DE19754008C2 - Hubkolbenbrennkraftmaschine - Google Patents
HubkolbenbrennkraftmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Hubkolbenbrennkraftmaschine mit ei
nem als Gaswechselelemente Ventile aufnehmenden Zylinderkopf
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Hubkolbenbrennkraftmaschinen der vorgenannten Art sind aus der
DE 42 30 528 A1 bekannt. Bei dieser Lösung sind die ausgehend
vom Kurbelgehäuseunterteil bis in den Zylinderkopf sich er
streckenden, in dessen dem Kurbelgehäuse zugewandten, unteren
Bereich verankerten Zuganker über Muttern gegen untere Lager
deckel der Kurbelwellenlager verspannt, die ihrerseits vom Kur
belgehäuse umschlossen sind, das seinerseits nach unten über
eine Ölwanne abgeschlossen ist. Die Zuganker sind nur nach Ent
fernen der Ölwanne zugänglich und die Ölwanne sowie auch der
die Ölwanne tragende Teil des Kurbelgehäuses sind ihrerseits
unabhängig von den Zugankern über Schraubverbindungen gehalten.
Sie tragen damit allenfalls indirekt zur Abstützung der kurbel
gehäuseseitig über die Zuganker aufzubringenden Spannkräfte
bei, so dass anderweitig für die notwendige Abstützung der La
gerstühle gesorgt werden muss, was zusätzliche aussteifende
Massnahmen bedingt.
Im Hinblick auf eine zusätzliche Aussteifung des Kurbelgehäuses
im Bereich seiner Lagerstühle ist es bekannt, im Übergang des
Kurbelgehäuses auf die Ölwanne eine plattenförmige oder scha
lenförmige Versteifung vorzusehen, die im Falle der EP 0 663 522 B1
die Zusatzfunktion hat, eine gegenüber dem Kurbelgehäuse
verbreiterte Befestigungsbasis für die Ölwanne zu bieten, und
die im Falle der EP 0 515 773 B1 Prall- bzw. Leitflächen für
das Öl bildet, durch die der Ölsammelraum gegen den Bewegungs
bereich der Kurbelwelle abgegrenzt werden und eine einer soge
nannten Trockensumpfschmierung ähnliche Funktion erreicht wer
den soll.
Desweiteren ist es aus der DE 31 42 327 A1 bekannt, die Ölwanne
doppelwandig zu gestalten und den zwischen Innenschale und Au
ßenschale der Ölwanne liegenden Raum für die Durchführung von
Kühlmittel zu nutzen. Zugleich soll diese Doppelschaligkeit mit
elastischer Abstützung der Aussenschale gegen die Innenschale
der Geräuschdämmung dienen, weshalb auch lediglich die Innen
schale gegen das Kurbelgehäuse befestigt ist, die Aussenschale
aber von der Innenschale über die elastischen Mittel getragen
ist.
Mit der DE 43 19 082 A1 ist ferner noch eine Hubkolbenbrenn
kraftmaschine mit einteiligem und einschaligem, um die Kurbel
welle herum geführtem Kurbelgehäuse und in einem Stück mit dem
Kurbelgehäuse ausgeführten Leiterrahmen bekannt, das durch au
ßenliegende, angegossene, zwischen Zylinderkopfebene und Lei
terrahmen verlaufende Ölkanäle zusätzlich ausgesteift ist und
das bodenseitig Zugriffsbohrungen aufweist, die auf eine das
Kurbelgehäuse nach unten überdeckende Ölwanne ausmünden. Vom
Kurbelgehäuse umschlossen und lediglich gegen einen oberen Be
festigungsflansch abgestützt sind die Lagerstühle der Kurbel
welle, die über zu den Zugriffsöffnungen koaxiale Spannschrau
ben gegen die gehäuseseitigen Flansche verspannt sind und die
ihrerseits koaxial zu Zylinderkopfschrauben liegen, über welche
der Zylinderkopf gegen das Kurbelgehäuse von der Gegenseite
verspannt ist. Ein Kurbelgehäusekonzept dieser Art bietet schon
aufgrund der Einteiligkeit und der dadurch erreichten Ausstei
fungseffekte in Verbindung mit dem Leiterrahmen gute Vorausset
zungen für eine gute Akustik, bedingt aber unter Fertigungs-
und Montagegesichtspunkten gewisse Einschränkungen.
