DE19756697A1 - Vorrichtung zur Stückgut-Röntgentomosynthese - Google Patents
Vorrichtung zur Stückgut-RöntgentomosyntheseInfo
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Description
Für die Gepäckkontrolle an Flughäfen oder generell von zu überprüfendem Stückgut
hat sich die Röntgenaufnahme in Abtasttechnik bewährt. Die Röntgenaufnahmen
werden in der Regel als Abtastbilder gemäß Fig. 1 erzeugt: Das zu kontrollierende
Stückgut 1 wird auf ein Förderband oder eine andere linear bewegte Fördereinrich
tung 2 aufgelegt und durchfährt auf diesem einen flachen Fächer 3 von Röntgen
strahlen, der vom Röntgenstrahler 4 mit einem im wesentlichen punktförmigen
Brennfleck 5 und einem linearen ortsselektiven Röntgendetektor 6 aufgespannt wird.
Nach heutigem Technologiestand ist dieser Detektor in der Regel als linear angeord
nete Reihe von einzelnen Detektorelementen ausgeführt. Die von den Detektor
elementen dieser Detektorreihe ausgehenden Signale werden über die Signal-oder
Datenverbindung 7 einem Bildverarbeitungssystem 8 zugeführt und in dessen Bild
speicher als jeweils letzte vertikale Zeile/n eines Bildes abgespeichert, wenn der
lineare Detektor senkrecht zur Bewegungsrichtung des Stückgutes 1 orientiert ist.
Ausführungsgemäße Abweichungen des Detektors von einer vertikalen Orientierung
bedeuten auch die gleiche Abweichung der Zeile/n von ihrer vertikalen Orientierung.
Das Bild insgesamt wird einem Sichtgerät 9 zugeführt und dort auf dem Betrach
tungsschirm 10 dargestellt. In Fig. 1 ist auf dem Sichtgerät 9 das röntgendurch
strahlte Stückgut als Skizze im Betrachtungsschirm 10 angedeutet.
Bewegt sich das Stückgut weiter, werden in der Regel im neuen durchstrahlten
Abschnitt andere Schwächungsverhältnisse für die Röntgenstrahlung vorliegen.
Entsprechend ändern sich von den Detektorelementen abgegebenen Signale (Abta
stung" durch den Detektor), die als neue "letzte Zeile/n" in den Bildspeicher eingege
ben werden; die bis dahin erste/n Zeile/n des Bildes wird/werden dafür gelöscht
bzw. mit der/den bis dahin zweiten/unmittelbar folgenden Bildzeile/n überschrieben
wie im Bildspeicher jede andere Zeile an die Stelle der vorherigen tritt. Auf dem
Sichtgeräte-Betrachtungsschirm erscheint das Bild als um eine/mehrere (vertikale)
Zeile/n nach rechts gewandert. Die Geschwindigkeit des Förderbandes ist auf die
Geschwindigkeit des laufenden Bildaufbaus abgestimmt, um Bildverzerrungen in der
Bildhorizontalen zu vermeiden.
Der Vollständigkeit halber sei noch hinzugefügt, daß die vom Röntgenstrahler 4
ausgehende und auf den Detektor 6 gerichtete Strahlung durch eine sogenannte
Schlitzblende 11 so ausgeblendet wird, daß nicht auf den Detektor 6 ausgerichtete
Anteile der Strahlung zurückgehalten werden. Diese Ausblendung geschieht, um die
im Stückgut von der primären Röntgenstrahlung hervorgerufene Streustrahlung, die
sich der auf den Detektor fallenden und die Bildinformation tragende Primärstrah
lung überlagert und deswegen stört, möglichst gering zu halten, wie auch aus
Gründen des Strahlenschutzes. Die Anordnung von Röntgenstrahler 4 mit Blende
11 und der lineare Detektor 6 stellen die Abtasteinheit 12 des Systems dar.
Des weiteren sei erwähnt, daß der Detektor 6 auch mehr als eine Reihe von
Detektorelementen aufweisen kann. Im Fall von zwei Reihen ist die erste, gezählt in
Bewegungsrichtung des Stückgutes 1, die Reihe, die z. B. die momentan letzte Zeile
des Bildes liefert. Rückt das Stückgut 1 um eine Zeilenbreite weiter, liefert die erste
Reihe des Detektors 6 die Signale für die nunmehr letzte Zeile des Bildes. Die vorher
letzte Zeile ist jetzt die zweitletzte. In diese schreibt nun die zweite Reihe des
Detektors 6 die Röntgenstrahlungsdaten aus dem gleichen Abschnitt des Stück
gutes, das vorher die Signale für die erste Reihe geliefert hat, jedoch nach Addition
mit den dort schon befindlichen Signalen und Mittelwertbildung mit diesen. Für
diese vorher letzte Zeile verbessert sich so das Signal-Rausch-Verhältnis, weil die
aus dem gleiche Bereich des Stückgutes 1 empfangene Röntgendosis (und damit die
Anzahl der Röntgenquanten) sich verdoppelt hat.
Zur Verdeutlichung von Fig. 1 dient Fig. 1a, die eine Grundrißdarstellung der in
Fig. 1 gezeigten Anordnung ist.
