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DE19754277A1 - Hydraulisches Antriebsaggregat, insbesondere Druckumsetzer - Google Patents

Hydraulisches Antriebsaggregat, insbesondere Druckumsetzer

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Publication number
DE19754277A1
DE19754277A1 DE1997154277 DE19754277A DE19754277A1 DE 19754277 A1 DE19754277 A1 DE 19754277A1 DE 1997154277 DE1997154277 DE 1997154277 DE 19754277 A DE19754277 A DE 19754277A DE 19754277 A1 DE19754277 A1 DE 19754277A1
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DE
Germany
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pressure
connection
valve
drive unit
control
Prior art date
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Application number
DE1997154277
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English (en)
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DE19754277B4 (de
Inventor
Hans-Gerhard Goetz
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URACA PUMPEN
Uraca Pumpenfabrik GmbH and Co KG
Original Assignee
URACA PUMPEN
Uraca Pumpenfabrik GmbH and Co KG
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04BPOSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
    • F04B49/00Control, e.g. of pump delivery, or pump pressure of, or safety measures for, machines, pumps, or pumping installations, not otherwise provided for, or of interest apart from, groups F04B1/00 - F04B47/00
    • F04B49/08Regulating by delivery pressure

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Fluid-Pressure Circuits (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein doppeltwirkendes hydraulisches Antriebsaggregat, das insbesondere in Form eines Kolben- Zylinder-Aggregates als Druckumsetzer zum Antrieb einer langsam laufenden Kolbenpumpe ausgebildet ist, mit einem hy­ draulischen Arbeitskreis, in dem eine in zwei Förderrichtun­ gen steuerbare Arbeitspumpe Hydraulikmedium zwischen zwei Kammern des Antriebsaggregates hin und her fördert und dabei eine Verstellung eines Verstellorganes des Antriebsaggrega­ tes zwischen zwei Totpunktlagen bewirkt. Außerdem kann ein derartiges Antriebsaggregat mit einer Steuereinrichtung ver­ sehen sein, die mit der Arbeitspumpe zusammenwirkt und in den Totpunktlagen des Verstellorganes jeweils eine Umkehrung der Förderrichtung des Hydraulikmediums im Arbeitskreis be­ wirkt.
Ein derartiges Antriebsaggregat eignet sich in besonderer Weise für eine Verwendung als Druckumsetzer zum Antrieb ei­ ner langsam laufenden, verschmutzte Flüssigkeiten fördernden Kolbenpumpe, wobei der Druckumsetzer vorzugsweise als Kol­ ben-Zylinder-Aggregat ausgebildet ist. Eine schnell laufende Pumpe ist zur Förderung von Flüssigkeiten, die mit Verunrei­ nigungen beladen sind, nicht geeignet, da schnell gegenein­ ander bewegte Bauteile, wie Ventil und Ventilsitz sowie Kol­ ben und Zylinder, besonders anfällig für Beschädigungen durch die Schmutzpartikel sind. Um dennoch schmutzbehaftete Flüssigkeiten mit relativ großen Volumenströmen und insbe­ sondere mit hohen Drücken fördern zu können, werden soge­ nannte "Druckumsetzer" verwendet. Ein solcher Druckumsetzer enthält eine relativ schnell laufende Hydraulikmediumpumpe, die Hydraulikmedium zwischen zwei relativ großvolumigen Kam­ mern des Druckumsetzers hin und her fördert, wodurch ein Kolben des beispielsweise als Kolben-Zylinder-Aggregat aus­ gebildeten Druckumsetzers vergleichsweise niederfrequente Hübe ausführt. Der Kolben des Druckumsetzers treibt seiner­ seits die Kolben einer Kolbenpumpe an, die dementsprechend langsam arbeitet und zur Förderung von verschmutzter Flüs­ sigkeit besonders geeignet ist. Denn bei langsamen Relativ­ bewegungen zwischen Kolben und Zylinder sowie bei der erheb­ lich reduzierten Anzahl von Ventilbewegungen ist die Gefahr von Beschädigungen durch Schmutzpartikel deutlich verrin­ gert.
Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, ein Antriebsaggregat der eingangs genannten Art dahingehend auszugestalten, daß konstant bleibende Antriebskräfte, ins­ besondere nach den Totpunktdurchgängen des Verstellorganes des Antriebsaggregates, gewährleistet werden können.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch ein Antriebsaggre­ gat mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Die Merkmale der Unteransprüche geben vorteilhafte Aus- und Weiterbildun­ gen der Erfindung an.
Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, ein hy­ draulisches Stellglied, das zur Steuerung der Arbeitspumpe hinsichtlich Betrag und Richtung der Hydraulik­ mittel-Förderung verwendet wird, in Abhängigkeit eines zwischen zwei Druckanschlüssen des Stellgliedes herrschenden Diffe­ renzdruckes zu regeln. Zur Ausbildung dieses Differenzdruc­ kes dient eine Steuerpumpe, die Hydraulikmedium aus einem Hydraulikmedium-Reservoir ansaugt, sowie ein 4/3-Wege-Steuer­ ventil, das in Abhängigkeit der Bewegungsrichtung des Verstellorganes des Antriebsaggregates die Druckseite der Steuerpumpe je nach der vorliegenden Ventilverstellung ent­ weder mit dem einen oder mit dem anderen Druckanschluß des Stellgliedes verbindet, wobei sich der Differenzdruck an den Druckanschlüssen des Stellgliedes dadurch ergibt, daß der jeweils andere Druckanschluß über das 4/3-Wege-Steuerventil mit dem Hydraulikmittel-Reservoir kommuniziert, in dem übli­ cherweise Umgebungsdruck herrscht. Damit das Umschalten der Förderrichtung der Arbeitspumpe möglichst schnell ablaufen kann, wird das 4/3-Wege-Steuerventil rasch, insbesondere schlagartig, zwischen diesen Betriebsstellungen verstellt, wobei sich die Druckverhältnisse an den Druckanschlüssen des Stellgliedes umkehren.
Das 4/3-Wege-Steuerventil weist eine weitere Stellung auf, in der die Druckanschlüsse des Stellgliedes kurzgeschlossen und zusätzlich mit dem Hydraulikreservoir verbunden sind. Auf diese Weise wird die mit der Schaltstellung des Stell­ gliedes korrelierende Druckdifferenz beseitigt und das Ge­ samtdruckniveau in den kurzgeschlossenen Leitungen auf Atmo­ sphärendruck entspannt. In dieser Stellung kann das Antrieb­ saggregat auch bei drehender Arbeitspumpe drucklos gehalten werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Antriebsaggregates können Sensoren vorgesehen sein, welche die Totpunktlagen des Verstellorganes detektieren und ein damit korreliertes Signal generieren, das direkt oder mittelbar ein Schalten des 4/3-Wege-Steuerventils bewirkt, wobei dann das 4/3-Wege-Steuer­ ventil vorzugsweise elektromagnetisch betätigbar ist. Mit Hilfe dieser Maßnahmen ergibt sich auf besonders einfa­ che Weise eine direkte Zuordnung der Bewegungen des Ver­ stellorganes des Antriebsaggregates hinsichtlich Betrag und Richtung zu den jeweils korrespondierenden Ventilstellungen, so daß eine effektive Steuerung der Arbeitspumpe gewährlei­ stet werden kann.
Entsprechend einer vorteilhaften Ausführungsform des erfin­ dungsgemäßen Antriebsaggregates können die Arbeitspumpe und die Steuerpumpe von einer gemeinsamen Welle angetrieben sein. Alternativ kann eine zur Ölversorgung des Nieder­ druckbereiches des Arbeitskreises dienende Füllölpumpe, die üblicherweise in das Gehäuse der Arbeitspumpe integriert ist, gleichzeitig auch als Steuerpumpe dienen und das Hy­ draulikmedium des Steuerkreises antreiben. Durch diese Maß­ nahmen läßt sich der Gesamtaufbau des erfindungsgemäßen An­ triebsaggregates erheblich vereinfachen.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des erfin­ dungsgemäßen Antriebsaggregates kann eine Regeleinrichtung vorgesehen sein, die zwischen der Arbeitspumpe und der einen Kammer des Antriebsaggregates und zwischen der Arbeitspumpe und der anderen Kammer des Antriebsaggregates an den Ar­ beitskreis angeschlossen ist und die, wenn der Druck im Hochdruckbereich des Arbeitskreises höher als ein vorbe­ stimmter Regeldruck ist, über eine Regeldruckleitung den Ar­ beitskreis gedrosselt mit demjenigen Druckanschluß des Stellgliedes verbindet, der den geringeren Druck aufweist, und die Verbindung des letzteren Druckanschlusses mit dem Reservoir sperrt. Hierbei greift die Regeleinrichtung in die Steuerung der Arbeitspumpe ein, wenn im Hochdruckbereich des Arbeitskreises ein bestimmter Druckschwellwert überschritten wird, wobei zu diesem Zweck der zwischen den Druckanschlüs­ sen des Stellgliedes herrschende Differenzdruck mehr oder weniger stark reduziert wird. Diese Verringerung des Diffe­ renzdruckes wird dadurch erreicht, daß der nicht mit der Druckseite der Steuerpumpe verbundene Druckanschluß anstatt mit dem Druckreservoir, d. h. anstatt mit dem Atmosphären­ druck, gedrosselt mit dem Hochdruckbereich des Arbeitskrei­ ses verbunden wird. Der an diesem Anschluß anliegende Gegen­ druck zur Reduzierung des Differenzdruckes gegenüber der Druckseite der Steuerpumpe entspricht dabei der Druckdiffe­ renz, um die der Hochdruckbereich des Arbeitskreises den vorgenannten Druckschwellwert übersteigt. Je größer der Druckanstieg im Hochdruckbereich des Arbeitskreises desto höher ist folglich die Reduzierung der Druckdifferenz am Stellglied und um so geringer wird die Förderleistung der Arbeitspumpe in der entsprechenden Förderrichtung. Dabei kann die Druckdifferenz bis auf den Wert Null verringert werden, wobei dann die Arbeitspumpe dementsprechend aufgrund der zugehörigen Stellung des Stellgliedes nicht mehr för­ dert. Die Ausbildung eines "negativen" Differenzdruckes kann beispielsweise durch entsprechende Rückschlagventile, die eine Entspannung auf die Druckseite der Steuerpumpe ermögli­ chen, verhindert werden.
Eine zweckmäßige Ausgestaltung des Antriebsaggregates nach der Erfindung schlägt vor, daß die Regeldruckleitung ein Druckventil enthält, das in Abhängigkeit eines vorbestimmten Regeldruckes die Regeldruckleitung sperrt oder mehr oder we­ niger gedrosselt öffnet, wodurch auf einfache Weise der Re­ geldruck, d. h. der Druck in der Regeldruckleitung nach dem Druckregelventil, mit der Druckdifferenz korreliert, um die der Druck im Hochdruckbereich des Arbeitskreises den vorbe­ stimmten Regeldruck übersteigt.
