-
Die
Erfindung betrifft einen Flügel
eines Fensters, einer Tür
oder der dergleichen, der einen Überschlag
und einen Scharnierbeschlag aufweist. Ferner betrifft die Erfindung
ein entsprechendes Montageverfahren des Scharnierbeschlags.
-
Aus
der europäischen
Patentschrift 592 777 ist ein Scharnierbeschlag der eingangs genannten Art
bekannt. Der Beschlag weist ein am Flügelrahmen befestigbares und
ein am Blendrahmen eines Fensters, einer Tür oder dergleichen befestigbares Scharnierteil
auf. Um auf einfache und problemlose Weise eine Einstellung auf
Rechts- oder Linksanschlag vornehmen zu können, ist eine Mehrteiligkeit vorgesehen.
-
Der
Erfindung liegt ein ganz anderes Problem zugrunde. Dies ergibt sich
daraus, dass mit Überschlag
versehene Flügel
eines Fensters, einer Tür
oder dergleichen im Bereich des Überschlags eine
Dichtung, vorzugsweise eine Gummidichtung, aufweisen. Bei derartigen
Flügeln,
die unverdeckt liegende Bänder
ihrer Scharnierbeschläge
aufweisen, wird jeweils das flügelseitige
Gelenkband zwischen der dem Raum zugewandten Seite des Blendrahmens
und der dem Blendrahmen zugewandten Seite des Überschlags des Flügelrahmens
hindurchgeführt.
Der Zwischenraum zwischen Flügelüberschlag und
Blendrahmen wird beispielsweise bei Kunststoff-Fenstern durch die
vorstehend bereits erwähnte Dichtung
ausgefüllt,
die sich am Überschlag
befindet. In dem Bereich, wo das flügelseitige Gelenkband des Scharnierbeschlags
durch den erwähnten
Zwischenraum tritt, wird die Dichtung von diesem derart zusammengedrückt, dass
der Zwischenraum sowohl für
den Durchtritt der zusammenge drückten
Dichtung als auch des Gelenkbands genutzt wird. Bei der Montage
derartiger bekannter Scharnierbeschläge tritt das Problem auf, dass
beim Einschieben des Scharnierteils in eine Beschlagnut des Profils
des Flügelrahmens
das Gelenkband über
die Dichtung in deren Längsrichtung
streift, wodurch Verwertungen der Dichtung entstehen können, die
nicht mehr auszugleichen sind, da das Gelenkband die Dichtung derart
stark beaufschlagt, dass ihr nachträgliches Verschieben nicht mehr
möglich
ist. Bei Holzfenstern wird in der Regel keine Dichtung am Überschlag
eingesetzt. Um in einem solchen Falle den Raum für den Durchtritt des Gelenkbandes
zu schaffen, wird der Überschlag
auf der dem Blendrahmen zugewandten Seite taschenförmig, randoffen
ausgefräst.
Die Ausfräsung
erstreckt sich somit über
die gesamte Einschieblänge.
Wäre dies
nicht der Fall, sondern wäre sie
nur im Bereich der Endmontageposition des Gelenkbandes vorgesehen,
so ließe
sich das Scharnierteil in die Beschlagnut nicht einschieben, da
das Band dann mit erheblicher Vorspannung auf dem Überschlag
bis zur Ausfräsung
gleiten müsste.
-
Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Flügel eines Fensters, einer Tür oder dergleichen
anzugeben, bei dem bei der Montage ein Verwerfen einer Dichtung
am Überschlag
des Flügels verhindert
ist.
-
Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Durch diese erfindungsgemäße Ausgestaltung
wird es bei der Montage des Scharnierbeschlags möglich, zunächst das Basisteil in die Beschlagnut
des Profils des Flügelrahmens
einzuschieben und mittels mindestens eines Befestigungsmittels festzulegen.
Anschließend wird
am Basisteil das Halteteil montiert, wobei bei dieser Montage das
mit Exzenter versehende Koppelelement dazu dient, eine Schwenkverlagerung des
Halteteils relativ zum Basisteil herbeizuführen, derart, dass sich das
Gelenkband in Richtung auf den Überschlag
bewegt und hierdurch auf die Dichtung senkrecht auftrifft oder in
eine dort vorgesehene Ausfräsung
eintritt. Bei dieser Schwenkbewegung kommt es somit nicht zu einer
Streifbewegung des Gelenkbandes entlang der Längsrichtung der Dichtung, sondern
es erfolgt lediglich eine Zusammendrückbewegung der Dichtung, so
dass deren Verwerfen nicht auftreten kann. Bei den erwähnten Holzfenstern,
die keine Dichtung am Überschlag
besitzen, tritt aufgrund der Schwenkverlagerung das Gelenkband in die
eine Hinterschneidung des Überschlags
bildende Ausfräsung
ein, so dass ein Entlanggleiten des Gelenkbandes unter Vorspannung
auf dem Überschlag bis
in die Ausfräsung
hinein nicht auftritt.
