DE19746531A1 - Verfahren und Maschine zum Aufbereiten und Verblasen von faserigen und körnigen Materialien - Google Patents
Verfahren und Maschine zum Aufbereiten und Verblasen von faserigen und körnigen MaterialienInfo
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Description
Es ist bekannt, körnige und faserige Materialien in derartiger Verarbeitungsreihenfolge
aufzubereiten und zu verblasen, daß eine Beschickungsperson das in Säcken
angelieferte Material in einen Einfüllbehälter schüttet, durch relativ schnell rotierende
Balken und oder Schaufeln wird das Material in diesem Behälter durchmischt und
durch Zerschlagen der Materialverdichtungen aufgrund der Sackverpackung
aufgelockert.
Im Boden des Einfüllbehälters ist eine flächenveränderbare Öffnung eingelassen,
durch die zufallsgesteuert das mehr oder weniger aufgelockerte Material mittels
eigener Schwerkraft in eine darunterliegende Kammer einer Zellradschleuse fällt und
sich so die oben stehende Zellradschleusenkammer füllt. Über die Flächenverstellung
der Öffnung läßt sich der Materialstrom verändern.
Die Zellradschleuse verhindert das Durchströmen der Trägerluft zum Einfüllbehälter.
Durch Drehung der Zellradflügel wird das Material in den unteren Durchmesserbereich
der Zellradschleuse transportiert. In diesem Bereich befindet sich an der einen
Stirnseite die Einblasstelle der Trägerluft, die das in der Kammer befindliche Material
mitreißt und durch die gegenüberliegende Austrittsöffnung trägt. Der im Anschluß
befindliche Förderschlauch leitet den Förderstrom zu der Einblasstelle.
Dadurch, daß die Flügeldrehzahl der Zellradschleuse veränderbar ist, ist eine
Einstellung des Förderstromes gegeben.
Ferner ist bekannt, daß das vorher beschriebene Verfahren bei den folgenden
Maschinenherstellern angewandt wird:
- - X-Floc Fördertechnik, Riedstrr. 5, 71272 Renningen;
- - Krendel Machine Company Inc., Delphos 45833 Ohio;
- - intec, vertreten durch CELL-Mach, INC., Delphos 45833 Ohio.
Der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung liegen die Probleme zugrunde:
Die Aufbereitung des Materials, insbesondere von faserigen Materialien, erfolgt durch
Zerschlagen der einzelnen Materialverdichtungen mittels mechanischer
Rührbewegungen, welche zu einer hohen Relativbewegung innerhalb des Materials
führen. Eine erhöhte Staubentwicklung für die Beschickungsperson ist die Folge.
Insbesondere bei Zelluloseflocken wird durch die Rührbewegung das Borsalz von der
Zellulose getrennt, das Salz lagert sich im Einschütt- und Aufbereitungsbehälter ab.
Eine homogene Borverteilung innerhalb des verblasenen Materials ist nicht gegeben,
der Schutz gegen Schädlingsbefall, Verrottung und Brand ist verringert.
Bei faserigen Materialien, insbesondere bei Zellulose- und Baumwollflocken, führt die
gewünschte Eigenschaft der Verfilzung zu einer Brücken- bzw. Höhlenbildung während
des Aufbereitungsvorganges im Einfüllbehälter. Dieses Problem verhindert das Füllen
der Zellradschleusenkammer wodurch hauptsächlich nur Trägerluft an der
Ausblasstelle austritt. Dort wird die bereits erzeugte Materialschicht wieder aufwirbelt,
es kommt zu einer erhöhten Staubentwicklung an der Einblasstelle, aufgrund dessen
die Einblasperson die Maschine stoppt. Die Einblasperson informiert nun die
Beschickungsperson, welche daraufhin mit einem Stock oder Ähnlichem die Brücke
oder Höhle im Material zerstört.
Durch dieses sicherheitswidriges Verhalten erhöht sich die Unfallgefahr für die
Beschickungsperson.
Die Unterbrechung des Verarbeitungsvorganges hat eine Verringerung der
Einblasdichte zu Folge, wodurch eine Setzungsfreiheit nicht mehr gewährleistet ist und
mit der Zeit durch Setzung des Materials ein Hohlraum in der Isolierschicht entsteht.
Zum anderen sind bei Einblasarbeiten, insbesondere bei Wohnhäusern, die
Innenräume relativ sauber, die erhöhte Staubentwicklung führt somit zu einem
erhöhten Reinigungsaufwand für das durchführende Unternehmen.
In Abhängigkeit des freien Falles wird die Füllkammer der Zellradschleuse
unkontrolliert mit Material gefüllt. Dadurch kommt es, insbesondere bei sich
verfilzenden Materialien wie Zellulose- und Baumwollflocken, zu Verstopfungen des
Förderschlauches. Diese Verstopfungen sind mehrere Meter des Förderschlauches
lang und sind nur mit erhöhtem Zeitaufwand zu beseitigen.
Ein weiteres Problem der unkontrollierten Füllung der Zellradkammer stellt die
ungleichmäßige Füllung des Förderschlauches mit nicht homogen aufbereitetem
Material da. Es kommt zu einer Pfropfenförderung, welche ebenfalls Verstopfungen
des Förderschlauches begünstigen.
Konstruktionsbedingt ist nur eine kleine Füllöffnung der Zellradkammer möglich.
Eine Erhöhung der Drehbewegung der Zellradschleuse bewirkt kein höheren
Materialdurchsatz. Die einzelnen Kammern der Zellradschleuse bewegen sich dann
derart schnell vor der Füllöffnung, daß die Überdeckungszeit beider Öffnungen kleiner
als die Hineinfallzeit ist. Das Material kann nicht in die Kammer fallen.
Auf Grund dieser Systemgrenzen kann nur ein kleiner Verstellbereich des
Materialstromes erreicht werden.
Dieser Verstellbereich ist in der Praxis durch die, im weiten Bereich
auseinanderliegenden Volumenbereiche, vollzublasenden Hohlräume nicht
ausreichend. Entwender dauert das Verfüllen großer Hohlräume zu lange oder es tritt
zuviel Trägerluft an der Einblasstelle aus, eine spätere Materialsetzung begünstigt wird.
