DE19746434A1 - Pestizides Mittel - Google Patents
Pestizides MittelInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schädlingsbekämpfungsmittel, welches eine pestizide
Wirkstoffkombination enthält, ein Verfahren zur Bekämpfung von Schädlingen mit diesem
Mittel, ein Verfahren zur Herstellung des Mittels, dessen Verwendung und damit behandel
tes pflanzliches Vermehrungsgut sowie die Verwendung einer Verbindung der nachstehen
den Formeln (A) und (B) zur Herstellung des Mittels.
In der Literatur werden gewisse Mischungen von Wirkstoffen zur Schädlingsbekämpfung
vorgeschlagen. Die biologischen Eigenschaften dieser bekannten Mischungen vermögen
auf dem Gebiet der Schädlingsbekämpfung jedoch nicht voll zu befriedigen, weshalb das
Bedürfnis besteht, weitere Mischungen, vor allem solche mit synergistischen Eigenschaften,
beispielsweise mit synergistischen schädlingsbekämpfenden Eigenschaften, insbesondere
zur Bekämpfung von Insekten und Vertretern der Ordnung Acarina, zur Verfügung zu stel
len. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Bereitstellung des vorliegenden Mit
tels gelöst.
Gegenstand der Erfindung ist ein Schädlingsbekämpfungsmittel, dadurch gekennzeichnet,
daß es eine mengenmäßig variable Kombination aus der pestizid wirksamen Verbindung
der Formel
in freier Form oder in Form eines agrochemisch verträglichen Salzes,
und aus der pestizid wirksamen Verbindung der Formel
in freier Form oder in Form eines agrochemisch verträglichen Salzes,
sowie mindestens einen Hilfsstoff enthält.
Die Verbindung (E)-4,5-Dihydro-6-methyl-4-(3-pyridylmethyleneamino)-1,2,4-triazine-3(2H)-one
(Pymetrozine) der Formel (A) ist beispielsweise aus The Pesticide Manual, 10th Ed.
(1994), The British Crop Protection Council, London, Seite 868 bekannt.
Die Verbindung (±)-5-Amino-1-(2,6-dichloro-α,α,α-trifluoro-p-tolyl)-4-trifluoromethylsulfinyl
pyrazole-3-carbonitrile (Fipronil) der Formel (B) ist beispielsweise aus The Pesticide Manual,
10th Ed. (1994), The British Crop Protection Council, London, Seite 463 bekannt.
Bei den agrochemisch verträglichen Salzen der Verbindungen der Formel (A) und (B) han
delt es sich beispielsweise um Säureadditionssalze anorganischer und organischer Säuren,
insbesondere von Chlorwasserstoffsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Salpeter
säure, Perchlorsäure, Phosphorsäure, Ameisensäure, Essigsäure, Trifluoressigsäure, Oxal
säure, Malonsäure, Toluolsulfonsäure oder Benzoesäure.
Bevorzugt sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung Mittel, welche als Wirkstoffe die
Verbindungen der Formeln (A) und (B) in freier Form enthalten.
Die erfindungsgemäße Wirkstoffkombination enthält den Wirkstoff der Formel (A) und den
Wirkstoff der Formel (B) vorzugsweise in einem Mischungsverhältnis (Gewichtsverhältnis,
im Verhältnis ihrer Molgewichte oder Verhältnis der LD50-Werte der jeweils zu bekämpfen
den Schädlinge) von 1 : 50 bis 50 : 1, insbesondere in einem Verhältnis zwischen 1 : 20 und
20 : 1, besonders zwischen 10 : 1 und 1 : 10, ebenfalls bevorzugt zwischen 50 : 1 und 3 : 1, ganz
besonders zwischen 40 : 1 und 10 : 1, ebenfalls bevorzugt zwischen 2 : 1 und 1 : 2, andererseits
im Verhältnis 40 : 1 oder 30 : 1, oder 20 : 1, oder 20 : 3, oder 15 : 1, oder 10 : 1, oder 5 : 1, oder 5 : 2,
oder 5 : 3, oder 5 : 4, oder 4 : 1, oder 4 : 3, oder 3 : 1, oder 3 : 2, oder 2 : 1, oder 1 : 20, oder 1 : 10, oder
1 : 5, oder 2 : 5, oder 3 : 5, oder 4 : 5, oder 1 : 4 oder 3 : 4, oder 1 : 3, oder 2 : 3, oder 1 : 2, oder 1 : 1.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß die Kombination des Wirkstoffs der
Formel (A) mit dem Wirkstoff der Formel (B) nicht nur die prinzipiell zu erwartende additive
Ergänzung der bioziden wie auch der physikalischen Eigenschaften hervorruft, sondern
daß sie einen synergistischen Effekt erzielt, der unter anderem die pestiziden Wirkungs
grenzen beider Verbindungen erweitert:
Insbesondere wurde nun überraschenderweise gefunden, daß beispielsweise die pestizide
Aktivität der erfindungsgemäßen Mittel verglichen mit den pestiziden Aktivitäten der einzel
nen Komponenten (A) und (B) nicht nur additiv ist, wie es im wesentlichen erwartet werden
kann, sondern daß ein synergistischer Effekt vorliegt. Der Ausdruck "synergistisch" ist in
diesem jedoch Zusammenhang keineswegs nur auf die pestizide Aktivität beschränkt, son
dern der Ausdruck bezieht sich ebenfalls auf andere vorteilhafte Eigenschaften der erfin
dungsgemäßen Mittel gegenüber den einzelnen Komponenten (A) und (B). Als Beispiele
solcher vorteilhafter Eigenschaften seien erwähnt: Eine Verbreiterung des pestiziden Wir
kungsspektrums auf weitere Schädlinge, beispielsweise auf resistente Stämme, eine Re
duktion der Aufwandmenge der Verbindungen der Formeln (A) und (B), eine genügende
Kontrolle der Schädlinge mit Hilfe der erfindungsgemäßen Mittel sogar bei einer Aufwand
menge, wo die individuellen Verbindungen (A) und (B) vollständig unwirksam sind; vorteil
haftes Verhalten beim Formulieren und/oder bei der Applikation, beispielsweise beim Mah
len, Sieben, Emulgieren, Lösen oder Dispergieren; eine erhöhte Lagerstabilität; bessere
Lichtstabilität; vorteilhafteres Abbauverhalten; ein verbessertes toxikologisches bzw. öko
toxikologisches Verhalten; oder andere dem Fachmann geläufige Vorteile.
