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DE19750952C2 - Pflanzgranulat mit codierten Informationsträgern - Google Patents

Pflanzgranulat mit codierten Informationsträgern

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DE19750952C2
DE19750952C2 DE19750952A DE19750952A DE19750952C2 DE 19750952 C2 DE19750952 C2 DE 19750952C2 DE 19750952 A DE19750952 A DE 19750952A DE 19750952 A DE19750952 A DE 19750952A DE 19750952 C2 DE19750952 C2 DE 19750952C2
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plant
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granules according
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Kurt Wild
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HARZMANN OPTIMA MARKETING und
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Priority to DE59805450T priority patent/DE59805450D1/de
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    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05GMIXTURES OF FERTILISERS COVERED INDIVIDUALLY BY DIFFERENT SUBCLASSES OF CLASS C05; MIXTURES OF ONE OR MORE FERTILISERS WITH MATERIALS NOT HAVING A SPECIFIC FERTILISING ACTIVITY, e.g. PESTICIDES, SOIL-CONDITIONERS, WETTING AGENTS; FERTILISERS CHARACTERISED BY THEIR FORM
    • C05G3/00Mixtures of one or more fertilisers with additives not having a specially fertilising activity
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05GMIXTURES OF FERTILISERS COVERED INDIVIDUALLY BY DIFFERENT SUBCLASSES OF CLASS C05; MIXTURES OF ONE OR MORE FERTILISERS WITH MATERIALS NOT HAVING A SPECIFIC FERTILISING ACTIVITY, e.g. PESTICIDES, SOIL-CONDITIONERS, WETTING AGENTS; FERTILISERS CHARACTERISED BY THEIR FORM
    • C05G5/00Fertilisers characterised by their form
    • C05G5/10Solid or semi-solid fertilisers, e.g. powders
    • C05G5/12Granules or flakes

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Cultivation Of Plants (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Pflanzgranulat gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Pflanzgranulate werden als Anzucht- und Wachstumssubstrat für Pflanzen oder als Zusatz zu einem solchen Substrat ver­ wendet und sollen das Pflanzenwachstum verbessern. Bevor­ zugt besitzen Pflanzgranulate eine hohe Adsorptionsfähig­ keit für Nährstoffe und/oder Wachstumsverbesserer und sind in der Lage, diese Nährstoffe und Wachstumsverbesserer über einen langen Zeitraum freizusetzen, so daß einerseits ein Auswaschen der Nährstoffe verhindert wird und andererseits eine Nachdüngung in diesem Zeitraum überflüssig ist. Pflanzgranulate können allein als Anzucht- und Wachstums­ substrat für Pflanzen verwendet werden oder als Zusatz zu solchen Substraten.
Anzucht- und Wachstumssubstrate für Pflanzen, die im fol­ genden als auch Erdsubstrate bezeichnet werden, finden z. B. bei der Begründung von Dächern und anderen nicht erdgebun­ denen Flächen, in Pflanztrögen, bei speziellen Bepflanzun­ gen sowie bei der qualitativen Verbesserung örtlich vorhan­ dener Unter- und Oberböden Verwendung. Derartige Erdsub­ strate werden aus verschiedenen Komponenten nach vorgegebe­ nen Rezepturen industriell hergestellt. Die Rezepturen wer­ den unter Berücksichtigung der Eigenschaften der Ausgangs­ materialien auf den jeweiligen Anwendungsfall und Pflanzen­ anspruch abgestimmt. Beispielsweise sind spezielle Sub­ stratmischungen für Intensiv- und Extensivbegrünungen, Baumpflanzungen, Tiefgaragenbegrünungen, Exotenpflanzungen, Unter- und Oberboden-Aufbereitung usw. bekannt. Für Dach­ begrünungen sind die Auflagen für die Zusammensetzung der verschiedenen Substrate beispielsweise in den "Richtlinien für die Planung, Ausführung und Pflege von Dachbegrünun­ gen", herausgegeben von der FLL Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau e.V., Bonn, Aus­ gabe 1995, beschrieben.
Derartige Substrate für Dachbegrünungen unterscheiden sich je nach der gewünschten Bepflanzung, der Flächenbelastung, der Dachneigung usw. in ihrem Aufbau und ihrer Zusammenset­ zung. Üblicherweise sind Substrate für Dachbegrünungen schichtweise aufgebaut und umfassen beispielsweise vegeta­ tionstragende Schichten, Drainage- und Filterschichten. Außerdem gibt es Schichtaufbauten mit oder ohne Wasseran­ stau.
Dachbegrünungen haben eine Nutzungsdauer von einer Vielzahl von Jahren, und oft ist es nach Ablauf eines längeren Zeit­ raums nach der Aufbringung der Dachbegrünung nur schwer oder gar nicht möglich, festzustellen, welches Substrat für eine bestimmte Dachbegrünung verwendet wurde. Dies ist ein besonderes Problem im Hinblick auf die Frage der Herstel­ lerhaftung bei eventuell auftretenden Schäden oder die spätere Wartung.