Demzufolge kann eine Maschine entweder nur für einen niedrigeren, mittleren oder
höheren Leistungsbereich ausgelegt bzw. verwendet werden.
Um eine spätere Setzung des eingeblasenen Materials auszuschließen, muß je nach
Materialart eine entsprechende homogene setzungsfreie Materialdichte erzeugt
werden. Setzt sich das eingeblasene Material, entstehen Hohlräume in der
Isolierschicht. Entstehen mehrere solcher Wärmebrücken in einer Isolierschicht, so ist
diese unbrauchbar. Die Isolierschicht muß entfernt und eine neue Schicht muß
eingeblasen werden.
Ungenügende, nicht setzungsfreie Einblasdichten innerhalb der Isolierschicht werden
hervorgerufen durch:
- - das Aufwirbeln bereits erzeugter Schichten aufgrund zu geringer Material- und zu großer Trägerluftförderung. Bedingt durch die Brücken, bzw. Höhlenbildung des aufbereiteten Materials über der Füllkammer der Zellradschleuse und der nicht ausreichenden Leistungsanpassung, Träger- und Materialvolumenstrom, an das Volumen des zu füllenden Hohlraumes.
- - inhomogen aufbereitetes Material, bedingt durch das zufallsbedingte Zerschlagen des Materials der Rührbewegungen.
Mit dem vorher beschriebenen Verfahren ist ein Aufbereiten und Verblasen von bereits
verwandtes, zur Wiederverwendung bestimmtes oder durch Feuchtigkeit verklumptes
Material nicht möglich.
Verklumptes Material wird aufgrund des Zufallprinzips nicht immer zerschlagen bevor
dieses in die Füllkammer der Zellradschleuse fällt. Verstopfungen im Förderschlauch
und eine ungleichmäßige Verfülldichte sind das Ergebnis.
Das Verarbeiten, insbesondere von Zellulose- und Baumwollflocken, aus einem
Großsilo heraus ist aufgrund der dargestellten Probleme bei der Aufbereitung und der
Zellradkammerfüllung nicht durchführbar.
Die Erfindung umfaßt das neue Verfahren und die Ausbildungen der Maschine und
des Silo nach den Ansprüchen 1 bis 20.
Gewerbliche Anwendung findet die Erfindung im Baugewerbe zur Erzeugung von
wärme- und schallisolierenden Schichten.
Der Einschüttbehälter hat nicht mehr die Funktion der Aufbereitung. In ihm wird das
Material bevorratet und gesammelt. Die Materialsammlung erfolgt durch
Umwälzbewegungen mit sehr geringer Relativbewegung innerhalb des Materials.
Dadurch wird die Brückenbildung verhindert, bzw. eine evtl. geringe Brückenbildung
führt zu keiner Unterbrechung des Verarbeitungsprozesses. Die Verarbeitungskosten
werden gesenkt. Die Anregung zum sicherheitswidrigen Verhalten der
Brückenauflösung ist nicht gegeben, Unfälle bzw. Kosten für Ausfallzeiten und
Kapazitätsersatz werden vermieden.
Durch die geringe Relativbewegung innerhalb des Materials, insbesondere
Zelluloseflocken, wird die Staubentwicklung bzw. die Staubemission der Maschine
gegenüber dem Stand der Technik erheblich verringert: Die Exposition durch Staub ist
für die Beschickungsperson geringer, evtl. arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren
werden verringert.
Eine weitere vorteilhafte Wirkung der geringen Relativbewegung innerhalb des
Materials, insbesondere bei Zelluloseflocken, ist die nicht eintretende Entmischung von
Bor und Trägermaterial. Der Schutz der erzeugten Schicht gegen Insekten, Nagetiere
und Pilze ist in der gesamten Schicht vorhanden. Regreßansprüche mit den
einhergehenden Kosten werden vermieden.
Im Gegensatz zum bisherigen Stand der Technik erfolgt das Aufbereiten direkt vor
dem Mischen des aufbereiteten Materials mit der Trägerluft. Des weiteren wird durch
die veränderbare Schneckendrehzahl und der Vorverdichtung zum Materialstrang das
Material definiert der Aufbereitung zugeführt.
Dadurch wird ein kontinuierlicher homogener Förderstrom erzeugt, welcher in einem
breiten Leistungsbereich zu Verfügung steht und das Erzeugen einer homogenen
setzungsfreien Materialdichte gewährleistet ist. Wärmebrücken innerhalb der
Isolierschicht treten nicht auf. Regreßansprüche mit den einhergehenden Kosten
werden vermieden.
Eine Verarbeitung aus Großsilos ist durchführbar, wodurch auf den Einsatz der
Beschickungsperson verzichtet werden kann. Die Verarbeitungskosten können
deutlich gesenkt werden.
Ab dem Jahr 2003 müssen alle Dämmstoffe entsorgbar sein, eine Deponierung ist
nicht zugelassen. Durch das Zumischen von Aluminiumhydroxid wird der Brandschutz
erreicht und ein Verbrennen in einer Müllverbrennungsanlage ist somit nicht mehr
gegeben. Mit der Erfindung ist durch eine erneute Aufbereitung und ein setzungsfreies,
homogenes Verblasen das Material problemlos wiederverwendbar.
Weiterbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den
Ansprüchen, der weiteren Beschreibung und der Zeichnungen, anhand der das
Verfahren und die Maschine erläutert werden.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen
Maschine in der Draufsicht,
Fig. 2 eine schematische Darstellung von Zuführer und
Sammelschnecke in der Seitenansicht,
Fig. 3 Darstellung der Aufbereitungskammer und dem Verhältnis
Schneidrad- zu Verdichtungsstreckendurchmesser bei Einsatz
eines Anlauf- und Dichtelementes,
Fig. 4 Darstellung eines als Anlauf- und Dichtelement ausgebildetes
Mischrad,
Fig. 5 Darstellung der Funktionsweise des Anlauf- und Dichtelementes
bei der Verarbeitung von faserigem Material in der Seitenansicht,
Fig. 6 Darstellung der Funktionsweise des Anlauf- und Dichtelementes
bei der Verarbeitung von körnigem Material in der Seitenansicht,
Fig. 7 eine schematische Darstellung eines Großsilos für faserige
Materialien.
