DE19756337A1 - Bohrkopf mit unabhängigen Spindeln - Google Patents
Bohrkopf mit unabhängigen SpindelnInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Bohrkopf mit
unabhängigen Spindeln. Ein solcher Kopf findet mit Vorteil Anwendung in
Fertigungsstraßen für Holzplatten im Möbelbau, und unter Bezugnahme dar
auf erfolgt die nachfolgende Erläuterung, ohne daß die Erfindung jedoch
auf diesen Anwendungsfall beschränkt wäre.
Auf dem Gebiet der Möbelindustrie ist es bekannt, Werkzeugma
schinen vorzusehen, um ebene Platten, die mittels einer Fördereinrich
tung bereitgestellt werden, zu bearbeiten, und zwar von oben mittels ei
nes Mehrspindelkopfes, der längs dreidimensionaler, kartesischer Koordi
naten beweglich ist, um Löcher, Einsenkungen oder dergleichen entspre
chend einem vorbestimmten Arbeitszyklus herzustellen. Normalerweise
trägt der Kopf die Spindeln untereinander in einer oder mehreren Reihen
ausgefluchtet, in jedem Falle in festen, definierten Positionen, ent
sprechend einem bestimmten Schema. Dies bringt es mit sich, daß bei ei
ner vorgegebenen Bewegung des Kopfes eine identische Bewegung aller
Spindeln erfolgt, und daß jede Spindel relativ zu dem Kopf nur rotato
risch beweglich ist, und zwar längs ihrer eigenen Längsachse.
Die Spindeln erhalten ihre Drehbewegung von einem Drehantrieb
über eine Übertragungsbaugruppe mit Zahnrädern. Bei den Spindeln unter
scheidet man motorische Spindeln, die direkt von dem Drehantrieb beauf
schlagt werden, und geführte Spindeln, die abweichend von den motori
schen Spindeln ihre Bewegung von einer motorischen Spindel oder einer
anderen geführten Spindel erhalten.
Köpfe, wie der beschriebene, sind insbesondere im Falle großer
Fertigungsvolumina angezeigt oder wenn es erforderlich ist, Platten zu
bearbeiten, welche unterschiedliche Abmessungen aufweisen, oder die un
tereinander unterschiedliche Lochverteilung oder Einsenkungsverteilung
aufweisen, um sie zu befestigen (Blenden, Stützen oder Rückwände). In
dem Falle, in dem die Löcher oder Einsenkungen mit bestimmten Abmessun
gen in die Platten einzubringen sind, welche gemäß einem wiederholbaren
Schema verteilt sind, die einem bestimmten Bohrkopf entsprechen, können
jedoch eine exzessive Anzahl von Spindeln aufweisen, und es ist immer
möglich, den Kopf bereitzuhalten und zu vermeiden, daß Rotationswerkzeu
ge auf überflüssigen Spindeln montiert werden.
Aus dem Obengesagten ergibt sich deutlich, daß der Kopf gewis
se Nachteile aufweist, unter denen sich die Tatsache befindet, daß es
jedesmal erforderlich ist, das Verteilungsschema der Werkzeuge zu verän
dern, so daß die Werkzeugmaschine in ihrer Funktion unterbrochen wird,
der Kopf in Ruheposition gebracht werden muß und Werkzeuge entsprechend
einem neuen Schema installiert bzw. entfernt werden müssen. Erst danach
kann die Maschine wieder in Betrieb genommen werden.
Um dieses Problem zu überwinden, werden die statischen Spin
deln derart modifiziert, daß sie axialbeweglich gemacht werden zwischen
einer Arbeitsposition, in der das Werkzeug in das zu bearbeitende Mate
rial eindringt, und einer angehobenen Position, in der das abgestützte
Werkzeug frei in der Luft ist. Zu diesem Zweck werden die Spindeln von
dem Kopf über Zwischenfügung einer axialfesten und winkelbeweglichen
Hülse abgestützt. Im einzelnen sind ein Schaft der Spindel und eine In
nenwandung der Hülse über eine Keilkupplung miteinander verbunden.
Es ist klar, daß bei diesem Typ von Kinematik zwar einerseits
die Flexibilität im Gebrauch des Kopfes verbessert wird, andererseits
jedoch die Gesamtheit der Spindeln ständig in Rotation befindlich ist,
unabhängig von der Position, welche die jeweilige Spindel einnimmt und
abhängig von dem Vorhandensein eines Werkzeugs auf derselben.
