DE19748045A1 - Starter-Generator-Maschine mit variabler Getriebeübersetzung für eine Kraftfahrzeug-Brennkraftmaschine - Google Patents
Starter-Generator-Maschine mit variabler Getriebeübersetzung für eine Kraftfahrzeug-BrennkraftmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Starter-Generator-
Maschine mit variabler Getriebeübersetzung entspre
chend den im Oberbegriff des Patentanspruchs 1
genannten Merkmalen.
Es ist bekannt, daß Brennkraftmaschinen in Kraftfahr
zeugen mittels einer Startvorrichtung gestartet wer
den müssen, da sie nicht von alleine anlaufen. Zu
diesem Zweck werden üblicherweise elektrisch betrie
bene Startermotoren eingesetzt, die über eine als
sogenanntes Einrückrelais ausgebildetes Starterrelais
mit einer Spannungsquelle verbunden werden. Gleich
zeitig wird zum Andrehen ein Ritzel des Startermotors
mit einem üblicherweise auf einem Schwungrad der
Brennkraftmaschine angebrachten Zahnkranz in Eingriff
gebracht. Nach Erreichen des Selbstlaufes der Brenn
kraftmaschine muß der Startermotor ausgespurt werden,
um einem erhöhten Verschleiß und starker Geräuschent
wicklung vorzubeugen. Soll der Starter aus bestimmten
Gründen im ständigen Eingriff bleiben, so muß er für
einen Dauerbetrieb auch unter höherer Drehzahl ausge
legt sein.
Ebenso ist bekannt, daß Brennkraftmaschinen üblicher
weise mit einem ständig mitlaufenden Generator ausge
rüstet sind, der einerseits für eine dauernde Versor
gung des elektrischen Bordnetzes und andererseits für
ein Laden der zum Betrieb des Startermotors notwendi
gen Spannungsquelle sorgt. Dieser Generator, auch als
Lichtmaschine bezeichnet, wird üblicherweise mittels
eines Keil- oder Zahnriemens über die Kurbelwelle der
Brennkraftmaschine angetrieben. Der Generator gibt
seine Nennleistung typischerweise bei einer mittleren
Drehzahl ab, muß jedoch so dimensioniert sein, daß er
auch schon bei Leerlaufdrehzahl der Brennkraftma
schine eine ausreichende elektrische Leistung abgeben
kann. Gleichzeitig jedoch muß er für die Maximaldreh
zahl der Brennkraftmaschine ausgelegt sein und dabei
noch eine ausreichende Kühlung erfahren. Die Kühlung
bei höheren Drehzahlen erfolgt meist durch Luftventi
lation, die durch aufgebrachte Lüfterflügel unter
stützt wird. Hinzu kommt eine ausgeprägte Momentwel
ligkeit der Brennkraftmaschine sowie eine Massenträg
heit des Generators, was einen Antrieb über Riemen
notwendig macht.
Soll der Startermotor gleichzeitig auch als Generator
betrieben werden, stellt sich zunächst das Problem
der drehzahlmäßigen Auslegung. Beim Betrieb als Star
termotor wird eine relativ hohe Leistung bei niedri
ger Drehzahl benötigt, denn die Brennkraftmaschine
muß lediglich bis zum Erreichen der Leerlaufdrehzahl
gestartet werden. Zur sicheren Übertragung einer
solch großen Leistung wird die oben beschriebene
Ankoppelung mit einer Zahnradpaarung auf der Motor
seite gewählt, die nach dem Starten der Brennkraftma
schine getrennt wird. Der Generator muß jedoch in der
Lage sein, über einen weiten und höheren Drehzahlbe
reich eine ausreichende Leistungsabgabe sicherzustel
len, und dies, ohne bei Maximaldrehzahl einer Über
hitzungsgefahr ausgesetzt zu sein. Soll der Generator
jedoch für eine hohe elektrische Leistungsabgabe aus
gelegt werden, wie sie für moderne Kraftfahrzeuge mit
einer Vielzahl von elektrischen Verbrauchern wie
Stell- und Servomotoren notwendig ist, stößt der her
kömmliche Riemenantrieb bald an die Grenzen seiner
Leistungsfähigkeit.