Schließlich ist mit der DE 31 22 533 A1 eine weitere Hubkolben
brennkraftmaschine bekannt geworden, bei der der über den Zy
linderkopf abgedeckte Zylinderblock einen Teil des Kurbelgehäu
ses bildet und bei der zwischen den Zylindern liegenden Lager
brücken die Kurbelwellenlager zugeordnet sind, die eine obere
und eine untere Lagerschale aufweisen, von denen die oberen La
gerschalen gegen die Lagerbrücken verspannt sind. Dies ge
schieht in einer ersten Ausgestaltung direkt über den Zylinder
kopf durchsetzende Kopfschrauben, die als Zuganker kopfseitig
gegen den Zylinderkopf abgestützt sind und mit ihrem Gewinde
schaft in Gewindebohrungen der oberen Lagerschalen einge
schraubt werden. Diese Gewindebohrungen dienen von der Gegen
seite als Aufnahme für entgegengesetzt angesetzte Kopfschrau
ben, über die die jeweilige untere Lagerschale gegen die obere
Lagerschale verspannt wird. Zur Ausrichtung der Lagerschalen
gegeneinander und gegenüber dem Zylinderblock als Teil des Kur
belgehäuses dienen zu den jeweiligen Schrauben koaxiale Pass
büchsen.
In einer weiteren Ausgestaltung wird die Funktion dieser Pass
büchsen zur Ausrichtung der Lagerdeckel gegeneinander und ge
genüber dem Zylinderblock als Teil des Kurbelgehäuses von einer
den oberen Lagerdeckel durchsetzenden, mit Innengewinde verse
henen Gewindehülse übernommen, die benachbart zum Kurbelgehäuse
einen gegen den oberen Lagerdeckel sich abstützenden Bund auf
weist und in die den unteren Lagerdeckel gegen den oberen La
gerdeckel verspannende Kopfschrauben eingeschraubt werden. Von
der Gegenseite werden die kopfseitig sich gegen den Zylinder
kopf abstützenden und den Zylinderblock als Teil des Kurbelge
häuses durchsetzenden, einen Zuganker bildenden Kopfschrauben
eingeschraubt, so dass der obere Lagerdeckel über den unteren
Lagerdeckel unter Vermittlung der Passbüchsen als Gewindebüch
sen gegen den Zylinderblock verspannt ist.
Zur Reduzierung der Schallabstrahlung und zur Aussteifung von
Kurbelgehäusen von Brennkraftmaschinen ist es aus der DE 43 24 609 A1
bekannt, diese mit Hochversteifungen im Bereich der
Hauptlagerebenen sowie mit in Motorlängsrichtung verlaufenden
Längsversteifungen zu versehen, wobei Hoch- und Längsverstei
fungen als Hohlträger ausgebildet sind, von denen jeweils eine
Wand Bestandteil der Seitenwand des Kurbelgehäuses ist und die
untereinander strömungsverbunden sind.
Zur Gestaltung von Kurbelgehäusen ist es ferner bekannt (DE 33 21 751 C2),
den Kurbelgehäuseboden bereichsweise einer Hüllkur
ve der Kurbelwangen nachzuführen, derart, dass in Verbindung
mit seitlichen Leitrippen enge Führungsspalte zur Förderung des
rücklaufenden Öles über die Kurbelwangen in Richtung auf einen
Ölsammelraum und von dort in Richtung auf einen tiefer liegen
den Ölsumpf gegeben sind. Die der Kontur der Hüllkurve folgende
Bodenform führt in Verbindung mit seitlich nach unten ragenden
Wandungsteilen zur Bildung einer gegenüber der verrundeten, un
teren Kurbelgehäusekontur eingezogenen Nische, die zur Unter
bringung von Nebenaggregaten genutzt werden kann und die in
Vervollständigung der kurvigen Kurbelgehäusekontur durch einen
Deckel abgedeckt ist.