Die erfindungsgemäßen Mittel sind auf dem Gebiet der Schädlingsbekämpfung bei günsti
ger Warmblüter-, Fisch- und Pflanzenverträglichkeit bereits bei niedrigen Anwendungskon
zentrationen präventiv und/oder kurativ wertvoll und weisen ein sehr günstiges biozides
Spektrum auf. Die erfindungsgemäßen Mittel sind gegen alle oder einzelne Entwicklungs
stadien von normal sensiblen, aber auch von resistenten, tierischen Schädlingen, wie In
sekten und Vertretern der Ordnung Acarina, wirksam. Die insektizide und/oder akarizide
Wirkung der erfindungsgemäßen Mittel kann sich dabei direkt, d. h. in einer Abtötung der
Schädlinge, welche unmittelbar oder erst nach einiger Zeit, beispielsweise bei einer Häu
tung, eintritt, oder indirekt, z. B. in einer verminderten Eiablage und/oder Schlupfrate, zei
gen, wobei die gute Wirkung einer Abtötungsrate (Mortalität) von mindestens 40 bis 50%
entspricht.
Zu den erwähnten tierischen Schädlingen gehören beispielsweise:
aus der Ordnung Lepidoptera Acleris spp., Adoxophyes spp., Aegeria spp., Agrotis spp., Alabama argillaceae, Amylois spp., Anticarsia gemmatalis, Archips spp., Argyrotaenia spp., Autographa spp., Busseola fusca, Cadra cautella, Carposina nipponensis, Chilo spp., Choristoneura spp., Clysia ambi guella, Cnaphalocrocis spp., Cnephasia spp., Cochylis spp., Coleophora spp., Crocidolomia binotalis, Cryptophlebia leucotreta, Cydia spp., Diatraea spp., Diparopsis castanea, Earias spp., Ephestia spp., Eucosma spp., Eupoecilia ambiguella, Euproctis spp., Euxoa spp., Grapholita spp., Hedya nubiferana, Heliothis spp., Hellula undalis, Hyphantria cunea, Keife ria lycopersicella, Leucoptera scitella, Lithocollethis spp., Lobesia botrana, Lymantria spp., Lyonetia spp., Malacosoma spp., Mamestra brassicae, Manduca sexta, Operophtera spp., Ostrinia nubilalis, Pammene spp., Pandemis spp., Panolis flammea, Pectinophora gossy piella, Phthorimaea operculella, Pieris rapae, Pieris spp., Plutella xylostella, Prays spp., Scirpophaga spp., Sesamia spp., Sparganothis spp., Spodoptera spp., Synanthedon spp., Thaumetopoea spp., Tortrix spp., Trichoplusia ni und Yponomeuta spp.;
aus der Ordnung Coleoptera zum Beispiel Agriotes spp., Anthonomus spp., Atomaria linearis, Chaetocnema tibialis, Cosmopolites spp., Curculio spp., Dermestes spp., Diabrotica spp., Epilachna spp., Eremnus spp., Lep tinotarsa decemlineata, Lissorhoptrus spp., Melolontha spp., Oryzaephilus spp., Otiorhyn chus spp., Phlyctinus spp., Popillia spp., Psylliodes spp., Rhizopertha spp., Scarabeidae, Sitophilus spp., Sitotroga spp., Tenebrio spp., Tribolium spp. und Trogoderma spp.;
aus der Ordnung Orthoptera zum Beispiel Blatta spp., Blattella spp., Gryllotalpa spp., Leucophaea maderae, Locusta spp., Periplaneta spp. und Schistocerca spp.;
aus der Ordnung Isoptera zum Beispiel Reticulitermes spp.;
aus der Ordnung Psocoptera zum Beispiel Liposcelis spp.;
aus der Ordnung Anoplura zum Beispiel Haematopinus spp., Linognathus spp., Pediculus spp., Pemphigus spp. und Phylloxera spp.;
aus der Ordnung Mallophaga zum Beispiel Damalinea spp. und Trichodectes spp.;
aus der Ordnung Thysanoptera zum Beispiel Frankliniella spp., Hercinothrips spp., Tae niothrips spp., Thrips palmi, Thrips tabaci und Scirtothrips aurantii;
aus der Ordnung Heteroptera zum Beispiel Cimex spp., Distantiella theobroma, Dysdercus spp., Euchistus spp. Eurygaster spp. Leptocorisa spp., Nezara spp., Piesma spp., Rhodnius spp., Sahlbergella singularis, Scotinophara spp. und Triatoma spp.;
aus der Ordnung Homoptera zum Beispiel Aleurothrixus floccosus, Aleyrodes brassicae, Aonidiella spp., Aphididae, Aphis spp., Aspidiotus spp., Bemisia tabaci, Ceroplaster spp., Chrysomphalus aonidium, Chrysomphalus dictyospermi, Coccus hesperidum, Empoasca spp., Eriosoma lanigerum, Erythroneura spp., Gascardia spp., Laodelphax spp., Lecanium corni, Lepidosaphes spp., Macrosiphus spp., Myzus spp., Nephotettix spp., Nilaparvata spp., Paratoria spp., Pemphigus spp., Planococcus spp., Pseudaulacaspis spp., Pseudo coccus spp., Psylla spp., Pulvinaria aethiopica, Quadraspidiotus spp., Rhopalosiphum spp., Saissetia spp., Scaphoideus spp., Schizaphis spp., Sitobion spp., Trialeurodes vapora riorum, Trioza erytreae und Unaspis citri;
aus der Ordnung Hymenoptera zum Beispiel Acromyrmex, Atta spp., Cephus spp., Diprion spp., Diprionidae, Gilpinia polytoma, Hoplocampa spp., Lasius spp., Monomorium pharao nis, Neodiprion spp., Solenopsis spp. und Vespa spp.;
aus der Ordnung Diptera zum Beispiel Aedes spp., Antherigona soccata, Bibio hortulanus, Calliphora erythrocephala, Ceratitis spp., Chrysomyia spp., Culex spp., Cuterebra spp., Dacus spp., Drosophila melanogaster, Fannia spp., Gastrophilus spp., Glossina spp., Hy poderma spp., Hyppobosca spp., Liriomyza spp., Lucilia spp., Melanagromyza spp., Musca spp., Oestrus spp., Orseolia spp., Oscinella frit, Pegomyia hyoscyami, Phorbia spp., Rha goletis pomonella, Sciara spp., Stomoxys spp., Tabanus spp., Tannia spp. und Tipula spp.;
aus der Ordnung Siphonaptera zum Beispiel Ceratophyllus spp. und Xenopsylla cheopis;
aus der Ordnung Thysanura zum Beispiel Lepisma saccharina und
aus der Ordnung Acarina zum Beispiel Acarus siro, Aceria sheldoni, Amblyomma spp., Ar gas spp., Boophilus spp., Brevipalpus spp., Bryobia praetiosa, Calipitrimerus spp., Cho rioptes spp., Dermanyssus gallinae, Eotetranychus carpini, Eriophyes spp., Hyalomma spp., Ixodes spp., Olygonychus pratensis, Omithodoros spp., Panonychus spp., Phyllocoptruta spp., Polyphagotarsonemus spp., Psoroptes spp., Rhipicephalus spp., Rhizoglyphus spp., Sarcoptes spp., Tarsonemus spp. und Tetranychus spp. .