Zwar sind Lösungen bekannt, die eine gleichzeitige
Nutzung des Generators auch als Starter vorsahen, be
kannt beispielsweise als sogenannte Dynastarter im
Motorrad- und Motorrollerbau früherer Jahre. Hier
mußte der Generator jedoch eine nur sehr geringe Lei
stung liefern, weshalb er nach den Starten des Motors
problemlos in einem Bereich geringeren Wirkungsgrades
betrieben werden konnte. Aus Platzgründen befand sich
der Generator häufig direkt auf dem Kurbelwellenende
und lief dort mit der Drehzahl der Brennkraftma
schine. Die Momentenwelligkeit stellte bei den übli
cherweise verwendeten hochdrehenden Zweitaktmotoren
ebenfalls kein Problem dar.
Die ältere Patentanmeldung DE 196 29 839.3 beschreibt
weiterhin eine Brennkraftmaschine für Kraftfahrzeuge,
mit einem auf die Antriebsräder des Kraftfahrzeuges
wirkenden Getriebe, wobei eine Getriebeeingangswelle
mit einer Abtriebswelle der Brennkraftmaschine kup
pelbar ist, und mit einer elektrischen Maschine, die
über ein Zwischengetriebe mit dem Getriebe kuppelbar
ist und die sowohl als Startermotor zum Andrehen der
Brennkraftmaschine als auch als Generator zur energe
tischen Versorgung eines elektrischen Bordnetzes des
Kraftfahrzeuges umschaltbar ist. Nachteilig ist hier
jedoch wiederum die notwendige Auslegung als Starter
motor mit hohem Drehmoment bei niederen Drehzahlen,
was gleichzeitig für einen Betrieb als Generator mit
höheren Drehzahlen ungünstig ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Starter-Generator-Maschine für eine Brennkraftma
schine zu entwickeln, die sowohl beim Starten der
Brennkraftmaschine ausreichend mechanische Leistung
liefern und sicher übertragen kann als auch beim
Betrieb als Generator, wenn die Brennkraftmaschine
mit höheren Drehzahlen läuft, eine ausreichend hohe
elektrische Leistung liefern kann.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung mit den im Patentan
spruch 1 genannten Merkmalen bietet den Vorteil, daß
durch die Möglichkeit der Drehzahlanpassung mittels
eines Getriebes der Generator bei laufender Fahrzeug-
Brennkraftmaschine stets in einem Bereich hohen Wir
kungsgrades laufen kann. Bereits bei geringer Kurbel
wellendrehzahl ist so eine hohe elektrische Lei
stungsabgabe des Generators gewährleistet, wodurch
die zahlreichen elektrischen Verbraucher heutiger mo
derner Kraftfahrzeuge sicher mit Energie versorgt
werden können, ohne daß beispielsweise bei längerem
Leerlaufbetrieb in einem Verkehrsstau die Gefahr
einer langsamen Entladung des Fahrzeugakkumulators
besteht. Gleichzeitig kann jedoch die elektrische
Maschine das zum Starten der Brennkraftmaschine not
wendige hohe Drehmoment liefern, wenn die Übersetzung
des Getriebes entsprechend gewählt wird. Wegen des
unkomplizierten Aufbaus und der leichten Bedienbar
keit bietet sich für die Drehzahleinstellung der
elektrischen Maschine besonders ein Planetengetriebe
an. Solche Getriebe haben darüber hinaus einen nur
sehr geringen Platzbedarf, weshalb sie in diesem Fall
leicht im Fahrzeug integriert werden können.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung ergibt sich aus einer
zusätzlichen Leerlaufstellung neben den vorzugsweise
zwei einstellbaren Übersetzungsstufen des Planetenge
triebes. Der Ausrückhebel kann in eine Mittelstellung
gebracht werden, wodurch die Wirkverbindung der elek
trischen Maschine mit dem Antriebsstrang der Brenn
kraftmaschine unterbrochen werden kann. Der Rotor der
elektrischen Maschine läuft nach dem Einlegen der
Neutralstellung langsam aus. Eine solche Schaltstel
lung kann besonders vorteilhaft sein für die Reali
sierung verschiedener kraftstoffsparender Betriebszu
stände des Fahrzeugs, wie beispielsweise ein Modus
ohne Mitlaufen des elektrischen Teils des Generators.
