DE19747221C1 - Torsionsschwingungsdämpfer - Google Patents
TorsionsschwingungsdämpferInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Torsionsschwingungsdämpfer mit
einem Hauptdämpfer und einem Vordämpfer, insbesondere für
eine Kupplungsscheibe einer Kraftfahrzeug-Reibungskupplung.
Aus der DE 44 30 261 ist ein Torsionsschwingungsdämpfer
einer Kupplungsscheibe bekannt, der eine Hauptdämpferan
ordnung sowie eine axial neben der Hauptdämpferanordnung
angeordnete Vordämpferanordnung aufweist. Die Hauptdämp
feranordnung ist für den Lastbetrieb bemessen und hat zwei
relativ zueinander um die Drehachse der Kupplungsscheibe
drehbare Scheibenanordnungen, von denen eine erste Schei
benanordnung zwei in axialem Abstand voneinander angeord
nete Seitenscheiben umfaßt, die an einem Flanschring an
geordnet sind. Mittels einer Vielzahl von in Umfangsrich
tung versetzten Nieten sind die Seitenscheiben mit dem
zwischen ihnen angeordneten Flanschring zu einer Einheit
fest verbunden, wobei der Flanschring über eine Verzahnung
drehfest, jedoch mit Drehspiel, mit einer auf einer Ein
gangswelle eines Getriebes des Kraftfahrzeugs aufsetzbaren
Nabe gekuppelt ist. Axial zwischen den Seitenscheiben ist
relativ dazu drehbar eine mit Kupplungsreibbelägen ver
sehene zentrale Scheibe angeordnet, die über erste Feder
elemente reibelastisch mit den Seitenscheiben gekuppelt
ist.
Die Vordämpferanordnung umfaßt eine Eingangs- sowie eine
Ausgangskomponente, die über zweite, für den Leerlaufbe
trieb bemessene Federelemente drehelastisch miteinander
gekuppelt sind. Die Ausgangskomponente ist dabei drehfest
mit der Nabe verbunden, während die Eingangskomponente mit
der Anordnung der Nietköpfe und deren Abmessungen korre
spondierende Ausnehmungen aufweist und durch Aufschieben
auf die Nietköpfe drehfest mit einer Seitenscheibe ver
bunden wird. Zur Kalibrierung der Nietköpfe werden diese
mittels eines einteiligen, sämtliche dieser Nietköpfe
gleichzeitig erfassenden Werkzeugs geformt, so daß sowohl
die Abmessungen der Nietköpfe als auch deren Abstand zuein
ander durch das Werkzeug bestimmt werden. Da die Toleranzen
des Werkzeugs eng bemessen werden können, lassen sich den
engen Toleranzen der Aussparungen der Vordämpfereingangs
komponente vergleichsweise eng folgende Toleranzen der
Nietköpfe erreichen.
Ein Torsionsschwingungsdämpfer der aus der DE 44 30 261
bekannten Art läßt sich zwar mit vergleichsweise geringem
Montageaufwand zusammenbauen, durch die Vernietung wird
jedoch eine unlösbare Verbindung hergestellt. Damit ist
dieser Torsionsschwingungsdämpfer nach dem Zusammenbau
nicht mehr demontierbar, was zum Nachteil werden kann, wenn
bei der nach dem Zusammenbau vorgenommenen Funktionskon
trolle festgestellt wird, daß die Feder- bzw. Dämpfungs
toleranz nicht eingehalten wird und daher der Torsions
schwingungsdämpfer wieder demontiert werden muß. Eine
Demontage ist jedoch nur durch Aufbohren der Nieten mög
lich, so daß dieser Torsionsschwingungsdämpfer dann als
Ausschuß beiseite gelegt wird.