Um denjenigen Druckanschluß des Stellgliedes, der nicht mit der Druckseite der Steuerpumpe verbunden ist, von seiner Verbindung mit dem Reservoir zu trennen und ihn statt dessen mit der Regeldruckleitung zu verbinden, so daß er mit dem Regeldruck beaufschlagt ist und sich der Differenzdruck aus dem Steuerdruck der Steuerpumpe abzüglich dieses Regeldruc­ kes ergibt, kann entsprechend einer Weiterbildung des erfin­ dungsgemäßen Antriebsaggregates ein 3/2-Wege-Ventil vorgese­ hen sein. Dabei ist das 3/2-Wege-Ventil derart in der Regel­ einrichtung angeordnet, daß sein erster Anschluß mit dem entsprechenden Druckanschluß des Stellgliedes verbunden ist, sein zweiter Anschluß mit dem dritten oder vierten Anschluß des 4/3-Wege-Steuerventils verbunden ist und sein dritter Anschluß mit der Regeldruckleitung verbunden ist, wobei das 3/2-Wege-Ventil in seiner ersten Stellung seinen ersten An­ schluß mit seinem zweiten Anschluß verbindet und seinen dritten Anschluß sperrt und in seiner zweiten Stellung sei­ nen ersten Anschluß mit seinem dritten Anschluß verbindet und seinen zweiten Anschluß sperrt. Zur Verstellung des 3/2-Wege-Ventils können beispielsweise Steuer- oder Schaltlei­ tungen vorgesehen sein, die ein Schalten in die erste Stel­ lung des 3/2-Wege-Ventils bewirken, wenn die Druckkraft an dessen dritten Anschluß kleiner als die Druckkraft an dessen anderen Anschlüssen ist und das 3/2-Wege-Ventil in seine zweite Stellung schalten, wenn die Druckkraft an dessen dritten Anschluß größer als die Druckkraft an seinen anderen Anschlüssen ist.
Zweckmäßigerweise kann das erfindungsgemäße Antriebsaggregat dahingehend ausgestaltet sein, daß die Regeleinrichtung zwei Druckregelventile, ein erstes und ein zweites, und zwei 3/2-Wege-Ventile, ein erstes und ein zweites, aufweist, von de­ nen jeweils eines dem Hochdruckbereich und eines dem Nieder­ druckbereich des Arbeitskreises zugeordnet ist, wobei der zweite Anschluß des ersten 3/2-Wege-Ventils mit dem dritten Anschluß des 4/3-Wege-Steuerventils und zusätzlich über ein Rückschlagventil mit dem dritten Anschluß des zweiten 3/2-Wege-Ventils verbunden ist und der zweite Anschluß des zwei­ ten 3/2-Wege-Ventils mit dem vierten Anschluß des 4/3-Wege-Steuer­ ventils und zusätzlich über ein Rückschlagventil mit dem dritten Anschluß des ersten 3/2-Wege-Ventils verbunden ist. Ein Vorteil einer derartigen, symmetrischen Ausbildung der Regeleinrichtung ist darin zu sehen, daß keine aufwendi­ gen Ventil- und Steuereinrichtungen vorgesehen werden müs­ sen, um den ständigen Wechsel zwischen Hochdruckbereich und Niederdruckbereich im Arbeitskreis zu berücksichtigen. Auf diese Weise kommuniziert die Regeleinrichtung auf einfache Weise ständig mit dem für die Regelung maßgebenden Hoch­ druckbereich.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Antriebsaggregates können der dritte Anschluß des ersten 3/2-Wege-Ventils, der zweite Anschluß des zweiten 3/2-Wege-Ventils und der vierte Anschluß des 4/3-Wege-Steuerventils über eine gemeinsame Verbindungsstelle miteinander verbunden sein, wobei zwischen dieser Verbindungsstelle und dem drit­ ten Anschluß des ersten 3/2-Wege-Ventils der Ausgang des er­ sten Druckregelventils angeschlossen ist und zwischen dieser Anschlußstelle und der Verbindungsstelle ein Rückschlagven­ til angeordnet ist, das in Richtung auf die Anschlußstelle sperrt. Außerdem können dann der dritte Anschluß des zweiten 3/2-Wege-Ventils, der zweite Anschluß des ersten 3/2-Wege-Ventils und der dritte Anschluß des 4/3-Wege-Steuerventils über eine gemeinsame Verbindungsstelle miteinander verbunden sein, wobei zwischen dieser Verbindungsstelle und dem drit­ ten Anschluß des zweiten 3/2-Wege-Ventils der Ausgang des zweiten Druckregelventils angeschlossen ist und zwischen dieser Anschlußstelle und der Verbindungsstelle ein Rück­ schlagventil angeordnet ist, das in Richtung auf die An­ schlußstelle sperrt. Wenn der Regeldruck, d. h. die Druckdif­ ferenz zwischen dem Hochdruckbereich des Arbeitskreises und dem vorbestimmten Druckschwellwert, größer wird als der Steuerdruck, d. h. der druckseitig von der Steuerpumpe er­ zeugte Druck, bewirken die erfindungsgemäß angeordneten Rückschlagventile einen Druckausgleich zwischen den beiden Druckanschlüssen des Stellgliedes, so daß die Druckdifferenz zwischen diesen Druckanschlüssen gleich Null ist und keinen negativen Wert annehmen kann. Mit Hilfe der vorgeschlagenen Rückschlagventile ist bei aktivierter Regelung, das heißt, wenn die 3/2-Wege-Ventile durch entsprechend druckbeauf­ schlagte Schaltleitungen abwechselnd und gegensinnig zwi­ schen ihren Schalt-Stellungen verstellt werden, eine rasche hydraulische Entlastung der jeweiligen Schaltleitungen mög­ lich. Folglich können die 3/2-Wege-Ventile schnell schalten, so daß über den entsprechend raschen Druckaufbau am Stell­ glied die Arbeitspumpe schnell umgesteuert werden kann.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des erfin­ dungsgemäßen Antriebsaggregates können zum Schalten der Druckregelventile diese mit einem Vordruckregelventil zusam­ menwirken, das gedrosselt mit dem Hochdruckbereich und mit dem Niederdruckbereich des Arbeitskreises verbunden ist und das in Abhängigkeit eines vorbestimmten Druckschwellwertes die Druckregelventile schaltet, wobei das eine der Druckre­ gelventile dann geschlossen und das andere mehr oder weniger geöffnet ist. Dieses Vordruckregelventil ermöglicht in Be­ triebsphasen des Antriebsaggregates, in denen dieses mit ak­ tivierter Regeleinrichtung arbeitet, beim Umschalten der Förderrichtung der Arbeitspumpe eine rasche Anpassung der Regeleinrichtung an die veränderte Drucksituation. Denn beim Umkehren der Förderrichtung wird der vorige Niederdruckbe­ reich zum neuen Hochdruckbereich und dementsprechend der vorherige Hochdruckbereich zum neuen Niederdruckbereich. Da der Regeldruck durch die spezielle Anordnung des Vordruckre­ gelventils gewissermaßen "gespeichert" werden kann, spricht die Regelung bei einer Förderrichtungsumkehr rascher an.
Darüber hinaus hat die Verwendung eines einzigen Vordruckre­ gelventils zur Folge, daß der Druck in beiden Arbeitsleitun­ gen über dieses eine Ventil und nicht über die diesen Lei­ tungen jeweils zugeordneten Druckregelventile geregelt wer­ den kann. Auf diese Weise werden Fehler und Schwankungen aufgrund von Toleranzen bei den Druckregelventilen vermie­ den. Durch die Anordnung der Rückschlagventile zwischen dem Vordruckregelventil und den Druckregelventilen wird außerdem eine gegenseitige Beeinflussung der Druckregelventile ver­ mieden.
Um die Regeldynamik der Regeleinrichtung weiter zu verbes­ sern kann entsprechend einer Weiterbildung des erfindungsge­ mäßen Antriebaggregates ein Wechselventil vorgesehen sein, dessen erster sperrbarer Ausgang mit dem Ausgang des ersten Druckregelventils verbunden ist, dessen zweiter sperrbarer Ausgang mit dem Ausgang des zweiten Druckregelventils ver­ bunden ist und dessen Eingang mit dem Ausgang des Vordruck­ regelventils verbunden ist. Diese Maßnahme bewirkt, daß an der Sekundärseite des Vordruckregelventils der Regeldruck anliegt, mit der Folge, daß das Regelverhalten des Vordruck­ regelventils nicht nur vom Druck im Arbeitskreis sondern zu­ sätzlich vom Regeldruck im Steuerkreis abhängt. Dabei ist der Regeldruck wiederum der Differenzdruck zwischen dem den Druckschwellwert des Arbeitskreises übersteigenden Druck und dem entsprechend dem eingestellten Druckschwellwert ge­ wünschten Druck des Arbeitskreises.
Da der Differenzdruck zwischen Primärseite und Sekundärseite des Vordruckregelventils das Regelverhalten des Vordruckre­ gelventils bestimmt, bestehen wesentliche Unterschiede im Regelverhalten, ob die Sekundärseite des Vordruckregelven­ tils an den Regeldruck oder z. B. an die Atmosphäre ange­ schlossen ist. Für den Fall, das die Sekundärseite des Vor­ druckregelventils an die Atmosphäre angeschlossen ist, wird die Druckdifferenz zwischen Primär- und Sekundärseite aus­ schließlich durch den an der Primärseite anliegenden Druck des Arbeitskreises gebildet. Übersteigt der Druck im Ar­ beitskreis den am Vordruckregelventil eingestellten Druck­ schwellwert, beginnt ein Regelvorgang, der einen entspre­ chenden Regeldruck aufbaut. Der einzelne Regelvorgang ist erst dann beendet, wenn der sich aufgebaute Regeldruck eine entsprechende Verstellung des Stellgliedes bewirkt hat, die­ se Verstellung eine Reduktion der Förderleistung der An­ triebspumpe aus löst und die verringerte Förderleistung einen Druckabfall auf den Druckschwellwert im Arbeitskreis zur Folge hat. Denn erst zu diesem Zeitpunkt kann die Druckdif­ ferenz zwischen Primär- und Sekundärseite am Vordruckregel­ ventil unter den voreingestellten Druckschwellwert sinken. Im Unterschied dazu kann die Regelung erheblich schneller ablaufen, wenn die Sekundärseite des Vordruckregelventiles mit dem Regeldruck verbunden ist. Denn in diesem Fall redu­ ziert bereits der sich aufbauende Regeldruck die Druckdiffe­ renz zwischen Primär- und Sekundärseite. Somit stellt sich im erstgenannten Fall im Arbeitskreis der am Druckregelven­ til vorgegebene Druckschwellwert ein, während sich im zwei­ ten Fall der sich im Arbeitskreis einstellende Druck aus dem am Vordruckregelventil eingestellten Druckschwellwert zuzüg­ lich des sich aufbauenden Regeldruckes ergibt.
Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform kann der am Vordruckregelventil eingestellte vorbestimmte Druckschwell­ wert niedriger als der von der Regeleinrichtung im Hoch­ druckbereich des Arbeitskreises einzustellende Druckschwell­ wert sein. Insbesondere kann dabei die Druckdifferenz zwi­ schen dem von der Regeleinrichtung im Hochdruckbereich des Arbeitskreises einzustellenden Druckschwellwert und dem am Vordruckregelventil eingestellten vorbestimmten Druck­ schwellwert etwa gleich dem im Hochdruckbereich des Steuer­ kreises vorliegenden Steuerdruckwert sein. Diese Maßnahmen bewirken zum einen, daß die Regelung bereits vor Erreichen des vorbestimmten Druckschwellwertes für den Arbeitskreis beginnt, und zum anderen, daß insbesondere der vorbestimmte Druckschwellwert für den Arbeitskreis nicht überschritten werden kann. Dies wird im Folgenden anhand eines Zahlenbei­ spieles näher erläutert. Beispielsweise arbeitet das An­ triebsaggregat normalerweise mit einem Arbeitsdruck von 250 bar, soll jedoch aus Sicherheitsgründen einen maximalen Druckschwellwert von 300 bar nicht übersteigen dürfen. Des weiteren arbeitet die Steuereinrichtung mit einem Steuer­ druck von 20 bar, um die Arbeitspumpe mit Hilfe der Druck­ differenz am Stellglied zu steuern bzw. zu regeln. Am Vor­ druckregelventil ist demnach ein Druckschwellwert von 280 bar einzustellen. Wenn nun beispielsweise der Widerstand, gegen den das Verstellorgan des Antriebsaggregates arbeitet, ansteigt, kommt es im Hochdruckbereich des Arbeitskreises zu einem Druckanstieg. Übersteigt der Druck im Hochdruckbereich 280 bar, beginnt das Vordruckregelventil die Regelung und bewirkt in der oben angegebenen Weise eine Verringerung des Differenzdruckes an den Druckanschlüssen des Stellgliedes. Herrschen beispielsweise im Hochdruckbereich des Arbeits­ kreises 290 bar, stellt sich der Regeldruck der Regelein­ richtung auf 10 bar ein und die Druckdifferenz am Stellglied reduziert sich von 20 bar auf 10 bar, was eine dementspre­ chende Reduzierung der Förderleistung der Arbeitspumpe zur Folge hat. Der einzelne Regelvorgang ist für den Fall, daß die Sekundärseite des Vordruckregelventils an den Regeldruck angeschlossen ist, bereits beendet, wenn der Regeldruck die 10 bar erreicht, da dann die Druckdifferenz zwischen Primär- und Sekundärseite am Vordruckregelventil wieder den einge­ stellten Druckschwellwert von 280 bar erreicht hat. Erreicht der Druck im Hochdruckbereich des Arbeitskreises 300 bar, stellt sich folglich der Regeldruck auf 20 bar ein und die Druckdifferenz am Stellglied sinkt auf Null und dementspre­ chend auch die Fördermenge der Arbeitspumpe. Folglich kommt spätestens dann das Verstellorgan des Antriebsaggregates zum Stillstand, so daß ein weiterer Druckanstieg nicht zu erwar­ ten ist.
Das obengenannte Problem wird erfindungsgemäß auch durch ein Antriebsaggregat mit den Merkmalen des Anspruches 14 gelöst.
Die Erfindung beruht diesbezüglich auf dem allgemeinen Ge­ danken, den Spülvorgang, d. h. die Entnahme von Hydraulikme­ dium aus dem Arbeitskreis zu beenden bzw. zu unterbrechen, wenn sich das Verstellorgan des Antriebsaggregates in einer Bewegungsphase befindet, in der es eine seiner Totpunktstel­ lungen durchläuft (Umsteuerung). Insbesondere soll der Spül­ vorgang zu Beginn dieser Umsteuerung unterbrochen werden und mindestens bis zur Mittellage des Stellgliedes, d. h. bis zur Nullförderung der Arbeitspumpe, jedoch längstens bis in bei­ den Arbeitsleitungen gleicher Druck herrscht unterbrochen bleiben. Mit Hilfe dieser Maßnahme wird verhindert, daß über den Spülkreis zuviel Hydraulikmittel aus dem Arbeitskreis entnommen wird, was einen (kurzfristigen) Ölmangel im je­ weils neuen Hochdruckbereich des Arbeitskreises und in der Folge aufgrund der reduzierten Verdrängungswirkung des Ver­ stellorganges einen Druckeinbruch im neuen Niederdruckbe­ reich nach sich ziehen kann, was für die Arbeitspumpe schäd­ lich sein kann.
Die Gefahr eines derartigen Fülldruckeinbruches ist insbe­ sondere dann gegeben, wenn das 3/3-Wege-Spülventil mit Hilfe des im jeweiligen Hochdruckbereich des Arbeitskreises herr­ schenden Druckes geschaltet wird. Wegen der vorliegenden ho­ hen Drücke kommt es aufgrund der Kompressibilität des Hy­ draulikmediums und der vom Hydraulikmedium durchströmten Bauteile dazu, daß nach dem Totpunktdurchgang zu Beginn der nun umgekehrten Förderrichtung im vorhergehenden Hochdruck­ bereich noch immer ein höherer Druck herrscht als im neuen, im Aufbau befindlichen Hochdruckbereich, so daß über den Spülkreis noch immer Hydraulikmedium aus dem neuen Hoch­ druckbereich in das Reservoir austreten kann. Da das 3/3-Wege-Spülventil erfindungsgemäß nunmehr in Abhängigkeit des Umsteuervorganges der Arbeitspumpe und nicht mehr aus­ schließlich in Abhängigkeit der herrschenden Drucksituation gesteuert wird, kann ein derartiger Druckeinbruch im Hoch­ druckbereich des Arbeitskreises verhindert werden.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltungsform des erfindungsgemä­ ßen Antriebsaggregates kann bei einem hydraulisch schaltba­ ren 3/3-Wege-Spülventil, bei dem eine erste hydraulische Steuerleitung mit dessen ersten Eingang und eine zweite hy­ draulische Steuerleitung mit dessen zweiten Eingang kommuni­ ziert, das von den Sensoren generierte Signal zum Schalten eines Ausgleichsventils dienen, das eine mit der ersten Steuerleitung kommunizierenden ersten Eingang und einen mit der zweiten Steuerleitung kommunizierenden zweiten Eingang aufweist und das in einer ersten Stellung seine Eingänge miteinander verbindet. Hierbei wird die erste Stellung des 3/3-Wege-Spülventils durch eine hydraulische Entsperrung oder einen hydraulischen Kurzschluß seiner Steuerleitungen erzwungen. Durch die Verwendung eines Ausgleichsventils, das mit kleinen Kräften in seine verschiedenen Stellungen ge­ bracht werden kann, können auf einfache Weise die zur Ver­ stellung des 3/3-Wege-Spülventils notwendigen großen Kräfte aufgebracht werden, indem dessen hydraulische Steuerleitun­ gen in entsprechender Weise geschaltet werden.
Gemäß einer Weiterbildung des Antriebsaggregates nach der Erfindung kann das Ausgleichsventil einen über das Druckhal­ teventil mit dem Reservoir kommunizierenden Ausgang aufwei­ sen und in seiner ersten Stellung seine Eingänge mit seinem Ausgang verbinden, wodurch die hydraulischen Steuerleitungen des 3/3-Wege-Spülventils entspannt werden.
Vorzugsweise kann das Ausgleichsventil bei einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Antriebsaggregates in einer der einen Antriebsrichtung zugeordneten zweiten Stel­ lung seinen zweiten Eingang mit seinem Ausgang verbinden und in einer der anderen Antriebsrichtung zugeordneten dritten Stellung seinen ersten Eingang mit seinem Ausgang verbinden.
Diese Maßnahme bewirkt, daß nach dem Umschalten in der je­ weiligen Totpunktlage der vorherige Hochdruckbereich des Ar­ beitskreises sofort auf sein neues Druckniveau als Nieder­ druckbereich entspannt werden kann. Dies ist insbesondere bei größeren Hydraulikmengen von großer Bedeutung, da unmit­ telbar nach dem Umschalten im vorhergehenden Hochdruckbe­ reich aufgrund der genannten Kompressibilitäten dem vorher­ gehenden Hochdruckbereich mehr Hydraulikmedium entnommen werden muß, um diesen auf das Druckniveau des Niederdruckbe­ reiches zu bringen, als dem vorherigen Niederdruckbereich zugeführt werden muß, um diesen auf das Druckniveau des Hochdruckbereiches zu bringen. Insbesondere im Zusammenhang mit der Verwendung einer Druckregelung für den Arbeitskreis, wie sie weiter oben beschrieben worden ist, würde der Druck im neuen Hochdruckbereich aufgrund des der Verstellbewegung des Verstellorganes des Antriebsaggregates entgegenwirkenden hohen Druckes im neuen Niederdruckbereich zu einer verfrüh­ ten Regelung führen.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind insbesondere dann von Vorteil, wenn der Steuerkreis von einer den Niederdruckbe­ reich des Arbeitskreises mit Füllöl versorgenden Füllölpumpe angetrieben ist, d. h. wenn eine abgezweigte Fördermenge der Füllölpumpe die Funktion der Steuerölpumpe übernimmt. Denn in diesem Fall bewirkt das sofortige Sperren der Ölentnahme aus dem Arbeitskreis zu Beginn des Umschaltvorganges (Totpunktdurchgang des Verstellorganes), daß die Füllpumpe diesbezüglich kein Füllöl in den Arbeitskreis nachfüllen muß und somit im wesentlichen die gesamte Fördermenge der Füll­ pumpe für den Steuerkreis zur Verfügung steht. Demzufolge kann ein besonders rasches Umsteuern des Stellgliedes und somit der Arbeitspumpe erreicht werden.
Zweckmäßigerweise ist das Ausgleichsventil elektromagnetisch schaltbar. Vorzugsweise kann das Ausgleichventil als 3/3-Wege-Ventil ausgebildet sein.
Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform des An­ triebsaggregates nach der Erfindung kann - wenn das An­ triebsaggregat eine langsam laufende Kolbenpumpe zur Förde­ rung eines Pumpmediums antreibt - an die langsam laufende Kolbenpumpe druckseitig ein Schwingungsdämpfer angeschlossen sein, der einen Blasenspeicher und ein diesem vorgeschalte­ tes Drosselrückschlagventil aufweist. Ein derartiger Blasen­ speicher dient dazu, einen Druckeinbruch auf der Druckseite der langsam laufenden Kolbenpumpe während der Totpunktdurch­ gänge der Kolbenpumpe bzw. des Antriebsaggregates zu vermin­ dern.
Vorzugsweise kann das Drosselrückschlagventil bei einer Wei­ terbildung des erfindungsgemäßen Antriebsaggregates aus ei­ ner Drossel und einem parallel geschalteten Rückschlagventil bestehen, wobei das Drosselrückschlagventil derart zwischen dem Blasenspeicher und der Druckseite der langsam laufenden Kolbenpumpe angeordnet ist, daß das Rückschlagventil in Richtung vom Blasenspeicher zur Kolbenpumpe öffnet. Auf die­ se Weise wird eine ungedrosselte und somit rasche Entleerung des Blasenspeichers ermöglicht, um während der Totpunkt­ durchgänge Volumenstromschwankungen gering zu halten. Im Un­ terschied dazu wird der Blasenspeicher gedrosselt und somit relativ langsam gefüllt, um während seiner Befüllung einen Druckabfall auf der Druckseite des von der langsam laufenden Kolbenpumpe geförderten Pumpmediums zu verringern.
Entsprechend einer anderen Ausführungsform des erfindungsge­ mäßen Antriebsaggregat kann - wenn das Antriebsaggregat eine langsam laufende Pumpe zur Förderung eines Pumpmediums an­ treibt - das im Reservoir enthaltene Hydraulikmedium im Wär­ meaustausch mit einem Wärmetauscher stehen, der von dem von der langsam laufenden Pumpe geförderten Pumpmedium durch­ strömt ist. Auf diese Weise wird mit einfachen Mitteln einer Erwärmung des Hydraulikmediums des Arbeitskreises entgegen­ gewirkt.
Weitere wichtige Merkmale und Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Zeichnung und aus der nachfolgenden Fi­ gurenbeschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung.
Fig. 1 zeigt einen schematischen Schaltplan eines erfin­ dungsgemäßen Antriebsaggregates, das in Form eines Kolben-Zylinder-Aggregates als Druckumsetzer zum Antrieb einer langsam laufenden Kolbenpumpe ausge­ bildet ist.
Entsprechend Fig. 1 ist im Ausführungsbeispiel ein erfin­ dungsgemäßes Antriebsaggregat als Kolben-Zylinder-Aggregat 1 ausgebildet, dessen Verstellorgan 1.1 einen Kolben 1.6 und eine Kolbenstange 1.8 aufweist, die beiderseits aus einem Zylindergehäuse 1.7 des Kolben-Zylinder-Aggregates 1 heraus­ ragt. Der Kolben 1.6 trennt im Zylinder 1.7 eine erste Kam­ mer 1.9 von einer zweiten Kammer 1.10.
Entsprechend dem dargestellten Ausführungsbeispiel treibt die Kolbenstange 1.8 Kolben 1.11 und 1.12 einer langsam lau­ fenden Kolbenpumpe 1.13 an. Die Kolbenpumpe 1.13 saugt an ihrem Einlaß 1.4 beispielsweise verschmutztes Wasser an. Bei einer, entsprechend Fig. 1 nach oben gerichteten Bewegung des Verstellorganes 1.1 beziehungsweise der Kolbenstange 1.8 strömt dabei Schmutzwasser in einen ersten Zylinderraum 1.2 ein, während gleichzeitig zuvor angesaugtes Schmutzwasser aus einem zweiten Zylinderraum 1.3 aufgrund der Verdränger­ wirkung des nach oben bewegten Kolbens 1.11 mit hohem Druck aus einem Auslaß 1.5 der Kolbenpumpe 1.13 ausströmt. Um bei entgegengesetzten Bewegungsrichtungen der Kolbenstange 1.8 eine gleichbleibende Förderrichtung für das Schmutzwasser aufrechtzuerhalten, ist eine dementsprechende Anordnung von Rückschlagventilen 1.14 und Verbindungsleitungen 1.15 vorge­ sehen.
Beim Durchgang durch die Totpunktlagen der Kolben 1.11 und 1.12 wird die Bewegungsrichtung des Verstellorganes 1.1 be­ ziehungsweise der Kolbenstange 1.8 umgekehrt, wobei diese kurzfristig zum Stillstand kommt. Während dieses Umkehrvor­ ganges, bei dem die Geschwindigkeit der Kolbenstange 1.8 zu­ nächst abgebremst und im Anschluß daran wieder beschleunigt werden muß, kommt es bei geöffnetem Auslaß 1.5 zu einem För­ derdruckabfall. Um diesen Druckabfall auszugleichen bzw. zu reduzieren ist auf der Hochdruckseite der Kolbenpumpe 1.13 über eine Druckleitung 1.16 ein Blasenspeicher 5 angeschlos­ sen. Dem Blasenspeicher 5 ist dabei ein Drosselrückschlag­ ventil 6 vorgeschaltet, das mit dem Blasenspeicher 5 wie folgt zusammenarbeitet: während eines Arbeitshubes der Kol­ benstange 1.8 herrscht auf der Hochdruckseite der Kolbenpum­ pe 1.13 der gewünschte Förderdruck. Über die Druckleitung 1.16 wird dabei der Blasenspeicher 5 über eine Drossel 6.1 des Drosselrückschlagventils 6 befüllt. Die Drossel 6.1 be­ wirkt dabei, daß der Blasenspeicher 5 relativ langsam den Arbeitsdruck annimmt und somit nur einen vernachlässigbaren Leistungsverlust auf der Hochdruckseite der Kolbenpumpe 1.13 verursacht. Während eines Totpunktdurchganges der Kolben­ stange 1.8 öffnet sich bei einem durch die Verlangsamung der Kolbenstangenbewegung verursachten Druckabfall auf der Hoch­ druckseite der Kolbenpumpe 1.13 ein Rückschlagventil 6.2 des Drosselrückschlagventils 6, wodurch die im Blasenspeicher 5 unter dem Hochdruck der Kolbenpumpe 1.13 gespeicherte Flüs­ sigkeit nahezu gleichzeitig diesen Druckabfall ausgleicht bzw. verhindert.
Um die erste und zweite Kammer 1.9 und 1.10 des Kolben- Zylinder-Aggregates 1 abwechselnd mit Hydraulikmedium zu be­ füllen, ist ein Arbeitskreis 8 vorgesehen, der eine Arbeit­ spumpe 8.1 aufweist, die über Druckleitungen 8.2 und 8.3 die Kammern 1.9 und 1.10 mit Hydraulikmittel versorgt. Die Ar­ beitspumpe 8.1 kann beispielsweise als Axialkolbenpumpe aus­ gebildet sein. Um auf einem möglichst hohen Druckniveau ar­ beiten zu können, ist die jeweils zu entleerende Kammer 1.9 oder 1.10 an die Saugseite der Arbeitspumpe 8.1 angeschlos­ sen.
Zur Steuerung der Arbeitspumpe 8.1 ist ein Steuerkreis 2 vorgesehen, der mit einem durch gestrichelte Linien gebilde­ ten Rechteck hervorgehoben ist. Mit Hilfe eines Stellgliedes 2.2 kann beispielsweise eine nicht dargestellte Stellscheibe der Arbeitspumpe 8.1 z. B. drehend verstellt werden, wobei die Hydraulikmittelförderung der Arbeitspumpe 8.1 nach Be­ trag und Richtung von der Stellung dieser Stellscheibe ab­ hängt. Die jeweilige Stellung des Stellgliedes 2.2 und somit die Stellung der Stellscheibe wird durch die Druckdifferenz zwischen zwei Druckanschlüssen 2.9 und 2.10 des Stellgliedes 2.2 bestimmt. Außerdem hängt die Druckdifferenz für eine be­ stimmte Stellung des Stellgliedes 2.2 von der jeweiligen Drehzahl und des erzeugten Arbeitsdruckes der Arbeitspumpe 8.1 ab.
Im Steuerkreis 2 ist eine Steuerpumpe 2.3 angeordnet, die Hydraulikmedium aus einem Reservoir 7 ansaugt, in dem übli­ cherweise atmosphärischer Druck herrscht. Im gezeigten Aus­ führungsbeispiel werden die Steuerpumpe 2.3 und die Arbeit­ spumpe 8.1 über eine gemeinsame Welle 8.5 angetrieben.
Dabei kann die Steuerpumpe 2.3 in das Gehäuse der Arbeit­ spumpe 8.1 integriert sein. Vorzugsweise wird das Hydrauli­ köl des Steuerkreises 2 von einer in das Gehäuse der Arbeit­ spumpe 8.1 integrierten Füllpumpe abgezweigt, die zur Ölver­ sorgung des jeweiligen Niederdruckbereiches des Arbeitskrei­ ses 8 dient.
Die Steuerpumpe 2.3 erzeugt einen Steuerdruck, wobei ein Druckanstieg über einen unzulässigen Druckwert mit Hilfe ei­ nes einstellbaren Fülldruckbegrenzungsventiles bzw. Druck­ regelventiles 2.6 verhindert werden kann, wobei überflüssi­ ges Hydrauliköl in das Reservoir 7 abgeleitet wird. Bei ei­ ner speziellen Ausführungsform ist die Steuerpumpe 2.3 nicht als separates Bauteil ausgebildet, sondern wird durch eine entsprechende Abzweigung aus der Arbeitspumpe 8.1 gebildet. Das dann am Druckregelventil 2.6 anfallende überflüssige Hy­ drauliköl sowie anderes, z. B. durch Leckagen anfallendes Hy­ drauliköl wird über eine Leckageleitung 8.4 dem Reservoir 7 zugeführt. Zur Fülldruckbegrenzung ist das Druckregelventil 2.6 mit einer an die Druckseite der Steuerpumpe 2.3 ange­ schlossenen Druckleitung 2.11 verbunden. In der Druckleitung 2.11 ist ein Hydraulikmittelfilter 2.1 angeordnet.