Da herkömmliche Generatoren mit konstanter Überset
zung permanent angetrieben werden, verbrauchen sie
auch bei abgeschalteten Verbrauchern und voll gela
denem Akkumulator eine gewisse Menge an zusätzlichem
Kraftstoff. Eine zusätzlich vorgesehene Leerlaufstel
lung im Planetengetriebe ermöglicht dagegen eine
Abschaltung des Generators bei geladenem Akkumulator
und Unterbrechung der Wirkverbindung zwischen Genera
tor und Antriebsstrang. Eine solche Schaltstellung
ist auch zum Schutz der elektrischen Maschine gegen
Überlastung oder Überhitzung vorteilhaft. Beispiels
weise kann bei zu hohen Drehzahlen oder bei zu star
ker Erwärmung der elektrischen Maschine automatisch
die Neutralstellung angewählt werden, wodurch sich
eine effektive Überlastsicherung realisieren läßt.
Vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Maschine ist
weiterhin, daß gleichzeitig immer nur eine Schalt
stellung des Planetengetriebes möglich ist. Gegenüber
herkömmlichen Ausführungen mit Magnetkupplung und
Freilauf weist die erfindungsgemäße Vorrichtung den
Vorteil auf, daß kein versehentliches Verschalten,
d. h. ein gleichzeitiges Einlegen von zwei Gängen,
möglich ist. Zudem stehen die Getrieberäder des Pla
netengetriebes permanent miteinander im Eingriff,
d. h. das Umschalten des Getriebes geht ohne ein Aus
spuren der Zahnräder vonstatten, wodurch eine zusätz
liche Synchronisierung entbehrlich wird.
Die erfindungsgemäße Maschine weist zudem den Vorteil
des nur äußerst geringen zusätzlichen Energiebedarfs
auf. Da die jeweils angewählte Schaltstellung des
Planetengetriebes und damit die Übersetzung ohne wei
tere äußere Energiezufuhr konstant bleibt, ist eine
zusätzliche Energiezufuhr nur zum Zeitpunkt des
Umschaltens der Übersetzung notwendig. Diese Umschal
tenergie kann auf mechanischem Wege aufgebracht wer
den. Ebenso möglich sind jedoch auch elektromagne
tisch, hydraulisch oder pneumatisch betätigte
Umschalteinrichtungen.
Durch die räumliche Zusammenfassung von Starter und
Generator in einem einzigen Bauteil ist weiterhin der
Bau- und Montageaufwand deutlich reduziert, was
einerseits einen Kostenvorteil erbringt. Da auch der
Raumbedarf an der Brennkraftmaschine reduziert ist,
folgt eine erhöhte konstruktive Freiheit bei der
Positionierung der Brennkraftmaschine im Fahrzeug
sowie deren Nebenaggregate. Die herkömmlichen Ferti
gungsanlagen sowie das Know-how für die Herstellung
von Startern und Generatoren können weiterverwendet
werden. Verschiedene Bauteile entsprechen unverändert
der heutigen Serie von Startern und Generatoren.
Vorteilhaft ist weiterhin, wenn die erfindungsgemäße
Starter-Generator-Maschine flüssigkeitsgekühlt wird,
was durch einen Anschluß an den Wasserkühlkreislauf
der Brennkraftmaschine erfolgen kann. Neben der dar
gestellten Ausführungsform mit Wasserkühlung ist
wahlweise auch eine luftgekühlte Version mit eigenem
oder zusätzlichen Kühlgebläse realisierbar.
Vorteilhaft ist schließlich, wenn die Starter-Genera
tor-Maschine und insbesondere das umschaltbare Plane
tengetriebe ölgeschmiert sind, was zweckmäßigerweise
durch eine Versorgung mit dem Getriebeöl des Schalt
getriebes erfolgen kann.