Aus der DE 43 09 477 ist ein weiterer Torsionsschwingungs
dämpfer einer Kupplungsscheibe bekannt, der sich von dem
Torsionsschwingungsdämpfer der DE 44 30 261 im westentli
chen dadurch unterscheidet, daß die Hauptdämpferanordnung
nicht durch Nieten zusammengehalten wird. Die Seitenschei
ben der Hauptdämpferanordnung sind hier an den Flanschring
angeschweißt und die Hauptdämpferanordnung ist in eine
Richtung durch die Vordämpferanordnung axial fixiert, die
drehfest und axial fixiert durch eine Verstemmung mit der
Nabe verbunden ist. In die andere Richtung ist die Haupt
dämpferanordnung durch einen Sicherungsring axial fixiert,
so daß dieser Torsionsschwingungsdämpfer auch nach dem
Zusammenbau demontierbar ist. Nachteilig ist hier jedoch
die nur geringe Belastbarkeit mit Axialkräften, da dieser
Torsionsschwingungsdämpfer in Richtung der Vordämpferanord
nung nur durch eine schwache Stemmstelle axial fixiert ist.
Bei einer Belastung mit starken Axialkräften würde diese
Stemmstelle aufbrechen, so daß sich die Vordämpferanordnung
und die durch diese axial fixierte Hauptdämpferanordnung
von der Nabe und der darauf angeordneten Verzahnung lösen
würden. Dies hätte die Funktionsunfähigkeit der gesamten
Kupplung zur Folge.
Vor diesem Hintergrund ist es daher Aufgabe der vorlie
genden Erfindung, einen Torsionsschwingungsdämpfer mit
Hauptdämpferanordnung und Vordämpferanordnung zur Verfügung
zu stellen, der einfach montierbar bzw. nach dem Zusammen
bau wieder demontierbar ist und vergleichsweise große
axiale Kräfte aufnehmen kann.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch einen
Torsionsschwingungsdämpfer, insbesondere für eine Kupp
lungsscheibe einer Kraftfahrzeug-Reibungskupplung, welche
umfaßt:
Ein um eine Drehachse drehbares Eingangsteil,
ein relativ zu dem Eingangsteil um die Drehachse drehbares Ausgangsteil,
eine das Ausgangsteil drehelastisch mit dem Eingangsteil kuppelnde Hauptdämpferanordnung mit zwei relativ zueinander um die Drehachse drehbaren Scheibenanordnungen, von denen die erste Scheibenanordnung zwei in axialem Abstand vonein ander angeordnete und zu einer Einheit fest miteinander verbundene Seitenscheiben aufweist und die zweite Scheiben anordnung eine axial zwischen den Seitenscheiben angeord nete, zentrale Scheibe aufweist, und mit mehreren, die Scheibenanordnungen drehelastisch miteinander kuppelnden ersten Federelementen,
eine axial neben der Hauptdämpferanordnung angeordnete, das Ausgangsteil drehelastisch mit der ersten Scheibenanordnung kuppelnde Vordämpferanordnung mit zwei relativ zueinander um die Drehachse drehbaren Vordämpferkomponenten und wenig stens einem, die beiden Vordämpferkomponenten drehelastisch kuppelnden zweiten Federelement, wobei die erste Vordämp ferkomponente mittels axial steckbarer Formschlußkupplungs mittel mit der ersten Scheibenanordnung drehfest verbunden ist, und die zweite Vordämpferkomponente an dem Ausgangs teil drehfest und zumindest in einer ersten Richtung axial fixiert ist,
einen Sicherungsring, wobei der Sicherungsring die Haupt dämpferanordnung an dem Ausgangsteil in eine zur ersten Richtung entgegengesetzten zweiten Richtung axial fixiert,
wobei das Ausgangsteil einen zumindest bereichsweise um laufenden, radial vorstehenden Vorsprung aufweist, der zwischen der zweiten Vordämpferkomponenten und der Haupt dämpferanordnung angeordnet ist und die Hauptdämpferan ordnung axial in die erste Richtung fixiert.
