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DE19756806A1 - System und Verfahren zur Behandlung einer Prostata mit einer Fresnel-Phasen-Sonde - Google Patents

System und Verfahren zur Behandlung einer Prostata mit einer Fresnel-Phasen-Sonde

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DE19756806A1
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DE
Germany
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acoustic
fresnel zone
carrier
prostate
waves
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Withdrawn
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DE19756806A
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English (en)
Inventor
Thomas Richard Anthony
Harvey Ellis Cline
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Insightec-Image Guided Treatment Ltd Tirat Hacar
Original Assignee
General Electric Co
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Publication date
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
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    • AHUMAN NECESSITIES
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Description

Diese Erfindung bezieht sich auf ein System und ein Verfahren zur Behandlung einer Prostata und insbesondere auf ein System und ein Verfahren mit einem akustischen Träger mit einer an einem Ende angrenzenden Phasen-Fresnel-Zone zur Behandlung von gutartiger Prostatahyperplasie.
In Fig. 1 ist eine schematische Darstellung eines Nieren- Blasen-Harnröhren-Prostata "Anordnungs"- Systems 10 gezeigt. Wie in Fig. 1 gezeigt ist, umgibt die Prostatadrüse 12 die Harnröhre 14 wie eine Faust einen hohlen Strohhalm und hat im allgemeinen eine zylindrische Gestalt. Unmittelbar unterhalb der Prostata 12 befindet sich der Harnröhrensphinkter 16, der den Urinfluß von der Blase 18 steuert.
Nach dem vierzigsten Lebensjahr entwickelt sich bei vielen Männern eine gutartige Prostatahyperplasie, die einen irritierenden bzw. gereizten oder entzündeten Zustand darstellt, der die Prostata 12 dazu bringt, anzuschwellen und den Urinfluß durch die Harnröhre stört. Gutartige Prostatahyperplasie entwickelt sich von innen nach außen. Wenn die inneren Prostatazellen anwachsen und anschwellen, drückt die Prostata 12 nach unten auf die Harnröhre 14 und verursacht eine teilweise oder totale Blockade der Harnröhre 14. Zusätzlich zu dem damit verbundenen Schmerz und der Schwierigkeit beim Urinieren können eine ernsthafte Blasenschädigung, Nierenschädigung, Blasensteine, wiederkehrende Urinalstranginfektionen, gelegentliche Blutungen und Inkontinenz daraus resultieren, wenn eine gutartige Prostatahyperplasie unbehandelt belassen wird. Eine gutartige Prostatahyperplasie tritt bei 50% der Männer zwischen einundfünfzig und sechzig Jahren und bei 80% der Männer auf, die das achtzigste Lebensjahr erreichen.
Es wurden eine Anzahl an nichtinvasiven und invasiven chirurgischen Techniken entwickelt, um eine gutartige Prostatahyperplasie zu behandeln. Jedoch war keine davon vollständig zufriedenstellend hinsichtlich ihrer Kosten und Wirksamkeit. Diese Techniken umfassen ein wachsames Abwarten, offene Prostatektomie, transurethrale Resektion der Prostata, transurethrale Inzision der Prostata, Ballondilation, Thermotherapie, transurethrale Mikrowellenthermotherapie, Laserprostatektomie, hochintensiver gebündelter Ultraschall, transurethrale Ultraschallaspiration der Prostata, transurethrale Nadelabtragung mit Radiofrequenzenergie, Kryotherapie und endurethrale Stents. Viele dieser Behandlungen haben ernsthafte Nebeneffekte einschließlich wiederkehrender Schmerzen, Inkontinenz und Impotenz. Zusätzlich müssen viele Behandlungen ein paar Jahre nach der ersten Behandlung wiederholt werden. Die große Anzahl an Techniken, die verwendet und getestet wird, ist der Beweis für den derzeitigen Fluß auf diesem Gebiet und ebenso für den Mangel an einer vollkommen zufriedenstellenden Behandlung für gutartige Prostatahyperplasie.
