DE19756635A1 - Messerbolzen zur drehfesten Positionierung eines Kuttermessers an einer Treibscheibe - Google Patents
Messerbolzen zur drehfesten Positionierung eines Kuttermessers an einer TreibscheibeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Messerbolzen zur drehfesten
Positionierung eines Messerblatts an einer Treibscheibe bei
Kuttermaschinen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei diesen in fleischverarbeitenden Betrieben verwendeten
Maschinen sind meist zwei der flügelartigen Messerblätter an
einer sogenannten Treibscheibe positioniert. Die Treibscheibe
hat eine unrunde, z. B. sechseckige zentrale Öffnung, welche
auf eine entsprechende hochtourig antreibbare Messerwelle der
Kuttermaschine paßt. Jedes Messerblatt ist mit seinem
Fußbereich zwischen seiner eigenen Treibscheibe und der axial
darauffolgenden Treibscheibe des Nachbarmessers eingeklemmt
und wird dadurch in eine zur Messerwelle genau senkrechte
Position gezwungen. Um der Fliehkraft und dem Antriebsmoment
standzuhalten, sind Messerbolzen vorgesehen, die das
Messerblatt im Fußbereich senkrecht durchsetzen und nahezu
unlösbar in das Messerblatt eingepreßt sind. Die
Treibscheiben haben zylindrische Bohrungen, die in einem die
zentrale Öffnung umgebenden Kranz regelmäßig angeordnet sind.
Jeder Messerbolzen greift mit dem überstehenden Abschnitt
seines Schaftes in eine dieser Bohrungen passend ein.
Bekanntermaßen erfolgt die Montage von Kuttermessern auf die
Messerwelle in der Weise, daß eine Treibscheibe zunächst auf
eine Arbeitsfläche gelegt und dann die Messerblätter mit den
Messerbolzen nach unten auf der Treibscheibe positioniert
werden. Hat man die richtigen Bohrungen gefunden, ist es
verhältnismäßig leicht, die Messerbolzen in diese
einzustecken. Sodann wird das gesamte Mehrfach-Messerblatt,
bestehend aus der Treibscheibe und den z. B. zwei daran
positionierten Messerblättern auf die Messerwelle
aufgesteckt. Dabei gehört viel Kraft und Geschick dazu, die
Treibscheibe und die Messer von Hand zusammenzuhalten und
gleichzeitig das Gewicht des ganzen Mehrfach-Messerblatts zu
tragen. Dieselben Probleme ergeben sich, wenn die
Messerblätter zum Schleifen ausgebaut werden müssen
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Ein- und Ausbau
der Messerblätter von Kuttermaschinen zu erleichtern und die
Gefahr der Verletzung von Personen bei diesen Arbeiten
herabzusetzen. Das betrifft insbesondere große
Kuttermaschinen mit ausladenden und schweren Messerblättern.
Erfindungsgemäß wird deshalb vorgeschlagen, an jedem
Messerblatt wenigstens einen Messerbolzen zu verwenden, der
als Sicherungsbolzen in dem Sinne ausgebildet ist, daß er
infolge der Betätigung eines Stell- oder Schraubelements eine
Reibkraft auf die Innenfläche der Bohrung der Treibscheibe
ausübt. Dadurch kann - wenn der Sicherungsmechanismus
betätigt ist - das Mehrfach-Messerblatt auch bei unachtsamem
Arbeiten nicht mehr auseinanderfallen. Auf jeden Fall wird
die Tätigkeit erleichtert und Unfällen vorgebeugt. Nach dem
Ausbau transportiert man am besten die kompletten Mehrfach-
Messerblätter in die Schleiferei, wo dann die Sicherungen
gelöst werden, um die einzelnen Messerblätter zu bearbeiten.
Es ist zwar schon bekannt, die Messerblätter an den
Treibscheiben mit Hilfe gewöhnlicher Schrauben
festzuschrauben. Das erfordert jedoch eine Vielzahl genau
positionierter Gewindebohrungen in den Treibscheiben, während
es ein großer Vorteil der Erfindung ist, eine Kuttermaschine
unter Beibehaltung der vorhandenen Treibscheiben mit neuen,
sicherbaren Messerblättern nachrüsten zu können.