aus der Ordnung Lepidoptera Acleris spp., Adoxophyes spp., Aegeria spp., Agrotis spp., Alabama argillaceae, Amylois spp., Anticarsia gemmatalis, Archips spp., Argyrotaenia spp., Autographa spp., Busseola fusca, Cadra cautella, Carposina nipponensis, Chilo spp., Choristoneura spp., Clysia ambi guella, Cnaphalocrocis spp., Cnephasia spp., Cochylis spp., Coleophora spp., Crocidolomia binotalis, Cryptophlebia leucotreta, Cydia spp., Diatraea spp., Diparopsis castanea, Earias spp., Ephestia spp., Eucosma spp., Eupoecilia ambiguella, Euproctis spp., Euxoa spp., Grapholita spp., Hedya nubiferana, Heliothis spp., Hellula undalis, Hyphantria cunea, Keife ria lycopersicella, Leucoptera scitella, Lithocollethis spp., Lobesia botrana, Lymantria spp., Lyonetia spp., Malacosoma spp., Mamestra brassicae, Manduca sexta, Operophtera spp., Ostrinia nubilalis, Pammene spp., Pandemis spp., Panolis flammea, Pectinophora gossy piella, Phthorimaea operculella, Pieris rapae, Pieris spp., Plutella xylostella, Prays spp., Scirpophaga spp., Sesamia spp., Sparganothis spp., Spodoptera spp., Synanthedon spp., Thaumetopoea spp., Tortrix spp., Trichoplusia ni und Yponomeuta spp.;
aus der Ordnung Coleoptera zum Beispiel Agriotes spp., Anthonomus spp., Atomaria linearis, Chaetocnema tibialis, Cosmopolites spp., Curculio spp., Dermestes spp., Diabrotica spp., Epilachna spp., Eremnus spp., Lep tinotarsa decemlineata, Lissorhoptrus spp., Melolontha spp., Oryzaephilus spp., Otiorhyn chus spp., Phlyctinus spp., Popillia spp., Psylliodes spp., Rhizopertha spp., Scarabeidae, Sitophilus spp., Sitotroga spp., Tenebrio spp., Tribolium spp. und Trogoderma spp.;
aus der Ordnung Orthoptera zum Beispiel Blatta spp., Blattella spp., Gryllotalpa spp., Leucophaea maderae, Locusta spp., Periplaneta spp. und Schistocerca spp.;
aus der Ordnung Isoptera zum Beispiel Reticulitermes spp.;
aus der Ordnung Psocoptera zum Beispiel Liposcelis spp.;
aus der Ordnung Anoplura zum Beispiel Haematopinus spp., Linognathus spp., Pediculus spp., Pemphigus spp. und Phylloxera spp.;
aus der Ordnung Mallophaga zum Beispiel Damalinea spp. und Trichodectes spp.;
aus der Ordnung Thysanoptera zum Beispiel Frankliniella spp., Hercinothrips spp., Tae niothrips spp., Thrips palmi, Thrips tabaci und Scirtothrips aurantii;
aus der Ordnung Heteroptera zum Beispiel Cimex spp., Distantiella theobroma, Dysdercus spp., Euchistus spp. Eurygaster spp. Leptocorisa spp., Nezara spp., Piesma spp., Rhodnius spp., Sahlbergella singularis, Scotinophara spp. und Triatoma spp.;
aus der Ordnung Homoptera zum Beispiel Aleurothrixus floccosus, Aleyrodes brassicae, Aonidiella spp., Aphididae, Aphis spp., Aspidiotus spp., Bemisia tabaci, Ceroplaster spp., Chrysomphalus aonidium, Chrysomphalus dictyospermi, Coccus hesperidum, Empoasca spp., Eriosoma lanigerum, Erythroneura spp., Gascardia spp., Laodelphax spp., Lecanium corni, Lepidosaphes spp., Macrosiphus spp., Myzus spp., Nephotettix spp., Nilaparvata spp., Paratoria spp., Pemphigus spp., Planococcus spp., Pseudaulacaspis spp., Pseudo coccus spp., Psylla spp., Pulvinaria aethiopica, Quadraspidiotus spp., Rhopalosiphum spp., Saissetia spp., Scaphoideus spp., Schizaphis spp., Sitobion spp., Trialeurodes vapora riorum, Trioza erytreae und Unaspis citri;
aus der Ordnung Hymenoptera zum Beispiel Acromyrmex, Atta spp., Cephus spp., Diprion spp., Diprionidae, Gilpinia polytoma, Hoplocampa spp., Lasius spp., Monomorium pharao nis, Neodiprion spp., Solenopsis spp. und Vespa spp.;
aus der Ordnung Diptera zum Beispiel Aedes spp., Antherigona soccata, Bibio hortulanus, Calliphora erythrocephala, Ceratitis spp., Chrysomyia spp., Culex spp., Cuterebra spp., Dacus spp., Drosophila melanogaster, Fannia spp., Gastrophilus spp., Glossina spp., Hy poderma spp., Hyppobosca spp., Liriomyza spp., Lucilia spp., Melanagromyza spp., Musca spp., Oestrus spp., Orseolia spp., Oscinella frit, Pegomyia hyoscyami, Phorbia spp., Rha goletis pomonella, Sciara spp., Stomoxys spp., Tabanus spp., Tannia spp. und Tipula spp.;
aus der Ordnung Siphonaptera zum Beispiel Ceratophyllus spp. und Xenopsylla cheopis;
aus der Ordnung Thysanura zum Beispiel Lepisma saccharina und
aus der Ordnung Acarina zum Beispiel Acarus siro, Aceria sheldoni, Amblyomma spp., Ar gas spp., Boophilus spp., Brevipalpus spp., Bryobia praetiosa, Calipitrimerus spp., Cho rioptes spp., Dermanyssus gallinae, Eotetranychus carpini, Eriophyes spp., Hyalomma spp., Ixodes spp., Olygonychus pratensis, Omithodoros spp., Panonychus spp., Phyllocoptruta spp., Polyphagotarsonemus spp., Psoroptes spp., Rhipicephalus spp., Rhizoglyphus spp., Sarcoptes spp., Tarsonemus spp. und Tetranychus spp. .