Es ergibt sich unmittelbar, daß eine kinematische Anordnung
wie die beschriebene, bei der die Spindeln ständig in Drehung gehalten
sind, unabhängig von der Vertikalposition, in der sie sich befinden, ei
nen besonderen Nachteil darstellt, der darin besteht, daß die relativbe
weglichen Teile einem hohen Verschleiß unterliegen, der einen häufigen
Austausch erforderlich macht.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Bohrkopf mit unab
hängigen Spindeln geschaffen, der von den oben beschriebenen Nachteilen
frei ist.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Bohrkopf mit unab
hängigen Spindeln geschaffen, von denen jede koaxial ein Rotationswerk
zeug tragen kann, welcher Kopf einen Rotationsbetätiger umfaßt, versehen
mit einer entsprechenden Antriebswelle, um die Spindeln über Getriebe
mittel zur Drehung anzutreiben, dadurch gekennzeichnet, daß er für jede
der Spindeln einen langgestreckten, innen hohlen, axialfesten und win
kelbeweglichen Korpus umfaßt, der die jeweilige Spindel koaxial um
schließt, daß Betätigungsmittel vorgesehen sind, um mindestens eine der
Spindeln im Innern des langgestreckten Korpus zwischen einer abgesenkten
Position, in welcher die Spindel von der Antriebswelle ein Drehmoment
erhält und das jeweilige Werkzeug ein bestimmtes Material bearbeitet,
und einer angehobenen Position zu verlagern, in der die Spindel frei ist
und das entsprechende Werkzeug frei in der Luft hält, daß jeder langge
streckte Korpus mechanisch mit der Antriebswelle gekoppelt ist und daß
Kupplungsmittel vorgesehen sind, um selektiv jede Spindel und den ent
sprechenden langgestreckten Korpus zu koppeln, um sie selektiv drehfest
zu verbinden.
Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeich
nungen beschrieben, die nur als nicht beschränkend zu verstehende Aus
führungsformen wiedergeben:
Fig. 1 ist eine halbgeschnittene Frontansicht einer ersten be
vorzugten Ausführungsform eines Bohrkopfes gemäß der vorliegenden Erfin
dung,
Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht in vergrößertem
Maßstab und mit Teilen, der Klarheit halber weggelassen, eines Teils der
Fig. 1,
Fig. 3 ist eine perspektivische Ansicht in vergrößertem Maß
stab einer bestimmten Einzelheit der Fig. 2,
Fig. 4 ist eine halbgeschnittene Frontansicht einer zweiten
bevorzugten Ausführungsform eines Bohrkopfes gemäß der vorliegenden Er
findung, und
Fig. 5 ist eine perspektivische Ansicht in vergrößertem Maß
stab und mit Teilen weggelassen eines Abschnitts der Fig. 4.
In Fig. 1 ist mit 1 insgesamt ein Bohrkopf bezeichnet, der
mit einer Mehrzahl von Spindeln 2 mit parallelen Achsen ausgestattet
ist, von denen jede für die Aufnahme eines Rotationswerkzeugs 3 ausge
bildet ist (beispielsweise eines Spiralbohrers oder eines Fräsers). Der
Kopf 1 ist hauptsächlich für das Bohren und/oder Fräsen von Holzproduk
ten vorgesehen, beispielsweise für ebene Platten für die Möbelindu
strie. Es ist hier zu präzisieren, daß der Kopf 1 gleichermaßen mit den
Spindeln 2 horizontal gerichtet oder vertikal gerichtet verwendbar ist.
Immer noch unter Bezugnahme auf Fig. 1 umfaßt der Kopf 1 ei
nen Gehäusekorpus 4, der innen hohl ist, eine im wesentlichen prismati
sche Form aufweist und unten durch eine Platte 5 begrenzt wird. Diese
Platte 5 ist mit einer Mehrzahl von vertikalen Löchern 6 versehen, über
welche der Kopf 1 nach außen offen ist und von denen jedes axial von ei
ner Spindel 2 durchsetzt ist.