-
Nach
einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Koppelelement
um eine Koppelelement-Drehachse drehbar am Halteteil gelagert ist.
Das Koppelelement weist bevorzugt einen zur Koppelelement-Drehachse
exzentrisch angeordneten Stehbolzen auf, der in eine Aufnahmevertiefung des
Basisteils eingreift. Mithin wird bei der Montage das Koppelelement
aus einer Stellung, in der das Halteteil unter einem Winkel zum
Basisteil verläuft, derart
um seine Koppelelement-Drehachse gedreht, dass die erwähnte Schwenkverlagerung
erfolgt, wobei in der Endmontagestellung durch die Verdrehung des
Koppelelements die Längserstreckungen
von Halteteil und Basisteil miteinander fluchten oder parallel zueinander
verlaufen, so dass die zuvor bestehende Winkelstellung aufgehoben
ist.
-
Vorzugsweise
ist die Aufnahmevertiefung als Langloch ausgebildet, dessen Längserstreckung
die gleiche Richtung wie die Längserstreckung
des Basisteils aufweist. Das Langloch gestattet es, dass das Halteteil
in in Richtung seiner Längserstreckung
einstellbarer Position am Basisteil festgelegt werden kann. Die
Positionseinstellung wird beispielsweise dann vorgenommen, wenn
ein "Hängen" des Flügels korrigiert
werden soll.
-
Es
ist vorteilhaft, wenn das Koppelelement eine Bohrung des Halteteils
durchgreift. Auf diese Art und Weise ist die Koppelelement-Drehachse geschaffen.
-
Bevorzugt
weist das Koppelelement einen Kopf und einen Kragen auf, wobei der
Kopf der Oberseite und der Kragen der Unterseite des Halteteils
zugeordnet ist. Das Koppelelement ist reibschlüssig am Halteteil gelagert.
Am Koppelelement ist bevorzugt ein für dessen Drehung zu verwendender
Betätigungshebel
reibschlüssig
gelagert. Der Reibschluss zwischen dem Betätigungshebel und dem Koppelelement
ist bevorzugt größer als
der Reibschluss zwischen dem Koppelelement und dem Halteteil. Durch die
vorstehend erwähnte
Ausgestaltung ist sichergestellt, dass durch Verschwenken des Betätigungshebels
das Koppelelement mitverdreht wird, so dass der Exzenter in Aktion
tritt. Eine Montage ist somit ohne Werkzeug möglich. Da auch aufgrund des Reibschlusses
zwischen dem Koppelelement und dem Betätigungshebel eine Drehbewegung
des Koppelelements relativ zum Halteteil und relativ zum Betätigungshebel
möglich
ist, ohne dass der Betätigungshebel
seine Position verlässt,
kann – beispielsweise
nach der Montage- zur möglichen
Positionskorrektur zwischen Halteteil und Basisteil nur das Koppelelement
um einen bestimmten Winkel gedreht werden. Hierzu weist das Koppelelement vorzugsweise
ein Werkzeugangriffselement, beispielsweise in Form einer Mehrkantvertiefung,
auf. Die unterschiedlich stark wirkenden Reibschlüsse zwischen Befestigungshebel
und Koppelelement sowie Koppelelement und Halteteil stellen bei
einer Verlagerung des Betätigungshebels
sicher, dass eine Mitnahme des Koppelelements erfolgt und nicht
etwa der Betätigungshebel "durchrutscht", das heißt, das Koppelelement
nicht mitnimmt.
-
In
der Endmontageposition des Betätigungshebels
wird dieser vorzugsweise am Halteteil fixiert. Dies kann insbesondere
durch Rastung erfolgen.