Vorteilhafterweise sind die sichernden Stell- oder
Schraubelemente in dem Messerbolzen selbst angeordnet. Ferner
ist es ein ganz entscheidender Vorteil, wenn die Stell- oder
Schraubelemente am Kopfende der Messerbolzen zugänglich sind,
so daß das schon zusammengebaute Mehrfach-Messerblatt zum
sichern nicht gewendet werden muß.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin,
daß der Messerbolzen eine mit einem Elastomer ausgefüllte
Querbohrung und eine sich in Achsrichtung vom Kopfende zu der
Querbohrung erstreckende Gewindebohrung aufweist, die eine
Schraube enthält. Durch den Druck der Schraube wird der
elastomere Werkstoff, z. B. ein Gummi- oder
Dichtungswerkstoff, zusammengequetscht, so daß er beiderseits
aus der Querbohrung herausquillt und gegen die Wandung der
Treibscheibenbohrung drückt. Die Sicherungsschraube ist
zweckmäßigerweise ohne Kopf ausgebildet (Wurmschraube) und
hat zur Betätigung stirnseitig einen Innensechskant. Damit
die Schraube im Falle ihrer Lockerung nicht herausfallen
kann, wird vorgeschlagen, das Innengewinde des Messerbolzens
im Bereich des Kopfendes durch Verformung unbrauchbar zu
machen.
Eine erste Variante des Messerbolzens verwendet zur Erzeugung
einer Reibkraft an der Wandung der Treibscheibenbohrung einen
Quetschring, z. B. einen üblichen O-Ring. Der Messerbolzen
ist senkrecht zur Längsachse in zwei Teile geteilt, die
mittels einer sich in Längsrichtung erstreckenden
Spannschraube zusammenziehbar sind. Die Spannschraube hat
vorne, das heißt im Kopf des Messerbolzens liegend, einen
Schraubenkopf. Zwischen den beiden Teilen ergibt sich eine
Fuge bzw., wenn die beiden Teile mit zylindrischen
Führungsansätzen ineinander geführt sind, eine Umfangsnut
veränderbarer Breite, welche den Quetschring aufnimmt.
Nach einer weiteren Variante ist der ganze Messerbolzen aus
einem verhältnismäßig harten, aber dennoch elastomer
nachgiebigen Kunststoff gefertigt. Eine Spannschraube
durchsetzt den ganzen Messerbolzen und der überstehende
Gewindeschaft ist in eine Druckscheibe eingeschraubt, die
etwa den gleichen Durchmesser wie der Messerbolzen aufweist
und aus Metall besteht. Beim Spannen der Schraube wird der
Messerbolzen leicht gestaucht und dadurch in der
Treibscheibenbohrung festgeklemmt. Um ein Verdrehen der
Druckscheibe beim Spannen zu verhindern, kann diese Zähne
oder Rippen aufweisen, welche in die Stirnfläche des
Kunststoff-Messerbolzens eingreifen.
Weitere vorteilhafte Konstruktionen von Sicherungsbolzen
beruhen auf einer Keilwirkung. So kann der Messerbolzen in
zwei Teile getrennt sein, die eine sich schräg zur Längsachse
erstreckende Trennebene bilden. Beide Teile sind mittels
einer sich in Längsrichtung erstreckenden Spannschraube
zusammenziehbar. Wesentlich ist dabei, daß die Spannschraube
in dem kopfseitigen Teil des Messerbolzens seitliches Spiel
hat, so daß sie verkanten kann und ein Versatz der beiden
Teile gegeneinander in radialer Richtung zustande kommt, der
ein sicheres Festklemmen in der Treibscheibenbohrung bewirkt.
Es ist aber auch möglich, nach einer anderen vorteilhaften
Variante, in dem Messerbolzen eine Längs- und eine
Querbohrung vorzusehen. In diesen Bohrungen sind Druckstücke
verschiebbar gelagert, die mit unter 45 Grad abgeschrägten
Gleitflächen aneinander liegen. Auf die senkrechte
Stirnfläche des in der Längsbohrung befindlichen Druckstücks
läßt man eine sich in Längsrichtung erstreckende
Druckschraube wirken, deren Kopf wiederum an der Kopfseite
des Messerbolzens zugänglich ist. Beim Einschrauben dieser
Druckschraube wird das zweite Druckstück über die
Gleitflächen radial nach außen bewegt und gegen die
Innenfläche der Treibscheibenbohrung gedrückt. Damit das
zweite Druckstück aus der Querbohrung nicht herausfallen
kann, ist vorteilhafterweise der Querschnitt der
Querbohrungsöffnung reduziert, wobei das Druckstück mit einem
stirnseitigen Ansatz entsprechend reduzierten Querschnitts
durch die Öffnung greift.