Ein um eine Drehachse drehbares Eingangsteil,
ein relativ zu dem Eingangsteil um die Drehachse drehbares Ausgangsteil,
eine das Ausgangsteil drehelastisch mit dem Eingangsteil kuppelnde Hauptdämpferanordnung mit zwei relativ zueinander um die Drehachse drehbaren Scheibenanordnungen, von denen die erste Scheibenanordnung zwei in axialem Abstand vonein ander angeordnete und zu einer Einheit fest miteinander verbundene Seitenscheiben aufweist und die zweite Scheiben anordnung eine axial zwischen den Seitenscheiben angeord nete, zentrale Scheibe aufweist, und mit mehreren, die Scheibenanordnungen drehelastisch miteinander kuppelnden ersten Federelementen,
eine axial neben der Hauptdämpferanordnung angeordnete, das Ausgangsteil drehelastisch mit der ersten Scheibenanordnung kuppelnde Vordämpferanordnung mit zwei relativ zueinander um die Drehachse drehbaren Vordämpferkomponenten und wenig stens einem, die beiden Vordämpferkomponenten drehelastisch kuppelnden zweiten Federelement, wobei die erste Vordämp ferkomponente mittels axial steckbarer Formschlußkupplungs mittel mit der ersten Scheibenanordnung drehfest verbunden ist, und die zweite Vordämpferkomponente an dem Ausgangs teil drehfest und zumindest in einer ersten Richtung axial fixiert ist,
einen Sicherungsring, wobei der Sicherungsring die Haupt dämpferanordnung an dem Ausgangsteil in eine zur ersten Richtung entgegengesetzten zweiten Richtung axial fixiert,
wobei das Ausgangsteil einen zumindest bereichsweise um laufenden, radial vorstehenden Vorsprung aufweist, der zwischen der zweiten Vordämpferkomponenten und der Haupt dämpferanordnung angeordnet ist und die Hauptdämpferan ordnung axial in die erste Richtung fixiert.
Bei einem solchen Torsionsschwingungsdämpfer sorgt der
zumindest bereichsweise umlaufende, radial vorstehende
Vorsprung für eine axiale Fixierung der Hauptdämpferan
ordnung, die große Kräfte aufnehmen kann. Damit können
größere axiale Kräfte als bisher von der Hauptdämpferan
ordnung in das Ausgangsteil und von diesem in die Eingangs
welle eines Getriebes des Kraftfahrzeuges eingeleitet
werden, was die Belastbarkeit der Kupplung erhöht und
insgesamt der Erhöhung der Lebensdauer zugute kommt. Ferner
wird die Montage eines solchen Torsionsschwingungsdämpfers
erleichtert, da die Hauptdämpferanordnung lediglich auf das
Ausgangsteil aufgeschoben zu werden braucht und in Ver
bindung mit dem die axiale Fixierung in die andere Richtung
übernehmenden Sicherungsring nach dem Zusammenbau zudem
auch wieder leicht demontiert werden kann.
Wenngleich der zumindest bereichsweise umlaufende, radial
vorstehende Vorsprung auch beispielsweise durch einen
Sicherungsring gebildet werden kann, der in einer entspre
chend ausgebildeten Nut des Ausgangsteiles vollständig
umlaufend angeordnet ist, so ist doch der Vorsprung bevor
zugt als integral angeformter Flansch ausgebildet. Damit
ist eine besonders einfache Herstellung möglich, da das
Ausgangsteil als einfaches Drehteil produziert werden kann.
Werden dann die zwischen der Hauptdämpferanordnung und dem
Ausgangsteil vorgesehenen Mitnahmemittel beispielsweise als
eine Verzahnung ausgebildet und nach dem Drehvorgang auf
dem Ausgangsteil erzeugt, so steht der Flansch sektions
weise von den Zähnen der Verzahnung radial hervor. Dieses
ermöglicht eine wirksame Axialsicherung über die Kontur des
Ausgangsteils, die große axiale Kräfte aufnehmen kann.
Zusätzliche, separat herzustellende Mittel zur axialen
Fixierung des Torsionsschwingungsdämpfers, beispielsweise
in Form von in einer umlaufenden Nut angeordneten Siche
rungsringen, sind nicht erforderlich, so daß hierfür not
wendige zusätzliche Bearbeitungsvorgänge entfallen und
folglich die Herstellung einfacher und kostengünstiger
wird.
