DE19746490A1 - Kraftstoffeinspritzanlage für eine Brennkraftmaschine - Google Patents
Kraftstoffeinspritzanlage für eine BrennkraftmaschineInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Kraftstoffeinspritzanlage
für eine Brennkraftmaschine nach der Gattung des Patentan
spruchs 1.
Derartige Kraftstoffeinspritzanlagen sind beispielsweise aus
der DE 43 37 048 C2 bekannt. Dabei ist einerseits eine Zwei
stoffdüse vorgesehen, die der geschichteten Einspritzung von
Kraftstoff und einer Zusatzflüssigkeit, beispielsweise Die
selkraftstoff und Wasser dient, um den Schadstoffausstoß der
Brennkraftmaschine zu vermindern und gegebenenfalls den Wir
kungsgrad zu erhöhen. Andererseits ist bei der bekannten
Einspritzanlage auch die sogenannte Common-Rail-Technik ver
wirklicht, bei der sämtliche die Brennkraftmaschine bedie
nenden Einspritzdüsen mit unter Hochdruck stehendem Kraft
stoff aus einem Common-Rail-Druckspeicher beschickt werden.
Nachteilig bei der bekannten Kraftstoffeinspritzanlage ist,
daß für jeden einzelnen Injektor zur Mengendosierung der Zu
satzflüssigkeit ein aufwendiges und relativ teures 3/2-Wege
ventil sowie für die Steuerung der Dieseleinspritzmenge ein
weiteres 3/2-Wegeventil benötigt wird. Zum Vorlagern der Zu
satzflüssigkeit wird dabei mit dem ersten 3/2-Wegeventil die
Kraftstoffzufuhr vom Common-Rail-Druckspeicher zur Ein
spritzdüse unterbrochen und gleichzeitig ein die Einspritz
düse umgebender Druckraum, in dem unter Hochdruck stehender
Kraftstoff gelagert ist, durch eine entsprechende Stellung
des ersten 3/2-Wegeventils zur Kraftstoff-Niederdruckseite
hin abgelassen. Durch den entstehenden Druckabfall im Druck
raum wird über eine entsprechende Leitung Zusatzflüssigkeit
in den Druckraum gefördert, die das entsprechende Kraft
stoffvolumen verdrängt. Anschließend wird das erste 3/2-We
geventil wieder in eine Stellung gebracht, die eine Verbin
dung zwischen dem Common-Rail-Druckspeicher und dem Druck
raum im Einspritzventil herstellt. Zur mengengenauen Dosie
rung der einzuspritzenden Kraftstoffmenge, die der vorgela
gerten Zusatzflüssigkeit bei dem durch die nächste Ventil
öffnung hervorgerufenen Einspritzstoß folgen soll, ist das
weitere 3/2-Wege-Magnetventil vorgesehen, welches die Rück
seite der Düsennadel, die von einer Feder in Schließstellung
gehalten wird, wahlweise entweder mit dem Common-Rail-Druck
speicher oder mit der Kraftstoff-Niederdruckseite verbindet
und dadurch zeitlich den Hub der Ventilnadel, das Öffnen und
Schließen des Ventils und damit die gewünschte Einspritzmen
ge steuert.
Prinzipiell benötigt die bekannte Kraftstoffeinspritzanlage
für jeden einzelnen Injektor die beiden genau arbeitenden
und damit aufwendigen 3/2-Steuermagnetventile um sowohl die
gewünschte Kraftstoffmenge als auch die erforderliche Menge
an Zusatzflüssigkeit exakt dosieren zu können.
Die erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzanlage weist zur
baulichen Vereinfachung und damit zur preisgünstigeren Her
stellbarkeit die kennzeichnenden Merkmale des Patentan
spruchs 1 auf. Dadurch können die beiden aufwendigen und
teuren 3/2-Magnetsteuerventile durch einfachere und preis
wertere 2/2-Wegeventile ersetzt werden, wobei gleichzeitig
die Möglichkeit eröffnet wird, die Mengendosierung für die
Zusatzflüssigkeit auf ein einziges, genau arbeitendes Do
sierventil zu verlagern, das eine ganze Gruppe von Injekto
ren bedienen kann. Während das zweite 2/2-Wegeventil ledig
lich die Öffnungs- und Schließzeit für die Zusatzflüssig
keitsvorlagerung bestimmt, wird die Mengendosierung für die
einzuspritzende Kraftstoffmenge durch eine entsprechende
Zeitsteuerung des ersten 2/2-Wegeventils in der Einspritz
leitung zwischen dem Common-Rail-Druckspeicher und dem
Druckraum bewirkt.
Um gleichbleibende Druckverhältnisse im Leitungssystem zu
gewährleisten und insbesondere auch bei hohen Temperaturen
ein Ausgasen der Zusatzflüssigkeit, in der Regel Wasser, bei
Überschreiten des Siedepunktes zu verhindern, empfiehlt sich
der Einsatz eines Rückschlagventils zwischen dem zweiten
2/2-Wegeventil und der Kraftstoff-Niederdruckseite.