Im Rahmen der Erfindungsgegenstandes können vor allem Vertreter der Ordnung Acarina
bekämpft werden. Dazu gehören insbesondere:
Aculus spp., besonders A. schlechtendali; Brevipalpus spp., besonders B. californicus und B. phoenicis; Phyllocoptruta spp., besonders P. oleivora; Eriophyes spp., besonders E. vi tis; Panonychus spp., besonders P. ulmi und P. citri; Eotetranychus spp., besonders E. carpini und E. orientalis; Polyphagotarsonemus spp., besonders P. latus; sowie Tetrany chus spp., insbesondere T. urticae, T. cinnabarinus und T. kanzawai.
Aculus spp., besonders A. schlechtendali; Brevipalpus spp., besonders B. californicus und B. phoenicis; Phyllocoptruta spp., besonders P. oleivora; Eriophyes spp., besonders E. vi tis; Panonychus spp., besonders P. ulmi und P. citri; Eotetranychus spp., besonders E. carpini und E. orientalis; Polyphagotarsonemus spp., besonders P. latus; sowie Tetrany chus spp., insbesondere T. urticae, T. cinnabarinus und T. kanzawai.
Mit den erfindungsgemäßen Wirkstoffgemischen kann man insbesondere an Pflanzen, vor
allem an Nutz- und Zierpflanzen in der Landwirtschaft, im Gartenbau und im Forst, oder an
Teilen, wie Früchten, Blüten, Laubwerk, Stengeln, Knollen oder Wurzeln, solcher Pflanzen
auftretende Schädlinge des erwähnten Typus bekämpfen, d. h. eindämmen oder vernichten,
wobei zum Teil auch später zuwachsende Pflanzenteile noch gegen diese Schädlinge ge
schützt werden.
Das erfindungsgemäße Wirkstoffgemisch kann mit Vorteil zur Schädlingsbekämpfung in
Reis, Getreide, wie Mais oder Sorghum; in Obst, z. B. Kern-, Stein- und Beerenobst, wie
Äpfeln, Birnen, Pflaumen, Pfirsichen, Mandeln, Kirschen oder Beeren, z. B. Erdbeeren,
Himbeeren und Brombeeren; in Hülsenfrüchten, wie Bohnen, Linsen, Erbsen oder Soja; in
Ölfrüchten, wie Raps, Senf, Mohn, Oliven, Sonnenblumen, Kokos, Rizinus, Kakao oder
Erdnüssen; in Gurkengewächsen, wie Kürbissen, Gurken oder Melonen; in Fasergewäch
sen, wie Baumwolle, Flachs, Hanf oder Jute; in Citrusfrüchten, wie Orangen, Zitronen, Pam
pelmusen oder Mandarinen; in Gemüse, wie Spinat, Kopfsalat, Spargel, Kohlarten, Möhren,
Zwiebeln, Tomaten, Kartoffeln oder Paprika; in Lorbeergewächsen, wie Avocado, Cinna
monium oder Kampfer; oder in Tabak, Nüssen, Kaffee, Eierfrüchten, Zuckerrohr, Tee,
Pfeffer, Weinreben, Hopfen, Bananengewächsen, Naturkautschukgewächsen oder Zier
pflanzen,
vor allem in Reis, Mais, Sorghum, Kern- und Steinobst, Hülsenfrüchten, Gurkengewächsen,
Baumwolle, Citrusfrüchten, Gemüse, Eierfrüchten, Weinreben, Hopfen oder Zierpflanzen,
besonders in Mais, Sorghum, Äpfeln, Birnen, Pflaumen, Pfirsichen, Bohnen, Erbsen, Soja,
Oliven, Sonnenblumen, Kokos Kakao, Erdnüssen, Gurken, Kürbissen, Citrusfrüchten,
Kohlarten, Tomaten, Kartoffeln, Weinreben oder Baumwolle,
besonders bevorzugt in Reis, Weinreben, Citrusfrüchten, Äpfeln, Birnen, Tomaten und
Baumwolle, ganz besonders bevorzugt in Reis eingesetzt werden.
Weitere Anwendungsgebiete der erfindungsgemäßen Wirkstoffgemische sind der Schutz
von Vorräten und Lagern und von Material sowie im Hygienesektor insbesondere der
Schutz von Haus- und Nutztieren vor Schädlingen des erwähnten Typus.
Bei den erfindungsgemäßen Schädlingsbekämpfungsmitteln handelt es sich je nach ange
strebten Zielen und gegebenen Verhältnissen um emulgierbare Konzentrate, Suspensions
konzentrate, direkt versprüh- oder verdünnbare Lösungen, streichfähige Pasten, verdünnte
Emulsionen, Spritzpulver, lösliche Pulver, dispergierbare Pulver, benetzbare Pulver, Stäu
bemittel, Granulate oder Verkapselungen in polymeren Stoffen, welche die Verbindung der
Formel (A) und den Wirkstoff (B) enthalten.
Die Wirkstoffe werden in diesen Mitteln zusammen mit mindestens einem der in der Formu
lierungstechnik üblichen Hilfsstoffe, wie Streckmitteln, z. B. Lösungsmitteln oder festen Trä
gerstoffen, oder wie oberflächenaktiven Verbindungen (Tensiden), eingesetzt.
Als Lösungsmittel können z. B. in Frage kommen: gegebenenfalls partiell hydrierte aromati
sche Kohlenwasserstoffe, bevorzugt die Fraktionen C8 bis C12 von Alkylbenzolen, wie Xylol
gemische, alkylierte Naphthaline oder Tetrahydronaphthalin, aliphatische oder cycloaliphati
sche Kohlenwasserstoffe, wie Paraffine oder Cyclohexan, Alkohole, wie Ethanol, Propanol
oder Butanol, Glykole sowie deren Ether und Ester, wie Propylenglykol, Dipropylenglykole
ther, Ethylenglykol oder Ethylenglykolmono-methyl- oder -ethylether, Ketone, wie Cyclo
hexanon, Isophoron oder Diacetonalkohol, stark polare Lösungsmittel, wie N-Methyl
pyrrolid-2-on, Dimethylsulfoxid oder N,N-Dimethylformamid, Wasser, gegebenenfalls epoxi
dierte Pflanzenöle, wie gegebenenfalls epoxidiertes Raps-, Rizinus-, Kokosnuß- oder So
jaöl, und Silikonöle.
Als feste Trägerstoffe, z. B. für Stäubemittel und dispergierbare Pulver, werden in der Regel
natürliche Gesteinsmehle verwendet, wie Calcit, Talkum, Kaolin, Montmorillonit oder Atta
pulgit. Zur Verbesserung der physikalischen Eigenschaften können auch hochdisperse Kie
selsäuren oder hochdisperse saugfähige Polymerisate zugesetzt werden. Als gekörnte, ad
sorptive Granulatträger kommen poröse Typen, wie Bimsstein, Ziegelbruch, Sepiolit oder
Bentonit, und als nicht sorptive Trägermaterialien Calcit oder Sand in Frage. Darüberhinaus
kann eine Vielzahl von granulierten Materialien anorganischer oder organischer Natur, ins
besondere Dolomit oder zerkleinerte Pflanzenrückstände, verwendet werden.