Der Kopf 1 umfaßt ferner einen Rotationsbetätiger 7, der oben
auf dem Kopf 1 angeordnet ist und nur in Fig. 1 schematisch angedeutet
ist. Der Betätiger 7 ist mit einer vertikalen Motorwelle 8 versehen, die
zwischen den Spindeln 2 in im wesentlichen symmetrischer Position ange
ordnet ist, um ein ausreichendes Drehmoment auszuüben, um die Spindeln 2
in Drehung in verschiedenen Funktionszuständen zu halten. Der Kopf
stützt den Betätiger 7 über einen entsprechenden Deckel 9, der den Ge
häusekorpus 4 oben abdichtend verschließt.
Der Kopf 1 umfaßt ferner eine Betätigungseinrichtung 9a, die
dazu dient, die Spindeln 2 unter Zwischenschaltung einer Getriebegruppe
10 und einer Getriebegruppe 11 zu Drehbewegung anzutreiben, welche Grup
pen beide im Innern des Gehäusekorpus 4 untergebracht sind. Im einzelnen
dient die Gruppe 10 dazu, ein Drehmoment von der Welle 8 auf mindestens
eine der Spindeln 2 zu übertragen, und die Gruppe 11 dient dazu, ein
Drehmoment auf die übrigen Spindeln 2 zu übertragen.
Der Kopf 1 umfaßt für jede der Spindeln 2 ein Betätigungsorgan
13, das sich im Innern des Gehäusekorpus 4 befindet und dazu dient, jede
Spindel 2 längs ihrer eigenen Achse zwischen einer abgesenkten Position
und einer angehobenen Position zu verlagern. In der abgesenkten Position
erhält die Spindel 2 ein Drehmoment von der Welle 8, und das entspre
chende Werkzeug 3 bearbeitet das jeweilige Material (im Spezialfalle ei
ne Holzplatte), während in der angehobenen Position die Spindel 2 last
frei ist und das entsprechende Werkzeug 3 frei in der Luft hält.
Jede Spindel 2 umfaßt einen zylindrischen Schaft 14 mit im we
sentlichen konstantem Querschnitt, der auf der Seite des Deckels 9 von
einem Endabschnitt 15 begrenzt wird, der mit einem quer zur Achse der
Spindel 2 verlaufenden Stift 16 versehen ist. Jeder Stift 16 weist Axi
alfortsätze auf, die größer sind als der Durchmesser des Schaftes 14,
von dem sie auf gegenüberliegenden Seiten mit zwei Endabschnitten 16a
auskragen. Der Schaft 14 ist im übrigen unten durch ein Spannorgan 17
abgeschlossen, das für die starre Aufnahme des entsprechenden Werkzeugs
3 ausgebildet ist.
Die Einrichtung 9a umfaßt für jede Spindel 2 einen innen hoh
len, zylindrischen Korpus 19, der vollständig die Platte 5 durchsetzt,
von welcher er axialfest und winkelbeweglich über ein Paar von Lagern 20
abgestützt wird. Der zylindrische Korpus 19 weist eine kleinere Längsab
messung auf als die Längsabmessung des Schaftes 14 und besitzt ferner
eine Innenoberfläche mit einem Durchmesser, der im wesentlichen konstant
ist und etwas größer als der Durchmesser des Schaftes 14. Jeder zylin
drische Korpus 19 wird koaxial von dem Schaft 14 einer Spindel 2 durch
setzt und wird auf der Seite des Deckels 9 von einer Krone 21 begrenzt,
die mit einer Mehrzahl von Axialzähnen 21a versehen ist, die gleichför
mig ringsum den Schaft 14 verteilt angeordnet sind. Die Krone 21 ragt
auf der Seite des Deckels 9 über die Platte 5 hinaus und ist mit zwei
zueinander diametral liegender, im wesentlichen identischer Sitze 22
versehen, die zueinander senkrecht sind. Jeder der Sitze 22 dient dazu,
zwei Zähne 16a aufzunehmen, von denen jeder durch die Endabschnitte 16a
des Stiftes 16 definiert wird. Im einzelnen kann jeder Sitz 22 einen
entsprechenden Zahn 16a aufnehmen. Jedes Loch 6 endet auf der Seite der
Spannorgane 17 mit einem runden Sitz, der eine zylindrische Scheibe 25
aufnimmt, die koaxial von dem Schaft 14 der entsprechenden Spindel 2 ge
tragen wird. Der Sitz nimmt auch eine Gleitdichtung 26 für Druckfluid
auf. Jede Dichtung 26 ist in Kontakt mit einer internen Seitenwandung
des Sitzes und mit einer äußeren Seitenwandung der Scheibe 25, über die
die Platte 5 auf der Seite des Spannorgans 17 ständig abdichtend abge
schlossen wird.