Die durch den beschriebenen Abtastvorgang entstehenden Bilder sind von ihrer Art
her naturgemäß nicht mit medizinischen Röntgenbildern zu vergleichen. Ein ent
scheidender Unterschied besteht darin, daß z. B. die Röntgenbildern des mensch
lichen Körpers dargestelltem Strukturen im wesentlichen invariant sind, d. h. unab
hängig vom Individuum ist das Röntgenbild einer Lunge immer als solches zu
erkennen. Bei einem Stückgut, z. B. bei einem Gepäckstück, können grundsätzliche
Invarianzen nicht erwartet werden. Das erschwert die Deutung der von solchen
Objekten hergestellten Röntgenaufnahmen. In Gegensatz z. B. zu einer Lungen
aufnahme mit den darin erkennbaren Strukturen von Brustbein, Herz und Wirbel
säule kann bei Stückgut von vornherein unbekannten Inhalts nicht immer gesagt
werden, ob die im Röntgenbild sichtbaren Strukturen Teile eines einzelnen Gegen
standes sind oder ob unterschiedliche Strukturen zu Gegenständen gehören, die
hintereinander oder nebeneinander gelagert sind. Als Hilfe zur Deutung von Struk
turen wurde für die bessere Unterscheidbarkeit von Helligkeitsunterschieden im Bild
die Falschfarbentechnik eingeführt: Geringe Helligkeitsunterschiede werden dadurch
verdeutlicht, daß ihnen unterschiedliche Farben zugeordnet werden.
Eine andere mögliche und bekannte Hilfe zur Deutung der auf den Röntgenbildern
von Stückgut auftretenden Strukturen ist die Auswertung von Röntgenbildpaaren,
die durch eine geeignete Abtastanordnung mit einem oder mehreren Linear-Detekto
ren und einem oder mehreren Strahlern erzeugt werden, mittels stereoskopischer
Betrachtung. Die stereoskopische Betrachtung ermöglicht es nämlich, Lage und
Richtung von Strukturen zu erkennen.
Bei der Gewinnung von Röntgenbildpaaren von Stückgut zur stereoskopischen Aus
wertung wird von einem anderen Unterschied zu medizinischen Röntgenaufnahmen
als dem oben aufgeführten Gebrauch gemacht. Dieser Unterschied zwischen Rönt
genbildern vom menschlichen Körper, der sich grundsätzlich ständig als Ganzes und
in seinem Innern bewegt (Atembewegungen der Lunge, schlagendes Herz, und dem
von Stückgut ist der, daß in der Regel ohne Einfluß von außen, z. B. durch Stoß,
sich die Strukturen innerhalb des Stückgutes nicht bewegen, also zeitinvariant sind.
Das macht die Aufnahme von deutlich zeitversetzten Röntgenbildern zur jedoch
gleichzeitigen Auswertung möglich.
In speziellen Fällen wird auch Stückgut einer röntgencomputertomographischen
Untersuchung unterworfen. Ein Einrichtung, die der Erzeugung von Röntgen
computertomogrammen von Stückgütern auf einem laufenden Band und unter
Nutzung dieser Bewegung dient, wird im Deutschen Patentamt unter dem Akten
zeichen 197 49 783.7 als Anmeldung eines Patentes vom 11.11.97 geführt.
Aufgabe der Erfindung ist es, zu den bestehenden Hilfen wie die oben angeführte
Falschfarbentechnik, die Röntgencomputertomographie als auch stereoskopische
Bildauswertung eine weitere Hilfe zur Deutung der auf den Röntgenbildern von
Stückgut auftretenden Strukturen zu schaffen.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale des Patentanspru
ches 1. Bei der Erfindung erfolgt die Erzeugung von Schichtbildern wählbarer
Schichtlage aus Bilddaten von einem auf einer Transporteinrichtung gleichmäßig
bewegtem Stückgut durch eine geeignete Anordnung von Abtasteinheiten mit je
einem Detektorarray und einem Strahler, wobei z. B. mehrere Abtasteinheiten auch
einen gemeinsamen Strahler haben können. Mit dem Durchlauf des Stückgutes
durch die Anordnung von Abtasteinheiten wird ein Datensatz erzeugt, ,aus dem
Schichtbilder unterschiedlicher Schichtlage berechnet werden können.
Das Verfahren der Tomosynthese und ein Gerät für klinische Anwendung ist z. B.
beschrieben in dem Aufsatz "Digitales Vielfachschichten: eine neue Realisierung der
klassischen Serioskopie" von U.Bittner, C.Düber, R.Koch, M.Pfeiler, erschienen in
der Zeitschrift electromedica 56 (1988), S. 16 bis 23. Fig. 2 ist dieser Arbeit entnom
men und erläutert den Vorgang der Tomosynthese. Fig. 2 zeigt dabei eine Anordnung
von einem Röntgenstrahler (oben im Bild), der über ein Aufnahmeobjekt wandert,
und ein Bildaufzeichnungssystem (unten im Bild), das sich gegenläufig zum Strahler
bewegt und hier zwar so, daß der Zentralstrahl des Strahlers stets durch das
Zentrum des Bildaufzeichnungssystems geht.