Als oberflächenaktive Verbindungen kommen, je nach Art des zu formulierenden Wirkstoffs,
nichtionische, kationische und/oder anionische Tenside oder Tensidgemische mit guten
Emulgier-, Dispergier- und Netzeigenschaften in Betracht. Die nachstehend aufgeführten
Tenside sind dabei nur als Beispiele anzusehen; in der einschlägigen Literatur werden viele
weitere in der Formulierungstechnik gebräuchliche und erfindungsgemäß geeignete Tensi
de beschrieben.
Als nichtionische Tenside kommen in erster Linie Polyglykoletherderivate von aliphatischen
oder cycloaliphatischen Alkoholen, gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren und Alkyl
phenolen in Frage, die 3 bis 30 Glykolethergruppen und 8 bis 20 Kohlenstoffatome im
(aliphatischen) Kohlenwasserstoffrest und 6 bis 18 Kohlenstoffatome im Alkylrest der Alkyl
phenole enthalten können. Weiterhin geeignet sind wasserlösliche, 20 bis 250 Ethylen
glykolether- und 10 bis 100 Propylenglykolether-gruppen enthaltende, Polyethylen
oxid-Addukte an Polypropylenglykol, Ethylendiaminopolypropylenglykol und Alkylpolypropy
lenglykol mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette. Die genannten Verbindungen
enthalten üblicherweise pro Propylenglykol-Einheit 1 bis 5 Ethylenglykol-Einheiten. Als Bei
spiele seien Nonylphenolpolyethoxyethanole, Ricinusölpolyglykolether, Polypro
pylen-Polyethylenoxid-Addukte, Tributylphenoxypolyethoxyethanol, Polyethylenglykol und Octyl
phenoxypolyethoxyethanol erwähnt. Ferner kommen Fettsäureester von Polyoxyethylen
sorbitan, wie das Polyoxyethylensorbitan-trioleat, in Betracht.
Bei den kationischen Tensiden handelt es sich vor allem um quarternäre Ammoniumsalze,
welche als Substituenten mindestens einen Alkylrest mit 8 bis 22 C-Atomen und als weitere
Substituenten niedrige, gegebenenfalls halogenierte, Alkyl-, Benzyl- oder niedrige
Hydroxyalkylreste aufweisen. Die Salze liegen vorzugsweise als Halogenide, Methylsulfate
oder Ethylsulfate vor. Beispiele sind das Stearyl-trimethyl-ammoniumchlorid und das Ben
zyl-di-(2-chlorethyl)-ethyl-ammoniumbromid.
Geeignete anionische Tenside können sowohl wasserlösliche Seifen als auch wasserlösli
che synthetische oberflächenaktive Verbindungen sein. Als Seifen eignen sich die Alkali-,
Erdalkali- und gegebenenfalls substituierten Ammoniumsalze von höheren Fettsäuren
(C10-C22), wie die Natrium- oder Kalium-Salze der Öl- oder Stearinsäure, oder von natürlichen
Fettsäuregemischen, die beispielsweise aus Kokosnuß- oder Tallöl gewonnen werden
können; ferner sind auch die Fettsäuremethyl-taurin-salze zu erwähnen. Häufiger werden
jedoch synthetische Tenside verwendet, insbesondere Fettsulfonate, Fettsulfate, sulfonierte
Benzimidazolderivate oder Alkylarylsulfonate. Die Fettsulfonate und -sulfate liegen in der
Regel als Alkali-, Erdalkali- oder gegebenenfalls substituierte Ammoniumsalze vor und wei
sen im allgemeinen einen Alkylrest mit 8 bis 22 C-Atomen auf, wobei Alkyl auch den Alkyl
teil von Acylresten einschließt; beispielhaft genannt seien das Natrium- oder Calcium-Salz
der Ligninsulfonsäure, des Dodecylschwefelsäureesters oder eines aus natürlichen Fettsäu
ren hergestellten Fettalkoholsulfatgemisches. Hierher gehören auch die Salze der Schwe
felsäureester und Sulfonsäuren von Fettalkohol-Ethylenoxid-Addukten. Die sulfonierten
Benzimidazolderivate enthalten vorzugsweise 2 Sulfonsäuregruppen und einen Fettsäure
rest mit etwa 8 bis 22 C-Atomen. Alkylarylsulfonate sind zum Beispiel die Natrium-, Calcium- oder
Triethanolammoniumsalze der Dodecylbenzolsulfonsäure, der Dibutylnaphthalinsul
fonsäure oder eines Naphthalinsulfonsäure-Formaldehyd-Kondensationsproduktes. Ferner
kommen auch entsprechende Phosphate, wie Salze des Phosphorsäureesters eines
p-Nonylphenol-(4-14)-Ethylenoxid-Adduktes oder Phospholipide, in Frage.
Die Mittel enthalten in der Regel 0,1 bis 99%, insbesondere 0,1 bis 95%, eines Gemisches
des Wirkstoffes der Formel (A) mit dem Wirkstoff der Formel (B), und 1 bis 99,9%, insbe
sondere 5 bis 99,9%, - mindestens - eines festen oder flüssigen Hilfsstoffes, wobei in der
Regel 0 bis 25%, insbesondere 0,1 bis 20%, der Mittel Tenside sein können (% bedeutet
jeweils Gewichtsprozent). Während als Handelsware eher konzentrierte Mittel bevorzugt
werden, verwendet der Endverbraucher in der Regel verdünnte Mittel, die wesentlich gerin
gere Wirkstoffkonzentrationen aufweisen. Bevorzugte Mittel setzen sich insbesondere fol
gendermaßen zusammen (% = Gewichtsprozent):
Emulgierbare Konzentrate:
Gemisch von (A) und (B): 1 bis 90%, vorzugsweise 5 bis 20%
Tensid: 1 bis 30%, vorzugsweise 10 bis 20%
Lösungsmittel: 5 bis 98%, vorzugsweise 70 bis 85%
Gemisch von (A) und (B): 1 bis 90%, vorzugsweise 5 bis 20%
Tensid: 1 bis 30%, vorzugsweise 10 bis 20%
Lösungsmittel: 5 bis 98%, vorzugsweise 70 bis 85%
Stäubemittel:
Gemisch von (A) und (B): 0,1 bis 10%, vorzugsweise 0,1 bis 1%
fester Trägerstoff: 99,9 bis 90%, vorzugsweise 99,9 bis 99%
Gemisch von (A) und (B): 0,1 bis 10%, vorzugsweise 0,1 bis 1%
fester Trägerstoff: 99,9 bis 90%, vorzugsweise 99,9 bis 99%
Suspensionskonzentrate:
Gemisch von (A) und (B): 5 bis 75%, vorzugsweise 10 bis 50%
Wasser: 94 bis 24%, vorzugsweise 88 bis 30%
Tensid: 1 bis 40%, vorzugsweise 2 bis 30%
Gemisch von (A) und (B): 5 bis 75%, vorzugsweise 10 bis 50%
Wasser: 94 bis 24%, vorzugsweise 88 bis 30%
Tensid: 1 bis 40%, vorzugsweise 2 bis 30%
Benetzbare Pulver:
Gemisch von (A) und (B): 0,5 bis 90%, vorzugsweise 1 bis 80%
Tensid: 0,5 bis 20%, vorzugsweise 1 bis 15%
fester Trägerstoff: 5 bis 99%, vorzugsweise 15 bis 98%
Gemisch von (A) und (B): 0,5 bis 90%, vorzugsweise 1 bis 80%
Tensid: 0,5 bis 20%, vorzugsweise 1 bis 15%
fester Trägerstoff: 5 bis 99%, vorzugsweise 15 bis 98%
Granulate:
Gemisch von (A) und (B): 0,5 bis 30%, vorzugsweise 3 bis 15%
fester Trägerstoff: 99,5 bis 70%, vorzugsweise 97 bis 85%.
