrückt, um auszuhärten. Dann werden, wie in Fig. 4B dargestellt, die durch
sichtige Schutzschicht 32 und die Muttermaske 23 von der Form abgelöst, um
so eine Struktur auf der Seite der durchsichtigen Schutzschicht 32 zu kopieren.
Auf diese Weise werden auf der Kopiermasse 33 Bereiche mit großem Refle
xionsvermögen 33a und Bereiche mit kleinem Reflexionsvermögen 33b ausge
bildet, um so als ein durchsichtiges Substrat für eine optische Karte zu dienen.
Wie in Fig. 5 dargestellt wird anschließend eine optische Aufzeichnungsmaterial
schicht 34 aus, beispielsweise dem amphoteren Oxid von Te, über die Bereiche
mit großem Reflexionsvermögen 33a und über die Bereiche mit kleinem Refle
xionsvermögen 33b des optisch durchsichtigen Substrats aus der Kopiermasse
33 laminiert bzw. geschichtet.
Unabhängig von der vorangegangenen Abfolge von Schritten wird ein Kartensub
strat 35 hergestellt, wie in Fig. 6 dargestellt ist. Dieses Kartensubstrat wird
gebildet, indem eine gedruckte Schicht 36 auf eine Oberfläche einer mit durch
scheinendem Polyvinylchlorid gebildeten Kernschicht 35b aufgebracht wird und
überlagerte Haftschichten 35a, 35c mit durchsichtigem Polyvinylchlorid mit
beiden Oberflächen der Kernschicht 35b verbunden werden.
Dann wird, wie in Fig. 7 dargestellt, das Kartensubstrat 35 mit einer Haftschicht
37, die Urethanharz enthält, auf das Substrat mit der optischen Aufzeichnungs
schicht 34 adhesionslaminiert bzw. haftbeschichtet. Das so erstellte Zwischeno
riginal wird in eine Kartenform gedrückt bzw. gestanzt, um so eine optische
Karte nach Fig. 1 herzustellen.
Die zuvor genannte Herstellung einer herkömmlichen oberflächenaufgerauhten
Originalplatte stellte das Problem, daß die erhaltene aufgerauhte Oberfläche
fehlerhafte Bereiche enthielt, was in der Verarbeitungsweise während der Her
stellung, den Grenzen der verwendeten Materialien und in geringfügigen Unter
schieden der Herstellungsbedingungen begründet liegt. In extremen Fällen hatte
die erhaltene Originalplatte teilweise bzw. stellenweise kein ausreichend kleines
Reflexionsvermögen. Bei optischen Karten, die von einer solchen Originalplatte
kopiert wurden, war der Kontrast der Vorformatierungsteile nicht vollständig
zufriedenstellend.
Die US 15 344 683 A, offenbart ein Speichermedium für optische Informationen, in
welchem Informationsaufnahmevertiefungen auf einer in einem Substrat vorgesehe
nen Aufnahmeschicht ausgebildet sind, welche im Schnitt V-förmig ausgebildet
sind. Da jedoch diese Informationsaufnahmevertiefungen nur über einen begrenzten
Bereich ausgebildet sind, enden diese Vertiefungen entlang einer Abtastrichtung, so
daß in diesen Übergangsbereichen ein verschlechtertes Reflexionsvermögen gege
ben ist. Weiterhin offenbart die US 5 344 683 A eine zur Herstellung des Speicher
mediums geeignete Originalplatte, in der die den Informationsaufnahmevertiefungen
entsprechenden Vorsprünge mittels einer Ausbildung einer Photoresistschicht,
Beleuchten dieser Photoresistschicht mit Ar + Laser zum Ausbilden von den Infor
mationsaufnahmevertiefungen entsprechenden Vertiefungen, Ausgießen der Vertie
fungen mit einer Ni-Masse und Entfernen der verbleibenden Photoresistschicht.