Spezielle Pflanzsubstrate sind in der DE 196 11 333 A1 und der DE 295 17 526 U1 beschrieben.
Es ist bekannt, codierte Teilchen lose zu Schüttgut zu ge­ ben, um dieses zu kennzeichnen (DE 26 07 014 C2 und DE 196 14 174 A1). Auch die Kennzeichnung von Arzneimitteln mit codierten Mikropartikeln ist beschrieben worden (US 4,053,433).
In der DE 195 41 470 A1 werden Blähtonkörper offenbart, welche mit einer hydrophoben Beschichtung versehen sind. Diese hydrophob beschichteten Blähtonkörper sollen als oberste Schicht auf ein Pflanzsubstrat aufgetragen wer­ den, um die Verdunstung von Wasser zu reduzieren. Um die beschichteten Blähtonkörper von herkömmlichen Blähtonkör­ pern unterscheidbar zu machen und vor allem zu ästethi­ schen Zwecken, kann die hydrophobe Beschichtung einge­ färbt sein.
In der EP 0 669 392 A1 ist beschrieben, schüttfähige Stoffe durch Zusatz von sogenannten Kennzeichnungskörpern hin­ sichtlich ihrer Herkunft oder Qualität zu kennzeichnen. Beispiele von Kennzeichnungskörpern, die sich im Hinblick auf ihr Aussehen vom Schüttgut unterscheiden müssen, sind solche aus Pappe, Papier, Mais- oder Kartoffelstärke.
Auch Substrate für Dachbegrünungen können laut der EP 0 669 392 A1 mit Kennzeichnungskörpern versetzt werden. Hier werden gebrochene eingefärbte Blähtonkörper in das Substrat eingemischt.
Die beschriebene Vorgehensweise hat jedoch einige Nachtei­ le. Zum einen ist der Informationsgehalt, den die farbigen Blähtonkörper aufweisen, minimal. Durch Verwitterung der Blähtonkörper geht die Information (Farbe) zudem relativ schnell verloren. Außerdem ist eine Verfälschung sehr leicht möglich, beispielsweise, indem die farbigen Blähtonkörper ausgelesen werden oder andersfarbige Blähtonkörper zusätz­ lich in das Substrat gemischt oder auch fremden Substraten nachgeahmte Kennkörper zur Irreführung beigegeben werden.
Will man eine Verfälschung verhindern, müssen große Stück­ zahlen an farbigen Kennzeichnungskörpern zugegeben werden, was zum einen die Herstellung des Substrates verteuert und sich zum anderen auf die Qualität des Substrates negativ auswirken kann.
Grundsätzlich sind ohnehin relativ hohe Stückzahlen an Kennzeichnungskörpern notwendig, um sicherzustellen, daß die Kennzeichnungskörper ohne allzu großen Aufwand im Sub­ strat wiedergefunden werden. Hier wirkt sich unter anderem nachteilig aus, daß die Kennzeichnungskörper lose im ge­ samten Substrat verteilt sind.
Weder im Hinblick auf ihren Informationsgehalt, die Bestän­ digkeit und Fälschungssicherheit der Information noch die praktische Handhabung sind die in der EP 0 669 392 A1 be­ schriebenen Kennzeichnungskörper daher zufriedenstellend.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Möglichkeit zu schaffen, ein Anzucht- und Wachstumssubstrat für Pflan­ zen so zu kennzeichnen, daß eine Vielzahl produktrelevanter Informationen auf einfache Weise festellbar sind. Bei­ spielsweise sollten Rückschlüsse auf den Hersteller, das Herstellungsdatum und die Art des Substrats möglich sein. Die Kennzeichnung sollte dabei fälschungssicher sein und keine negativen Einflüsse auf das Pflanzenwachstum ausüben.
Die Lösung der Aufgabe gelingt mit einem Pflanzgranulat mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung des Pflanzgranulats gemäß Anspruch 15 sowie die Verwendung des Granulats gemäß Anspruch 13. Weitere Ausführungsformen und Verfahrensvarianten ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung betrifft also ein Pflanzgranulat der in An­ spruch 1 angegebenen Zusammensetzung, in welches Informa­ tionsträger fest eingearbeitet sind, die mit einer lesbaren Codierung versehen sind.
Die feste Einbindung der Informationsträger in das Pflanz­ granulat hat einige Vorteile. Einerseits kann die Anzahl an Informationsträgern gering gehalten werden, da innerhalb eines Anzucht- und Wachstumssubstrates für Pflanzen oder eines Schichtaufbaus für Dachbegrünungen oder ähnliches nur ein geringer Teil, nämlich das Pflanzgranulat, mit den In­ formationsträgern versehen wird. Die feste Verbindung von Informationsträgern und Pflanzgranulat verhindert, daß die Informationsträger aus dem Granulat ausgeschwemmt oder auf sonstige Weise aus dem Granulat ausgetragen werden. Außer­ dem ist es unmöglich, die Informationsträger aus dem Granu­ lat zu entfernen oder die Informationen durch Zugabe ande­ rer Kennzeichnungskörper zum Pflanzsubstrat zu verfälschen.
