DE19755395A1 - Rotationsübertragungsvorrichtung - Google Patents
RotationsübertragungsvorrichtungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rotationsübertra
gungsvorrichtung, die im Kraftübertragungsgetriebe eines
Kraftfahrzeuges zur selektiven Übertragung der Antriebs
kraft montiert ist.
Wenn ein Fahrzeug mit Vierradantrieb (4WD) eine enge Kurve
einer gepflasterten Straße fährt, neigt das Fahrzeug dazu,
sich so zu verhalten, als ob Bremsen ungleichmäßig angezo
gen werden. Um ein solches "Bremsen in engen Kurven" zu
verhindern, wurde von der Anmelderin in der japanischen Pa
tentanmeldung 8-172598 eine Rotationsübertragungsvorrich
tung vorgeschlagen, die eine Zweiwegkupplung vom Rollentyp
und eine elektromagnetische Kupplung enthält.
Diese Rotationsübertragungsvorrichtung ist wie in der Fig.
21 und 22 gezeigt, in einem FR-basierenden Vierradantrieb
montiert. Der gezeigte Vierradantrieb hat eine Nabenkupp
lung 2, die auf der Basis jedes Vorderrades 1 montiert ist.
Die Ausgangsleistung des Motors 3 wird über ein Getriebe 4
auf die Eingangswelle 6 des Schaltgetriebes 5 und über eine
hintere Kardanwelle 8 auf die Fahrzeughinterräder 7 über
tragen. Die Rotationsübertragungseinrichtung ist im Schalt
getriebe 5 eingebaut und hat wie vorstehend erwähnt, eine
Zweiwegkupplung 9 vom Rollentyp zum selektiven Übertragen
des Drehmomentes von der Eingangswelle 6 auf eine vordere
Kardanwelle 13 für die Vorderräder 1, und eine elektroma
gnetische Kupplung 10 zum selektiven Ein- und Auskuppeln
der Zweiwegkupplung. Die Rotationsübertragungsvorrichtung
stattet das Fahrzeug zusätzlich zu dem gewöhnlichen Vier
radantrieb-Fahrbetrieb (Zweiradantrieb, Vierradantrieb-
höchster Gang und Vierradantrieb-1. Gang) mit einem gesteu
erten oder automatischen Vierradantrieb aus.
Wenn im einzelnen das Fahrzeug mit konstanter Geschwindig
keit fährt, überträgt diese Rotationsübertragungsvorrich
tung die Motorleistung nur auf die Hinterräder (Zweiradan
trieb). Wenn eines der Hinterräder bei Beschleunigung des
Fahrzeugs anfängt durchzudrehen, wird an die elektromagne
tischen Kupplung 10 ein elektrischer Strom angelegt, um die
Zweiwegkupplung 9 zu sperren. Auf diese Art und Weise wird
der Fahrbetrieb von Zweiradantrieb auf Vierradantrieb umge
schaltet.
Wenn ähnlich eines oder beide Hinterräder infolge von
plötzlicher Motorbremsung in Verbindung mit einer Straße
mit niedrigem µ-Wert durchdrehen sollten, wird ein Strom an
die elektromagnetische Kupplung 10 angelegt, um die An
triebsart von Zweiradantrieb auf Vierradantrieb umzuschal
ten.
Durch selektives Sperren und Lösen der Zweiwegkupplung kann
der Wagen mit Vierradantrieb gleichmäßig bei allen Straßen
zuständen fahren.
Mit dieser Rotationsübertragungsvorrichtung kann der Fahrer
frei zwischen Zweiradantrieb, Vierradantrieb-Schalten,
Vierradantriebautomatik (gesteuerter Betrieb) wählen, wie
dies in der Fig. 21 gezeigt ist. Wenn der Zweiradantrieb
gewählt ist, werden die Nabenkupplungen 2 der Vorderräder
ausgekuppelt, um das Vorderradantriebsgetriebe (der gestri
chelte Teil in der Fig. 21) zu stoppen. Damit kann der
Kraftstoffverbrauch verringert werden.
Diese herkömmliche Rotationsübertragungsvorrichtung hatte
ein Problem beim Umschalten von Zweiradantrieb auf geschal
teten Vierradantrieb oder automatischen Vierradantrieb.
Während dem Zweiradantrieb ist der in der Fig. 19 gestri
chelt dargestellte Teil des Vorderradantriebsgetriebes wäh
rend der Fahrt des Fahrzeugs ausgeschaltet. Um den An
triebsmotor in diesem Zustand d. h. bei fahrendem Fahrzeug
auf Vierradantrieb umzuschalten, ist die einzige Möglichkeit
des Schaltens die Zweiwegkupplung 9 zu sperren. Wenn jedoch
die Zweiwegkupplung 9 in diesem Zustand geschaltet würde,
würde das Fahrzeug mit einem großen Schlag beaufschlagt, so
daß die Zweiwegkupplung 9 und andere Teile im Kraftübertra
gungsgetriebe zerstört würden, weil nichtrotierende Teile
über die Kupplung 9 plötzlich an rotierende Teile gekuppelt
würden.
Herkömmliche Rotationsübertragungsvorrichtungen sind daher
praktisch nicht in der Lage, während der Fahrt des Fahrzeu
ges von Zweiradantrieb auf Vierradantrieb umzuschalten. Zu
diesem Zweck muß das Fahrzeug zuerst angehalten werden.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Rotati
onsübertragungsvorrichtung mit einer Synchronisierfunktion
zu schaffen, die ein stoßfreies Umschalten von Zweiradan
trieb auf Vierradantrieb bei fahrendem Fahrzeug erlaubt.
Diese Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung gelöst
durch eine Rotationsübertragungsvorrichtung, die in ein
Fahrzeug mit Vierradantrieb auf FR-Basis eingebaut ist, wo
bei die Ausgangsleistung eines Getriebes über eine Ein
gangswelle in einem Schaltgetriebe direkt auf eine hintere
Kardanwelle übertragen wird, und über Rotationsübertra
gungsmittel auch auf die vordere Kardanwelle übertragen
wird, wobei die Rotationsübertragungsvorrichtung eine Zwei
wegkupplung zum selektiven Übertragen von Drehmoment zwi
schen der Eingangswelle und den Rotationsübertragungsmit
teln, eine erste elektromagnetische Spule zum Sperren und
Freigeben der Zweiwegkupplung und eine Mehrscheibenkupplung
zum Erzeugen von Reibungswiderstand zwischen der Eingangs
welle und den Rotationsübertragungsmitteln aufweist, wobei
die Zweiwegkupplung, die erste elektromagnetische Kupplung
und die Mehrscheibenkupplung auf der Eingangswelle montiert
sind.