Ein System und Verfahren zur Behandlung einer Prostata gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt einen akustischen Träger, eine Phasen-Fresnel-Zone in einem Bereich des akustischen Trägers und einen akustischen Wandler. Genauergesagt hat der akustische Träger eine äußere Oberfläche und ein Paar gegenüberliegender Enden. Die Phasen-Fresnel-Zone ist in dem akustischen Träger angrenzend an eines der Enden des akustischen Trägers ausgebildet und ist so gestaltet, daß sie sich zumindest teilweise um die äußere Oberfläche des akustischen Trägers herum erstreckt. Das System kann auch einen akustischen Wandler umfassen, der mit dem anderen Ende des akustischen Trägers von der Phasen-Fresnel-Zone gekoppelt ist. Das Verfahren zur Behandlung einer Prostata, die eine Harnröhre umgibt, umfaßt die folgenden Schritte: Einsetzen des akustischen Trägers in die Harnröhre, so daß die Phasen- Fresnel-Zone in einem Bereich der Harnröhre positioniert ist, die von der Prostata umgeben wird; und Übertragen von akustischen Wellen in das andere Ende des akustischen Trägers von der Phasen-Fresnel-Zone, so daß die Phasen-Fresnel-Zone die akustischen Wellen bündelt, um an einer Stelle in der Prostata eine konstruktive Störung hervorzurufen. Das Verfahren kann den Schritt des Bewegens der Phasen-Fresnel- Zone des akustischen Trägers während der Übertragung der akustischen Wellen umfassen entlang von mindestens einem Abschnitt des Bereiches der Harnröhre, die von der Prostata umgeben wird.
Das System und Verfahren zur Behandlung einer Prostata gemäß der vorliegenden Erfindung sieht als einen primären Vorteil eine sichere, schnelle, kostengünstige und wirksame Behandlung für gutartige Prostatahyperplasie vor und kann ferner zur Behandlung anderer Prostataprobleme nützlich sein, wie beispielsweise Prostatakrebs. Ein anderer Vorteil dieses Systems und Verfahrens liegt darin, daß ernsthafte Nebeneffekte, die mit den derzeitigen Techniken zur Behandlung von gutartiger Prostatahyperplasie, wie wiederkehrender Schmerz, Inkontinenz und Impotenz, vermieden werden können. Des weiteren verletzt das System und das Verfahren die Harnröhre oder den Harnröhrensphinkter während der Behandlung nicht.
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung eines typischen männlichen Urinalsystems.
Fig. 2 ist eine Darstellung eines Systems zur Behandlung einer Prostata gemäß der vorliegenden Erfindung.
Fig. 3 ist eine Querschnittansicht eines Endes eines akustischen Trägers mit einer Phasen-Fresnel-Zone entlang einer Linie 3-3 aus Fig. 2.
Fig. 4a ist eine Querschnittansicht eines erhitzten ringförmigen Brennpunktrings, der durch die akustischen Wellen von der Phasen-Fresnel-Zone des akustischen Trägers erzeugt wird.
Fig. 4b ist eine Endansicht des erhitzten ringförmigen Brennpunktrings und des akustischen Trägers, die in Fig. 4a dargestellt sind.
Fig. 4c ist eine Querschnittansicht der Phasen-Fresnel-Zone des akustischen Trägers in der Harnröhre und des erhitzten ringförmigen Brennpunktrings, der durch die akustischen Wellen in der Prostata erzeugt wird.
Fig. 5a ist eine Querschnittansicht eines anderen Ausführungsbeispiels des akustischen Trägers der Phasen- Fresnel-Zone und eines erhitzten Brennpunktbereiches, der durch die akustischen Wellen erzeugt wird.
Fig. 5b ist eine Endansicht des erhitzten ringförmigen Bereiches und des akustischen Trägers, die in Fig. 5a dargestellt sind.
Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
In den Fig. 2 und 4c sind ein System zur Behandlung einer Prostata 12 und insbesondere zur Behandlung von gutartiger Prostatahyperplasie dargestellt. Das System 20 umfaßt einen akustischen Träger 22, eine Phasen-Fresnel-Zone 24, die an einem Ende 28 des akustischen Trägers 22 ausgebildet ist, und einen akustischen Wandler 26. Der akustischen Träger 22 hat eine äußere Oberfläche 32 und ein Paar sich gegenüberliegender Enden 28 und 30. Das Innere des akustischen Trägers 22 ist mit einem Medium 34 wie beispielsweise Wasser gefüllt. Der akustischen Träger hat eine kleinere Querschnittsfläche als die Querschnittsfläche der Öffnung 36 in der Harnröhre 14. In diesem besonderen Ausführungsbeispiel weist der akustischen Träger 22 ein zylindrisches Messingrohr auf, das mit Wasser gefüllt ist und einen Durchmesser von ungefähr 5 mm hat, obwohl auch andere Arten von akustischen Trägern verwendet werden könnten, wie beispielsweise eine optische Faser, und es könnten andere Gestalten für den akustischen Träger verwendet werden, wie beispielsweise rechtwinklige, wie in Fig. 5b gezeigt ist. Typischerweise hat eine Harnröhrenöffnung 36 eine Querschnittsfläche von ungefähr 6 mm2.
Der akustische Wandler 26 ist abnehmbar an einem Ausgang 38 an einem Ende 30 des akustischen Trägers 22 gekoppelt. In diesem Ausführungsbeispiel weist der akustische Wandler 26 einen herkömmlichen Ultraschallwandler auf, obwohl auch andere Arten von Wandlern verwendet werden könnten, wie beispielsweise magnetostriktive Wandler. Der akustische Wandler 26 erzeugt Ultraschallwellen mit einer Intensität, die im Bereich von ungefähr 5 Watt bis 100 Watt liegen. Die Intensität der Ultraschallwellen muß ausreichend sein, um eine Wärme von gleich oder mehr als 45°C (113°F) an der Stelle in der Prostata 12 zu erzeugen, an der die Ultraschallwellen eine konstruktive Störung erzeugen. Die Temperaturen bei oder oberhalb von 45°C (113°F) reichen aus, um Prostatazellen zu zerstören und die Zelltötungsrate steigt mit der Temperatur rapide an.
Die Phasen-Fresnel-Zone 24 ist in einem Bereich des akustischen Trägers 22 angrenzend an dem Ende 28 des akustischen Trägers 22 ausgebildet. In diesem Ausführungsbeispiel wird die Phasen-Fresnel-Zone 24 in die äußere Oberfläche 32 des akustischen Trägers 22 am angrenzenden Ende 28 eingearbeitet, obwohl die Phasen- Fresnel-Zone 24 durch andere Techniken wie Formstanzen oder Gießen erzeugt werden könnte. Die Gestalt der Phasen-Fresnel- Zone 24 wird durch die Forderung bestimmt, daß sich die Phase Φ der akustischen Wellen, die von der äußeren Oberfläche 32 des akustischen Trägers 22 an der Phasen-Fresnel-Zone 24 ausgegeben werden, an einer Stelle in der Prostata 12 konstruktiv gegenseitig beeinflußten. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Gestalt der Phasen-Fresnel-Zone 24 derart gestaltet, daß die akustischen Wellen gebündelt werden, um sich an einem ringförmigen Brennpunktring 40 konstruktiv zu beeinflussen, wie in den Fig. 4a bis 4c gezeigt ist, oder an einem Brennpunktbereich 42, wie einem Punkt, wie in den Fig. 5a bis 5b gezeigt ist, oder einem stabförmigen Bereich, oder einem ebenenartigen Bereich. Die Gestalt des Bereiches, in dem sich die akustischen Wellen konstruktiv stören, kann in Abhängigkeit davon, wie die Phasen-Fresnel-Zone 24 auf der äußeren Oberfläche des akustischen Trägers 22 geformt ist, variieren. Es wird eine Technik zur Formung der Phasen-Fresnel-Zone 24 auf der äußeren Oberfläche des akustischen Trägers 22, so daß die akustischen Wellen, die von der äußeren Oberfläche 32 des akustischen Trägers 22 an der Phasen-Fresnel-Zone 24 ausgegeben werden, konstruktiv an einem ringförmigen Brennpunktring 40 zusammenwirken, nachfolgend detaillierter beispielhaft beschrieben.