Dadurch, daß die Informationsträger die Information in Form einer Codierung tragen, kann auch die Information der In­ formationsträger selbst praktisch nicht verändert werden.
Die Codierung ermöglicht zudem, eine Vielzahl von Informa­ tionen und grundsätzlich alle produktrelevanten Informatio­ nen zu speichern.
Die Codierung codiert dabei zweckmäßig wenigstens eine der folgenden Informationen: Hersteller, Herstellungsort, Her­ stellungsdatum, Produktkennummer, Produkttype oder jede sonst vom Hersteller gewünschte Information. Vorzugsweise enthält die Codierung mehrere der oben genannten Informa­ tionen.
Auch wenn die Informationsträger mit dem Pflanzgranulat verbunden sind, ist es grundsätzlich mög­ lich, einem Schichtaufbau erfindungsgemäßes Pflanzgranulat beizumischen, welches Informationsträger mit einer Codie­ rung aufweist, die für den gesamten Schichtaufbau typisch ist. Die Codierung kann dann zweckmäßig alle Informationen enthalten, die zur Identifizierung und Kennzeichnung des spezifischen Schichtaufbaus notwendig sind. Will man bei­ spielsweise einige Zeit nach Fertigstellung des Schichtauf­ baus dessen produktrelevante Informationen feststellen, ist es ausreichend, einen Teil des Pflanzgranulats zu entnehmen und die Codierung der im Granulat enthaltenden Informatio­ nen zu analysieren.
Die Codierung kann auf übliche Weise erfolgen, beispiels­ weise wie dies aus dem Bereich der Etikettierung von Waren in Kaufhäusern oder Supermärkten bekannt ist. Als Codierung kann beispielsweise ein Dualcode gewählt werden. Es ist ebenfalls möglich, einen Farb- oder Magnetcode zu verwen­ den. Eine magnetische Codierung ist besonders zweckmäßig, da sich einerseits diejenigen Pflanzgranulat-Körper beson­ ders leicht ausfindig machen lassen, welche codierte Infor­ mationsträger enthalten, und andererseits die Auswertung der Information ohne Isolierung der Informationsträger möglich ist. Der Farbcode besteht zweckmäßig aus einer für das jeweilige Produkt charakteristischen Abfolge verschie­ dener Farbbalken. Es ist auch möglich, verschiedene Codie­ rungsarten zu einem spezifischen Code miteinander zu kombi­ nieren.
Die Codierung wird mit Hilfe eines geeigneten Lesegerätes auf an sich bekannte Weise gelesen und anschließend ausge­ wertet. Beispielhaft können optische und magnetische Lese­ geräte genannt werden.
Bevorzugt sind die lesbaren Codierungen in Informationsträ­ trägern ausgebildet, die auf Basis eines polymeren Kunst­ stoffes hergestellt wurden. Bevorzugte Kunststoffe sind solche, die gegen Feuchtigkeit und Witterung sehr beständig sind. Beispielhaft können Teilchen auf der Basis von Alkyd- oder Melaminharzen genannt werden.
Von Vorteil sind die Kennkörper sehr klein und weisen bei­ spielsweise einen Durchmesser im Bereich von 0,02 bis 2 mm auf. Derartige sehr kleine Kennkörper auf Kunststoffbasis mit einer Farb- oder Magnetcodierung sind unter der Marken­ bezeichnung MICROTAGGANT® von der Simons Druck + Vertrieb GmbH, D-48301 Nottuln, käuflich erhältlich. Die sehr klei­ nen Kennkörper haben den Vorteil, daß sie im erfindungsge­ mäßen Pflanzgranulat mit bloßem Auge praktisch nicht mehr erkennbar sind, was die Fälschungssicherheit zusätzlich er­ höht. Wegen ihrer geringen Größe beeinträchtigen sie auch nicht die Funktionsweise des Granulats.
Zweckmäßig werden die codierten Informationsträger dem er­ findungsgemäßen Pflanzgranulat in einer Menge zugesetzt, die ausreicht, um die Informationsträger nach Aufbringung des Pflanzgranulats auf die zu begrünende Fläche ohne wei­ teres nachzuweisen. Durch die geringe Größe und die feste Einbindung in das Granulat ist es praktisch ausgeschlossen, die Informationsträger vollständig aus dem Granulat und aus Anzucht- oder Wachstumssubstraten, die das erfindungsgemäße Granulat enthalten, zu entfernen und so die in der Codie­ rung enthaltene Information zu vernichten. Eine Fälschung der Kennzeichnung des Substrats ist praktisch ausgeschlos­ sen.
Das erfindungsgemäße Pflanzgranulat umfaßt wenigstens ein mineralisches und/oder organisches Trägermaterial, das of­ fenporig und nicht gebrannt ist. Es ist dadurch zur rever­ siblen Absorption von Wasser sowie Nährstoffen und/oder Wachstumsverbesserern befähigt. Weiterhin umfaßt das er­ findungsgemäße Pflanzgranulat wenigstens ein minerali­ sches Bindemittel. In ein derartiges Pflanzgranulat las­ sen sich die mit einer lesbaren Kodierung versehenen In­ formationsträger besonders gut einarbeiten.
