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DE19754776A1 - Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von grafischen Sicherheitsmerkmalen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von grafischen Sicherheitsmerkmalen

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DE19754776A1
DE19754776A1 DE1997154776 DE19754776A DE19754776A1 DE 19754776 A1 DE19754776 A1 DE 19754776A1 DE 1997154776 DE1997154776 DE 1997154776 DE 19754776 A DE19754776 A DE 19754776A DE 19754776 A1 DE19754776 A1 DE 19754776A1
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DE
Germany
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dye
product
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color
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DE1997154776
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English (en)
Inventor
Ralf Dr Paugstadt
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06HMARKING, INSPECTING, SEAMING OR SEVERING TEXTILE MATERIALS
    • D06H1/00Marking textile materials; Marking in combination with metering or inspecting
    • D06H1/02Marking by printing or analogous processes
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M3/00Printing processes to produce particular kinds of printed work, e.g. patterns
    • B41M3/14Security printing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf auf ein Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von grafischen Sicherheitsmerkmalen. Bekanntlich versteht man unter dem Begriff "Sicherheitsmerkmal" die Bestandteile eines Produktes, deren Aufgabe es ist, die Echtheit dieses Produktes, beispielsweise eines Ersatzteiles, eines Medikamentes, eines Markenartikels oder eines Informationsträgers (Ausweis, Paß, Zertifikat, Eintrittskarte, Banknote, CD, Videoband) zu beweisen. Durch die Herstellung von Fälschungen solcher Produkte entstehen erhebliche wirtschaftliche, gesundheitliche und Image-Schäden für die betroffenen Firmen, Organisationen oder Länder. Sicherheitsmerkmale sollen so beschaffen sein, daß sie eine möglichst untrennbare Einheit mit dem zu sichernden Produkt bilden, leicht überprüfbar sind und einen möglichst großen Aufwand bei der Herstellung von Fälschungen erfordern.
Es existieren eine Vielzahl von Sicherheitsmerkmalen, die sich durch schwer fälschbare mechanische, elektrische, magnetische, chemische, biologische oder optische Eigenschaften auszeichnen. Beispiele sind Aufkleber mit Sollbruchstellen, Radiofrequenz-Label, Kodierungen in Magnetstreifen, chemische Erkennungsreaktionen auf Aufklebern oder Dokumenten, biologische Marker, Hologramme, Wasserzeichen und Mikroperforationen.
Grafische Sicherheitsmerkmale sind Sicherheitsmerkmale, die mit meist aufwendigen drucktechnischen Verfahren auf Produkte aufgebracht werden. Die Fälschungssicherheit solcher Merkmale beruht auf der Schwierigkeit, das grafische Erscheinungsbild der gedruckten Merkmale mit einem für Fälscher vertretbarem Aufwand zu reproduzieren. Solche grafischen Sicherheitsmerkmale sind beispielsweise im Stichtiefdruck oder Simultandruck hergestellte grafische Muster, Portraits oder Abbildungen auf Banknoten, Briefmarken, Eintrittskarten und Personaldokumenten.
Vorteile grafischer Sicherheitsmerkmale sind die schnelle Überprüfbarkeit mit dem bloßen Auge oder mit einfachen Hilfsmitteln, sowie die geringen Kosten bei hohen Auflagen. Im Stichtiefdruck hergestellte Grafiken lassen sich beispielsweise leicht aufgrund ihrer charakteristischen Reliefstruktur ertasten oder aufgrund von Kippeffekten bei verschiedenem Lichteinfall überprüfen, während im Simultandruck hergestellte Muster mit einer Lupe überprüfbar sind.
Daher haben grafische Sicherheitsmerkmale eine große Bedeutung.
Nachteile grafischer Sicherheitsmerkmale sind die hohen einmaligen Installationskosten für die Sicherheits-Druckverfahren, sowie die fehlende Möglichkeit das Druckbild bei kleineren Auflagen kostengünstig zu ändern oder gar dokumentspezifisch zu gestalten, d. h. jedes Dokument mit einer anderen Information, wie zum Beispiel mit einer fortlaufender Kodierung, zu bedrucken.
