DE19750904A1 - Dualenergie-Ionenstrahlbeschleuniger - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erzeugen eines energiemodulierten
Neutronenstrahls gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs.
Bei Beschleunigern für Atomteilchen werden beispielsweise auch Hochfre
quenz(Hf)-Quadrupole (radio-frequency-quadrupol, RFQ) verwendet. In diesem
Zusammenhang sind folgende Veröffentlichungen relevant: US-Patent 4 712 042
vom 8. Dezember 1987, "Variable Frequency RFQ Linear Accelerator", Robert W.
Hamm; Schempp, A., "Frequenztuning von 1/2 RFQ Resonatoren", Int. Rep. 82-5,
Institut für Angewandte Physik der Universität. Frankfurt/Main, April 1982;
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International Linac Conf., National Laboratory for High Energy Physics, Tskuba,
Japan, 227 (1994); und A. Schempp et al., "A VE-RFQ-Injector for a Cyclotron",
vorgestellt 1995 anläßlich der "Particle Accelerator Conference", Dallas, Texas,
1.-5. Mai 1995.
Durch die Entwicklung von RFQ-Strukturen wurden praktische Anwendungen der
Protonen- und Ionenstrahl-Linearbeschleuniger (linacs) wieder sehr aktuell. Der
RFQ-Linac ist ein erprobter Beschleuniger, welcher zuerst 1970 vorgeschlagen
wurde, und er wird derzeit weltweit zum Herstellen von Ionenstrahlen mit Energien
von einigen Millionen Elektronenvolt (MeV) pro Atombaustein verwendet. Zur Be
schleunigung von Protonen und anderen leichten Ionen wird der RFQ üblicherwei
se als eine Resonanzkavität implementiert, welche zum Erzeugen eines elektri
schen Hf-Feldes im Bereich des Strahlweges im TE210-Modus in Resonanz ist. Der
RFQ wurde ebenfalls als Resonanzkreis im Bereich von Schwerionen implemen
tiert, welche eine niedrigere Betriebsfrequenz benötigen. Obwohl viele der derzei
tigen Anwendungen der RFQ-Resonanzkavität davon profitieren würden, variable
Energien eines bestimmten beschleunigten Ions zu erzielen, wurden
RFQ-Beschleuniger für diesen Zweck bisher nicht vorgeschlagen.
Die einzigen bisher bekannten Verfahren zum Erzeugen variabler Energien für
einen RFQ umfassen mechanisches und elektrisches Einstellen der strukturellen
Resonanzfrequenz oder einen Betrieb der Anordnung in einem Bereich mit elektri
schem Feld, was eine sehr präzise Steuerung der Eingangsleistung bedarf. Die
ersten drei Techniken umfassen mechanisches Einstellen beweglicher Teile und
können daher nicht in der Anordnung des RFQ als Resonanzkavität verwendet
werden. Ferner können sie nicht schnell und wiederholbar ausgeführt werden. Die
jüngsten in einer RFQ-Kavität verwendbaren Techniken leiden daran, daß sie auf
grund der hochgradigen Abhängigkeit der letztendlichen Ausgangsstrahlenergie
vom elektrischen Feld in dem RFQ, welches zur Variation der Ionenaus
gangs-Energie benötigt wird, nicht wiederholbar ist.
Die Verwendung mehrerer elektromagnetisch entkoppelter Linacs mit stehender
Welle zum Erzeugen eines Elektronenstrahls mit variabler Energie wurde im Stand
der Technik bereits beschrieben. Die Technik einer elektronischen Anpassung der
Phasenbeziehung der Antriebsenergie an die beiden Strukturen mittels eines fe
sten Phasensprunges wurde bereits für Beschleuniger mit stehender Welle aus
genutzt, welche eine einfache Anordnung identischer Kavitäten für jeden Abschnitt
und ein externes Fokussierungsfeld zum Halten des Strahles innerhalb der Anord
nung benutzen. Die Fokussierung des Ionenstrahls innerhalb des RFQ wird jedoch
mittels des elektrischen Feldes erzielt, welches ebenfalls die eingeschossenen
Ionen entlang seiner vierfachen Symmetrieachsen beschleunigt und bündelt. Da
her ist selbst das Einschießen der Ionen von einer RFQ-Anordnung in eine nach
folgende entkoppelte Kavität eine komplizierte Aufgabe, wobei erst die Entwick
lung einer Anpassungstechnik in der Strahloptik derartiger Anordnungen von K. R.