Die US 5 182 743 A offenbart weiterhin ein optisch lesbaren lichtreflektiven Träger,
auf welchem Informationen abgespeichert sind in Form von diffraktiven Elementen,
welche eine Abweichung von einer Referenzoberfläche darstellen, wobei die dif
fraktiven Elemente im Schnitt eine abgerundete Form aufweisen.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine optische Karte und eine zur
Herstellung der Karte verwendete Originalplatte vorzuschlagen, die ein verbessertes
Reflexionsvermögen ermöglichen, wobei insbesondere ein zufriedenstellender
Kontrast zwischen einem Bereich mit kleinem Reflexionsvermögen und einem
Bereich mit großen Reflexionsvermögen bereitgestellt wird. Es ist weiterhin Aufgabe
der vorliegenden Erfindung, eine entsprechende Abformoriginalplatte, einen ent
sprechenden Preßstempel sowie Vielebenenpreßstempel bereitzustellen.
Diese Aufgabe wird durch eine optische Karte gemäß Anspruch 1, eine zur Her
stellung der Karte verwendete Originalplatte gemäß Anspruch 6, eine Abformorigi
nalplatte gemäß Anspruch 7, einen Preßstempel gemäß Anspruch 8 sowie einen
Vielebenenpreßstempel gemäß Anspruch 9 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Somit wird gemäß der Erfindung die Bereitstellung einer optischen Karte mit einem
vorformatierten Teil erreicht, der einen Bereich mit kleinem Reflexionsver
mögen mit einem zufriedenstellenden Kontrast gegenüber einem Bereich mit
großem Reflexionsvermögen umfaßt.
Um dieses Ziel zu erreichen,
besteht die optische Karte der Erfindung aus einer optischen Karte mit einem
vorformatierten Teil, der einen Bereich mit kleinem Reflexionsvermögen enthält,
wobei dieser Bereich mit geringem Reflexionsvermögen räumliche Strukturen mit
pyramidal konvexen Formen oder invertiert bzw. umgekehrt pyramidal konkaven
Formen umfaßt.
Weiter ist die zur Herstellung der optischen Karte verwendete Originalplatte der
optischen Karte der Erfindung eine Originalplatte zur Reproduktion eines Sub
strats für eine optische Karte, welches eine optische Aufzeichnungsmaterial
schicht trägt, wobei der Teil entsprechend einem vorformatierten Teil der opti
schen Karte jeweils eine räumliche Struktur (dreidimensionale Struktur) in einer
pyramidalen Form oder einer umgekehrt pyramidalen Form aufweist. So weisen
diese Teile der Erfindung bei der Streuung von Licht nicht eine Struktur mit
kleinem Reflexionsvermögen der herkömmlichen aufgerauhten Oberflächen A
auf, wie in Fig. 8 dargestellt ist. Statt dessen weisen diese Teile jeweils eine
räumliche Struktur B auf, die die Form einer umgekehrten Pyramide hat, wie in
Fig. 9 dargestellt ist. Diese Struktur stellt ein Loch- bzw. Vertiefungsmuster dar,
in dem die Oberflächen ein dreidimensionales Objekt mit spiegelnden Ober
flächen bzw. Spiegelflächen in einem bestimmten Winkel ergeben. Aufgrund
dieses Musters reflektiert diese Struktur das einfallende Licht in bestimmte
Richtungen, die nicht gleich der Einfallsrichtung sind. So kann in einem optischen
Kartensystem ein ausgezeichneter Kontrast erfolgreich und effektiv erhalten
werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung beispielsweise
beschrieben; in dieser zeigt:
Fig. 1 eine Außenansicht, die ein Beispiel einer optischen
Karte des WORM-Typs zeigt;
Fig. 2A bis 2D einen Verfahrensablauf für die Herstellung einer ober
flächenaufgerauhten Originalplatte mit einer herkömm
lichen Methode;
Fig. 3A und 3B einen Verfahrensablauf für die Herstellung einer Mut
termaske aus einer oberflächenaufgerauhten Original
platte;
Fig. 4A und 4B einen Verfahrensablauf für das Reproduzieren eines
optischen Aufzeichnungsmaterials auf der Rückseite
eines Substrats, welches als durchsichtige Schutz
schicht dient;
Fig. 5 eine Schnittansicht, die das Aufbringen einer opti
schen Aufzeichnungsmaterialschicht auf einem Teil
eines optisch durchsichtigen Substrats darstellt;
Fig. 6 eine Schnittansicht eines Kartensubstrats;
Fig. 7 eine Schnittansicht, die einen Zustand zeigt, indem ein
Kartensubstrat über eine Haftschicht mit einem op
tisch durchsichtigen Substrat verbunden ist, welches
ein optisches Aufzeichnungsmaterial trägt;
Fig. 8 eine Schnittansicht, die die Streuung von Licht in einer
herkömmlichen oberflächenaufgerauhten Vertiefung
darstellt;
Fig. 9 eine Schnittansicht, die eine Struktur mit kleinem Re
flexionsvermögen aus einer räumlich umgekehrt pyra
midalen Form zeigt;
Fig. 10A bis 10G gemeinsam einen Verfahrensablauf, das ein Verfahren
zur Herstellung einer Originalplatte einer optischen
Karte in Bezug auf die Erfindung darstellt;
Fig. 11A und 11B Ansichten, die konkrete Beispiele einer pyramidalen
Form zeigen;
Fig. 12A und 12B Ansichten, die konkrete Beispiele einer umgekehrt
pyramidalen Form zeigen; und
Fig. 13A und 13B Schwingungsverläufe von Lesesignalen in den vorfor
matierten Teilen von optischen Karten gemäß der Er
findung bzw. dem Stand der Technik.