Die Herstellung eines entsprechenden Pflanzgranulats ist in einer weiteren Patentanmeldung der Anmelderin im Detail be­ schrieben. Im Unterschied beispielsweise zu Blähton ist das Trägermaterial nicht gebrannt. Dadurch behält das Trägerma­ terial seine offenporige Struktur, so daß das erfindungs­ gemäße Pflanzgranulat zur Aufnahme und späteren Abgabe von Wasser, Nährstoffen und Wachstumsverbesserern ausgezeichnet geeignet ist. Der Anteil an Bindemittel stellt sicher, daß das Pflanzgranulat eine stabile Struktur aufweist, die die Anforderungen an die Lastannahme, wie sie beispielsweise im Falle von Dachbegrünungen bestehen, erfüllt. Gleichzeitig wird durch Kombination von Trägermaterial mit mineralischem Bindemittel verhindert, daß Trägermaterial und Informa­ tionsträger aus dem Granulat ausgewaschen werden.
Das Pflanzgranulat enthält vorzugsweise nur mineralische oder organische, natürliche oder naturnahe, Materialien, so daß das Pflanzgranulat die Umwelt nicht be­ lastet. Dies gilt auch für die Zuschläge, Füllstoffe usw., die im Pflanzgranulat ebenfalls vorhanden sein können.
Das so hergestellte erfindungsgemäße Pflanzgranulat ist in der Lage, Wasser sowie die von den Pflanzen benötigten Nährstoffe und Wachstumsverbesserer in großer Menge zu speichern. Das Pflanzgranulat kann bei­ spielsweise dadurch mit Nährstoffen und Wachstumsverbesse­ rern beschickt werden, daß es nach seiner Herstellung oder auch erst nach Aufbringung auf die zu bepflanzende Vegeta­ tionsfläche oder Einfüllen in den Pflanzbehälter mit einer konzentrierten, in der Regel wässrigen Nährsalz- oder Wachstumsverbessererlösung getränkt wird. Bei Kontakt mit Regen- oder Gießwasser werden die Nährstoffe und Wachstums­ verbesserer allmählich wieder aus dem Pflanzgranulat her­ ausgelöst und an die Umgebung abgegeben. Durch die Adsorp­ tion an das Trägermaterial erfolgt diese Freisetzung jedoch sehr viel langsamer als in herkömmlichen Pflanzsubstraten. Die Düngewirkung hält über mehrere Jahre an und reicht üb­ licherweise für die gesamte Anwachsphase der Pflanzen aus.
Besonders vorteilhafte Ergebnisse werden erzielt, wenn die Nährstoffe und/oder Wachstumsverbesserer nicht erst nach­ träglich, sondern - wie auch die Informationsträger - bereits bei der Herstellung des Pflanz­ granulats zugesetzt werden. Nährstoffe und Wachstumsverbes­ serer sind dann also ebenfalls in das Pflanzgranulat einge­ arbeitet. Auf diese Weise ist ein sehr hoher Beschickungs­ grad des Pflanzgranulats mit Nährstoffen und Wachstumsver­ besserern möglich, und die Düngewirkung hält besonders lange an.
Geeignet sind grundsätzlich alle für die jeweiligen Anwen­ dungen bekannten Nährstoffe und Wachstumsverbesserer. Bei­ spielhaft können Nährstoffe in Form einer wasserlöslichen Nährsalzmischung genannt werden, welche Stickstoff-, Phos­ phor-, Kalium- und/oder Magnesium-haltige Verbindungen umfaßt.
Wachstumsverbesserer können beispielsweise in Form von Ton-Humus-Komplexen vorhanden sein.
Die Auswahl des mineralischen oder orga­ nischen Trägermaterials ist ebenfalls nicht besonders beschränkt. Das Trägermaterial ist offen­ porig und nicht gebrannt, so daß es in der Lage ist, Was­ ser, Nährstoffe und/oder Wachstumsverbesserer reversibel zu adsorbieren. Bevorzugt ist das Trägermaterial ausgewählt aus einem oder mehreren Tonmineralen. Geeignet sind bei­ spielsweise alle Tonminerale, die bereits bisher - in nicht gebundener Form - in Vegetationssubstraten Anwendung ge­ funden haben. Als Beispiele geeigneter Tonminerale können Bentonit, Montmorillonit oder Kaolinit genannt werden. Die Tonminerale können synthetischer oder natürlicher Herkunft sein, wobei letztere aus Kostengründen bevorzugt werden. Zweckmäßig werden natürliche Tone verwendet, die zusammen mit ihren natürlichen Beimengungen eingesetzt werden können. Wegen des sehr geringen Preises kann das erfin­ dungsgemäße Trägermaterial auch aus tonhaltigen Schlämmen gewonnen werden, wie sie beispielsweise bei der Kies-, Bimsstein- oder Metallgewinnung als Rückstände anfallen. Weitere Beispiele für geeignete Trägermate­ rialien sind solche, die aus Papierschlammasche, Papierflo­ tat oder Bentonitspülung gewonnen werden.
