DE19757712C1 - Koaxialcigarette mit Querstromsperre und Verfahren zur Herstellung einer Koaxialcigarette - Google Patents
Koaxialcigarette mit Querstromsperre und Verfahren zur Herstellung einer KoaxialcigaretteInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Koaxialcigarette der durch den Oberbegriff des Patent
anspruchs 1 beschriebenen Gattung.
Koaxialcigaretten (z. B. DE 41 27 420 A1) werden entworfen und hergestellt, um verstärkt über den kon
struktiven Aufbau einer Cigarette auf die Rauch- und Zugeigenschaften Einfluß
nehmen zu können. Eine Option der Koaxialcigaretten ist die separate Behandlung
der Ströme aus dem Strangmantel und dem Strangkern des koaxialen Stranges durch
den Filtermantel und den Filterkern des koaxialen Filters.
Bei der Herstellung von Koaxialfiltercigaretten wird, wie auch bei der Herstellung
üblicher Filtercigaretten, der Filter an den Strang angesetzt und mittels eines darüber
gelegten Belagpapiers dort befestigt. Hierbei entstehen bei Koaxialcigaretten zwangs
läufig Lücken zwischen dem filterseitigen Ende der Strangkernumhüllung und dem
strangseitigen Ende der Filterkernumhüllung. Diese Lücken sind aus mikroskopischer
Sicht, d. h. unter Berücksichtigung der Strömungswege von ca. 0,1 µm großen Rauch
teilchen, durchaus als erheblich anzusehen.
Wenn nun eine separate Behandlung der Rauchströme aus den jeweiligen Strangseg
menten angestrebt wird, d. h. wenn der Rauch aus dem Strangmantel ausschließlich
durch den Filtermantel und der Rauch aus dem Strangkern ausschließlich durch den
Filterkern hindurchgehen sollen, müssen nach dem Stand der Technik geeignete
Maßnahmen ergriffen werden, um Fehlströmungen durch die Lücke zu vermeiden.
Dadurch unterliegen bisher bekannte Koaxialcigaretten starken Restriktionen; die
Strömungswiderstände der Mäntel und Kerne von Strang und Filter müssen genau
aufeinander abgestimmt werden. Dies führt zu deutlichen Einschränkungen bezüglich
der realisierbaren Packungsdichten im Strang, der verwendbaren Grades oder
sonstiger Blendkomponenten, der verwendbaren Koaxialfilter sowie der realisier
baren Kondensatzielwerte.
Es ist die Aufgabe der vorliegende Erfindung, eine Koaxialcigarette und ein Verfahren zur Herstellung einer Koaxialcigarette zur Verfügung
zu stellen, die die oben genannten Nachteile des Standes der Technik überwinden.
Insbesondere soll eine Querströmung des Rauches zwischen Strangkern und Filter
mantel bzw. zwischen Strangmantel und Filterkern vermieden werden, ohne daß
Restriktionen bezüglich der Cigarettengestaltung in Kauf genommen werden müssen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Bereitstellung einer Rauchstrom
sperre zwischen dem Strangkern und dem Filtermantel und/oder dem Strangmantel
und dem Filterkern im Verbindungsbereich von Strangkernumhüllung und Filter
kernumhüllung gelöst.
Eine erfindungsgemäße Rauchstromsperre verhindert eine Fehlströmung aus dem
Strangkern in den Filtermantel bzw. aus dem Strangmantel in den Filterkern. Damit
wird konstruktiv an der Stelle eingegriffen, wo Querströmungen auftreten können,
nämlich an der Lücke, welche das filterseitige Ende der Strangkernumhüllung und
das strangseitige Ende der Filterkernumhüllung voneinander trennt. Die oben
angesprochene Lücke wird geschlossen, so daß es nicht mehr notwendig ist, durch
spezielle Ausgestaltungen der Zugwiderstände über den Einsatz bestimmter Tabak-
oder Tabakersatzmaterialien und Filtermaterialien auf die Strömungsregelung
Einfluß zu nehmen. Es können Materialien in größerer Bandbreite verwendet sowie
gewünschte Kondensatzielwerte erreicht werden.