Fig. 1 bis 4 zeigen eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Maschine
10. Die Maschine umfaßt einen Einschütt- und Bevorratungsbehälter 11, in dem das
zu verarbeitende Material aus Säcken hineingeschüttet wird.
Der Boden des Einschütt- und Bevorratungsbehälters 11 ist je nach
Fassungsvermögen entweder ganz oder überwiegend als Trogschnecke 13
(Sammelschnecke) ausgebildet. Um die Maschinenlänge oder -höhe bei größeren
Fassungsvermögen nicht zu groß werden zu lassen, ist der Boden längs der
Sammelschnecke 13 als Schräge 31 auszuführen. Bei dieser Ausführung ist dann
über der Schräge ein Zuführer 12 anzuordnen. Die Zuführerachse verläuft in gleicher
Richtung wie die Achse der Sammelschnecke. Der Zuführer kann als Schaufelrad mit
Schaufeln aus Bürsten oder elastischem Material wie Gummiplatten ausgebildet sein.
Als Antrieb für den Zuführer ist eine Leistungsabnahme mittels Kette oder Riemen von
der Sammelschnecke denkbar. Ferner kann der Antrieb über zwei getrennte Motoren
erfolgen. Die Drehzahl des Zuführers liegt unter der Drehzahl der Sammelschnecke.
Die Drehzahl der Schnecke ist mittels eines Frequenzumrichters stufenlos
variabel. Dadurch ist der Förderstrom des Materials steuerbar. Die Drehzahleinstellung
erfolgt über eine Fernbedienung an der Einblasstelle.
An einer Seite des Einschütt- und Bevorratungsbehälters 11 führt die Schnecke 13 aus
dem Behälter heraus. Außerhalb des Behälters ist die Schnecke als Rohrschnecke
ausgebildet.
Die Schneckenwendel ragt mindestens um das Steigungsmaß in das Schneckenrohr
hinein und bildet die Verdichtungsstrecke 14, an deren Ende sich ein Anlauf- und
Dichtelement 15 befindet. Das Anlauf- und Dichtelement 15 kann als elastisches sich
öffnendes Hosenelement aus Gummi, oder als Bürstenring ausgeführt sein.
Hinter dem Anlauf- und Dichtelement 15 bildet eine Rohrstrecke zusammen mit der
Schneckenseele die Stabilisierungsstrecke 22. Gleich nach der Stabilisierungsstrecke
22 ist die Aufbereitungskammer 16 angeordnet. Die Aufbereitungskammer 16 besteht
aus einem äußeren Rohrmantel 32, dem inneren Formmantel 33 und dem Mischrad
17.
Das Mischrad 17 ist als Flügelrad ausgebildet, wobei die zur Stabilisierungsstrecke 22
hin zeigenden axialen Flügelkanten als Schneidkanten ausgebildet sind. Die
Schneidkanten 21 haben zum Ende der Stabilisierungsstrecke einen Abstand 20 von
0,5 mm bis 5 mm.
Der Durchmesser des Mischrades 17 ist größer als der
Stabilisierungsstreckendurchmesser 23 auszuführen. Denkbar ist auch, daß beide
Durchmesser gleich groß sind.
Innerhalb der Flügelbreite ist ein Prallblech 27 angeordnet. Der entstehende
Hüllzylinder, mit Durchmesser des Prallbleches 27, innerhalb der Mischradflügel ist die
Wirbelkammer 29.
Im oberen Bereich ist die Austrittsöffnung 19 für den Förderstrom 30 angeordnet. Im
Anschluß an das Austrittsrohr befindet sich der Förderschlauch 24, welcher bis zur
Einblasstelle reicht. Die Drehrichtung 45 des Mischrades 17 zeigt in Richtung der
Austrittsöffnung 19 und dessen Drehzahl ist konstant.
Die Ausbildung des inneren Formmantels 33 verläuft von unteren Punkt 40 der
Austrittsöffnung 19 bis zum unteren Kammerpunkt 41 mit einem geringen Abstand
parallel zur Rotationshüllfläche des Mischrades 17. Vom unteren Kammerpunkt 41 bis
zum oberen Punkt 42 der Austrittsöffnung 19 nimmt der Abstand zur
Rotationshüllfläche zu. Die Form einer Spirale scheint dafür denkbar zu sein.
Innerhalb des Prallblechdurchmessers und dem Bereich des parallel zur
Rotationshüllfläche des Mischrades 17 verlaufenden inneren Formmantels 33 ist die
Trägerlufteintrittsöffnung 18 angeordnet.
Die Drehzahl des Gebläses ist mittels eines Frequenzumrichters stufenlos zu variabel.
Dadurch ist der Volumenstrom der Trägerluft 34 steuerbar. Die Drehzahleinstellung
erfolgt über eine Fernbedienung an der Einblasstelle.
Denkbar ist, daß die Trägerluft 34 mit einem Seitenkanalgebläse erzeugt wird und vor
der Trägerlufteinblasöffnung 18 angeordnet ist.
In der Verbindung zwischen dem Seitenkanalgebläse und der Trägerlufteinblasöffnung
ist ein Schnellentlüftungsventil 26 angeordnet, welches über eine elektromagnetische
Betätigung gesteuert sein kann. Denkbar ist auch, daß das Schnellentlüftungsventil 26
auch innerhalb des Förderschlauches 24 angeordnet ist.
Mit einer Druckmeßeinheit 25, der Drehzahlsteuerung der Schnecke und der
verbundenen Steuerungseinheit kann durch Vergleich des Druckwertes mit einem
Sollwert die Drehzahl der Schnecke, der Materialstrom, geregelt werden.