Wie in den Fig. 3 und 4a-4c gezeigt ist, ist die Phase der akustischen Wellen, die an dem ringförmigen Brennpunktring 40 ankommen, eine Summe von drei unterschiedlichen Phasendifferenzen. Zuerst verändert sich die Phase der akustischen Welle entlang des akustischen Trägers 22, wie in Fig. 4a gezeigt ist. x soll die Richtung der Ultraschallwellen entlang des akustischen Trägers 22 sein, und r soll die Radialrichtung senkrecht zum akustischen Träger 22 sein. Eine akustische Welle mit der Amplitude A, die entlang des akustischen Trägers 22 wandert, kann wie folgt dargestellt werden:
A = A0exp[ik(x-ct)]
wobei c die Geschwindigkeit des Schalls ist, k(=2πλ) der Wellenvektor des Schalls ist und A0 die Intensität der akustischen Welle ist. Somit beträgt die Phasenveränderung Φ1 der Welle, die mit der translatorischen Verschiebung x entlang des akustischen Trägers 22 verbunden ist:
Φ1 = kx
Die zweite Phasenveränderung Φ2, die eine akustische Welle auf ihrem Weg zum ringförmigen Brennpunktring 40 erfährt, wird durch die Phasen-Fresnel-Zone 24 hervorgerufen, die in der äußeren Oberfläche 32 des akustischen Trägers 22 ausgebildet ist. Diese Phasenveränderung wird durch die Gestalt der Phasen-Fresnel-Zone 24 gesteuert und es werden, wenn sie geeignet geformt ist, alle akustischen Wellen, die auf dem ringförmigen Brennpunktring 40 auftreffen, dieselbe Phase haben und sich dadurch konstruktiv stören. An dieser Berührungsstelle ist die Phasenveränderung Φ2 eine Funktion des Abstandes x entlang des akustischen Trägers 22 aufgrund der zylindrischen Symmetrie des akustischen Trägers 22:
Φ2 = Φ2(x)
Die dritte Phasenveränderung Φ3, die eine Welle auf ihrem Weg zum ringförmigen Brennpunktring 40 erfährt, wird durch die Veränderung der Distanz zwischen den Teilen des akustischen Trägers 22 und des ringförmigen Brennpunktrings 40 hervorgerufen, wie in Fig. 4a gezeigt ist. Wenn 2L die Länge der Phasen-Fresnel-Zone 24 ist, die auf der äußeren Oberfläche 32 des akustischen Trägers 22 ausgebildet ist, und wenn x gleich Null beim Start der Phasen-Fresnel-Zone 24 genommen wird, dann ist die Distanz D von der äußeren Oberfläche 32 des akustischen Trägers 22 bei x zum ringförmigen Brennpunktring 40:
D = (R2+(L-x2)1/2
wobei R der Radius des ringförmigen Brennpunktrings 40 ist. Die Veränderung der Distanz D bewirkt, daß die Phasenveränderung Φ3 folgende ist:
Φ3=2πD/λ
wobei λ die Wellenlänge der akustischen Welle in der Prostata ist. Die Summe all der Phasenveränderungen muß gleich einer geraden Vielfachen von 2π für die Wellen sein, die sich konstruktiv am ringförmigen Brennpunktring 40 stören:
Φ1 + Φ2 + Φ3= 2πN
wobei N = 0, 1, 2, 3, . . . . Diese Gleichung enthält nur eine Unbekannte, nämlich Φ2(x), die durch die folgende Gleichung erhalten werden kann:
Φ2(x) = 2πN - Φ3 - Φ1 = 2πN - kx - 2π(R2 + (L - x)2)1/2/λ.
Das erforderliche Oberflächenprofil y(x) für die Gestalt der Phasen-Fresnel-Zone 24, die in der äußeren Oberfläche 32 des akustischen Trägers 22 ausgebildet ist, wird dann durch folgendes gegeben:
y(x) = λMod[Φ2(x)/2π],
wobei Mod die Modusfunktion ist, die den Rest zurückgibt, nachdem Φ2 durch 2π geteilt wurde.