Wenn die Filterkernumhüllung und die Strangkernumhüllung im wesentlichen
denselben Durchmesser aufweisen, besteht bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der
Rauchstromsperre die Möglichkeit, die beiden Umhüllungen an ihrem Kontaktpunkt
lückenlos zu verbinden.
Bei einer ersten Gruppe von Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Koaxialci
garette sind die Strangkernumhüllung und die Filterkernumhüllung einteilig ausge
bildet. Vorteilhafterweise ist hierbei der Filter zumindest teilweise als Tabakfilter
ausgebildet, wobei der Filtermantel und/oder der Filterkern aus einem Tabakmaterial
mit einer gegenüber dem zugehörigen Strangteil veränderten Tabakpackungsdichte
ausgebildet werden. Hierbei wird beispielsweise die gesamte Cigarette als koaxialer
Tabakstrang hergestellt. Im Filterbereich wird entweder die Packungsdichte eines
Strangsegments oder eines zugehörigen Tabakfiltersegments erhöht, so daß der
Filtrationskoeffizient mindestens eines der Filtersegmente von dem Filtrations
koeffizienten des zugehörigen Tabakstrangsegments verschieden ist. Eine solche
Cigarette mit Tabakfilter ist einfach im schnellen Online-Betrieb herzustellen.
Bei einer zweiten Möglichkeit wird der Innenstrang durch ein Aneinanderreihen von
Filtercigaretten im Durchmesser des Koaxialcigarettenkerns gebildet. Die Filterciga
retten werden analog der Filter- und Strangverklebung zu einem Endlosstrang
verbunden und der Strang- und Filtermantel bestehen aus Tabak.
Auch eine solche Cigarette ist mit bestehender Cigarettenherstellungstechnologie im
schnellen Online-Betrieb herzustellen.
Eine Möglichkeit, eine lückenlose Verbindung bei im wesentlichen gleichem Durch
messer der Kernsegmente herzustellen, besteht nach einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung darin, daß der Strangkern und der Filterkern im Verbindungsbereich
mittels einer Umwicklung, vorzugsweise aus Belagpapier, miteinander verbunden
werden. Die Umwicklung überdeckt die Lücke, also den Stoß zwischen den beiden
Kernumhüllungen und dichtet diesen gegen Fehlströmungen ab.
Um eine Umwicklung über dem Stoßquerschnitt der Kernumhüllungen aufbringen
zu können, müssen diese im Herstellungsverfahren von einem Mantelteil befreit
werden. Nach dem Zusammenfügen und Umwickeln von Strangkern und Filterkern
entsteht dann eine Längslücke im Mantel, die leer belassen werden kann,
d. h. nur durch ein Belagpapier zu schließen wäre. Vorteilhafterweise können im
Bereich der Umwicklung der Strangmantel und der Filtermantel aber auch mit einem
Tabak- oder Filtermaterial aufgefüllt werden. Hier besteht eine weitere Möglichkeit
der Einflußnahme auf die Rauchstromeigenschaften.
Eine weitere Gruppe von Ausführungsformen der Koaxialcigaretten nach der vorlie
genden Erfindung stellt nicht auf das lückenlose Schließen der Verbindung zwischen
Strangkernumhüllung und Filterkernumhüllung ab. Sie nutzt vielmehr die Strömungs
eigenschaften des Rauchstroms bzw. dessen vorgegebene Richtung aus und errichtet
die Rauchsperre dadurch, daß der Strangkern und der Filterkern mit einem unter
schiedlichen Durchmesser versehen werden und die Umhüllung des Filterkerns über
einen vorgegebenen Weg in den Strangkern bzw. den Strangmantel hineinragt. Die
Durchmesserdifferenz zwischen Außendurchmesser der Filterkernumhüllung und
Innendurchmesser der Strangkernumhüllung muß so klein sein, daß zwischen den
Umhüllungen ein so hoher Strömungswiderstand besteht, daß kein Rauch zwischen
den Umhüllungen fließen kann. Hierbei entsteht ebenfalls eine Rauchstromsperre.