Ferner ist auch denkbar, daß nach Fig. 4 das Mischrad als axialverschiebbares
Dicht- und Anlaufelement ausgebildet ist. Die Grundplatte 60 des Mischrades 65 das
Austrittsende der Rohrstrecke 70, welche gleichzeitig die Funktionen der
Stabilisierungs- und Verdichtungsstrecke übernimmt, mit der umlaufenden Dichtkante
61 verschließt. Auf der Grundplatte die Mischradflügel angeordnet sind und an dessen
stirnseitlichen Kanten sich breite angewinkelte Schneidkanten 68 befinden. Durch die
angewinkelte Anordnung ist jeweils eine Freifläche, die Stützfläche 62 vorhanden. Das
Mischrad 65 läßt sich gegen eine Feder 64, welche sich am Gehäuse abstützt, bis kurz
vor dem feststehenden Prallblech 71 verschieben. An den Luftaustrittsflächen des
Prallbleches 71 sind die Leitbleche 63 fest angeordnet. Innerhalb des Prallbleches und
der umschließenden Leitbleche bildet sich die Wirbelkammer 72. An der Schiebewelle
69 ist ein Schaltnocken 66 angeordnet, welcher in der zurückgeschobenen
Mischradstellung den Schalter 67 für die Mischraddrehbewegung und die Freigabe der
Trägerluft betätigt.
Anhand von Fig. 1 bis 6 soll nun das erfindungsgemäße Verfahren näher erläutert
werden.
Das Material soll in Hohlräume oder als Bodenschichten mit einer notwendigen
setzungsfreien Dichte eingeblasen werden.
Vor Beginn des Einblasvorganges wird der Förderschlauch 24 an den
Förderstromaustritt 19 der Maschine 10 gekoppelt und bis zur Einblasstelle verlegt.
Ebenso wird die Fernbedienung angeschlossen und bis zur Einblasstelle verlegt.
Neben der Maschine lagert das in Säcken angelieferte zu verarbeitende Material.
Das Einschütten des Sackmaterials wird von einer Beschickungsperson an der
Maschine 10 ausgeführt. Diese Person achtet darauf, daß immer genügend Material
im Einschütt- und Bevorratungsbehälter 11 vorhanden ist.
Am Ende des Förderschlauches 24 führt eine Einblasperson die Schlauchführung und
mittels Fernbedienung das Ein- und Ausschalten des Förderstromes 30, das Einstellen
des Trägerluftvolumenstromes 34 und des Materialvolumenstromes 48 aus.
Durch Einschalten des Hauptschalters und des Betriebsartenschalters werden nun die
notwendigen Maschinenfunktionen durch die Einblasperson mittels der Fernbedienung
gesteuert.
Mit Einschalten der Maschinenfunktion "Förderstrom ein" setzen das Trägerluftgebläse,
die Mischrad- und die Schneckenbewegung ein.
Das zu verarbeitende Material im Einschütt- und Bevorratungsbehälter 11 wird durch
die Drehbewegung der Sammelschnecke 13 umgewälzt, gesammelt und aus dem
Einschütt- und Bevorratungsbehälter 11 herausgefördert. Bei Großvolumigen
Behältern wird das Material teilweise durch den Zuführer 12 umgewälzt und in den
Bereich der Sammelschnecke 13 gefördert.
Die Schneckenwendel innerhalb der Verdichtungsstrecke 14 fördert das Material
weiter bis zum Anlauf- und Dichtelement 15. Am Anlauf- und Dichtelement 15 staut
sich das Material und verdichtet sich bis zum Widerstandswert des Anlauf- und
Dichtelementes 15.
Dadurch, daß die Schneckenwendel innerhalb der Verdichtungsstrecke 14 mindestens
die Länge der Schneckensteigung hat, kann das Material nicht durch die
Verdichtungsstrecke 14 zurück in den Einschütt- und Bevorratungsbehälter 11
gedrückt werden.
Mit dem Überwinden des Widerstandswertes des Anlauf- und Dichtelementes 15
schiebt sich ein entsprechend verdichteter Materialstrang in die Stabilisierungsstrecke
22. Über den Reibwiderstand der Rohrinnenfläche fällt der Materialstrang nicht
auseinander und behält so seine Dichte.
Im Anschluß an der Stabilisierungsstrecke schiebt der Materialstrang in die
Aufbereitungskammer 16 hinein und wird dort gegen die Schneidkanten 21 des
Mischrades 17 gedrückt. Da die Dichte des Materialstranges so groß ist, daß sich ein
ausreichender Widerstand gegenüber den Schneidkanten 21 ergibt, ist ein definiertes
Auseinanderreißen des Materials, das definierte Aufbereiten, durchführbar.
Bevor sich ein Materialstrang gebildet hat, verhindert das Anlauf- und
Dichtelement 15 das Durchströmen der Trägerluft 34 in den Einschütt- und
Bevorratungsbehälter 11.
Durch diese Abdichtung wird das Aufwirbeln von Material, insbesondere von faserigen
Material, im Einschütt- und Bevorratungsbehälter verhindert.
Ferner kommt es durch die geringen Relativbewegungen innerhalb des Materials
während der Umwälz- und Zuführbewegungen im Einschütt- und Bevorratungsbehälter
11 ebenfalls nur zu einer geringen Staubentwicklung. Eine Emission durch
aufwirbelnden Staub ist nur im sehr geringen Maße vorhanden.
Öffnet sich das Anlauf- und Dichtelement 15 durch den Materialstrang wird durch
diesem selber das Abdichten gegenüber der Trägerluft übernommen. Fig. 5 zeigt
diesen Vorgang bei faserigen Materialien.
In Fig. 6 ist zu ersehen, daß bei körnigen Materialien 49 kein Materialstrang erzeugt
wird. Eine vollkommene Dichtung kann durch die Schüttzwischenräume nicht erreicht
werden, welches bei körnigem Material aber auch nicht zu einer Staubentwicklung
führen kann. Die Abdichtung ist jedoch so ausreichend, daß kein nennenswerter
Verlust der Trägerluft für die Materialförderung auftritt.
Die abgelösten Materialteilchen des Materialstranges bei faserigen Materialien bzw. die
eintretenden Körner bei körnigen Materialien, werden durch die Flügel des Mischrades
17 mitgenommen und durch die Fliehkraft zum Außenrand der Aufbereitungskammer
16 getragen.