An den in Fig. 2 mit a,b und c gekennzeichneten Stellen wird nun jeweils ein trans
parentes Röntgenbild hergestellt. Legt man die Bilder randständig übereinander, so
fallen die auf allen drei Aufnahmen vorhandenen Abbilder des Details A überein
ander. Denn das jeweilige Abbild des Details A befindet sich in allen drei Aufnahmen
an der gleichen Stelle, weil der Drehpunkt der Anordnung aus Strahler und Bild
ebene des Bildaufzeichnungssystems in der Schicht liegt, in der sich auch das Detail
A befindet. Die Abbilder des Details B, das in einer Schicht unter der liegt in der
sich das Detail A befindet, liegen in den einzelnen Aufnahmen an unterschiedlichen
Stellen. Bei einer Durchblickbetrachtung des Packs der drei randständig überein
andergelegten Aufnahmen fallen die Abbilder des Details A also aufeinander, die
Abbilder des Details B treten an unterschiedlichen Stellen auf. Das Summenbild
zeigt also eine einzige und deshalb scharfe Abbildung des Details A (und gegebe
nenfalls anderer in der gleichen Objektschicht vorhandenen Details) mit dreifachem
Signalbeitrag, das Details B hat (wie gegebenenfalls andere in der gleichen Objekt
schicht vorhandenen Details) Einzelbilder mit einfachem Signalbeitrag an unter
schiedlichen Stellen, wird also auseinandergezogen, sozusagen unscharf, wieder
gegeben. Dieser Effekt der scharfen Abbildung von Detail A und der unscharfen von
Detail B wird mit zunehmender Anzahl von Einzelaufnahmen deutlicher.
Die Situation für diese Summenbilder der beiden Details (bzw. der Objektschichten,
in denen diese Details liegen) läßt sich dadurch umkehren, daß man vor dem
Übereinanderlegen die Einzelaufnahmen so gegeneinander verschiebt, daß nunmehr
die Abbilder von Detail B übereinanderzuliegen kommen. Jetzt wird im Summenbild
das Detail B scharf abgebildet und das Detail A in der erwähnten Weise unscharf.
Der Tomographie-Winkel ϕ bestimmt dabei, wie schnell die Unschärfe beim Über
gang von der scharf abzubildenden Schicht zu den Nachbarschichten zunimmt. Der
Tomographie-Winkel ist in Fig. 2 der Winkel ϕ zwischen den Zentralstrahlen der
Strahlenkegel in den Endstellungen der Strahler, wobei der Scheitel des Winkels mit
dem Schnittpunkt dieser Zentralstrahlen zusammenfällt.
Aus der Fig. 2 und dem vorstehend Gesagten ist ersichtlich, daß der Drehpunkt der
Anordnung aus Strahler und Bildebene des Bildaufzeichnungssystems nicht im
Objekt liegen muß, um durch Überlagerung der Einzelbilder zu Schichtbildern zu
kommen. Liegt der Drehpunkt außerhalb des Objektes, müssen eben die Einzelbilder
vor der Überlagerung zum Summenbild in jedem Fall gegeneinander verschoben
werden, um zu Schichtbilder zu kommen. So kann besagter Drehpunkt z. B. in der
Bildebeben des bildaufzeichnenden Systems gelegt werden, was nur noch die
Bewegung des Strahlers erfordert.
Für die in Fig. 2 gezeigte Anordnung ist wesentlich, daß die Geometrie der Abbil
dung für alle in Betracht kommenden Schichten stimmt, daß nämlich bei der
Erzeugung der Einzelbilder die Bildebene immer in einer Ebene liegt, die parallel zur
Linie der Strahlerbewegung liegt, und zwar zur Erhaltung der gleichartigen Abbil
dungsgeometrie der einzelnen Objektschichten in allen Einzelbildern bis auf die von
Einzelbild zu Einzelbild unterschiedliche Verschiebung der Abbilder dieser Objekt
schichten gegeneinander (Strahlensatz der Geometrie). Für die Darstellung zur
Bodenfläche des Objektes (gleich Auflagefläche am Gerät) parallel orientierter
Schichten ist die Bildebene des bildaufzeichnenden Systems ebenso auszurichten.
Diese Erzeugung von Summenbildern zur scharfen Darstellung unterschiedlicher
Objektschichten läßt sich dann einfach und schnell handhaben, wenn die Bilddaten
nicht in Form von einzelnen Röntgenaufnahmen, sondern als digitale Datensätze
vorliegen. Diese Technik hat auch den Vorzug, daß man z. B. für die Darstellung zur
Bodenfläche des Objektes parallel orientierter Schichten durchaus von den
Vorschriften abweichen kann, die Bildebene des bildaufzeichnenden Systems ebenso
auszurichten oder für alle Positionen des bildaufzeichnenden Systems gleiche
Abbildungsgeometrie sicherzustellen. Mit der digitalen Datentechnik lassen sich
Abbildungen durch unterschiedliche Strahlengeometrien unter Anwendung der
einfachen durch den Strahlensatz der Geometrie gegebenen Beziehungen ineinander
umrechnen. Die Beachtung der Vorschriften hat aber auch für digitale Bildtechniken
den Vorzug der Einfachheit und damit Beschränkung des Aufwandes.
Zur Möglichkeit der Umrechnung zeigt Fig. 2a Beispiele. In der linken Anordnung
in Fig. 2a werde in der Ebene des Bildempfängers s die (dünne) Schicht S im Objekt
O abgebildet, wobei sich diesem Bild die Bilder aller anderen Strukturen des Ob
jektes O überlagern. Das dadurch entstehende Gesamtbild findet sich auch in den
Ebenen der Bildempfänger s' und x, wobei es an der Stelle s' lediglich vergrößert, an
der Stelle x weiter vergrößert und zusätzlich linear verzerrt ist. In der rechten Anord
nung werde das Bild der Schicht S in die Ebene des Bildempfängers y abgebildet.
