DE19753741A1 - Verfahren zur Übermittlung von Positionsdaten - Google Patents
Verfahren zur Übermittlung von PositionsdatenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Übermittlung von Positionsdaten von
Fahrzeugen an eine Zentrale gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Genaue Positionsdaten werden vor allem benötigt, um die Fahrplankon
formität zu überwachen und zur Ansteuerung von Haltestellen-Displays,
welche die voraussichtlichen Wartezeiten bis zum Eintreffen der Fahrzeuge
signalisieren. Dazu werden die insbesondere odometrisch, mittels Funkba
ken oder mittels GPS (Global Positioning System) ermittelten Positionsdaten
der Fahrzeuge durch eine Zentrale sukzessive und zyklisch abgefragt. Durch
die Zeitverzögerung zwischen den einzelnen Abfragen entsteht ein Verzer
rungsfehler, der bei dem zuerst abgefragten Fahrzeug der während des
Zeitraumes eines Abfragezyklus zurückgelegten Wegstrecke entspricht und
bei dem zuletzt abgefragten Fahrzeug ca. 0 entspricht. Das bedeutet, daß
in der Zentrale der Eindruck entstehen kann, daß die zuerst abgefragten
Fahrzeuge gegenüber den zuletzt abgefragten Fahrzeugen größere Verspä
tungen aufweisen. Je nach Größe der Fahrzeugflotte kann der für einen
Abfragezyklus erforderliche Zeitraum mehr als eine halbe Minute erfordern.
Um dem entgegenzusteuern, ist es bekannt, die Zykluszeit durch eine
schnellere Abfrage zu verkürzen. Denkbar wäre auch die gleichzeitige Ab
frage aller Fahrzeuge. Beide Varianten sind jedoch bei einer sehr hohen
und insbesondere bei sich vergrößernder Anzahl von Fahrzeugen nicht
praktikabel. Die Schnellabfragevariante hätte eine unakzeptable Erhöhung
des immer noch vorhandenen Verzerrungsfehlers zur Folge, während bei
gleichzeitiger Abfrage die Anzahl der erforderlichen Abfragekanäle bei zu
nehmender Anzahl von Fahrzeugen nicht ohne weiteres vergrößerbar ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Verzerrungsfehler auf ein
fache Weise und für eine beliebige Größe der Fahrzeugflotte, insbesondere
auch für den Fall der Erweiterung der Fahrzeugflotte, zu vermeiden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale
des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhaft ist insbesondere, daß die zyklische Ab
frage der Positionsdaten durch die Zentrale beibehalten werden kann. Den
noch ergibt sich durch die zyklisch sukzessive Abfrage quasi eine Moment
aufnahme, die die tatsächlichen Verhältnisse der Positionen der Fahrzeuge
zueinander wiedergibt. Abgefragt werden die gleichzeitig ermittelten und in
einen Speicher eingeschriebenen Positionsdaten. Der Fehler, der sich durch
die Zeitdauer für einen Abfragezyklus ergibt, ist für alle Fahrzeuge gleich.
Dadurch kann auf einfache Art und Weise eine Korrektur durchgeführt wer
den. Beispielsweise können nach Beendigung jedes Abfragezyklus den Posi
tionsdaten der Fahrzeuge, die sich nicht gerade kurz vor einer Haltestelle
oder an der Haltestelle befinden, eine Wegstrecke von 200 m hinzuaddiert
werden. Diese Wegstrecke entspricht der durchschnittlichen, während des
für den Abfragezyklus benötigten Zeitraumes zurückgelegten Strecke.
Voraussetzung für die Vergleichbarkeit der Positionsdaten aller Fahrzeuge
der Fahrzeugflotte ist die Übereinstimmung des Zeitpunktes für die Positi
onsdatenermittlung. Vorteilhafte Ausführungen dazu sind in den Ansprü
chen 2 bis 4 gekennzeichnet.
Die Speicher sind gemäß Anspruch 5 vorzugsweise als überschreibbare
Datenspeicher geringer Speicherkapazität und einfachster Bauart ausgebil
det.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines figürlich dargestellten Aus
führungsbeispiels näher erläutert.
Dargestellt ist eine Reihe von Fahrzeugen F1, F2 . . . Fn, deren Anzahl n eine
Fahrzeugflotte bildet, die durch eine Zentrale Z überwacht wird. Die Zen
trale Z dient unter anderem dazu, Fahrplan- und Umleitungsinformationen
sowie DGPS (Differential Global Positioning System)-Korrekturdaten an die
Fahrzeuge zu übermitteln. Zunehmend werden die in der Zentrale Z verfüg
baren Daten auch benutzt, um Haltestellen-Displays (nicht dargestellt) zur
Visualisierung der verbleibenden Wartezeit bis zum Eintreffen des nächsten
Fahrzeuges F1, F2 . . . Fn anzusteuern. Für diese Anwendungen ist es erfor
derlich, exakte und zeitkonforme Positionsdaten der einzelnen Fahrzeuge
F1, F2 . . . Fn zu kennen. Diese Positionsdaten erfragt die Zentrale Z in einem
Polling-Verfahren, das heißt die Positionsdaten des gleichen Zeitpunkt der
Fahrzeuge F1, F2 . . . Fn werden nacheinander an die Zentrale Z übermittelt.
