DE19756604A1 - Elektrische Spule, insbesondere für ein Relais, und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents
Elektrische Spule, insbesondere für ein Relais, und Verfahren zu deren HerstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektrische Spule mit einem Spu
lenkörper, einer auf dem Spulenkörper zwischen Flanschen an
geordneten Erregerwicklung und mit einer über der Erreger
wicklung angeordneten, aus Isolierstoff gebildeten Ummante
lung. Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Her
stellung einer derartigen Spule.
Bei elektrischen Spulen, insbesondere für den Einsatz in Re
lais oder ähnlichen Schaltgeräten, ist es vielfach wünschens
wert; durch eine Ummantelung die empfindlichen Wicklungsdräh
te gegen Beschädigung von außen zu schützen. Darüber hinaus
hat aber eine derartige Kapselung der Spule auch die Aufgabe,
die Umgebung der Spule, also insbesondere Relaiskontakte, vor
Ausgasungen der Lackisolierung des Wickeldrahtes zu schützen.
In der DE 36 42 246 ist beispielsweise ein Verfahren zum Um
hüllen einer Spule mit Isolierstoff beschrieben, wobei die
Ummantelung durch Spritzgießen in einer Form hergestellt
wird. Damit ist ein nicht unerheblicher Aufwand verbunden, da
nicht nur eine Form und eine Spritzgießmaschine erforderlich
sind, sondern dieses Umspritzen auch als vollkommen separater
Arbeitsgang in der Fertigung vorgesehen werden muß.
Ziel der Erfindung ist es, eine Spule mit einer Ummantelung
so zu gestalten und ein Verfahren zu deren Herstellung anzu
geben, daß diese Ummantelung den Spulendurchmesser nur mög
lichst wenig vergrößert und mit geringem Fertigungsaufwand
herzustellen ist.
Erfindungsgemäß wird dieses Ziel bei einer Spule der eingangs
genannten Art dadurch erreicht, daß die Ummantelung in Form
einer peripheren Isolationswicklung mit mindestens einer
Wicklungslage einer isolierenden Faser gebildet ist, deren
nebeneinanderliegende Windungen zu einer durchgehenden Iso
lierschicht verklebt sind.
Nach der Erfindung ist also eine Ummantelung in Form einer
zusätzlichen Wicklung mit einer isolierenden Faser vorgese
hen, die nach dem Wickeln der Erregerwicklung auf die gleiche
Weise und mit der gleichen Wickelmaschine in einer oder be
darfsweise auch in mehreren Lagen über der Erregerwicklung
aufgebracht und in sich bzw. auch mit den Flanschen verklebt
wird. Somit ist auch keinerlei zusätzlicher Aufwand für eine
Spritzgießmaschine bzw. eine Gießform erforderlich.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung einer derarti
gen Spule besteht darin, daß nach dem Wickeln der Erreger
wicklung eine mindestens einlagige Isolationswicklung aus ei
ner isolierenden Faser über die Erregerwicklung aufgebracht
und daß die einzelnen Windungen der Isolationswicklung mit
einander verklebt werden. Vorzugsweise kann dabei die isolie
rende Faser selbst aus Thermoplast bestehen, wobei durch eine
nachfolgende Wärmebehandlung die Faser angeschmolzen und so
die einzelnen Windungen miteinander verklebt werden, oder es
kann eine mineralische Faser verwendet werden, welche mit ei
nem Gießharz, beispielsweise einem Duromerharz, getränkt ist
und nach dem Wickeln aushärtet. Je nach Art des verwendeten
Harzes kommt dabei eine selbsttätige Aushärtung bei Raumtem
peratur oder eine Aushärtung durch Wärmebehandlung in Be
tracht. Grundsätzlich wäre es auch denkbar, die Faser erst
nach dem Wickeln mit Harz zu tränken, welches sich dann durch
die Faser verteilt. Dieser erfordert jedoch wiederum einen
zusätzlichen Arbeitsgang mit Dosierung des Harzes und spezi
ellen Vorkehrungen, um das Harz auch wirklich über die gesam
te Oberfläche zu verteilen. In jedem Fall wird durch das er
findungsgemäße Verkleben der isolierenden Wicklung eine gas
dichte Hülle über der Kupfer-Lackdraht-Wicklung erzeugt.
Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel
anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine erfindungsgemäß gestaltete Relaisspule in Sei
tenansicht mit teilweise aufgeschnittener Spulenwicklung und
Fig. 2 die Spule von Fig. 1 in einer Draufsicht.
Die in der Zeichnung dargestellte Spule besitzt einen Spulen
körper 1 aus Kunststoff, der ein Spulenrohr 2 und an dessen
Enden jeweils einen Flansch 3 bzw. 4 bildet. In den Flanschen
3 und 4 sind jeweils paarweise Spulenanschlußstifte 5 und 6
eingebettet.
