DE19748649C2 - Vorrichtung zum Schmieren von bewegten Bauteilen - Google Patents
Vorrichtung zum Schmieren von bewegten BauteilenInfo
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Abstract
Eine Vorrichtung zum Schmieren von bewegten Bauteilen, z. B. rotierenden Wellen mit sehr kleinen Schmiermittelmengen wie bei der Mikroschmierung, bei welcher die Schmiermittelmenge der Schmierstelle durch eine magnetostriktive Mikropumpe oder ein magnetostriktives Ventil zugeführt wird, deren Ein- und Ausschaltfunktion durch ein bezogen auf sie äußeres Magnetfeld gesteuert wird, welches durch die Bewegung des Bauteiles selbst in magnetische Wechselwirkung mit der Pumpe oder dem Ventil zu deren Betätigung gebracht wird. Die magnetostriktive Mikropumpe oder das -ventil ist dabei im Abstand zu dem bewegten Bauteil ortsfest angeordnet, wobei auf dem Bauteil ein Magnet angebracht ist, dessen Feld bei seiner Bewegung mit dem Bauteil in Wechselwirkung mit der Pumpe oder dem Ventil tritt, oder die magnetostriktive Mikropumpe oder das -ventil ist auf dem bewegten Bauteil selbst befestigt und der Magnet ist in Abstand dazu ortsfest angeordnet, wobei die Pumpe oder das Ventil bei der Bewegung des Bauteiles mit dem Feld des Magneten in Wechselwirkung tritt.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum
Schmieren von bewegten Bauteilen, z. B. rotierenden Wel
len mit sehr kleinen Schmiermittelmengen wie bei der Mi
kroschmierung, bei welcher die Schmiermittelmenge der
Schmierstelle durch eine magnetostriktive Mikropumpe oder
ein magnetostriktives Ventil zugeführt wird, deren Ein-
und Ausschaltfunktion durch ein bezogen auf sie äußeres
Magnetfeld gesteuert wird, welches durch die Bewegung des
Bauteiles selbst in magnetische Wechselwirkung mit der
Pumpe oder dem Ventil zu deren Betätigung gebracht wird.
Die Erfindung befasst sich mit der Schmierung von beweg
ten Bauteilen, vorzugsweise rotierenden Wellen mit sehr
geringen Schmiermittelmengen, wie sie bei der sogenannten
Mikroschmierung gebraucht werden. Ein Verfahren zum
Schmieren von bewegten Bauteilen mit sehr kleinen
Schmiermittelmengen ist aus der DE 38 23 497 A1 bekannt,
wobei die Schmiermittelmenge der Schmierstelle durch eine
Mikropumpe zugeführt wird und wobei deren Ein- und Aus
schaltfunktion durch ein Feld gesteuert wird, welches
durch die Bewegung des Bauteiles selbst in Wechselwirkung
mit der Pumpe zu deren Betätigung gebracht wird. Dabei
erfolgt der Antrieb der Mikropumpe unter Ausnutzung des
piezoelektrischen Effektes. Weiterhin sind Vorrichtungen
bekannt, die anstelle eines piezoelektrischen alternativ
einen magnetorestriktiven Aktor aufweisen.
Aufgabe der Erfindung ist es dabei, eine vorteilhafte
Vorrichtung unter Aufteilung ihrer Elemente anzugeben,
mit welcher die Schmierung nur bei Bedarf, d. h. nur wenn
die Bewegung bzw. die Rotation des Bauelementes wirklich
stattfindet, in Gang gesetzt wird. Zur Lösung der Aufgabe
schlägt die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung vor,
wie sie im Patentanspruch 1 angegeben ist. Eine weitere,
vorteilhafte Lösung der Aufgabe ist im Patentanspruch 2
angegeben. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
sind in den Merkmalen der Unteransprüche zu sehen.
Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, daß
immer nur dann, wenn die Pumpe oder das Ventil durch ge
genseitige Lageveränderung in den Feldbereich des Magne
ten gelangen, eine bestimmte Menge des Schmiermittels vom
Reservoir an die Schmierstelle abgegeben wird und damit
eine Schmierung bei Drehung z. B. einer Welle immer sicher
gestellt ist. Der Permanentmagnet bietet dabei den weite
ren Vorteil der leistungslosen Ansteuerung der Pumpe, was
bei der Zugänglichkeit der Vorrichtung, für ihr Gewicht
und für ihre Betriebssicherheit von Bedeutung ist.
