DE19754452A1 - Einhand-Kantenzwinge - Google Patents
Einhand-KantenzwingeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Spannwerkzeug zum Anpressen von Kantenprofilen
und sogenannten Umleimern, die an Plattenkanten geleimt oder montiert
werden.
Man hält dabei die Platten jeweils von oben und unten fest und führt um 90° zu
den jeweiligen Befestigungsachsen abgewinkelt ein Verstellelement an die
Kante, die mit Druck beaufschlagt wird. Dieses Verstellelement kann als
einfache Ausführung eine Spindel sein, die mit einer gewissen Druckfläche
versehen ist für die Anlage an der jeweiligen Kante.
Es sind unter der Bezeichnung "Kantenzwinge" Werkzeuge bekannt, die an
einer Schiene einer handelsüblichen Schraubzwinge mit einer Flügelschraube
oder ähnlichem befestigt werden und rechtwinklig zur Schiene eine derartige
Spindel unsymmetrisch an der Schiene vorbei oder zwei Spindeln symmetrisch
an beiden Seiten der Schiene vorbei an die Kante geführt werden.
Eine andere bekannt gewordene Kantenzwinge besteht aus einem C-förmigen
Grundkörper, an dem am oberen und unteren C-Balken je eine Spindel in
einem Muttergewinde verstellbar ist zum Halten des plattenförmigen Teils und
eine dritte Spindel im Mittelbereich des Jochs verstellbar angeordnet ist zur
Anpressung der Kante.
Nachteile der beschriebenen bekannten Werkzeuge sind der meist
mangelhafte
Halt der handelsüblichen Schraubzwinge oder der beiden senkrechten
Spindeln, wobei dann beim Anziehen gegen die Kante sich die Platte zwischen
den senkrechten Preßachsen verschiebt.
Dabei ist die dreiachsige Ausführung günstiger, da der Griff der waagrecht ge
lagerten Spindel so ausgeführt werden kann, daß mit ihm nur ein geringeres
Drehmoment auf die Spindel wirkt.
Unter DBGM 88 00 461 wurde eine Ausführung bekannt, bei der die zur Platte
senkrechten beiden Spannachsen von Klemmbacken gebildet werden, die
spiralförmig um den oberen und unteren C-Balken schwenkbar sind und eine
rutschfeste Auflage haben. Durch Zug über die Spindel im Jochteil haben die
Backen das Bestreben ihren Abstand durch ihre Spiralform zu verringern. Eine
Drehfeder führt diese Spannbacken in die Ausgangslage, der Nullage, zurück.
In der zurückgeführten Nullage ist das Übergreifen von Platten im
angegebenen Dickenbereich nicht einhändig möglich, man muß die
spiralförmigen Klemmbacken mit der zweiten Hand öffnen. Ebenso ist es beim
Entnehmen von der
Platte, der rutschhemmende Belag zusammen mit der Schenkelfeder lassen
ein einhändiges Abziehen nicht zu. Man muß die Backen mit zwei Händen
zurückdrehen bzw. entspannen.
Durch die linienförmige Anlage der spiralförmigen Klemmbacken erfolgt beson
ders auf glatten Plattenflächen ein Nachrutschen, die senkrechte Verspannung
hält nicht auf der Platte, die angespannte Spindel im Jochteil hält die Kante
nicht mehr genügend fest, der Sinn des Werkzeugs ist nicht erfüllt.
Die gefederte exzenterartige Bewegung der Klemmbacken läßt auch eine
Vorführung mit Werkzeug und Werkstück in der Hand kaum zu, da hierzu zwei
Hände nicht ausreichen, wenn diese Exzenter zusätzlich gedreht werden
müssen.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde eine Kantenzwinge zu entwic
keln, die die zuvor beschriebenen Nachteile nicht hat und vor allem einhändig
zu betätigen ist, damit mit der freien Hand der zu befestigende Umleimer
gehalten werden kann, und außerdem so ausgeführt ist, daß ein Nachgeben
der Spannkraft auf den Umleimer und damit ein Weg rutschen auf den beiden
Plattenseiten nicht möglich ist. Auch sollte eine Vorführung mit Werkzeug frei in
der Hand möglich sein.
Die erfindungsgemäße Aufgabe sollte sein, mit z. B. der Drehbewegung einer
Spindel über einen Griff alle notwendigen Funktionen auszuführen, die da sind
einmal die senkrechte Befestigung auf dem plattenförmigen Werkstück, die
Heranführung eines Druckelementes an die Kante des Werkstücks und die
allseitige Druckaufgabe, wie erwähnt in der senkrechten und der waagrechten
Achsrichtung.