Zur Druck- bzw. Hydraulikmittelversorgung des Stellgliedes 2.2 ist dessen erster Druckanschluß 2.9 an eine erste Stell­ gliedleitung 2.12 und der zweite Druckanschluß 2.10 an eine zweite Stellgliedleitung 2.13 angeschlossen. Zwischen der ersten Stellgliedleitung 2.12 und der Druckleitung 2.11 ist ein Rückschlagventil 2.8 angeordnet, ebenso ist zwischen der zweiten Stellgliedleitung 2.13 und der Druckleitung 2.11 ebenfalls ein Rückschlagventil 2.7 angeordnet. Die Rück­ schlagventile 2.7 und 2.8 wirken als Steueröldruckbegren­ zungsventile und verhindern, daß im Stellglied 2.2 unzuläs­ sig hohe Drücke auftreten. Über weitere Rückschlagventile 2.4 und 2.5 ist die Druckleitung 2.11 außerdem mit den Druckleitungen 8.2 und 8.3 des Arbeitskreises 8 verbunden. Diese Rückschlagventile 2.4 und 2.5 arbeiten als Füllventile und gleichen im Arbeitskreis 8 auftretende Leckagen aus. Au­ ßerdem bewirken sie, daß in der jeweiligen Arbeitsleitung 8.2 oder 8.3 des aktuellen Niederdruckbereiches des Arbeits­ kreises 8 zumindest der Fülldruck der Steuerpumpe 2.3, d. h. der Steuerdruck, anliegt. Im vorliegenden Fall sind die Steuerpumpe 2.3 und die bei einem geschlossenen Hydraulik­ kreis notwendige Füllölpumpe identisch, wobei der Steuer­ kreis 2 von der Füllpumpe bzw. vom Füllöl abgezweigt wird.
Die Druckleitung 2.11 verbindet die Druckseite der Steuer­ pumpe 2.3 mit einem ersten Anschluß 2.14a eines 4/3-Wege-Steuer­ ventiles 2.14. Das 4/3-Wege-Steuerventil 2.14 ist elektromagnetisch zwischen seinen drei Stellungen I, II und III verstellbar. In der Ventilstellung I (dargestellt) ist der Anschluß 2.14a gesperrt, während die übrigen Anschlüsse 2.14b bis 2.14d miteinander verbunden sind. In der Stellung II (bei nach unten verstellten Schaltsymbolen) ist der An­ schluß 2.14a mit dem Anschluß 2.14d und der Anschluß 2.14c ist mit dem Anschluß 2.14b verbunden. In der Ventilstellung III (bei nach oben verstellten Schaltsymbolen) ist der An­ schluß 2.14a mit dem Anschluß 2.14c und der Anschluß 2.14d mit dem Anschluß 2.14b verbunden. Der Anschluß 2.14b des 4/3-Wege-Steuerventiles 2.14 ist mit dem Reservoir 7 verbun­ den.
Der Steuerkreis 2 arbeitet mit einem Regelkreis 3 zusammen, der durch ein mit gestrichelten Linien gebildetes Rechteck hervorgehoben ist. Die Regeleinrichtung bzw. der Regelkreis 3 enthält ein erstes Druckregelventil 3.1, das primärseitig über eine Regeldruckleitung 3.13 mit der Druckleitung 8.2 des Arbeitskreises 8 kommuniziert. Außerdem enthält der Re­ gelkreis 3 ein zweites Druckregelventil 3.2, das primärsei­ tig über eine Regeldruckleitung 3.14 mit der Druckleitung 8.3 des Arbeitskreises 8 kommuniziert. Die Druckregelventile 3.1 und 3.2 werden mit Hilfe eines Vordruckregelventiles 3.3 gesteuert, das beispielsweise als Proportionaldruckregelven­ til ausgebildet ist und dessen Primärseite über Rückschlag­ ventile 3.4 und 3.5 einerseits über Drosselstellen 3.8 und 3.9 mit den Druckleitungen 8.2 und 8.3 des Arbeitskreises 8 und andererseits mit Drucksteuerleitungen der Druckregelven­ tile 3.1 und 3.2 verbunden ist.
Sekundärseitig sind die Druckregelventile 3.1 und 3.2 sowie das Vordruckregelventil 3.3 an ein Wechselventil 3.12 ange­ schlossen, wobei die sperrbaren Anschlüsse des Wechselventi­ les 3.12 jeweils einem der Druckregelventile 3.1 und 3.2 zu­ geordnet sind, während der dritte Anschluß des Wechselventi­ les 3.12 dem Vordruckregelventil 3.3 zugeordnet ist.
Des weiteren enthält der Regelkreis 3 ein erstes 3/2-Wege-Ventil 3.10, das drei Anschlüsse 3.10a bis 3.10c aufweist und zwei Stellungen I und II einnehmen kann. In der gleichen Weise enthält der Regelkreis 3 ein zweites 3/2-Wege-Ventil 3.11, das ebenfalls drei Anschlüsse 3.11a bis 3.11c aufweist und zwei Stellungen I und II einnehmen kann. In der jeweili­ gen Stellung I der 3/2-Wege-Ventile 3.10 und 3.11 (jeweils dargestellt) ist der jeweilige Anschluß c gesperrt, während die jeweiligen Anschlüsse a und b miteinander verbunden sind. In der jeweiligen Stellung II der 3/2-Wege-Ventile 3.10 und 3.11 (die Schaltsymbole sind dazu bei Ventil 3.10 nach rechts und bei Ventil 3.11 nach links verstellt) ist der jeweilige Anschluß b gesperrt, während die Anschlüsse c und a jeweils über ein in Richtung von a nach c sperrendes Rückschlagventil miteinander verbunden sind.
Anschluß 3.10a des 3/2-Wege-Ventiles 3.10 ist über die erste Stellgliedleitung 2.13 mit dem ersten Druckanschluß 2.10 des Stellgliedes 2.2 verbunden. In entsprechender Weise ist der Anschluß 3.11a des 3/2-Wege-Ventiles 3.11 über die zweite Stellgliedleitung 2.12 mit dem zweiten Druckanschluß 2.9 des Stellgliedes 2.2 verbunden. Anschluß 3.10c des ersten 3/2-Wege-Ventiles 3.10 ist an die Sekundärseite des ersten Druckregelventils 3.1 angeschlossen, während der Anschluß 3.11c des zweiten 3/2-Wege-Ventiles 3.11 an die Sekundärsei­ te des zweiten Druckregelventils 3.2 angeschlossen ist. Der Anschluß 3.1 Ob des ersten 3/2-Wege-Ventiles 3.10 ist an den Anschluß 2.14c des 4/3-Wege-Steuerventils 2.14 angeschlos­ sen. In entsprechender Weise ist der Anschluß 3.11b des zweiten 3/2-Wege-Ventiles 3.11 an den Anschluß 2.14d des 4/3-Wege-Steuerventils 2.14 angeschlossen. Außerdem ist der Anschluß 3.10c über ein Rückschlagventil 3.6 an den Anschluß 3.11b sowie an den Anschluß 2.14d angeschlossen. In entspre­ chender Weise ist Anschluß 3.11c über ein Rückschlagventil 3.7 an den Anschluß 3.10b und an den Anschluß 3.14c ange­ schlossen.
Der Regelkreis bzw. die Regeleinrichtung 3 arbeitet wie folgt:
Während des normalen Arbeitsbetriebes wird die Hubrichtung der Kolbenstange 1.8 beziehungsweise des Verstellorganes 1.1 durch die Schaltstellungen I bis III des 4/3-Wege-Steuer­ ventils 2.14 bestimmt. Im Normalbetrieb befinden sich die 3/2-Wege-Ventile 3.10 und 3.11 in ihrer jeweiligen Stel­ lung I. Um bspw. das Verstellorgan 1.1 bzw. die Kolbenstange 1.8 eine Bewegung ausführen zu lassen, die entsprechend Fig. 1 von oben nach unten verläuft, weist das 4/3-Wege-Steuer­ ventil 2.14 seine Stellung II auf. Der von der Steuer­ pumpe 2.3 erzeugte Steuerdruck pflanzt sich dann wie folgt fort: Von der Steuerpumpe 2.3 über die Druckleitung 2.11 zum Anschluß 2.14a, zu Anschluß 2.14d, zu Anschluß 3.11b, zu An­ schluß 3.11a, über Stellgliedleitung 2.12 zu Druckanschluß 2.9. Der für die Stellung des Stellgliedes 2.2 maßgebliche Differenzdruck zwischen den Druckanschlüssen 2.9 und 2.10 ergibt sich somit aus dem an Druckanschluß 2.10 herrschenden Druck. Der Druckanschluß 2.10 ist über die Stellgliedleitung 2.13 an den Anschluß 3.10a, über diesen an den Anschluß 3.10b, über diesen an den Anschluß 2.14c, über diesen an den Anschluß 2.14b und über diesen an das Reservoir 7 und somit an den Atmosphärendruck angeschlossen. Der für die Stellung des Stellgliedes 2.2 maßgebliche Differenzdruck entspricht in diesem Fall dem Steuerdruck. Der Druckverlauf für eine Bewegung der Kolbenstange 1.8 von unten nach oben wird durch eine Verstellung des 4/3-Wege-Steuerventiles 2.14 in dessen Stellung III initiiert und erfolgt in entsprechender Weise.
Für die Umkehr der Hubrichtung (sog. "Umsteuern") des Ver­ stellorganes 1.1 des Kolben-Zylinder-Aggregates 1 wird das z. B. als Magnetventil ausgebildete 4/3-Wege-Steuerventil 2.14 schlagartig von seiner der einen Hubrichtung zugeordne­ ten Stellung II (bzw. III) in seine der anderen Hubrichtung zugeordneten Stellung III (bzw. II) geschaltet. Auf diese Weise kann die Stellzeit des Stellgliedes 2.2 kurz gehalten und das Umsteuern des Verstellorganes 1.1 rasch ablaufen.
Die Stellung I des 4/3-Wege-Steuerventils 2.14 wird im we­ sentlichen dazu benötigt, das Verstellorgan 1.1 bei arbei­ tender Arbeitspumpe 8.1 anzuhalten bzw. drucklos zu stellen. In dieser Stellung I kann sich der in der vorangehenden Stellung II oder III aufgebaute Steuerdruck über Anschluß 2.14b in das Reservoir 7 entspannen. Auf diese Weise herrscht an beiden Druckanschlüssen 2.9 und 2.10 des Stell­ gliedes 2.2 Druckgleichgewicht auf niedrigstem Druckniveau, so daß das Stellglied 2.2 eine Nullförderung der Arbeitspum­ pe 8.1 bewirkt.
