DE19751655A1 - Einzugswerkzeug - Google Patents
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- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21K—MAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
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Description
Die Erfindung betrifft ein Einzugswerkzeug zum Durchziehen eines
Spreizdorns oder dergleichen, welcher einen Festhalte-Abschnitt für das
Einzugswerkzeug und einen Konus-Abschnitt zur Bewerkstelligung einer
Materialverdrängung aufweist, wobei Verbindungseinrichtungen zwischen
Einzugswerkzeug und Festhalte-Abschnitt vorgesehen sind und der am
Festhalte-Abschnitt angreifende Teil des Einzugswerkzeugs hydraulisch
gegen einen Widerlager-Abschnitt desselben verfahrbar ist. Eine andere
Anwendung derartiger Einzugswerkzeuge ist das Lochen von Blech.
Bekannte derartige Einzugswerkzeuge werden beispielsweise verwendet,
um Kontaktbuchsen an einer Bohrung von Eisenbahnschienen zu befesti
gen. Die Befestigung solcher Buchsen wird beispielsweise beschrieben in
dem deutschen Gebrauchsmuster No. 297 12 206. Herkömmlicherweise ist
der Festhalte-Abschnitt des Spreizdorns als Verbindungseinrichtung ein
Gewinde ausgebildet, welches in ein korrespondierendes Gewinde am Ein
zugswerkzeug einschraubbar ist.
In der Praxis kommt es dabei zuweilen vor, daß der Spreizdorn nicht voll
ständig eingeschraubt wird und das Gewinde deshalb bei der Druckbeauf
schlagung, die einige Tonnen betragen kann, ausreißt, was zu Beschädi
gungen und Verletzungsgefahr führt. Darüber hinaus ist der Einschraub
vorgang dann, wenn sehr viele Befestigungsvorgänge nacheinander durch
geführt werden müssen, vergleichsweise aufwendig.
Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Ein
zugswerkzeug der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß ein
schnelles und einfaches und ebenso haltbares Verbinden von Einzugswerk
zeug und Spreizdorn ermöglicht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
- - ein geschlossenes Gehäuse mit einem Einlaß für eine Hydraulikleitung vorgesehen ist,
- - in einem unteren Gehäuseteil ein Kolben in axialer Richtung durch den Hydraulikdruck gegen die Kraft einer ersten Schraubenfeder,
- - die sich an der Unterseite des Kolbens und am Gehäuseboden (Deckel) abstützt, verschiebbar ist,
- - in einem oberen Gehäuseabschnitt ein Hülsenteil dichtend und in axialer Richtung verschiebbar gelagert ist, welches mit dem Kolben verbunden ist,
- - in dem Hülsenteil ein Klemmkonus gegen die Kraft einer zweiten Schraubenfeder verschiebbar gelagert ist, wobei durch die axiale Ver schiebung eine Konusfläche des Klemmkonus relativ zu einer Konusflä che des Hülsenteils verlagert und damit der Klemmkonus geschlossen wird,
- - der Hydraulikdruck in einem Zwischenraum zwischen Klemmkonus und Kolben aufgebracht wird,
- - die Federkraft der ersten Schraubenfeder stärker eingestellt ist als die Federkraft der zweiten Schraubenfeder, so daß unter dem Einfluß des Hydraulikdrucks erst der Klemmkonus aktiviert und dann der den Ein zug bewerkstelligende Kolben verlagert wird.
Die Unteransprüche geben vorteilhafte Ausgestaltungen an.
Durch die erfindungsgemäße Lösung ist es nicht mehr erforderlich, den
Spreizdorn einzuschrauben, so daß der diesbezügliche Aufwand entfällt und
vor allem Fehler durch unvollständiges Einschrauben vermieden werden.