Gleichzeitig tritt die Trägerluft 34 stirnseitig in die Aufbereitungskammer 16 ein, trifft auf
das Prallblech 27 des Mischrades 17 und baut in der Wirbelkammer 29 ein Überdruck
auf. Da sich die Luft im Bereich 28 durch den eng umschließenden inneren
Formmantel 33 nicht ausdehnen kann, drückt diese in Richtung Kammeraustritt 19.
Innerhalb der Flügelkammern des Mischrades 17 mischt sich die Trägerluft 34 mit dem
Material zum Förderstrom 30 und wird durch den Luftüberdruck, unterstützt durch die
Drehrichtung des Mischrades, aus dem Kammeraustritt 19 gefördert.
Dieser Förderstrom durchfließt den Förderschlauch 24 bis in den zu füllenden
Hohlraum.
Mittels der Fernbedienung hat die Einblasperson die Möglichkeiten zum einen den
Volumenstrom der Trägerluft durch Drehzahländerung des Gebläses und zum
anderen den Materialstrom durch Drehzahländerung der Schnecke der
Hohlraumgröße anzupassen und voreinzustellen.
Ferner kann durch eine Druckmeßeinheit 25, welche über eine Steuereinheit mit der
Drehzahlsteuerung der Schnecke verbunden ist, beim Überschreiten des festgelegten
Grenzwertes innerhalb der Aufbereitungskammer 16 der Materialstrom verringert
werden. Bei Unterschreitung des Grenzwertes wird die Drehzahl der Schnecke wieder
auf den vorher, mittels Fernbedienung, eingestellten Wert hochgefahren. Dadurch wird
der Materialstrom entsprechend des Druckes der Aufbereitungskammer 16 geregelt
und ein Verstopfen des Förderschlauches 24 verhindert.
Mit Ausschalten der Maschinenfunktion "Förderstrom ein" werden das
Trägerluftgebläse, die Mischrad- und die Schneckenbewegung abgeschaltet. Kurz
danach öffnet sich das Schnellentlüftungsventil 26 und entspannt die im
Förderschlauch 24 vorhandene Druckenergie. Ein Nachblasen an der Einblasstelle
wird unterbunden, eine Staubbelastung für die Einblasperson vermieden.
Anhand der Fig. 4 soll ein alternatives Teilverfahren für die Trägerluftabdichtung und
die Aufbereitung dargestellt werden.
Dabei ist das Mischrad 65 als Dicht- und Anlaufelement ausgebildet, wobei sich eine
Ringdichtfläche 61 am äußeren Rand des Grundbleches 60 befindet. Nach dem
Einschalten der Maschine befindet sich das Mischrad 65 vor dem Austrittsende der
Rohrstrecke 70, welche die Funktionen der Stabilisierungs- und Verdichtungsstrecke
übernimmt, und dichtet die Trägerluft zum Einschütt- und Bevorratungsbehälter 11 ab.
Die Schneidradflügel ragen in die Rohrstrecke 70 hinein. Mit Einschalten der
Maschinenfunktion "Förderstrom ein" wird das Material 48 durch die
Schneckenbewegung in die Rohrstrecke 70 bis zum Mischrad 65 geschoben. Das
anlaufende Material 48 verdichtet sich vor und teilweise zwischen den Mischradflügeln.
Das weiterhin nachschiebende Material 48 erhöht den Druck an dem Mischrad 65 und
schiebt ab dem Überwinden der Federkraft der Feder 64 das Mischrad in Richtung
feststehendem Prallblech 71. Bis zum Überwinden der Federkraft hat sich das Material
48 bereits zum Materialstrang verdichtet, welcher jetzt die Abdichtung der Trägerluft
zum Einschütt- und Bevorratungsbehälter 11 übernimmt. Ist das Mischrad 65 bis in
den letzten Bereich vor der Endstellung geschoben, betätigt ein Schaltnocken 66 den
Freigabeschalter 67 und die Mischraddrehbewegung sowie die Trägerluft setzt ein,
welche in die Wirbelkammer 72 einströmt.
Mit dem Einsetzen der Mischraddrehbewegung wird das sich zwischen den
Schneidflügeln befindliche Material zum äußeren Rand der Schneidkammer 16
geschleudert und aus dieser mit der Trägerluft gefördert. Durch die breiten
Freiflächen der Schneiden, den Stützflächen 62, stützt sich das Mischrad 65 am
Materialstrang ab, ein Hineinreißen der Schneidkanten 68 in den Materialstrang wird
vermieden und ein definiertes Auseinanderreißen des Materials mit einer
Spandickenbegrenzung ist durchführbar. Die abgelösten Materialteilchen des
Materialstranges werden durch die Flügel des
Mischrades 65 mitgenommen und durch die Fliehkraft zum Außenrand der
Aufbereitungskammer 16 getragen, mit der Trägerluft gemischt und zum füllenden
Hohlraum gefördert.
Mit Ausschalten der Maschinenfunktion "Förderstrom ein" wird die
Schneckenbewegung, die Mischraddrehbewegung und die Trägerluft ausgeschaltet.
Ist dabei ein ausreichender Materialstrang vorhanden, dient dieser als
Dichtelement und die Stützflächen 62 der Schneiden legen sich auf der Stirnfläche des
Materialstranges ab.
Ist dabei kein ausreichender Materialstrang vorhanden, drückt die Federkraft der Feder
64 das Mischrad 65 vor die Austrittsöffnung der Rohrstrecke 70 und dichtet diese ab.
Fig. 7 zeigt eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Großsilo 50 für
faserige Materialien.
Der Boden des Silo 50 ist als Trogschnecke 51 (Sammelschnecke), welche sich über
die gesamte Bodenlänge erstreckt, ausgebildet. Je nach Fassungsvermögen ist der
Boden links und oder rechts längs der Sammelschnecke als Schräge 57 ausgeführt.