Die Rotationsübertragungsmittel haben ein Kettenrad und die
Mehrscheibenkupplung ist zwischen der Zweiwegkupplung und
der elektromagnetischen Spule montiert, und so ausgebildet,
daß sie zwischen der Eingangswelle und den Rotationsüber
tragungsmitteln einen Reibungswiderstand erzeugt, wenn die
elektromagnetische Spule aktiviert wird.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung sind
die Zweiwegkupplung und die erste elektromagnetische Spule
auf einer Seite der Rotationsübertragungsmittel angeordnet,
während die Mehrscheibenkupplung auf der anderen Seite der
Rotationsübertragungsmittel angeordnet ist.
Andere Merkmale und Aufgaben der vorliegenden Erfindung ge
hen aus der folgenden Beschreibung anhand der begleitenden
Figuren hervor, in welchen zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Fahrzeugs mit
Vierradantrieb, auf welchem eine Rotationsübertragungsvor
richtung gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegen
den Erfindung montiert ist;
Fig. 2 ein Getriebe, in welchem die Rotationsübertragungs
vorrichtung gemäß der ersten Ausführungsform montiert ist
im Schnitt;
Fig. 3A eine Teilansicht desselben in vergrößerter Darstel
lung im Schnitt;
Fig. 3B eine Schnittansicht entlang der Schnittlinie b-b in
Fig. 3A;
Fig. 4 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen
dem Strom, welcher an die elektromagnetische Spule der Ro
tationsübertragungseinrichtung angelegt ist, und den Dreh
momentwerten an verschiedenen Teilen;
Fig. 5 die Zweiwegkupplung in ihrer neutralen Position in
einer vergrößerten Schnittdarstellung;
Fig. 6A und 6B jeweils Ansichten der Zweiwegkupplung in ih
ren zwei gesperrten Positionen in vergrößerter Teilansicht
im Schnitt;
Fig. 7 die Grundkonstruktion der Rotationsübertragungsvor
richtung in schematischer Darstellung;
Fig. 8 eine schematische Darstellung, die zeigt, wie die
Motorleistung während dem Zweiradantrieb übertragen wird;
Fig. 9 das gesamte Kraftübertragungsgetriebe während dem
Zweiradantrieb;
Fig. 10 eine schematische Darstellung, die zeigt, wie die
Motorleistung bei Synchronisierung übertragen wird;
Fig. 11 eine schematische Darstellung, die zeigt, wie die
Motorleistung während dem Vierradantrieb-höchster Gang
übertragen wird;
Fig. 12 eine schematische Darstellung, die zeigt, wie die
Motorleistung während dem Vierradantrieb-1. Gang übertragen
wird;
Fig. 13 eine schematische Darstellung, die zeigt, wie die
Motorleistung übertragen wird, während das Fahrzeug bei ge
steuertem Vierradantrieb beschleunigt wird;
Fig. 14 eine schematische Darstellung, die zeigt, wie die
Motorleistung übertragen wird, während das Fahrzeug bei ge
steuertem Vierradantrieb mit einer konstanten Geschwindig
keit fährt oder gebremst wird;
Fig. 15 eine schematische Darstellung, die zeigt, wie die
Motorleistung übertragen wird, wenn die Motorbremsung wäh
rend des gesteuerten Vierradantriebs ausgeübt wird (auf ei
ner Straße mit hohem µ-Wert);
Fig. 16 eine schematische Darstellung, die zeigt, wie die
Motorleistung übertragen wird, wenn während des gesteuerten
Vierradantriebs die Motorbremse ausgeübt wird (auf einer
Straße mit niedrigem µ-Wert);
Fig. 17A eine Rotationsübertragungsvorrichtung, deren
Außenring mit Nockenflächen ausgebildet ist, im Schnitt;
Fig. 17B eine Schnittdarstellung entlang der Linie b-b in
Fig. 17A;
Fig. 18 eine schematische Darstellung eines Fahrzeugs mit
Vierradantrieb, bei dem eine Rotationsübertragungsvorrich
tung gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung montiert ist;
Fig. 19 eine ähnliche Ansicht der dritten Ausführungsform;
Fig. 20 ein Getriebe im Schnitt, bei dem die Rotationsüber
tragungsvorrichtung gemäß der dritten Ausführungsform mon
tiert ist;
Fig. 21 ein Fahrzeug mit Vierradantrieb, in der Draufsicht,
bei dem eine herkömmliche Rotationsübertragungseinrichtung
montiert ist; und
Fig. 22 ein Getriebe im Schnitt des Fahrzeuges gemäß Fig.
21.
Im folgenden werden anhand der Figuren Ausführungsformen
der Erfindung beschrieben.
Die Fig. 1 bis 16 zeigen die erste Ausführungsform, wo
bei Fig. 1 das Kraftübertragungsgetriebe eines FR-basierten
Vierradantriebs zeigt, in welchem die Rotationsübertra
gungsvorrichtung 11 gemäß dieser Erfindung montiert ist. Im
einzelnen ist die Rotationsübertragungsvorrichtung 11 in
dem Schaltgetriebe wie in der Fig. 2 dargestellt, montiert.
Die detaillierte Konstruktion ist in der Fig. 3 gezeigt.
Bezugnehmend auf die Fig. 1 ist eine Nabenkupplung 2 an der
Basis jedes Vorderrades 1 montiert. Die Rotationsübertra
gungsvorrichtung 11 ist in dem Getriebe 5 montiert, um das
Fahrzeug zusätzlich zu dem herkömmlichen Vierradantrieb
(Zweiradantrieb, Vierradantrieb-höchster Gang und Vierrad
antrieb-1. Gang) mit einem automatischen Vierradantrieb
auszustatten.
Wie in den Fig. 1 und 2 gezeigt, wird die Ausgangsleistung
des Motors 3 über das Getriebe 4 und das Schaltgetriebe 5
auf die rückwärtige Kardanwelle 12 übertragen. Die Motor
ausgangsleistung kann auch selektiv über die Rotationsüber
tragungsvorrichtung auf die vordere Kardanwelle 13 gerich
tet werden.