Auch die verwendeten mineralischen Binde­ mittel sind nicht auf eine besondere Auswahl beschränkt.
Ausreichend ist, daß das Bindemittel mit dem Trägermate­ rial, den Informationsträgern und den gegebenenfalls vor­ handenen weiteren Bestandteilen des Pflanzgranulates kompatibel ist und zu einem Pflanzgranulat hinreichender Festigkeit führt.
Eine hinreichende Festigkeit des Pflanzgranulats kann in der Regel erreicht werden, wenn der Anteil des Bindemittels im gesamten Pflanzgranulat (ohne Informationsttäger) 2 bis 20 Gew.-%, insbesondere 5 bis 15 und vorzugsweise 7 bis 10 Gew.-% beträgt. Der erforderliche Anteil hängt insbeson­ dere von den weiteren im Pflanzgranulat vorhandenen Kompo­ nenten ab. Im Hinblick auf das verwendete Trägermaterial sind bevorzugte Anteile, bezogen auf das Gesamtgewicht des Pflanzgranulats ohne Informationsträger, 5 bis 98 Gew.-% und vorzugsweise 10 bis 80, insbesondere 20 bis 60 Gew.-%, an Trägermaterial im Pflanzgranulat. Der Anteil an Träger­ material kann also auch im Falle leicht ausschlämmbarer Materialien wie Ton deutlich höher sein, als in den "Richt­ linien für Dachbegrünungen" angegeben, da ein Ausschlämmen durch Kombination mit dem Bindemittel verhindert wird.
Geeignete Zusammensetzungen können anhand der Beschreibung und der nachfolgend angegebenen Beispiele sowie gegebenen­ falls durch einfache Versuche ohne weiteres ermittelt wer­ den.
Beispiele für geeignete Bindemittel sind Zemente, ohne daß die Erfindung jedoch auf diese beschränkt wäre. Bevorzugt sind solche Zemente, die über einen gebundenen Kalkanteil verfügen.
Neben den erwähnten Komponenten kann das Pflanzgranulat weitere Bestandteile enthalten. Beispielhaft können mineralische und/oder organische Füllstoffe genannt werden. In den natürlichen Tonen, welche bevorzugt als Trägermaterial verwendet werden können, sind derartige Kom­ ponenten bereits als Zuschläge enthalten. Mineralische und/ oder organische Füllstoffe können dem Pflanzgranulat aber auch gezielt zugesetzt werden.
Geeignete mineralische Füllstoffe sind solche, wie sie all­ gemein als mineralische Bestandteile in herkömmlichen Pflanzsubstraten und Vegetationsschichten für Dachbegrünun­ gen, Unter- und Oberbodenaufbesserung usw. vorhanden sind. Beispielhaft können Blähton, Blähschiefer, Lava, Bims, Zie­ gelmehl oder ähnliche Baurückstände genannt werden. Be­ vorzugte Körnungen mineralischer Füllstoffe sind Tonschluff und/oder Sand. Vorzugsweise werden die mineralischen Füll­ stoffe, wenn es sich um recyclierte Materialien handelt, in fein vermahlener Form im Pflanzgranulat eingesetzt.
Als organische Füllstoffe können ebenfalls die üblicherwei­ se in herkömmlichen Pflanz- und Wachstumssubstraten einge­ setzten Materialien verwendet werden. Beispiel für organi­ sche Füllstoffe sind Kompost, Humus und Klärschlamm sowie Braunkohle oder Harttorf (letztere beiden Komponenten dienen gleichzeitig der Einstellung des pH-Wertes), die entweder allein oder in Kombination miteinander verwendet werden können. Im Falle von Kompost oder Klärschlamm ist darauf zu achten, daß die Belastung mit Schwermetallen oder sonstigen Schadstoffen möglichst gering ist, was im Falle von Rinden­ humus in der Regel gewährleistet ist.
Die Menge an organischen Füllstoffen wird zweckmäßig so ge­ wählt, daß die Vorgaben der "Richtlinien für Dachbegrünun­ gen" erfüllt werden.
Dem Pflanzgranulat kann weiterhin wenig­ stens eine wasserlösliche alkalische oder saure Verbindung beigemengt sein, die zur Regulierung des pH-Wertes geeignet ist. Während der Zusatz einer sauren Verbindung in der Praxis eine geringe Rolle spielen wird, da eine Bepflanzung mit Pflanzen, die im sauren Bereich wachsen, nur selten ge­ wählt wird, wird die Zugabe einer alkalischen Verbindung häufiger erforderlich sein. Beispielsweise muß im Bereich der Dachbegrünungen in vielen Fällen dauerhaft ein pH-Wert im Bereich von 7 bis 7,5 gesichert sein, um das Wachstum der gewählten Pflanzengesellschaft zu gewährleisten. Um den pH-Wert in diesem Bereich zu halten, hat sich Calciumcarbo­ nat als Zusatz zu Pflanzsubstraten bewährt. Diese Verbin­ dung ist als pH-Regulierer im erfindungsgemäßen Pflanz­ granulat ebenfalls bevorzugt, jedoch können grundsätzlich auch andere Verbindungen zugesetzt werden, um den pH-Wert in den gewünschten Bereich zu bringen.