Über der Schräge ist jeweils ein Zuführer 52 angeordnet. Jede Zuführerachse verläuft
in gleicher Richtung wie die der Sammelschnecke. Der Zuführer 52 kann als
Schaufelrad mit Schaufeln aus Bürsten oder elastischem Material wie Gummiplatten
ausgebildet sein.
Als Antrieb für den Zuführer 62 ist eine Leistungsabnahme mittels Kette oder Riemen
von der Sammelschnecke denkbar. Ferner kann der Antrieb über zwei getrennte
Motoren erfolgen. Die Drehzahl des Zuführers liegt unter der Drehzahl der
Sammelschnecke.
Zur Unterstützung der Materialumwälzbewegung, insbesondere bei faserigen
Materialien, innerhalb des Silo ist an mindestens einer Seitenwand ein Mitnehmer 53
angeordnet. Denkbar ist, daß der Mitnehmer durch einen Hydraulikzylinder 54 vom
oberen zum unteren Silobereich verfahrbar ist. Über ein mit der Druckleitung des
Zylinders 54 verbundenem Überdruckventil 55 läßt sich der Mitnehmer 53 in der
Abwärtsbewegung kraftgesteuert verfahren. Nimmt die Kraft am Mitnehmer zu, öffnet
sich das Überdruckventil 55, das Öl fließt zum Tank zurück und der Mitnehmer verharrt
in seiner Bewegung. Verringert sich die Kraft am Mitnehmer, schließt das
Überdruckventil und der Mitnehmer 53 verfährt in Richtung Siloboden bis die Kraft am
Mitnehmer wieder ansteigt oder der Endanschlag erreicht ist.
In Verbindung mit dem unter Fig. 1 bis 6 erläuterten erfindungsgemäßen Verfahren ist
eine störungsfreie Einmannbedienung realisierbar.
Claims (20)
1. Verfahren und Maschine zum Aufbereiten und Verblasen von körnigen und faserigen
Materialien, insbesondere für das Erzeugen von temperatur- und schallisolierenden
Schichten,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Beschickungsperson das Material aus Säcken in einen Einschütt- und
Bevorratungsbehälter füllt, sich am Boden des Behälters eine Förderschnecke
befindet durch die das Material gesammelt und im weiteren Verlauf sich zu einem
Materialstrang verdichtet, welcher durch die Schneidkanten des Mischrades
zerrissen, aufbereitet und in der Aufbereitungskammer sich mit der Trägerluft zum
Förderstrom vermischt, der durch einen Förderschlauch zur Stelle der zu
erzeugenden Schicht transportiert und dort von einer weiteren Person verblasen
wird.
2. Maschine nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet,
daß sich die durch die Seitenwände umgrenzende Öffnung des Einschütt- und
Bevorratungsbehälters ab der Einschüttkante bis zum Boden hin gleich groß bleibt
oder vergrößert, dann ein sich nach unten öffnender Trichter bildet und in beiden
Fällen der Boden des Einschütt- und Bevorratungsbehälters ganz oder zum Teil als
Trogschnecke ausgebildet ist.
3. Maschine nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet,
daß das Material im Einschütt- und Bevorratungsbehälter mittels einem Zuführer der
Schnecke teilweise zugeführt wird, der Zuführer als eine oder mehrere radial
angeordnete Schaufeln aus Bürsten oder elastischem Material um eine drehende
Achse in gleicher Richtung zur Schneckenachse ausgeführt ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet,
daß durch die langsamen Bewegungen der Schnecke und des Zuführers es zu einer
Umwälzbewegung des Materials mit fast keiner Relativbewegung innerhalb des
Materials kommt, es aufgrund dessen nur eine geringe Entmischung von Material,
insbesondere bei Zelluloseflocken, und Borsalz im Einschütt- und
Bevorratungsbehälter auftritt und eine Staubemission unterhalb des Grenzwertes von
6 mg/m3 für Feinstaub für die Beschickungsperson erreicht wird,
5. Maschine nach Anspruch 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet,
daß die Sammelschnecke im weiteren Verlauf als Rohrschnecke ausgebildet ist und
die Schneckenwendel mindestens um das Steigungsmaß in das Schneckenrohr
hineinragt, die Verdichtungsstrecke bildet, an deren Ende sich ein Anlauf- und
Dichtelement befindet, welches bei nicht gefüllter Verdichtungsstrecke die Trägerluft
aus der Aufbereitungskammer am Einströmen in den Einschütt- und
Bevorratungsbehälter hindert und dadurch ein Aufwirbeln des Materials,
insbesondere bei Zelluloseflocken, im Einschütt- und Bevorratungsbehälter
vermieden wird, sich beim Füllvorgang der Verdichtungsstrecke durch die
Sammelschnecke der Widerstand des Anlauf- und Dichtelementes durch das
nachschiebende Material überwunden wird, das Element sich öffnet und der
Materialstrang sich in die Stabilisierungsstrecke schiebt, insbesondere bei faserigem
Material sich das Anlauf- und Dichtelement vom Kreismittelpunkt her öffnet und der
entstehende Materialstrang das Abdichten der Trägerluft zum Einschütt- und
Bevorratungsbehälter übernimmt und insbesondere bei körnigem Material sich das
Anlauf- und Dichtelement in der unteren Kreishälfte vom Kreismittelpunkt her öffnet,
das Material die untere Kreishälfte und das Anlauf- und Dichtelement die obere
Kreishälfte das Abdichten der Trägerluft zum Einschütt- und Bevorratungsbehälter
übernimmt.
6. Maschine nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet,
daß das Anlauf- und Dichtelement als elastisches sich öffnendes Hosenelement,
oder als Bürstenring, oder als ringflächig sich überlappende elastischen
Flächenelementen, oder als eine vom Kreismittelpunkt her geschlitzte
Gummischeibe, oder mehrere um einen Abstand hintereinander versetzt
angeordnete geschlitzte Gummischeiben, oder als zum Kreismittelpunkt sich
verjüngendes gefaltetes elastisches Rohrstück ausgebildet ist, wobei die Falten von
außen mit einem elastischen Band zum Schließen des Rohrendes versehen sind und
im zusammengefalteten Zustand den Kreisring verschlossen halten.