Unter Verwendung des erforderlichen Oberflächenprofils, das durch die Gleichung y(x) erhalten wurde, kann die äußere Oberfläche 32 des akustischen Trägers 22 bearbeitet werden, um das gewünschte Profil zu haben, um die Phasen-Fresnel-Zone 24 zu erzeugen. Techniken zur Bearbeitung, oder Stanzung oder zum Gießen der äußeren Oberfläche eines akustischen Trägers unter Verwendung einer Gleichung wie y(x) sind dem Fachmann wohl bekannt.
Als Beispiel ist eine Querschnittansicht einer Phasen- Fresnel-Zone 24, die unter Verwendung des Profils, das durch die Gleichung y(x) erzeugt wurde in die äußere Oberfläche 32 des akustischen Trägers 22 eingearbeitet ist, in den Fig. 3 und 4a bis 4c gezeigt. Wie in Fig. 4b gezeigt ist, hat der akustischen Träger 22 in diesem Ausführungsbeispiel eine im wesentlichen kreisförmige Querschnittgestalt und eine im wesentlichen zylindrische Gestalt entlang seiner Länge.
Die Fig. 5a bis 5b veranschaulichen ein alternatives Ausführungsbeispiel eines akustischen Trägers 22 mit einer Phasen-Fresnel-Zone 24. In diesem Beispiel hat der akustische Träger die Phasen-Fresnel-Zone 24 in einer Oberfläche 44 des akustischen Trägers 22 ausgebildet. Die Phasen-Fresnel-Zone könnte in einer oder mehreren der anderen Oberflächen 46 des akustischen Trägers 22 gebildet werden, wenn dies notwendig oder gewünscht wäre. Wie in Fig. 5b gezeigt ist, hat der akustischen Träger 22 eine im wesentlichen quadratische Querschnittgestalt und eine im wesentlichen rechtwinklige Gestalt entlang seiner Länge. In diesem Ausführungsbeispiel werden von der Phasen-Fresnel-Zone 24, die auf einer Oberfläche 44 des rechtwinklig gestalteten akustischen Trägers 22 angeordnet ist, akustische Wellen abgegeben und sie stören sich konstruktiv in einem punktförmigen Bereich, obwohl der Bereich so gestaltet werden kann, daß er andere Formen, wie beispielsweise eine stabförmige Gestalt oder ebenmäßige Gestalt hat.
Einer der Vorteile dieser Konstruktion für einen akustischen Träger 22 und für eine Phasen-Fresnel-Zone 24 liegt darin, daß die Intensität der akustischen Welle, die notwendig ist, um eine ausreichende Wärme an der Stelle zu erzeugen, an der die akustischen Wellen sich konstruktiv stören, geringer ist, als für das Ausführungsbeispiel mit einem ringförmigen Ring 40, der oben unter Bezugnahme auf die Fig. 3 und 4a bis 4c beschrieben wurde. Genauergesagt wird die erforderliche Intensität auf ungefähr 25% reduziert oder sie liegt in dem Bereich zwischen 5 Watt und 25 Watt.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 2 und 4c wird das Verfahren zum Betreiben des erfindungsgemäßen Systems durch ein erstes Einsetzen eines Endes 28 des akustischen Trägers 22 mit der Phasen-Fresnel-Zone 24 in die Harnröhre 14 und dem Positionieren der Phasen-Fresnel-Zone 24 in den Bereich der Harnröhre, die von der Prostata 12 umgegeben wird, eingeleitet. Das Ende 28 des akustischen Trägers 22 und die Phasen-Fresnel-Zone 24 können durch einen Wasserballon (nicht gezeigt) bedeckt werden, um das Einsetzen in die Harnröhre 14 zu vereinfachen. Als nächstes wird der akustische Wandler 26 in einer dem Fachmann wohl bekannten Art und Weise entweder durch manuellen Betrieb oder automatisch signalisiert, um akustische Wellen, in diesem Beispiel Ultraschallwellen, in das andere Ende 30 des akustischen Trägers 22 zu übertragen. Die akustischen Wellen wandern auf dem akustischen Träger 22 vorwärts, bis sie die Phasen-Fresnel-Zone 24 erreichen, wo die Punktquellen oder "Zähne" 48 der Phasen-Fresnel-Zone 24 die akustischen Wellen auf eine Stelle in der Prostata 12 fokusieren, in der sich die akustischen Wellen konstruktiv stören. In diesem Beispiel ist die Phasen-Fresnel-Zone 24 unter Verwendung des oben beschriebenen Prozesses geformt, so daß die akustischen Wellen fokusiert werden, um sich in einem engen ringförmigen Ring 40 in der Prostata 12 zu stören. Der enge ringförmige Ring 40 ist zum akustischen Träger 22 konzentrisch.