Crandall eine Besserung brachte. Unter Verwendung dieser Technik zum Anpas
sen des Strahles von einer RFQ-Kavität zu einer anderen kann eine nachfolgende
RFQ-Kavität zum weiteren Beschleunigen des Ionenstrahls, welcher in vorange
henden Abschnitten erzeugt wurde, verwendet werden. Der zweite RFQ kann der
art ausgebildet sein, daß er die Energie eines Ionenstrahls aus einem ersten RFQ
um einen vorbestimmten Betrag verstärkt, wie dies bereits aus dem Stand der
Technik bekannt ist. Bei diesem "Beschleunigungs"-Modus eines normalen Be
triebs werden Partikelbündel (oder Pakete), welche vom ersten RFQ (RFQ1) er
zeugt werden, in einen nachfolgenden RFQ (RFQ2) bei derselben durchschnittli
chen Hf-Phase bezüglich der Hf-Energie, mit der sie RFQ1 verlassen haben, ein
gespeist. Auf diese Weise werden die beiden RFQ's mit Ausnahme eines schma
len Obergangsabstandes zwischen diesen derart betrieben, als wären sie ein ein
ziger langer RFQ-Linac, wobei die beiden RFQ's mit zwei separaten, voneinander
getrennten Hf-Energiequellen betrieben werden. Wenn jedoch die Phase des
Hf-Energiesystems von RFQ2 bezüglich des Hf-Energiesystems von RFQ1 verscho
ben wird, dann treten die drei folgenden Effekte ein:
- 1. RFQ2 stellt lediglich eine Fokussierung für den Ionenstrahl von RFQ1 zur Verfügung, jedoch keine Beschleunigung durch RFQ2.
- 2. Durch das elektrische Hf-Feld in RFQ2 kann ein zusätzlicher Betrag einer Strahlbeschleunigung bis zur maximal zur Verfügung gestellten Energie dieses Hf-Feldes erzeugt werden, wobei der exakte Wert vom Wert der Phasendifferenz abhängt.
- 3. In RFQ2 kann es zu einer leichten Abbremsung des Ionenstrahls von RFQ1 kommen.
Der erforderliche Betrag der Phasenverschiebung zum Erzielen der gewünschten
abschließenden Ionenstrahlenergie aus dem RFQ2 hängt von der Ausgangs
energie von RFQ1 und dem letztlichen maximalen Energiezuwachs ab, welcher von
RFQ2 zur Verfügung gestellt wird. In der nachfolgend beschriebenen bevorzugten
Ausführungsform eines RFQ-Systems für Deuterium ist die erforderliche Phasen
verschiebung zum Übergang von einem "Beschleunigungs"-Modus in RFQ2 zu
einem "Fokussierungs"-Modus etwa 90°.
Der Strahl von RFQ1 wird RFQ2 nicht ohne deutliche Verluste passieren, wenn
keine "Fokussierungs"-Modi verwendet werden. Dies ergibt sich aufgrund der gro
ßen Raumladungskräfte, welche zu einem geometrischen Aufweiten des Ionen
strahles führen, und aufgrund von Verlusten, welche aus der kleinen, in der
RFQ2-Kavität verwendeten Apertur resultieren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Vorrichtung der o.g.
Art zur Verfügung zu stellen, welche die o.g. Nachteile beseitigt.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung der o.g. Art mit den im Anspruch ge
kennzeichneten Merkmalen gelöst.
Zur Lösung dieser Aufgabe stellt die Erfindung einen RFQ-Linac mit variabler
Energie zur Verfügung, welcher in der Lage ist, wiederholbar zwei getrennte Io
nenstrahlenergien einer einzigen beschleunigten Ionenart zu erzeugen, während
die Strahlübertragung und Strahlquerfokussierung eine Qualität wie bei der Ver
wendung einer einzigen RFQ-Anordnung aufweist.