7. Maschine und Verfahren nach Anspruch 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Schneckenseele vom Ende der Schneckenwendel bis kurz vor der
Schneidkantenebene erstreckt und sich hinter dem Anlauf- und Dichtelement eine
Stabilisierungsstrecke, welche durch den Reibwiderstand der
Schneckenrohrinnenfläche das Auseinanderfallen des Materials, insbesondere bei
faserigen Stoffen, verhindert und die erforderliche Dichte aufrechterhält, sich ein
Materialwiderstand gegenüber die Schneidkanten des Mischrades aufbaut,
welcher erst erlaubt, daß das Material durch Auseinanderreißen aufbereitet wird und
der Durchmesser der Stabilisierungsstrecke durch Einsteckelemente verkleinert
werden kann.
8. Maschine nach Anspruch 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet,
daß sich im Anschluß der Stabilisierungsstrecke die Aufbereitungskammer
anschließt, welche als Gehäuse für das Mischrad dient, ein innerer Formmantel sich
vom unteren Punkt der Austrittsöffnung bis zum unteren Kammerpunkt mit einem
geringen Abstand parallel zur Rotationshüllfläche des Mischrades und vom unteren
Kammerpunkt bis zum oberen Punkt der Austrittsöffnung mit zunehmenden Abstand
zur Rotationshüllfläche erstreckt, die Eintrittsstelle der Trägerluft im Bereich des
parallel zur Mischradrotationshüllfläche stehenden inneren Formmantel liegt und die
Trägerluft schräg in die Wirbelkammer eingeblasen wird, der Materialstrang der
eingeschoben wird im Durchmesser kleiner oder gleich groß dem Durchmesser des
Mischrades ist und der Förderstrom austritt.
9. Maschine nach einem oder mehrere Ansprüche 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand zwischen der Austrittsfläche des Materialstranges und der
Rotationsfläche der Schneidkanten zwischen 0,5 mm und 5 mm groß ist und das
Mischrad mehrflüglig ausgebildet und innerhalb der Flügel breite ein Prallblech zum
Verwirbeln der Trägerluft angeordnet ist.
10. Maschine nach einem oder mehrere Ansprüche 1 bis 9 dadurch gekennzeichnet,
daß die Material- und Trägerluftvolumenströme unabhängig voneinander verstellbar
sind und in der Betriebsart "automatisch" die Funktion Materialstrom "ein/aus" und
die Verstellung der Material- und Trägerluftvolumenströme mit einer Fernsteuerung,
welche durch den Bediender am Schlauchaustritt bedient wird, erfolgt.
11. Maschine und Verfahren nach Anspruch 1 bis 10 dadurch gekennzeichnet,
daß das durch die Schneidkanten aufbereitete Material aufgrund der Drehbewegung
der Mischradflügel zum Außendurchmesser des Mischrades hin schleudert, auf dem
Weg dorthin mit der Trägerluft, die zuvor durch das Prallblech verwirbelt wurde,
vermischt, es in den Flügelkammern, die im Bereich des parallelen Abstandes des
inneren Formmantels zum Mischrad befinden, durch den gleichbleibenden Spalt zur
Hüllfläche des Mischrades sich eine Druckerhöhung gegenüber dem sich vom
unteren bis zum oberen Kammerpunkt hin spiralförmig aufweitendem Bereich
einstellt, wodurch das Material samt Trägerluft als Förderstrom aus der
Aufbereitungskammer austritt.
12. Verfahren und Maschine nach Anspruch 1 bis 11 dadurch gekennzeichnet,
daß anstelle eines Dicht- und Anlaufelementes vor der Stabilisierungsstrecke das
Mischrad als axialverschiebbares und federbelastetes Dicht- und Anlaufelement so
ausgebildet ist, daß die Grundplatte des Mischrades, auf der die Schneidflügel
angeordnet sind, mit der über den Schneidflügeln stehenden Ringfläche das
Austrittsende der Rohrstrecke, welche gleichzeitig Stabilisierungs- und
Verdichtungsstrecke ist, verschließt, dabei die Schneidflügel mit ihrer vollen Breite in
die Rohrstrecke ragen, die breiten Freiflächen der Schneidkanten als Stützflächen für
das Mischrad zum anlaufenden Material dienen, das anlaufende Material sich vor und
teilweise zwischen den Mischradflügeln verdichtet, der Widerstand der Feder, die das
Mischrad in Richtung Austrittsöffnung der Rohrstrecke drückt, durch das
nachschiebende Material überwunden und das Mischrad bis zum Anschlag der
Linearbewegung schiebt, dort über einen durch einen auflaufenden Nocken
betätigten Schalter die Mischraddrehbewegung und die Trägerluft frei- bzw.
einschaltet, das Material zwischen den Mischradflügeln durch die Fliehkraft der
Drehbewegung und der Trägerluft aus der Aufbereitungskammer gefördert wird,
anschließend das nachschiebende Material als Materialstrang durch die
Schneidkanten aufbereitet wird, sich mit der zuvor durch das Prallblech verwirbelte
und über Leitblechen geführten Trägerluft vermischt, der entstandene Materialstrang
die Trägerluft zum Einschütt- und Bevorratungsbehälter abdichtet, bei nicht
nachschiebenden Material sich der Materialstrang auflöst, die Feder das Mischrad in
Richtung Stabilisierungsstrecke schiebt, in der Bewegung die
Mischraddrehbewegung abschaltet und am Ende der Schiebebewegung die Öffnung
der Rohrstrecke abdichtet.
13. Maschine und Verfahren nach Anspruch 1 bis 12 dadurch gekennzeichnet,
daß die Trägerluft in die Aufbereitungskammer hineingedrückt und oder an der
gleichen Eintrittsstelle, durch eine Saugdüse im Austritt der Aufbereitungskammer,
ganz oder teilweise angesaugt wird.