Eine weitere vorteilhafte Einsatzmöglichkeit der
elektrischen Maschine liegt in der Unterstützung der
Getriebesynchronisierung. Dies kann durch gezielte
Drehmomentstöße zur Beschleunigung oder zum Abbremsen
der mit der elektrischen Maschine wirkverbundenen
Getriebeeingangswelle erreicht werden. Auf diese
Weise kann bei einer entsprechend dimensionierten
elektrischen Maschine die herkömmliche Synchronisie
rung im Schaltgetriebe unterstützt werden oder sogar
völlig entfallen. Notwendig ist dazu allerdings eine
deutliche Überdimensionierung, da zum zusätzlichen
Beschleunigen der Getriebeeingangswelle bei höheren
Drehzahlen der Brennkraftmaschine eine erhebliche
mechanische Leistung aufgebracht werden muß.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
ergeben sich aus den übrigen, in den Unteransprüchen
genannten, Merkmalen.
Die Erfindung wird nachfolgend in Ausführungsbeispie
len anhand der zugehörigen Zeichnungen näher erläu
tert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Gesamtansicht der
elektrischen Maschine mit Getriebeüber
setzung;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der Maschine
aus Fig. 1, jedoch ohne äußeres Gehäuse
und
Fig. 3 eine Vollschnitt-Darstellung der elektri
schen Maschine mit Planetengetriebe aus
Fig. 1.
Die Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung
einer elektrischen Maschine 2, die von einem im
wesentlichen zylindrisch ausgeführten Gehäuse 6
umschlossen wird. Eine kreisförmige Stirnseite 8 des
Gehäuses 6 weist eine zentrale Durchführung 10 für
eine Antriebswelle 12 eines mit der elektrischen
Maschine 2 in Verbindung stehenden Planetengetriebes
4 auf. An der äußeren Mantelfläche des zylindrischen
Gehäuses 6, nahe der Stirnseite 8 ist ein radial her
ausgeführter Ausrückhebel 14 erkennbar. Dieser Aus
rückhebel 14 kann in axiale Richtung verschoben wer
den und sorgt für die Auswahl der gewünschten Getrie
beübersetzung.
Die Fig. 2 zeigt die elektrische Maschine 2 aus
Fig. 1 mit abgenommenem Gehäuse 6. Besonders gut
erkennbar wird dadurch die gabelförmige Verbindung
des Ausrückhebels 14, der fest an einem Hohlrad 18
eines Planetengetriebes fixiert ist und so für die
axiale Verschieblichkeit des Hohlrades 18 sorgen
kann.
Die Fig. 3 zeigt eine Vollschnitt-Darstellung der
mit einem Planetengetriebe 4 versehenen elektrischen
Maschine 2. Erkennbar ist hier die Umhüllung der
elektrischen Maschine 2 und das Planetengetriebe 4
mit dem Gehäuse 6. An der der Gehäusestirnseite 8
gegenüberliegenden Seite ist das Gehäuse 6 offen,
damit die elektrische Maschine 2 und das Planetenge
triebe 4 bei Bedarf zugänglich bleiben. Ein mit dem
Gehäuse 6 verbundener und im Durchmesser über dieses
hinausragender Flansch 38 dient als rückseitiger
Gehäusedeckel und gleichzeitig als Aufnahme für die
Lagerung des Rotors 20 der elektrischen Maschine 2
mit einem Wälzlager 26. Um die Lagerung schließlich
nach außen abzuschließen und damit vor Umwelteinflüs
sen zu schützen, ist auf den Flansch 38 ein weiterer
Gehäusedeckel 40 aufgesetzt. Dieser Gehäusedeckel 40
kann mit dem Flansch 38 verschraubt oder durch einen
Sprengring gesichert sein.
Das Planetengetriebe 4 sorgt einerseits für die Wirk
verbindung der elektrischen Maschine 2 mit dem An
triebsstrang des Kraftfahrzeuges, beispielsweise mit
einer hier nicht näher dargestellten Getriebeein
gangswelle eines Hauptgetriebes des Kraftfahrzeuges.
Der Rotor 20 der elektrischen Maschine 2 ist in zwei
Wälzlagern, 26 und 28, gelagert. Das in der Fig. 3
links liegende Lager 26 stützt sich mit seinem Außen
ring an dem Flansch 38 ab. Diese beiden Wälzlager
sind in der Fig. 3 als Rillenkugellager angedeutet.
Ebenso möglich ist jedoch auch eine Lagerung mit
kegelrollen oder Vierpunktkugellagern oder ähnlichen
Lagerbauformen.