Wenn der Filterkern einen geringeren Durchmesser aufweist als der Strangkern,
kommt der ausragende Teil der Filterkernumhüllung innerhalb des Strangkerns zu
liegen, wenn Filter und Strang zusammengefügt werden. Die beiden Kernumhül
lungen bilden im überlappenden Bereich eine Hinterschneidung. Bei dem oben
erwähnten Beispiel kann dann verhindert werden, daß Rauch von einem Radialseg
ment ins andere gelangt.
Die oben genannte Ausführungsform wirkt also, was die separate Behandlung des
Rauchstroms betrifft, jeweils in einer Richtung und blockiert eine Querströmung vom
Strangkern in den Filtermantel oder vom Strangmantel in den Filterkern.
Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Herstellen einer Koaxialcigarette
mit den im Anspruch 10 beschriebenen Schritten. Die Ausbildung der Rauchstrom
sperre, vorteilhafterweise einer konstruktiven Rauchstromsperre, hat die schon für
die erfindungsgemäße Koaxialcigarette beschriebenen Vorteile.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden
die Strangkernumhüllung und die Filterkernumhüllung einteilig ausgebildet, wobei
der Filter zumindest teilweise als Tabakfilter ausgebildet und der Filtermantel
und/oder der Filterkern aus einem Tabakmaterial mit einer gegenüber dem zu
gehörigen Strangteil veränderten Tabak-Packungsdichte ausgebildet werden. Wie
schon oben beschrieben, ist ein solches Tabakfilterprinzip vorteilhaft, was die Online-
Herstellung betrifft.
Eine weitere Verfahrensausgestaltung nach der vorliegenden Erfindung zeichnet sich
dadurch aus, daß der Strangkern und der Filterkern im Verbindungsbereich mittels
einer Umwicklung, vorzugsweise aus Belagpapier, lückenlos miteinander verbunden
werden. Wie ebenfalls zur entsprechenden erfindungsgemäßen Cigarette angeführt,
können hierbei der Strangmantel und der Filtermantel im Bereich der Umwicklung
leer belassen bzw. mit einem Tabak- oder einem Filtermaterial, beispielsweise mit
Granulat oder mit Filtervliesbändern aufgefüllt werden.
Eine alternative Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin,
den Strangkern und den Filterkern mit geringfügig unterschiedlichem Durchmesser
herzustellen und die Umhüllung des Filterkerns ausragend so auszubilden, daß sie
bei der Verbindung von Strang und Filter in den Strangkern bzw. in den Strangman
tel hineinragt.
Die Erfindung wird im weiteren anhand der beiliegenden Zeichnungen näher
erläutert. Es sind verschiedene Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen Koaxi
alcigarette dargestellt. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Koaxialcigarette mit einem Tabakfilter;
Fig. 2 den Herstellungsablauf einer erfindungsgemäßen Koaxialcigarette mit einer
Umwicklung um den Stoßpunkt von Strangkernumhüllung und Filterkernum
hüllung; und
Fig. 3 den Herstellungsvorgang einer Koaxialcigarette mit überlappender Umhüllung
von Strang- und Filterkern.
Die Fig. 1 zeigt die wohl einfachste Ausführung einer erfindungsgemäße Cigarette
mit Querstromsperre, nämlich die Ausführung mit einem Tabakfilter. Die Cigarette
besteht aus einem Strang 10 und einem Filter 20. Der Strang ist aus einem Strang
kern 11, einer Strangkernumhüllung 12, einem Strangmantel 13 und einer Strang
mantelumhüllung 14 aufgebaut. Der Filter besteht entsprechend aus einem Filterkern
21, einer Filterkernumhüllung 22, einem Filtermantel 23 und einer Filtermantelum
hüllung 24. Kerne 11, 21 und Mäntel 13, 23 haben jeweils gleiche Durchmesser, sind
also koaxial.
