DE19756943A1 - Stelleinrichtung zur automatisierten Betätigung eines Schaltgetriebes - Google Patents
Stelleinrichtung zur automatisierten Betätigung eines SchaltgetriebesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Stelleinrichtung zur automatisierten Betätigung eines Schalt
getriebes gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Es sind bereits Stelleinrichtungen zur automatisierten Betätigung z. B. aus der
DE 195 35 755 A1 und der DE 21 24 624 OS bekannt. Problematisch ist bei diesen
Stelleinrichtungen, daß sie kompliziert aufgebaut sind und eine Vielzahl an Bauteilen
umfassen. Die aus der DE 195 35 755 A1 bekannte Stelleinrichtung ist in axialer Fortset
zung zur Schaltwelle angeordnet. Gerade in diesem Bereich ist der Bauraum aufgrund
von immer kompakteren Motorgetriebeanordnungen sehr knapp.
Aufgabe der Erfindung ist es eine Stelleinrichtung zu schaffen, die einfach aufgebaut ist
und seitlich von der Schaltwelle anordbar ist.
Die Aufgabe der Erfindung wird durch die im Patentanspruch 1 gegebenen Merkmale
gelöst. Durch die Maßnahme, daß die Abtriebsteile der Stelleinheiten mit einem Hebel
zusammenwirken, das mit der Schaltwelle verbunden ist, und mittels dessen aus einer
von den Stelleinheiten eingeleiteten Bewegung jeweils eine Bewegung der Schaltwelle
resultiert, ist die Stelleinheit seitlich von der Schaltwelle anordbar.
Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, ein gelenkig gelagertes Hebelelement vorzuse
hen, das einerseits mit den Abtriebsteilen der Stelleinrichtung in Wirkverbindung steht
und andererseits mit der Schaltwelle verbunden ist. Über diesen Hebel ist sowohl eine
translatorische als auch eine rotatorische Bewegung auf die Schaltwelle übertragbar. Da
beide Bewegungsarten mittels dieses Hebels auf die Schaltwelle übertragbar sind, ist die
erforderliche Anzahl an Bauteilen reduziert.
Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, ein mit mindestens drei Armen ausgebildetes
Hebelelement vorzusehen, wobei einer der Arme mit einer durch eine der Stelleinheiten
vorbestimmte Drehachse, um die das Hebelelement durch diesen Stellantrieb auslenkbar
ist, zusammenfällt. Bei solch einer Anordnung ändert sich die Position des Armes, der
auf der Drehachse des Hebelelementes angeordnete und bezogen auf diese Rotati
onsachse symmetrisch ausgebildet ist, bei Drehung des Hebelelementes um diese Dreh
achse nicht.
Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt einen Winkelhebel vorzusehen, der drehbar ge
lagert ist. Mittels dieses Winkelhebels sind die Stelleinheiten platzsparend parallel zuein
ander anordbar. Auch können die Stelleinheiten parallel zur Schaltwelle angeordnet
werden. Weitere vorteilhafte Maßnahmen sind in Unteransprüchen beschrieben. Im fol
genden wird die Erfindung anhand einiger Ausführungsbeispiele näher beschrieben. Es
zeigt:
Fig. 1 Stelleinrichtung mit parallel zueinander angeordneten Stelleinheiten;
Fig. 2 Stelleinrichtung mit winklig zueinander angeordneten Stelleinheiten.
Fig. 3 Draufsicht von Fig. 2,
Fig. 4 als Kreuzgelenk ausgebildetes Hebelelement.