Es wird eine Originalplatte der optischen Karte beschrieben, die zur Her
stellung der optischen Karte gemäß der Erfindung verwendet wird sowie
ein Verfahren, um diese herzustellen.
Eine Originalplatte der optischen Karte gemäß der Erfindung ist eine Origi
nalplatte zur Duplizierung bzw. Reproduktion eines Substrats der optischen
Karte, das eine optische Aufzeichnungsmaterialschicht trägt, in welcher
die Teile bzw. Segmente, die den vorformatierten Teilen einer optischen
Karte entsprechen, jeweils eine räumliche Struktur in einer umgekehrt
pyramidalen Form aufweisen. Diese umgekehrt pyramidale räumliche
Struktur kann durch anisotropes Ätzen eines einkristallinen Substrats
hergestellt werden. Im allgemeinen ist beim anisotropen Ätzen eines
einkristallinen Siliziumsubstrats mit einer Lauge die Ätzrate auf der durch
die Millerschen Indizes des Kristalls bezeichneten (100)-Ebene groß und
auf der {111}-Ebene klein. Wie allgemein in der Halbleiterherstellung üblich
wird ein Substrat genommen, bei dem die Ätzebene die (100)-Ebene des
Substrats umfaßt und dieses Substrat wird so geätzt, daß die längere
Abmessung einer zu ätzenden Struktur parallel zur <110< Ebene ist. In
diesem Fall wird automatisch eine umgekehrt pyramidale Struktur erzeugt,
mit vier durch {111} gegebene Oberflächen.
Weiterhin erhält man eine Kunstharzoriginalplatte bzw. Abformoriginal
platte für eine optische Karte gemäß der Erfindung durch Reproduktion der
oben genannten Originalplatte durch die Verwendung einer Abformmasse.
Außerdem läßt sich ein Preßstempel durch Duplizierung von der sich
ergebenden Abformoriginalplatte durch die Verwendung einer Abformmas
se ausbilden.
Eine optische Karte gemäß der Erfindung, die durch die Verwendung der
obengenannten optischen Abformoriginalplatte der optischen Karte oder
durch den Preßstempel erhalten wird, weist vorformatierte Teile mit Berei
chen mit kleinem Reflexionsvermögen für Licht auf, wobei die Bereiche mit
kleinem Reflexionsvermögen aus pyramidal oder umgekehrt pyramidal
geformten räumlichen Strukturen zusammengesetzt sind. Die mit dem
obengenannten anisotropen Ätzen eines einkristallinen Substrats her
gestellten umgekehrt pyramidalen Strukturen werden als vorformatierte
Teile der optischen Karte verwendet, wobei die vorformatierten Teile mit
kleinem Reflexionsvermögen in einfacher und schneller Weise ohne Fehler
und Oberflächenunregelmäßigkeiten hergestellt werden können.