Die obige Bezugszeichenzuordnung gilt auch für die Fig. 2 und 3.
Die Koaxialcigarette mit Tabakfilter 20 nach Fig. 1 wird insgesamt als koaxialer
Tabakstrang hergestellt. Die gestrichelte Linie 25 bezeichnet hier nicht etwa einen
Trennpunkt wie bei einem angesetzten Filter, sondern dient dazu, anzudeuten, wo
bei dieser Cigarette mit Tabakfilter 20 beidseitig verschiedene Tabakeigenschaften
vorliegen. Diese unterschiedlichen Tabakeigenschaften beidseits der gestrichelten
Linie 25 sind der Grund für die unterschiedlichen Eigenschaften von Strang 10 und
Filter 20.
Die Koaxialcigarette nach Fig. 1 ist mit der Filtermantelumhüllung 24 versehen.
Die Umhüllung 24 kann eine Ventilationszone enthalten. Der Teil der Koaxialciga
rette unterhalb der Filtermantelumhüllung 24 wirkt als Filter 20. Der Filtrations
koeffizient zumindest eines der beiden Filtersegmente (Filterkern 21 oder Filterman
tel 23) ist von dem Filtrationskoeffizienten des zugehörigen Tabakstrangsegments
(Strangkern 11 oder Strangmantel 13) verschieden. Dies wird erreicht durch den
Einsatz entsprechender Sickenscheiben bei der Herstellung, und zwar analog der
sogenannten "Endenverstärkung". Je nach gewünschter Funktion wird entweder die
Packungsdichte eines der Strangsegmente 11, 13 oder diejenige des zugehörigen
Tabakfiltersegments 21, 23 "verstärkt". Durch die Einstellung der Packungsdichte in
den jeweiligen Bestandteilen der Koaxialcigarette kann eine genau definierte Filter
wirkung erzeugt werden. Die Filtercigarette weist, da sie insgesamt als koaxialer
Tabakstrang hergestellt ist, keine Lücke im Grenzbereich von Strangkernumhüllung
12 und Filterkernumhüllung 22 auf, da die Umhüllung 12, 22 für beide dieser
Segmente 11, 21 einteilig ausgeführt ist. Damit kann der Rauch aus dem jeweiligen
Strangsegment separat im jeweiligen Filtersegment behandelt werden, d. h. Rauch aus
dem Strangkern 11 gelangt nur in den Filterkern 21, und Rauch aus dem Strangman
tel 13 gelangt nur in den Filtermantel 23.
Die Koaxialcigarette nach Fig. 1 kann im Bereich des Filters 20 zusätzlich mit
einem Belagpapier versehen sein.
In Fig. 2 ist ein Herstellungsverfahren für eine Koaxialcigarette gezeigt, die einen
separat hergestellten Koaxialstrang 10 und einen ebenfalls separat hergestellt Koaxi
alfilter 20 aufweist.
Es sind die Herstellungsstufen I bis IV dargestellt. Im Schritt I besteht das Ensemble
noch aus einem koaxialen Tabakstrang 10 sowie einem koaxialen Filter 20. Der
Strangkern 11 hat im wesentlichen denselben Durchmesser wie der Filterkern 21.
Bei der Verbindung von Strang 10 und Filter 20 wird nunmehr die als Rauchsperre
wirkende Umhüllung 30 des Verbindungsbereiches von Strangkernumhüllung 12 und
Filterkernumhüllung 22 aufgebracht.
Dazu wird zunächst im Schritt II ein Teil des filterseitigen Strangmantels 13 mit der
Umhüllung 14 abgenommen. Auf die gleiche Weise wird ein Außenring am strang
seitigen Ende des Filters 20 durch Abschneiden des Filtermantels 23 mit der Filter
mantelumhüllung 24 entfernt, so daß an der Verbindungsstelle jeweils nur die Kerne
11, 21 mit ihrer Umhüllung 12, 22 übrigbleiben. Es wird jeweils ein Ring von etwa
2 bis 4 mm Länge entfernt.