Vorteilhaft ist es auch, wenn die Düsennadel am stumpfen En
de ihres Injektorstößels in radialer Verlängerung einen
kleinen Kolben trägt, der in einen mit Hochdruck vom Common-
Rail-Druckspeicher beaufschlagten Raum ragt, welcher seiner
seits druckdicht gegen den die Düsennadel umgebenden Raum
abgedichtet ist. Durch die Beaufschlagung der gleichbleiben
den Kolbenfläche mit dem Common-Rail-Druck werden die Steu
erbewegungen der Düsennadel beim Einspritzvorgang unabhängig
von den Absolutdruckverhältnissen im Common-Rail-Druckspei
cher, weil zur Bewegung des Injektorstößels stets der glei
che Widerstand, nämlich die Federkraft der Ventilfeder über
wunden werden muß, so daß die Bewegungskräfte konstant blei
ben. Dadurch ergeben sich regeltechnisch günstige konstante
Schaltzeiten, die durch die jeweilige Bewegungszeit des In
jektorstößels bestimmt werden.
Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform der erfindungs
gemäßen Kraftstoffeinspritzanlage, bei der die Hochdruckpum
pe zur Förderung des Kraftstoffs Teil einer Hochdruck-Pum
peneinheit ist, die sowohl die Mengenzumessung für die
Kraftstoffeinspritzung als auch für die Einspritzung von Zu
satzflüssigkeit bewirken kann. Auf diese Weise kann einer
seits die üblicherweise eingesetzte M-Pumpe für die Zumes
sung der Zusatzflüssigkeit eingespart und andererseits die
Gesamtanlage kompakter gestaltet werden. Die Hochdruck-Pum
peneinheit, die wie bisher den Common-Rail-Druckspeicher
versorgt, betreibt nun über eine weitere hydraulische Lei
tung auch eine Trennkolben-Einheit, mit der die von der
Hochdruck-Pumpeneinheit vorgegebene Volumenmenge an Zusatz
flüssigkeit in die Zweistoffdüse abgegeben wird.
Dazu weist bei einer besonderen Ausgestaltung die erfin
dungsgemäße Hochdruck-Pumpeneinheit einen oder mehrere Hoch
druckkolben auf, die gegen den Druck von Druckfedern Kraft
stoff in einem Verdichtungsraum auf ein Druckniveau von über
1000 bar, in der Regel sogar bei nahezu 2000 bar verdichten.
Die Hochdruckkolben sind vorzugsweise in Reihe angeordnet
und von einer Nockenwelle angetrieben. An einem Ende des
Verdichtungsraums außerhalb des Hubweges der Hochdruckkolben
ist ein längsbeweglicher, spaltabgedichteter erster Kolben
angeordnet, der mittels einer Druckfeder gegen einen eben
falls längsbeweglich spaltabgedichteten zweiten Kolben ver
spannt ist. Die Rückseitenfläche des zweiten Kolbens ist ab
gerundet oder abgeschrägt, so daß ein längsverschiebbarer
Bemessungskeil kraftschlüssig daran anliegen und den zweiten
Kolben in einer variierbaren relativen Axiallage zum ersten
Kolben längsarretieren kann. Vorzugsweise ist zur Verstel
lung der relativen Lage der beiden Kolben ein ansteuerbarer
Elektromotor vorgesehen, der eine Spindel antreibt, welche
in ein Gewinde des Bewegungskeils eingreift.
Auch die Trennkolbeneinheit kann erfindungsgemäß eine beson
dere Ausgestaltung aufweisen, nämlich anstelle eines her
kömmlichen Trennkolbens eine Membran, die fest in der Trenn
kolbeneinheit eingespannt ist und den einen Innenraum mit
Kraftstoff vom anderen Innenraum mit Zusatzflüssigkeit dich
tend abtrennt. Dadurch wird die bei Verwendung von herkömm
lichen Trennkolben nie vollständig vermeidbare, wenn auch
geringe Vermischung der Betriebsflüssigkeit des Trennkolbens
mit der zu fördernden Flüssigkeit (hier: Zusatzflüssigkeit)
sicher vermieden. Um bei sehr heftigen Druckausschlägen ein
Zerreißen der Membran zu verhindern, ist vorzugsweise in dem
mit Zusatzflüssigkeit beschickten Innenraum der Trennkolben
einheit ein mechanischer Anschlag vorgesehen, gegen den die
Membran anlaufen kann und der ihre maximale Ausdehnung defi
niert.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegen
stands der Erfindung sind der Beschreibung, der Zeichnung
und den Ansprüchen zu entnehmen.
Zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Kraftstoff
einspritzeinrichtung für Brennkraftmaschinen sind in der
Zeichnung dargestellt und werden in der nachfolgenden Be
schreibung erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Beschaltung eines ersten Ausfüh
rungsbeispiels der erfindungsgemäßen Kraftstoffein
spritzanlage mit zwei 2/2-Wegeventilen zur Mengen
steuerung der Förderung bzw. Einspritzung von Kraft
stoff und Zusatzflüssigkeit durch eine schematisch
im Längsschnitt dargestellte Zweistoffdüse, wobei
die Zusatzflüssigkeitsleitung zur Zweistoffdüse von
einem Trennkolbensystem mit Gleichdruckventilanord
nung beschickt wird; und
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel mit Hochdruck-Pum
peneinheit zur Beschickung des Common-Rail-Druck
speichers und gleichzeitigen Volumenzumessung von
Zusatzflüssigkeit in einer Trennkolbeneinheit, die
mit einer Membran ausgestaltet ist.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzanlage für eine
Brennkraftmaschine zur bifluiden Einspritzung von Kraftstoff
(in der Regel Dieselkraftstoff) und einer Zusatzflüssigkeit
(in der Regel Wasser) versorgt eine Hochdruckpumpe 1 einen
Common-Rail-Druckspeicher 2 mit Kraftstoff auf einem Druck
niveau von etwa 1800 bar. Zwischen dem Common-Rail-Druck
speicher 2 und einem von diesem über eine Einspritzleitung 6
mit Kraftstoff zu versorgenden Druckraum 3.5, der die Düsen
nadel 3.1 einer Zweistoffdüse 3 umgibt, muß nun ein mengen
dosierendes Bauelement angeordnet werden, da ja die früher
übliche klassische Einspritzpumpe durch die Kombination aus
Common-Rail-Druckspeicher 2 und der einfacheren Hochdruck
pumpe 1 ersetzt wurde und der Raildruck auf einem gewissen
Niveau ständig vorhanden ist. Diese Aufgabe übernimmt bei
der erfindungsgemäßen Anordnung ein erstes 2/2-Wegeventil
MV1. Dieses sollte als schnelles Magnetventil mit guter Re
produzierbarkeit und mehr oder weniger fließendem Übergang
zwischen den beiden Extremstellungen ausgelegt sein, da
eventuell ein zeitlich gestaltbarer Einspritzmengenverlauf
benötigt wird. Die genaue Mengendosierung wird über den be
kannten (gemessenen oder gesteuerten) Druckabfall zwischen
dem Commom-Rail-Druckspeicher 2 und dem von der Zweistoffdü
se 3 zu versorgenden Verbrennungsraum der Brennkraftmaschine
durch ein genaues Zeitfenster, dessen Größe von anderen Ein
flußfaktoren abhängt, über eine elektrische Ansteuerung, die
in der Zeichnung nicht dargestellt ist, ermöglicht.
Der Aufbau und die Wirkungsweise der verwendeten Zweistoff
düse 3 ist abgesehen von kleineren Details aus dem Stand der
Technik bekannt. Beim erfindungsgemäßen System ist jedoch
zusätzlich an dem der Düsennadelspitze abgewandten stumpfen
axialen Ende der Düsennadel (Injektorstößel) 3.1 ein kleiner
Kolben 3.3 vorgesehen, der mit seinem der Düsennadel 3.1 ab
gewandten Ende in einen Raum 3.6 ragt, welcher über eine
Leitung 4 direkt mit dem Common-Rail-Druckspeicher 2 verbun
den ist und mit dem dort herrschenden Hochdruck beaufschlagt
wird. Dies hat zur Folge, daß zur Bewegung des Injektorstö
ßels 3.1 stets die im wesentlichen gleiche Widerstandskraft
überwunden werden muß, da nun bedingt durch die konstanten
Kolbenflächenverhältnisse und das Ausschalten der Einflüsse
des Absolutdrucks im Common-Rail-Druckspeicher 2 nur ein
konstanter Federdruck von einem Druckimpuls aus dem (verän
derlichen) Raildruck überwunden werden muß. Damit stellen
sich regeltechnisch willkommenere, annähernd konstante
Schaltzeiten (Bewegungszeit des Injektorstößels) ein. Zur
Belüftung des Raumes 3.2, der das stumpfe axiale Ende der
Düsennadel 3.1 aufnimmt, und der gegen den Raum 3.6 hoch
druckmäßig abgedichtet ist, ist eine zur Kraftstoff-Nieder
druckseite hin führende Belüftungsleitung 5 vorgesehen.
Für die Einbringung von Zusatzflüssigkeit muß nun, wie im
Prinzip aus dem Stand der Technik an sich bekannt, ein Weg
für den durch die Zusatzflüssigkeit zu verdrängenden Kraft
stoff aus der Zweistoffdüse 3 freigegeben werden. Dies ge
schieht durch geeignetes Beschalten eines zweiten 2/2-Wege
ventils MV2, dessen Eingang über eine Zufuhrleitung 7 mit
der Einspritzleitung 6 und dessen Ausgang über eine Abfuhr
leitung 8 mit der Kraftstoff-Niederdruckseite verbunden ist.