Mit einem einzigen Druckaufbau wird sowohl die Festhalte-Funktion am
Spreizdorn als auch die Einzugs-Funktion realisiert.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungs
beispiels in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Einzugswerkzeugs,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie B-B in Fig. 1,
Fig. 3 eine Fig. 2 entsprechende Schnittdarstellung mit eingesetzten Dich
tungen und Feder,
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht einer Klemmhülse des Einzugswerk
zeugs,
Fig. 5 eine Seitenansicht der Klemmhülse und
Fig. 6 einen Schnitt durch die Klemmhülse längs der Linie A-A in Fig. 5.
Ein in der Zeichnung dargestelltes Einzugswerkzeug 1 umfaßt ein Gehäuse
2, welches an seiner Unterseite ein Innengewinde 3 aufweist, in welches
ein Deckel 4 mit einem korrespondierenden Außengewinde einschraubbar
ist.
Im unteren Teil 5 des Gehäuses 2 ist ein Kolben 6 längs der Längsachse 7
verschiebbar und über Dichtungen 8 dicht gegenüber der Innenwand 9 ge
lagert. Der Kolben 6 weist einen Ringflansch 10 auf, der in der in Fig. 3
dargestellten Position zur Anlage an einer Ringschulter 11 des Gehäuses 2
gelangt.
Zwischen dem Deckel 4 und der Unterseite 12 des ersten Kolbens 6 wirkt
eine Schraubenfeder 13, die in eine Ausnehmung 14 an der Unterseite 12
des Kolbens 6 einerseits und in eine Ausnehmung 15 des Deckels 4 ande
rerseits formschlüssig eingreift.
In einem oberen Abschnitt 16 des Gehäuses 2 ist ein Spreizkonus 17 ange
ordnet, der einen Zylinder-Abschnitt 18, einen Konus-Abschnitt 19 und
eine Nut 20 für einen Dichtungsring aufweist. Der Konus-Abschnitt 19 und
der Zylinder-Abschnitt 18 sind mit Längsschlitzen 21 versehen, die es er
möglichen, den Spreizkonus radial aufzuspreizen oder zusammenzudrüc
ken.
An der Innenseite des Konus-Abschnitts 19 und des oberen Teils des Zy
linder-Abschnitts 18 sind mehrere Ringnuten 22 ausgebildet, die das form
schlüssige Eingreifen korrespondierender Ringvorsprünge 23 an dem Fest
halte-Abschnitt 24 des Spreizdorns 25 ermöglichen.
Der Spreizdorn 25 weist einen zylinderförmigen Grundkörper aufs an des
sen einem Ende die Ringvorsprünge 23 ausgebildet sind, und dessen ande
res Ende mit einem Konus-Abschnitt 26 versehen ist, der beispielsweise
durch eine Buchse gezogen wird, um diese unter Materialverdrängung auf
zuspreizen.
Der Spreizdorn 25 durchsetzt eine Bohrung 27 eines Widerlagers 28, wel
ches mit einer Anlagefläche beim Durchzugsvorgang beispielsweise der
seitlichen Flanke einer Eisenbahnschiene anliegt.
Der Spreizkonus liegt relativ zu diesem verschiebbar im Inneren eines Hül
senteils 17', wobei das Hülsenteil 17' mit seiner unteren Stirnseite 29 an
einer Abstufung 30 des Kolbens 6 anliegt und dementsprechend bei einer
Bewegung des Kolbens 6 in axialer Richtung nach oben von diesem mitge
nommen wird. Der Konus-Abschnitt 19 des Spreizkonus liegt einem korre
spondierenden Konus-Abschnitt 31 des Hülsenteils 17' an, so daß bei einer
Relativbewegung zwischen Konus-Abschnitt 19 und Konus-Abschnitt 31
der Konus-Abschnitt 19 des Spreizkonus 17 zusammengedrückt wird.
Das Hülsenteil 17' weist eine Abstufung 32 aufs welche als Anlage für eine
zweite Schraubenfeder 33 dient, deren anderes Ende sich an einer Abstu
fung 34 abstützt, die einen Kolben-Abschnitt 35 des Spreizkonus definiert,
an welchem die Nut 20 mit der Dichtung 36 ausgebildet ist.