Eine derartige Struktur unterscheidet sich von einer einfachen V-Rillen
struktur, die in herkömmlichen scheibenförmigen optischen Platten oder
ähnlichen untersucht wurden. Die obige Struktur ist eine pyramidale
Struktur, die auch eine Neigung in einer Ebene senkrecht zur Abtastrich
tung eines optischen Abnehmers aufweist. Dies verhindert abnormale
Reflexion von Licht am Rand der vorformatierten Vertiefung entlang der
Abtastrichtung. So können Lesefehler in Ausleseprozessen besonders im
Vertiefungs-Kante-Aufzeichnungsverfahren reduziert oder verhindert
werden. Hinzu kommt, daß diese pyramidale Struktur vollständig geome
trisch ist, wodurch ihre Überprüfung und Handhabung einfacher ist als bei
herkömmlichen oberflächenaufgerauhten Vertiefungen, die unregelmäßige
konvexe und konkave Formen umfassen. Somit kann die Ausbeute des
sich ergebenden Produkts erhöht werden.
Die obengenannte pyramidale Form (konvexer Typ) in der vorliegenden
Erfindung beinhaltet neben der in Fig. 11A dargestellten viereckigen
Pyramide eine walmdachartige Form (hipped roof), wie in Fig. 11B dar
gestellt. Die umgekehrt pyramidale Form gemäß der Erfindung beinhaltet
eine umgekehrt walmdachartige Form, wie in Fig. 12B dargestellt, zusätz
lich zu einer umgekehrt viereckigen Pyramide, wie in Fig. 12A dargestellt.
Fig. 10A bis 10G zusammen bilden eine Verfahrensablaufszeichnung,
welche den Herstellungsprozeß einer Originalplatte einer optischen Karte
gemäß der Erfindung darstellt. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfin
dung werden anhand der Beschreibung dieser Verfahrensablaufszeichnung
erklärt.
Wie in Fig. 10A dargestellt, wurde durch das übliche Verfahren ein Ätz
schutzfilm 42 mit einer Dicke von etwa 0.1 µm auf einem hochglanz
polierten (100) Silizium-Einkristallsubstrat 41 zur Halbleiterherstellung
aufgebracht. Der Ätzschutzfilm 42 bestand aus thermisch oxidiertem
Siliziumdioxid, das als üblicher Halbleiterschutzfilm oder Elementetrennfilm
verwendet wird. Auf den Ätzschutzfilm 42 wurde ein Positiv-Lack bzw.
Positiv-Fotolack (AZ-5200, Hoechst AG) gleichmäßig aufgeschleudert und
ausgeheizt, so daß eine Fotolackschicht 43 von etwa 0.5 µm Dicke ge
bildet wird. Der Ausheizprozeß wurde bei 150°C für etwa 20 Minuten mit
einer Heizplatte durchgeführt.
Wie in Fig. 10B dargestellt ist, wurde die Fotolackschicht 43 mit einer
Ionisationsstrahlungsquelle oder einem Maskenjustier- und Belichtungs
gerät in der üblichen Weise strukturbelichtet. Falls ein Elektronenstrahlbe
lichtungsgerät (EB) verwendet wird, wird dieser Strukturierungsschritt bei
einer Beschleunigungsspannung von 20 kV und einer Belichtungsdosis von
10 µC/cm2 durchgeführt. Anschließend wird die belichtete Fotolackschicht
43 in eine wäßrige Lösung eines Laugenentwicklers eingetaucht, der im
wesentlichen aus Tetramethylammoniumhydroxid besteht, und bei Raum
temperatur für eine Minute entwickelt und in deionisiertem Wasser ge
spült. Im Fall einer Einschrittübertragung durch ein Maskenjustier- und
Belichtungsgerät oder ähnlichem wird eine Belichtungsdosis von 50
mJ/cm2 einer Metallhalogenlampe verwendet. Anschließende
Entwicklungs- und Spülungsschritte sind die gleichen wie im obigen Fall.
Mit dem oben beschriebenen Verfahren wurde die gewünschte Fotolack
struktur erstellt, wie in Fig. 10C dargestellt ist. Dann wurde der Verbund
für 30 Minuten bei 120°C in einem Ofen ausgeheizt, um die Haftung
zwischen der Fotolackschicht 43 und der Ätzschutzschicht 42 zu erhöhen.