Wenn Zusatzflüssigkeit zudosiert werden soll, ist das erste
2/2-Wegeventil MV1 geschossen und das zweite 2/2-Wegeventil
wird auf Durchgang geschaltet. Dadurch entweicht unter Hoch
druck stehender Kraftstoff aus dem Druckraum 3.5 über die
Einspritzleitung 6, die Zufuhrleitung 7, die Abfuhrleitung 8
und ein Rückschlagventil 9 zur Kraftstoff-Niederdruckseite,
in der Regel den Kraftstofftank. Dadurch kann Zusatzflüssig
keit von einer zur Zweistoffdüse 3 führenden Zusatzflüssig
keitsleitung 15 über ein Rückschlagventil 3.4 (mit p0 = 15
bar) in den Druckraum 3.5 nachströmen. Die fluidführenden
Bohrungen der Zweistoffdüse 3 und die Leitungslängen müssen
allerdings so dimensioniert werden und die Leitungen so an
gebracht sein, daß keine Zusatzflüssigkeit in den Kraft
stofftank gelangen kann.
Vor dem eigentlichen Einspritzvorgang der Zusatzflüssigkeit
muß die richtige Menge derselben zugemessen und bei noch
niedrigem Systemdruck in die Zweistoffdüse 3 gefördert wer
den. Dies wird mittels einer sogenannten M-Pumpe 13 bewirkt,
die eine Betriebsflüssigkeit auf einem Vordruckniveau von
ungefähr 2,5 bar in einen Trennkolben-Adapter 10 mit einem
Trennkolben 11 und einem Gleichdruckventil 12 fördert. Der
Trennkolben-Adapter 10 separiert die Betriebsflüssigkeit (in
der Regel Dieselkraftstoff) der M-Pumpe 13 von der einzu
bringenden Zusatzflüssigkeit (in der Regel Wasser). Dabei
wird die Wasserseite eines Laufzylinders im Trennkolben 11
von einer Füllpumpe 14 über ein Rückschlagventil 16 mit Zu
satzflüssigkeit auf niedrigem Druck (p < 2 bar) beschickt.
Zum richtigen Zeitpunkt vor der eigentlichen Einspritzung,
also zwischen den Einspritztakten, wird von der M-Pumpe 13
eine gewünschte Menge an Betriebsflüssigkeit mit einem höhe
ren Druck als demjenigen, mit dem das Rückschlagventil 3.4
der Zweistoffdüse 3 eingestellt ist, an den Trennkolben 11
abgegeben. Dadurch wird die Menge an Zusatzflüssigkeit, die
auf der anderen Seite des Trennkolbens 11 der Menge an Be
triebsflüssigkeit der M-Pumpe 13 entspricht, über das
Gleichdruckventil 12 an die Zusatzflüssigkeitsleitung 15
weitergegeben. Das Gleichdruckventil 12 dient zur Druckent
spannung bzw. zur richtigen Vordruckversorgung der Zusatz
flüssigkeitsleitung 15 zwischen dem Trennkolben-Adapter 11
und der Zweistoffdüse 3.
Das zweite 2/2-Wegeventil MV2 kann übrigens ein relativ ein
faches und kostengünstigeres Ventil als das erste 2/2 -Wege
ventil MV1 sein, da die Exaktheit des letzteren für die
Funktion der Kraftstoffverdrängung aus dem Druckraum 3.5 zum
Zwecke der Vorlagerung von Zusatzflüssigkeit nicht unbedingt
benötigt wird und im übrigen nur ein eindeutiges ja/nein-
Verhalten des Ventils MV2 erforderlich ist.
Das in Fig. 2 dargestellt weitere Ausführungsbeispiel der
erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzanlage unterscheidet
sich von der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform einerseits
durch eine Hochdruck-Pumpeneinheit 20, die außer der Be
schickung des Common-Rail-Druckspeichers 2 auch noch die Vo
lumenzumessung für Zusatzflüssigkeit übernimmt, andererseits
durch eine Modifikation der Trennkolbeneinheit 40, die nun
mehr anstelle eines herkömmlichen Trennkolbens eine Membran
43 aufweist.
Die Hochdruck-Pumpeneinheit 20 wird von einer Füllpumpe 19
beschickt, die aus einem Kraftstofftank 34 Kraftstoff ent
nimmt und auf einem Druckniveau von ungefähr 6 bar über ein
Rückschlagventil 29.1 in einen Verdichtungsraum 24 der Hoch
druck-Pumpeneinheit 20 fördert. Mehrere von einer Nockenwel
le 21 angetriebene, vorzugsweise in Reihe angeordnete Hoch
druckkolben 22, die jeweils durch Druckfedern 23 gegen die
Nocken der Nockenwelle 21 zurückgepreßt werden, bewirken
während ihres Hubes jeweils eine Verdichtung des Kraftstoffs
im Druckraum 24. Dadurch wird bei Überschreiten eines be
stimmten Schwellendrucks ein in der Hochdruck-Pumpeneinheit
20 integriertes Auslaßventil 29.2 geöffnet und Kraftstoff
auf einem Druckniveau von ungefähr 1800 bar in den Common-
Rail-Druckspeicher 2 gefördert, dessen Binnendruck über ein
Druckregelventil 32 konstant gehalten bzw. auf das gewünsch
te Niveau geregelt wird.