Für den Fall, daß während einer von oben nach unten ablau­ fenden Bewegung der Kolbenstange 1.8 im Auslaß 1.5 der Strö­ mungswiderstand, z. B. durch eine Drossel, erhöht wird, steigt der Druck in Zylinderraum 1.2 an. Dieser Druckanstieg hat zur Folge, daß in der Kammer 1.9 ebenfalls der Druck rasch ansteigt. Dieser Druckanstieg pflanzt sich durch die in diesem Fall den Hochdruckbereich des Arbeitskreises 8 bildende Druckleitung 8.2 fort. Da das Vordruckregelventil 3.3 über das Rückschlagventil 3.4 und die Drossel 3.8 mit dem Hochdruckbereich des Antriebskreises 8 kommuniziert, kann dieses bei Erreichen des am Vordruckregelventil 3.3 eingestellten Druckschwellwertes öffnen. Durch den dabei ausgelösten Druckabfall auf der Primärseite des Vordruckre­ gelventils 3.2 und somit an der Drucksteuerleitung des Druckregelventils 3.1 öffnet sich nahezu gleichzeitig das Druckregelventil 3.1, so daß sich auf den Sekundärseiten des Druckregelventils 3.1 und des Vordruckregelventils 3.3 ein Regeldruck aufbauen kann. Dieser Regeldruck entspricht dabei der Druckdifferenz, die sich zwischen dem über den am Vor­ druckregelventil 3.3 voreingestellten Druckschwellwert hin­ ausgehenden Druck im Hochdruckbereich des Arbeitskreises 8 und dem eingestellten Druckschwellwert ausbildet. Während sich der Regeldruck aufbaut nimmt gleichzeitig die Druckdif­ ferenz zwischen Primär- und Sekundärseite des Vordruckregel­ ventils 3.3 ab, so daß dieses bei aufgebautem Regeldruck schließt und nahezu zeitgleich ein Schließen des Druckregel­ ventils 3.1 auslöst.
Der Regeldruck bewirkt über entsprechende Steuerleitungen eine Verstellung des 3/2-Wege-Ventils 3.10 von seiner Stel­ lung I in seine Stellung II, wodurch sich der Regeldruck von Anschluß 3.10c auf Anschluß 3.10a und von diesem über die Stellgliedleitung 2.13 an den Druckanschluß 2.10 fort­ pflanzt. Auf diese Weise wird die Druckdifferenz zwischen den Druckanschlüssen 2.9 und 2.10 des Stellgliedes 2.2 er­ heblich reduziert, was eine entsprechende Verstellung der Stellscheibe der Arbeitspumpe 8.1 zur Folge hat und eine dementsprechende Reduzierung der Förderleistung der Arbeits­ pumpe 8.1 bewirkt.
Für einen Totpunktdurchgang der Kolbenstange 1.8 wird das 4/3-Wege-Steuerventil 2.14 von seiner Stellung II in seine Stellung III gebracht. Dadurch wird der an Druckanschluß 2.9 anliegende Steuerdruck über Anschluß 2.14b in das Reservoir 7 entspannt (siehe oben). Gleichzeitig können über das Rück­ schlagventil 3.6 auch die Sekundärseiten des Druckregelven­ tils 3.1 und des Vordruckregelventils 3.3 in das Reservoir 7 entspannt werden. Über das Rückschlagventil 3.6 entspannt sich auch die Steuerleitung des 3/2-Wege-Ventils 3.10, so daß dieses aufgrund des noch in der Stellgliedleitung 2.13 herrschenden Regeldruckes sowie aufgrund des jetzt an An­ schluß 3.10b anliegenden Steuerdruckes über entsprechende Steuerleitungen wieder in seine Stellung I verstellt wird. Diese Maßnahme gewährleistet, daß auch in umgekehrter Hubrichtung die zur Verstellung des Stellgliedes 2.2 erfor­ derliche Druckdifferenz zwischen den Druckanschlüssen 2.9 und 2.10 rasch eingestellt werden kann.
Sobald der Druck in der nun zum neuen Hochdruckbereich gehö­ renden Druckleitung 8.3 den vorgegebenen Druckschwellwert übersteigt, öffnet wiederum das Vordruckregelventil 3.3 und somit etwa gleichzeitig das Druckregelventil 3.2, so daß sich sekundärseitig des Druckregelventils 3.2 und des Vor­ druckregelventils 3.3 wiederum der Regeldruck aufbauen kann. Dabei wird in diesem Fall das Wechselventil 3.12 von der dargestellten Stellung in seine andere umgeschaltet. Der üb­ rige Druckverlauf verläuft analog zu dem zuvor für eine von oben nach unten gerichtete Bewegung der Kolbenstange 1.8 be­ schriebenen Druckverlauf.
Mit dem Arbeitskreis 8 wirkt ein Spülkreis 4 zusammen, der durch ein mit gestrichelten Linien gebildetes Rechteck her­ vorgehoben ist. Der Spülkreis 4 enthält ein 3/3-Wege-Spül­ ventil 4.1, das zwischen drei Stellungen I, II und III verstellbar ist. In seiner Stellung I (dargestellt) sind die Anschlüsse 4.1a bis 4.1c des 3/3-Wege-Spülventils 4.1 je­ weils gesperrt. In der Stellung II (bei nach unten verstell­ ten Schaltsymbolen) ist der Eingang 4.1b mit dem Ausgang 4.1c verbunden, während der Eingang 4.1a gesperrt ist. In Stellung III (bei nach oben verstellten Schaltsymbolen) ist der Eingang 4.1a mit dem Ausgang 4.1c verbunden, während der Eingang 4.1b gesperrt ist.
Der Eingang 4.1a kommuniziert mit der Druckleitung 8.2 des Arbeitskreises 8. In gleicher Weise kommuniziert Eingang 4.1b mit der Druckleitung 8.3 des Arbeitskreises 8. Zur Ver­ stellung des 3/3-Wege-Spülventils 4.1 weist dieses Steuer­ leitungen 4.4 und 4.5 auf, die jeweils über eine Drossel­ stelle mit einer der Druckleitungen 8.2 und 8.3 kommunizie­ ren. Der Ausgang 4.1c ist über Druckhalteventil 4.2 an das Reservoir 7 angeschlossen. Außerdem kommuniziert der Ausgang 4.1c über Drosselstellen mit den Steuerleitungen 4.4 und 4.5.
Mit Hilfe des Spülkreises 4 wird dem Arbeitskreis 8 perma­ nent Hydraulikfluid entzogen, wobei die entnommene Menge über die als Rückschlagventile 2.4 bzw. 2.5 ausgebildeten Füllventile ständig ersetzt wird. Durch den stetigen Aus­ tausch des Hydraulikfluids kann im Arbeitskreis 8 anfallende Wärmeenergie in das Reservoir 7 abgeführt und eine Überhit­ zung des Arbeitskreises 8 und seiner Bestandteile verhindert werden. Um eine Kühlung des im Hydraulikmittel-Reservoir 7 befindlichen Hydraulikmediums zu erzielen, ist im Reservoir 7 ein Wärmetauscher 7.1 angeordnet, der vorzugsweise von dem von der Kolbenpumpe 1.13 angesaugten Fluid, im Ausführungs­ beispiel verschmutztes Wasser, als Kühlmedium durchströmt wird.
Die Entnahme des Hydraulikmediums läuft wie folgt ab:
Wenn die Druckleitung 8.2 den Hochdruckbereich des Arbeits­ kreises 8 bildet, wird über die damit kommunizierende Steu­ erleitung 4.4 das 3/3-Wege-Spülventil 4.1 in seine Stellung II verstellt. In dieser Stellung II ist die den Niederdruck­ bereich des Arbeitskreises 8 bildende Druckleitung 8.3 über Eingang 4.1b, Ausgang 4.1c und Druckhalteventil 4.2 mit dem Reservoir 7 verbunden, so daß Hydraulikmedium aus dem Nie­ derdruckbereich des Arbeitskreises 8 entweichen kann. Bei umgekehrter Hubrichtung nimmt das 3/3-Wege-Spülventil 4.1 in entsprechender Weise seine Stellung III ein, so daß wiederum dem Niederdruckbereich Hydraulikmedium entnommen wird.
Zur Verbesserung der Regel- bzw. Steuerdynamik des Spülkrei­ ses 4 ist ein 3/3-Wege-Ausgleichsventil 4.3 vorgesehen, das drei Anschlüsse 4.3a bis 4.3c aufweist und insbesondere elektromagnetisch zwischen seinen Stellungen I, II und III verstellbar ist. In seiner Stellung I (dargestellt) sind die Anschlüsse 4.3a, 4.3b und 4.3c miteinander verbunden. In Stellung II (bei nach unten verstellten Schaltsymbolen) ist der Eingang 4.3b mit dem Ausgang 4.3c verbunden, während der Eingang 4.3a gesperrt ist. In der Stellung III (bei der die Schaltsymbole nach oben verstellt sind) ist der Eingang 4.3a mit dem Ausgang 4.3c verbunden, während der Eingang 4.3b ge­ sperrt ist.
Der Ausgang 4.3c des 3/3-Wege-Ausgleichsventils 4.3 ist ebenfalls über das Druckhalteventil 4.2 mit dem Reservoir 7 verbunden. Der Eingang 4.3a des 3/3-Wege-Ausgleichsventils kommuniziert mit der Steuerleitung 4.4 des 3/3-Wege- Spülventils 4.1, während der Eingang 4.3b mit der Steuerlei­ tung 4.5 des 3/3-Wege-Spülventils 4.1 kommuniziert.
Während das 3/3-Wege-Spülventil 4.1 über die in den Steuer­ leitungen 4.4 und 4.5 herrschenden Drücke verstellt wird, ist zur Verstellung des 3/3-Wege-Ausgleichsventils 4.3 eine elektromagnetische Verstellung vorgesehen, wobei Sensoren 4.6 und 4.7 im Bereich der Zylinderräume 1.2 und 1.3 ange­ ordnet sind. Diese Sensoren 4.6 und 4.7 detektieren die Tot­ punktlagen der Kolbenstange 1.8 bzw. der davon angetriebenen Kolben 1.11 und 1.12.
Das 3/3-Wege-Spülventil 4.1 arbeitet wie folgt mit dem 3/3-Wege-Ausgleichsventil 4.3 zusammen:
Beim Durchgang des Verstellorganes 1.1 bzw. der Kolbenstange 1.8 durch eine ihrer Totpunktlagen wird der vormalige Hoch­ druckbereich des Arbeitskreises 8 zum neuen Niederdruckbe­ reich und umgekehrt. Bis sich jedoch der Arbeitsdruck im vorherigen Niederdruckbereich aufgebaut hat und sich der Druck im neuen Niederdruckbereich auf das dafür vorgesehene Niederdruckniveau vom vorherigen Hochdruckbereich abgesenkt hat, vergeht eine bestimmte Zeitspanne. Innerhalb dieser Zeitspanne ist der Druck im neuen Niederdruckbereich größer als im neuen Hochdruckbereich, so daß die über die Druckdif­ ferenz zwischen den Steuerleitungen 4.4 und 4.5 vorgegebene Stellung des 3/3-Wege-Spülventils 4.1 noch der vorherigen Hubrichtung entspricht, so daß nunmehr Hydraulikmedium aus dem neuen, noch im Aufbau befindlichen Hochdruckbereich ent­ nommen wird. Dies führt zu einem ungewollten Ölmangel in Verbindung mit einem Druckeinbruch im Arbeitskreis 8.