Das Schaltgetriebe 5 hat eine Welle 14, die an die
Ausgangswelle des Getriebes 4 über ein herkömmliches Zahn
radgetriebe 15 für die Wahl höchster Gang - 1. Gang hat
einen Planetengetriebesatz 16 und ein Schieberad 17 zum
Wählen. Wenn sein höchster Gang gewählt ist, überträgt der
Getriebezug 15 die Rotation der Getriebeausgangswelle im
Verhältnis 1 : 1 auf die Übertragungswelle. Der erste Gang
reduziert die Rotationsgeschwindigkeit und erhöht damit das
Drehmoment.
Eine geräuschlose Kette 21 ist um die Kettenräder 19 und 20
geführt, die jeweils auf der Welle 14 des Überleitgetriebes
5 und einer vorderen Ausgangswelle 18, die mit der vorderen
Kardanwelle 13 verbunden ist, montiert sind. Die Motorlei
stung wird damit über die geräuschlose Kette 21 auf die
Vorderräder 1 verteilt. Das Kettenrad 19 ist auf der Welle
14 drehbar montiert und mit der Welle 14 über die Rotati
onsübertragungsvorrichtung 11 verbunden.
Wie in den Fig. 2 und 3 gezeigt, hat die Rotationsüber
tragungsvorrichtung 11 eine Eingangswelle 22, die eine ein
stückige Verlängerung der Welle 14 ist, die mit der hinte
ren Kardanwelle 12 verbunden ist, und eine Baugruppe, die
auf der Eingangswelle 22 montiert ist, und hat eine Zwei
wegkupplung 22 zum selektiven Ein- und Auskuppeln der Ein
gangswelle 22 und des Kettenrades 19, eine elektromagneti
sche Kupplung 24 zum selektiven Einkuppeln und Auskuppeln
der Zweiwegkupplung 23, und eine Mehrscheibenkupplung 25
ist als Synchronisiereinrichtung zwischen der Zweiwegkupp
lung 23 und der elektromagnetischen Kupplung 24 angeordnet.
Die Zweiwegkupplung 23 enthält ein Innenglied oder einen
Nockenring 26, der nicht drehbar auf der Eingangswelle 22
mittels Kerbverzahnung montiert ist, und einen um den Noc
kenring 26 vorgesehenen Außenring 29. Der Außenring 29 ist
ein zylindrischer Teil eines Gehäuses 28, das über ein La
ger 27 drehbar um die Eingangswelle 22 montiert ist. Das
Gehäuse 28 ist nicht relativ drehbar über beispielsweise
Hirthverzahnungen an das Kettenrad 19 gekoppelt.
Es wird nun auf die Fig. 3B Bezug genommen, die die Zwei
wegkupplung 23 zeigt, wobei der Nockenring 26 eine Anzahl
von Nockenflächen 31 an seinem Außenumfang hat. Der Außen
ring 29 hat eine zylindrische Innenfläche 32, die den Noc
kenflächen 31 gegenüberliegt, um zwischen jeder Nockenflä
che 31 und der zylindrischen Fläche 32 einen Keilraum zu
begrenzen. Auf dem Nockenring 26, ist zwischen den Nocken
flächen 31 und der zylindrischen Fläche 32 ein Käfig 33
montiert. Der Käfig 33 hat Taschen 34, die gegenüber den
jeweiligen Nockenflächen 31 ausgebildet sind, und jeweils
eine Walze 35 aufnehmen, um eine Zweiwegkupplung zu bilden.
Wie aus der Fig. 5 zu ersehen ist, ist, wenn jede Walze 35
in der Mitte der Nockenfläche 31 liegt (neutrale Position),
ein Spalt H zwischen der Walze 35 und der zylindrischen
Fläche 32. In diesem Zustand wird von dem Nockenring 26 auf
den Außenring 29 kein Drehmoment übertragen. Wenn die Wal
zen 35 durch den Käfig 33 aus dieser neutralen Position in
Richtung auf ein Ende des Keilraumes zu bewegt werden, wie
dies in den Fig. 6A, 6B gezeigt ist, werden die Walzen
35 zwischen den Nockenflächen 31 und der zylindrischen Flä
che 32 eingekeilt. Die Rotation des Nockenrings 26 wird nun
auf den Außenring 29 übertragen.
Die Zweiwegkupplung 23 hat weiterhin eine Schaltfeder 36,
deren eines Ende mit dem Käfig 33 im Eingriff steht, und
deren anderes Ende mit dem Nockenring 26 in Eingriff steht,
um den Käfig 33 in Richtung auf die neutrale Position, wie
in der Fig. 5 gezeigt, vorzuspannen, d. h. die Position, in
welcher die Walzen 35 nicht zwischen den Nockenflächen 31
und der zylindrischen Fläche 32 eingekeilt sind.
Die Mehrscheibenkupplung 25 hat einen Anker 37 bzw. Arma
tur, der in einen Ausschnitt eingesetzt ist, der in dem Kä
fig 33 der Zweiwegkupplung 23 ausgebildet ist, um bezogen
auf den Käfig 33 nicht drehbar, jedoch axial relativ zu
diesem verschiebbar zu sein, und eine Anzahl von Außenplat
ten 39 und Innenplatten 40, die zwischen dem Anker 37 und
einem Rotor 38 der elektromagnetischen Kupplung 24 montiert
sind.
Die Außenplatten 39 sind relativ zum Außenring 29 nicht
drehbar, jedoch axial verschiebbar. Die Innenplatten 40
sind relativ zur Eingangswelle 22 nicht drehbar, jedoch
axial verschiebbar. Die Platten 39 und 40 sind in axialer
Richtung alternierend angeordnet und bilden eine Synchroni
siereinrichtung.
Die elektromagnetische Kupplung 24 hat eine elektromagneti
sche Spule 41, die nicht drehbar an einem Getriebegehäuse
5a, beispielsweise durch Schraubbolzen 42, fixiert ist. Die
Spule 41 ist mit ihren Elektroden über das Getriebegehäuse
5a an eine externe Steuerung (ECU) 43 angeschlossen. Die in
der Fig. 1 gezeigte ECU 43 steuert den Strom, mit dem die
elektromagnetische Spule 41 gespeist wird, indem die Rota
tionsgeschwindigkeiten der Vorder- und Hinterräder 1 und 7
des Fahrzeugs basierend auf Signalen von den Vorderrad- und
Hinterrad-Geschwindigkeitssensoren 46 und 47 (in den Fig.