Trotz der dargestellten unterschiedlichen Strahlengeometrie ist es dem in der Ebene
des Bildempfängers s bis auf den Vergrößerungsmaßstab gleich, wenn auch die
Überlagerung durch die Bilder der anderen Strukturen des Objektes unterschiedlich
erfolgt, und dadurch die Gesamtbilder in den Ebenen der Bildempfänger s und y sich
grundsätzlich, d. h. selbst wenn von unterschiedlichen Vergrößerungsmaßstäben und
zusätzlichen linearen Verzerrungen abgesehen wird, unterscheiden. Das Gesamtbild
in der Ebene des Bildempfängers z geht aus dem Bild in der Ebene des Bildempfän
gers y durch Vergrößerung und zusätzliche lineare Verzerrung hervor. Der Strahlen
satz der Geometrie erlaubt bei bekannten Strahlengeometrien die die Umrechnung
aller Gesamtbilder so, daß die in ihnen enthaltenen Anteile des Bildes der Schicht S
mit denen im Gesamtbild in einer Bezugsebene übereinstimmen, z. B. in der Ebene
des Bildempfängers s.
Die Erfindung macht sowohl von dem Prinzip der Tomosynthese Gebrauch als auch
davon, daß die Bilddaten Röntgenbilder unterschiedlicher Projektionen sind, die
nach dem Abtastverfahren gemäß der Darstellung in Fig. 1 erzeugt werden. Bei der
Darstellung und Erläuterung wird aus Gründen der Übersichtlichkeit in der Regel
nur mit drei Projektionen (drei Strahler, drei Detektorarrays etc.) statt mit einer
höheren Anzahl gearbeitet.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Fig. 3 bis Fig. 8 dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Zur Erzeugung von Abtastbildern unterschiedlicher Projektionsrichtungen gibt es
unterschiedliche Möglichkeiten, zwei sind in Fig. 3 und 4 erläutert, der Übersicht
lichkeit wegen am Beispiel der Erzeugung von lediglich drei Abtastbildern:
- 1. Die in Fig. 3 auf das Stückgut 1 gerichteten Röntgenstrahlenstrahlenfächer 3.1, 3.2, 3.3 der drei Abtasteinheiten 12.1, 12.2, 12.3 mit den Strahlern 4.1, 4.2, 4.3 und den Detektorarrays 6.1, 6.2, 6.3 liegen in sich schneidenden Ebenen, deren Schnittgeraden parallel zueinander sind und vorzugsweise orthogonal zur Bewegungsrichtung des von der Fördereinrichtung 2 transportierten Stückguts 1 liegen.
- 2. Die in Fig. 4 auf das Stückgut 1 gerichteten Röntgenstrahlenstrahlenfächer 3.1, 3.2, 3.3 der drei Abtasteinheiten 12.1, 12.2, 12.3 mit den Strahlern 4.1, 4.2, 4.3 und den Detektorarrays 6.1, 6.2, 6.3 liegen in Ebenen, die zusammenfallen oder parallel sind und sich quer zur Bewegungsrichtung des von der Fördereinrichtung 2 transportierten Stückgutes 1 befinden.
Beide Anordnungen unterscheiden sich dadurch, daß der beabsichtigte und jeweils
in Richtung der Strahleranordnung verlaufende Verwischungseffekt für die nicht zur
Abbildung zu bringenden Objektschichten bei den resultierenden Tomogrammen im
Fall 1 in Bewegungsrichtung des Stückgutes orientiert ist, und im Fall 2 senkrecht
dazu.
Es sei vermerkt, daß Fig. 4 in Gegensatz zu Fig. 3 eine Anordnung zeigt mit Abtast
einheiten, bei denen die zugehörigen Detektorarrays nicht auf Linien liegen, die
parallel zueinander sind. Nach dem Ausführungen zum Prinzip der Tomosynthese
anhand von Fig. 2 können aber die von den einzelnen Detektoren erfaßten Bilddaten
in solche umgerechnet werden, die Detektoren entsprechen, die eine andere Lage
haben, also z. B. auf Linien liegen, die parallel zueinander sind.
Die von den drei Abtasteinheiten 12.1, 12.2, 12.3 erzeugten Röntgenaufnahmen
werden über die Signal-oder Datenverbindungen 7.1, 7.2, 7.3 zwischen den
Abtasteinheiten und den den Abtasteinheiten zugehörigen Bildverarbeitungs
systemen 8.1, 8.2, 8.3 einer für die Tomosynthese geeigneten Anordnung von
Bildelektronik 14 und Sichtgerät/en 15 zugeführt; hierfür sind Ausführungsformen
bekannt.
Fig. 5 zeigt die Möglichkeit, für die vorstehend beschriebenen drei Abtasteinheiten
einen gemeinsamen Röntgenstrahler 16 zu nutzen:
Von der von diesem Röntgenstrahler 16 erzeugten Röntgenstrahlung, die sich im
wesentlichen als Strahlenkegel in den Halbraum erstreckt werden die drei
Röntgenstrahlenstrahlenfächer 3.1, 3.2, 3.3 ausgeblendet. Daß das Stückgut 1 die
drei Strahlenfächer 3.1, 3.2, 3.3 zu unterschiedlichen Zeiten durchläuft, ist für die
Tomosynthese unwesentlich, da man in der Regel mit der zeitlichen Invarianz der
Strukturen des Stückgutes rechnen kann.