Die Intensität, in der die akustischen Wellen erzeugt werden und durch den akustischen Wandler 26 übertragen werden, bestimmt die in dem ringförmigen Ring 40 erzeugte Wärmemenge. Typischerweise reichen Temperaturen gleich oder oberhalb 45°C (113°F) aus, um Prostatazellen zu zerstören. Demgemäß erzeugt und überträgt der akustische Wandler 26 Ultraschallwellen in einer Intensität im Bereich von 5 Watt bis 100 Watt, was ausreichend ist, um die Temperatur in dem ringförmigen Ring 40 auf 45°C (113°F) oder höher anzuheben.
Während der Übertragung der akustischen Wellen kann der akustischen Träger 22 entlang des Bereichs der Harnröhre 14 bewegt werden, die von der Prostata 12 umgeben ist, um eine zylindrische Schale von Zellen in der Prostata zu zerstören, wenn das Ausführungsbeispiel mit dem ringformigen Ring 40 verwendet wird. Die zerstörten Zellen werden später durch den Körper absorbiert. Durch Zerstören einiger der Prostatazellen wird das gesamte Anschwellen der Prostata 12 reduziert und der Druck auf die Harnröhre 14 wird gemildert. Die Verwendung des Systems 20 zeigt keinen der Nebeneffekte der derzeitigen Techniken, wie wiederkehrenden Schmerz, Inkontinenz und Impotenz und schädigt die Harnröhre oder den Harnröhrensphinkter nicht.
Ein System 20 zur Behandlung einer Prostata 12 umfaßt einen akustischen Träger 22, eine Phasen-Fresnel-Zone 24 in einem Bereich des akustischen Trägers und einen akustischen Wandler 26. Die Phasen-Fresnel-Zone 24 ist in dem akustischen Träger benachbart zu einem ersten Ende 28 des akustischen Trägers ausgebildet und erstreckt sich zumindest teilweise um die äußere Oberfläche 32 des akustischen Trägers 22. Ein akustischer Wandler 26 ist an ein zweites Ende 30 des akustischen Trägers gekoppelt. Bei der Behandlung der Prostata, die eine Harnröhre 14 umgibt, wird der akustischen Träger in die Harnröhre eingesetzt und so positioniert, daß sich die Phasen-Fresnel-Zone 24 in einem Bereich der Harnröhre befindet, die von der Prostata 12 umgeben ist. Es werden akustische Wellen in das zweite Ende des akustischen Trägers übertragen und die Phasen-Fresnel-Zone fokusiert die akustischen Wellen, so daß sie sich an einer Stelle in der Prostata konstruktiv stören. Durch Bewegen des akustischen Trägers kann die Phasen-Fresnel-Zone entlang von zumindest einem Abschnitt des Bereiches der Harnröhre, die von der Prostata umgeben ist, bewegt werden, während die akustischen Wellen übertragen werden.

Claims (14)

1. System zur Behandlung einer Prostata, das die folgenden Bauteile aufweist:
einen akustischen Träger (22), der eine äußere Oberfläche (32) und ein Paar sich gegenüberliegender Enden (28, 30) hat; und
eine Phasen-Fresnel-Zone (24), die in der äußeren Oberfläche (32) des akustischen Trägers (22) angrenzend an ein erstes der Enden (28, 30) des akustischen Trägers ausgebildet ist und sich zumindest teilweise um die äußere Oberfläche herum erstreckt.