Als Beispiele von Zusätzen, die den pH-Wert zum Sauren hin verschieben, können beispielsweise Harttorf und Braun­ kohlenstaub genannt werden.
Die Verbindung kann in reiner Form oder in Form eines Ge­ misches zugegeben werden. Im Falle von Calciumcarbonat ist aus Kostengründen der Zusatz in Form von Calciumcarbonat­ haltigem Gesteinsmehl oder -splitt und insbesondere in Form von Kalkmehl bevorzugt. Beispiele geeigneter calciumcarbo­ nathaltiger Gesteine sind im Stand der Technik grundsätz­ lich bekannt. Genannt werden können Travertin oder Muschel­ kalk.
Die Einbindung des pH-Regulierers in das Pflanzgranulat hat zum einen den Vorteil, daß der pH-Regulierer nicht aus der Vegetationsschicht aus­ geschwemmt wird. Zum anderen erfolgt die Freisetzung des pH-Regulierers über einen langen Zeitraum sehr gleichmäs­ sig, so daß pH-Wert-Schwankungen in sehr viel geringerem Maße auftreten, als dies bisher beobachtet wurde, und prak­ tisch keine Rolle mehr spielen.
Die Größe des Pflanzgranulates richtet sich nach der beabsichtigten Verwendung und liegt zweck­ mäßig in dem bisher im Stand der Technik üblichen Bereich. Bevorzugte Teilchendurchmesser sind 0,06 bis 20 mm, vor­ zugsweise 2 bis 10 mm und insbesondere 3 bis 5 mm. Die Größe der in das Pflanzgranulat eingearbeiteten Informa­ tionsträger wird der Granulatgröße entsprechend gewählt und liegt, wie erwähnt, zweckmäßig zwischen 0,2 und 2 mm.
Um die Oberfläche und damit die Adsorptionsfähigkeit des Pflanzgranulates zu vergrößern, besitzt das Pflanzgranulat bevorzugt eine poröse Struktur. Die poröse Struktur kann beispielsweise dadurch erhalten wer­ den, daß bei der Herstellung des Pflanzgranulats ein Treib­ mittel o. ä. als Porenbildner zugefügt wird. Auch die auf dem Bausektor bei der Herstellung von Haumaterialien wie Poren- oder Gasbeton verwendeten Verfahren können bei der Her­ stellung des Pflanzgranulats eingesetzt werden.
Das Pflanzgranulat kann als solches auch ohne weitere Zusätze für die Bepflanzung verwendet werden. Reines Pflanzgranulat ohne Zusätze ist besonders für Ein­ schichtaufbauten für Extensivbegrünungen mit geringem Nährstoffbedarf und geringen Anforderungen an die pH-Wert- Regulierung geeignet. Im Falle von Intensivbegrünungen wird das erfindungsgemäße Pflanzgranulat zweckmäßig als Zusatz zu herkömmlichen Substraten verwendet. Je nach Pflanzenart und -anspruch und in Abhängigkeit von der Nährstoffbefrach­ tung beträgt der Anteil an erfindungsgemäßem Pflanzgranulat im Erdsubstrat vorzugsweise 5 bis 20 Vol.-%.
Umfaßt ein Erdsubstrat große Mengen an Pflanzgranulat, ist es aus Kostengründen bevorzugt, nur einen Teil des Pflanz­ granulats mit Informationsträgern zu versehen.
Beispielsweise kann es vollkommen ausreichen, in nur etwa 5 bis 10 Vol.-% des gesamten Pflanzgranulats Informationsträ­ ger einzuarbeiten. Enthält der Informationsträger eine magnetische Codierung, ist es in der Regel ohne weiteres möglich, die Informationsträger auch bei sehr dünner Ver­ teilung im Substrat aufzufinden.
Geeignete Mengen liegen beispielsweise zwischen 0,1 und 25 Vol.-% an Informationsträger, bezogen auf das Volumen des Pflanzgranulats, in welches die Informationsträger eingear­ beitet werden. Die hohen Volumenanteile werden vor allem dann eingesetzt, wenn das markierte Pflanzgranulat mit un­ markiertem gemischt werden soll.
Um das Auffinden des mit Informationsträgern versehenen Pflanzgranulats zu erleichtern, ist es möglich, dieses Granulat von dem nicht codierten Granulat optisch zu unter­ scheiden. Beispielsweise kann die Formgebung des codierten sich vom nicht codierten Pflanzgranulat unterscheiden. Während das eine also zum Beispiel aus im wesentlichen kugelförmigen Teilchen besteht, weist das andere etwa die Form von Scheiben oder gebrochenen Körpern auf.