Schließlich wird eine vorteilhafte Variante mit
Exzenterwirkung vorgeschlagen. Bei diesem Messerbolzen ist
eine Stellschraube vorgesehen, die ihn in Längsrichtung
außermittig durchsetzt und an ihrem Ende mit einer
Exzenterscheibe fest verbunden ist. Diese Scheibe ist
vorzugsweise ein Oval, sie könnte aber auch eine runde oder
andere Umrißform haben. Ausgehend von einer Grundstellung,
bei der sich die Exzenterscheibe im Kreisquerschnitt der
Treibscheibenbohrung befindet, wandert die Exzenterscheibe
beim Drehen der Stellschraube aus diesem Querschnitt hinaus
und drückt dementsprechend mit ihrer Umfangsfläche gegen die
Bohrungswand.
Die Erfindung verbessert die Handhabbarkeit sowohl einzelner
Messerblätter, die mit wenigstens einem Messerbolzen der
beschriebenen Art ausgestattet sind, als auch komplette
Mehrfach-Messerblätter und ganze Kuttermessersätze, die zum
Beispiel aus sechs oder acht Mehrfach-Messerblättern
bestehen.
Bei der Herstellung von Messern für Kuttermaschinen wird die
Erfindung dadurch verwirklicht, daß Messerbolzen der hier
vorgeschlagenen Art in die Messerblätter eingepreßt werden.
Dabei ist es unerheblich, ob diese Messerbolzen neu
hergestellt oder aus alten, gebrauchten Messerblättern
entnommen sind.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der
Zeichnungen erläutert. Im einzelnen zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Treibscheibe mit
einem ihrer beiden Messerblätter in einer für
den Einbau ausgewählten Stellung,
Fig. 2 einen Querschnitt II-II gemäß Fig. 1 in
größerem Maßstab, wobei der Sicherungsbolzen
vereinfacht in Vollmaterial dargestellt ist,
Fig. 3 einen Längsschnitt eines ersten Messerbolzens
in abermals größerem Maßstab wie alle
folgenden Figuren, wobei auch das Messerblatt
und die Treibscheibe teilweise angedeutet
sind,
Fig. 4 einen Längsschnitt eines zweiten Messerbolzens
mit Quetschring,
Fig. 5 einen Längsschnitt eines dritten Messerbolzens
aus Kunststoff,
Fig. 6 einen Längsschnitt eines vierten Messerbolzens
mit schräger Teilung,
Fig. 7 einen Längsschnitt eines fünften Messerbolzens
mit auf Gehrung gestoßenen Druckstücken,
Fig. 8 einen Längsschnitt eines sechsten
Messerbolzens mit Exzenter und
Fig. 9 die axiale Ansicht des Exzenters.
Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Treibscheibe 1 besteht
aus einer hochfesten Leichtmetallegierung mit einem
aufgepreßten Ring aus Polyoxymethylen, einem unter der
Bezeichnung POM bekannten lebensmittelfreundlichen
Kunststoff. Sie hat in der Mitte eine sechskantige Öffnung 2
zum Aufstecken der Treibscheibe 1 auf die nicht gezeigte
Messerwelle und einen Kranz von vierundzwanzig Bohrungen 3,
um wahlweise möglichst viele Positionswinkel der
Messerblätter verwirklichen zu können. An der gemäß Fig. 1
unten liegenden Seite haben die Bohrungen 3 einen
Endabschnitt 4 größeren Durchmessers, der dazu dient, den
Kopf des Messerbolzens des benachbarten Messerblatts
aufzunehmen.