Im Schritt III werden nun die Kerne 11, 21 im Stoß aneinandergeführt und mit
einem Belagpapier 30 umwickelt. Das Belagpapier 30 wird verklebt; es ist rauchun
durchlässig.
Schon im Schritt III wird also die erfindungsgemäße Rauchstromsperre geschaffen,
die an der Verbindungsstelle von Strangkern und Filterkern eine Querströmung des
Rauches beidseitig verhindert.
Nach der Herstellung dieser Rauchstromsperre mit dem Belagpapier 30, das eine
axiale Länge von 3,8 bis 7,8 mm haben kann, wird nunmehr im Schritt IV die
Cigarette "vervollständigt". Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten:
Einmal kann die Lücke 31 über dem Belagpapier einfach leer gelassen werden; es
entsteht eine Lückenbreite von 4 bis 5 mm. Für eine solche Cigarette wird ein relativ
steifes Belagpapier 32 als äußere Umhüllung verwendet, um eine ausreichende
Formstabilität der Cigarette zu gewährleisten.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Lücke 31 über dem inneren Belagpapier
30 mit Tabak zu füllen, um ein äußeres Belagpapier 32 darüber anzubringen. Die
Breite der Lücke 21 ist hierbei 4 bis 8 mm.
Nach einer weiteren Ausführungsform kann die Lücke über der Verbindungsstelle
der beiden Kerne 11, 21 mit Granulat aufgefüllt werden. Das Granulat kann inaktiv
oder selektiv filtrierend sein, wie beispielsweise eines der bekannten Kammerfilter
materialien. Der Außenumfang der Cigarette wird mit Belagpapier 32 umwickelt; die
Breite der Lücke 31 ist hierbei 4 bis 8 mm.
Eine weitere vorstellbare Art, die vorgenannte Lücke 31 zu schließen, besteht darin,
diese mit Filtervliesbändern zu umwickeln, bis der Außendurchmesser der Cigarette
erreicht ist. Danach wird wiederum ein Belagpapier 32 über die Außenhülle aufge
bracht. Auch dieses "Füllverfahren" wird bei Lückenbreiten von 4 bis 8 mm durch
geführt.
Bei allen oben genannten Varianten muß die Breite des Belagpapiers 32, das außen
um die Cigarette, d. h. über den Filter und die Lücke 31 aufgebracht wird, minde
stens 3 mm länger sein als die Filterlänge plus die Breite des filterseitigen abgenom
menen Strangmantels.
Das Material, mit dem die Lücke 31 im entfernten Mantelbereich am Strang und am
Filter aufgefüllt wird, kann mit der Umwicklung 30 verklebt sein.
Die Fig. 3 zeigt wiederum eine alternative Herstellungsmöglichkeit für eine erfin
dungsgemäße Koaxialcigarette anhand der Verfahrensschritte I bis III. Hier wird
eine Koaxialcigarette mit einem Strang 10 und einem Filter 20 gebildet, bei der sich
die Umhüllungen 12, 22 von Strang- und Filterkern überlappen.
Der Schritt I zeigt einen Koaxialstrang 10 und einen koaxialen Filter 20, die einzeln
vorbereitet werden. Der Durchmesser des Strangkerns 11 ist geringfügig größer als
der Durchmesser des Filterkerns 21.
Zur Schaffung der Querstromsperre wird, wie im Schritt II dargestellt, ein strangsei
tiges Ringsegment des Filtermantels abgenommen, beispielsweise abgeschnitten. Es
entsteht ein Überstand 40 des Filterkerns 21 auf der Seite des Strangs 10.
Wie im Schritt III zu sehen ist, wird zur Fertigstellung der Cigarette der Filter 20 am
Strang 10 angesetzt, so daß der Überstand 40 in den Strangkernbereich 11 eindringt.