Farbänderungen in Richtung der Druckbahn oder des Druckbogens können bei den bekannten Druckverfahren für grafische Sicherheitsmerkmale nur durch partielle Einfärbung einer Druckplatte oder durch den Zusammendruck mehrerer verschiedengefärbter Druckplatten erreicht werden. Dies vervielfacht die Kosten der Druckmaschine. Außerdem ist beim Zusammendruck mehrerer verschiedengefärbter Druckplatten nur eine begrenzte Genauigkeit erreichbar, wodurch es schwierig ist feinste Liniensegmente in verschiedenen Farben exakt Stoß an Stoß, zu drucken.
Aufgrund der mechanischen Anforderungen an die Druckplatten ist die kleinste erreichbare Linienbreite bei den meisten Sicherheitsdruckverfahren auf 20-50 µm beschränkt. Solche Linienbreiten können Fälscher mit einfacheren Druckverfahren reproduzieren.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Herstellungsverfahren für grafische Sicherheitsmerkmale ist es, daß nur ebene, flache und flexible Produkte mit solchen Verfahren gegen Fälschung gesichert werden können. Beispielsweise kann eine Compact Disc mit den bekannten Sicherheitsdruckverfahren nicht mit einem grafischen Sicherheitsmerkmal versehen werden.
Außerdem entstehen bei einigen Sicherheitsdruckverfahren wie beispielsweise dem Stahlstichtiefdruck, große Mengen von Farb- und Laugenabfällen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die beschriebenen Nachteile bei der Herstellung grafischer Sicherheitsmerkmale durch ein einfaches, kostengünstiges vielseitiges und umweltfreundliches Verfahren zu beheben.
Da die Reproduktion feiner grafischer Strukturen mit hohen Genauigkeiten die Grundlage grafischer Sicherheitsmerkmale ist, muß ein verbessertes Verfahren mindestens diesselben Anforderungen an die Qualität grafischer Strukturen erfüllen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß aus einer Düse oder einem Array von mehreren Düsen kontinuierliche Farbstoffströme austreten, die sich auf der Oberfläche des relativ zu den Düsen bewegten Produkts niederschlagen.
Mit kleinen Düsenöffnungen können feinste Linien auf dem zu schützenden Produkt hergestellt werden. Da das erfindungsgemäße Verfahren keinen Kontakt zwischen einer Druckplatte und dem Produkt erfordert, können bei geeigneter Steuerung der Düsen auch nicht-ebene Produkte mit dem Sicherheitsmerkmal versehen werden.
Durch die feststehenden Positionen der Düsen relativ zueinander in einem Düsen-Array, kann ein exakter Abstand der Linien eingehalten werden. Farbe, Linienstärke und Position der Linien oder Liniengruppen können durch Modulation der Zusammensetzung des Farbstoffstroms, der Düsenposition oder durch Ablenkung der Farbstoffströme jederzeit und synchron zum Produkt variiert werden.
So können beispielsweise produktspezifische Kodierungen erzeugt werden. Das Verfahren bietet eine hohe Fälschungssicherheit, da mit feinen Düsen Linienstärken ab 5 µm realisiert werden können, die entlang ihrer Ausdehnung definiert die Farbe und die Linienstärke wechseln. Solche Strukturen sind mit bekannten Druckverfahren nicht reproduzierbar. Das erfindungsgemäße Verfahren ist umweltfreundlich, weil keine Farbabfälle auftreten.
Die Düsen und Ventile lassen sich preiswert mit aus der Schaltkreisfertigung bekannten Verfahren der Mikrostrukturtechnik herstellen.
Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Durch Synchronisation der Düsen- oder Düsenarrayposition mit der Bewegung des Produktes können verschiedene grafische Linienstrukturen realisiert werden.