Im Betrieb entspricht eine Verringerung der Distanz zwischen
dem Stift 16 und der Krone 21 der Verlagerung der Spindel 2 aus der an
gehobenen Position in die abgesenkte Position. Wie oben beschrieben, de
finiert das Einfügen jeder Krone 21 und des entsprechenden Stiftes 16
eine formschlüssige Kupplung 23, die in der Lage ist, die Spindel 2 mit
dem zylindrischen Korpus 19 selektiv und starr zu kuppeln.
Wie man in Fig. 3 erkennen kann, weist jeder Schaft 14 jeder
Spindel 2 Axialabschnitte 34 auf (zwei in Fig. 3), welche größeren
Durchmesser als der Schaft (14) selbst aufweisen und untereinander im
wesentlichen identisch sind, was den Außendurchmesser und die Axialer
streckung betrifft. Jeder Axialabschnitt 34 dient dazu, formschlüssig
ein Drehmomentübertragungsorgan aufzunehmen, zum Beispiel ein Zahnrad
35.
Die Getriebebaugruppe 10 umfaßt, wie in Fig. 1 und 2 er
kennbar, ein Zahnrad 36, das freitragend auf die Welle 8 aufgekeilt ist,
und ein mit dem Zahnrad 36 kämmendes Zahnrad 35, wodurch ein Eingriff
10a definiert wird. Dieses Rad 35 ist auf den zentralen zylindrischen
Korpus 19 aufgekeilt, der derjenige zylindrische Korpus 19 ist, der der
Welle 8 am nächsten ist. Auf diese Weise ist der zentrale zylindrische
Korpus 19 ein Antriebszylinderkorpus 19a, während die seitlichen Zylin
derkörper 19 angetriebene Zylinderkörper 19b sind. Die Baugruppe 10 um
faßt ferner einen entsprechenden Eingriff 23 der Spindel 2, deren Schaft
14 in das Innere des zylindrischen Korpus 19a abgesenkt ist. Auf diese
Weise ist die Baugruppe 10 in der Lage, ein Drehmoment von der Motorwel
le 8 und der Spindel 2 des zylindrischen Korpus 19a zu übertragen, wenn
sie miteinander über die entsprechende Kupplung 23 verbunden sind.
Die Getriebebaugruppe 11 umfaßt, wie man in Fig. 1 und 2
erkennt, ein Rad 35, das auf den zylindrischen Korpus 19a unter dem Rad
36 aufgekeilt ist, und eine Mehrzahl von Zahnrädern 35, von denen jedes
auf einen zylindrischen Korpus 19b in Übereinstimmung mit einem entspre
chenden Abschnitt 34 aufgekeilt ist.
Es ist anzumerken, daß der zylindrische Korpus 19a und jeder
zylindrische Zwischenkorpus 19b zwei Räder 35 trägt, die übereinander
angeordnet sind, während ein einziges Rad 35 ausreichen würde unter dem
Gesichtspunkt der Übertragung der Bewegung zwischen den entsprechenden
zwei parallelen Achsen. Auf diese Weise unterliegt jedes Rad 35 dauernd
der Belastung von zwei gekoppelten Verzahnungen. Das Vorhandensein von
zwei Rädern 35 verringert die Belastung der Zähne der Räder 35 mit dem
Vorteil einer höheren Verläßkeit des Kopfes 1 in seiner Gesamtheit. Ab
weichend davon sind die zylindrischen Körper 19b an den Enden nur mit
einem einzigen Rad 35 versehen, angesichts der Tatsache, daß diese zy
lindrischen Körper nur das Drehmoment aufnehmen müssen. Auf diese Weise
umfaßt die Baugruppe 11 eine Mehrzahl von kämmenden Verzahnungen 11a,
von denen jedes zwei Räder 35 im jeweiligen Kontakt aufweist und die je
weils auf zwei zylindrischen Körpern 19, die benachbart zueinander sind,
aufgekeilt sind. Die Baugruppe 11 dient dazu, das Drehmoment zwischen
jeweils zwei benachbarten Spindeln 2 zu übertragen, wenn im Betrieb die
Zähne 16a des entsprechenden Stiftes 16 in einem der jeweiligen Sitze 22
eingefügt sind.