Gemisch von (A) und (B): 0,5 bis 30%, vorzugsweise 3 bis 15%
fester Trägerstoff: 99,5 bis 70%, vorzugsweise 97 bis 85%.
Die erfindungsgemäßen Mittel können auch weitere feste oder flüssige Hilfsstoffe, wie
Stabilisatoren, z. B. gegebenenfalls epoxidierte Pflanzenöle (z. B. epoxidiertes Kokosnußöl,
Rapsöl oder Sojaöl), Entschäumer, z. B. Silikonöl, Konservierungsmittel, Viskositätsregulato
ren, Bindemittel und/oder Haftmittel, sowie Düngemittel oder andere Wirkstoffe zur Erzie
lung spezieller Effekte, z. B. Bakterizide, Fungizide, Nematizide, Molluskizide oder Herbizi
de, enthalten.
Die erfindungsgemäßen Mittel werden in bekannter Weise hergestellt, z. B. vor der Mi
schung mit dem/den Hilfsstoff(en) durch Mahlen, Sieben und/oder Pressen eines Wirkstoffs
oder des Wirkstoffgemisches, z. B. auf eine bestimmte Korngröße, sowie durch inniges
Vermischen und/oder Vermahlen des Wirkstoffgemisches mit dem (den) Hilfsstoff(en). Das
Verfahren zur Herstellung der Mittel ist deshalb ein weiterer Gegenstand der Erfindung.
Die Anwendungsverfahren für die Mittel, also die Verfahren zur Bekämpfung von Schädlin
gen des erwähnten Typus, wie, je nach angestrebten Zielen und gegebenen Verhältnissen
zu wählendes, Versprühen, Benetzen, Vernebeln, Bestäuben, Bestreichen, Beizen, Streuen
oder Gießen, und die Verwendung der Mittel zur Bekämpfung von Schädlingen des er
wähnten Typus sind weitere Gegenstände der Erfindung. Typische Anwendungskonzentra
tionen liegen dabei zwischen 0,1 und 1000 ppm, bevorzugt zwischen 0,1 und 500 ppm,
Wirkstoff. Die Aufwandmenge kann innerhalb weiter Bereiche variieren und hängt von der
Beschaffenheit des Bodens, der Art der Anwendung (Blattapplikation; Saatbeizung; An
wendung in der Saatfurche), der Kulturpflanze, dem zu bekämpfenden Schädling, den je
weils vorherrschenden klimatischen Verhältnissen und anderen durch Anwendungsart, An
wendungszeitpunkt und Zielkultur bestimmten Faktoren ab. Die Aufwandmengen pro Hektar
betragen im allgemeinen 1 bis 2000 g Wirkstoffgemisch pro Hektar, insbesondere 10 bis
1000 g/ha, vorzugsweise 20 bis 600 g/ha, besonders bevorzugt 20 bis 200 g/ha.
Ein bevorzugtes Anwendungsverfahren auf dem Gebiet des Pflanzenschutzes ist das Auf
bringen auf das Blattwerk der Pflanzen (Blattapplikation), wobei sich Applikationsfrequenz
und Aufwandmenge auf den Befallsdruck des jeweiligen Schädlings ausrichten lassen. Die
Wirkstoffe können aber auch durch das Wurzelwerk in die Pflanzen gelangen (systemische
Wirkung), indem man den Standort der Pflanzen mit einem flüssigen Mittel tränkt oder die
Wirkstoffe in fester Form in den Standort der Pflanzen, z. B. in den Boden, einbringt, z. B. in
Form von Granulat (Bodenapplikation). Bei Wasserreiskulturen kann man solche Granulate
dem überfluteten Reisfeld zudosieren.
Die erfindungsgemäßen Mittel eignen sich auch für den Schutz von pflanzlichem Vermeh
rungsgut, z. B. Saatgut, wie Früchten, Knollen oder Körnern, oder Pflanzenstecklingen, vor
tierischen Schädlingen. Das Vermehrungsgut kann dabei vor dem Ausbringen mit dem Mit
tel behandelt, Saatgut z. B. vor der Aussaat gebeizt, werden. Die erfindungsgemäßen
Wirkstoffe können auch auf Samenkörner aufgebracht werden (Coating), indem man die
Körner entweder in einem flüssigen Mittel tränkt oder sie mit einem festen Mittel beschich
tet. Das Mittel kann auch beim Ausbringen des Vermehrungsguts auf den Ort der Ausbrin
gung, z. B. bei der Aussaat in die Saatfurche, appliziert werden. Diese Behandlungsverfah
ren für pflanzliches Vermehrungsgut und das so behandelte pflanzliche Vermehrungsgut
sind weitere Gegenstände der Erfindung.
Die folgenden Beispiele dienen der Erläuterung der Erfindung. Sie schränken die Erfindung
nicht ein.
Aus solchen Konzentraten können durch Verdünnen mit Wasser Emulsionen jeder ge
wünschten Konzentration hergestellt werden.
Die Lösungen sind zur Anwendung in Form kleinster Tropfen geeignet.
Die Wirkstoffe werden zusammen in Dichlormethan gelöst, auf den Träger aufgesprüht und
das Lösungsmittel anschließend im Vakuum abgedampft.