In ähnlicher Weise kann die Farbe der Linien in bestimmten Bereichen des Produktes variieren, indem die Zuführung verschiedener Farbstoffe zu den Düsen mit der Bewegung des Produktes synchronisiert wird. Gekoppelt mit der Möglichkeit, Linienstrukturen in Strichstärken ab einigen Mikrometern in einer Vielzahl von Farben, die sich in Farbreservoirs bereithalten lassen zu realisieren, ergeben sich vielfältigste Möglichkeiten hochgradig fälschungssichere grafische Strukturen herzustellen. Feinste Linien haben darüberhinaus den Vorteil, die Lesbarkeit darunterliegender Daten, beispielsweise der Personaldaten eines Wertdokuments nicht zu beeinträchtigen und diese Informationen trotzdem gegen Verfälschung zu sichern.
Um guillochenähnliche Linien zu fertigen, kann anstelle einer relativ zum Produkt bewegten Düse auch der Farbstoffstrom einer feststehenden Düse abgelenkt werden. Solche Ablenkungen lassen sich wie in den Unteransprüchen angegeben, mechanisch oder elektrisch realisieren. Im Fall einer elektrischen Ablenkung ergibt sich der Vorteil, daß keine mechanisch bewegten Teile benötigt werden.
Viele gegen Fälschung zu schützende Produkte haben eine komplexe Form oder weisen schwierige Oberflächenverhältnisse auf. In diesem Fall bietet es sich an, die erfindungsgemäßen grafischen Strukturen zunächst auf einen Zwischenträger zu applizieren, wie es in einem Unteranspruch beschrieben ist. Beispielsweise kann die Grafik auf eine Transferfolie aufgebracht und dann durch Heißtransfer-Verfahren auf das Produkt aufgesiegelt werden. Weitere Unteransprüche geben Verfahren an, wie eine schnelle und saubere An- und Abschaltung der Farbstoffströme realisiert werden kann, um Liniensegmente herzustellen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen die einige Ausführungsformen zeigen, erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
Es zeigen
Fig. 1 schematisiert die Darstellung einer Vorrichtung zur Herstellung eines aus farbigen, geraden Linien bestehenden grafischen Sicherheitsmerkmals
Fig. 2 schematisiert die Darstellung einer Vorrichtung zur Herstellung farbiger, kurvenförmiger Linienstrukturen
Fig. 3 schematisiert ein Verfahren zur Herstellung exakt relativ zueinander positionierter, farbiger, kurvenförmiger Linienstrukturen
Fig. 4 schematisiert ein Verfahren zur Herstellung exakt relativ zueinander positionierter farbiger, eckiger Linienstrukturen
Fig. 5 schematisiert ein Verfahren zur Herstellung von segmentförmigen Linienstrukturen
Fig. 6 schematisiert ein Verfahren zur Herstellung farbig-verschachtelter, segmentförmiger Linienstrukturen
Fig. 7 schematisiert eine Vorrichtung zum An- und Abschalten des Farbstoffflusses auf das Produkt
Fig. 8 schematisiert eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung zum An- und Abschalten des Farbstoffflusses auf das Produkt
Fig. 9 schematisiert einer Vorrichtung zur elektrisch, steuerbaren Auslenkung des Farbstoffstroms für die Realisierung kurvenförmiger Linien
Fig. 10 schematisiert eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung zur steuerbaren Auslenkung des Farbstoffstroms mit Hilfe eines Gas-Stroms für die Realisierung kurvenförmiger Linien
Fig. 11 schematisiert eine Vorrichtung zur Realisierung von Farbwechseln entlang einer Linie.
Gemäß Fig. 1 werden vier Düsen 1-4 zu einem Düsenarray 6 zusammengefaßt. Den einzelnen Düsen werden fließfähige, verschiedenfarbige Farbstoffe zugeführt, die als Farbstoffstrahlen 1a-4a auf das Produkt 5 abgegeben werden. Durch die Bewegung des Produkts 5 dargestellt als 7 oder die Bewegung des Arrays 6 dargestellt als 8 oder durch beide Bewegungen 7 und 8 entstehen auf dem Produkt linienförmige grafische Strukturen 1i-4i.