1 und 2 gezeigt) berechnet werden und analysiert
Signale von einem Betriebswahlschalter 44, und einem ABS-Be
tätigungsdetektor 45 und andere Signale.
Der Rotor 38 ist um die elektromagnetische Spule 41 ange
ordnet, um relativ zur Spule 41 drehbar zu sein und ist
über einen nichtmagnetisierbaren (beispielsweise Aluminium-Ring 48),
der verwendet wird, um eine magnetische Leckage
auf den Außenring 29 zu verhindern, als ein Reibungsflansch
in den Außenring 29 eingepreßt, um relativ zum Ring 29
nicht drehbar zu sein. Wenn die elektromagnetische Spule 41
gespeist wird, erfolgt eine magnetische Anziehung zwischen
Rotor 38 und Anker 37 aufeinander zu, wobei die Mehrschei
benkupplung 25 dazwischenliegt, wodurch der Außenring 29
und der Käfig 33 miteinander in Eingriff gelangen, so daß
sie nicht relativ zueinander drehen können.
Die Höhe des Stroms, mit der die elektromagnetische Spule
41 gespeist wird, bestimmt die Magnetkraft, die durch die
elektromagnetische Kupplung 24 erzeugt wird, und damit die
Kraft, mit der der Anker 37, der an den Käfig 33 gekoppelt
ist, und der Rotor 38, der in den Außenring 29 eingepreßt
ist, aufeinander zu angezogen werden.
Wenn der Anker 37 und der Rotor 38 magnetisch aufeinander
zu angezogen werden, wird zwischen dem Anker 37 und dem
Außenring 29, und zwischen der Eingangswelle 22 und dem
Außenring 29 infolge der Reibung zwischen den inneren und
äußeren Platten der Mehrscheibenkupplung 25 ein Reibungsmo
ment erzeugt. Fig. 4 zeigt die Beziehung zwischen diesen
Drehmomentwerten und dem Drehmoment der Schaltfeder 36.
Gemäß der vorliegenden Erfindung steuert die ECU den Strom,
der an die elektromagnetische Spule 41 angelegt wird in
zwei Pegeln, d. h. in dem Pegel A und B (Fig. 4). Wenn der
angelegte Strom den Pegel A hat, ist das Drehmoment, mit
welchem der Anker 37 beaufschlagt wird, kleiner als das
Drehmoment der Schaltfeder 36, so daß die Zweiwegkupplung
23 in ihrer neutralen Position bleibt (Fig. 5). In diesem
Zustand dient das Reibungsmoment, welches zwischen den in
neren und äußeren Platten der Mehrscheibenkupplung 25 und
damit zwischen der Eingangswelle 22 und dem Außenring 29
erzeugt wird, dazu, die Rotationen der Eingangswelle 22 und
des Außenrings 29 zu synchronisieren.
Das Drehmoment, mit welchem der Anker 37 beim Strompegel B
beaufschlagt wird, ist größer als das Drehmoment der
Schaltfeder 36. Wenn somit der Strom den Pegel B hat, wird,
sobald der Außenring 29 relativ zur Eingangswelle 22 zu
drehen beginnt, der Käfig 33 durch den Außenring 29 relativ
zur Eingangswelle 22 gedreht, und zwar in die in der Fig.
6A oder 6B gezeigte Position. Die Zweiwegkupplung 23 sperrt
somit, d. h. der Außenring 29 und die Eingangswelle 22 sind
nicht relativ drehbar zusammengeschlossen.
Das Reibungsdrehmoment, welches zwischen den inneren und
äußeren Platten der Mehrscheibenkupplung 25 erzeugt wird,
ist groß genug, wenn der Vorderradantriebsgetriebezug gra
duell auf die Rotationsgeschwindigkeit des Hinterradan
triebsgetriebezuges gebracht werden kann. Somit sollte das
Reibungsdrehmoment bei dem Strompegel B auf mehrere Kilo
gramm-Meter oder weniger begrenzt sein.
Nun wird im Betrieb als erstes der Zweiradantrieb anhand
der Fig. 7 und 8 beschrieben. Die Pfeile in der Fig. 8
zeigen, wie die Motorleistung während dem Zweiradantrieb
gerichtet ist. Wie dargestellt wird die Ausgangsleistung
des Getriebes 4 über den direkten Gang auf die Eingangs
welle 22 der Rotationsübertragungsvorrichtung gemäß der
vorliegenden Erfindung übertragen.
Wenn der Zweiradantrieb durch den Betriebswählerschalter
gewählt worden ist, wird die elektromagnetische Spule 41
deaktiviert. Die Zweiwegkupplung 23 wird so in ihrer neu
tralen Position gehalten, die in der Fig. 5 gezeigt ist,
und die Eingangswelle 22 und der Außenring 29 sind funkti
onsmäßig voneinander getrennt. Es wird auch kein Drehmoment
(oder Reibungswiderstand) zwischen den inneren und äußeren
Platten der Mehrscheibenkupplung 25 und damit zwischen der
Eingangswelle 22 und dem Außenring 29 erzeugt.
Die Motorleistung wird somit nicht auf den Außenring 29 und
den Vorderradantriebsgetriebezug übertragen. Während dem
Zweiradantrieb sind auch die Nabenkupplungen 2 außer Ein
griff, so daß der vordere Antriebsgetriebezug einschließ
lich der Vorderachse, des vorderen Differentials, der vor
deren Kardanwelle 13, der geräuschlosen Kette 21, des
Außenrings 29 und der äußeren Platten 39 stoppt, selbst
während das Fahrzeug fährt. Es ist daher möglich, den
Kraftstoffverbrauch zurückzuschalten.
Als nächstes wird die Funktionsweise der Rotationsübertra
gungsvorrichtung beschrieben, wenn die Antriebsposition vom
Zweiradantrieb auf den geschalteten Vierradantrieb oder ge
steuerten Vierradantrieb umgeschaltet wird.
Während dem Zweiradantrieb stoppen der Vorderrad-Antriebs
getriebezug, der Außenring 29 und die Außenscheiben 39,
während der Hinterrad-Antriebsgetriebezug, die Eingangs
welle 22 und die inneren Platten 40 mit einer Geschwindig
keit entsprechend der Fahrzeuggeschwindigkeit rotieren (wie
in der Fig. 9 gezeigt).