Erfindungsgemäß sind mehrere RFQ-Kavitäten vorgesehen, welche zum Trans
port des Strahls zwischen sich und zum Übergang mehrerer Phasenverschiebun
gen der Antriebsenergie von einer Kavität zur nächsten das Anpassungsverfahren
K. R. Crandall verwenden.
In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung wird der Energiegewinn des be
schleunigten Strahles in der letzten Kavität über einen stabilen Betriebsbereich
durch Variation der Phasenverschiebung zwischen den beiden letzten entkoppel
ten Kavitäten variiert. In einer weiteren bevorzugten Ausbildung der Erfindung wird
die relative Phase zwischen den beiden Kavitäten elektronisch auf einen vorbe
stimmten Wert gefahren, um keine Beschleunigung oder sogar eine kleine Verzö
gerung bzw. Abbremsung des Strahls in der zweiten Kavität zu erzeugen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Diese zei
gen in:
Fig. 1 perspektivisch teilweise im Schnitt eine bekannte RFQ-Kavität,
Fig. 2 ein schematisches Blockdiagramm einer erfindungsgemäßen
Dual-Energie-Konfiguration,
Fig. 3 eine schematische Darstellung des Ausgangsionenstrahles für zwei
Betriebszustände gemäß der Erfindung,
Fig. 4 eine Funktion des elektrischen Hf-Beschleunigungsfeldes in einem
"Spalt" des zweiten RFQ als Funktion der relativen Phase der
Hf-Eingangsenergie relativ zu einem Teilchen in dem "Spalt",
Fig. 5 im Diagramm die Ausgangsenergie des zweiten RFQ als Funktion
einer relativen Phase der Hf-Eingangsenergie bezüglich des Ein
gangsstrahles von RFQ1,
Fig. 6A
und 6B die erfindungsgemäße Vorrichtung in Draufsicht (Fig. 6A) und in Vor
deransicht (Fig. 6B) sowie
Fig. 7A
bis 7C graphische Darstellungen der Strahlenergieverteilung und des Strahl
querschnitts, welche von einer Ausführungsform gemäß der Erfin
dung erzeugt werden, wobei Fig. 7A die Ausgangsstrahlpunktgröße
für den Betrieb im Beschleunigungsmodus darstellt, Fig. 7B die Aus
gangsstrahlgröße für einen Betrieb im Transportmodus zeigt und Fig.
7C das Ausgangsstrahl-Energiespektrum für den Betrieb in beiden
Moden darstellt.
Der in Fig. 1 dargestellte RFQ-Beschleuniger 11 umfaßt vier axialsymmetrische
Elektroden 12, welche in einer zylindrischen Kavität entlang eines Strahlweges 13
zur elektromagnetischen Wechselwirkung mit geladenen Atomteilchen innerhalb
des Strahles angeordnet sind. Diese Anordnung dient zum adiabatischen Bündeln
eines Gleichstromstrahlpulses, welcher am Eingang eingespeist wird, wobei
gleichzeitig Ionen fokussiert und beschleunigt werden. Dies wird durch eine gra
duelle Einführung einer axialen Komponente zu den zwischen den Elektroden vor
handenen transversalen elektrischen Feldern erzielt, wobei die axiale Komponente
unter Verwendung von systematischen Perturbationen an den axialen Spitzen der
Elektroden erzeugt wird. In dieser Hinsicht ist der RFQ im wesentlichen eine elek
trische Fokussierungseinrichtung (mit Quadrupolsymmetrie), welche zum Einfüh
ren axialer Beschleunigung gestört wird.
Unter Bezugnahme auf Fig. 2 werden nachfolgend die Erfindung und ihre Vorteile
gegenüber bekannten Beschleunigern, wie dem oben beschriebenen, erklärt. Die
erfindungsgemäße Vorrichtung umfaßt mehrere oben genannte und bekannte
RFQ-Anordnungen, welche nacheinander entlang des Strahlweges angeordnet
sind. Eine Quelle geladener Strahlpartikel, wie beispielsweise eine Plas
ma-Ionenquelle 14, ist am stromaufseitigen Ende der ersten RFQ-Beschleuni
ger-Kavität 15 zum Erzeugen und Einspeisen eines Strahles geladener Teilchen in die
RFQ-Kavität, wie beispielsweise Ionen, angeordnet. Die erste RFQ-Kavität und
der Ioneneinspeiser sind auf einen geeigneten niedrigen Druck, wie beispielsweise
10-6 Torr, mittels wenigstens einer Hochvakuumpumpe 16 evakuiert, welche mit
der Beschleunigervakuumkammer verbunden ist, welche die RFQ-Kavität umgibt.
Die erste RFQ-Kavität wird von einer geeigneten Hf-Energiequelle 17 angetrieben,
deren Eingangsenergie mittels eines koaxialen Eingangsfensters 18 in die
RFQ-Kavität eingekoppelt wird. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform hat
die Hf-Energiequelle eine UHF-Frequenz, wobei die RFQ-Kavität bei der
UHF-Frequenz in Resonanz ist. Die Hf-Energie wirkt wechselnd mit dem Ionenstrahl in
der RFQ-Kavität über die von den Elektrodenspitzen eingeführten elektrischen
Hf-Felder und beschleunigt diese Ionen von einigen 10 Kiloelektronenvolt (keV) pro
Atombaustein auf einige Megaelektronenvolt pro Nukleon. Diese Ausgangsteil
chen können direkt in verschiedenen Anwendungen Verwendung finden.