Bekannt ist es weiter für Getriebegehäuse (DE 196 04 886 A1)
zur Abdeckung einer stirnseitigen Getriebewand, die Lagerboh
rungen aufnimmt, einen topfartigen Deckel zu verwenden, der über
einen Randflansch seiner umlaufenden Topfwand gegen einen
Flansch der abzudeckenden Getriebewand zu verschrauben ist. Der
Deckel ist mit zusätzlichen Versteifungsrippen versehen, die
aufragend vom Topfboden zwischen den Topfwänden verlaufen. Be
reichsweise bilden die Rippen Wandabschnitte von in den Topfbo
den eingezogenen Schächten, die gegen die Getriebewand in
Schraubenpfeifen auslaufen, wodurch über der Flanschverschrau
bung entsprechende Verschraubungen eine zusätzliche Abstützung
der Getriebewand gegen den Deckel im Bereich dieser Schächte
erfolgt.
Bei beiden Ausgestaltungen ist der die Lagerung der Kurbelwelle
tragenden Teil des Kurbelgehäuses von einer Ölwanne nach unten
abgedeckt und in der Höhe bis in den mittleren Höhenbereich der
Zylinder überdeckt, so dass sich im Überdeckungsbereich ein
quasi doppelschaliges Kurbelgehäuse ergibt. Der so erreichte
Aufbau der Hubkolbenbrennkraftmaschine ist insgesamt verhält
nismäßig komplex und wenig montagefreundlich, wobei die den Zy
linderkopf durchsetzende und kopfseitig am Zylinderkopf anset
zende Anordnung der als Zuganker dienenden Kopfschrauben im Be
reich des Zylinderkopfes zusätzliche konstruktive Einschränkun
gen bedingt.
Bei einer Hubkolbenbrennkraftmaschine der eingangs genannten
Art wird durch die Verwendung durchlaufender Zuganker und deren
Verankerung im dem Kurbelgehäuse zugewandten Zylinderkopfbe
reich der Zylinderkopfbereich von der Gegenseite her freigehal
ten und es wird dadurch die funktionsgerechte Anordnung der
Gaswechselsteuerelemente und der diesen zugeordneten Steuer
glieder erleichtert, zudem auch eine gute Zugänglichkeit für
Montage und Service sichergestellt. Gegebenenfalls können die
Gaswechselelemente und Steuerglieder auch in einer vorgefertig
ten Einheit zusammengefasst und so mit dem Zylinderkopf verbun
den werden.
Diese Vorteile sollen erfindungsgemäß erhalten bleiben, zu
gleich soll aber durch die erfindungsgemäß Lösung das Kurbelge
häuse akustisch optimiert und besonders steif ausgestaltet wer
den, bei guten Voraussetzungen für Service und Montage.
Erreicht wird dies bei einer Hubkolbenbrennkraftmaschine der
eingangs genannten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des
Patentanspruches 1.