Jedes Betätigungsorgan 13 umfaßt einen Linearaktuator 28, ver
sehen mit einer zylindrischen Armatur 29, die hydraulikdruckdicht mit
der Platte 5 auf der Seite des Deckels 9 verbunden ist. Die Armatur 29
wird unten durch einen zylindrischen Flansch 30 begrenzt, der an der
Platte 5 mittels einer Mehrzahl von an sich bekannten und nicht darge
stellten Schrauben verbunden ist, und wird peripher von der Krone 21
durch eine Fluiddichtung 31 vom Gleittyp getrennt, die nur schematisch
in Fig. 1 wiedergegeben ist. Im Innern der Armatur 29 umfaßt der Aktua
tor 28 eine Kolbenstange, definiert durch den Schaft 14 der entsprechen
den Spindel 2, einen Kolben 32, der koaxial zum Schaft 14 und starr mit
diesem verbunden ist, und zwar oberhalb des jeweiligen Stiftes 16, und
ein elastisches Rückstellorgan, gebildet von einer Schraubenfeder 33,
die im Innern der Armatur 29 oberhalb des Kolbens 32 angeordnet ist. Aus
dem Obenbeschriebenen ergibt sich ohne weiteres, daß der Aktuator 28 ein
Linearbetätiger mit Einfachwirkung vom fluidodynamischen Typ ist, um
axial die Spindel 2 zwischen den beiden Positionen, der angehobenen und
der abgesenkten, zu verlagern, um die Kopplung/Entkopplung zwischen dem
entsprechenden Stift 16 und der Krone 21 herzustellen. Die Auswahl eines
einfach wirkenden Aktuators 28 findet ihren Grund in der Notwendigkeit,
die Ausladung in der Höhe des Kopfes 1 zu begrenzen.
Die Anwendung des Kopfes 1 ist im Lichte der obigen Beschrei
bung ohne weiteres verständlich und bedarf keiner großen Präzisierung.
Gleichwohl ist anzumerken, daß durch das Vorhandensein der Baugruppen 10
und 11 die zylindrischen Körper 19a und 19b konstant in Bewegung durch
den Motor 7 gehalten werden, und die Schäfte 14 der jeweiligen Spindeln
2 konstant geführt werden. Dank den Gruppen 10 und 11 und bei Vorhanden
sein der Kopplung 23 dienen die zylindrischen Körper 19a und 19b dazu,
mechanisch und in selektiver Weise die Welle 8 und die Spindeln 2 derart
zu koppeln, daß auf die letzteren ein ausreichendes Drehmoment übertra
gen wird und sie in Drehbewegung gehalten werden. Demgemäß sind die zy
lindrischen Körper 19a und 19b die Betätigungsorgane für die jeweiligen
Spindeln 2.
Es ist anzumerken, daß mit dem Kopf 1 eine Steuervorrichtung
38 verbunden ist, die dazu dient, separat jeden der Betätiger 28 zu
steuern. Auf diese Weise ist es mittels der Vorrichtung 38 möglich, in
jedem Zeitpunkt die Axialposition der Kolben 32 zu verändern und damit
die der Spindeln 2 derart, daß je nach Bedarf die Konfiguration des Kop
fes 1 anpaßbar ist, wobei Zug um Zug die Werkzeuge 3, die arbeiten müs
sen, in Betrieb gesetzt werden und jene, die frei in der Luft gehalten
werden sollen.
Es ist auch festzuhalten, daß die formschlüssige Kupplung zwi
schen der Krone 21 und dem Stift 16 jeder Kupplung 23 automatisch er
folgt, und zwar infolge der Gestaltung der Seitenwandungen der Sitze 22
und der freien Drehbeweglichkeit des Schaftes 14 der Spindel 2 im Innern
des zylindrischen Korpus 19. Es ergibt sich nämlich beim Einfügen wäh
rend des Vorschubs des Kolbens 32 ein Aufschlag auf die beiden auf der
Krone 21 gegenüberliegenden Zähne 21a und des Stiftes 16 in dem entspre
chenden unteren Abschnitt, und die durch diesen Aufschlag gegebene Ener
gie reicht aus, um eine Drehung im Kolben 32 zu induzieren, welcher un
mittelbar seine Position einnimmt, um den entsprechenden Stift 16 mit
der Krone 21 gekoppelt zu halten.