Um nun über eine hydraulische Leitung 31 die Trennkolbenein
heit 40 mit einem jeweils für eine bestimmte Zweistoffdüse 3
gewünschten Volumen beschicken zu können, das als Zusatz
flüssigkeitsvolumen über die Zusatzflüssigkeitsleitung 15
abgegeben wird, ist in der Hockdruck-Pumpeneinheit 20 fol
gende Anordnung vorgesehen: Seitlich am Verdichtungsraum 24
außerhalb des Hubbereichs der Hochdruckkolben 22 ist ein
längsbeweglicher spaltabgedichteter erster Kolben 25 ange
ordnet, der mittels einer Druckfeder 26 von einem zweiten
Kolben 27 auseinandergespannt ist. Der zweite Kolben 27
weist an seiner dem ersten Kolben 25 abgewandten Rückseiten
fläche eine abgerundete oder angeschrägte Kuppe auf, an der
ein längsverschiebbarer Bemessungskeil 28 kraftschlüssig an
liegt. Durch entsprechende Verschiebung des Bemessungskeils
28 kann daher die relative axiale Lage des zweiten Kolbens
27 gegenüber dem ersten Kolben 25 variiert werden. Der An
trieb des Bemessungskeiles 28 erfolgt über eine von einem
Elektromotor 30 angetriebene Spindel, die in ein geeignetes
Gewinde im Bemessungskeil 28 eingreift und diesen bei Rota
tion des Elektromotors 30 in seiner Längsrichtung ver
schiebt.
Wenn einer der Hochdruckkolben 22 nun einen Verdichtungshub
durchführt und den Kraftstoff im Verdichtungsraum 24 mit
Druck beaufschlagt, wird der erste Kolben 25 gegen die Kraft
der Druckfeder 26 in Richtung auf den rückseitig durch den
Bemessungskeil 28 längsarretierten zweiten Kolben 27 ver
schoben. Bei entsprechender Bemessung der Federkenngrößen
der Druckfeder 26 kann der erste Kolben 25 während des Hoch
druckverdichtungsvorgangs durch den entsprechenden Hoch
druckkolben 22 seinerseits so lange Ausschiebearbeit ver
richten, bis er an den zweiten Kolben 27 anschlägt. Damit
wird ein genau definiertes Kraftstoffvolumen aus dem die
Druckfeder 26 enthaltenden Raum zwischen den beiden Kolben
25 und 27 über die hydraulische Leitung 31 an die Trennkol
beneinheit 40 weitergegeben. Während eines Ansaugtaktes,
wenn der Verdichtungsraum 24 in seinem Volumen vergrößert
wird, entfernt sich der erste Kolben 25 aufgrund der Feder
kraft der Druckfeder 26 wieder axial vom zweiten Kolben 27
und es kann über ein Einlaß-Rückschlagventil 29.3 Kraftstoff
von der Füllpumpe 19 in den Raum zwischen den beiden Kolben
25 und 27 eingefüllt werden.
Das von der Hochdruck-Pumpeneinheit 20 über die hydraulische
Leitung 31 an die Trennkolbeneinheit 40 weitergegebene Volu
men an Kraftstoff gelangt in einen ersten Innenraum 41 der
Trennkolbeneinheit 40, welcher mittels der druckfest einge
spannten Membran 43 von einem weiteren Innenraum 42, der Zu
satzflüssigkeit enthält, dichtend abgetrennt ist. Entspre
chend dem jeweiligen Volumenstoß an gefördertem Kraftstoff
dehnt sich die Membran 43 mit exakt gleicher Volumenverdrän
gung in den Innenraum 42 aus, wodurch die entsprechende Men
ge an Zusatzflüssigkeit über die Zusatzflüssigkeitsleitung
15 an einen oder mehrere Zweistoffdüsen 3, die in Fig. 2
durch parallele Pfeile angedeutet sind, weitertransportiert
wird.
Falls das geodätische Gefälle zur Förderung der Zusatzflüs
sigkeit nicht ausreicht, wird die letztere mittels einer
Füllpumpe 46 aus einem Zusatzflüssigkeitsbehälter 45 über
ein Rückschlagventil 47 in den Innenraum 42 der Trennkolben
einheit 40 gefördert.
Da der Druck für die Einspritzung von Zusatzflüssigkeit we
sentlich niedriger (ca. 20. . .30 bar) als der niedrigste
Druck im Common-Rail-Druckspeicher 2 (ca. 500 bar) ist, wird
eine Bewegbarkeit des ersten Kolbens 25 für die indirekte
Zumessung von Zusatzflüssigkeit während der Verdichtungspha
se der Hochdruckkolben 22 gut möglich sein. Die für die Men
genzumessung an Zusatzflüssigkeit bestimmte Menge an Kraft
stoff wird, wie schon oben beschrieben, ziemlich genau durch
die Stellung und den dadurch gebotenen Anschlag der Kolben
25 und 27, des Bemessungskeils 28, der wiederum von der Ge
windespindel des Elektromotors 30 verstellt werden kann,
vorgegeben. Der Elektromotor 30 erhält seinen Stell-Befehl
von einem in der Zeichnung nicht dargestellten Motormanage
ment.