Die Umhüllung 12 des Strangkerns und der Überstand 40 überlappen sich dabei
über eine bestimmte Länge.
Die in Fig. 3 dargestellte Cigarettenherstellungsmethode ist nur eine von mehreren
möglichen Verfahrensarten, mit denen Koaxialcigaretten mit Querströmungssperre
hergestellt werden können.
Die materialfreie Zone am strangseitigen Ende des Filterkerns kann auf mehrere
Arten hergestellt werden, nämlich beispielsweise durch ein Hineindrücken des
Filtermaterials oder durch ein Herausschneiden/Fräsen des Filtermaterials. Der
Überstand 40 kann sowohl in der Filterherstellungsmaschine als auch beim Ansetzen
des Filters ausgebildet werden.
Der Überstand 40 kann durch die oben beschriebenen Verfahren sowohl strangseitig
als auch mundseitig am Filter 20 hergestellt werden. Die materialfreie Zone über
dem Filterkern 21 sollte eine Breite von 2 bis 5 mm haben.
Der Durchmesser des Strangkerns 11 muß größer als der Durchmesser des Filter
kerns 21 (Fig. 3) sein und zwar so gering, daß der Filterkern gerade noch in den
Tabakkern hineingeschoben werden kann.
Bei den Ausführungsvarianten, bei denen der Überstand 40 strangseitig ausgebildet
wird, wird beim Zusammenführen von Strang 10 und Filter 20 der Überstand 40 so
in den Tabakstrang eingedrückt, daß die Filterkernumhüllung 22 sich unter die
Umhüllung 12 des Strangkerns 11 schiebt und der strangseitige Filtermantel 23 mit
dem filterseitigen Strangmantel 13 abschließt. Die Filterkernumhüllung bzw. der
äußere Teil des Überstandes 40 kann mit dem Filtermantelmaterial verklebt sein.
Falls der Überstand 40 am Filter 20 mundseitig hergestellt wird, wird bei der Verbin
dung von Filter 20 und Strang 10 der Überstand 40 vom Mundende her in den Filter
20 eingedrückt, bis er bündig am Mundende abschließt. Auch hierbei schiebt sich die
Filterkernumhüllung 22 unter die Umhüllung 12 des Strangkerns 11. Bei diesen
Varianten ist das Material des Filtermantels 23 nicht mehr mit der Umhüllung 22
des Filterkerns 21 verklebt; der Kern 21 ist mit dem Mantel 23 lediglich über Pres
sung/Reibung verbunden.
Zur Erleichterung des Hereindrückens des Filterkerns 21 in den Tabakstrang 11
besteht die Filterumhüllung 22 vorzugsweise aus Celluloseacetatfolie mit einer
vorzugsweisen Dicke von 0,1-0,2 mm.
Bei allen Varianten muß die Länge des Filterbelagpapiers mindestens 3 mm länger
sein als die Filterlänge plus die Breite des Überstandes 40.
Claims (16)
1. Koaxialcigarette mit
- 1. einem Strang (10), der einen Strangkern (11), eine Strangkernumhüllung (12), einen Strangmantel (13) und eine Strangmantelumhüllung (14) aufweist; und
- 2. einem Filter (20), der einen Filterkern (21), eine Filterkernumhüllung (22), einen Filtermantel (23) und eine Filtermantelumhüllung (24) aufweist;
- 1. eine Rauchstromsperre zwischen dem Strangkern (11) und dem Filtermantel (23) und/oder dem Strangmantel (13) und dem Filterkern (21) im Verbin dungsbereich von Strangkernumhüllung (12) und Filterkernumhüllung (22).
2. Koaxialcigarette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Strang
kernumhüllung (12) und die Filterkernumhüllung (22) lückenlos miteinander
verbunden sind, wobei sie insbesondere im wesentlichen denselben Durch
messer aufweisen.
3. Koaxialcigarette nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Strangkernumhüllung (21) und die Filterkernumhüllung (22) einteilig ausge
bildet sind.