-
Um
das Halteteil sicher am Basisteil festzulegen, kann der Stehbolzen
eine Schulter aufweisen, die in Montagestellung den unterseitigen
Lochrand der Aufnahmevertiefung hintergreift. Diese Schulter kann
zum Beispiel in Form eines hammerkopfähnlich ausgestalteten Bereichs
am freien Ende des Stehbolzens geschaffen sein.
-
Ferner
betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Montage eines Scharnierbeschlags
an einem mit einem Überschlag
versehenen Flügelrahmen
eines Fensters, einer Tür
oder dergleichen, wobei der Überschlag
eine Dichtung oder eine Ausfräsung
für die
Aufnahme eines Gelenkbandes aufweist, mit einem am Flügelrahmen
befestigten ersten Scharnierteil des Scharnierbeschlags, welches
mit einem an diesem schwenkbeweglich führbaren, an einem Blendrahmen
des Fensters oder dergleichen befestigbaren zweiten Scharnierteil
zusammenwirken kann, wobei das erste Scharnierteil mehrteilig ausgebildet
ist und aus einem Basisteil und einem am Basisteil festlegbaren
Halteteil besteht und das Basisteil mittels mindestens eines Befestigungsmittels
am Flügelrahmen
angeordnet wird, wobei bei Beginn der Montage des ersten Scharnierteils
am Flügelrahmen das
Halteteil in eine Winkelstellung zum Basisteil gebracht wird, und
wobei das Halteteil das Gelenkband aufweist, das in Richtung auf
den Überschlag
dadurch bewegt wird, dass mittels eines einen Exzenter aufweisenden,
zwischen Basisteil und Halteteil wirkenden Koppelelements eine Schwenkverlagerung des
Halteteils relativ zum Basisteil so durchgeführt wird, dass am Ende der
Montage das Gelenkband auf die Dichtung senkrecht auftrifft und
auf diese gepresst wird oder das Gelenkband in die Ausfräsung des Überschlags
eintritt.
-
Die
Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels,
und zwar zeigt:
-
1 eine
Seitenansicht auf einen Scharnierbeschlag (teilweise im Schnitt),
-
2 eine
Seitenansicht auf ein Basisteil des Scharnierbeschlags der 1 im
Schnitt,
-
3 eine
Draufsicht auf das an einem Flügel
eines Fensters montierte Basisteil,
-
4 eine
Draufsicht auf ein am Basisteil in Vormontagestellung angeordnetes
Halteteil des am Flügel
angeordneten Scharnierbeschlags und
-
5 die
Endmontageposition des Scharnierbeschlags am Flügel des Fensters.
-
Die 1 zeigt
einen Scharnierbeschlag 1, der ein erstes Scharnierteil 2 und
ein zweites, nicht dargestelltes Scharnierteil aufweist. Beide Scharnierteile
sind schwenkbeweglich aneinander befestigt. Das erste Scharnierteil 2 wird
an einem Flügel 3 (3)
eines Fensters, einer Tür
oder dergleichen festgelegt. Das zweite Scharnierteil wird an dem
nicht dargestellten Blendrahmen des Fensters, der Tür oder dergleichen
befestigt, so dass eine Schwenkbewegung des Flügels 3 relativ zum
Blendrahmen aufgrund des Scharnierbeschlags 1 möglich ist.
Auf diese Art und Weise lässt
sich beispielsweise das Fenster dreh- oder kippöffnen.
-
Das
erste Scharnierteil 2 weist ein Basisteil 4, ein
Halteteil 5 und ein Gelenkband 6 auf. Der Flügel 3 des
Fensters ist mit einem Überschlag 7 versehen,
der eine Aufnahmenut 8 aufweist, in der eine Dichtung 9 eingesetzt
ist. Das Profil 10 des Flügels 3 besitzt ferner
eine Beschlagnut 11, in der das Basisteil 4 befestigt
wird. Hierauf wird nachstehend noch genauer eingegangen. Der 4 ist
zu entnehmen, dass es sich bei dem Gelenkband 6 um ein
sogenanntes sichtbares Band handelt, das heißt, es ist sichtbar zwischen
der dem Raum zugewandten Seite des Flügelrahmens und der dem Blendrahmen
zugewandten Seite des Überschlags 7 des
Flügels 3 angeordnet.