Durch eine Einstellung der axialen Modulation der Elektrodenspitzen am Ausgang
der ersten RFQ-Kavität kann jedoch der Ausgangsionenstrahl für eine Einspei
sung in eine nachfolgende RFQ-Kavität 19 in seiner Form angepaßt werden, unter
Verwendung der gleichen Technik für den Anfangsabschnitt der Elektrodenspitzen
des nachfolgenden RFQ. Die nachfolgende RFQ-Kavität wird von einer gemein
samen Vakuumpumpe und einer gemeinsamen Vakuumkammer 20 oder von ei
ner separaten Pumpe in einer separaten Vakuumpumpe abgepumpt, jedoch von
einer separaten Hf-Energiequelle 21 angetrieben. Die Hf-Energiesysteme beider
RFQ-Kavitäten werden bei derselben Frequenz von einem einzigen Hf-Oszillator
22 betrieben. Die zweite RFQ-Kavität ist derart eingestellt, daß sie dieselbe Reso
nanzfrequenz hat wie die vorherige RFQ und mittels eines servogetriebenen Ver
stellmittels 23 bei dieser Frequenz gehalten wird. Anschließend wird die Phase der
Hf-Energie zum Antrieb der zweiten RFQ bezüglich der ersten RFQ mittels eines
elektronisch gesteuerten Phasenschiebers 24 eingestellt, um die variable Aus
gangsstrahlenergie von dieser Kavität zu erzielen.
Fig. 3 zeigt den zeitlichen Ablauf des Ausgangsstrahles für zwei Betriebsmodi des
Dualenergie-RFQ-Linac. Der in die erste RFQ-Kavität eingespeiste Gleichstrom
strahlpuls wird durch das RFQ-Feld in kurze "Mikropulse" gebündelt. Diese kurzen
Impulse treten während jedes Zyklus der Hf-Energie auf, und eine willkürliche An
zahl von Impulsen wird von der Länge des in die Anordnung eingespeisten
Gleichstromstrahlimpulses ausgewählt. Die Technik der vorliegenden Erfindung
wirkt auf diese Individualmikroimpulse. Die Länge dieser "Makroimpulse" und die
Zeitspanne zwischen diesen ist im wesentlichen willkürlich und für die vorliegende
Erfindung nicht wesentlich. Das wiederkehrende Schalten von Makroimpulsen ei
ner Energie zu einer anderen ist ein Merkmal der Erfindung.
Fig. 4 zeigt, wie die relative Phase der Hf-Eingangsenergie des nachfolgenden
RFQ (RFQ2) bezüglich des ersten RFQ (RFQ1) das axiale elektrische Feld be
stimmt, welches die den RFQ1 verlassende Partikel bündelt, wenn sie entlang der
Achse von RFQ2 laufen. Bei Auswahl des Betriebes bei der korrekten stabilen
Phase kann RFQ2 einfach als eine Erweiterung von RFQ1 verwendet werden,
wobei eine vorbestimmte zusätzliche Energie, wie beispielsweise E2=E1+ΔE,
den Ionen zugegeben wird. Wie jedoch aus Fig. 5 ersichtlich, gibt es wenigstens
eine stabile Betriebsphase Φ₂ derart, daß der Ausgangsstrahl einfach durch
RFQ2 hindurch ohne Beschleunigung transportiert oder sogar ein wenig verzögert
bzw. abgebremst wird. Die relative Phase ΔΦ zwischen den beiden unabhängigen
Hf-Energiesystemen ist einfach elektronisch einstellbar, wenn jede
Hf-Energiequelle zur resonanten Kavität phasengesperrt ist und von einem gemein
samen Hf-Oszillator angetrieben wird. Tatsächlich können die Niedrigpegelsteue
rungen jedes Hf-Hochenergieverstärkers einfach zwischen zwei relativen Phasen
einstellungen hin- und hergeschaltet werden, unter Verwendung eines einstellba
ren Phasenschrittes mittels eines herkömmlichen, bekannten Hf-Schaltkreises.
Diese Techniken erlauben das Einstellen der relativen Phase von zwei vorbe
stimmten Betriebspositionen, wie in Fig. 5 dargestellt, mit einem sofortigen Wech
sel zwischen diesen, wobei der Wechsel durch Verwendung eines Eingangs-Trigger
signals möglich wird. Aus Fig. 5 ist ebenfalls der Bereich erzielbarer Ener
gien in den beiden Betriebsmodi ersichtlich.