Anhand des in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiels einer Stelleinrichtung 1 wird zu
nächst der prinzipielle Aufbau einer Stelleinrichtung 1 für die automatisierte Betätigung
eines Schaltgetriebes näher beschrieben. Die Stelleinrichtung 1 umfaßt Stelleinhei
ten 3, 5. Als Stelleinheit 3, durch die eine translatorische Bewegung der Schaltwelle 15
einleitbar ist, ist ein einfach wirkender Zylinder 21 vorgesehen, dem eine Rückstellfe
der 27 zugeordnet ist. Für die Einleitung einer translatorischen Bewegung wird dieser
einfach wirkende Zylinder 21 durch eine nicht dargestellte Steuereinrichtung angesteu
ert. Bei Ansteuerung des einfach wirkenden Zylinders 21 führt ein Abtriebsteil 11 des
Zylinders 21 eine translatorische Bewegung aus. Dieses Abtriebsteil 11 ist mit einer
Welle 12 zumindestens axial fest verbunden. Auf dieser Welle 12 ist ein Verbindungse
lement 19 gelagert. Dieses Verbindungselement weist einen radialen Vorsprung 45 mit
einer Ausnehmung 47 auf. In dieser Ausnehmung 47 greift ein Kugelelement 41 eines
Hebelelementes 9 ein. Dieses Hebelelement 9 weist mittig eine Kugel 40 als Gelenk 39
für die Bereitstellung einer gelenkigen Lagerung auf. Mittels dieser Kugel 40 ist das He
belelement 9 sphärisch gelagert. Das gezeigte Hebelelement 9 ist einstückig ausgebildet
und weist zwei Arme 35 auf. Der erste Arm ist, wie bereits zuvor beschrieben, mit dem
Verbindungselement 17 mittels eines durch die Ausnehmung mit dem zugeordneten
Kugelelement 41 gebildeten Kugelgelenkes 51 gelenkig verbunden. Die Kugel 40 weist
zumindestens einen weiteren Arm 35 auf, der gelenkig mittels eines Kugelgelenkes 53
mit einem Anbindungselement 19 verbunden ist, wobei das Anbindungselement 19
seinerseits fest mit der Schaltwelle 15 verbunden ist.
Diese Stelleinrichtung 1 umfaßt eine weitere, in Form eines doppelt wirkenden Zylin
ders 23 ausgebildete Stelleinheit 5. Dieser doppelt wirkende Zylinder 23 umfaßt ein
translatorisch antreibbares Abtriebsteil 13, das über ein Kugelgelenk 57 mit einem Win
kelhebel 9 verbunden ist. Dieser Winkelhebel 7 ist drehbar gelagert und umfaßt einen
axialen Vorsprung 59, der in eine im Verbindungselement 17 ausgebildete Längsnut 61
eingreift. Die beiden Stelleinheiten 3,5 sind voneinander entkoppelt und wirken beide
auf das Hebelelement 7, wobei aus der Ansteuerung der Stelleinheit 5 eine Rotations
bewegung der Schaltwelle 15 und aus einer Stellbewegung der Stelleinheit 3 eine
Translationsbewegung der Schaltwelle 15 resultiert. Bei dieser Ausführung ist ein dop
pelt wirkender Zylinder 23 einer Betätigung der Schaltwelle 15 in Gangwahlrichtung
zugeordnet.
Im folgenden wird die Funktion der Stelleinrichtung 1 kurz erläutert. Für eine translatori
sche Bewegung der Schaltwelle 15 wird der einfach wirkende Zylinder 21 angesteuert.
Das Abtriebsteil 11 dieses Zylinders 21 führt eine translatorische Bewegung aus, wobei
die Welle 12 dieser translatorischen Bewegung folgt, wodurch auch das Verbindungse
lement 17 translatorisch angetrieben wird. Mittels des Verbindungselementes wird diese
Bewegung auf das Hebelelement 9 übertragen, wobei das gelenkig gelagerte Hebel
element 9 um eine senkrecht zur eingeleiteten Bewegung hypothetischen Drehachse ro
tiert. Durch diese Drehbewegung wird das Anbindungselement 19 in entgegengesetzter
Richtung zur eingeleiteten Bewegung mittels des Hebelelementes 9 angetrieben.