Auf diese Weise ermöglicht der Kopf 1 in jedem Augenblick zu
wählen, welches Werkzeug 3 in Betrieb genommen werden soll, ermöglicht
die Betätigung von Bohrzyklen mit entsprechenden Phasen und ermöglicht
im Grenzfall, daß nur ein einziges Werkzeug 3, getragen von seiner Spin
del 2, in Betrieb gesetzt wird.
Es ist schließlich festzuhalten, daß an dem beschriebenen und
dargestellten Kopf 1 Modifikationen und Abweichungen vorgenommen werden
können, ohne aus dem Schutzumfang der vorliegenden Erfindung herauszu
fallen.
Beispielsweise ist es, wie in Fig. 4 und 5 dargestellt,
möglich, die Zahnräder 35 und 36 durch Zahnriemen 40 bzw. 41 zu ersetzen
und die Baugruppen 10a und 11a durch solche Einheiten 43 bzw. 44. Im
einzelnen umfaßt jede Einheit 44 zwei Zahnriemenscheiben 41 und einen
Zahnriemen 45, und die Einheit 43 umfaßt eine Zahnriemenscheibe 40, eine
Zahnriemenscheibe 41 und einen Zahnriemen 46. Jeder der Zahnriemen 45
und 46 dient dabei dazu, das Drehmoment zwischen zwei zylindrischen ent
sprechenden Körpern 19 zu übertragen.
Der Ersatz der Zahnradgetriebe 10a und 11a durch die Einheiten
43 und 44 verringert die Trägheit des Kopfes 1 mit dem Vorteil der bes
seren Genauigkeit bei der Positionierung der Werkzeuge in der Arbeitszo
ne. Der Austausch der Zahnradgetriebe 10a und 11a durch die Einheiten 43 und 44
ersetzt im übrigen auch den direkten Kontakt zwischen metalli
schen Teilen in Relativbewegung, wie zwischen den Rädern 35 und 36,
durch den indirekten Kontakt zwischen den Riemenscheiben 40 und 41 über
die Zahnriemen 45 und 46. Auf diese Weise ist der Kopf 1 leiser und ein
facher zu warten.
Dieser Austausch ermöglicht im übrigen, radial die Schmiermo
dalitäten der im Innern des Gehäusekorpus 4 befindlichen beweglichen Or
gane zu verändern. Es ist nämlich festzuhalten, daß die gute Funktion
eines im Eingriff befindlichen Organs die Gegenwart von Schmiermittel
ständig erforderlich macht, insbesondere von Fett, so daß der Gehäuse
korpus 4 Fett zumindest bei jedem der Getriebeelemente 10a und 11a ent
hält. Im Falle von Riemenscheiben 40 und 41 hingegen ist eine Fett
schmierung nicht erforderlich, wodurch der Gehäusekorpus 4 innen saube
rer bleibt und einfacher zu warten ist. In diesem Zusammenhang ist auch
anzumerken, daß der Gehäusekorpus 4 einen nur in der Fig. 4 erkennbaren
Hohlraum 47 aufweist, der unten durch die Platte 5 abgeschlossen ist,
oben durch den Deckel 9 und durch Seitenwandungen 48, die den Deckel 9
tragen, und daß dieser Hohlraum 47 nur von den Betätigern 28 durchsetzt
ist und nach außen durch Dauerdichtungen isoliert ist. Mittels einer
Drucklufterzeugungsanordnung 50 ist es dabei möglich, Kühlluft ins Inne
re des Gehäusekorpus 4 einzuspeisen, um auf diese Weise einen großen
Teil der Wärme abzuführen, die durch die im Innern des Hohlraums 47 an
geordneten rotierenden Organe erzeugt wird. Dabei umfaßt die Vorrichtung
50 mindestens eine Düse 51 für das Einspeisen von komprimierter Kühlluft
und mindestens ein Ventil 52 für die Abluft, das in dem Deckel 9 ange
ordnet ist, um die Warmluft aus dem Innern des Hohlraums 47 abzuführen.