Im folgenden ist nun eine Erfindung beschrieben mit einer Spindelbetätigung,
mit der Spannbacken betätigt werden zur beidseitigen Heranführung an das
plattenförmige Werkstück. Mit der Anlage an diesem soll die weitere Funktion
der Kantenanlage ausgelöst werden, d. h. eine Spindel soll danach gegen die
Kante des plattenförmigen Werkstück verschoben werden bis zur Anlage an
demselben. Bei weiterer Spindelbetätigung soll in beiden Achsrichtungen Kraft
aufgegeben werden.
Um diese erfindungsgemäße Ausführung besser beschreiben zu können sind
die nachfolgenden Zeichnungen angehängt, die da bedeuten in
Fig. 1 eine Vorderansicht in Ausgangslage,
Fig. 2 einen Schnitt A-A der Vorderansicht,
Fig. 3 eine Vorderansicht in Endlage.
In Fig. 1 ist mit (10) die gesamte Kantenzwinge gekennzeichnet, mit (12) der
komplette Griff, mit (14) die Griffschale und mit (16) die Griffhülse. Im Griff (12)
ist die Innenspindel (18) verstellbar angeordnet, sie läuft im Muttergewinde
(20), das selbst als Innengewinde einer zweiten Spindel, der Außenspindel (22)
dient. Diese wiederum hat ihr Muttergewinde (29) im Gehäuse (30).
Mit der Außenspindel wird die Traverse (32) verstellt. In ihr sind beidseitig je
eine Schubstange (34) gelagert. Diese ist jeweils mit dem Backenkörper
(36) in den Lagerstellen (40) und (42) verbunden. Zwei Lenker (44) und (46)
sind beweglich am Spannbacken (48) in den Lagern (50) und (52) befestigt.
Um das Drehen der Spannfläche (23) einer kugelig gelagerten Druckplatte auf
der angelegten Kante zu vermeiden ist mit (70) eine geführte Druckplatte
bezeichnet, die mit seitlichen Flügeln (72) gegen Verdrehung am Gehäuse (30)
gesichert ist und auf die Druckplatte (23) aufgeklipst mit ihr verschoben wird.
Dabei ergibt sich für die Anlage an der Kante eine vergrößerte Druckfläche
(74), die gegen Verdrehung gesichert ist.
Fig. 2 zeigt im Schnitt den Querstift (54), der in einer Nut (56) in der Griff
schale (14) geführt ist.
In Fig. 3 sind die voll ausgefahrenen Außenspindel (22) und Innenspindel
(18) dargestellt. Die unterschiedliche Stellung der Spannbacken (48) zur
Darstellung in Fig. 1 entspricht der Spannweite der Einhand-Kantenzwinge
(10).
Wird nun der Griff (12) betätigt, ein Werkstück (11) in Form einer Platte
zwischen die Spannbacken (48, 48') gehalten, dann werden Außenspindel (22)
und Innenspindel (18) in den Mutterngewinden (29) und (31) bewegt und die
Traverse (32) mittels Vorsprung (25) mit nach vorne bewegt. Traverse (32)
kann dabei zweischalig hergestellt sein.
Die Schubstangen (34) verschieben in den Schlitzen (33) und (35) in den
Lagern (40) und (42) über die Ausleger (44, 46) den Spannbacken (48) je Seite
gegen das eingehaltene Werkstück (11) bis dies zwischen den Weichstoff
auflagen (49, 49') fest arretiert ist. Diese rutschhemmenden Auflagen (49, 49')
verstärken den Halt auf den Plattenflächen (60) und (62).
Durch die erhöhte Spannkraft kann die Außenspindel (22) nicht weiter mitlau
fen. Durch den als Rutschkupplung wirkenden vorgespannten Kraftspeicher
(26) zwischen dem Außenspindelende (24) und dem Griffabsatz (28) kann der
Griff weiter in der Nut (27) gedreht werden und dreht über den Mitnehmerstift
(54) und der Nut (56) die Innenspindel (18) weiter, wodurch sich diese im
Mutterngewinde (31) der arretierten Außenspindel (22) vorwärts bewegt und
die mit Druckfläche (23) versehene Innenspindel (18) gegen die Kantenfläche
(61) des Werkstücks (11) führt und darauf Druck ausübt.
Durch die Lage der Lager (40, 42, 51, 53) kann dem Spannbacken (48) mit der
Auflage (49) auch bei maßgleichen Lenkern (44, 46) eine gewisse Schräg
stellung vorgegeben werden, die bei Druckaufgabe von der C-Jochseite her auf
die Kante (61) durch die Innenspindel (18) auf die Flächen (60, 62) kraftver
stärkende Wirkung hat. Hiermit kann auch der Aufbiegung der C-Balken entge
gengewirkt werden, so daß nach dem Aufbiegen der C-Balken die
Spannflächen parallel zur Spannachse der C-Jochseite bzw. des Werkstücks
liegen.