Der Vorsprung kann beliebig zwischen der zweiten Vordämp
ferkomponente und der Hauptdämpferanordnung angeordnet
sein, zweckmäßigerweise ist er jedoch so angeordnet, daß
die erste Vordämpferkomponente zwischen dem Vorsprung und
der Hauptdämpferanordnung angeordnet ist und durch den
Vorsprung in die erste Richtung und durch die Hauptdämp
feranordnung in die zweite Richtung axial fixiert wird. Zum
einen kann die Vordämpferanordnung über diese axiale Fixie
rung dann auch größere axiale Kräfte in das Ausgangteil
einleiten, was deren Belastbarkeit erhöht und auch hier zu
einer Erhöhung der Lebensdauer der Vordämpferanordnung
beiträgt. Zum anderen wird die Montage der Vordämpferan
ordnung auf dem Ausgangsteil weiter verbessert, insbeson
dere dann, wenn die zweite Vordämpferkomponente vorteil
hafterweise an der von der Hauptdämpferanordnung abgewand
ten Seite des Vorsprunges anliegt und dort verstemmt ist.
Die erste Vordämpferkomponente wird dann einfach auf das
Ausgangsteil aufgeschoben und von der Hauptdämpferanordnung
am Vorsprung festgeklemmt.
Aus Stabilitätsgründen schließen die Seitenscheiben zweck
mäßigerweise einen radial vom Ausgangsteil abstehenden
Flanschring zwischen sich ein, der über Mitnahmemittel mit
dem Ausgangsteil gekuppelt ist. Die Mitnahmemittel können
für eine spielfreie, drehfeste Verbindung zum Ausgangsteil
sorgen, kuppeln aber vorzugsweise die erste Scheibenanord
nung drehfest, jedoch mit einem vorbestimmten Drehspiel mit
dem Ausgangsteil. Das Drehspiel begrenzt den Arbeitsbereich
der Vordämpferanordnung, so daß die Vordämpferanordnung im
Arbeitsbereich der Hauptdämpferanordnung überbrückt ist.
Obgleich die im wesentlichen ringscheibenförmigen Seiten
scheiben der Hauptdämpferanordnung an den Flanschring
bevorzugt angeschweißt sind, so können sie doch auch auf
andere Weise drehfest mit dem Flanschring verbunden werden.
Das Anschweißen der Seitenscheiben an den Flanschring
bietet jedoch eine leichte, feste und platzsparende Ver
bindung, so daß insgesamt das Gewicht des Torsionsschwin
gungsdämpfers weiter reduziert und dessen axiale Baulänge
minimiert wird. Es ist hier jedoch auch möglich, statt der
beiden im wesentlichen ringscheibenförmigen Seitenscheiben
die zentrale Scheibe an den Flanschring anzuschweißen oder
sonstwie zu befestigen oder anzuformen und die beiden
Seitenscheiben an der Mitnehmerscheibe anzuordnen, so daß
eine bezüglich der Seitenscheiben und der zentralen Scheibe
inverse Anordnung zur Verfügung gestellt wird, die bei
manchen von durch die Kupplung vorgegebenen Einbaugeome
trien des Torsionsschwingungsdämpfers von Vorteil sein
kann.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß
die ersten Federelemente in Fenstern der zentralen Scheibe
einerseits und der beiden Seitenscheiben andererseits
angeordnet sind, und daß an den beiden Seitenscheiben
mindestens ein je eines der Fenster der zentralen Scheibe
durchsetzender, den Relativdrehwinkel der beiden Schei
benanordnungen begrenzender Anschlag gehalten ist. Dieser
kann beispielsweise in Form einer mit ihrer Flachseite im
wesentlichen in Umfangsrichtung sich erstreckenden An
schlagplatte ausgebildet sein und zusätzlich zur Ausstei
fung der Hauptdämpferanordnung verwendet werden.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Torsions
schwingungsdämpfers ist die zweite Vordämpferkomponente auf
der von der Hauptdämpferanordnung abgewandten Seite der
ersten Vordämpferkomponente angeordnet und weist für jedes
zweite Federelement eine Umfangsrichtung beiderseits durch
einen Anschlag für das zweite Federelement begrenzte, das
zweite Federelement radial führende Tasche auf, während die
erste Vordämpferkomponente axial zur zweiten Vordämpferkom
ponente vorstehende Anschlagvorsprünge aufweist, die jedes
zweite Federelement paarweise zwischen sich einschließen,
sowie mindestens einen axial zur Hauptdämpferanordnung
gerichteten Kupplungsvorsprung, der in eine in einer Sei
tenscheibe vorgesehene Kupplungsaussparung eingreift.