Ergänzend sei gesagt, daß es grundsätzlich auch möglich ist, gemäß Fig. 6 mit
einem Detektor 6 und drei Röntgenstrahlern zu arbeiten. Das setzt aber einen
abwechselnden Betrieb der drei Röntgenstrahler in schnellem wechsel voraus: Nach
Aufnehmen der ersten Zeile des ersten Bildes mit dem Strahler des ersten Strahlen
fächers wird auf den Strahler des zweiten Strahlenfächers umgeschaltet und jetzt die
erste Zeile des zweiten Bildes erzeugt, danach die erste Zeile des dritten Bildes.
Danach kommt der Strahler des ersten Strahlenfächers wieder zum Zug mit der
Aufnahme der zweiten Zeile des ersten Bildes, usw. Der Bildaufbauelektronik obliegt
es, die nacheinanderfolgende Information den zugehörigen Bildern zuzuordnen.
Es sei hier noch einmal darauf hingewiesen, daß die in Fig. 3, 4 und 5 skizzierten
Anordnungen die Erzeugung von Abtastbilddaten für nur drei unterschiedliche
Projektionen zeigen. Tatsächlich ist nach gegebenen Erfahrungen z. B. anhand der
Untersuchungen bei der Entwicklung des Systems laut der oben zitierten
Literaturstelle "Digitales Vielfachschichten. . ." nur dann mit einem brauchbaren
Verwischungseffekt zu rechnen, wenn Abtastbilddaten für deutlich mehr
Projektionen, d. h. zehn und mehr erzeugt werden.
Des weiteren sei festgestellt, daß gemäß Fig. 7 für die Erzeugung der Strahlenfächer
3.1, 3.2, . . ., 3.i, 3.(i+1) zwei Röntgenstrahler 16.1, 16.2 oder mehr vorgesehen werden
können, von denen wiederum jeweils mehrere Strahlenfächer ausgehen, wenn aus
technischen Gründen eine Anordnung nach Fig. 5 mit nur einem Strahler 16 nicht
in Frage kommt.
Bei der Anordnung nach Fig. 4 mit dem Verwischungseffekt quer zur Transportrich
tung des Stückgutes entspräche die Erzeugung der Strahlenfächer aus ein und
demselben Strahler nicht dem angestrebten Ziel, weil bei dieser Anordnung mit
einem Strahler und einem Brennfleck nur eine einzige Projektionsrichtung im Sinne
des Verfahrens erzielt werden könnte.
Es wäre jedoch möglich, nur einen Detektor 6 zu verwenden, der mit allen drei
Strahlern zusammenwirkt. Dabei wäre so vorzugehen, wie oben schon am Beispiel
der Fig. 6 dargelegt: Vorauszusetzen ist ein abwechselnder Betrieb der drei Röntgen
strahler in schnellem wechsel: Nach Aufnehmen der ersten Zeile des ersten Bildes
mit dem Strahler des ersten Strahlenfächers wird auf den Strahler des zweiten
Strahlenfächers umgeschaltet und jetzt die erste Zeile des zweiten Bildes erzeugt,
danach die erste Zeile des dritten Bildes. Danach kommt der Strahler des ersten
Strahlenfächers wieder zum Zug mit der Aufnahme der zweiten Zeile des ersten
Bildes, usw. Der Bildaufbauelektronik obliegt es, die nacheinanderfolgende Infor
mation den zugehörigen Bildern zuzuordnen. Schnell bedeutet hier also, daß die
durch die Totzeit für ein Bild zwischen der Erzeugung zweier aufeinanderfolgenden
Zeilen dieses Bildes bedingte Abbildungslücke im Hinblick auf entgangene Infor
mation vernachlässigt werden kann.
Technisch elegant wäre eine Anordnung, bei der die drei Strahler durch einen
Strahler mit drei Brennflecken ersetzt würden mit strahlerinterner Ansteuerung für
den jeweiligen Strahleneinsatz. Dabei kann auch an einen Strahler gedacht werden,
der nur mit einen Brennfleck strahlen kann, welcher jedoch durch Ablenkmittel
jeweils an den Ort gebracht wird, von dem die gerade zu erzeugende Strahlung
ausgehen soll. Grundsätzlich kann auch bei der Einrichtung nach Fig. 6 an einen
solchen gemeinsamen Strahler für alle benötigten Brennflecke gedacht werden oder
an einen, der einen ablenkbaren Brennfleck hat.
In der medizinischen Röntgendiagnostik wird zunehmend die Möglichkeit diskutiert,
großflächige zweidimensionale Detektorarrays für die Bildgebung in Form der Durch
leuchtung einzusetzen. Diese Technologie kann auch für die Stückgutdurchleuch
tung eingesetzt werden. Ersetzt man z. B. in einer Vorrichtung nach Fig. 1 das
einzeilige Detektorarray durch ein zweidimensionales, so wird man wie beim regel
rechten Fernsehen eine Folge von einzelnen Vollbildern (in der Regel 25 pro Sekun
de) zur Darstellung bringen können. Ein Vorzug wäre der, daß Änderungen am oder
im Stückgut während dessen Durchlauf durch die Vorrichtung beobachtet werden
könnten. Diese Möglichkeit ist aber, wie schon erläutert, für eine Stückgutunter
suchung unwesentlich. Ein Nachteil für die zweidimensionalen Arrays wäre die auf
medizintechnische Bedürfnisse bzw. Normvorgaben abgestellte Höhe des Arrays, z. B.