Hierbei wirkt sich die Doppelwandigkeit des Kurbelgehäuseunter
teiles grundsätzlich günstig aus. Durch die Verbindung der bei
den Wandteile, von denen der eine den äusseren Kurbelgehäusebo
den und der andere den Kurbelwannenboden bildet, ergibt sich
aber zusätzlich eine wechselseitige Aussteifung mit entspre
chender Einbeziehung dieser Wandteile in die Tragkonstruktion,
so dass eine besonders steife Einheit entsteht, die zur Aus
steifung des Kurbelgehäuses insgesamt beiträgt. Über die vorge
sehenen Einzüge des Kurbelgehäusebodens gegen den Kurbelwannen
boden im Bereich der Lagerstühle entstehen zudem Aufnahmen für
die Schraubelemente der Zuganker, die von aussen zugänglich
sind, so dass der Service ebenso wie die Montage erleichtert
wird und insbesondere auch eine Kontrolle der Spannung der Zu
ganker jederzeit möglich ist, ohne in den Aufbau der Brenn
kraftmaschine eingreifen zu müssen. Die Einzüge ermöglichen
darüber hinaus auch eine angestrebte, möglichst kurze Zuganker
länge, wobei über die Zuganker das Kurbelgehäuseunterteil ins
gesamt verspannt ist und eine gesonderte Ölwanne ebenso weg
fällt wie eine gesonderte Befestigung für diese.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen. Im übrigen wird die Erfindung nachfol
gend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 bis Fig. 3 den Motorblock einer Hubkolbenbrenn
kraftmaschine, aufgebaut aus einem Zylinderkopf (Fig. 1)
und einem Kurbelgehäuse, das aus einem Kurbelgehäuse
oberteil (Fig. 2) und einem Kurbelgehäuseunterteil (Fig. 3)
besteht, wobei die Darstellung jeweils schematisiert und
perspektivisch ist,
Fig. 4 eine schematisierte und vereinfachte Schnittdar
stellung des Kurbelgehäuseunterteils entsprechend einer
Schnittführung IV-IV in Fig. 3,
Fig. 5 eine der Fig. 4 entsprechende Darstellung entspre
chend der Schnittlinie V-V in Fig. 3,
Fig. 6 einen Schnitt durch den Zylinderkopf gemäß Fig. 1
im Bereich eines Nockenwellenlagerbockes, wie durch die
Schnittlinie VI-VI in Fig. 1 angedeutete und
Fig. 7 eine Ansicht des Kurbelgehäuseoberteiles gemäß
Fig. 2, wobei lediglich der Bereich um den mittleren Zylin
der der insgesamt dreizylindrigen Brennkraftmaschine dar
gestellt ist.
Die Fig. 1 bis 3 zeigen in Fig. 1 den Zylinderkopf 1 und in
Fig. 2 und 3 das Kurbelgehäuseoberteil 2 und das Kurbelge
häuseunterteil 3 eines Kurbelgehäuses einer dreizylindrigen
Brennkraftmaschine mit Wasserkühlung und dem Zylinder
kopf 1 zugeordneten, nicht dargestellten Gaswechselsteuer
elementen.
Das Kurbelgehäuseunterteil 3 weist Lagerstühle 4 mit La
geraufnahmen 5 für eine nicht dargestellte, in Längsrichtung
der Brennkraftmaschine verlaufende Kurbelwelle auf, und
diese Lagerstühle 4 liegen zwischen seitlichen Tragbalken 6
und 7 (siehe hierzu insbesondere Fig. 5), die bevorzugt als
Aggregateaufnahmen, so beispielsweise für eine Ölpumpe 8
dienen und an die radial innen ein Kurbelwannenboden 9
anschließt, zu dem ein Kurbelgehäuseboden beabstandet an
gebracht ist, der mit 10 bezeichnet ist und der im wesentli
chen in Verlängerung der radial äußeren Seiten der Tragbal
ken 6 und 7 angeordnet ist, wobei dieser Kurbelgehäusebo
den 10 in Fig. 3 mit einem Abschnitt 11 sichtbar ist, der über
den in der Darstellung gemäß Fig. 3 vorne liegenden Lager
stuhl 4 axial vorsteht. Der Abstand zwischen dem Kurbel
wannenboden 9, der in der Schnittdarstellung gemäß Fig. 4
nur mit einer Begrenzungslinie erkennbar ist, und dem Kur
belgehäuseboden 10 nimmt gegen das in der Darstellung ge
mäß Fig. 3 rückwärtige Ende des Kurbelgehäuseunterteiles
3 zu, wie ein Vergleich der Fig. 4 und 5 zeigt, wobei durch
die Absenkung im rückwärtigen Bereich ein Ölsumpf 12
entsteht, während der durch den Kurbelwannenboden 9 be
grenzte Bereich, in dem die Kurbelwelle liegt, im wesentli
chen ölfrei gehalten ist, so daß die erfindungsgemäße dop
pelwandige Ausgestaltung des Kurbelgehäuseunterteiles
eine Trockensumpfschmierung ermöglicht, bei der die Öl
förderung über die Ölpumpe 8 vorgenommen wird. Der Zu
lauf auf die Ölpumpe 8 erfolgt über einen aus Fig. 4 ersicht
lichen Kanal 13, der an eine Sammelrinne 14 anschließt, die
den Kurbelwannenboden 9 untergreifend im Bereich von
dessen Anschluß an den Tragkanal 7 vorgesehen ist, wobei
der Kurbelwannenboden 9 in nicht dargestellter Weise im
Anschlußbereich an den Tragkanal 7 auf den Sammelkanal
14 Ölrücklauföffnungen aufweist.