Bei einem Düsendurchmesser von 10 µm und einem Farbstoff-Pumpdruck von 4 MPa entsteht am Ausgang der Düse beispielsweise ein Farbstoffstrahl von 9 µm Durchmesser und einer Fließgeschwindigkeit von etwa 50 m/sec. Wenn beispielsweise eine Folie oder eine Papierbahn mit dieser Geschwindigkeit unter dem Düsen-Array hindurchtransportiert wird, entstehen etwa 10 µm breite, verschiedenfarbige Linien (1i-4i). Bei geringerer Geschwindigkeit verbreitern sich die Linien entsprechend.
Fig. 2 zeigen, wie durch eine periodische Bewegung 12, 13 einzelner Düsen 27, 28 sich überschneidende kurvenförmige Linienstrukturen 1j, 2j, beispielsweise in zwei verschiedenen Farben realisiert werden können. Die Bewegung 12, 13 der Düsen kann beispielsweise über numerisch gesteuerte Schriftmotoren, Linearmotoren, Piezoverstell-Elemente oder ähnliche Antriebe erfolgen.
In den Fig. 3 ist dargestellt, wie bei einer transversalen periodischen Bewegung 8 des Düsen-Arrays 6 eine kurvenförmige Liniengruppe (1k-4k) erzeugt werden kann. Der Abstand der Linien relativ zueinander ist aufgrund der Anordnung der Düsen in einem Array konstant.
Die Fig. 4 geben ein Beispiel an, wie mit einem Düsenarray 6, daß sich periodisch um den Mittelpunkt 11 hin- und herdreht, Linienstrukturen 1l-4l realisiert werden können.
Die Fig. 5 zeigen, wie durch Ab- und Anschalten des Farbstoffstroms 1a Liniensegmente 1b realisiert werden können. Die Länge des Segmente läßt sich über die Schaltzeit des Farbstoffstroms und die Relativgeschwindigkeit zwischen Düse 1 und Produkt 5 regeln.
Fig. 6 zeigt, wie durch die Verbindung der Düsen 1 und 2 zu einem Array 6, dessen Achse in Richtung der Bewegung des Produkts 7 liegt, intermittierende Liniensegmente 2b und 1c beispielsweise in verschiedenen Farben ausgeführt werden können. Je nach Synchronisation der An- und Abschaltenzeitpunkte der Düsen 1 und 2, stoßen die Liniensegmente 2b und 1c exakt aneinander, überlappen einander oder sind durch Zwischenräume voneinander getrennt. Solche aus verschiedenfarbigen Segmenten bestehenden Linien lassen sich bei geringer Strichstärke mit Druckverfahren nur mit sehr hohem Aufwand simulieren, weil die in den verschiedenen Segmentfarben eingefärbten Druckplatten bei der nacheinander erfolgenden Farbübertragung auf das Produkt immer einen Versatz gegenüber dem bereits auf dem Produkt befindlichen Farbauszug aufweisen.
Um schnelle An- und Abschaltvorgänge für die Farbstoffströme realisieren zu können sieht die Vorrichtung in Fig. 7 vor, den Farbstoffstrahl 1a mit einem Gasstrom 14 in die Richtung 1d auszulenken, in der er durch einem Auffangbehälter 15 vom Produkt 5 ferngehalten wird. Über eine Rückführleitung 16 kann der Farbstoff wieder dem Reservoir 17 zugeführt werden.
Ein anderes Farbstoffstrom-Schaltschema zeigt Fig. 8. Hier wird der Auffangbehälter 15 in den Farbstoffstrahl 1a bewegt 18 und dadurch die Zufuhr des Farbstoffes auf das Produkt 5 unterbrochen.
Selbstverständlich kann auch die Farbstoffzufuhr 29 zur Düse 1 über ein Ventil 30 direkt geschaltet werden.
Fig. 10 zeigt, wie der Auftreffpunkt eines Farbstoffstrahls 1a ohne Bewegung der Düse 1 variiert werden kann. In dieser Ausführungsform ist vorgesehen, einen leitfähigen Farbstoff zu verwenden, der mit einer Spannung zwischen der Düse 1 und einer Ringelektrode 10 aufgeladen wird. Der geladene Farbstoffstrom kann dann mit den Ablenkplatten 9 in eine neue Richtung 1e ausgelenkt werden.