17 cm für Herzuntersuchungen oder, für die Lunge, 43 cm. Großflächige Arrays sind
aber aufwendig und Sonderentwicklungen über die Anwendung in der Medizin
hinaus bedeuten weiteren Aufwand. Hingegen ist ein lineares einzeiliges Array
unkompliziert in längeren Abmessungen herzustellen, und die Länge des Arrays legt
ja nach Fig. 1 die Höhe des Bildfeldes fest.
Bei einem ortsfesten, flächenhaften Array lassen sich einzelne Zeilen als Detektor
arrays nach Fig. 1 bis Fig. 7 auffassen, was dem Prinzip der Tomosynthese genügt,
aber für ausreichende Schichtselektion, also für ausreichende Abgrenzung der abzu
bildenden zu den zu verwischenden Nachbarschichten in der Regel keinen ausrei
chend großen Tomographie-Winkel bietet. Der Tomographie-Winkel ist der Winkel
zwischen den Ebenen, die in der Folge der Arrayzeilen von der ersten und der letzten
Arrayzeile zusammen mit den jeweils zugehörigen Strahlern bzw. Brennflecken
aufgespannt werden; der Tomographiewinkel ist in Fig. 2 als ϕ und in Fig. 3, 5, und
6 als 13 gekennzeichnet.
Bislang war von Anordnungen die Rede, bei denen der angestrebte Verwischungs
effekt nur in einer Richtung auftrat. In der medizinischen Röntgendiagnostik werden
aber auch tomographische Anordnungen mit Vorteil verwendet, die anstelle eines
linearen einen sogenannten mehrdimensionalen Verwischungseffekt zeitigen. Dieser
wird z. B. durch Bewegung der in Fig. 2 dargestellten Anordnung von Strahler und
Bildaufzeichnungssystem auf einer Kreisbahn statt auf einer Geraden erzielt, was zu
besonderem Aufwand u. a. für die zugehörige Gerätemechanik führt.
Für die Erfindung kann man einen mehrdimensionalen Verwischungseffekt auf
unterschiedliche Weise erzielen, was an drei Beispielen erläutert wird.
Im ersten Beispiel läßt man das Stückgut nacheinander zwei Bildgebungseinrich
tungen nach Fig. 5 durchfahren und vor Eintritt in die nachfolgende Bildgebungs
einrichtung sich um eine Achse drehen (Drehwinkel zwischen null und dreihundert
sechzig Grad), die vorzugsweise parallel den Detektoren 6.1, 6.2, 6.3 liegt. Denn
parallel zu der Lage dieser Detektorarrays und der Transportrichtung sind auch die
Objektschichten orientiert, die aufgrund des Algorithmus für die Tomosynthese ge
mäß dem anhand von Fig. 2 dargestellten Prinzip einfach berechnet werden können
und deshalb zur Abbildung vorgesehen sind. Man kann dann aus den Abtastbild
daten der beiden Einzeldurchgänge Tomogramme erzielen, die die gleiche Objekt
ebene darstellen, aber ihren (linearen) Verwischungseffekt für unterschiedliche
Richtungen zeigen. Bei der Überlagerung dieser Bilder werden dann gleiche scharfe
Bilder (von der scharf abzubildenden Schicht) addiert, aber in unterschiedliche
Richtung verwischte unscharfe Abbildungen der anderen Objektschichten. Beide
Bildgebungseinrichtungen können zu einer Einrichtung zusammengefaßt werden.
Der gleiche Effekt ist zu erzielen, wenn man nach Durchtritt des Stückgutes durch
eine einzige vorhandene Bildgebungseinrichtung dieses dreht und durch die Abtast
einheit zurücklaufen läßt. Vor einem erneuten Vorlauf (mit Abtastbilddaten-
Aufnahme) kann das Stückgut noch einmal gedreht werden, was den
mehrdimensionalen Verwischungseffekt verstärkt.
Eine Dreheinrichtung für das Stückgut läßt sich auf dem Transportmittel dann
besonders einfach zu realisieren, wenn die abzubildenden Schichtebenen parallel zur
Auflagefläche des Stückgutes liegen und der Strahler der Bildgebungseinrichtung
nicht wie in Fig. 5 dargestellt seitlich orientiert ist, sondern ober- oder unterhalb
des Stückgutes und die Detektoren natürlich auf der entgegengesetzten Seite.
Zur Erzielung eines mehrdimensionalen Verwischungseffektes ist es auch anhand
eines zweiten Beispieles denkbar, daß das Stückgut zwei Bildgebungseinrichtungen
durchläuft, von denen die eine nach dem in Fig. 5 skizzierten Verfahren oder einem
davon abgeleiteten, die andere nach dem in Fig. 4 skizzierten oder einem davon
abgeleiteten arbeitet.