Wie in Fig. 10D dargestellt, wurde anschließend der in den Öffnungen in
der strukturierten Fotolackschicht freiliegende Ätzschutzfilm 42 durch
einen Trockenätzschritt entfernt. Der Trockenätzprozeß wurde in einem
Reaktiv-Ionenätzgerät (RIE, Trockenätzgerät) mit planparallelen Elektroden
unter folgenden Bedingungen durchgeführt: 0.1 mTorr, CHF3-93 sccm
(cm3 pro Minute Gasfluß und standardisierten Bedingungen), O2-7 sccm
und 0.2 W/cm2. Vor dem Ätzen der Ätzschutzschicht 42 kann, wenn
erforderlich, ein Entfernungs- bzw. Veraschungsschritt mit einem Sauer
stoffplasma durchgeführt werden. Diese Behandlung wird für eine Minute
mit dem selben Ätzgerät unter folgenden Bedingungen durchgeführt: 0.1
mTorr, O2-100 sccm und 0.1 W/cm2.
Wie in Fig. 10E dargestellt, wurde anschließend der strukturierte Fotolack
43 mit einem Lösungsmittel abgelöst. Das Ablösen wurde mit Ultraschall
bei 60°C für 3 Minuten in einem Lösungsmittel durchgeführt, das im
wesentlichen aus Ethanolamin bestand und anschließend mit deionisiertem
Wasser gespült. Nach dem Ablösen der Fotolackschicht 43 wurde das
Substrat in einem herkömmlichen Reinigungsgerät für Halbleitersubstrate
gereinigt.
Anschließend wird, wie in Fig. 10F dargestellt ist, das einkristalline Silizi
umsubstrat 41 durch einen naßchemischen Ätzschritt strukturiert. Genauer
wurde der naßchemische Ätzschritt bei 70°C für 3 Minuten in einer
10 gewichtsprozentigen wäßrigen Lösung von Kaliumhydroxid durchgeführt.
Der Ätzumfang während dieser Zeit betrug etwa 3 µm. Das geätzte Er
zeugnis wurde mit deionisiertem Wasser gespült und getrocknet.
Die Kristallorientierungen des einkristallinen Siliziumsubstrats 41 und die
Abmessungen der herzustellenden Strukturierungsmuster sind hierbei von
Bedeutung. Im allgemeinen ist beim anisotropen Ätzen eines einkristalli
nen Siliziumsubstrats mit einer Lauge die Ätzrate auf der durch die Miller
schen Indizes des Kristalls bezeichneten (100)-Ebene groß und auf der
{111}-Ebene klein. Die Ätzrate für ein einkristallines Siliziumsubstrat hängt
außerdem von der Verunreinigungskonzentration von Bor im Kristall ab und
sinkt für steigende Bor-Konzentration. Um eine umgekehrt pyramidale
Struktur durch anisotropes Ätzen eines einkristallinen Siliziumsubstrats zu
erhalten, ist es daher entscheidend ein einkristallines n-Typ Siliziumsub
strat zu verwenden, dessen Ätzebene - wie allgemein üblich in der Halblei
terproduktion - die (100)-Ebene umfaßt, und die längere Abmessung der
zu ätzenden Struktur parallel zur <110<-Ebene gewählt wird.
Die geätzte Seitenoberfläche beinhaltet die {111}-Ebene. Für eine umge
kehrt pyramidale Struktur und zur Vermeidung ebener Bereiche am unteren
Teil der geätzten Fläche, muß die Ätzzeit um einen Faktor 1.5 größer als
für die Ätzstruktur mit der kürzeren Abmessung sein.
Wie in Fig. 10G dargestellt, kann schließlich der strukturierte Ätzschutz
film 42 falls erwünscht durch einen Trockenätzschritt entfernt werden. Der
Trockenätzprozeß wird vorzugsweise unter den gleichen Bedingungen wie
der Trockenätzprozeß des in den Öffnungen der strukturierten Fotolack
schicht freiliegenden Ätzschutzfilms 42 durchgeführt. Ein Entfernungs-
bzw. Veraschungsschritt kann falls erwünscht als letzter Prozeßschritt
erfolgen. Die Bedingungen für diesen Prozeßschritt entsprechen den
obengenannten. Mit diesem Prozeßschritt ist das Herstellungsverfahren der
Originalplatte der optischen Karte abgeschlossen. Der untere Winkel α der
beiden gleichen Flächen bzw. Seiten in der so erhaltenen Orginalplatte der
optischen Karte betrug jeweils 54.7°, wie in Fig. 10G dargestellt ist.