Da der Dieselmengenausschub für die Wassermengenzumessung
während der Hochverdichtungsphase der Hochdruckkolben 22 vor
sich geht und nicht zum richtigen Wassereinspritz-Zeitpunkt,
muß zum richtigen Zeitpunkt das zweite 2/2-Wegeventil MV2
des richtigen Injektors 3 zur Wasservoreinlagerung beschal
tet werden, um die von der Wassermenge zu verdrängende Die
selmenge im Injektor 3 freizugeben.
Wenn man eine bestimmte, vorläufig unveränderte Stellpositi
on des Bemessungskeils 28 voraussetzt und den ersten Kolben
25 seine Ausstoßarbeit und seine Ansaugvorgänge verrichten
läßt, so ist im Zusammenwirken mit der zurückfedernden Mem
brane 43 der Trennkolbeneinheit 40 in den Räumen "Membran-
Dieselseite", "Leitung 31" und im "Verdichtungsraum der Kol
ben 25 und 27" so etwas wie ein abgeschlossenes hydrauli
sches System vorhanden, d. h. es wird immer nur Dieselkraft
stoff hin- und hergeschoben. Zuschub von der Diesel-Füllpum
pe 19 erhält das System nur, wenn z. B. durch Kolbenleckage
der Kolben 25 und 27 Ansaugdefekte entstehen würden. Wenn
nun der Bemessungskeil 28 nach unten gezogen wird, also in
Richtung größerer Volumenstöße, so ist ebenfalls ein Ansaug
defekt vorhanden. Der erste Kolben 25 erhält von der Diesel-
Füllpumpe 19 die fehlende Menge. Die gewollte Folge ist, daß
natürlich die Membran 43 pro Hub weiter ausgelenkt wird als
vorher.
Im "abgeschlossenen hydraulischen System" ist nun aber mehr
Volumen vorhanden als in der vorhergehenden Stellung des Be
messungskeils 28. Wenn nun weiterhin der Bemessungskeil 28
im Rahmen der übergeordneten Leistungsanpassung wieder er
heblich zurückgestellt wird, so ist jetzt evtl. soviel Volu
men im System vorhanden, daß die Membran 43 in ihre "Null
stellung" nicht mehr zurückkehrt, wohl aber ihre Sollhübe,
die nun kleiner sind, noch absolviert. Es ist also eine Mem
brandrift vorhanden. Diese kann, wenn lebhaft verstellt
wird, was oftmals der Fall sein wird, soweit gehen, daß eine
Überlastung der Membran 43 droht. Um dies zu vermeiden, soll
in derartigen Fällen die Membran 43 an einen Anschlag 44 im
Innenraum 42 anstoßen.
Es wird sich kurz ein Überdruck im System aufbauen, dessen
verursachendes Volumen über ein Überdruck-Rückschlagventil
29.4, das vorzugsweise in der Hochdruck-Pumpeneinheit 20 in
tegriert ist, sowie über eine Entlastungsleitung 33 an den
Kraftstofftank 34 abgesteuert wird. Es kommt nur einmal kurz
zu einer Wassermengen-Fehlsteuerung (evtl. nur etwas zu we
nig eingespritzt, - kein Totalausfall!), was kaum eine dra
matische Folge für die Vermeidung von Stickoxid während der
vielen anderen wohlgeregelten Verbrennungsvorgänge haben
wird.
Falls eine Wassereinspritzung nicht benötigt wird, kann im
übrigen mittels Elektromotor 30, bzw. damit bewegtem Bemes
sungskeil 28, die Wassermenge auf Null herabgefahren werden.
Die Kolben 25 und 27 werden dabei einfach mehr oder weniger
zusammengepreßt, so daß der erste Kolben 25 keinen Arbeits
hub mehr vollbringen kann.
Um eine einwandfreie ungestörte Bedienung der Injektoren 3
mit der entsprechenden Wassermenge zu gewährleisten, wäre es
auf den ersten Blick nötig, für jeden Injektor 3 einen Hoch
druckkolben 23 mit daranhängenden Kolben 25 und 27, sowie je
eine Trennkolbeneinheit 40 zu installieren.
Dies ist jedoch für übliche Nutzfahrzeug-Dieselmotoren mit
vielen Arbeitszylindern sehr kostenaufwendig und erfordert
überdies erhebliches Bauvolumen. Man kann derartige Kosten
und Bauvolumina reduzieren, indem man durch einige wenige
Wassermengenversorgungstrakte ganze Gruppen von Injektoren
oder alle Injektoren versorgen läßt.
Wenn man eine derartige Aufteilung vornimmt, muß man darauf
achten, daß kein Umpumpen der Kolben 25 stattfindet. D.h. es
darf nicht sein, daß ein Kolben 25 gerade ansaugt, während
ein anderer Kolben 25 Diesel-Menge an die Trennkolbeneinheit
40 sendet. Diese Voraussetzung ist bezüglich dem zeitlichen
Ablauf der Arbeitstakte zu organisieren. Aus diesen Überle
gungen wird sich in der Planung die mögliche Reduzierung,
bzw. unbedingt nötige Anzahl der Hochdruckkolben 22 und de
ren konstruktiver Anhang für die Wassermengenversorgung er
geben, falls wegen Druck-Pulsation im Common-Rail-Druckspei
cher etc. nicht sonstige Argumente im Wege stehen.