In einem dritten Beispiel werden zwei Einrichtungen nach Fig. 5 gemäß Fig. 8
kombiniert, wobei Fig. 8 die Ansicht von der Stirnseite, d. h. entgegen der Bewe
gungsrichtung des Stückgutes 1, darstellt. Das in Fig. 8 links dargestellte Strahler
symbol steht für die Spur der Strahler 4.1, 4.2, 4.3 der einen Einrichtung, das rechte
Symbol steht für die Spur der Strahler 4.1', 4.2', 4.3' einer zweiten gleichen Einrich
tung, gleiches gilt für die Detektoren. Die Orientierung der Durchstrahlung ist im
Vergleich zu Fig. 5 eine andere wie auch die Ausrichtung der Detektorarrays zu den
Strahlenfächern. Die aus beiden Bildgebungseinrichtungen gewonnenen Schicht
bilder zeigen die nichtdarzustellenden Strukturen zwar in die gleiche Richtung
verwischt, aber, wegen der unterschiedlichen Projektionsverhältnisse der beiden
Bildgebungseinrichtungen, von jeweils unterschiedlichen Abbildungsverhältnissen,
was ebenfalls zusätzliche Verwischung bedeutet.
Abschließend sei noch darauf hingewiesen, daß bei der Tomosynthese nicht nur
Objektschichten scharf abgebildet werden können, die eine Vorzugslage haben, z. B.
parallel zur Auflagefläche des Objektes bzw. parallel sowohl zur Transportrichtung
als auch zur Orientierung der Detektorarrays. Schichtabbildungen für solche
Vorzugsrichtungen erleichtern lediglich die tomosynthetische Rechenarbeit. In der
Analogtechnik z. B. bei der Betrachtung übereinandergelegter Röntgenfilme gemäß
Fig. 2 war das der einzige praktikable Weg.
Daß auch Schichten beliebiger Lage tomosynthetisch scharf abgebildet werden
können, ist an folgendem Gedankenexperiment zu erkennen: Bei einem Objekt läge
die Vorzugsrichtung für die Tomosynthese parallel zur Bodenfläche des Objektes und
die scharfen Bilder aller möglichen Objektschichten seien entweder schon digital
elektronisch gespeichert oder schnell errechenbar. Eine Schicht diagonal durch das
Objekt kann nun dadurch scharf abgebildet werden, daß man vom untersten
Schichtbild (in Vorzugsrichtung) die erste Zeile nimmt, vom Bild der darüberliegen
den Schicht die zweite Zeile etc. und aus diesen Zeilen jeweils scharfer Bilder ein
neues Bild zusammensetzt.
Claims (14)
1. Vorrichtung zur Erzeugung von Röntgentomogrammen mittels Tomosynthese
nach Röntgendurchstrahlung von einem mittels einer Fördereinrichtung (2)
linear bewegten Stückgut (1), das durch diese Bewegung durch mindestens
eine Anordnung (17) tritt von mindestens drei Röntgenabtasteinheiten (12.1),
(12.2), (12.3), die nach dem Abtastprinzip arbeiten und im wesentlichen aus
Röntgenstrahlern (4.1), (4.2), (4.3) und Detektorarrays (6.1), (6.2), (6.3)
bestehen und jeweils die Strahlenfächer so aufspannen, daß in diesen Strah
lenfächern (3.1), (3.2), (3.3) die Strahlen, die durch einen und denselben
Punkt gehen, der in einer der abzubildenden Schichten des Stückgutes (1)
liegt, Winkel miteinander bilden, von denen der größte der Winkel (13) ist,
und die anderen mit vorwiegend gleichmaßigen Winkelabständen dazwi
schenliegen, wobei der Winkel (13) so bemessen ist, daß die Abtasteinheiten
Röntgenbilddaten liefern, aus denen mit einer geeigneten Einrichtung,
bestehend z. B. aus einer Bildelektronik (14) und einem Sichtgerät (15),
mittels einem Tomosynthese-Algorithmus Schichtbilder des Stückgutes (1)
berechnet und dargestellt werden können.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Röntgenabtasteinheiten (12.1),
(12.2), (12.3) einen gemeinsamen Röntgenstrahler (16) haben.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der aus jeweils mehreren
Röntgenabtasteinheiten (12.1), (12.2), (12.3) gebildete Gruppen jeweils
gemeinsame Röntgenstrahler (16.1), (16.2) haben.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, bei der die Röntgenabtasteinheiten
(12.1), (12.2), (12.3) die ihnen zugehörigen Strahlenfächer so aufspannen,
daß diese in sich schneidenden Ebenen mit einer gemeinsamen Schnitt
geraden oder einander parallelen Schnittgeraden liegen, wobei die äußeren
Fächer der Winkel (13) einschließen, und die anderen Strahlenfächer mit
vorwiegend gleichmäßigen Winkelabständen dazwischenliegen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die von den Abtasteinheiten erzeugten
Strahlenfächer in derselben oder in parallelen Ebenen liegen, wobei die
Zentralstrahlen der äußeren Strahlenfächer den Winkel (13) einschließen,
und die anderen Strahlenfächer mit vorwiegend gleichmäßigen Winkel
abständen dazwischenliegen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, bei der das Stückgut (1) nacheinander
zwei Anordnungen (17) durchläuft und vor Eintritt in die zweite Anordnung
(17) mit auf der Fördereinrichtung angebrachten Mitteln so gedreht wird,
daß beim Durchlauf durch diese zweite Anordnung (17) Bilddaten gewonnen
werden, die zu Schichtbildern mit gleicher Abbildung der abzubildenden
Schicht führen jedoch bei wesentlich veränderter Richtung der Verwischung
für die Bilder der Strukturen außerhalb der abzubildenden Schicht, wobei