4. Koaxialcigarette nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Filter (20) zumindest teilweise als Tabakfilter ausgebildet ist, wobei
der Filtermantel (23) und/oder der Filterkern (21) aus einem Tabakmaterial
mit einer gegenüber dem zugehörigen Strangteil (13, 11) veränderten Tabak-
Packungsdichte bestehen.
5. Koaxialcigarette nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Strang
kern (11) und der Filterkern (21) mit ihren Umhüllungen (12, 22) durch eine
dünne Cigarette mit einem herkömmlichen Cigarettenfilter gebildet sind,
während Strang- und Filtermantel (13, 23) aus einem Tabakmaterial bestehen.
6. Koaxialcigarette nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Filterkern
(21) und der Filtermantel (23) als angesetzte Filterteile aus einem Tabakma
terial bestehen.
7. Koaxialcigarette nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß der Strangkern (11) und der Filterkern (21) im Verbindungsbereich
mittels einer Umwicklung (30), vorzugsweise aus Belagpapier, lückenlos
miteinander verbunden sind.
8. Koaxialcigarette nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß Strangmantel
(13) und Filtermantel (23) im Bereich der Umwicklung (30) leer belassen
bzw. mit einem Tabak- oder Filtermaterial (21) aufgefüllt sind.
9. Koaxialcigarette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Strang
kern (11) und der Filterkern (21) unterschiedliche Durchmesser aufweisen
und die Umhüllung (22) des Filterkerns (21) in den Strangkern (11) bzw. den
Strangmantel (13) hineinragt.
10. Verfahren zur Herstellung einer Koaxialcigarette mit den folgenden Schritten
- 1. Ausbildung eines Strangs (10), der einen Strangkern (11), eine Strangkernum hüllung (12), einen Strangmantel (13) und eine Strangmantelumhüllung (14) aufweist; und
- 2. Ausbildung eines Filters (20), der einen Filterkern (21), eine Filterkernumhül lung (22), einen Filtermantel (23) und eine Filtermantelumhüllung (24) aufweist;
- 1. die Ausbildung einer Rauchstromsperre zwischen dem Strangkern (11) und dem Filtermantel (23) und/oder dem Strangmantel (13) und dem Filterkern (21) im Verbindungsbereich von Strangkernumhüllung (12) und Filterkernum hüllung (22).
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß Strangkernumhül
lung (12) und die Filterkernumhüllung (22) einteilig ausgebildet werden,
wobei der Filter (20) zumindest teilweise als Tabakfilter und der Filtermantel
(23) und/oder der Filterkern (21) aus einem Tabakmaterial mit einer gegen
über dem zugehörigen Strangteil (13, 11) veränderten Tabak-Packungsdichte
ausgebildet werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Strangkern
(11) und der Filterkern (21) mit ihren Umhüllungen (12, 22) durch eine
dünne Cigarette mit einem herkömmlichen Cigarettenfilter ausgebildet wer
den, während Strang- und Filtermantel (13, 23) als Tabakmaterial auf die
dünne Cigarette aufgebracht werden.
13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Filterkern
(21) und der Filtermantel (23) als Filterteile aus Tabakmaterial an das jeweili
ge Strangteil angesetzt werden.
14. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Strangkern
(11) und der Filterkern (21) im Verbindungsbereich mittels einer Umwicklung
(30), vorzugsweise aus Belagpapier, lückenlos miteinander verbunden werden.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß Strangmantel (13)
und Filtermantel (23) im Bereich der Umwicklung (30) leer belassen bzw. mit
einem Tabak- oder einem Filtermaterial, beispielsweise mit Granulat oder mit
Filtervliesbändern, aufgefüllt werden.
16. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Strangkern
(11) und der Filterkern (21) mit unterschiedlichen Durchmessern hergestellt
und die Umhüllung (22) des Filterkerns (21) ausragend so ausgebildet wer
den, daß sie bei der Verbindung von Strang (10) und Filter (20) in den
Strangkern (11) bzw. den Strangmantel (12) hineinragt.
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