Durch Ansteuerung der Stelleinheit 5 führt das Abtriebsteil 13 eine translatorische Be
wegung aus. Diese Bewegung wird über das Kugelgelenk 57 auf den Winkelhebel 7
übertragen. Aus der translatorischen Bewegung resultiert eine Drehbewegung des Win
kelhebels 7, wobei der axiale Vorsprung 59 dieser Bewegung folgt. Über diesen Vor
sprung wird das Verbindungselement 17 rotatorisch um eine Drehachse senkrecht zur
Drehachse des Winkelhebels 7 angetrieben. Die Drehachse des Verbindungselemen
tes 17 fällt mit der Bewegungsrichtung des Abtriebsteils 11 bzw. mit der Mittenachse
der Welle 12 zusammen. Ist das Verbindungselement 17 drehbar, jedoch axial fest auf
der Welle 12 gelagert, so kann das Abtriebsteil 11 fest mit der Welle 12 verbunden sein,
bzw. einstückig mit der Welle 12 ausgebildet sein. Ist jedoch das Verbindungsele
ment 17 fest mit der Welle 12 verbunden bzw. einstückig mit derselben ausgebildet, so
ist das Abtriebsteil 11 zur Gewährleistung einer Entkoppelung der durch die Stelleinhei
ten 3,5 einleitbaren Bewegung drehbar, jedoch axial fest mit der Welle 12 zu verbinden.
Fig. 2 und 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Stelleinrichtung 1, bei der die Stellein
heiten 3, 5 winklig, hier rechtwinklig zueinander angeordnet sind. Mittels dieser Stellein
heiten 3, 5 ist das Hebelelement 9, das in diesem Ausführungsbeispiel drei Arme 35
aufweist, um zwei Drehachsen, die senkrecht zueinander angeordnet sind, antreibbar.
Das Hebelelement 9 umfaßt eine Kugelelement 40, das Kugelsegmentflächen 31 um
faßt, die auf gegensinnig ausgebildete Auflageflächen 33, ein Gelenk bildend, gelagert
sind.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist als Stelleinheit 3 für die Einleitung einer Translations
bewegung der Schaltwelle 15 ein doppelt wirkender Zylinder 23 vorgesehen. Mit dem
Abtriebsteil 11 dieses doppelt wirkenden Zylinders 23 ist das Verbindungselement 17
drehbar, jedoch axial fest verbunden. Über das Kugelgelenk 51 ist das Verbindungsele
ment 17 mit dem Hebelelement 9 verbunden. Das Hebelelement 9 ist seinerseits über
das Kugelgelenk 53 mit dem Anbindungselement 19, das mit der Schaltwelle 15 fest
verbunden ist, gelenkig verbunden. Das Hebelelement 9 weist ein weiteres Kugelge
lenk 55 auf, über das das Abtriebsteil 13 der Stelleinheit 5 mit dem Hebelelement 9 zu
sammenwirkt. Diese Stelleinheit 5 ist in Form eines einfach wirkenden Zylinders 21 aus
gebildet, dem die Rückstellfeder 27 zugeordnet ist. Das Abtriebsteil 13 ist mit einer Füh
rung 28 versehen, in die ein gehäusefester Vorsprung zur Vorgabe einer lageorientierten
Montage des Abtriebsteils 13, eingreift. Nach Montage des Abtriebsteils 13 weist eine in
demselben zur Bildung des Kugelgelenkes 55 vorgesehene Ausnehmung eine vorbe
stimmte Orientierung auf.
Bei dieser Konstruktion ändert sich die Position des dritten Armes, der über das Kugelge
lenk 55 mit dem Abtriebsteil 13 verbundenen ist, bei einer Auslenkung des Hebelele
mentes 9 für eine Übertragung einer Bewegung, aus der eine Translationsbewegung
der Schaltwelle resultiert, nicht, da dessen Mittenachse mit der Drehachse des Hebel
elementes zusammenfällt.
Zur Drehentkopplung ist das Hebelelement 9 mittels eines Kugelgelenkes 51 mit dem
Verbindungselement 17 verbunden, wobei das Verbindungselement 17 drehbar und
axial fest auf den Abtriebsteil 11 bzw. der zugeordneten Welle 12 gelagert ist. Die
Funktion der Stelleinrichtung 1 unterscheidet sich von der Funktionsweise der zuvor an
hand von Fig. 1 beschriebenen Stelleinrichtung nicht.