Das erfindungsgemäße Pflanzgranulat kann grundsätzlich für jede Art von Bepflanzung verwendet werden. Bevorzugte Ver­ wendungen sind diejenigen im Bereich von Dach- und Tief­ garagenbegrünung, Unter- und Oberbodenaufbereitung sowie die Verwendung als Substrat für Pflanztröge und Topferden im Gartenbau.
Das erfindungsgemäße Pflanzgranulat kann auf die folgende Weise hergestellt werden. Zunächst werden mineralisches und/oder organisches Trägermaterial und mineralisches Binde­ mittel sowie die Informationsträger in geeigneten Mengen unter Zusatz von Wasser gemischt. Geeignet hierfür ist jede Art von Rührwerk oder Mischer, der eine ausreichende Durch­ mischung der Materialien sicherstellt. Es wird so lange ge­ mischt, bis eine dickflüssige Aufschlämmung erhalten worden ist. Diese Aufschlämmung wird dann entweder extrudiert und zerkleinert, so daß Pellets erhalten werden, oder die Auf­ schlämmung wird so lange gerührt, bis Pflanzgranulatkörper in der Mischvorrichtung erhalten werden. Die übrigen, im Vorstehenden aufgelisteten weiteren Komponenten des erfin­ dungsgemäßen Pflanzgranulats werden zu Beginn, während oder nach der Herstellung der Aufschlämmung, vorzugsweise in derselben Mischvorrichtung, eingemischt.
In vielen Fällen wird sich beim Mischen der genannten Kom­ ponenten die Temperatur in der Mischvorrichtung von allein erhöhen. Diese Temperaturerhöhung fördert das Abbinden der verwendeten Komponenten und die Bildung von Granulat- Körpern während des Rührvorgangs. Falls erforderlich, kann die Temperatur während des Mischvorgangs durch Zufuhr von Energie erhöht werden. Um das Abbinden und Trocknen der Pflanzgranulat-Pellets oder -Körper zu beschleunigen, kann die Temperatur ebenfalls durch Energiezufuhr gesteigert werden.
Wird eine bestimmte Teilchengröße des erfindungsgemäßen Pflanzgranulats gewünscht, können die erhaltenen Pflanz­ granulat-Körper nach ihrer Herstellung klassiert werden, um Fraktionen definierter Teilchengröße zu erhalten. Sind die erhaltenen Teilchen größer als beabsichtigt, können Pellets oder Granulat-Körper nach dem Trocknen gebrochen werden.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand zweier Beispiele näher erläutert werden. Soweit nicht anders erwähnt, be­ ziehen sich die Prozentangaben auf Massen-%.
Beispiel 1
In einer Mischtrommel werden 85% Trägermaterial, bestehend aus Ton einer Körnung von 0,002 mm, in dem Schluff mit ei­ ner Teilchengröße von 0,02 bis 0,063 mm sowie Feinsand mit einer Sieblinie von 0,063 bis 0,2 mm enthalten sind, 10% Spezialzement mit gebundenem Kalkanteil (Portland-Zement PZ CEM/32,5) und 5 Informationsträger MICROTAGGANT® mit ma­ gnetischer Codierung und einer Teilchengröße von 0,5 mm un­ ter Zusatz einer wässrigen Nährsalzlösung, in der stick­ stoffhaltige Salze gelöst sind, zu einer dickflüssigen Auf­ schlämmung gemischt. Die Aufschlämmung wird so lange weiter gerührt, bis Pellets mit einer Sieblinie von 2 bis 10 mm entstehen. Daraufhin wird die Mischtrommel entleert, und die Pellets werden bei Umgebungstemperatur getrocknet. Die Trockungszeit beträgt je nach Trocknungstemperatur etwa drei bis sechs Tage.
Nach Fertigstellung wird das Pflanzgranulat mit einem Lese­ gerät auf die magnetische Codierung untersucht. Anhand des ermittelten Magnetcodes konnte die in der Codierung enthal­ tene Information über den Hersteller des Granulats, das Herstellungsdatum, die Zusammensetzung des Granulats, den Verwendungszweck - hier für den Einschichtaufbau einer Extensiv-Dachbegrünung - und die mit der Herstellung der Dachbegrünung beauftragte Firma festgestellt werden.
Beispiel 2
Es wird wie in Beispiel 1 vorgegangen, jedoch wird der Mischung aus Ton und Zement ein gleicher Massenanteil Kalk­ mehl beigefügt. Die zugefügte Wassermenge wird entsprechend erhöht, so daß erneut eine dickflüssige Aufschlämmung er­ halten wird, die so lange gerührt wird, bis Pellets der in Beispiel 1 genannten Größe erhalten werden.
Die erhaltenen Pellets enthalten einen definierten Anteil an Calciumcarbonat. Nach Vermischung des Pflanzgranulates mit herkömmlichem Erdsubstrat oder bei alleiniger Verwen­ dung des Pflanzgranulates wird daher der pH-Wert auf einen Bereich von 7 bis 7,5 eingestellt. Die verwendeten Infor­ mationsträger und deren Codierung entsprechen Beispiel 1.