In ähnlicher Weise kann man Kosten reduzieren, wenn man eine
Bemessungskeil-Elektromotor-Anordnung wiederum Gruppen von
Kolben 25 und 27 bedienen läßt.
Claims (20)
1. Kraftstoffeinspritzanlage für eine Brennkraftmaschine
mit einer Hochdruckpumpe (1) zur Förderung des Kraft
stoffes, vorzugsweise Dieselkraftstoff, in eine Zwei
stoffdüse (3) sowie mit einer Fördereinrichtung zur
Förderung einer über ein Rückschlagventil (3.4) geführ
ten Zusatzflüssigkeit, vorzugsweise Wasser, in eine zu
der Zweistoffdüse (3) führende Zusatzflüssigkeitslei
tung (15), welche mit einem eine Düsennadel (3.1) der
Zweistoffdüse (3) umgebenden Druckraum (3.5) verbunden
ist, ferner mit einer Ventilanordnung zum Vorlagern der
Zusatzflüssigkeitsmenge in der Zweistoffdüse (3), wobei
das Öffnen und Schließen der Düsennadel (3.1) durch den
Druck eines mit Kraftstoff unter Hochdruck gefüllten
Common-Rail-Druckspeichers (2) erfolgt, die Ventilan
ordnung zumindest teilweise in der Einspritzleitung (6)
angeordnet ist und beim Vorlagern der Zusatzflüssigkeit
die Kraftstoffzufuhr zur Einspritzdüse (3) unterbricht
und den Druckraum (3.5) mit einer Kraftstoff-Nieder
druckseite verbindet, und ansonsten die Verbindung zur
Kraftstoff-Niederdruckseite unterbricht und den Druck
raum (3.5) mit Hochdruckkraftstoff beaufschlagt,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein erstes 2/2-Wegeventil (MV1) in der Einspritz
leitung (6) zwischen dem Common-Rail-Druckspeicher (2)
und dem Druckraum (3.5) sowie ein zweites 2/2-Wegeven
til (MV2), dessen Eingang über eine Zufuhrleitung (7)
mit der Einspritzleitung (6) an einer Stelle zwischen
dem ersten 2/2-Wegeventil (MV1) und dem Druckraum
(3.5), und dessen Ausgang über eine Abfuhrleitung (8)
mit der Kraftstoff-Niederdruckseite verbunden ist, vor
gesehen sind.
2. Kraftstoffeinspritzanlage nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß in der Abfuhrleitung (8) zwischen dem
zweiten 2/2-Wegeventil (MV2) und der Kraftstoff-Nieder
druckseite ein Rückschlagventil (9) vorgesehen ist.
3. Kraftstoffeinspritzanlage nach Anspruch 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß an dem der Düsennadelspitze
abgewandten stumpfen axialen Ende der Düsennadel (3.1)
in deren axialer Verlängerung ein Kolben (3.3) fest,
vorzugsweise einstückig mit der Düsennadel (3.1) ver
bunden ist, welcher mit seinem der Düsennadel (3.1) ab
gewandten axialen Ende in einen Raum (3.6) ragt, der
gegen den das stumpfe axiale Ende der Düsennadel (3.1)
aufnehmenden Raum (3.2) der Zweistoffdüse (3) druckfest
abgedichtet und mit dem im Common-Rail-Druckspeicher
(2) herrschenden Hochdruck beaufschlagt ist.
4. Kraftstoffeinspritzanlage nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß der das stumpfe axiale Ende der Dü
sennadel (3.1) aufnehmende Raum (3.2) über eine Belüf
tungsleitung (5) mit der Kraftstoff-Niederdruckseite
verbunden ist.
5. Kraftstoffeinspritzanlage nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochdruck
pumpe (1) zur Förderung des Kraftstoffes Teil einer
Hochdruck-Pumpeneinheit (20) ist, die sowohl die Men
genzumessung für die Kraftstoffeinspritzung als auch
für die Einspritzung von Zusatzflüssigkeit bewirken
kann.
6. Kraftstoffeinspritzanlage nach Anspruch 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine Füllpumpe (19) vorgesehen ist,
die die Hochdruck-Pumpeneinheit (20) über ein Rück
schlagventil (29.1), das vorzugsweise in der Hochdruck-
Pumpeneinheit (20) integriert ist, mit Kraftstoff vor
zugsweise auf einem Druckniveau < 10 bar versorgt.
7. Kraftstoffeinspritzanlage nach Anspruch 5 oder 6, da
durch gekennzeichnet, daß der Common-Rail-Druckspeicher
(2) von der Hochdruck-Pumpeneinheit (20) über ein vor
zugsweise in der Hochdurck-Pumpeneinheit (20) inte
griertes Auslaß-Rückschlagventil (29.2) mit Kraftstoff
vorzugsweise auf einem Druckniveau < 1000 bar versorgt
wird.
8. Kraftstoffeinspritzanlage nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Druckregel
ventil (32) in einer Leitung zwischen dem Common-Rail-
Druckspeicher (2) und der Kraftstoff-Niederdruckseite
vorgesehen ist.