An einem dem Planetengetriebe 4 zugewandten Ende
weist der Rotor 20 eine Verzahnung auf und stellt
damit gleichzeitig das zentrale Sonnenrad 22 des Pla
netengetriebes 4 dar. Mit diesem Sonnenrad 22 stehen
mehrere Planetenräder 24 im Eingriff, die wiederum
mit einem die Planetenräder 24 umschließenden Hohlrad
18 im Eingriff stehen. Das Hohlrad 18 ist über zwei
Wälzlager, ein Ausrücklager 30 und ein kleineres
Lager 32, gelagert. Das Hohlrad 18 weist zudem eine
Aufnahme für den Außenring des Lagers 28 auf, in dem
der Rotor 20 gelagert ist. Das Hohlrad 18 steht zudem
mit dem Ausrückhebel 14 in Verbindung und ist gering
fügig axial verschieblich, um auf diese Weise den
Wechsel der Übersetzungsstufen im Planetengetriebe 4
zu ermöglichen. So weist das Hohlrad 18 zwei radiale
Reibflächen 44 und 46 auf, welche entweder den mit
der Antriebswelle 12 in Verbindung stehenden Plane
tenradträger 13 fest mit dem Hohlrad 18 verbinden
können oder das Hohlrad an die innere Gehäusestirn
seite 9 andrücken und damit blockieren können. Ist
keine dieser beiden Reibflächen 44 oder 46 geschlos
sen, befindet sich das Planetengetriebe 4 in einer
Neutralstellung, da sich in dieser Stellung das Son
nenrad 22, die Planetenräder 24 und das Hohlrad 18
frei drehen können. Der Rotor 20 der elektrischen
Maschine 2 steht dabei in keiner Wirkverbindung mit
der Antriebswelle 12.
Das Umschalten des Planetengetriebes 4, das heißt die
Änderung der Übersetzung, erfolgt durch axiales Ver
schieben des Hohlrades 18 über den mit diesem fest
verbundenen Ausrückhebel 14. Beschrieben wird im fol
genden der Fall einer laufender Brennkraftmaschine
sowie der im generatorischen Betrieb befindlichen
elektrischer Maschine 2, die damit ein mechanisches
Drehmoment von der Brennkraftmaschine aufnimmt. Bei
Anlage des Hohlrades 18 am Planetenradträger 13 über
die Reibfläche 46 wird das an der Antriebswelle 12
anliegende Drehmoment über den mit dem Hohlrad 18
wirkverbundenen Planetenradträger 13 auf das Sonnen
rad 22 und damit auf den Rotor 20 der elektrischen
Maschine 2 übertragen. Die Planetenräder 24 kämmen
hierbei nicht mit den Verzahnungen des Sonnenrades 22
oder des Hohlrades 18, sondern laufen mitsamt dem
Hohlrad 18, dem Planetenradträger 13 und dem Sonnen
rad 22 mit gleicher Umdrehungszahl um. Das Ausrückla
ger 30 dreht hierbei leer durch. Das Übersetzungsver
hältnis des Planetengetriebes 4 beträgt in dieser
Stellung beispielsweise i = 2. Die Drehzahl des Rotors
20 der elektrischen Maschine 2 ist gleich der
Antriebswelle 12.
Bei einer axialen Verschiebung des Ausrückhebels 14
wird das Hohlrad 18 mitsamt dem Ausrücklager 30 nach
rechts verschoben. Die Betätigungskraft zur Verschie
bung des Ausrückhebels 14 kann dabei durch ein magne
tisch betätigtes Relais, durch einen hydraulischen
oder durch einen pneumatischen Steller oder auf ähn
liche Weise aufgebracht werden. Bei Anlage des Hohl
rades 18 an die innere Gehäusestirnseite 9 mit der
Reibfläche 44 wird das Hohlrad 18 durch das Gehäuse 6
blockiert. Das Drehmoment wird von der Antriebswelle
12 auf den Planetenradträger 13 übertragen, wodurch
die Planetenräder 24 umlaufen und mit dem Hohlrad 18
und dem Sonnenrad 22 kämmen. Da das Hohlrad 18 nicht
umlaufen kann, sondern fest mit dem Gehäuse 6 verbun
den ist, übertragen die Planetenräder 24 ihr Drehmo
ment auf das Sonnenrad 22, das fest mit dem Rotor 20
der elektrischen Maschine 2 verbunden ist. Das Aus
rücklager 30 steht in dieser Betriebsstellung fest.