Wenn während dem Zweiradantrieb die Zweiwegkupplung 23
plötzlich geschaltet wird, können Teile des Antriebsgetrie
bezuges zerstört oder vernichtet werden. Gemäß der vorlie
genden Erfindung wird, wenn der Antriebsmodus-Wählschalter
von der Zweiradantriebsposition auf die Vierradantriebspo
sition umgeschaltet wird, die ECU zuerst einen Strom mit
dem Pegel A (Fig. 4) der Spule 41 zu führen. Wie vorstehend
beschrieben, erzeugt der Strom mit dem Pegel A ein Rei
bungsdrehmoment zwischen den stationären Außenscheiben 39
und den rotierenden Innenscheiben 40, d. h. zwischen dem
stationären Außenring 29 und der rotierenden Eingangswelle
29, wobei die Zweiwegkupplung 23 nicht gesperrt wird. Das
Reibungsdrehmoment, welches durch den Strom mit dem Pegel A
erzeugt wird, bewirkt, daß der Vorderrad-Antriebsgetriebe
zug, der Außenring 29 und die Außenplatten 39 mit graduell
steigender Geschwindigkeit solange drehen, bis sie mit dem
Hinterrad-Antriebsgetriebezug synchronisiert sind. Wenn
einmal im wesentlichen die Synchronisation erreicht ist,
werden die Nabenkupplungen 2 der Vorderräder 1 automatisch,
beispielsweise durch Betätigungselemente, gesperrt. Der
vordere Antriebsgetriebezug wird nun an die Vorderräder 1
gekoppelt.
Danach wird die Zweiwegkupplung 23 in Übereinstimmung mit
dem Zustand der Straße auf die im folgenden beschriebene
Art und Weise eingekuppelt und ausgekuppelt.
Fig. 11 zeigt das Kraftübertragungsgetriebe während dem ge
schalteten Vierradantrieb im höchsten Gangbereich. Wenn der
Schaltungsbetrieb durch den Betriebswählschalter gewählt
worden ist, wird die vorstehend beschriebene Synchronisati
onssteuerung durchgeführt. Dann wird ein Strom mit dem Pe
gel B (Fig. 4) an die elektromagnetische Spule 41 angelegt,
um die Zweiwegkupplung 23 in der Position gemäß Fig. 6A
oder 6B zu halten. In diesem Zustand sind der Käfig 33 und
der Außenring 29 aufeinander zu durch die Magnetkraft der
Spule 41 mit dazwischenliegendem Anker 37 und Rotor 38 an
gezogen. Sobald der Außenring 29 in eine Richtung relativ
zur Eingangswelle 22 zu drehen beginnt, verkeilen die Wal
zen 35. Die Motorleistung, welche über das Getriebe 4 und
den höchsten Gangbereich übertragen wird, wird nun auf alle
vier Räder über die Zweiwegkupplung 23 verteilt.
Fig. 12 zeigt, wie die Motorleistung während des geschalte
ten Vierradantriebs im ersten Gang verteilt wird. In diesem
Betriebsmodus arbeitet die Rotatiosübertragungsvorrichtung
auf die gleiche Art und Weise wie in dem geschalteten Modus
im höchsten Gangbereich, mit Ausnahme daß die Motorleistung
über das erste Gang-Getriebe übertragen wird.
Es wird nun der gesteuerte Vierradantriebsmodus beschrie
ben.
Die Synchronisationssteuerung während dieser Betriebsart
wird auf exakt die gleiche Art und Weise wie bereits be
schrieben durchgeführt. Während des gesteuerten Betriebsmo
dus wird die Motorleistung über das höchste Gang-Getriebe
auf die Eingangswelle der Rotationsübertragungsvorrichtung
übertragen.
Fig. 13 zeigt, wie die Motorleistung übertragen wird, wäh
rend das Fahrzeug im gesteuerten Betriebsmodus beschleunigt
fährt. Wenn während des gesteuerten Betriebsmodus eines der
Hinterräder durchdrehen sollte, während das Fahrzeug auf
einer glatten Straße beschleunigt wird, werden die Hinter
räder (die an die Eingangswelle angeschlossen sind) schnel
ler als die Vorderräder (die an den Außenring angeschlossen
sind) rotiert. Wenn die Rotationsdifferenz zwischen der
Eingangswelle und dem Außenring über einen vorbestimmten
Wert steigt, wird ein Strom mit dem Pegel B (Fig. 4) an die
elektromagnetische Spule 42 angelegt. Dadurch schaltet die
Zweiwegkupplung 22 und die Motorleistung wird auf die Vor
derräder verteilt.
Fig. 14 zeigt, wie die Motorleistung verteilt wird, wenn
das Fahrzeug im gesteuerten Betriebsmodus mit konstanter
Geschwindigkeit fährt oder eine Kurve fährt.
Während das Fahrzeug mit einer konstanten Geschwindigkeit
fährt, ist zwischen den Rotationsgeschwindigkeiten der Vor
der- und Hinterräder nur eine geringe Differenz. Das heißt
die Differenz ist kleiner als der vorstehend genannte vor
bestimmte Wert. Somit bleibt die elektromagnetische Spule
41 ohne Energie, so daß die Zweiwegkupplung 23 im ausgekup
pelten Zustand gehalten ist. Es wird keine Motorleistung
auf die Vorderräder übertragen.
Wenn während des gesteuerten Betriebsmodus die Motorbremse
wirkt, wird das Motorbremsdrehmoment direkt über die Ein
gangswelle 22 der Rotationsübertragungsvorrichtung auf den
Antriebsgetriebezug der Hinterräder übertragen. Wenn die
Motorbremsung auf einer Straße mit hohem µ-Wert (wie
beispielsweise einer gepflasterten Straße) erfolgt, drehen
die Hinterräder kaum durch, weil die Motorbremskraft rela
tiv schwach ist. Somit wird kein Strom an die elektromagne
tische Kupplung 24 angelegt (Fig. 15). Da die Zweiwegkupp
lung 23 während der Motorbremsung auf einer Straße mit ho
hem µ-Wert nicht sperrt, wird in diesem Zustand kein "Brem
sen in engen Kurven" auftreten.