-
Das
Basisteil 4 bildet ein Winkelstück 12, das heißt, es weist
einen Basisschenkel 13 und einen rechtwinklig dazu verlaufenden,
einstückig
davon ausgehenden Seitenschenkel 14 auf. Das Winkelstück 12 ist
vorzugsweise im Druckgussverfahren hergestellt und profiliert ausgebildet,
so dass innerhalb des Basisschenkels 13 beziehungsweise
Seitenschenkels 14 Hohlräume ausgebildet sind. Der Basisschenkel 13 weist
mehrere Durchgangsbohrungen 15 auf. Auch der Seitenschenkel 14 ist
mit einer Durchgangsbohrung 15 versehen. Ferner ist am
Basisschenkel 13 eine mit Dach 16 versehene Aufnahmetasche 17 ausgebildet,
die derart gestaltet ist, dass ihre Länge l etwas größer als
die Länge
einer Maschinenschraube 18 ist, die sich am Halteteil 5 befindet.
Das Dach 16 dient dazu, den Kopf 19 der Maschinenschraube 18 in
der montierten Stellung des Scharnierbeschlags 1 zu überfangen.
Hierauf wird nachstehend noch näher
eingegangen. Beide Seiten des Basisschenkels 13 und des
Seitenschenkels 14 besitzen einen überstehenden Rand 20 (3),
wodurch eine Abstützung
auf einer Stufe 22 der Beschlagnut 10 beziehungsweise
der Seitenfläche 21 des
Flügels 3 möglich ist.
-
Im
Bereich der Ecke des Winkelstücks 12 ist im
Basisschenkel 13 eine Aufnahmevertiefung 23 ausgebildet,
die als Langloch 24 ausgeführt ist, wie dies besonders
deutlich aus der 3 hervorgeht. Benachbart dem
Langloch 24 liegt eine schlüssellochförmige Vertiefung 25,
die -von der Seite gemäß 1 her
gesehen- im durchmessergrößeren Bereich
in ihrer Tiefe von einer Stufe 26 begrenzt wird und deren
durchmesserkleinerer Bereich einen untergreifbaren Rand 27 besitzt.
-
Das
Halteteil 5 ist als Vollprofilstab ausgebildet und besitzt
eine L-Form, so
dass ein erster Schenkel 28 und ein einstückig von
letzterem abgebogener zweiter Schenkel 29 vorliegt. Am
ersten Schenkel 28 ist ein Quersteg 30 durch Stauchung festgelegt,
der eine Gewindebohrung 31 aufweist, in die das Gewinde
der Maschinenschraube 18 eingeschraubt ist. Die Anordnung
ist derart getroffen, dass der Kopf 19 der Maschinenschraube 18 das
freie Ende des ersten Schenkels 28 überragt. Ferner wird der erste
Schenkel 28 von einem Schlüsselloch-Durchbruch 32 durchsetzt,
der -in der montierten Stellung- mit der schlüssellochförmigen Vertiefung 25 des
Basisteils 4 fluchtet. Eine Durchgangsbohrung 33 des
ersten Schenkels 28 des Halteteils 5 wird zur
drehbaren Lagerung eines Koppelelements 34 genutzt. Hierzu
weist das Koppelelement 34 einen Kopf 35 auf,
dem mit Abstand ein Kragen 36 gegenüberliegt. Zwischen Kopf 35 und
Kragen 36 ist ein durchmesserkleinerer Bereich 37 am
Koppelelement 34 ausgebildet, der die Durchgangsbohrung 33 des ersten
Schenkels 28 durchgreift. Dieser durchmesserkleinere Bereich 37 nimmt
ferner einen U-förmig gestalteten
Betätigungshebel 38 auf.
Der Betätigungshebel 38 besitzt
einen ersten Schenkel 39, einen zweiten Schenkel 40 und
einen die beiden Schenkel 39 und 40 einstückig verbindenden
Quersteg 41 (4) auf. Vorzugsweise besteht
der Betätigungshebel 38 aus
einem entsprechend gekanteten Blechstanzteil. Die Anordnung ist
nun derart getroffen, dass der erste Schenkel 39 des Betätigungshebels 38 auf
der Oberseite 42 des ersten Schenkels 28 des Halteteils 5 aufliegt.