Damit alle Fahrzeuge F1, F2 . . . Fn ihre Positionsdaten des gleichen
Zeitpunktes an die Zentrale Z melden, ist jedes Fahrzeug F1, F2 . . . Fn mit
einem Speicher S1, S2 . . . Sn ausgestattet. Das Polling-Verfahren hat Zugriff
auf diese Speicher S1, S2 . . . Sn. Während eines Polling-Zyklus werden somit
Positionsdaten x1, y1/x2, y2 . . . /xn, yn eines für alle Fahrzeuge F1, F2 . . . Fn
gleichen Zeitpunkts t1 an die Zentrale Z gemeldet. Dieser feste Zeitpunkt t1
kann zum Beispiel dadurch realisiert werden, daß die Zentrale Z
unmittelbar vor Beginn des nächsten Polling-Zyklus an alle Fahrzeuge F1, F2
. . . Fn ein Auslösesignal übersendet, das dazu führt, daß eine aktuelle
Positionsermittlung durch die Fahrzeuge F1, F2 . . . Fn aktiviert wird. Zur
Positionsermittlung sind beispielsweise odometrische Verfahren, bei denen
die Radachsenumdrehungen ausgewertet werden, Funkbakenverfahren
oder GPS- bzw. DGPS-Verfahren (Global Positioning System bzw.
Differential Global Positioning System) gebräuchlich. Falls die Fahrzeuge F1,
F2 . . . Fn mit GPS- bzw. DPGS-Empfängern ausgestattet sind, kann die
abgeleitete Systemzeit, die für alle GPS- bzw. DGPS-Empfänger absolut
gleich ist, zur Festlegung einer turnusmäßigen Positionsermittlung in
bestimmten Zeitabständen verwendet werden. Die Zeitabstände sind dabei
auf die Länge des Polling-Zyklus abgestimmt und entsprechen genau dem
Abstand zwischen zwei Polling-Zyklen. Um diese Synchronisation zu sparen,
kann das oben beschriebene Aktivierungsverfahren mittels eines
Auslösesignals, das durch die Zentrale Z generiert wird, verwendet werden.
Dabei ergibt sich auch der Vorteil, daß der Abstand zwischen zwei Polling-
Zyklen nicht notwendig konstant sein muß.
Wenn die Positionsdatenermittlung zum Zeitpunkt t1 erfolgt und ein Polling-
Zyklus die Länge Δt hat, läßt sich auf einfache Weise ein aktuelles Bild in
terpolieren, indem für alle Fahrzeuge F1, F2 . . . Fn, die voraussichtlich unge
hinderte freie Fahrt vor sich haben, die in der Zeitdifferenz Δt durchschnitt
lich zurückgelegte Wegstrecke zu den Positionsdaten addiert wird. Bei Δt =
const. ergibt sich ein fester Additionswert. Zur weiteren Verbesserung der
Genauigkeit können verkehrsbedingte oder streckenbedingte Besonderhei
ten, beispielsweise Verkehrsstockungen oder Haltestellenbereich, berück
sichtigt werden.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf das vorstehend angegebene Aus
führungsbeispiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche
auch bei grundsätzlich anders gearteter Ausführung von den Merkmalen
der Erfindung Gebrauch machen.
Claims (5)
1. Verfahren zur Übermittlung von Positionsdaten (x1/y1, x2/y2 . . . xn/yn),
insbesondere geographischen Koordinaten, von n Fahrzeugen (F1, F2
. . . Fn) an eine Zentrale Z, wobei die Zentrale Z eine zyklische Abfrage
der Positionsdaten (x1/y1, x2/y2 . . . xn/yn) der n Fahrzeuge (F1, F2 . . . Fn)
durchführt, dadurch gekennzeichnet, daß aktuelle Positionsdaten (x1/y1,
x2/y2 . . . xn/yn) der Fahrzeuge (F1, F2, . . . Fn) zeitgleich ermittelt und in
den Fahrzeugen (F1, F2 . . . Fn) zugeordneten Speichern (S1, S2 . . . Sn) ein
geschrieben werden, und daß die Zentrale Z die Speicher (S1, S2 . . . Sn)
zyklisch abfragt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeit
gleichheit der Positionsdatenermittlung durch ein von der Zentrale (Z)
generiertes und von allen Fahrzeugen (F1, F2 . . . Fn) synchron empfan
genes Auslösesignal hergestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeit
gleichheit der Positionsdatenermittlung durch den Fahrzeugen
(F1, F2 . . . Fn) zugeordneten synchronisierten Zeitgebern hergestellt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeit
gleichheit der Positionsdatenermittlung durch Verwendung der von
einem GPS (Global Positioning System) oder DGPS (Differential Global
Positioning System) abgeleiteten Systemzeit hergestellt wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß als Speicher (S1, S2 . . . Sn) überschreibbare Daten
speicher verwendet werden.
Priority Applications (4)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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Family Applications (2)
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