Das erfindungsgemäße Pflanzgranulats erlaubt es, auch lange Zeit nach Aufbringung eines Substrates, welches das erfin­ dungsgemäße Pflanzgranulats umfaßt, auf eine zu begrünende Fläche wie ein Dach durch Ablesen und Auswerten der Codie­ rung in den Informationsträgern, die fest in das Granulat eingearbeitet sind, die produktrelevanten Informationen zu ermitteln. Beispielsweise ist feststellbar, wann und von welchem Hersteller das Substrat hergestellt wurde, was in Produkthaftungsfällen oder für die Wartung von großem Nut­ zen ist. Die Funktionsweise des Substrats wird dabei nicht beeinträchtigt. Eine Fälschung der Information ist prak­ tisch ausgeschlossen.

Claims (19)

1. Pflanzgranulat, das wenigstens ein mineralisches und/oder organisches Trägermaterial, das offenporig und zur reversiblen Adsorption von Wasser sowie Nähr­ stoffen und/oder Wachstumsverbesserern befähigt ist, und wenigstens ein mineralisches Bindemittel umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial nicht gebrannt ist und in das Pflanzgranulat mit einer lesbaren Codierung versehene Informationsträger, welche eine Vielzahl produktrele­ vanter Informationen gespeichert enthalten, fest ein­ gearbeitet sind.
2. Pflanzgranulat gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Codierung wenigstens eine der folgenden Infor­ mationen codiert: Hersteller, Herstellungsort, Her­ stellungsdatum, Produktkennummer, Produktname.
3. Pflanzgranulat gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Codierung in einem Dualcode besteht.
4. Pflanzgranulat gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Codierung in einem Farbcode besteht.
5. Pflanzgranulat gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Codierung in einem Magnetcode besteht.
6. Pflanzgranulat gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei den Informationsträgern um Teilchen auf der Basis eines polymeren Kunststoffes handelt.
7. Pflanzgranulat gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Informationsträger einen Durchmesser von 0,02 bis 2 mm aufweisen.
8. Pflanzgranulat gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß es weiterhin wenigstens eine der folgenden Kompo­ nenten umfaßt:
  • 1. mineralische Füllstoffe,
  • 2. organische Füllstoffe,
  • 3. wenigstens eine wasserlösliche alkalische oder saure Verbindung zur Regulierung des pH-Wertes,
  • 4. Nährstoffe und/oder Wachstumsverbesserer.
9. Pflanzgranulat gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch einen Teilchendurchmesser von 0,06 bis 20 mm, vor­ zugsweise 2 bis 10 mm und insbesondere 3 bis 5 mm.
10. Pflanzgranulat gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch eine poröse Struktur.
11. Pflanzgranulat gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel ein Zement ist, der in einem Anteil von 2 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 15 und insbe­ sondere 7 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Pflanzgranulats ohne Informationsträger, vorhanden ist.
12. Pflanzgranulat gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial ausgewählt ist aus einem oder mehreren Tonmineralen und der Anteil des Trägermateri­ als 5 bis 98 Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 80 und insbe­ sondere 20 bis 60 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Pflanzgranulats ohne Informationsträger, beträgt.
13. Verwendung des Pflanzgranulates gemäß einem der Ansprü­ che 1 bis 12 als Anzucht- und Wachstumssubstrat für Pflanzen oder in einem Anzucht- und Wachstumssubstrat für Pflanzen.
14. Verwendung gemäß Anspruch 13 für die Dach- und Tiefgaragenbegrünung, Unter- und Oberboden-Aufbereitung und als Substrat für Pflanz­ tröge sowie Topferden und Spezialanwendungen im Gartenbau.
15. Verfahren zur Herstellung von Pflanzgranulat gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß es die folgenden Schritte umfaßt:
Mischen von mineralischem und/oder organischem Träger­ material, mineralischem Bindemittel und den mit les­ barer Codierung versehenen Informationsträgern unter Zusatz von Wasser, bis eine dickflüssige Aufschlämmung entsteht,
und entweder
Extrudieren der Aufschlämmung und Zerkleinern in Pellets oder
Rühren der Aufschlämmung, bis Pflanzgranulat-Körper erhalten werden.
16. Verfahren gemäß Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß zu Beginn, während oder nach der Herstellung der Aufschlämmung eine oder mehrere der folgenden Kompo­ nenten eingemischt werden: mineralische Füllstoffe, organische Füllstoffe, Ver­ bindungen zur Regulierung des pH-Wertes, Nährstoffe, Wachstumsverbesserer.
17. Verfahren gemäß Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufschlämmung ein Porenbildner beigemengt wird.
18. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufschlämmung bei erhöhter Temperatur gerührt wird und/oder Pellets oder Granulatkörper bei erhöh­ ter Temperatur getrocknet werden.
19. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Pellets oder Granulatkörper nach dem Trocknen gebrochen werden.
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