Bei dieser Ausgestaltung sorgen die Taschen der einen
Vordämpferkomponente für eine exakte Führung des zweiten
Federelementes, während die andere Vordämpferkomponente für
die Drehkupplung des zweiten Federelementes mit der Haupt
dämpferanordnung sorgt. Sowohl der Anschlagvorsprung als
auch der Kupplungsvorsprung können als einfacher, axial
abgebogener Lappen ausgebildet sein. Vorteilhaft ist jedoch
die Ausbildung als integral angeformter Vorsprung, ins
besondere dann, wenn diese Vordämpferkomponente als Guß
formteil ausgebildet ist, da sich hier nicht nur der An
schlagvorsprung, sondern auch der für die drehfeste Ver
bindung mit der Hauptdämpferanordnung bestimmte Kupplungs
vorsprung mit sehr geringen Toleranzen herstellen läßt.
Im folgenden soll ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an
Hand einer Zeichnung näher erläutert werden. Dabei zeigt:
Fig. 1 eine axiale Teilansicht einer Kupplungsscheibe für
eine Kraftfahrzeug-Reibungskupplung mit einem Torsions
schwingungsdämpfer gemäß der Erfindung;
Fig. 2 einen Axiallängsschnitt durch die Kupplungsscheibe
entlang der Linie II-II in Fig. 1; und
Fig. 3 einen Axiallängsschnitt durch die Kupplungsscheibe
entlang einer Linie III-III in Fig. 1.
Die in den Figur dargestellte Kupplungsscheibe hat eine zu
einer Drehachse 1 zentrische, im wesentlichen hülsenförmige
Nabe 3, die an ihrem Innenumfang eine Verzahnung 5 für die
drehfeste Verbindung mit einer nicht näher dargestellten
Eingangswelle eines Getriebes aufweist. Ein allgemein mit 7
bezeichneter Torsionsschwingungsdämpfer verbindet eine
axial beiderseits mit Kupplungsreibbelägen 9 versehene
Mitnehmerscheibe 11, gleichachsig drehelastisch drehbar mit
der Nabe 3. Die Mitnehmerscheibe 11 mit ihren Reibbelägen 9
bildet hierbei ein Eingangsteil des Torsionsschwingungs
dämpfers 7, während die Nabe 3 als Ausgangsteil dient.
Der Torsionsschwingungsdämpfer 7 umfaßt einen für den
Lastbetrieb bemessenen Hauptdämpfer 13, sowie einen axial
neben dem Hauptdämpfer 13 angeordneten, für den Leerlauf
betrieb bemessenen Vordämpfer 15.
Der Hauptdämpfer 13 umfaßt, wie am besten Fig. 2 zeigt,
zwei in axialem Abstand voneinander angeordnete, im we
sentlichen ringscheibenförmige Seitenscheiben 17, die an
ihrem Innenumfang mittels einer Schweißnaht 19 mit einem
axial zwischen diesen angeordneten, den Abstand der Sei
tenscheiben 17 bestimmenden Flanschring 21 zu einer Einheit
fest verbunden sind. Der Flanschring 21 weist an seinem
Innenumfang eine in eine Außenverzahnung 23 der Nabe 3
eingreifende Innenverzahnung 25 auf, wobei die Verzahnungen
23, 25 ein den Arbeitsbereich des Vordämpfers 15 bestimmen
des Drehspiel aufweisen, im übrigen aber nach Ausgleich des
Drehspiels den Flanschring 21 und damit die Seitenscheiben
17 drehfest mit der Nabe 3 verbinden. Axial zwischen den
Seitenscheiben 17 ist auf dem Flanschring 21 drehbar eine
zentrale Scheibe 27 gelagert, an deren Außenumfang die
Mitnehmerscheibe 11 befestigt ist, die über eine Vielzahl
in Umfangsrichtung verteilter Schraubendruckfedern 29
drehelastisch mit den Seitenscheiben 17 gekuppelt ist. Die
Schraubendruckfedern 29 sitzen in axial zueinander ausge
richteten Fenstern 31 der zentralen Scheibe 27 einerseits
bzw. Fenstern 33 der Seitenscheiben 17 andererseits und
werden bei der Relativdrehung der zentralen Scheibe 27
einerseits bzw. der Seitenscheiben 17 andererseits von
ihren Federenden unmittelbar durch die Berandung der Fen
ster 31, 33 belastet.