Der zweite Schenkel 40 liegt an der Unterseite 43 des
ersten Schenkels 28 an, wobei Durchgangsbohrungen 43 in
den beiden Schenkeln 39 und 40 von dem durchmesserkleineren
Bereich 37 des Koppelelements 34 durchgriffen
werden, so dass der Kopf 35 auf der Außenseite des ersten Schenkels 39 und
der Kragen 36 an der außen, untenliegenden Seite des
zweiten Schenkels 40 anliegen. Auf diese Art und Weise
ist der Betätigungshebel 38 schwenkbeweglich
um eine Koppelelement-Drehachse 44 am Halteteil 5 gelagert,
wobei das Koppelelement 34 ebenfalls reibschlüssig relativ zum
Betätigungshebel 38 und
zum Halteteil 5 gleichfalls um die Koppelelement-Drehachse 44 drehbar gelagert
ist. Von der außenliegenden
Seite des Kragens 36 geht exzentrisch ein Stehbolzen 45 aus,
dessen freies Ende 46 eine Schulter 47 aufweist.
Alternativ ist es auch möglich,
dass keine Schulter 47 vorgesehen ist.
-
Am
zweiten Schenkel 29 des Halteteils 5 ist mittels
Niete 48 das Gelenkband 6 befestigt, das einen
ersten Schenkel 49, einen einstückig davon abgebogenen zweiten
Schenkel 50 und ein gebogenes Gelenkauge 51 aufweist.
Im Gelenkauge 51 ist ein Kunststoffeinsatz 52 angeordnet,
der einen nicht dargestellten Gelenkbolzen des ebenfalls nicht dargestellten
zweiten Scharnierteils aufnimmt, welches am Blendrahmen des Fensters
befestigt wird.
-
Aus
der Draufsicht der 4 ist erkennbar, dass der Kopf 35 des
Koppelelements 34 mit einem Werkzeug-Angriffselement, nämlich einer
Mehrkantvertiefung 53 versehen ist. Die beiden Schenkel 39 und 40 des
Betätigungshebels 38 werden
jeweils von einem Langloch 54 durchsetzt, das -in der montierten Stellung-
mit der schlüsselförmigen Vertiefung 25 beziehungsweise
dem Schlüsselloch-Durchbruch 32 fluchtet.
Ferner gehen von den beiden Schenkeln 39 und 40 des
Betätigungshebels 38 kurze
Abkantungen 55 aus, die dazu dienen, den Betätigungshebel 38 in
der Endmontagestellung mit dem ersten Schenkel 28 des Halteteils 5 zu
verrasten. Hierauf wird nachstehend noch näher eingegangen.
-
Bei
der Montage des erfindungsgemäßen Scharnierbeschlags 1 am
Flügel 3 wird
wie folgt vorgegangen: Zunächst
wird das Basisteil 4 in die Beschlagnut 11 des
Flügels 3 derart
eingelegt, dass der Rand 20 auf der Stufe 22 sowie
an der Seitenfläche 21 anliegt
(siehe 3). Dieses Einlegen wird durch die Dichtung 9 nicht
erschwert, da die Beschlagnut 11 einen gewissen Abstand
zum Überschlag 7 aufweist. Mittels
nicht dargestellter Befestigungsmittel, beispielsweise selbstschneidender
Gewindeschrauben, wird das Basisteil 4 in der Beschlagnut 11 befestigt. Die
Gewindeschrauben werden hierzu in die Durchgangsbohrungen 15 des
Basisschenkels 13 beziehungsweise des Seitenschenkels 14 eingesetzt
und mit einem Werkzeug festgezogen. Dies kann in automatischer Montage
erfolgen. Anschließend
wird das Halteteil 5 in einer Vormontagestellung am Basisteil 4 festgelegt.
Hierzu wird zunächst
der Kopf 19 der Maschinenschraube 18 derart in
die Aufnahmetasche 17 des Basisteils 4 eingebracht,
dass er vom Dach 16 überfangen
wird. Anschließend
wird der Stehbolzen 45 des Koppelelements 34 in
die Aufnahmevertiefung 23 des Basisteils 4 eingesteckt,
wodurch das Halteteil 5 die aus der 4 ersichtliche
Position zum Basisteil 4 einnimmt. Es ist erkennbar, dass
die Längsachsen
von Basisteil 4 und Halteteil 5 einen Winkel Ó einschließen. Dieser
resultiert daraus, dass der Stehbolzen 45 exzentrisch zur
Koppelelement-Drehachse 44 an dem Kragen 36 des
Koppelelements 34 befestigt ist, wie dies deutlich aus
der 1 zu ersehen ist. Aufgrund dieses so gebildeten Exzenters 56 nimmt
in der erwähnten
Vormontagestellung somit das Halteteil 5 eine Schrägstellung zum
Basisteil 4 ein, die dazu führt, dass der zweite Schenkel 50 des
Gelenkbands 6 mit Abstand b zum Überschlag 7 liegt,
so dass die Dichtung 9 nur geringfügig berührt oder nicht berührt wird.