Ähnlich ist eine Auslenkung auch durch Gas-Ströme möglich. Fig. 14 zeigt, wie die Gasströme 14, 14a einen Farbstoffstrom 1a in die Richtungen 1f bzw. 1g auslenken. Die Linien, die auf dem Produkt 5 entstehen, sind entsprechend des Stärke der Auslenkung zueinander versetzt.
Die Fig. 11 zeigen schließlich, wie Liniengruppen mit Farbwechseln realisiert werden können. In Fig. 11a ist ein Liniensegment dargestellt, daß dadurch entstanden ist, daß ein Farbstoff 19 über einen Farbstoffzufuhrregler 23 an die Düse 1 geleitet wird. Analog fließt Farbstoff 20 über einen Farbstoffzufuhrregler 24 an die Düse 2. Wenn nun die Farbstoffzufuhrregler 23 und 24 gleichzeitig in die in Fig. 11b gezeigte Stellung gebracht werden, fließt Farbstoff 19 in Düse 2 und Farbstoff 20 in Düse 1. Die Liniensegmente 1i, 2i vertauschen ihre Farbe. Der Vorgang läßt sich beliebig oft wiederholen.
Durch eine kontinuierliche Mischung zweier oder mehrerer Farbstoffe, läßt sich die Farbe einer Linie auch kontinuierlich entlang der Linie verändern. Wenn solche Linien in verschiedene Richtungen auf das Produkt aufgebracht werden, entstehen grafische Strukturen, die prinzipiell nicht mit rotativen Druckverfahren, d. h. mit Druckverfahren, die auf der Farbübergabe von Zylindern basieren, reproduziert werden können.
Bezugszeichenliste
1-4
Farbstoffdüsen
1
a-
4
a Farbstoffströme aus den Farbstoffdüsen
1-4
1
b aus dem Farbstoffstrom
1
a entstandene Linie mit der Länge
25
und der Strichdicke
26
1
c aus dem Farbstoffstrom
1
a entstandene Linie mit definierter Länge
1
d in den Auffangebehälter
15
abgelenkter Farbstoffstrom
1
a
1
e durch Ablenkelektroden
9
abgelenkter Farbstoffstrom
1
a
1
f, g durch Gasstrom
14
oder
14
a abgelenkte Farbstoffströme
1
a
1
i-
4
i aus den Farbstoffströmen
1-4
entstandene Linien
1
j-
2
j verschachteltes, kurvenförmiges von den Düsen
27
und
28
gedrucktes Linienmuster in Farbe
1
(
1
j) und
2
(
2
j)
1
k-
4
k exakt relativ zueinander positionierte, farbige, kurvenförmige Linienstrukturen
1
l-
4
l exakt relativ zueinander positionierte, farbige, eckige Linienstrukturen
5
Produkt
6
Farbstoffdüsen-Array
7
Bewegungsrichtung des Produktes
8
Bewegungsrichtung des Farbstoffdüsen-Arrays
9
Ablenkelektroden
10
Ring-Elektrode
11
Drehpunkt des Farbstoffdüsen-Arrays
6
12
Bewegungsrichtung von Farbstoffdüse
1
13
Bewegungsrichtung von Farbstoffdüse
2
14
,
14
a Gasströme zur Auslenkung des Farbstoffstroms
15
Farbstoffstrom-Auffangvorrichtung
16
Farbstoffstrom-Rückführung
17
Farbstoff-Reservoir
18
Bewegungsrichtung der Farbstoffstrom-Auffangvorrichtung
15
19
Farbstoff A
20
Farbstoff B
23
Farbstoffzufuhrregler für Farbstoffdüse
1
24
Farbstoffzufuhrregler für Farbstoffdüse
2
25
Länge des Liniensegmentes
1
b
26
Strichdicke des Liniensegments
1
b
27
Düse
1
28
Düse
2
29
Farbstoffzufuhr zu Düse
1
30
Ventil

Claims (23)

1. Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von grafischen Sicherheits­ merkmalen dadurch gekennzeichnet, daß aus mindestens einer Düse ein kontinuierlicher Farbstoffstrom austritt, der sich auf der Oberfläche eines relativ zu dieser Düse bewegten Produkts niederschlägt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere solcher Düsen (1-4) zu mindestens einem Array (6) zusammengefaßt sind.