Diese Flexibilität erlaubt die praktische Ausführung der Erfindung anhand des bei
spielhaft in Fig. 6A und 6B dargestellten erfindungsgemäßen Beschleunigers, mit
einer Ionenquelle-Energiezuführung 26, einem ersten Verstärker 28 und einem
zweiten Verstärker 30, welche schematisch als rechtwinklige Kästen beliebiger
Größe dargestellt sind, wobei diese Kästen ein Gehäuse oder eine Umhüllung re
präsentieren. In der Darstellung ist RFQ1 27 teilweise an zwei Stellen aufge
schnitten, um die Kopplung an dem ersten und zweiten Verstärker 28, 30 zu zei
gen, welche unter Verwendung eines Ioneninjektors 25 und dessen Energiezufüh
rung 26 einen Deuterium-Ionenstrahl erzeugen, welcher mittels des
Hf-Energiesystems 28 von RFQ1 27 auf etwa 3,9 MeV in RFQ1 27 beschleunigt und
dann mittels des Hf-Energiesystems 30 von RFQ2 29 weiter auf 4,856 MeV be
schleunigt oder nur bei 3,898 MeV in RFQ2 29 weitergeleitet wird.
Fig. 7A-7C zeigen graphische Darstellungen des errechneten Energiespektrums
von RFQ2 und eine Ausgangsstrahlpunktgröße für den "Beschleunigungs"-Modus
(Fig. 7A) und den "Transport"-Modus (Fig. 7B). Wie deutlich ersichtlich, ändern
sich das Ausgangsenergiespektrum und die Ausgangsstrahlpunktgröße durch die
zwei Betriebsmodi nur wenig. Fig. 7C veranschaulicht den berechneten Strahl
durchgang in jedem Modus, wobei ebenfalls sofort ersichtlich ist, daß auch dieser
diesen Betriebszuständen wenig beeinflußt wird.
Der Betrag der Energiedifferenz zwischen den beiden Strahlen wird durch die An
zahl der beschleunigenden Zellen (und damit Länge) von RFQ2 und von der Aus
gangsenergie von RFQ1 bestimmt. Daher ist ein Bereich von Ausgangsenergien
und Energiedifferenzen bei Ausführung der Erfindung verfügbar.
Zusammenfassend wird somit ein Dual-Energiebetrieb in einem Hochfre
quenz(Hf)-Quadrupol(RFQ)-Linearbeschleuniger durch elektronisches Verschie
ben der Phase der Hf-Eingangsenergie (und letztendlich der Phase des elektri
schen Hf-Feldes) im letzten Abschnitt eines Beschleunigers mit mehreren Ab
schnitten zur Verfügung gestellt, wobei ein voreingestellter Betrag wählbar ist. Der
letzte Abschnitt des Beschleunigers ist aus einer Anordnung gebildet, die norma
lerweise auf eine Betriebsphase zum Beschleunigen der Ionen der vorhergehen
den Abschnitte eingestellt wird. Die Phasenverschiebung wird auf einfache Weise
dadurch erzielt, daß ein gemeinsamer Hf-Oszillator für die Hf-Energiequellen ver
wendet wird. Die Phase der Antriebsenergie wird dabei in wiederholbarer Weise
um einen vorbestimmten Betrag am Fuße der Energiequelle des letzten Ab
schnittes elektronisch verändert. Diese Phasenverschiebung ist einstellbar, um die
Energieänderung in der letzten Anordnung ohne Änderung der Hf-Ein
gangsenergie zu variieren. Die Ausgangsfokussierung des Strahles wird inner
halb des RFQ erzielt, und daher wird der durchgehende Strahl durch die Phasen
verschiebung zum Verändern der Ausgangsstrahlenergie virtuell nicht verändert.
Claims (1)
- Vorrichtung zum Erzeugen eines energiemodulierten Neutronenstrahls,
gekennzeichnet durch
einen ersten Teilchenbeschleuniger (27) in Form eines Hochfre quenz(Hf)-Quadrupols (RFQ) zum Erzeugen eines ersten Ausgangsstrahles, welcher im we sentlichen eine vorbestimmte Anzahl von Ausgangsteilchen pro Zeiteinheit enthält, und
einen zweiten Teilchenbeschleuniger (29) in Form eines RFQ, welcher mit dem ersten Beschleuniger zur Aufnahme im wesentlichen des gesamten Ausgangs strahles des ersten Beschleunigers strahlgekoppelt und wahlweise zwischen ei nem ersten sowie einem zweiten Betriebsmodus zum Liefern eines zweiten Aus gangsstrahles hin- und herschaltbar ist, wobei die beiden Modi verschiedene Aus gangsenergielevel haben und den zweiten Beschleuniger (29) im wesentlichen 100% der von dem ersten Teilchenbeschleuniger (27) empfangenen Teilchen passieren.
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