Im Zuge der weiteren Montagearbeiten wird dann mit der Hand -also
ohne Werkzeug- der Betätigungshebel 38 entgegen
dem Uhrzeigersinn in Richtung des Pfeiles 57 (4)
verschwenkt, wodurch er aufgrund des Reibschlusses das Koppelelement 34 mit
verdreht. Hierdurch wird der Exzenter 56 derart betätigt, dass
der in die Aufnahmevertiefung 23 eingreifende Stehbolzen 45 unter
Verkleine rung des Winkels Ó das
Halteteil 5 fluchtend zum Basisteil 4 ausrichtet,
wie dies aus der 5 hervorgeht. In der 5 fallen
die Längsachsen
von Basisteil 4 und Halteteil 5 zusammen. Aufgrund
des Verschwenkens des Betätigungshebels 38 und
der damit einhergehenden Drehung des Koppelelements 34 erfolgt
somit eine Schwenkverlagerung des Halteteils 5 relativ
zum Basisteil 4, wodurch das Gelenkband 6 in Richtung
auf den Überschlag 7 bewegt
wird. Hierdurch wird der zweite Schenkel 50 unter Verringerung
des Abstandes b auf die Dichtung 9 gepresst, wie sich dies
aus der 5 ergibt. In der Endmontagestellung
liegt der zweite Schenkel 50 an dem Überschlag 7 unter
Zusammenpressen der Dichtung 9 an. Da die Beaufschlagung der
Dichtung nur senkrecht zu ihrer Längserstreckung erfolgt, kann
sie sich nicht verwerten, sondern wird lediglich zusammengedrückt.
-
Um
die Endmontagestellung zu sichern, kann ein Sicherungsstift 58 (1)
verwendet werden, der drei mit Abstand zueinander liegende Ringkragen 59 aufweist.
Der Sicherungsstift 58 wird in das Langloch 54,
den Schlüsselloch-Durchbruch 32 und
die schlüssellochförmige Vertiefung 25 derart eingesteckt,
dass sein unterer Ringkragen 59 auf der Stufe 26 aufliegt
(1). Anschließend
wird der Sicherungsstift 58 in Richtung auf das Gelenkband 6 verschoben,
wodurch die Ringkragen 59 entsprechende Bereiche der schlüssellochförmigen Durchbrüche der
einzelnen Bauteile hintergreifen und auf diese Art und Weise eine
sichere Festlegung des Halteteils 5 am Basisteil 4 erfolgt.
In der aus der 5 hervorgehenden Stellung des
Betätigungshebels 38 hintergreifen
die Abkantungen 55 der beiden Schenkel 39 und 40 die
Seitenkante des ersten Schenkels 28 des Halteteils 5,
so dass auf diese Art und Weise eine Rastfestlegung erfolgt.
-
Um
etwaige Justierungen des Flügels
des Fensters vornehmen zu können,
lässt sich
die Maschinenschraube 18 mittels eines geeigneten Werkzeuges,
vorzugsweise eines Imbus-Schlüssels,
drehen, wodurch eine in Längserstreckung
erfolgende Verschiebebewegung zwischen Halteteil 5 und
Basisteil 4 durchgeführt
wird. Hierbei gleitet der Stehbolzen 45 in der als Langloch 24 ausgebildeten
Aufnahmevertiefung 23. Ferner ist es möglich, in die Mehrkantvertiefung 53 des
Koppelelements 34 ein geeignetes Werkzeug einzusetzen und
das Koppelelement 34 und damit den Exzenter 56 zu
drehen, wodurch geringe Winkelkorrekturen zwischen Halteteil 5 und
Basisteil 4 möglich
sind.
-
Sofern
der Stehbolzen 45 eine Schulter 47 aufweist, die
aufgrund eines hammerkopfförmigen freien
Endes 46 des Stehbolzens 45 ausgebildet sein kann,
ist es ferner möglich,
durch die in der Endmontageposition eingenommene Drehstellung des
Stehbolzens 45 einen Hintergriff zu einer entsprechenden Stufe
des Basisteils 4 zu erzeugen um auf diese Art und Weise
ein sicheres Festlegen zu gewährleisten.