Wenn aber die Motorbremsung auf einer Straße mit niedrigem
µ-Wert, wie beispielsweise einer schneebedeckten Straße
ausgeübt wird, können eines oder beide Hinterräder durch
drehen, d. h. schnell abbremsen. Wenn dies passiert, legt
die ECU einen Strom mit dem Pegel B (Fig. 4) an die elek
tromagnetische Kupplung 24, um die Zweiwegkupplung 23 zu
sperren und verteilt das Motorbremsmoment auf die Vorderrä
der, wodurch ein Durchdrehen der Hinterräder verhindert
wird (Fig. 16).
In der vorstehenden Beschreibung wurde ausgeführt, daß kein
Strom angelegt wird, während die Fahrzeughinterräder im ge
steuerten Vierradantrieb-Betriebsmodus nicht durchdrehen,
weil beispielsweise das Fahrzeug mit einer konstanten Ge
schwindigkeit fährt. Mit "keinen Strom" ist gemeint, daß
kein Strom angelegt wird, der groß genug ist, um die Zwei
wegkupplung 23 zu sperren. Um die Rotationsübertragungsvor
richtung für stabilen Leerlauf vorzuladen, kann ein Strom
mit dem Pegel A (Fig. 4) kontinuierlich als Reservestrom
angelegt werden. Ein derartiger Strom kann einen geeigneten
Vorladewiderstand zwischen der Eingangswelle 22 und dem
Außenring 29 über die Platten der Mehrscheibenkupplung aus
üben.
Wie in der Fig. 17 dargestellt, kann die Zweiwegkupplung 23
einen Außenring 29, der mit Nockenflächen 31 ausgebildet
ist, die ein Polygon bilden und eine Eingangswelle 22 auf
weisen, die mit einer zylindrischen Fläche 32 ausgebildet
ist. In diesem Fall erfolgt eine magnetische Anziehung zwi
schen dem Käfig 33 und dem Innenring (der bei dieser Aus
führungsform einstückig mit der Eingangswelle 22 ausgebil
det ist) durch die elektromagnetische Kupplung 24. Der Ro
tor 38 ist in den Außenring 29 über einen nichtmagnetisier
baren Ring 48 in den Außenring 29 gepreßt. Der Rotor 38 ist
ebenfalls über ein Lager drehbar um die Eingangswelle 22
montiert.
Bei dieser Ausführungsform ist der Außenring 29 die Aus
gangsseite (die mit den Vorderrädern in Verbindung steht)
Statt dessen kann jedoch auch der Außenring 29 an die Ein
gangswelle gekoppelt sein. In diesem Fall wird die Motor
leistung über den Außenring 29 auf den Innenring übertra
gen, der mit dem Kettenrad verbunden ist (obwohl diese An
ordnung nicht gezeigt ist). Die Rotationsübertragungsvor
richtung gemäß der vorliegenden Erfindung kann für die se
lektive Übertragung der Motorleistung zwischen der vorderen
Ausgangswelle 18 und dem Kettenrad 20 montiert sein.
In den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen werden
die Nabenkupplungen automatisch während dem Zweiradantrieb
ausgekuppelt, um die Vorderräder von dem Vorderradantriebs
getriebezug abzutrennen. Die Ausführungsform gemäß der Fig.
18 unterscheidet sich von diesem Ausführungsformen dadurch,
daß die Nabenkupplungen durch eine Klauenkupplung 48 er
setzt sind, die zwischen dem vorderen Differentialgetriebe
und der Vorderachse vorgesehen ist. Die Clankupplung kup
pelt während des Zweiradantriebes aus, um die vordere Kar
danwelle und einen Teil des vorderen Differentialgetriebes
zu stoppen. Die Rotationsübertragungsvorrichtung gemäß der
vorliegenden Erfindung ist bei Fahrzeugen von einem solchen
Typ anzuwenden.
Die Fig. 19 und 20 zeigen die dritte Ausführungsform.
Diese Ausführungsform unterscheidet sich von der ersten
Ausführungsform, die in den Fig. 1 und 2 gezeigt ist,
dadurch, daß der Rotor 38 direkt am Anker 37 befestigt ist,
indem die Mehrscheibenkupplung 25 weggelassen worden ist,
und daß anstatt der Mehrscheibenkupplung eine Synchronisa
tionsbaugruppe 11b vorgesehen ist.
In der Fig. 19 hat die Rotationsübertragungsvorrichtung 11
einen Rotationsübertragungsmechanismus 11a und einen Syn
chronisationsmechanismus 11b ist im Getriebe 5 montiert.
Wie in der Fig. 20 gezeigt, ist die Synchronisationsbau
gruppe 50 auf der Eingangswelle 22 gegenüber der Zweiweg
kupplung 23 montiert, wobei das Kettenrad 19 dazwischen
liegt. Sie hat einen Innenring 51, ein Außengehäuse 52,
eine elektromagnetische Kupplung 53, einen Rotor 54, eine
Anzahl von inneren und äußeren Platten 55 und 56, und einen
Anker 57.
Der Innenring 51 ist nicht drehbar auf der Eingangswelle 22
montiert. Das Außengehäuse 52 ist Koaxial und drehbar um
den Innenring 51 montiert und ist nicht drehbar an das Ende
des Kettenrades 19, beispielsweise mittels Kerbverzahnung,
58 gekoppelt. Der Rotor 54 ist in das Außengehäuse 52 ein
gepreßt und ist über ein Lager 59 drehbar auf der Eingangs
welle 22 montiert.
Die elektromagnetische Spule 53, die im Rotor 54 aufgenom
men ist, ist nicht drehbar am Getriebegehäuse 5a durch ein
Befestigungselement 60 am Bolzen 61 fixiert. Die Außenplat
ten 56 sind axial verschiebbar, jedoch mit dem Außengehäuse
52 nicht drehbar durch Kerbverzahnung gekoppelt, während
die Innenplatten 55 axial verschiebbar, jedoch an den In
nenring 51 nicht drehbar über Kerbverzahnungen gekoppelt
sind. Die Platten 55 und 56 sind abwechselnd angeordnet und
bilden eine Mehrscheibenkupplung ähnlich wie die Mehrschei
benkupplung 25 der ersten Ausführungsform.