Der Relativdrehwinkel zwischen der zentralen Scheibe 27 und
den Seitenscheiben 17 wird durch plattenförmige Anschlag
elemente 35 begrenzt, die die zur Aufnahme der Schrauben
druckfedern 29 vorgesehenen Fenster 31 der zentralen
Scheibe 27 axial durchdringen und mit ihren Enden jeweils
in den Seitenscheiben 17 befestigt sind.
Der Hauptdämpfer 13 umfaßt eine im Lastbetrieb bei einer
Drehung der zentralen Scheibe 27 relativ zu den Seiten
scheiben 17 wirksame Reibeinrichtung 37. Die Reibeinrich
tung 37 weist axial beiderseits der zentralen Scheibe 27
zwischen dieser und den beiden Seitenscheiben 17 gegebe
nenfalls mehrteilige Reibringe 39 auf, die von einer axial
wirkenden Feder, hier einer Tellerfeder 41, gegen die
zentrale Scheibe 27 gespannt werden. Die Tellerfeder 41 ist
zwischen einem der Reibringe 39 und der benachbarten Sei
tenscheibe 17, hier der dem Vordämpfer 15 benachbarten
Seitenscheibe 17, angeordnet und spannt die Reibringe 39
gegen die zwischen den Reibringen 39 angeordnete, drehbar
und axial beweglich auf dem Flanschring 21 geführte zen
trale Scheibe 27. Der Kraftschluß der Tellerfeder 41
schließt sich über den Flanschring 21 zur gegenüberlie
genden Seitenscheibe 17 hin.
Der Vordämpfer 15 umfaßt eine drehfest mit den Seitenschei
ben 17 des Hauptdämpfers 13 gekuppelte Eingangskomponente
43, die über mehrere, in Umfangsrichtung verteilt angeord
nete Schraubendruckfedern 45 drehelastisch mit einer im
wesentlichen ringscheibenförmigen Ausgangskomponenten 47
gekuppelt ist, die ihrerseits über einen Verzahnungsbereich
49 drehfest mit der Nabe 3 verbunden ist. Die Ausgangskom
ponente 47 weist eine Vielzahl in Umfangsrichtung verteilt
angeordneter, zur Eingangskomponenten 43 hin offener Ta
schen 51 zur Aufnahme je einer der Schraubendruckfedern 45
auf. Jede der Taschen 51 führt die zugehörige Schrauben
druckfeder 45 radial beiderseits und hat in Umfangsrichtung
beiderseits der zugehörigen Schraubendruckfeder 45 mit
deren Stirnenden zusammenwirkende Anschläge 53. Zwischen
die Anschläge 53 greifen von der Eingangskomponeneten 43
axial abstehende Anschlagvorsprünge 55, die paarweise
jeweils zwischen sich eine der Schraubendruckfedern 45
einschließen und gleichfalls zur Anlage an den Stirnenden
der Schraubenfedern 45 bestimmt sind. Die Ausgangskompo
nente 47 des Vordämpfers 15 ist durch wenigstens eine
Stemmstelle 57 an einem Vorsprung 59 axial fixiert, während
die Eingangskomponente 53 durch den Flanschring 21 der
Hauptdämpferanordnung 13 axial an dem Vorsprung 59 fixiert
ist, wie nachfolgend ausführlich beschrieben. Die Eingangs
komponente 43 des Vordämpfers 15 weist weiterhin mindestens
einen radial vorstehenden, zur Hauptdämpferanordnung 13
gerichteten Kupplungsvorsprung 61 auf, der in eine in der
benachbarten Seitenscheibe 17 angeordnete Kupplungsaus
sparung 63 eingreift, und die Eingangskomponente 43 des
Vordämpfers 15 drehfest mit der Hauptdämpferanordnung 13
kuppelt.