Durch inniges Vermischen der Trägerstoffe mit den Wirkstoffen erhält man gebrauchs
fertige Stäubemittel.
Die Wirkstoffe werden mit den Zusatzstoffen vermischt und in einer geeigneten Mühle gut
vermahlen. Man erhält Spritzpulver, die sich mit Wasser zu Suspensionen jeder ge
wünschten Konzentration verdünnen lassen.
| Wirkstoffgemisch (40 : 1) | 10% |
| Octylphenolpolyethylenglykolether (4-5 Mol EO) | 3% |
| Ca-Dodecylbenzolsulfonat | 3% |
| Ricinusölpolyglykolether (36 Mol EO) | 4% |
| Cyclohexanon | 30% |
| Xylolgemisch | 50% |
Aus diesem Konzentrat können durch Verdünnen mit Wasser Emulsionen jeder ge
wünschten Konzentration hergestellt werden.
Man erhält anwendungsfertige Stäubemittel, indem die Wirkstoffe mit dem Träger vermischt
und auf einer geeigneten Mühle vermahlen werden.
| Wirkstoffgemisch (10 : 1) | 10% |
| Na-Ligninsulfonat | 2% |
| Carboxymethylcellulose | 1% |
| Kaolin | 87% |
Die Wirkstoffe werden mit den Zusatzstoffen vermischt, vermahlen und mit Wasser ange
feuchtet. Dieses Gemisch wird extrudiert, granuliert und anschließend im Luftstrom ge
trocknet.
| Wirkstoffgemisch (20 : 3) | 3% |
| Polyethylenglykol (MG 200) | 3% |
| Kaolin | 94% |
Die fein gemahlenen Wirkstoffe werden in einem Mischer auf das mit Polyethylenglykol an
gefeuchtete Kaolin gleichmäßig aufgetragen. Auf diese Weise erhält man staubfreie Um
hüllungs-Granulate.
| Wirkstoffgemisch (15 : 1) | 40% |
| Ethylenglykol | 10% |
| Nonylphenolpolyethylenglykolether (15 Mol EO) | 6% |
| Na-Ligninsulfonat | 10% |
| Carboxymethylcellulose | 1% |
| 37%ige wäßrige Formaldehyd-Lösung | 0,2% |
| Silikonöl in Form einer 75%igen wäßrigen Emulsion | 0,8% |
| Wasser | 32% |
Die fein gemahlenen Wirkstoffe werden mit den Zusatzstoffen innig vermischt. Man erhält
so ein Suspensions-Konzentrat, aus welchem durch Verdünnen mit Wasser Suspensionen
jeder gewünschten Konzentration hergestellt werden können.
Es ist oft praktischer, den Wirkstoff der Formel (A) und den Mischpartner (B) einzeln zu
formulieren und sie dann erst kurz vor dem Ausbringen im Applikator im gewünschten Mi
schungsverhältnis als "Tankmischung" im Wasser zusammenzubringen.
Ein pestizid synergistischer Effekt liegt immer dann vor, wenn die Wirkung der Kombination
des Wirkstoffes der Formel (A) mit dem Wirkstoff der Formel (B) größer ist als die Summe
der Wirkung der einzeln applizierten Wirkstoffe.
Beispielsweise kann die zu erwartende pestizide Wirkung We für eine gegebene Kombina
tion zweier Pestizide wie folgt berechnet werden (vgl. COLBY, S. R., "Calculating synergistic
and antagonstic response of herbicide combinations", Weeds 15, Seiten 20-22, 1967):
Dabei bedeuten:
X = Prozent Mortalität bei Behandlung mit der Verbindung der Formel (A) mit p kg Auf wandmenge pro Hektar im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle (= 0%).
Y = Prozent Mortalität bei Behandlung mit der Verbindung der Formel (B) mit q kg Auf wandmenge pro Hektar im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle.
We = Erwartete pestizide Wirkung (Prozent Mortalität im Vergleich zur unbehandelten Kon trolle) nach Behandlung mit der Verbindung der Formel (A) und der Verbindung der Formel (B) bei einer Aufwandmenge von p + q kg Wirkstoff pro Hektar.
X = Prozent Mortalität bei Behandlung mit der Verbindung der Formel (A) mit p kg Auf wandmenge pro Hektar im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle (= 0%).
Y = Prozent Mortalität bei Behandlung mit der Verbindung der Formel (B) mit q kg Auf wandmenge pro Hektar im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle.
We = Erwartete pestizide Wirkung (Prozent Mortalität im Vergleich zur unbehandelten Kon trolle) nach Behandlung mit der Verbindung der Formel (A) und der Verbindung der Formel (B) bei einer Aufwandmenge von p + q kg Wirkstoff pro Hektar.
Ist die tatsächlich beobachtete Wirkung größer als der zu erwartende Wert We, so liegt
Synergismus vor.
Der synergistische Effekt der Kombinationen des Wirkstoffs der Formel (A) mit dem Wirk
stoff der Formel (B) wird in den folgenden Beispielen demonstriert.
Buschbohnenpflanzen werden in Gazekäfige gestellt und mit Adulten von Bemisia tabaci
besiedelt. Nach erfolgter Eiablage werden alle Adulten entfernt. 10 Tage später werden die
Pflanzen mit den darauf befindlichen Nymphen mit einer wäßrigen Suspensionsspritzbrü
he, die 50 ppm Wirkstoffgemisches enthält, besprüht. Nach weiteren 14 Tagen wird der
prozentuale Schlupf der Eier im Vergleich zu unbehandelten Kontrollansätzen ausgewertet.
Bei diesem Versuch zeigen die Kombinationen des Wirkstoffs der Formel (A) mit dem Wirk
stoff der Formel (B) einen synergistischen Effekt. Insbesondere zeigt die Kombination des
Wirkstoffs der Formel (A) mit dem Wirkstoff der Formel (B) in einem Verhältnis von 20 : 1
und in einem Verhältnis von 20 : 3 einen sehr guten Effekt.
Junge Sojapflanzen werden mit einer wäßrigen Emulsions-Spritzbrühe, die 400 ppm des
Wirkstoffgemisches enthält, besprüht. Nach dem Antrocknen des Spritzbelages werden die
Sojapflanzen mit 10 Raupen des dritten Stadiums von Spodoptera littoralis besiedelt und in
einen Plastikbehälter gegeben. 3 Tage später erfolgt die Auswertung. Aus dem Vergleich
der Anzahl toter Raupen und des Fraßschadens auf den behandelten zu denjenigen auf
den unbehandelten Pflanzen wird die prozentuale Reduktion der Population bzw. die pro
zentuale Reduktion des Fraßschadens (% Wirkung) bestimmt.