3. Verfahren und Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die einzelnen Düsen (1-4) des Düsenarrays (6) und/oder die Düsenarrays (6) und/oder das Produkt (5) relativ zur Herstellungsvorrichtung bewegen.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung der einzelnen Düsen (14) des Arrays (6) und/oder der Düsenarrays (6) mit der Bewegung des Produkts (5) synchronisiert ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine Unterbrechung des Farbstoffstroms (1a), Linien (1b) mit definierter Länge (25) auf dem Produkt (5) aufgebracht werden.
6. Verfahren und Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Düsen (1, 2) durch eine synchronisierte Unterbrechung der Farbstoffströme (1a, 2a) einzelne Segmente (1c, 2b) einer zusammenhängenden Linie auf einem Produkt erzeugen.
7. Verfahren und Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterbrechung der Farbstoffströme (1a) durch die Ablenkung der Farbstoffströme in eine Richtung (1d) in eine Auffangvorrichtung (15) realisiert ist.
8. Verfahren und Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zu- und Abschaltung einzelner Farbstoffströme (1a) durch einer Bewegung (18) der Auffangvorrichtung (15) bei festem Farbstoffstrom derart realisiert wird, daß die Auffangvorrichtung (15) den Farbstoffstrom bei einer bestimmten Position unterbricht, bzw. wieder freigibt.
9. Verfahren und Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtung eines Farbstroms (1a) variiert wird, indem
  • - der Farbstoffstrom durch eine Ring-Elektrode (10) elektrisch aufgeladen wird und
  • - durch elektrisch geladene Ablenkplatten (9) synchron zur Bewegung des Produktes (5) in die Richtung (1e) abgelenkt wird.
10. Verfahren und Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtung eines Farbstroms (1a) variiert wird, indem der Farbstrom durch einen Gas-Strom (14, 14a) in eine Richtung (1f, g) abgelenkt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Strichdicke (26) der sich auf dem Produkt niederschlagenden Linie variiert.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Strichdicke der sich auf dem Produkt niederschlagenden Linie durch Variation der Relativgeschwindigkeit zwischen Farbstoff-Strömungsgeschwindigkeit und Produktbewegungsgeschwindigkeit (7) variiert wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Strichdicke der sich auf dem Produkt niederschlagenden Linie durch die Modulation des Düsendurchmessers variiert wird.
14. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Farbe mindestens eines Farbstoffstroms (1a) entlang der sich auf dem Produkt niederschlagenden Linie kontinuierlich oder diskontinuierlich ändert.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Farbe mindestens eines Farbstoffstroms (1a) synchron zur Relativbewegung zwischen Düse und Substrat ändert.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbe eines Farbstoffstroms (1a) durch die Umschaltung der die Düse versorgenden Farbstoffreservoirs mit einem Umschalter (23) verändert wird.
17. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbe des Farbstoffstroms (1a) durch kontinuierliche Veränderung des Mischungsverhältnisses mindestens zweier Farbstoffströme variiert wird.
18. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf dem Produkt aufgebrachten grafischen Sicherheitsmerkmale einen Trocknungsprozeß durchlaufen.
19. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf dem Produkt aufgebrachten grafischen Sicherheitsmerkmale einen Prozeß durchlaufen, durch den mit thermischen oder chemischen Prozessen die Haftung der Linien auf der Produktoberfläche verbessert wird.
20. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf dem Produkt aufgebrachten grafischen Sicherheitsmerkmale mit einer Schutzschicht bedeckt werden.
21. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die grafische Sicherheitsmerkmale auf nicht-ebene Produkte aufgebracht werden, indem durch eine Abstandskonstanthaltungs-Regelung ein konstanter Abstand der Düsenarrays (6) und des Produktes (5) gewährleistet wird.
22. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die Farbstoffströme (1a-4a) zusätzliche Sicherheitsmerkmalsstoffe oder -partikel eingebettet sind.
23. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das grafische Sicherheitsmerkmal auf einen Zwischenträger aufgebracht und von dort auf das Produkt transferiert wird.
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