Wie die Fig. 4 und 5 erkennen lassen, ist der Kurbelge
häuseboden 10 im Bereich der Lagerstühle 4 gegen den Kur
belwannenboden 9, der die Lagerstühle 4 an der Unterseite
im wesentlichen umgreift, eingezogen, wobei pfeifenartige
Aufnahmen 15 entstehen, die gegen die Umgebung der
Brennkraftmaschine offen sind und an den Lagerstühlen 4
enden. Auf diese pfeifenartigen Aufnahmen 15 münden die
in den Lagerstühlen 4 vorgesehenen Aufnahmebohrungen
16 für hier nicht dargestellte Zuganker aus, wobei die Auf
nahmebohrungen 16 in Richtung auf das Kurbelgehäuse
oberteil 2 auf im Querschnitt erweiterte Schächte 17 aus
münden, denen im Kurbelgehäuseoberteil 2 schachtartige
Ausnehmungen 18 entsprechen, die im Querschnitt großer
sind als die durch sie hindurchzuführenden Zuganker. Hier
durch können die Ausnehmungen 18 nicht nur die Zuganker
aufnehmen, sondern Zusatzfunktionen erfüllen, so bei
spielsweise als Rücklaufbohrungen für umlaufendes Öl und/
oder als Entlüftungsöffnungen dienen.
Den Aufnahmebohrungen 16 im Kurbelgehäuseunterteil
3 entsprechen für die nicht dargestellten Zuganker im Zylin
derkopf 1, wie in Fig. 6 dargestellt, Sacklochbohrungen 19,
die im Bereich der Lagerbrücken 20 des Zylinderkopfes 1
vorgesehen sind, die Lagerstellen 21 für nicht dargestellten
Nockenwellen enthalten. Wie Fig. 7 veranschaulicht, liegen
die zylinderkopfseitigen Sacklochbohrungen 19 und die
Aufnahmebohrungen 16 im Kurbelgehäuseunterteil bezo
gen auf die Längserstreckung der Brennkraftmaschine in zur
Längsmittelebene der Brennkraftmaschine parallelen Ebe
nen, welche die jeweilige Zylinderbohrung 22 etwa tangie
ren, so daß sich sehr günstige Abstützverhältnisse ergeben,
wobei dadurch, daß die nicht dargestellten Zuganker zylin
derkopfseitig lediglich von der Unterseite des Zylinderkop
fes her zugänglich sind und unterhalb der Ebene der Lager
stellen 21 für die Nockenwellen enden, für die Anbringung
der Nockenwellen und deren Lagerung in den Lagerböcken
20 die größtmögliche Gestaltungsfreiheit gegeben ist.
Für die Montage können die Zylinderköpfe mit den in
diese eingesetzten Zugankern auf das Kurbelgehäuseober
teil 2 aufgesetzt werden, wobei die Zuganker das Kurbelge
häuseoberteil 2 und das Kurbelgehäuseunterteil 3 durchdrin
gen und über ihre in die Aufnahmen 15 hineinragenden En
den verspannt werden können, wobei die Verspannung über
herkömmliche Muttern oder dergleichen erfolgen kann.