Claims (14)
1. Einhand-Kantenzwinge zum Anpressen von Umleimern und Kantenprofilen
an plattenförmigen flachen Werkstücken, z. B. Möbelplatten, Tischplatten,
Arbeitsplatten usw. wie bekannt als C-förmiges Spannwerkzeug mit drei
Spannelementen, je eines in den beiden waagrechten C-Zwingen Balken zum
senkrechten Spannen des Platten-Teiles von oben und unten und ein drittes,
Spannelement im C-Jochteil mit um 90° versetzter Achse zum Spannen der
losen Kante oder des sogenannten Umleimers,
dadurch gekennzeichnet, daß an einem der drei Spannelemente mit einer
Hand alle drei Spannelemente zwangsläufig bewegt und damit alle drei Spann
elemente in Pfeilrichtung auf die drei Seiten (60 bis 62) eines eingelegten
Werkstücks (11) hin bewegt werden können.
2. Einhand-Kantenzwinge nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das im Jochteil des C-förmigen Werkzeugs
vorgesehene Spannelement (23) zur Verstellung der drei Spannelemente (48,
48', 23) dient.
3. Einhand-Kantenzwinge nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigung mit einem Handgriff (12) erfolgt.
4. Einhand-Kantenzwinge nach den Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Spannelemente in senkrechter um
90° gedrehter Spannrichtung Spannbacken (48, 48') mit je einer planen Druck
fläche versehen sind.
5. Einhand-Kantenzwinge nach dem Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spannbacken (48, 48') Weichstoffauflagen
(49, 49') haben.
6. Einhand-Kantenzwinge nach den Ansprüchen 4 und 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Spannbacken (48, 48') über Lenker
44, 46) entsprechend der Lage der Lager (40, 42, 51, 53) relativ zum Backen
körper (36, 36') ausgerichtet werden können.
7. Einhand-Kantenzwinge nach dem Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Lenker (44, 46) so ausgerichtet sind, daß
sie bei Druckaufgabe von der C-Jochseite her sich entsprechend der Aufbie
gung der C-Balken parallel zur C-Jochachse stellen und kraftverstärkende
Wirkung haben.
8. Einhand-Kantenzwinge nach den Ansprüchen 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß mit der Betätigung des Griffs (12) gleichzeitig
die Außenspindel (22) und die Innenspindel (18) bewegt werden.
9. Einhand-Kantenzwinge nach den Ansprüchen 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß durch Betätigen des Griffs (12) über das
Mutterngewinde (29) die Traverse (32) durch den Vorsprung (25) bewegt wird.
10. Einhand-Kantenzwinge nach den Ansprüchen 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß durch die Bewegung der Traverse (32) die
Schubstangen (34, 34') den Backenkörper (36) und damit über die Lager (40,
42) und Lenker (44, 46) die Spannbacken (48, 48') gegen die Seiten (60, 62)
des Werkstücks (11) bewegt werden.
11. Einhand-Kantenzwinge nach den Ansprüchen 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Absatz (28) und Außenspindelende
(27) eine Rutschkupplung in Form eines vorgespannten Kraftpaketes (26)
vorgesehen ist, die nach Anlage der Spannbacken (48, 48') das Weiterdrehen
der Innenspindel (18) erlaubt.
12. Einhand-Kantenzwinge nach den Ansprüchen 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Mitnehmer (54) über eine Längsnut (56) für
die weitere zwangsläufige Mitnahme der Innenspindel (18) verantwortlich ist.
13. Einhand-Kantenzwinge nach den Ansprüchen 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß das Spannelement (23) durch die Innenspindel
(18) bis an die Seite (61) des Werkstücks (11) geführt wird und somit alle drei
Seiten des Werkstücks (11) mit Druck beaufschlagt werden.
14. Einhand-Kantenzwinge nach den Ansprüchen 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der Druckplatte (23) zum schonenden
Spannen an der Kante (61) mit Flügeln (72) unverdrehbar am Gehäuse (30)
geführt eine Druckplatte (70) unverlierbar befestigt ist, die zum schonenden
Spannen mit einer großen Spannfläche (74) versehen ist.
Priority Applications (8)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997154452 DE19754452A1 (de) | 1997-12-08 | 1997-12-08 | Einhand-Kantenzwinge |
| JP10544974A JP2000512569A (ja) | 1997-04-17 | 1998-04-16 | エッジクランプ |
| EP98922726A EP0910497B1 (de) | 1997-04-17 | 1998-04-16 | Kantenzwinge |
| AT98922726T ATE244109T1 (de) | 1997-04-17 | 1998-04-16 | Kantenzwinge |
| PCT/EP1998/002236 WO1998047664A1 (de) | 1997-04-17 | 1998-04-16 | Kantenzwinge |
| DE59808884T DE59808884D1 (de) | 1997-04-17 | 1998-04-16 | Kantenzwinge |
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| US09/211,737 US6098972A (en) | 1997-04-17 | 1998-12-15 | Edge clamp |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| Country | Link |
|---|---|
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- 1997-12-08 DE DE1997154452 patent/DE19754452A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
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