Von einer Pumpe P mündet eine Hydraulikleitung 37 in einen Zwischen
raum 38 zwischen dem Kolben-Abschnitt 35 und der Oberseite 39 des Kol
bens 6, so daß durch Druckaufbau in diesem Zwischenraum einerseits der
Kolben-Abschnitt 35 und andererseits der Kolben 6 druckbeaufschlagt
werden.
Die Schraubenfeder 33 ist relativ zur Schraubenfeder 13 derart schwächer
dimensioniert, daß folgende Funktionsweise eintritt:
Der Spreizdorn 25 wird durch die Bohrung 27 bis zum Anschlag nach un ten in die Spreizhülse 17 eingeführt. Es wird nun die Pumpe eingeschaltet, und aufgrund der schwächeren Dimensionierung der Schraubenfeder 33 wird zunächst der Kolben-Abschnitt 35, d. h. die Spreizhülse 17, in Fig. 3 nach oben gedrückt, so daß der Konus-Abschnitt 19 gegen den Konus-Ab schnitt 31 gedrückt und zusammengepreßt wird und auf diese Weise ein fester Angriff an dem Spreizdorn 25 bewerkstelligt wird.
Der Spreizdorn 25 wird durch die Bohrung 27 bis zum Anschlag nach un ten in die Spreizhülse 17 eingeführt. Es wird nun die Pumpe eingeschaltet, und aufgrund der schwächeren Dimensionierung der Schraubenfeder 33 wird zunächst der Kolben-Abschnitt 35, d. h. die Spreizhülse 17, in Fig. 3 nach oben gedrückt, so daß der Konus-Abschnitt 19 gegen den Konus-Ab schnitt 31 gedrückt und zusammengepreßt wird und auf diese Weise ein fester Angriff an dem Spreizdorn 25 bewerkstelligt wird.
Wenn eine Bewegung in axialer Richtung nach oben gegen die Kraft der
Schraubenfeder 33 dementsprechend nicht mehr möglich ist, wird bei wei
terem Druckaufbau im Zwischenraum 38 der Kolben 6 gegen die Kraft der
Schraubenfeder 13 in der Zeichnung nach unten gedrückt und hierdurch das
Hülsenteil 17', welches über eine Verschraubung 40 mit dem Kolben 6
verschraubt ist, mit nach unten gezogen und dementsprechend über den
Konus-Abschnitt 31 und den Konus-Abschnitt 19 auch die Spreizhülse mit
dem Spreizdorn 25 mitgenommen, so daß der Spreizdorn 25 beispielsweise
durch eine festzulegende Buchse gezogen wird.
Wird die Pumpe abgestellt und der Druck wieder abgebaut, drückt zunächst
die stärkere Schraubenfeder 13 den Kolben 6 und damit das Hülsenteil 17
nach oben, bis der Kolben 6 zum Anschlag an der Abstufung 11 gelangt,
worauf in die Schraubenfeder 33 den Kolben-Abschnitt 35 der Spreizhülse
17 nach unten drückt, so daß die Konus-Abschnitte 19 der Spreizhülse ei
nerseits und 31 des Hülsenteils 17' andererseits axial auseinandergezogen
werden und der Spreizdorn 25 freigegeben wird und entnommen werden
kann.