Bei diesem Versuch zeigen die Kombinationen des Wirkstoffs der Formel (A) mit dem Wirk
stoff der Formel (B) einen synergistischen Effekt. Insbesondere zeigt die Kombination des
Wirkstoffs der Formel (A) mit dem Wirkstoff der Formel (B) in einem Verhältnis von 10 : 1
und in einem Verhältnis von 40 : 1 einen sehr guten Effekt.
Auf Filterpapier abgelegte Eier von Lobesia botrana werden für kurze Zeit in eine aceto
nisch-wäßrige Testlösung, die 400 ppm des zu prüfenden Wirkstoffgemisches enthält, ein
getaucht. Nach dem Antrocknen der Testlösung werden die Eier in Petrischalen inkubiert.
Nach 6 Tagen wird der prozentuale Schlupf der Eier im Vergleich zu unbehandelten Kon
trollansätzen ausgewertet (% Schlupfreduktion).
Bei diesem Versuch zeigen die Kombinationen des Wirkstoffs der Formel (A) mit dem Wirk
stoff der Formel (B) einen synergistischen Effekt. Insbesondere zeigt die Kombination des
Wirkstoffs der Formel (A) mit dem Wirkstoff der Formel (B) in einem Verhältnis von 20 : 1
und in einem Verhältnis von 20 : 3 einen sehr guten Effekt.
Apfelsämlinge werden mit adulten Weibchen von Panonychus ulmi besiedelt.
Nach sieben Tagen werden die infizierten Pflanzen mit einer wäßrigen Emulsions-Spritz
brühe, enthaltend 400 ppm der zu prüfenden Verbindung, bis zur Tropfnäs
se besprüht und im Gewächshaus kultiviert. Nach 14 Tagen erfolgt die Auswer
tung. Aus dem Vergleich der Anzahl toter Spinnmilben auf den behandelten zu
denjenigen auf den unbehandelten Pflanzen wird die prozentuale Reduktion an
Population (% Wirkung) bestimmt.
Bei diesem Versuch zeigen die Kombinationen des Wirkstoffs der Formel (A) mit dem Wirk
stoff der Formel (B) einen synergistischen Effekt. Insbesondere zeigt die Kombination des
Wirkstoffs der Formel (A) mit dem Wirkstoff der Formel (B) in einem Verhältnis von 5 : 1,
15 : 1 und 30 : 1 einen sehr guten Effekt.
Junge Bohnenpflanzen werden mit einer Mischpopulation von Tetranychus urti
cae besiedelt und 1 Tag später mit einer wäßrigen Emulsions-Spritzbrühe, die
400 ppm des Wirkstoffes enthält, besprüht. Die Pflanzen werden anschließend
für 11 Tage bei 24°C inkubiert und danach ausgewertet. Aus dem Vergleich der
Anzahl toter Eier, Larven und Adulten auf den behandelten zu denjenigen auf
den unbehandelten Pflanzen wird die prozentuale Reduktion der Population (%
Wirkung) bestimmt.
Bei diesem Versuch zeigen die Kombinationen des Wirkstoffs der Formel (A) mit
dem Wirkstoff der Formel (B) einen synergistischen Effekt. Insbesondere zeigt
die Kombination des Wirkstoffs der Formel (A) mit dem Wirkstoff der Formel (B)
in einem Verhältnis von 10 : 1, 15 : 1 und 20 : 1 einen sehr guten Effekt.
Claims (10)
1. Schädlingsbekämpfungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß es eine mengenmäßig
variable Kombination aus der pestizid wirksamen Verbindung der Formel
in freier Form oder in Form eines agrochemisch verträglichen Salzes, und aus der pestizid wirksamen Verbindung der Formel
in freier Form oder in Form eines agrochemisch verträglichen Salzes, sowie mindestens einen Hilfsstoff enthält.
in freier Form oder in Form eines agrochemisch verträglichen Salzes, und aus der pestizid wirksamen Verbindung der Formel
in freier Form oder in Form eines agrochemisch verträglichen Salzes, sowie mindestens einen Hilfsstoff enthält.
2. Mittel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als Wirkstoffe die Verbin
dungen der Formel (A) und der Formel (B) in freier Form enthält.
3. Verfahren zur Bekämpfung von Schädlingen, dadurch gekennzeichnet, daß man ein
Mittel, wie in einem der Ansprüche 1 und 2 beschrieben, auf die Schädlinge oder ihren Le
bensraum appliziert.
4. Verfahren gemäß Anspruch 3 zur Bekämpfung von Insekten der Ordnung Acarina.
5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 3 oder 4 zum Schutz von pflanzlichem Vermeh
rungsgut, dadurch gekennzeichnet, daß man das Vermehrungsgut oder den Ort der Aus
bringung des Vermehrungsguts behandelt.
6. Verfahren zur Herstellung eines Mittels wie in einem der Ansprüche 1 und 2 beschrieben,
dadurch gekennzeichnet, daß man die Wirkstoffe mit dem (den) Hilfsstoff(en) innig ver
mischt.
7. Pflanzliches Vermehrungsgut, behandelt gemäß dem in Anspruch 5 beschriebenen
Verfahren.
8. Verwendung eines Mittels wie in einem der Ansprüche 1 und 2 beschrieben in einem
Verfahren wie in einem der Ansprüche 3 bis 6 beschrieben.
9. Verwendung einer Verbindung der Formel (A), in freier Form oder in agrochemisch ver
träglicher Salzform, zur Herstellung eines Mittels wie in einem der Ansprüche 1 und 2 be
schrieben.
10. Verwendung einer Verbindung der Formel (B), in freier Form oder in agrochemisch ver
träglicher Salzform, zur Herstellung eines Mittels wie in einem der Ansprüche 1 und 2 be
schrieben.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH262296 | 1996-10-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19746434A1 true DE19746434A1 (de) | 1998-04-30 |
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ID=4237905
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19746434A Withdrawn DE19746434A1 (de) | 1996-10-24 | 1997-10-21 | Pestizides Mittel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19746434A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2011134816A1 (en) * | 2010-04-27 | 2011-11-03 | Syngenta Participations Ag | Methods of controlling neonicotinoid resistant aphids |
| WO2011160982A1 (en) * | 2010-06-25 | 2011-12-29 | Syngenta Participations Ag | Methods for controlling mites |
-
1997
- 1997-10-21 DE DE19746434A patent/DE19746434A1/de not_active Withdrawn
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2011134816A1 (en) * | 2010-04-27 | 2011-11-03 | Syngenta Participations Ag | Methods of controlling neonicotinoid resistant aphids |
| WO2011160982A1 (en) * | 2010-06-25 | 2011-12-29 | Syngenta Participations Ag | Methods for controlling mites |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| 8130 | Withdrawal |