Das Übersetzungsverhältnis des Planetengetriebes 4
beträgt in dieser Stellung beispielsweise i = 5. Die
Drehzahl der Antriebswelle 12 wird untersetzt und ist
dann im Verhältnis i = 1 : 5 die der Drehzahl des Plane
tenradträgers 13.
Schließlich kann bei ausreichend groß gewähltem axia
lem Verfahrweg eine Mittelstellung des Ausrückhebels
14 vorgesehen werden, bei der das Hohlrad 18 weder an
der Reibfläche 44 noch an der Reibfläche 46 anliegt.
Der Planetenradträger 13 läuft mit der Drehzahl der
Antriebswelle 12 um. Die Planetenräder 24 können sich
frei drehen und kämmen sowohl mit dem Hohlrad 18 als
auch mit dem Sonnenrad 22. Da jedoch auch das Hohlrad
18 frei drehen kann, kann kein Drehmoment auf das
Sonnenrad 22 und damit den Rotor 20 der elektrischen
Maschine 2 übertragen werden. Diese Mittelstellung
des Planetengetriebes 4 entspricht damit einer Neu
tralstellung, bei der die Wirkverbindung der elektri
schen Maschine 2 mit dem Antriebsstrang des Kraft
fahrzeuges, beispielsweise der Getriebeeingangswelle
des Hauptgetriebes, unterbrochen ist.
Claims (12)
1. Elektrische Maschine, vorzugsweise zum Starten
einer Brennkraftmaschine und zur Spannungsversorgung
eines Bordspannungsnetzes eines Kraftfahrzeuges,
wobei die elektrische Maschine über ein Getriebe mit
der Brennkraftmaschine koppelbar ist und die elektri
sche Maschine von einem Motorbetrieb in einen Genera
torbetrieb umschaltbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Getriebe zur Drehzahleinstellung der elektri
schen Maschine (2) umschaltbar ist.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Getriebe ein Planetengetriebe (4) ist.
3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Planetengetriebe (4) mechanisch umschaltbar
ist.
4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Planetengetriebe (4) über ein mit einem
Stellglied des Getriebes gekoppeltes, extern betätig
bares, mechanisches Schaltmittel (14) betätigbar ist.
5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Planetengetriebe (4) mindestens zwei Überset
zungsstufen aufweist.
6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Getrieberäder (18, 22, 24) des Planetenge
triebes (4) permanent im Eingriff miteinander stehen.
7. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß im Planetengetriebe (4) neben mindestens zwei
Übersetzungsstufen eine Neutralstellung vorgesehen
ist, bei der die Wirkverbindung zwischen elektrischer
Maschine (2) und dem Antriebsstrang der Brennkraftma
schine unterbrochen ist.
8. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die elektrische Maschine (2) derart über das Pla
netengetriebe (4) an den Antriebsstrang der Brenn
kraftmaschine ankuppelbar ist, daß zum Synchronisie
ren eines Hauptgetriebes die Übersetzungsstufen im
Planetengetriebe (4) und damit das Massenträgheitsmo
ment der elektrischen Maschine (2) entsprechend der
gewünschten Drehzahlanpassung des Antriebsstranges
wählbar ist.
9. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das mechanische Schalt
mittel (14) mechanisch, elektromagnetisch, hydrau
lisch und/oder pneumatisch betätigbar ist.
10. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Maschine
(2) eine Flüssigkeitskühlung aufweist und an einen
Wasserkühlkreislauf der Brennkraftmaschine ange
schlossen ist.
11. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Maschine
(2) mittels eines integrierten oder externen ange
brachten Kühlgebläses luftgekühlt wird.
12. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ölschmierung der
Drehübertragungs- und der Lagerteile sowie des Plane
tengetriebes (4) über den Ölkreislauf des Hauptge
triebes erfolgt.
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| Publication Number | Publication Date |
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ID=7828834
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