Bilder der gleichen Objektschicht, die mit den aus den beiden Anordnungen
(20) gewonnenen Bilddaten ermittelt werden, durch Summation ein
Schichtbild ergeben, bei dem die nichtabzubildenden Strukturen sowohl in
die Richtung verwischt sind, die der Durchlauf durch die erste Anordnung
(17) bestimmt hat als auch in die, die sich nach dem Durchlauf durch die
zweite richtet.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, bei der das Stückgut nicht zwei sondern mehr
Anordnungen (17) durchläuft, wobei jeweils vor Eintritt in eine nachfolgende
Anordnung (17) das Stückgut (1) gedreht wird.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, bei der das Stückgut (1) nach Durchlauf
mit auf der Fördereinrichtung (2) angebrachten Mitteln gedreht wird und von
der Fördereinrichtung (2) durch diese zurückbewegt wird, wobei die Drehung
so vorgenommen wird, daß beim Rück-Durchlauf Bilddaten gewonnen
werden, die zu Schichtbildern mit gleicher Abbildung der abzubildenden
Schicht führen jedoch bei wesentlich veränderter Richtung der Verwischung
für die Bilder der Strukturen außerhalb der abzubildenden Schicht, wobei
Bilder der gleichen Objektschicht, die mit den Bilddaten aus den beiden
Durchläufen ermittelt werden, durch Summation ein Schichtbild ergeben, bei
dem die nichtabzubildenden Strukturen sowohl in die Richtung verwischt
sind, die der Hin-Durchlauf bestimmt hat als auch in die, die sich nach dem
Rück-Durchlauf richtet.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei nach abgeschlossenem Rück-Durchlauf
durch die Anordnung (17) das Stückgut (1) erneut gedreht wird und erneut
die Anordnung (17) durchläuft, wobei die Drehungen vor dem Rück-Durch
lauf und vor dem erneuten Durchlauf so vorgenommen werden, daß für die
einzelnen Durchläufe Bilddaten für Schichtbilder mit wesentlich veränderter
Verwischungsrichtung gewonnen werden.
10. Vorrichtung nach Anspruch 4, bei der das Stückgut (1) zwei Anordnungen
(17) durchläuft, wobei die Ebene der Zentralstrahlen der Röntgenabtast
einheiten (12.1), (12.2), (12.3) in der ersten der beiden Anordnungen (17) mit
der Ebene der Zentralstrahlen der Röntgenabtasteinheiten (12.1), (12.2),
(12.3) in der zweiten der beiden Vorrichtungen einen Winkel bildet, so daß
aus jeder der beiden Anordnungen (17) Bilddaten gewonnen werden, die zu
Schichtbildern mit gleicher Abbildung der abzubildenden Schicht führen, je
doch durch die unterschiedlichen Projektionsverhältnisse bei den beiden An
ordnungen (17) bei wesentlich veränderter Abbildung der Strukturen außer
halb der abzubildenden Schicht, wobei Bilder der gleichen Objektschicht,
die mit den Bilddaten aus den beiden Durchläufen ermittelt werden, durch
Summation ein Schichtbild ergeben, bei dem die nichtabzubildenden
Strukturen zwar in der gleichen Richtung verwischt sind, jedoch
unterschiedlich, also nicht deckungsgleich abgebildet sind, was einen
zusätzlichen Verwischungseffekt bedeutet.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, bei der die Röntgenabtasteinheiten (12.1),
(12.2), (12.3) der ersten der beiden Anordnungen (17) und die Röntgenabtast
einheiten (12.1), (12.2), (12.3) der zweiten der beiden Anordnungen (17) inein
andergeschachtelt werden, so daß in den Lücken zwischen den einzelnen De
tektorarrays (6.1), (6.2), (6.3) der ersten der beiden Anordnungen (17) die
Detektorarrays (6.1), (6.2), (6.3) der zweiten der beiden Anordnungen (17)
liegen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, wobei mehr als zwei Anordnungen
(17) verwendet werden.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 12, bei der alle Strahler oder Gruppen aus
diesen zu jeweils einem Strahler zusammengefaßt werden, dessen Brennfleck
wandern kann und an die für die Brennflecke der einzelnen Strahler
bestimmen Stellen springt und dort aktiv wird, wobei diese einzelnen Stellen
in einem so schnellen Nacheinander aktiv werden, daß bei Wiederkehr zu
einer Stelle, die mit einem bestimmten Detektorarray zusammenarbeitet, sich
das Stückgut (1) nur so wenig weiterbewegt hat, daß der durch die Lücke
zwischen den Aktivitätszeiten gegebene Informationsverlust vernachlässigt
werden kann.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, bei der an die Stelle des einen Strahlers mit
wanderndem Brennfleck zwei oder mehr Strahler treten.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19756697A DE19756697A1 (de) | 1997-12-19 | 1997-12-19 | Vorrichtung zur Stückgut-Röntgentomosynthese |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19756697A DE19756697A1 (de) | 1997-12-19 | 1997-12-19 | Vorrichtung zur Stückgut-Röntgentomosynthese |
Publications (1)
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|---|---|
| DE19756697A1 true DE19756697A1 (de) | 1999-07-01 |
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ID=7852629
Family Applications (1)
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| 8130 | Withdrawal |