Das gezeigte Messerblatt ist mit 5 bezeichnet. Der Bereich,
welcher die halbe Treibscheibe abdeckt, wird als Messerfuß
bezeichnet. Abgesehen von einigen weiteren im vorliegenden
Zusammenhang nicht interessierenden Löchern weist das
Messerblatt 5 zwei hinsichtlich ihres Ortes und Durchmessers
ganz genau bemessene Löcher auf, in welche - gemäß Fig. 1 von
oben - Messerbolzen 6 und 7 eingepreßt sind. Sie bilden feste
Bestandteile des Messerblattes 5 und sorgen für dessen genaue
Positionierung und Halterung auf der Treibscheibe 1. Die
Messerbolzen 6 und 7 werden aber auch beim Nachschleifen der
Messerblätter gebraucht. Sie sind bis zu ihrem Kopf
eingepreßt und reichen auf der anderen Seite bis zu dem
Endabschnitt 4 in die Bohrungen 3 hinein. Der Messerbolzen 6,
dessen Kopf man in Fig. 2 sieht, ist überlicherweise massiv.
Der Messerbolzen 7 hingegen ist im Gegensatz zu der
vereinfachten Fig. 2 als Sicherungsbolzen ausgebildet, wie
es die Fig. 3 bis 9 in verschiedenen Beispielen zeigen.
Der in Fig. 3 mit 7 bezeichnete Messerbolzen hat im unteren
Teil seines Schaftes eine Querbohrung, die mit einem
Elastomer 8 ausgefüllt ist. Vom Kopfende führt eine axiale
Gewindebohrung bis zu der Querbohrung und mündet in diese.
Die Gewindebohrung enthält eine Sicherungsschraube 9 ohne
Kopf, die an ihrem äußeren Ende einen Innensechskant 10 zur
Betätigung mit einem Sechskantschlüssel aufweist. Die
äußersten Gewindegänge des Innengewindes des Messerbolzens 7
bei 11 sind verformt und dadurch unbrauchbar, wodurch
erreicht wird, daß die Sicherungsschraube 9 auch bei
Lockerung nicht herausfallen kann.
Wird die Sicherungsschraube 9 eingedreht, so kommt der in der
Querbohrung eingeschlossene Werkstoff unter Druck. Dieser
Druck pflanzt sich bis zu den Öffnungen der Querbohrung fort,
wo der Elastomer gegen die Bohrungswandung gedrückt wird. Es
entstehen hohe Reibungskräfte, die ein Herausziehen des
Messerbolzens 7 aus der Bohrung und damit ein Abheben des
Messerblatts 5 von der Treibscheibe 1 verhindern. Durch Lösen
der Sicherungsschraube 9 wird der Druck weggenommen, so daß
jetzt das Messerblatt abgehoben werden kann.
Bei dem Beispiel nach Fig. 4 ist der Messerbolzen selbst
zweiteilig. Ein kopfseitiger Teil 12 ist mit einem
zylindrischen Fortsatz 13 kleineren Durchinessers in einen
kappenartigen zweiten Teil 14 eingesteckt. Dessen ringförmige
radiale Stirnfläche bildet mit dem Fortsatz 13 und der
radialen Schulterfläche zwischen dem Fortsatz und dem
Außenumfang des Messerbolzens eine Ringnut, in welcher ein O-Ring
15 aufgenommen ist. Der Teil 12 hat eine glatte
Längsbohrung, in welche eine Spannschraube 16 mit Senkkopf
eingesteckt ist. Sie ist unten mit dem kappenartigen Teil 14
verschraubt. Dreht man die Spannschraube 16 ein, so drückt
der Teil 14 auf den O-Ring 15 und quetscht diesen nach außen,
so daß eine auf dem ganzen Umfang zur Wirkung kommende
Klemmkraft den Messerbolzen in seiner Bohrung festhält.
Bei dem Beispiel nach Fig. 5 besteht der Messerbolzen aus dem
Kunststoff POM, der ein elastomeres Verhalten mit hoher
Festigkeit vereint. Eine Spannschraube 17 greift auch hier
durch eine glatte Längsbohrung und ist am Ende mit einer
Druckscheibe 18 aus Metall verschraubt. Damit sich die
Druckscheibe nicht drehen kann, ist sie mit der Messerbolzen-
Stirnfläche verzahnt. Beim Anziehen der Spannschraube wird
der ganze Messerbolzen gestaucht und preßt sich dadurch in
der Treibscheibenbohrung fest.
Der Messerbolzen nach Fig. 6 ist schräg zu seiner Längsachse
in einen kopfseitigen Teil 19 und einen zweiten Teil 20
geteilt. An der glatten Trennfläche 21 können die beiden
Teile aufeinander gleiten. Eine auch hier in Längsrichtung
eingesetzte Spannschraube 22 ist mit dem zweiten Teil 20
verschraubt. Durch entsprechend große Bemessung der
Durchgangsbohrung und der Aussparung zur Aufnahme des
Schraubenkopfes ist hier Vorsorge getroffen, daß die
Spannschraube 22 in Querrichtung ausreichend Spiel hat.