Auf dem Spulenrohr zwischen den beiden Flanschen 3 und 4 ist
eine Erregerwicklung 7 in herkömmlicher Weise gewickelt. Über
dieser Wicklung 7 ist außerdem eine einlagige oder auch mehr
lagige Isolationswicklung 8 angeordnet. Diese Isolationswick
lung kann aus einer mineralischen Faser bestehen, die vor dem
Wickeln mit Duromerharz getränkt wurde, ansonsten aber in
gleicher Weise wie die Erregerwicklung 7 gewickelt wird. Nach
dem Wickeln härtet das Duromerharz durch Temperung aus. An
stelle der getränkten mineralischen Faser kann aber auch eine
Faser aus einem Thermoplast verwendet werden, wobei das Fa
sermaterial nach dem Wickeln durch Wärmebehandlung ange
schmolzen wird, so daß auch in diesem Fall wie im vorherge
henden die einzelnen Windungen der Isolationswicklung mitein
ander verkleben. Natürlich verklebt diese Isolationswicklung
an ihren Enden auch mit den Spulenflanschen 3 und 4, so daß
eine geschlossene Hülle über der Erregerwicklung erzeugt
wird. Die Wicklungsenden 8a und 8b der Isolationswicklung
können beispielsweise an den nicht benutzten Anschlußstiften
5 des Spulenkörpers befestigt werden, während die Drahtan
schlußenden 7a und 7b der Wicklung 7 an den Anschlußstiften 6
befestigt und kontaktiert werden. Sind keine unbenutzten An
schlußstifte vorhanden, so können die Enden der Isolations
wicklung auch über den Enden 7a und 7b der Erregerwicklung
auf die gleichen Anschlußstifte 6 aufgewickelt werden, nach
dem die Drahtanschlüsse vorher durch Löten oder Schweißen
kontaktiert wurden.
Darüber hinaus wäre es auch denkbar, am Spulenkörper nicht
dargestellte Anwickelzapfen aus Kunststoff für die Isolati
onswicklung anzuformen.
Claims (9)
1. Elektrische Spule, insbesondere für ein Relais, mit einem
Spulenkörper (1), einer auf dem Spulenkörper zwischen Flan
schen (3,4) angeordneten Erregerwicklung (7) und mit einer
über der Erregerwicklung angeordneten, aus Isolierstoff ge
bildeten Ummantelung (8),
dadurch gekennzeichnet, daß die Umman
telung in Form einer peripheren Isolationswicklung (8) mit
mindestens einer Wicklungslage einer isolierenden Faser ge
bildet ist, deren nebeneinanderliegende Windungen zu einer
durchgehenden Isolierschicht verklebt sind.
2. Spule nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Isola
tionswicklung (8) durch eine mit Harz getränkte mineralische
Faser gebildet ist, deren Windungen über das ausgehärtete
Harz miteinander verklebt sind.
3. Spule nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Isola
tionswicklung (8) durch eine thermoplastische Faser gebildet
ist, deren nebeneinanderliegende Windungen miteinander durch
Anschmelzen verklebt sind.
4. Spule nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wick
lungsenden (8a, 8b) der Isolationswicklung (8) an nicht beleg
ten Anschlußstiften (5) des Spulenkörpers (1) befestigt sind.
5. Spule nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wick
lungsenden (8a, 8b) der Isolationswicklung (8) an Anschluß
stiften des Spulenkörpers (1) über den elektrisch kontaktier
ten Enden (7a, 7b) der Erregerwicklung (7) befestigt sind.
6. Spule nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wick
lungsenden (8a, 8b) der Isolationswicklung (8) an einstückig
angeformten Zapfen des Spulenkörpers befestigt sind.
7. Verfahren zur Herstellung einer Spule nach einem der An
sprüche 1 bis 6, wobei auf einem Spulenkörper (1) eine Erre
gerwicklung (7) aufgebracht und diese dann mit einer isolie
renden Ummantelung versehen wird,
dadurch gekennzeichnet, daß nach dem
Wickeln der Erregerwicklung (7) eine mindestens einlagige
Isolationswicklung (8) aus einer isolierenden Faser über die
Erregerwicklung (7) aufgebracht und daß die einzelnen Windun
gen der Isolationswicklung (8) miteinander verklebt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Bil
dung der Isolationswicklung (8) eine isolierende Faser aus
thermoplastischem Material verwendet wird und daß die einzel
nen Windungen der Isolationswicklung durch eine anschließende
Wärmebehandlung angeschmolzen und miteinander verklebt wer
den.
9. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Bil
dung der Isolationswicklung (8) eine mit Harz getränkte mine
ralische Faser verwendet wird und daß das Harz nach dem Wic
keln ausgehärtet wird.
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|---|---|---|---|
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| US09/581,653 US6337615B1 (en) | 1997-12-18 | 1998-11-16 | Electrical coil, especially for a relay, and method for producing the same |
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