Der Aufbau der Brennkraftmaschine bei der erfindungs
gemäßen Lösung ist sehr einfach gestaltet, wobei das Kur
belgehäuseoberteil 2 zwischen Zylinderkopf 1 und Kurbel
gehäuseunterteil 3 lediglich eingespannt und keinen Zug
kräften unterworfen ist. Schwellende von Druck auf Zug
wechselnden Belastungen können damit weitgehend ver
mieden werden. Zylinderkopfseitig ergibt die erfindungsge
mäße Ausgestaltung breiteste Gestaltungsmöglichkeiten,
wobei die Führung der Zuganker auch gewährleistet, daß
diese thermisch nur gering und entsprechend in den jeweili
gen Bauteilen belastet sind. Infolgedessen sind durch die er
findungsgemäße Lösung auch die temperaturbedingten
Spannungsschwankungen gering, da die Erwärmung der
Zuganker homogen und gleichzeitig mit den Gehäuseteilen
erfolgt. Dadurch ergeben sich auch im zeitligen Ablauf
gleichmäßige Spannungen in den Bauteilen.
Claims (4)
1. Hubkolbenbrennkraftmaschine mit einem als Gaswechselsteuere
lemente Ventile aufnehmendem Zylinderkopf und einem eine Kur
belwelle aufnehmenden Kurbelgehäuse, bei der der Zylinderkopf
und das aus einem Kurbelgehäuseoberteil und einem Kurbelgehäu
seunterteil bestehende Kurbelgehäuse durchgehend über Zuganker
gegeneinander verspannt sind, die in dem unteren, dem Kurbelge
häuse zugewandten Bereich des Zylinderkopfes verankert und im
Bereich des Kurbelgehäuseunterteiles gegen Lageraufnahmen der
Kurbelwelle bildende Lagerstühle verspannt sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kurbelgehäuseunterteil (3) doppelwandig ausgebildet ist und zur Begrenzung der Kurbelwanne einen die Lagerstühle (4) umschliessenden Kurbelwannenboden (9) aufweist, zu dem ein äusserer Kurbelgehäuseboden (10) beabstandet angeordnet ist und
dass der Kurbelgehäuseboden (10) im Bereich von die Lagerstühle (4) durchsetzenden Bohrungen (16) für die Zuganker gegen den Kurbelwannenboden (9) eingezogen ist, derart, dass die den Zu gankern zugehörigen Schraubelemente in taschenförmig eingezoge nen Aufnahmen (15) liegen, die durch die Lagerstühle (4) be grenzt sind.
dass das Kurbelgehäuseunterteil (3) doppelwandig ausgebildet ist und zur Begrenzung der Kurbelwanne einen die Lagerstühle (4) umschliessenden Kurbelwannenboden (9) aufweist, zu dem ein äusserer Kurbelgehäuseboden (10) beabstandet angeordnet ist und
dass der Kurbelgehäuseboden (10) im Bereich von die Lagerstühle (4) durchsetzenden Bohrungen (16) für die Zuganker gegen den Kurbelwannenboden (9) eingezogen ist, derart, dass die den Zu gankern zugehörigen Schraubelemente in taschenförmig eingezoge nen Aufnahmen (15) liegen, die durch die Lagerstühle (4) be grenzt sind.
2. Hubkolbenbrennkraftmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zuganker in den Zylinderkopf (1) eingeschraubt sind.
3. Hubkolbenbrennkraftmaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zylinderkopfseitige Verschraubung der Zuganker unter
halb der Lagerebene von im Zylinderkopf (1) angeordneten, der
Gaswechselsteuerung zugeordneten Nockenwellen liegt.
4. Hubkolbenbrennkraftmaschine nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zuganker in Sacklochbohrungen (19) des Zylinderkopfes
(1) eingeschraubt sind.
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1997
- 1997-12-05 DE DE1997154008 patent/DE19754008C2/de not_active Expired - Fee Related
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