2. System gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der akustischen Träger (22) im wesentlichen eine zylindrische Gestalt hat, und die Phasen-Fresnel-Zone (24) sich im wesentlichen um die gesamte äußere Oberfläche des akustischen Trägers herum erstreckt.
3. System gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasen-Fresnel-Zone (24) gestaltet ist, um akustische Wellen in dem akustischen Träger zu fokusieren, um sie konstruktiv an einem ringförmigen Brennpunktring (40) um den akustischen Träger herum zu schneiden.
4. System gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der akustischen Träger im wesentlichen eine rechtwinklige Gestalt hat und die Phasen-Fresnel-Zone (24) sich entlang von mindestens einer Oberfläche des rechtwinklig geformten akustischen Trägers erstreckt.
5. System gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasen-Fresnel-Zone (24) so gestaltet ist, daß sie akustische Wellen in dem akustischen Träger (22) fokusiert, so daß sich diese in einem ringförmigen Brennpunktbereich (40) schneiden, der von dem akustischen Träger beabstandet ist.
6. System gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es des weiteren einen akustischen Wandler (26) aufweist, der am zweiten Ende (30) des akustischen Trägers (22) gekoppelt ist.
7. System gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der akustische Wandler (26) einen Ultraschallwandler aufweist, der Ultraschallwellen erzeugt.
8. System gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der akustische Wandler akustische Wellen mit einer Intensität von mindestens 5 Watt erzeugt.
9. Verfahren zur Behandlung einer eine Harnröhre umgebende Prostata mit den folgenden Schritten:
Einsetzen eines akustischen Trägers (22), der eine äußere Oberfläche (32) hat, in die Harnröhre (14), wobei der akustischen Träger (22) ein Paar gegenüberliegender Enden (28, 30) hat, mit einer Phasen-Fresnel-Zone (24), die in dem akustischen Träger (22) angrenzend an ein erstes der Enden (28, 30) ausgebildet ist und sich zumindest teilweise um die äußere Oberfläche (32) des akustischen Trägers (22) herum erstreckt, wobei der Träger während des Einführens so positioniert ist, daß sich die Phasen-Fresnel-Zone in einem Bereich der Harnröhre befindet, die von der Prostata (12) umgeben ist; und
Übertragen von akustischen Wellen in das zweite Ende (30) des akustischen Trägers (22), so daß die Fresnel-Zone (24) die akustischen Wellen bündelt, um sich an einer Stelle in der Prostata (12) konstruktiv zu stören.
10. Verfahren gemäß Anspruch 9, des weiteren gekennzeichnet durch den Schritt des Bewegens des akustischen Trägers (22), so daß sich die Phasen-Fresnel-Zone (24) während der Übertragung der akustischen Wellen entlang von mindestens einem Abschnitt des Bereiches der Harnröhre (14) bewegt, der von der Prostata (12) umgeben ist.
11. Verfahren gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Stelle, an der die Phasen-Fresnel-Zone (24) die akustischen Wellen fokusiert, um sie konstruktiv zu stören, die Gestalt eines ringförmigen Rings (40) hat, der konzentrisch zum akustischen Träger (22) in der Prostata (14) ist.
12. Verfahren gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Stelle, in der die Phasen-Fresnel-Zone (24) die akustischen Wellen fokusiert, um sich konstruktiv zu stören, ein Punkt ist, der von dem akustischen Träger (22) in der Prostata (14) beabstandet ist.
13. Verfahren gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die akustischen Wellen Ultraschallwellen sind.
14. Verfahren gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die akustischen Wellen mit mindestens einer Intensität übertragen werden, die ausreicht, um die Temperatur der Prostata (14) an der Stelle auf mindestens 45°C anzuheben.
DE19756806A 1997-02-20 1997-12-19 System und Verfahren zur Behandlung einer Prostata mit einer Fresnel-Phasen-Sonde Withdrawn DE19756806A1 (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
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DE19756806A Withdrawn DE19756806A1 (de) 1997-02-20 1997-12-19 System und Verfahren zur Behandlung einer Prostata mit einer Fresnel-Phasen-Sonde

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