Weitere Einzelheiten des Verfahrens werden im folgenden
und anhand der Fig. 1 bis 5 näher erläutert. Es zeigen
dazu
die Fig. 1 und 2 Permanentmagnete auf einem bewegten Teil
mit ortsfester magnetortriktiver Mikropumpe,
die Fig. 3 eine magnetostriktive Mikropumpe auf dem be
wegten Teil mit ortsfesten Permanentmagnet,
die Fig. 4 eine Vorrichtung wie 3, jedoch mit einem Wech
selmagnetfeld;
die Fig. 5 eine Anwendung bei der Werkstückbearbeitung.
Die beschriebene Vorrichtung basiert auf einem Verfahren
zum Schmieren von bewegten Bauteilen, z. B. von rotie
renden Wellen mit sehr kleinen Schmiermittelmengen wie
sie bei der sogenannten Mikroschmierung benötigt werden.
Dazu wird die notwendige Schmiermittelmenge der Schmier
stelle durch eine magnetorstriktive Mikropumpe oder ein
magnetostriktives Ventil zugeführt, deren Ein- und Aus
schaltfunktion durch ein, bezogen auf sie, äußeres Mag
netfeld gesteuert wird. Dieses wird durch die Bewegung
des Bauteiles selbst in magnetische Wechselwirkung mit
der Pumpe oder dem Ventil zu deren Betätigung gebracht.
Magnetorstriktive Mikropumpen oder -ventile besitzen ei
nen magnetostriktiven Aktor, d. h. ein Element, welches
sich unter dem Einfluß eines Magnetfeldes in seiner Form
oder seiner Lage verändert. Diese Veränderung wird bei
Pumpen zum Fördern, bei Ventilen zum Öffnen und Schließen
des Ventildurchganges benutzt. Ein zu diesem Zweck
geeigneter Aktor kann z. B. eine magnetoreriktive
Membrane sein. Das heisst nun, daß der jeweilige Aktor
immer dann angeregt wird, wenn die Pumpe oder das Ventil
in das Magnetfeld bewegt wird, d. h. der Aktor wird durch
das äußere Magnetfeld ferngesteuert. Typische Anwen
dungsfelder für das Verfahren können z. B. kleine Turbi
nenlaufwerke oder die Werkstückbearbeitung durch Drehen
oder Fräsen sein. Vorteilhafterweise erfolgt die Schmie
rung dabei immer nur bei Bedarf, d. h. nur dann, wenn die
Bewegung oder Rotation wirklich stattfindet.
Die Fig. 1 bis 5 zeigen nun verschiedene Vorrichtungen
in Anwendung des oben beschriebenen Verfahrens.
Gemäß den Fig. 1 und 2 befinden sich Permanentmagnete
1 und 7 zur Erzeugung von Gleichfeldern auf dem bewegten
Teil 2, die Pumpen oder Ventile 3 sind ortsfest instal
liert. Das heißt nun, daß die magnetostriktive Mikropumpe
oder das -ventil 3 im Abstand zu der Weile 2 angeordnet
und auf dieser der Magnet 1, 7 angebracht ist, dessen
Feld bei seiner Bewegung mit der Welle in Wechselwirkung
mit der Pumpe oder dem Ventil tritt.
Gemäß den Fig. 3 und 4 werden umgekehrt Magnetfelder
eingesetzt, die ortsfest angeordnet sind und an denen
sich die Ventile oder Pumpen 3 auf dem bewegten Teil 2 in
der Bewegung bzw. Rotation vorbeibewegen. Das heißt hier,
daß die magnetostriktive Mikropumpe oder das -ventil 3
auf der Welle 2 selbst befestigt und der Magnet 1,7 in
Abstand dazu ortsfest angeordnet ist, wobei die Pumpe
oder das Ventil bei der Bewegung der Welle mit dem Feld
des Magneten in Wechselwirkung tritt.
Die Fig. 1 zeigt einen Permanentmagneten 1 in Hufeisenform
zur Erzeugung eines homogenen magnetischen Gleichfeldes,
der auf einer drehbaren Welle 2 angebracht ist und der
die mit Abstand von ihm ortsfest angeordnete magneto
striktive Mikropumpe 3 oder ein magnetostriktives Ventil
bei Drehung der Welle 2 periodisch anregt. Die Pumpe 3
fördet dann Schmiermittel aus einem Schmierstoffreservoir
6 über die Leitung 4 zur Schmierstelle 5. Dabei ist die
Anordnung so gewählt, daß sich die Pumpe 2 bzw. das Ven
til zwischen den Polen des Hufeisenmagnetes 1 befindet.
Die Fig. 2 zeigt eine modifizierte Ausführung der Fig. 1.