Claims (15)
1. Bohrkopf (1) mit unabhängigen Spindeln (2), von denen jede
koaxial ein Rotationswerkzeug (3) tragen kann, welcher Kopf (1) einen
Rotationsbetätiger (7) umfaßt, versehen mit einer entsprechenden An
triebswelle (8), um die Spindeln (2) über Getriebemittel (10, 11) zur
Drehung anzutreiben, dadurch gekennzeichnet, daß er für jede der Spin
deln (2) einen langgestreckten, innen hohlen, axialfesten und winkelbe
weglichen Korpus (19) umfaßt, der die jeweilige Spindel (2) koaxial um
schließt, daß Betätigungsmittel (13) vorgesehen sind, um mindestens eine
der Spindeln (2) im Innern des langgestreckten Korpus (19) zwischen ei
ner abgesenkten Position, in welcher die Spindel (2) von der Antriebs
welle (8) ein Drehmoment erhält und das jeweilige Werkzeug (3) ein be
stimmtes Material bearbeitet, und einer angehobenen Position zu verla
gern, in der die Spindel (2) frei ist und das entsprechende Werkzeug (3)
frei in der Luft hält, daß jeder langgestreckte Korpus (19) mechanisch
mit der Antriebswelle (8) gekoppelt ist und daß Kupplungsmittel (23)
vorgesehen sind, um selektiv jede Spindel (2) und den entsprechenden
langgestreckten Korpus (19) zu koppeln, um sie selektiv drehfest zu ver
binden.
2. Kopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er einen
Gehäusekorpus (4) im wesentlichen prismatischer Form umfaßt, unten durch
eine Platte (5) begrenzt, die mit einer Mehrzahl von Bohrungen (6) ver
sehen ist, welche zueinander parallel sind und von denen jede von einer
der Spindeln (2) durchsetzt ist, welcher Gehäusekorpus (4) durch einen
der Platte (5) gegenüberliegenden Deckel (9) verschlossen ist.
3. Kopf nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß der langgestreckte Korpus (19) von dem Gehäusekorpus
(4) axialfest und winkelbeweglich abgestützt ist und daß die Spindel (2)
einen langgestreckten Zwischenabschnitt (14) aufweist, der den langge
streckten Korpus (19) axialbeweglich und winkelbeweglich durchsetzt.
4. Kopf nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Be
tätigungsmittel (13) für jede Spindel (2) ein Betätigungsorgan (28) um
fassen, versehen mit einem koaxialen zylindrischen Korpus (14) entspre
chend dem langgestreckten Korpus (19), welcher zylindrische Korpus (14)
mit der Spindel (2) verbunden ist, und daß das entsprechende Betäti
gungsorgan (28) ausgebildet ist, um axial den zylindrischen Korpus (14)
zu verlagern, um die entsprechende Spindel (2) in die angehobene bzw.
abgesenkte Position zu verlagern.
5. Kopf nach einem der Ansprüche 3 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kupplungsmittel (23) einen ersten verzahnten Abschnitt
(21) umfassen, angeordnet auf der Oberseite des langgestreckten Korpus
(19), und einen zweiten verzahnten Abschnitt (16a) umfassen, der von dem
zylindrischen Korpus (14) getragen ist, daß der erste bzw. zweite ver
zahnte Abschnitt (21, 16a) miteinander automatisch kuppelbar sind bei
jedem Absenken der entsprechenden Spindel (2) in Richtung der abgesenk
ten Position.
6. Kopf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der zy
lindrische Korpus (14) einen Querstift (16) trägt mit einer Axialer
streckung, die größer ist als der Durchmesser des zylindrischen Korpus
(14), daß der Stift (16) axial von zwei Endabschnitten (16a) begrenzt
ist, von denen jeder einen der zweiten verzahnten Abschnitte (16a) um
faßt, daß der erste verzahnte Abschnitt (21) eine Mehrzahl von Längszäh
nen (21a) umfaßt, die untereinander im wesentlichen identisch sind und
gleichförmig verteilt angeordnet sind, um eine Mehrzahl von Sitzen (22)
zu begrenzen, die untereinander im wesentlichen identisch sind und von
denen jeder ein entsprechendes Stiftende (16a) aufnehmen kann.
7. Kopf nach Anspruch 4 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß
das Betätigungsorgan (28) ein Linearaktuator (28) ist, enthalten im In
nern des Gehäusekorpus (4), und versehen mit einer zylindrischen Armatur
(29), die mit der Platte (5) verbunden ist, und daß der zylindrische
Korpus (14) eine Kolbenstange des Linearbetätigers (28) ist.