14. Maschine und Verfahren nach Anspruch 1 bis 13 dadurch gekennzeichnet,
daß sich in der Aufbereitungskammer oder im Austritt ein Druckaufnehmer befindet,
welcher ab einem Grenzwert der Druckerhöhung innerhalb der Kammer über eine
Drehzahlsteuerung die Drehzahl der Sammelschnecke verringert, sogleich den
Materialvolumenstrom zur Aufbereitungskammer verkleinert, welches ein Verstopfen
des Schlauches und oder der Aufbereitungskammer verhindert und bei
anschließender Grenzwertunterschreitung die Schneckendrehzahl sich auf den
voreingestellten Wert erhöht.
15. Maschine nach Anspruch 1 bis 14 dadurch gekennzeichnet,
daß kurz vor der Einblasstelle der Trägerluft sich ein Schnellentlüftungsventil befindet,
welches beim Abschalten des Förderstromes öffnet, sich dadurch die Energie der
Luftsäule im Schlauch entspannt und ein Nachblasen des Förderstromes am
Schlauchaustrift weitgehend vermieden wird.
16. Verfahren nach 1 bis 15 dadurch gekennzeichnet,
daß durch Feuchtigkeit verklumptes oder bereits verwandtes, zur Wiederverwendung
bestimmtes Material, nach der Aufbereitung den Eigenschaften von Neumaterial
besitzt und ein Verblasen mit homogener, setzungsfreier Dichte durchführbar ist.
17. Maschine und Verfahren zum Aufbereiten und Verblasen von körnigen und
faserigen Materialien, insbesondere für das Erzeugen von temperatur- und
schallisolierenden Schichten,
dadurch gekennzeichnet,
daß direkt aus einem großvolumigen Bevorratungssilo mit einer Förderschnecke das
Material gesammelt, im weiteren Verlauf dieses zu einem Materialstrang verdichtet
wird, welcher durch die Schneidkanten des Mischrades zerrissen, aufbereitet und in
der Aufbereitungskammer sich mit der Trägerluft zum Förderstrom vermischt, der
durch einen Förderschlauch zur Stelle der zu erzeugenden Schicht transportiert und
dort von einer Person verblasen wird.
18. Maschine und Verfahren nach Anspruch 17 dadurch gekennzeichnet,
daß der Siloboden ganz oder zum Teil als Trogschnecke ausgebildet ist, sich rechts
und links neben der Schnecke jeweils ein Zuführer befindet welche als eine oder
mehrere radial angeordnete Schaufeln aus Bürsten oder elastischem Material um
eine drehende Achse in gleicher Richtung zur Schneckenachse ausgeführt sind.
19. Maschine nach Anspruch 17 und 18 dadurch gekennzeichnet,
daß insbesondere bei faserigem Material bei mindestens einer Silowand an der
Innenseite ein oder mehrere horizontal angeordnete Mitnehmer derart beweglich
angeordnet sind, daß die Mitnehmer vom oberen- zum unteren Höhenbereich
verfahrbar sind, die Verfahrbewegung der Mitnehmer über ein Druckaufnehmer,
welcher den Widerstandsdruck des Materials an dem Mitnehmer mißt, gesteuert wird.
20. Verfahren nach Anspruch 17 bis 19 dadurch gekennzeichnet,
daß das im Silo befindliche Material durch die Abwärtsbewegung des Mitnehmers, zur
Silomitte bzw. zur gegenüberliegenden Silowand hin, durch die gewollte
materialspezifische Verfilzung in eine langsame Umwälzbewegung gezwungen, so
eine Brücken- oder Höhlenbildung innerhalb des Silos verhindert wird und die
Sammelschnecke bis zur Leerung mit Material umgeben ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997146531 DE19746531A1 (de) | 1997-10-22 | 1997-10-22 | Verfahren und Maschine zum Aufbereiten und Verblasen von faserigen und körnigen Materialien |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997146531 DE19746531A1 (de) | 1997-10-22 | 1997-10-22 | Verfahren und Maschine zum Aufbereiten und Verblasen von faserigen und körnigen Materialien |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19746531A1 true DE19746531A1 (de) | 1999-05-06 |
Family
ID=7846208
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997146531 Withdrawn DE19746531A1 (de) | 1997-10-22 | 1997-10-22 | Verfahren und Maschine zum Aufbereiten und Verblasen von faserigen und körnigen Materialien |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19746531A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102011050900B3 (de) * | 2011-06-07 | 2012-08-16 | GEKO Maschinenbau GmbH | Vorrichtung zum Einblasen von Dämmstoffen und eine hierfür bestimmte Aufflockeinheit |
| CN109941760A (zh) * | 2019-04-26 | 2019-06-28 | 赵瑞霞 | 生物质燃料气力输送装置 |
| CN116534594A (zh) * | 2023-06-20 | 2023-08-04 | 四川自立机械有限公司 | 一种多级螺旋供料器 |
| CN117068635A (zh) * | 2023-08-30 | 2023-11-17 | 靖安县宏发石料有限责任公司 | 一种采矿碎石安全输送装置及其输送方法 |
-
1997
- 1997-10-22 DE DE1997146531 patent/DE19746531A1/de not_active Withdrawn
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102011050900B3 (de) * | 2011-06-07 | 2012-08-16 | GEKO Maschinenbau GmbH | Vorrichtung zum Einblasen von Dämmstoffen und eine hierfür bestimmte Aufflockeinheit |
| EP2532807A2 (de) | 2011-06-07 | 2012-12-12 | GEKO Maschinenbau GmbH | Vorrichtung zum Einblasen von Dämmstoffen und eine hierfür bestimmte Aufflockeinheit |
| CN109941760A (zh) * | 2019-04-26 | 2019-06-28 | 赵瑞霞 | 生物质燃料气力输送装置 |
| CN116534594A (zh) * | 2023-06-20 | 2023-08-04 | 四川自立机械有限公司 | 一种多级螺旋供料器 |
| CN117068635A (zh) * | 2023-08-30 | 2023-11-17 | 靖安县宏发石料有限责任公司 | 一种采矿碎石安全输送装置及其输送方法 |
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Inventor name: MATTHIES, HEINRICH-JOERG, DIPL.-ING., 31319 SEHNDE, Inventor name: PFEIFFER, OLAF, DIPL.-ING., 30900 WEDEMARK, DE |
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| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: B65G 53/48 AFI20051017BHDE |
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