Dadurch wird erreicht, daß beim Anziehen der Schraube die
beiden Teile des Messerbolzens sich an der Trennfläche 21
gegeneinander verschieben können. Dabei entsteht gleichzeitig
eine radiale Komponente, die wiederum den Anlagedruck an der
Bohrungsinnenfläche der Treibscheibe bewirkt.
Fig. 7 zeigt eine Alternative zu der vorbeschriebenen
Ausführungsform. Eine hier kürzer gehaltene Druckschraube 23,
die in eine zentrale Gewindebohrung des Messerbolzens
eingeschraubt ist, greift mit ihrem inneren Ende in eine
weitergeführt Längsbohrung 24 größeren Durchmessers, die von
einer Querbohrung 25 gekreuzt wird. In der Längsbohrung
befindet sich ein Druckstück 26 und in der Querbohrung ein
Druckstück 27, die mit 45 Grad-Endflächen aneinanderliegen.
Damit das letztgenannte Druckstück 27 nicht aus der
Querbohrung herausfallen kann, weist es einen zylindrischen
Ansatz kleineren Durchmessers auf, der eine entsprechend
eingezogene Querbohrungsöffnung durchsetzt. Beim Anziehen der
Druckschraube 23 bewegt diese das Druckstück 26 so, daß das
Druckstück 27 in Folge der gleitfähigen schrägen
gegenseitigen Anlageflächen radial nach außen bewegt wird und
so mit seinem Ansatz 28 auf die Wandfläche der
Treibscheibenbohrung drückt.
Bei dem Beispiel nach Fig. 8 endlich weist der Messerbolzen
eine in ganzer Länge durchgehende Längsbohrung auf, deren
Achse von der Mittelachse des Bolzens einen kleinen Abstand
hat. In die Bohrung ist eine Stellschraube 29 eingesetzt, die
am Ende mit einer Exzenterscheibe 30 fest verbunden, z. B.
verschweißt, ist. Die im Beispiel ovale Exzenterscheibe ist so
bemessen, daß die Hauptlänge des Ovals mit dem Durchmesser
der strichpunktiert angedeuteten Bohrungsinnenfläche der
Treibscheibe übereinstimmt. Wird die Schraube und damit die
Exzenterscheibe 30 gedreht, so verklemmt sich die
Umfangsfläche der Exzenterscheibe in der Treibscheibenbohrung
und hat somit ebenfalls den gewünschten Effekt.
1
Treibscheibe
2
Öffnung
3
Bohrung
4
Endabschnitt
5
Messerblatt
6
Messerbolzen
7
Messerbolzen
8
Elastomer
9
Sicherungsschraube
10
Innensechskant
11
obere Gewindegänge
12
kopfseitiger Teil
13
Fortsatz
14
zweiter Teil
15
O-Ring
16
Spannschraube
17
Spannschraube
18
Druckscheibe
19
kopfseitiger Teil
20
zweiter Teil
21
Trennfläche
22
Spannschraube
23
Druckschraube
24
Längsbohrung
25
Querbohrung
26
Druckstück
27
Druckstück
28
Ansatz
29
Stellschraube
30
Exzenterscheibe
Claims (18)
1. Messerbolzen zur drehfesten Positionierung eines
Messerblatts an einer Treibscheibe, wobei der Messerbolzen in
ein Rundloch des Messerblatts eingepreßt und mit dem
überstehenden Teil des Bolzenschafts in eine Bohrung der
Treibscheibe eingesteckt ist und die Treibscheibe dazu
bestimmt ist, zusammen mit mehreren an ihr positionierten
Messerblättern auf die querschnittlich unrunde Messerwelle
einer Kuttermaschine aufgesteckt zu werden, dadurch
gekennzeichnet, daß der Messerbolzen (7) als Sicherungsbolzen
in dem Sinne ausgebildet ist, daß er infolge der Betätigung
eines Stell- oder Schraubelements eine Reibkraft auf die
Innenfläche der Bohrung (3) der Treibscheibe (1) ausübt.
2. Messerbolzen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Stell- oder Schraubelement im Messerbolzen (7) selbst
angeordnet ist.