Das sich anschließende Verfahren zur Herstellung einer optischen Karte
kann gleich zum vorher beschriebenen Verfahren gewählt werden.
Ein einkristallines Substrat stellt ein verhältnismäßig teures Material dar.
Aus der obigen Originalplatte der optischen Karte mit einem einkristallinen
Substrat kann daher mit einer Formmasse eine Kopie bzw. Abdruck re
produziert werden, der zur Herstellung der optischen Karte verwendet
werden kann. Diese Kopie kann per se als eine Abformoriginalplatte für
eine optischen Karte verwendet werden. Weiter kann eine durch diese
Abformoriginalplatte mit einer Formmasse hergestellte Kopie als Preß
stempel für eine optische Karte verwendet werden.
Die pyramidale Struktur kann relativ zur durchsichtigen Schutzschicht der
optischen Karte konkav oder konvex sein. In beiden Fällen wird der gleiche
Effekt erreicht. Um die Vervielfältigungseigenschaften oder den Plattenver
schleiß der Abformoriginalplatte zu verbessern, können mehrere geeignete
Beschichtungsmaterialien für die Abformplattenoberfläche eingesetzt
werden.
Eine Vielzahl bzw. Gruppe der oben beschriebenen Preßstempel kann zu
einem Vielebenenpreßstempel zusammengesetzt werden, wodurch die
Herstellungseffizienz der optischen Karte verbessert werden kann. Ein
Beispiel des Verfahrens, um einen solchen Vielebenenpreßstempel herzu
stellen, ist eine Gruppe von Mutterpreßstempeln zur Ausbildung eines
Vielebenenmutterpreßstempels miteinander zu verbinden und den Viel
ebenenmutterpreßstempel als Kopiervorlage für einen Vielebenenpreß
stempel zu verwenden. Ein bevorzugtes Beispiel dieser Vielebenenher
stellung bzw. Vielebenenformung wird unten beschrieben.
Eine Zahl von etwa auf die Oberflächengröße der optischen Karte zu
geschnittenen Siliziumscheiben (wafers) werden so auf einem Substrat
angeordnet, daß ihre Kristallorientierungen übereinstimmen und werden in
dieser Position befestigt. Zur Integration dieses Verbundes wird die An
ordnung dann mit einem Kunstharz bzw. Plastik oder mit geschmolzenem
Glas umformt bzw. umgossen. Danach wird der Verbund solange poliert
bis die Oberfläche jeder auf dem Substrat angeordneten Siliziumscheibe
nach außen freigelegt ist. Dann wird hierauf ein lichtempfindliches Material
geschichtet und die beschichtete Anordnung mit einer Kontaktbelichtung
durch eine Vielebenenfotomaske oder direkt durch ionisierende Strahlung
strukturbelichtet. Das strukturierte Produkt wird zur Herstellung einer
Vielebenenoriginalplatte geätzt. Von dieser Vielebenenoriginalplatte kann
ein Vielebenenpreßstempel mit dem zuvor genannten Verfahren hergestellt
werden.
Ein Vergleich der Schwingungsverläufe des Lese-/Schreibgerät-Ausgangs
signals für die vorformatierten Teile der optischen Karte gemäß der Erfin
dung, die durch das oben beschriebene Verfahren hergestellt worden ist,
und einer optischen Karte, die mit dem oben beschriebenen bekannten
Oberflächenaufrauhverfahren erhalten wurde, wurde durchgeführt. Die
Ergebnisse sind in Fig. 13A (die Erfindung) und Fig. 13B (das herkömm
liche Produkt) dargestellt. Die gezeigten Schwingungsverläufe beruhen auf
Aufzeichnungen von Vertiefungslängen. Bei der optischen Karte gemäß
der Erfindung, siehe Fig. 13A, ist die Maximalamplitude des Schwingungs
verlaufs (1.370 V) groß und stabil und zeigt keine Signalfehler. Wie in Fig.
13B dargestellt, beträgt indem Schwingungsverlauf des Lese-/Schreibge
rät-Ausgangssignals des vorformatierten Teils einer herkömmlich her
gestellten, oberflächenaufgerauhten optischen Karte die Maximalamplitude
1.170 mV und zeigt einen Signalfehler mit Überschreiten des Signal
schwellenwertes bei dem durch einen Pfeil gekennzeichneten Wert.