9. Kraftstoffeinspritzanlage nach einem der Ansprüche 5
bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochdruck-Pum
peneinheit (20) einen oder mehrere Hochdruckkolben (22)
umfaßt, die gegen den Druck von Druckfedern (23) Kraft
stoff in einem Verdichtungsraum (24) in der Hochdruck-
Pumpeneinheit (29) auf ein Druckniveau < 1000 bar ver
dichten können.
10. Kraftstoffeinspritzanlage nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Hochdruckkolben (22) in Reihe an
geordnet sind und von einer Nockenwelle (21) angetrie
ben werden.
11. Kraftstoffeinspritzanlage nach Anspruch 9 oder 10, da
durch gekennzeichnet, daß an einem Ende des Verdich
tungsraums (24), vorzugsweise seitlich außerhalb des
Hubweges der Hochdruckkolben (22) ein längsbeweglicher,
spaltabgedichteter erster Kolben (25) angeordnet und
mittels einer Druckfeder (26) gegen einen ebenfalls
längsbeweglich spaltabgedichteten zweiten Kolben (27)
auseinandergespannt ist.
12. Kraftstoffeinspritzanlage nach Anspruch 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß die dem ersten Kolben (25) abgewandte
Rückseitenfläche des zweiten Kolbens (27) abgerundet
oder angeschrägt ist, und daß ein längsverschiebbarer
Bemessungskeil (28) kraftschlüssig an der Rückenfläche
des zweiten Kolbens (27) anliegt und diesen in einer
variierbaren relativen axialen Lage zum ersten Kolben
(25) längsarretiert.
13. Kraftstoffeinspritzanlage nach Anspruch 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein vorzugsweise elektronisch ansteu
erbarer Elektromotor (30) vorgesehen ist, der eine
Spindel antreiben kann, welche in ein Gewinde des Be
messungskeiles (28) eingreift und diesen bei Rotation
in seiner Längsrichtung verschieben kann.
14. Kraftstoffeinspritzanlage nach einem der Ansprüche 5 bis
13, dadurch gekennzeichnet, daß eine Trennkolbeneinheit
(40) vorgesehen ist, die zwei voneinander dichtend ge
trennte Innenräume (41, 42) aufweist, von denen einer
(41) von der Hochdruck-Pumpeneinheit (20) über eine hy
draulische Leitung (31) mit Kraftstoff, der andere (42)
mit Zusatzflüssigkeit aus einem Vorratsbehälter (45)
beschickt werden kann, wobei durch die Beschickung
des einen Innenraums (41) mit Kraftstoff das Volumen
des anderen Innenraumes (42) verkleinert und dadurch
eine definierte Menge an Zusatzflüssigkeit an die zur
Zweistoffdüse (3) führende Zusatzflüssigkeitsleitung
(15) abgegeben werden kann.
15. Kraftstoffeinspritzanlage nach Anspruch 14, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Trennkolbeneinheit (40) anstelle
eines Trennkolbens eine Membran (43) aufweist, die fest
in der Trennkolbeneinheit (40) eingespannt ist und den
einen Innenraum (41) mit Kraftstoff vom anderen Innen
raum (42) mit Zusatzflüssigkeit dichtend abtrennt.
16. Kraftstoffeinspritzanlage nach Anspruch 15, dadurch ge
kennzeichnet, daß auf der der Membran (43) gegenüber
liegenden Seite des mit Zusatzflüssigkeit beschickten
anderen Innenraumes (42) ein der Membran (43) entgegen
ragender mechanischer Anschlag (44) vorgesehen ist.
17. Kraftstoffeinspritzanlage nach einem der Ansprüche 14
bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß von der hydrauli
schen Leitung (31) eine zu einem Kraftstofftank (34)
führende Entlastungsleitung (33) abzweigt, die ein
Überdruck-Rückschlagventil (29.4) enthält, welches vor
zugsweise in der Hochdruck-Pumpeneinheit (20) inte
griert ist.
18. Kraftstoffeinspritzanlage nach einem der Ansprüche 14
bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der andere Innen
raum (42) der Trennkolbeneinheit (40) von einer Füll
pumpe (46) über ein Rückschlagventil (47) mit Zusatz
flüssigkeit beschickt wird.
19. Verfahren zum Betrieb einer Kraftstoffeinspritzanlage
nach den Ansprüchen 11 und 14 sowie ggf. einem oder
mehreren der Ansprüche 12 bis 18, dadurch gekennzeich
net, daß mit einem Hochdruckkolben (22) und dem daran
angeschlossenen ersten Kolben (25) und zweiten Kolben
(27) sowie der Trennkolbeneinheit (40) jeweils eine
ganze Gruppe von Zweistoffdüsen (3) mit Kraftstoff und
Zusatzflüssigkeit beschickt wird.
20. Verfahren zum Betrieb einer Kraftstoffeinspritzanlage
nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem
Elektromotor (30), einer Spindel und einem Bemessungs
keil (28) eine ganze Gruppe von ersten Kolben (25) und
zugehörigen zweiten Kolben (27) bedient wird.
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