3. Messerbolzen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Stell- oder Schraubelement am Kopfende des
Messerbolzens (7) zugänglich ist.
4. Messerbolzen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Messerbolzen (7) eine mit einem Elastomer (8)
ausgefüllte Querbohrung und eine sich in Achsrichtung vom
Kopfende zu der Querbohrung erstreckende Gewindebohrung
aufweist, die eine Schraube (9) enthält.
5. Messerbolzen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schraube (9) eine Wurmschraube mit Innensechskant
(19) ist.
6. Messerbolzen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Innengewinde im Bereich (11) am Kopfende verformt
ist.
7. Messerbolzen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß er senkrecht zur Längsachse in zwei Teile (12, 14)
geteilt ist, die mittels einer sich in Längsrichtung
erstreckenden Spannschraube 16 zusammenziehbar sind, und daß
zwischen den Teilen ein Quetschring (15) angeordnet ist.
8. Messerbolzen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Teile (12, 14) in Längsrichtung ineinander
geführt (13) sind und eine in ihrer Breite veränderbare
Umfangsnut bildet.
9. Messerbolzen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß er aus einem Kunststoff besteht und in Längsrichtung von
einer Spannschraube (17) durchsetzt ist, auf deren
überstehenden Gewindeschaft eine Druckscheibe (18)
aufgeschraubt ist.
10. Messerbolzen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckscheibe 18 durch eine Verzahnung bezüglich des
Messerbolzens gegen Verdrehen gesichert ist.
11. Messerbolzen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß er in zwei Teile (19, 20) getrennt ist, die eine sich
schräg zur Längsachse erstreckende Trennebene (21) bilden,
daß die Teile mittels einer sich in Längsrichtung
erstreckenden Spannschraube (22) zusammenziehbar sind und daß
die Spannschraube in dem kopfseitigen Teil (19) seitliches
Spiel hat.
12. Messerbolzen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß er eine Längs- (24) und eine Querbohrung (25) aufweist,
in denen zylindrische Druckstücke (26, 27) verschiebbar
gelagert sind, die mit unter 45 Grad abgeschrägten
Gleitflächen aneinanderliegen und daß eine sich in
Längsrichtung erstreckende Druckschraube (23) an dem in der
Längsbohrung befindlichen Druckstücks (26) anliegt.
13. Messerbolzen nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Querbohrung 25 an einem Ende eine im Querschnitt
reduzierte Öffnung hat und das in der Querbohrung befindliche
Druckstück (27) mit einer querschnittlich entsprechend
reduzierten Endpartie (28) die Öffnung durchsetzt.
14. Messerbolzen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Stellschraube (29) vorgesehen ist, die ihn in
Längsrichtung außermittig durchsetzt und an ihrem Ende mit
einer Exzenterscheibe (30) fest verbunden ist.
15. Messerblatt für Kuttermaschinen, dadurch gekennzeichnet,
daß es einen Messerbolzen nach einem der Ansprüche 1 bis 14
aufweist.
16. Mehrfach-Messerblatt, bestehend aus einer Treibscheibe
und mindestens zwei Messerblättern, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Messerblatt (5) mit mindestens einem Messerbolzen
(7) nach einem der Ansprüche 1 bis 14 gesichert ist.
17. Kuttermessersatz, bestehend aus mehreren
bestimmungsgemäß zusammenwirkenden Mehrfach-Messerblättern,
dadurch gekennzeichnet, daß jedes Messerblatt mit mindestens
einem Messerbolzen (7) nach einem der Ansprüche 1 bis 14 an
seiner jeweiligen Treibscheibe (1) gesichert ist.
18. Verfahren zur Herstellung eines Messerblatts für
Kuttermaschinen, gekennzeichnet durch den Vorgang des
Einssetzens eines Messerbolzens (7) nach einem der Ansprüche
1 bis 14 in eines seiner Rundlöcher.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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| DE19756635A1 true DE19756635A1 (de) | 1998-06-25 |
| DE19756635B4 DE19756635B4 (de) | 2005-12-15 |
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|---|---|---|---|
| DE19756635A Expired - Fee Related DE19756635B4 (de) | 1996-12-21 | 1997-12-19 | Messerbolzen zur drehfesten Positionierung eines Kuttermessers an einer Treibscheibe |
Country Status (1)
| Country | Link |
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