Die vorliegende Erfindung wurde anhand von bevorzugten Ausführungs
formen beschrieben. Das dargelegte Verfahren zur Herstellung der Original
platte usw. in der vorliegenden Beschreibung ist nur zur Veranschauli
chung gedacht und ist nicht auf die verwendeten Materialien, Geräte und
Bedingungen beschränkt. Insbesondere werden die Trockenätzbedingun
gen stark durch das Ätzgerät, die Anordnung des Ätzrezipienten usw.
beeinflußt. Die naßchemischen Ätzbedingungen werden auch durch die
Ätzfläche und die Menge der Ätzlösung beeinflußt. Daher sind diese
Bedingungen nicht auf die zuvor genannten Bedingungen beschränkt.
Wie oben dargelegt hat die Originalplatte der optischen Karte im Sinne der
Erfindung keine herkömmlichen oberflächenaufgerauhten Strukturen,
sondern umgekehrt pyramidal geformte räumliche Strukturen, deren jewei
lige Oberflächen Spiegelflächen sind. Die Originalplatte ist daher fehlerfrei
und ohne Oberflächenrauhigkeit und sichert so eine hinreichend kleine
Reflexion. Eine optische Karte, die von einer solchen Originalplatte der
optischen Karte hergestellt wird, weist vorformatierte Teile mit Bereichen
mit kleinem Reflexionsvermögen mit zufriedenstellendem Kontrast zu
Bereichen mit großem Reflexionsvermögen auf. Der Herstellungsprozeß
dieser optischen Karte unterscheidet sich vom Herstellungsprozeß einer
konventionellen optischen Karte durch den Herstellungsschritt des Gegen
stücks einer oberflächenaufgerauhten Originalplatte. Daher ist das Verfah
ren der Erfindung vorteilhaft, da ein herkömmlicher Vervielfältigungsprozeß
verwendet werden kann ohne das Verfahren zu verkomplizieren.
Claims (9)
1. Optische Karte mit einem vorformatierten Teil, der einen Bereich mit
kleinem Reflexionsvermögen umfaßt, bei der
der Bereich mit im Vergleich zu anderen Spurbereichen kleinem Reflexionsvermögen aus einer räumlichen
Struktur mit einer konvexen pyramidalen Form oder einer konka
ven, umgekehrt pyramidalen Form zusammengesetzt ist
dadurch gekennzeichnet, daß
die pyramidale Form eine
walmdachartige Form (hipped roof) beinhaltet.
2. Optische Karte nach Anspruch 1, bei der diskrete, feine räumliche
Strukturen, die die konvexen oder konkaven Formen umfassen, in
einem vorbestimmten, vorformatierten Muster ausgebildet sind.
3. Optische Karte nach Anspruch 1, bei der die Vorformatierung ROM-
Daten und/oder Vorgruppen umfaßt.
4. Optische Karte nach Anspruch 1, bei der zudem eine durchsichtige
Schutzschicht auf einer den vorformatierten Teil enthaltenden opti
schen Aufzeichnungsmaterialschicht ausgebildet ist.
5. Optische Karte nach Anspruch 1, bei der die optische Karte eine
Karte des WORM-Typs ist.
6. Originalplatte einer optischen Karte, welche eine Originalplatte zur
Vervielfältigung eines Substrats einer optischen Karte ist, und deren
Teil, der einem vorformatierten Teil der optischen Karte entspricht,
eine räumliche Struktur mit umgekehrt pyramidaler Form hat,
dadurch gekennzeichnet, daß
die
räumliche Struktur der umgekehrt pyramidalen Form durch einen
anisotropen Ätzprozeß eines einkristallinen Substrats gebildet ist.
7. Abformoriginalplatte für eine optische Karte, wobei die Abformorigi
nalplatte von einer Originalplatte nach Anspruch 6 durch die Ver
wendung einer Formmasse reproduziert worden ist.
8. Preßstempel für eine optische Karte, der von einer Abformoriginal
platte für eine optische Karte nach Anspruch 6 durch die Verwen
dung einer Formmasse reproduziert worden ist.
9. Vielebenenpreßstempel mit einer Anordnung aus einer Mehrzahl von
Preßstempeln für eine optische Karte nach Anspruch 8.
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