Anhand von Fig. 4 wird eine weitere mögliche Ausführungsform eines Hebelelemen
tes 9 beschrieben. Dieses Hebelelement 9 ist mehrteilig in Form eines Kreuzgelenkes 43
ausgebildet. Dieses Kreuzgelenk 43 umfaßt eine Mittenwelle 63 und einen Hebel 10.
Die Mittenwelle 63 ist drehbar gelagert und weist einen axialen Vorsprung auf, der für
die Bildung des Kugelgelenkes 55 vorgesehen ist. Auf gleicher axialer Höhe der Mitten
welle weist die letztgenannte eine Ausnehmung 8 auf, die die Mittenwelle 63 durch
dringt. Durch diese Ausnehmung 8 durchdringt der Hebel 10 die Mittenwelle 63. Der
Hebel 10 ist drehbar um eine Drehachse, die in axialer Fortsetzung zum bezüglich dieser
Drehachse rotationssymmetrisch ausgebildeten Vorsprung des Kugelgelenkes 55 ver
läuft, gelagert.
Dieses Hebelelement weist drei Hebelarme 35 auf, die mit zwei Stelleinheiten, wie be
reits anhand von Fig. 2 und 3 beschrieben, in Wirkverbindung stehen.
1
Stelleinrichtung
3
Stelleinheit
5
Stelleinheit
7
Winkelhebel
8
Ausnehmung
9
Hebelelement
10
Hebel
11
Abtriebsteil
12
Welle
13
Abtriebsteil
15
Schaltwelle
17
Verbindungselement
19
Anbindungselement
20
Welle
21
einfach wirkend, Zylinder
23
doppeltwirkend, Zylinder
27
Rückstellfeder
28
Führung
29
gehäusefester Vorsprung
31
Auflagefläche
33
Kugelsegmentfläche
35
Arm
37
Drehachse
39
Gelenk
40
Kugel
41
Kugelgelenk
43
Kreuzgelenk
45
Vorsprung
47
Ausnehmung
49
Kugelelement
51
Kugelgelenk
53
Kugelgelenk
55
Kugelgelenk
57
Kugelgelenk
59
axialer Vorsprung
61
Längsnut
Claims (9)
1. Stelleinrichtung zur automatisierten Betätigung eines Schaltgetriebes mit wenigstens
zwei Stelleinheiten, deren Abtriebsteile translatorisch antreibbar sind, durch die eine
Schaltwelle des Schaltgetriebes rotatorisch und translatorisch für eine Gang- und
Gassenwahl antreibbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die translatorisch antreibbaren Abtriebsteile (11, 13) mit einem Hebelelement (9)
zusammenwirken, das mit der Schaltwelle (15) verbunden ist und das mittels zumin
destens eines Gelenkes (39) gelenkig gelagert ist.
2. Stelleinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Stelleinheiten (3, 5) Hydraulikzylinder (21, 23) vorgesehen sind.
3. Stelleinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stelleinheiten (3, 5) winkelig zueinander angeordnet sind.
4. Stelleinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stelleinheiten (3, 5) parallel zueinander angeordnet sind.
5. Stelleinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindestens ein Abtriebsteil (11, 13) eines der Stelleinheiten (3, 5) über einen
drehbar gelagerten Winkelhebel (7) mit dem Hebelelement (9) gekoppelt ist.
6. Stelleinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Hebelelement (9) mindestens eine Kugelsegmentfläche (33) umfaßt, die mit
einer gegensinnig ausgebildeten Auflagefläche (31) eine sphärische Lagerung bereit
stellend, zusammenwirkt.
7. Stelleinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Hebelelement (9) mittels eines Kreuzgelenkes (43) gelenkig gelagert ist.
8. Stelleinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Hebelelement (9) mindestens drei Arme (35) für die Übertragung von einge
leiteten Bewegungen aufweist.
9. Stelleinrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Mittenachse einer der Arme (35) mit einer durch eine Stelleinheit (3, 5) vor
gegebenen Drehachse, um die des Hebelelementes (9) durch diese Stelleinheit (3, 5)
antreibbar ist, zusammenfällt.
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ID=7852779
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| Date | Code | Title | Description |
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Owner name: ZF SACHS AG, 97424 SCHWEINFURT, DE |
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