Claims (5)
1. Einzugswerkzeug zum Durchziehen eines Spreizdorns oder dergleichen,
welcher einen Festhalte-Abschnitt für das Einzugswerkzeug und einen Ko
nus-Abschnitt zur Bewerkstelligung einer Materialverdrängung aufweist,
wobei Verbindungseinrichtungen zwischen Einzugswerkzeug und -Fest
halte-Abschnitt vorgesehen sind und der am Festhalte-Abschnitt an
greifende Teil des Einzugswerkzeugs hydraulisch gegen einen Widerlager-Ab
schnitt desselben verfahrbar ist, dadurch gekennzeichnet daß
- - ein geschlossenes Gehäuse (2) mit einem Einlaß (P) für eine Hydrau likleitung vorgesehen ist,
- - in einem unteren Gehäuseteil (5) ein Kolben (6) in axialer Richtung durch den Hydraulikdruck gegen die Kraft einer ersten Schraubenfeder (13), die sich an der Unterseite des Kolbens (6) und am Gehäuseboden (Deckel 4) abstützt, verschiebbar ist,
- - in einem oberen Gehäuseabschnitt (16) ein Hülsenteil (17') dichtend und in axialer Richtung verschiebbar gelagert ist, welches mit dem Kolben (6) verbunden ist,
- - in dem Hülsenteil (17') ein Klemmkonus (17) gegen die Kraft einer zweiten Schraubenfeder (33) verschiebbar gelagert ist, wobei durch die axiale Verschiebung eine Konusfläche (19) des Klemmkonus (17) relativ zu einer Konusfläche (31) des Hülsenteils (17') verlagert und damit der Klemmkonus (17) geschlossen wird,
- - der Hydraulikdruck in einem Zwischenraum (38) zwischen Klemmkonus (17) und Kolben (6) aufgebracht wird,
- - die Federkraft der ersten Schraubenfeder (13) stärker eingestellt ist als die Federkraft der zweiten Schraubenfeder (33), so daß unter dem Ein fluß des Hydraulikdrucks erst der Klemmkonus (17) aktiviert und dann der den Einzug bewerkstelligende Kolben (6) verlagert wird.
2. Einzugswerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß der
Kolben (6) einen Ringflansch aufweist, der an einer Ringschulter (11) an
der Innenseite des Gehäuses (2) zur Anlage kommt.
3. Einzugswerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß auf die
Unterseite des Gehäuses (2) eine Abdeckung (4) aufgeschraubt ist.
4. Einzugswerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die
erste Schraubenfeder (13) in einer Ausnehmung (15) der Abdeckung (4)
einerseits und einer Ausnehmung (14) des Kolbens (6) andererseits ange
ordnet ist.
5. Einzugswerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß an der
Innenseite des Konus-Abschnitts (19) des Spreizkonus (17) eine Mehrzahl
von Ringnuten bzw. Ringwülsten (22) angeordnet ist, die mit korrespondie
renden Ringnuten und Ringwülsten am Festhalte-Abschnitt des Spreizdorns
(25) zusammenwirken.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997151655 DE19751655A1 (de) | 1997-11-21 | 1997-11-21 | Einzugswerkzeug |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997151655 DE19751655A1 (de) | 1997-11-21 | 1997-11-21 | Einzugswerkzeug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19751655A1 true DE19751655A1 (de) | 1999-05-27 |
Family
ID=7849440
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997151655 Ceased DE19751655A1 (de) | 1997-11-21 | 1997-11-21 | Einzugswerkzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19751655A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19952013A1 (de) * | 1999-10-28 | 2001-05-03 | Grote & Hartmann | Haltevorrichtung für einen Stempel, insbesondere einen Stanzstempel |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3004132C2 (de) * | 1980-02-01 | 1985-06-20 | Mannesmann AG, 4000 Düsseldorf | Verfahren zum Herstellen von einteiligen Kraftfahrzeughohlachsen |
| DD284432A5 (de) * | 1989-06-01 | 1990-11-14 | Veb Mathias-Thesen-Werft,Dd | Aufziehvorrichtung |
| DE9315323U1 (de) * | 1993-10-11 | 1993-10-23 | Müller, Heinrich, 57635 Wölmersen | Vorrichtung zur Herstellung von Öffnungen aus Blech gebildeten Gehäusen, insbesondere Schaltschränken |
| DE29712206U1 (de) * | 1997-07-11 | 1997-08-28 | Kabelkonfektionstechnik KKT GmbH, 96515 Sonneberg | Vorrichtung zum Anschluß einer elektrischen Leitung an einem Eisenbahnschienensteg o.dgl. |
-
1997
- 1997-11-21 DE DE1997151655 patent/DE19751655A1/de not_active Ceased
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