Um einen derartigen Ölmangel zu verhindern, wird das 3/3-Wege-Spülventil 4.1 in jeder Totpunktlage der Kolbenstange 1.8 in seine mittlere Stellung I gebracht, in der die Ver­ bindungen der Druckleitungen 8.2 und 8.3 mit dem Reservoir 7 unterbrochen sind. Die Verstellung des 3/3-Wege-Spülventils 4.1 erfolgt durch eine entsprechende Schaltung des 3/3-Wege-Aus­ gleichventils 4.3, dessen Verstellung von den Sensoren 4.6 und 4.7 exakt in der jeweiligen Totpunktlage der Kolben­ stange 1.8 ausgelöst wird, unabhängig von den in den Druck­ leitungen 8.2 und 8.3 und somit in den Steuerleitungen 4.4 und 4.5 herrschenden Drücken.
Bewegt sich beispielsweise die Kolbenstange 1.8 entsprechend Fig. 1 von oben nach unten ist die Druckleitung 8.2 dem Hochdruckbereich des Arbeitskreises 8 zugeordnet, das 3/3-Wege-Spülventil 4.1 befindet sich in seiner Stellung II und das 3/3-Wege-Ausgleichsventil 4.3 befindet sich in seiner Stellung II. Erreicht die Kolbenstange 1.8 ihre untere Tot­ punktlage bzw. den Umsteuerbereich wird dieser bzw. die Tot­ punktlage des Kolbens 1.11 vom Sensor 4.6 detektiert, wo­ durch z. B. mit Hilfe von Elektromagneten das 3/3-Wege-Aus­ gleichsventil 4.3 in seine Stellung III umgeschaltet wird. Wenn das 3/3-Wege-Ausgleichsventil 4.3 seine Stellung III einnimmt, ist sein Anschluß 4.3b gesperrt und der sich in der Druckleitung 8.3 aufbauende Arbeitsdruck des neuen Hochdruckbereiches kann über die damit kommunizierende Steu­ erleitung 4.5 rasch ein Umschalten des 3/3-Wege-Spülventiles 4.1 in seine Stellung III bewirken, da in dieser Stellung III gleichzeitig der vormalige Hochdruckbereich über den Eingang 4.1a, den Ausgang 4.1c und über das Druckhalteventil 4.2 in das Reservoir 7 auf das Druckniveau des Niederdruck­ bereiches entspannt wird. Diese Entspannung des vorangehen­ den Hochdruckbereiches auf das Druckniveau des Niederdruck­ bereiches ist auch deshalb sinnvoll, damit der weiter oben beschriebene Regelkreis 3 nicht auf einen überhöhten Druck im neuen Niederdruckbereich, der in der Folge einen entspre­ chenden überhöhten Druckanstieg im neuen Hochdruckbereich nach sich ziehen kann, reagiert.
Wenn das 3/3-Wege-Ausgleichsventil 4.3 seine Stellung I ein­ nimmt, sind seine Anschlüsse 4.3a und 4.3b miteinander ver­ bunden, mit der Folge, daß an den Steuerleitungen 4.4 und 4.5 des 3/3-Wege-Spülventils 4.1 ein Druckausgleich erfolgt und dieses in seine Stellung I verstellt wird. Eine weitere Entnahme von Hydraulikmedium aus der dem bisherigen Nieder­ druckbereich des Arbeitskreises 8 zugeordneten Druckleitung 8.3 wird beendet, so daß sich dort rasch der neue Hochdruck­ bereich ausbilden kann. Diese Stellungen I sind insbesondere dann von Bedeutung, wenn die Arbeitspumpe 8.1 mit Nullförde­ rung arbeiten soll.
Das Zusammenwirken zwischen dem 3/3-Wege-Spülventil 4.1 und dem 3/3-Wege-Ausgleichsventil 4.3 bei dem Durchgang der Kol­ benstange 1.8 durch ihren anderen Totpunkt läuft in entspre­ chender Weise analog ab.
Damit die Steuerung der Arbeitspumpe 8.1 und somit die Hub­ bewegungen der Kolbenstange 1.8 mit der Entnahme von Hydrau­ likmedium durch den Spülkreis 4 aus dem jeweiligen Nieder­ druckbereich des Arbeitskreises 8 besser koordiniert werden kann, sind die Schaltvorgänge des 4/3-Wege-Steuerventils 2.14 und die Schaltvorgänge des 3/3-Wege-Ausgleichsventils 4.3 synchronisiert. Zu diesem Zweck werden die Schaltvorgän­ ge beider Ventile 2.14 und 4.3 elektromagnetisch in Abhän­ gigkeit von den Signalen der Sensoren 4.6 und 4.7 während den jeweiligen Totpunktdurchgängen der Kolbenstange 1.8 gleichzeitig bewirkt.

Claims (23)

1. Doppeltwirkendes hydraulisches Antriebsaggregat, das ins­ besondere in Form eines Kolben-Zylinder-Aggregates als Druck­ umsetzer zum Antrieb einer langsam laufenden Kolbenpumpe ausgebildet ist,
  • - mit einem hydraulischen Arbeitskreis, in dem eine in zwei Förderrichtungen steuerbare Arbeitspumpe Hydraulikmedium zwischen zwei Kammern des Antriebsaggregates hin und her fördert und dabei eine Verstellung eines Verstellorganges des Antriebsaggregates zwischen zwei Totpunktlagen be­ wirkt, und
  • - mit einer Steuereinrichtung, die mit der Arbeitspumpe zu­ sammenwirkt und in den Totpunktlagen des Verstellorganes jeweils eine Umkehrung der Förderrichtung des Hydraulikme­ diums im Arbeitskreis bewirkt,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale,
die Steuereinrichtung ist als hydraulischer Steuerkreis (2) ausgebildet und umfaßt
  • - ein hydraulisches Stellglied (2.2), das mit der Arbeits­ pumpe (8.1) steuernd zusammenwirkt, derart, daß die Hy­ draulikmittel-Förderung der Arbeitspumpe (8.1) nach Betrag und Richtung von dem Differenzdruck zwischen zwei Druckan­ schlüssen (2.9 und 2.10) des Stellgliedes (2.2) abhängt,
  • - eine Steuerpumpe (2.3), deren saugseitiger Eingang mit ei­ nem Hydraulikmittel-Reservoir (7) verbunden ist,
  • - ein 4/3-Wege-Steuerventil (2.14),
    • - dessen erster Anschluß (2.14a) mit dem druckseitigen Ausgang der Steuerpumpe (2.3) verbunden ist,
    • - dessen zweiter Anschluß (2.14b) mit dem Reservoir (7) verbunden ist,
    • - dessen dritter Anschluß (2.14c) an den ersten Druckan­ schluß (2.10) des Stellgliedes (2.2) anschließbar ist und
    • - dessen vierter Anschluß (2.14d) an den zweiten Druckan­ schluß (2.9) des Stellgliedes (2.2) anschließbar ist,
    wobei das 4/3-Wege-Steuerventil (2.14)
    • - in seiner ersten Stellung (I) seinen ersten Anschluß (2.14a) sperrt, seinen zweiten Anschluß (2.14b) mit sei­ nem dritten Anschluß (2.14c) und mit seinem vierten An­ schluß (2.14d) verbindet,
    • - in seiner zweiten Stellung (II) seinen ersten Anschluß (2.14a) mit seinem vierten Anschluß (2.14d) verbindet und seinen zweiten Anschluß (2.14b) mit seinem dritten Anschluß (2.14c) verbindet,
    • - in seiner dritten Stellung (III) seinen ersten Anschluß (2.14a) mit seinem dritten Anschluß (2.14c) und seinen zweiten Anschluß (2.14b) mit seinem vierten Anschluß (2.14d) verbindet,
    • - wobei das 4/3-Wege-Steuerventil (2.14) beim Erreichen der einen Totpunktlage des Verstellorganes (1.1) des An­ triebsaggregates (1) aus seiner zweiten Stellung (II) in seine dritte Stellung (III) geschaltet wird und beim Er­ reichen der anderen Totpunktlage aus seiner dritten Stellung (III) in seine zweite Stellung (II) geschaltet wird.
2. Antriebsaggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Sensoren (4.6 und 4.7) vorgesehen sind, welche die Tot­ punktlagen des Verstellorganes (1.1) detektieren und ein da­ mit korreliertes Signal generieren, das direkt oder mittel­ bar ein Schalten des 4/3-Wege-Steuerventils (2.14) bewirkt.
3. Antriebsaggregat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das 4/3-Wege-Steuerventil (2.14) elektromagnetisch betä­ tigbar ist.
4. Antriebsaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitspumpe (8.1) und die Steuerpumpe (2.3) von ei­ ner gemeinsamen Welle (8.5) angetrieben sind oder daß eine in das Gehäuse der Arbeitspumpe (8.1) integrierte Füllölpum­ pe gleichzeitig als Steuerpumpe (2.3) des Steuerkreises (2) dient.
5. Antriebsaggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Regeleinrichtung (3) vorgesehen ist, die zwischen der Arbeitspumpe (8.1) und der einen Kammer (1.9) des An­ triebsaggregates (1) und zwischen der Arbeitspumpe (8.1) und der anderen Kammer (1.10) des Antriebsaggregates (1) an den Arbeitskreis (8) angeschlossen ist und die, wenn der Druck im Hochdruckbereich des Arbeitskreises (8) höher als ein vorbestimmter Druckschwellwert ist, die Verbindung des mit dem Reservoir (7) verbundenen Druckanschlusses (2.9 oder 2.10) des Stellgliedes (2.2) sperrt und über eine entspre­ chende Regeldruckleitung (3.13, 3.14) letzteren Druckan­ schluß (2.9 oder 2.10) mit dem Arbeitskreis (8) gedrosselt verbindet.
6. Antriebsaggregat nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Regeldruckleitung (3.13, 3.14) ein Druckregelventil (3.1, 3.2) enthält, das in Abhängigkeit eines vorbestimmten Druckschwellwertes die Regeldruckleitung (3.13, 3.14) sperrt oder mehr oder weniger gedrosselt öffnet.
7. Antriebsaggregat nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zum Sperren der Verbindung des jeweiligen Druckanschlus­ ses (2.9 bzw. 2.10) des Stellgliedes (2.2) mit dem Reservoir (7) und zur Verbindung dieses Druckanschlusses (2.9 bzw.