Hier besteht der Permanentmagnet aus einem Stabmagneten
7, wobei sich die Pumpe 3 bzw. das Ventil periodisch im
inhomogenen Feld des Stabmagneten 7 bewegt. Dabei können
auch mehrere Magnete 7 über den Umfang der Welle 2 ver
teilt sein. Die Pumpenfunktion ist dieselbe wie bei der
Fig. 1.
Die Fig. 3 zeigt einen Permanentmagneten 8, der jetzt
ortsfest von der Welle 2 angeordnet ist, wogegen die
Pumpe 3 oder das Ventil auf der Welle 2 als bewegtem Teil
befestigt sind. Hier bewegt sich die Pumpe 3 bei Drehung
der Welle 2 am Magneten 8 vorbei, die Funktion ist die
gleiche wie vorstehend beschrieben. Die Fig. 4 zeigt eine
Modifikation der Fig. 3, wobei der Permanentmagnet durch
das magnetische Wechselfeld einer Spule 9 ersetzt ist.
In der Fig. 5 ist ein Anwendungsbeispiel der Vorrichtung
dargestellt, die Werkstückbearbeitung beim Drehen. Ein
Drehteil 10 wird mit dem Drehstahl 11 abgedreht, die
Schnittstelle 12 soll durch die magnetostriktive Mikro
pumpe oder ein entsprechendes Ventil 13 über die Leitung
15 aus einem Reservoir 14 bei der Bearbeitung mit
Schmierstoff versorgt werden. Dazu ist der Hufeisenmagnet
16 am Spannfutter 17 des Drehteiles 10 befestigt und
dreht sich mit diesem so an der Pumpe vorbei, daß das U
des Magneten die Pumpe 13 periodisch umgreift und dadurch
deren Aktor betätigt.
1
Permanentmagnet
2
Welle
3
magnetostriktive Pumpe oder Ventil
4
Leitung
5
Schmierstelle
6
Schmierstoffreservoir
7
Permanentmagnete
8
Permanentmagnet
9
Magnetspule
10
Drehteil
11
Drehstahl
12
Schnittstelle
13
magnetostriktive Pumpe oder Ventil
14
Reservoir
15
Leitung
16
Hufeisenmagnet
17
Spannfutter
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Schmieren von bewegten Bauteilen,
z. B. rotierenden Wellen mit sehr kleinen Schmiermit
telmengen wie bei der Mikroschmierung, bei welcher die
Schmiermittelmenge der Schmierstelle durch eine magne
tostriktive Mikropumpe oder ein magnetostriktives Ven
til zugeführt wird, deren Ein- und Ausschaltfunktion
durch ein bezogen auf sie äußeres Magnetfeld gesteuert
wird, welches durch die Bewegung des Bauteiles selbst
in magnetische Wechselwirkung mit der Pumpe oder dem
Ventil zu deren Betätigung gebracht wird, dadurch ge
kennzeichnet,
daß die magnetostriktive Mikropumpe oder das -ventil
(3, 13) im Abstand zu dem bewegten Bauteil (2, 10)
ortsfest angeordnet und auf dem Bauteil (2, 10) ein
Magnet (1, 7, 16) angebracht ist, dessen Feld bei
seiner Bewegung mit dem Bauteil (2, 10) in Wechselwir
kung mit der Pumpe oder dem Ventil (3, 13) tritt.
2. Vorrichtung zum Schmieren von bewegten Bauteilen,
z. B. rotierenden Wellen mit sehr kleinen Schmiermit
telmengen wie bei der Mikroschmierung, bei welcher die
Schmiermittelmenge der Schmierstelle durch eine magne
tostriktive Mikropumpe Oder ein magnetostriktives Ven
til zugeführt wird, deren Ein- und Ausschaltfunktion
durch ein bezogen auf sie äußeres Magnetfeld gesteuert
wird, welches durch die Bewegung des Bauteiles selbst
in magnetische Wechselwirkung mit der Pumpe oder dem
Ventil zu deren Betätigung gebracht wird, dadurch ge
kennzeichnet,
daß die magnetostriktive Mikropumpe oder das -ventil
(3) auf dem bewegten Bauteil (2) selbst befestigt und
der Magnet (8, 9) in Abstand dazu ortsfest angeordnet
ist, wobei die Pumpe oder das Ventil (3) bei der Bewe
gung des Bauteiles (2) mit dem Feld des Magneten (8,
9) in Wechselwirkung tritt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet,
daß der Magnet ein Permanentmagnet mit einem Gleichfeld
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet,
daß das magnetische Feld das Gleich- oder Wechselfeld
eines Elektromagneten ist.
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|---|---|---|---|
| DE19748649A DE19748649C2 (de) | 1997-11-04 | 1997-11-04 | Vorrichtung zum Schmieren von bewegten Bauteilen |
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