Der auf der Nabe 3 angeordnete Vorsprung 59 ist bei dem
hier in den Figur dargestellten Ausführungsbeispiel des
Torsionsschwingungsdämpfers 7 als integral an die Nabe 3
angeformter Flansch ausgebildet. Dieses erleichtert we
sentlich die Herstellung der Nabe 3, da diese nun als
einfaches Drehteil hergestellt werden kann, in welches
anschließend die Außenverzahnung 23 eingeformt wird. Der
sich so ergebende, sektionsweise von der Nabe 3 radial
vorstehende Flansch 59 ist hier so auf der Nabe 3 ange
ordnet, daß die Eingangskomponente 43 des Vordämpfers 15
zwischen dem Flansch 59 und dem Flanschring 21 der Haupt
dämpferanordnung 13 angeordnet ist und durch den Flansch 59
in die zur Ausgangskomponenten 47 des Vordämpfers 15 wei
sende Richtung und durch den Flanschring 21 in die ent
gegengesetzte Richtung axial fixiert ist. Die axiale Fixie
rung des Flanschrings 21 der Hauptdämpferanordnung 13 in
dieser Richtung erfolgt durch einen Sicherungsring 65, der
in einer entsprechenden Ausnehmung der Nabe 3 angeordnet
ist. Zwischen Sicherungsring 65 und Flanschring 21 ist ein
Anschlagring 67 angeordnet, der unter anderem die spiel
freie Befestigung des Flanschringes 21 auf der Nabe 3
ermöglicht.
Die hier beschriebene Anordnung des Vorsprungs 59 auf der
Nabe 3 bietet den Vorteil, daß im Betrieb auf die Mitneh
merscheibe 11 über die Reibbeläge 9 ausgeübte große Axial
kräfte von der Hauptdämpferanordnung 13 aufgenommen und
direkt in die Nabe 3 eingeleitet werden können. Der Betrieb
der Vordämpferanordnung 15 wird folglich durch axiale
Kräfte im wesentlichen nicht beeinträchtigt.
Nicht näher dargestellt sind Ausführungsformen, bei welchen
der Vorsprung 59 axial zwischen der Eingangskomponente 43
und der benachbarten Seitenscheibe 17 angeordnet ist, also
lediglich zur Abstützung des Hauptdämpfers 13 ausgenutzt
wird. Die Eingangskomponente 43 ist mit der Ausgangskom
ponente 47 zu einer Baueinheit vereinigt, die lediglich
durch die Verstemmungen 57 axial fixiert wird. Es versteht
sich, daß in beiden Varianten auch Ausführungsformen des
Vordämpfers 15 eingesetzt werden können, die ähnlich dem
Hauptdämpfer 13 zwei fest miteinander verbundene Seiten
scheiben und eine relativ dazu drehbare zentrale Scheibe
umfassen.