2.10) mit der Regeldruckleitung (3.13, 3.14) ein 3/2-Wege-Ventil (3.10, 3.11) vorgesehen ist,
  • - dessen erster Anschluß (3.10a, 3.11a) mit dem jeweiligen Druckanschluß (2.9 oder 2.10) des Stellgliedes (2.2) ver­ bunden ist,
  • - dessen zweiter Anschluß (3.10b, 3.11b) mit dem dritten oder vierten Anschluß (2.14c oder 2.14d) des 4/3-Wege-Steuer­ ventils (2.14) verbunden ist und
  • - dessen dritter Anschluß (3.10c, 3.11c) mit der Regeldruck­ leitung (3.13, 3.14) verbunden ist,
wobei das 3/2-Wege-Ventil (3.10, 3.11)
  • - in seiner ersten Stellung (I) seinen ersten Anschluß (3.10a, 3.11a) mit seinem zweiten Anschluß (3.10b, 3.11b) verbindet und seinen dritten Anschluß (3.10c, 3.11c) sperrt,
  • - in seiner zweiten Stellung (II) seinen ersten Anschluß (3.10a, 3.11a) mit seinem dritten Anschluß (3.10c, 3.11c) verbindet und seinen zweiten Anschluß (3.10b, 3.11b) sperrt.
8. Antriebsaggregat nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Regeleinrichtung (3) zwei Druckregelventile (3.1 und 3.2), ein erstes und ein zweites, und zwei 3/2-Wege-Ventile (3.10 und 3.11), ein erstes und ein zweites, aufweist, von denen jeweils eines dem Hochdruckbereich und eines dem Nie­ derdruckbereich des Arbeitskreises (8) zugeordnet ist, wobei der zweite Anschluß (3.10b) des ersten 3/2-Wege-Ventils (3.10) mit dem dritten Anschluß (2.14c) des 4/3-Wege-Steuer­ ventils (2.14) und zusätzlich über ein Rückschlagven­ til (3.7) mit dem dritten Anschluß (3.11c) des zweiten 3/2-Wege-Ventils (3.11) verbunden ist und der zweite Anschluß (3.1b) des zweiten 3/2-Wege-Ventils (3.11) mit dem vierten Anschluß (2.14d) des 4/3-Wege-Steuerventils (2.14) und zu­ sätzlich über ein Rückschlagventil (3.6) mit dem dritten An­ schluß (3.10c) des ersten 3/2-Wege-Ventils (3.10) verbunden ist.
9. Antriebsaggregat nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß der dritte Anschluß (3.10c) des ersten 3/2-Wege-Ventils (3.10), der zweite Anschluß (3.11b) des zweiten 3/2-Wege-Ventils (3.11) und der vierte Anschluß (2.14d) des 4/3-Wege-Steuerventils (2.14) über eine gemeinsame Verbindungsstelle miteinander verbunden sind, wobei zwi­ schen dieser Verbindungsstelle und dem dritten Anschluß (3.10c) des ersten 3/2-Wege-Ventils (3.10) der Ausgang des ersten Druckregelventils (3.1) angeschlossen ist und zwi­ schen dieser Anschlußstelle und der Verbindungsstelle ein Rückschlagventil (3.6) angeordnet ist, das in Richtung auf die Anschlußstelle sperrt, und
  • - daß der dritte Anschluß (3.11c) des zweiten 3/2-Wege-Ventils (3.11), der zweite Anschluß (3.10b) des ersten 3/2-Wege-Ventils (3.10) und der dritte Anschluß (2.14c) des 4/3-Wege-Steuerventils (2.14) über eine gemeinsame Verbindungsstelle miteinander verbunden sind, wobei zwi­ schen dieser Verbindungsstelle und dem dritten Anschluß (3.11c) des zweiten 3/2-Wege-Ventils (3.11) der Ausgang des zweiten Druckregelventils (3.2) angeschlossen ist und zwischen dieser Anschlußstelle und der Verbindungsstelle ein Rückschlagventil (3.7) angeordnet ist, das in Richtung auf die Anschlußstelle sperrt.
10. Antriebsaggregat nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß zum Schalten der Druckregelventile (3.1 und 3.2) diese mit einem Vordruckregelventil (3.3) zusammenwirken, das ge­ drosselt mit dem Hochdruckbereich und mit dem Niederdruckbe­ reich des Arbeitskreises (8) verbunden ist und das in Abhän­ gigkeit eines vorbestimmten Druckschwellwertes die Druckre­ gelventile (3.1 und 3.2) schaltet, wobei das eine der Druck­ regelventile (3.1 oder 3.2) geschlossen und das jeweils an­ dere mehr oder weniger geöffnet ist.
11. Antriebsaggregat nach Anspruch 1 0, dadurch gekennzeichnet, daß ein Wechselventil (3.12) vorgesehen ist, dessen erster sperrbarer Ausgang mit dem Ausgang des ersten Druckregelven­ tils (3.1) verbunden ist, dessen zweiter sperrbarer Ausgang mit dem Ausgang des zweiten Druckregelventils (3.2) verbun­ den ist und dessen Eingang mit dem Ausgang des Vordruckre­ gelventils (3.3) verbunden ist.
12. Antriebsaggregat nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der am Vordruckregelventil (3.3) eingestellte vorbe­ stimmte Druckschwellwert niedriger als der von der Regelein­ richtung (3) im Hochdruckbereich des Arbeitskreises (8) ein­ zustellende Druckschwellwert ist.
13. Antriebsaggregat nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckdifferenz zwischen dem von der Regeleinrichtung (3) im Hochdruckbereich des Arbeitskreises (8) einzustellen­ den Druckschwellwert und dem am Vordruckregelventil (3.3) eingestellten vorbestimmten Druckschwellwert etwa gleich dem im Hochdruckbereich des Steuerkreises (2) vorliegenden Steu­ er-Druckwert ist.
14. Doppeltwirkendes hydraulisches Antriebsaggregat, das insbesondere in Form eines Kolben-Zylinder-Aggregates als Druckumsetzer zum Antrieb einer langsam laufenden Kolbenpum­ pe ausgebildet ist, mit einem hydraulischen Arbeitskreis, in dem eine steuerbare Arbeitspumpe Hydraulikmedium zwischen zwei Kammern des Antriebsaggregates hin und her fördert und dabei eine Verstellung eines Verstellorganes des Antriebsag­ gregates zwischen zwei Totpunktlagen bewirkt, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß ein hydraulischer Spülkreis (4) zur Entnahme von Hy­ draulikmedium aus dem Niederdruckbereich des Arbeitskrei­ ses (8) vorgesehen ist, bei dem ein schaltbares 3/3-Wege-Spül­ ventil (4.1) einen mit der einen Kammer (1.9) des An­ triebsaggregates (1) kommunizierenden ersten Eingang (4.1a), einen mit der anderen Kammer (1.10) des Antriebs­ aggregates (1) kommunizierenden zweiten Eingang (4.1b) und einen über ein Druckhalteventil (4.2) mit einem Hydraulik­ medium-Reservoir (7) kommunizierenden Ausgang (4.1c) auf­ weist, wobei das 3/3-Wege-Spülventil (4.1) in einer den Totpunktlagen des Verstellorganes (1.1) des Antriebsaggre­ gates (1) zugeordneten ersten Stellung (I) alle Durchgänge sperrt, in einer der einen Antriebsrichtung zugeordneten zweiten Stellung (II) den zweiten Eingang (4.1b) mit dem Ausgang (4.1c) verbindet und den ersten Eingang (4.1a) sperrt und in einer der anderen Antriebsrichtung zugeord­ neten dritten Stellung (III) den ersten Eingang (4.1a) mit dem Ausgang (4.1c) verbindet und den zweiten Eingang (4.1b) sperrt,
  • - daß Sensoren (4.6, 4.7) vorgesehen sind, welche die Tot­ punktlagen des Verstellorganes (1.1) des Antriebsaggrega­ tes (1) detektieren und ein damit korreliertes Signal ge­ nerieren, das direkt oder mittelbar ein Schalten des 3/3-Wege-Spülventils (4.1) bewirkt.
15. Antriebsaggregat nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem hydraulisch schaltbaren 3/3-Wege-Spülventil (4.1), bei dem eine erste hydraulische Steuerleitung (4.4) mit dessen ersten Eingang (4.1a) und eine zweite hydrauli­ sche Steuerleitung (4.5) mit dessen zweiten Eingang (4.1b) kommuniziert, das jeweils von einem der Sensoren (4.6 und 4.7) generierte Signal zum Schalten eines Ausgleichsventils (4.3) dient, das einen mit der ersten Steuerleitung (4.4) kommunizierenden ersten Eingang (4.3a) und einem mit der zweiten Steuerleitung (4.5) kommunizierenden zweiten Eingang (4.3b) aufweist und das in einer ersten Stellung (I) seine Eingänge (4.3a und 4.3b) miteinander verbindet.
16. Antriebsaggregat nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgleichsventil (4.3) einen über das Druckhalteven­ til (4.2) mit dem Reservoir (7) kommunizierenden Ausgang (4.3c) aufweist und daß das Ausgleichsventil (4.3) in seiner ersten Stellung (I) seine Eingänge (4.3a und 4.3b) mit sei­ nem Ausgang (4.3c) verbindet.
17. Antriebsaggregat nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgleichsventil (4.3) in einer der einen Antriebs­ richtung zugeordneten zweiten Stellung (II) seinen zweiten Eingang (4.3b) mit seinem Ausgang (4.3c) verbindet und in einer der anderen Antriebsrichtung zugeordneten dritten Stellung (III) seinen ersten Eingang (4.3a) mit seinem Aus­ gang (4.3c) verbindet.
18. Antriebsaggregat nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgleichsventil (4.3) elektromagnetisch schaltbar ist.
19. Antriebsaggregat nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgleichsventil (4.3) als 3/3-Wege-Ventil ausgebil­ det ist.
20. Antriebsaggregat nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß - wenn das Antriebsaggregat (1) eine langsamlaufende Kolbenpumpe (1.13) zur Förderung eines Pumpmediums antreibt - an die langsamlaufende Kolbenpumpe (1.13) druckseitig ein Schwingungsdämpfer angeschlossen ist, der einen Blasenspei­ cher (5) und ein diesem vorgeschaltetes Drosselrückschlag­ ventil (6) aufweist.
21. Antriebsaggregat nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Drosselrückschlagventil (6) aus einer Drossel (6.1) und einem dazu parallel geschalteten Rückschlagventil (6.2) besteht, wobei das Drosselrückschlagventil (6) derart zwi­ schen dem Blasenspeicher (5) und der Druckseite der langsam­ laufenden Kolbenpumpe (1.13) angeordnet ist, daß das Rück­ schlagventil (6.2) in der Richtung vom Blasenspeicher (5) zur Kolbenpumpe (1.13) öffnet.
22. Antriebsaggregat nach einem der vorhergehenden Ansprü­ che, dadurch gekennzeichnet, daß - wenn das Antriebsaggregat (1) eine langsamlaufende Kolbenpumpe (1.13) zur Förderung eines Pumpmediums antreibt - das im Reservoir (7) enthaltende Hydraulikmedium im Wärme­ austausch mit einem Wärmeaustauscher (7.1) steht, der von dem von der langsamlaufenden Kolbenpumpe (1.13) geförderten Pumpmedium durchströmt ist.
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