Der Anker 57 ist an einem Ende der Mehrscheibenkupplung
vorgesehen und ist axial verschiebbar an das Außengehäuse
52 oder den Innenring 51 beispielsweise mittels Kerbverzah
nung gekoppelt. Der Rotor 54 hat einen Reibungsflansch, der
mit den Platten 55, 56 in Reibungskontakt steht. Wenn das
Drehmoment, welches aus der Reibung zwischen den Platten
55, 56 resultiert, groß genug ist, kann der Anker 57 nicht
durch beispielsweise Kerbverzahnung mit dem Außengehäuse 52
oder dem Innenring 51 gekoppelt sein. Die elektromagneti
sche Spule 53 ist mit ihren Elektroden an die FCU 43 über
Leitungen verbunden, die durch das Getriebegehäuse 5a ver
laufen. Die ECU steuert den Strom, welcher an die elektro
magnetische Spule 53 angelegt wird.
Der Rotor 54 ist als Reibungsflansch drehbar um die elek
tromagnetische Spule 53 montiert und nicht drehbar an das
Außengehäuse 52 gekoppelt. Wenn die elektromagnetische
Spule 53 gespeist wird, werden der Rotor 54 und der Anker
57 elektromagnetisch aufeinander zu angezogen, pressen da
bei die inneren und äußeren Platten 55, 56 gegeneinander.
Das Reibungsmoment zwischen der Innenwelle 22 und dem Ket
tenrad 19 steigt auf diese Art und Weise. Der Strom, wel
cher an die elektromagnetische Spule 53 angelegt wird, be
stimmt die Magnetkraft, welche durch die Spule 53 erzeugt
wird, mit der der Anker 57 und der Rotor 54 aufeinander zu,
angezogen werden.
In der ersten Ausführungsform werden die Zweiwegkupplung
und die Mehrscheibenkupplung durch selektives Beaufschlagen
mit einem Strom mit dem Pegel A oder B (Fig. 4) auf die
einzige Magnetspule gesteuert. Bei der Ausführungsform ge
mäß der Fig. 19 und 20 sind zwei getrennte elektromagne
tische Spulen 41 und 53 für die Synchronisationsbaugruppe
50 bzw. die Zweiwegkupplung vorgesehen, um diese separat
durch selektives Anlegen eines elektrischen Stroms an die
selben zu steuern. Bezüglich der Funktionsweise des Syn
chronisationsmechanismus und der Zweiwegkupplung und des
Zeitpunktes der Aktivierung derselben ist die vorliegende
Ausführungsform grundsätzlich die gleiche wie die erste
Ausführungsform.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Mehrscheibenkupp
lung zwischen der Zweiwegkupplung und der elektromagneti
schen Kupplung auf der Eingangswelle montiert. Während dem
Zweiradantriebsmodus wird der vordere Antriebsgetriebezug
gestoppt, um den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren. Die
Mehrscheibenkupplung erlaubt ein Umschalten vom Zweiradan
trieb auf Vierradantrieb, selbst wenn das Fahrzeug fährt.
Sie erlaubt auch ein sicheres und komfortables Fahren.
Claims (8)
1. Rotationsübertragungsvorrichtung (11), die in einem Fahr
zeug mit einem Vierradantrieb auf FR-Basis montiert ist, wobei
die Ausgangsleistung eines Getriebes über eine Eingangswelle
(22) in einem Getriebe (5) direkt auf eine hintere Kardanwelle
(12) übertragen wird, und über Rotationsübertragungsmittel
auch auf eine vordere Kardanwelle (13) übertragen wird, wobei
die Rotationsübertragsvorrichtung (11) eine Zweiwegkupplung
(23) zum selektiven Übertragen von Drehmoment zwischen der
Eingangswelle (22) und den Rotationsübertragungsmitteln, eine
erste elektromagnetischen Spule (41) zum Sperren und Freigeben
der Zweiwegkupplung (23), und eine Mehrscheibenkupplung (25)
aufweist, die zwischen der Eingangswelle (22) und den Rotati
onsübertragungsmitteln einen Reibungswiderstand erzeugen kann,
wobei die Zweiwegkupplung (23), die elektromagnetische Spule
(41) und die Mehrscheibenkupplung (25) auf der Eingangswelle
(22) montiert sind.
2. Rotationsübertragungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rotationsübertragungsmit
tel ein Kettenrad (19) aufweisen, die Mehrscheibenkupplung
(25) zwischen der Zweiwegkupplung (23) und der elektromagneti
schen Spule (41) montiert ist und so ausgebildet ist, daß sie
zwischen der Eingangswelle (22) und den Rotationsübertragungs
mitteln einen Reibungswiderstand erzeugen kann, wenn die elek
tromagnetische Spule (41) aktiviert ist.
3. Rotationsübertragungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zweiwegkupplung (23) ein
Innenelement (26) aufweist, das koaxial und nicht drehbar auf
der Eingangswelle (22) montiert ist, die Rotationsübertra
gungsmittel ein Kettenrad (19) haben, das koaxial und drehbar
an die Eingangswelle (22) gekoppelt ist, ein Außenring (29)
koaxial und nicht drehbar an das Kettenrad gekoppelt ist, wo
bei das Innenelement (26) oder der Außenring (29) mit einer
Anzahl von Nockenflächen (31) versehen ist, während das andere
Teil mit einer zylindrischen Fläche (32) versehen ist, wodurch
zwischen der zylindrischen Fläche (32) und den Nockenflächen
(31) jeweils ein keilförmiger Raum geschaffen ist, in welchem
ein Käfig (33) montiert ist, der eine Anzahl von Taschen (34)
aufweist, eine Anzahl von Walzen (35) jeweils in den Taschen
(34) des Käfigs (33) aufgenommen sind, und ein federndes Ele
ment (36) mit dem Käfig (33) und entweder dem Innenelement
(26) oder dem Außenring (29) im Eingriff steht, um den Käfig
(33) in eine neutrale Position vorzuspannen, in welcher die
Walzen (35) nicht zwischen der zylindrischen Fläche (32) und
den Nockenflächen (31) verkeilt sind, und die Mehrscheiben
kupplung (25) äußere Platten (39), die im Außenring (29) axial
verschiebbar, jedoch nicht drehbar montiert sind, und innere
Platten (40), die auf dem inneren Element oder der Eingangs
welle (22) axial verschiebbar, jedoch nicht drehbar montiert
sind, aufweist, wobei die äußeren und inneren Platten (39, 40)
einander abwechselnd angeordnet sind, am Außenring (29) oder
dem inneren Element (26) ein Reibungsflansch befestigt ist,
und ein Anker (37) verschiebbar, jedoch nicht drehbar an ein
Ende des Käfigs (33) gekoppelt ist, wobei die inneren und
äußeren Platten (39, 40) zwischen dem Reibungsflansch und dem
Anker (37) montiert sind, wobei der Reibungsflansch und der
Anker (37) mit den dazwischenliegenden inneren und äußeren
Platten (39, 40) magnetisch aufeinander zu angezogen werden,
wenn die elektromagnetische Spule (41) gespeist ist.
4. Rotationsübertagungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zweiwegkupplung (23)
einen Außenring (29) aufweist, der koaxial und nicht drehbar
auf der Eingangswelle (22) montiert ist, die Rotationsübertra
gungsmittel ein Kettenrad (19) haben, das innere Element (26)
nicht drehbar mit dem Kettenrad (19) gekoppelt ist, das innere
Element (26) oder der Außenring (29) mit einer Anzahl von Noc
kenflächen (31) versehen ist, während der andere Teil mit ei
ner zylindrischen Fläche (32) versehen ist, wodurch zwischen
der zylindrischen Fläche (32) und den Nockenflächen (31) je
weils keilförmige Räume begrenzt werden, in welchen ein Käfig
(33) montiert ist, der eine Anzahl von Taschen (34) hat, eine
Anzahl von Walzen (35) jeweils in den jeweiligen Taschen (34)
des Käfigs (33) aufgenommen sind, und ein federndes Element
(36) mit dem Käfig (33) und entweder dem Innenelement (26)
oder dem Außenring (29) in Eingriff steht, um den Käfig in
eine neutrale Position vorzuspannen, in welcher die Walzen
nicht zwischen der zylindrischen Fläche (35) und den Nocken
flächen verkeilt sind, und die Mehrscheibenkupplung (25)
äußere Platten (39), die auf dem Außenring (29) axial ver
schiebbar, jedoch nicht drehbar montiert sind, und innere
Platten (40) aufweist, die auf dem Innenelement (26) axial
verschiebbar, jedoch nicht drehbar montiert sind, wobei die
äußeren und inneren Platten (39, 40) abwechselnd angeordnet
sind, am Außenring (29) oder dem Innenelement (26) ein Rei
bungsflansch fixiert ist, und ein Anker (37) verschiebbar, je
doch nicht drehbar an ein Ende des Käfigs (33) gekoppelt ist,
wobei die inneren und äußeren Platten (39, 40) zwischen dem
Reibungsflansch und dem Anker (37) montiert sind und der Rei
bungsflansch und der Anker mit den dazwischenliegenden äußeren
und inneren Platten (39, 40) magnetisch aufeinander zu angezo
gen werden, wenn die elektromagnetische Spule (41) gespeist
wird.
5. Rotationsübertragungsvorrichtung nach einem der Ansprüche
2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Sensoren
vorgesehen sind, um die Rotationsgeschwindigkeiten der Vorder-
und Hinterräder (1, 7) oder der vorderen und hinteren Kardan
wellen (12, 13) zu messen, wobei der Pegel eines Stroms, der
an die elektromagnetische Spule (41) angelegt wird, in Über
einstimmung mit der Differenz ihrer Rotationsgeschwindigkeiten
oder der Änderung ihrer Rotationsgeschwindigkeiten gesteuert
wird.
6. Rotationsübertragungsvorrichtung nach Anspruch l, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zweiwegkupplung (23) und
die erste elektromagnetische Spule (41) auf einer Seite der
Rotationsübertragungsmittel angeordnet sind, während die Mehr
scheibenkupplung (25) auf der anderen Seite der Rotationsüber
tragungsmittel angeordnet ist.
7. Rotationsübertragungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mehrscheibenkupplung (25)
einen Innenring aufweist, der auf der Eingangswelle (22) ko
axial und nicht drehbar montiert ist, ein Außengehäuse koaxial
und drehbar um die Eingangswelle (22) montiert ist und koaxial
und nicht drehbar an das Kettenrad (19) der Rotationsübertra
gungsmittel gekoppelt ist, äußere Platten axial verschiebbar,
jedoch nicht drehbar auf dem äußeren Gehäuse montiert sind,
und innere Platten axial verschiebbar, jedoch nicht drehbar
auf dem Innenring montiert sind, wobei die äußeren und inneren
Platten abwechseln angeordnet sind, ein Reibungsflansch am
äußeren Gehäuse oder dem Innenring befestigt ist, und ein An
ker koaxial und verschiebbar zwischen dem Innenring und dem
Außengehäuse montiert ist, wobei die inneren und äußeren Plat
ten zwischen dem Reibungsflansch und dem Anker montiert sind,
und wobei die Rotationsübertragungsvorrichtung weiterhin eine
zweite elektromagnetische Spule aufweist, die so ausgebildet
ist, daß sie magnetisch den Reibungsflansch und den Anker auf
einander zu anziehen kann, wenn sie gespeist wird.
8. Rotationsübertragungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das Kettenrad (19) über ein
Lager koaxial und drehbar auf der Eingangswelle (22) montiert
ist, die Zweiwegkupplung (23) ein Innenelement, welches auf
der Eingangswelle (22) koaxial und nicht drehbar auf der mon
tiert ist, und einen Außenring aufweist, der koaxial und nicht
drehbar an das Kettenrad (19) gekoppelt ist, wobei entweder
das Innenelement oder der Außenring mit einer Anzahl von Noc
kenflächen versehen ist, während der andere Teil mit einer zy
lindrischen Fläche versehen ist, wodurch zwischen der zylin
drischen Fläche und den Nockenflächen jeweils ein keilförmiger
Raum definiert ist, in welchem ein Käfig (33) montiert ist,
der eine Anzahl von Taschen hat, eine Anzahl von Walzen je
weils in den jeweiligen Taschen des Käfigs aufgenommen sind,
und ein federndes Element mit dem Käfig und entweder dem In
nenelement oder dem Außenring im Eingriff steht, um den Käfig
in eine neutrale Position vorzuspannen, in welcher die Walzen
nicht zwischen der zylindrischen Fläche und den Nockenflächen
verkeilt sind, wobei die erste elektromagnetische Spule so
ausgebildet ist, daß sie die relative Umfangsposition zwischen
dem Käfig und dem Innenelement oder dem Außenring gegen die
Kraft des federnden Elementes ändern kann.
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| DE102009005378C5 (de) * | 2008-10-13 | 2018-06-21 | Magna powertrain gmbh & co kg | Antriebsstrang für ein Kraftfahrzeug |
Also Published As
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