Claims (6)
1. Torsionsschwingungsdämpfer, insbesondere für eine
Kupplungsscheibe einer Kraftfahrzeug-Reibungskupplung,
umfassend:
- 1. ein um eine Drehachse (1) drehbares Eingangsteil (9, 11),
- 2. ein relativ zu dem Eingangsteil (9, 11) um die Drehachse (1) drehbares Ausgangsteil (3),
- 3. eine das Ausgangsteil (3) drehelastisch mit dem Eingangsteil (9, 11) kuppelnde Hauptdämpferan ordnung (13) mit zwei relativ zueinander um die Drehachse (1) drehbaren Scheibenanordnungen, von denen die erste Scheibenanordnung zwei in axia lem Abstand voneinander angeordnete und zu einer Einheit fest miteinander verbundene Seitenschei ben (17) aufweist, und die zweite Scheibenanord nung eine axial zwischen den Seitenscheiben (17) angeordnete zentrale Scheibe (27) aufweist, und mit mehreren, die Scheibenanordnungen drehela stisch miteinander kuppelnden ersten Federelemen ten (29),
- 4. eine axial neben der Hauptdämpferanordnung (13) angeordnete, das Ausgangsteil (3) drehelastisch mit der ersten Scheibenanordnung kuppelnde Vor dämpferanordnung (15) mit zwei relativ zueinander um die Drehachse (1) drehbaren Vordämpferkompo nenten (43, 47) und wenigstens einem, die bei den Vordämpferkomponenten (43, 47) drehelastisch kuppelnden zweiten Federelementen (45), wobei die erste Vordämpferkomponente (43) mittels axial steckbarerer Formschlußkupplungsmittel (61, 63) mit der ersten Scheibenanordnung drehfest ver bunden ist, und die zweite Vordämpferkomponente (47) an dem Ausgangsteil (3) drehfest und zumin dest in einer ersten Richtung axial fixiert ist,
- 5. einen Sicherungsring (65), wobei der Sicherungs ring (65) die Hauptdämpferanordnung (13) an dem Ausgangsteil (3) in einer zur ersten Richtung entgegengesetzten zweiten Richtung axial fixiert,
2. Torsionsschwingungsdämpfer nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Vorsprung durch einen integral
angeformten Flansch (59) gebildet wird, der zumindest
sektionsweise von dem Ausgangsteil (3) radial vor
steht.
3. Torsionsschwingungsdämpfer nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die erste Vordämpferkom
ponente (43) zwischen dem Vorsprung (59) und der
Hauptdämpferanordnung (13) angeordnet ist und durch
den Vorsprung (59) in die erste Richtung und durch die
Hauptdämpferanordnung (13) in die zweite Richtung
axial fixiert wird.
4. Torsionsschwingungsdämpfer nach einem der vorangehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sei
tenscheiben (17) im wesentlichen Ringscheibenform
haben und an einem Flanschring (21) angeschweißt sind,
wobei der Flanschring (21) zwischen den Seitenscheiben
(17) angeordnet ist und durch Mitnahmemittel (23, 25)
mit dem Ausgangsteil (3) drehfest, jedoch mit einem
vorbestimmten Drehspiel gekuppelt ist.
5. Torsionsschwingungsdämpfer nach einem der vorangehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erste
Federelement (29) in Fenstern (31, 33) der zentralen
Scheibe (27) einerseits und der beiden Seitenscheiben
(17) andererseits angeordnet ist, und daß an den
beiden Seitenscheiben (17) mindestens ein je eines der
Fenster (31) der zentralen Scheibe (27) durchsetzen
der, den Relativdrehwinkel der beiden Scheibenanord
nungen begrenzender Anschlag (35) gehalten ist.
6. Torsionsschwingungsdämpfer nach einem der vorangehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite
Vordämpferkomponente (47) auf der von der Hauptdämp
feranordnung (13) abgewandten Seite der ersten Vor
dämpferkomponente (43) angeordnet ist und für jedes
zweite Federelement (54) eine in Umfangsrichtung
beiderseits durch einen Anschlag (53) für das zweite
Federelement (45) begrenzte, das zweite Federelement
(45) radial führende Tasche (51) aufweist,
und daß die erste Vordämpferkomponente (43) axial zur
zweiten Vordämpferkomponente (47) vorstehende An
schlagvorsprünge (55) aufweist, die jedes zweite
Federelement (45) paarweise zwischen sich ein
schließen, sowie mindestens einen axial zur Haupt
dämpferanordnung (13) gerichteten Kupplungsvorsprung
(61), der in eine, in einer Seitenscheibe (17) vor
gesehene Kupplungsaussparung (63) eingreift.
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Effective date: 20110502 |