8. Kopf nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Li
nearaktuator (28) einen Kolben (32) umfaßt, der den zylindrischen Korpus
(14) jenseits des Stiftes (16) begrenzt und daß die Armatur (29) unten
durch die Platte (5) begrenzt ist.
9. Kopf nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß er eine
Steuervorrichtung (38) umfaßt, um einzeln jedes Betätigungsorgan (28)
anzusteuern, um die entsprechende Spindel (2) zwischen der abgesenkten
Position und der angehobenen Position zu verlagern.
10. Kopf nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß erste Getriebemittel (10) der Obertragungsmittel eine er
ste Riemenscheibe (41) umfassen, fest getragen von der Antriebswelle
(8), eine zweite Riemenscheibe (40), fest getragen von dem langgestreck
ten Korpus (19) nächst der Antriebswelle (8), und einen Zahnriemen (46)
umfassen, der zur Übertragung von Drehmoment zwischen der Antriebswelle
(8) und dem nächstbenachbarten langgestreckten Korpus (19) vorgesehen
ist.
11. Kopf nach einem der Ansprüche 1 bis 9 oder Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß zweite Mittel (11) der Übertragungsmittel
(10, 11) mindestens eine dritte Riemenscheibe (40) für jeden der langge
streckten Körper (19) umfassen, wobei jede dritte Riemenscheibe (40)
fest mit dem jeweiligen langgestreckten Korpus (19) verbunden ist und
daß ein Übertragungszahnriemen (45) vorgesehen ist, um mechanisch die
dritte Riemenscheibe (40) von zwei langgestreckten Körpern (19), die zu
einander benachbart sind, zu übertragen, um ein Drehmoment zwischen zwei
der langgestreckten Körper (19) zu übertragen.
12. Kopf nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die ersten Übertragungsmittel (10) ein erstes Zahnrad (36)
umfassen, fest getragen von der Antriebswelle (8), ein zweites Zahnrad
(35) umfassen, fest getragen von dem langgestreckten Korpus (19), der
der Antriebswelle (8) nächstbenachbart ist, wobei die ersten und zweiten
Zahnräder (36, 35) miteinander kämmen, um ein Drehmoment von der An
triebswelle (8) auf den nächstbenachbarten langgestreckten Korpus (19)
zu übertragen.
13. Kopf nach einem der Ansprüche 1 bis 9 oder Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die zweiten Übertragungsmittel (11) minde
stens ein drittes Zahnrad (35) für jeden der langgestreckten Körper (19)
umfassen, wobei jedes dritte Zahnrad (35) im Eingriff mit einem zweiten
Zahnrad (35) steht, um ein Drehmoment zwischen den entsprechenden lang
gestreckten Körpern (19) zu übertragen.
14. Kopf nach einem der Ansprüche 2 bis 13, dadurch gekenn
zeichnet, daß er Zwangsbelüftungsmittel (50) umfaßt, um Druckluft ins
Innere des Gehäusekorpus (4) einzuspeisen, um das Innere des Gehäusekor
pus (4) zu kühlen.
15. Kopf nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Be
lüftungsmittel (50) mindestens eine erste Einlaßdüse (51) für kompri
mierte Kühlluft umfassen und daß mindestens eine zweite Düse (52) vorge
sehen ist, um die Luft aus dem Gehäusekorpus (4) zu evakuieren.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT96TO001101A IT1289821B1 (it) | 1996-12-31 | 1996-12-31 | Testa foratrice a mandrini indipendenti. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19756337A1 true DE19756337A1 (de) | 1998-07-02 |
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ID=11415170
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|---|---|---|---|
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| IT (1) | IT1289821B1 (de) |
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| DE29814105U1 (de) | 1998-08-06 | 1998-10-15 | Festo AG & Co, 73734 Esslingen | Bohreinheit für Holzbearbeitungsmaschinen |
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| CN109332743A (zh) * | 2018-10-12 | 2019-02-15 | 大连铁联铁路器材制造有限公司 | 独立进给多孔钻 |
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1996
- 1996-12-31 IT IT96TO001101A patent/IT1289821B1/it active IP Right Grant
-
1997
- 1997-12-18 DE DE1997156337 patent/DE19756337A1/de not_active Withdrawn
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| IT1289821B1 (it) | 1998-10-16 |
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