DE19745101A1 - Im-Ohr-Hörgerät - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Im-Ohr-Hörgerät mit einem
Hörgeräte-Ladeschaltkreis, der einen aufladbaren elektrischen
Energiespeicher aufweist, der nach dem Einlegen des Hörgeräts
in einen Ladebehälter mit einem Ladeschaltkreis verbindbar
ist.
Hörgeräte sind auch in der Bauart als Im-Ohr-Hörgeräte mit
aufladbaren elektrischen Energiespeichern, nämlich aufladba
ren Batterien bzw. Akkumulatoren bekannt. Eine Schwierigkeit
für den Anwender besteht jedoch darin, daß der aufladbare
elektrische Energiespeicher dem Hörgerät entnommen werden
muß, um den Energiespeicher in einem gesonderten Ladegerät
wieder aufzuladen.
Zur Erleichterung der Aufladung, bei der die Ladezeit auch
überwacht werden muß', um ein Überladen zu vermeiden, sind
Hörgeräte bekannt, bei denen der elektrische Energiespeicher
fest eingebaut ist und über von außen zugängliche Ladekontak
te mit dem Ladegerät verbunden werden kann.
Bei einem bekannten Im-Ohr-Hörgerät der eingangs genannten
Gattung (WO 93/18629) wird das Hörgerät in eine Mulde eines
Ladebehälters eingelegt. Aus der Wandfläche der Mulde ragende
Kontaktstifte treten mit den Ladekontakten des Hörgeräts in
Verbindung, um den elektrischen Energiespeicher aufzuladen.
Hierbei ist nachteilig, daß vor allem bei individuell dem Ohr
angepaßten Im-Ohr-Hörgeräten eine individuelle Anpassung der
Ladekontakte erforderlich ist. Dies ist aufwendig und kann zu
Fehlern führen.
Es ist zwar bei außerhalb des Ohres zu tragenden Hörgeräten
bekannt (Zeitschrift "Hearing Instruments", Band 38, Nr. 7,
Juli 1987), den elektrischen Energiespeicher induktiv
aufzuladen, ohne daß der Energiespeicher aus dem Hörgerät
herausgenommen werden müßte. Das Hörgerät ist jedoch wegen
der Abmessungen der Spule sehr groß und daher wenig diskret
und ästhetisch. Deshalb ist diese Technik für ein Im-Ohr-
Hörgerät nicht geeignet.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Im-Ohr-Hörgerät so
auszugestalten, daß sein Energiespeicher in einfacher Weise
aufgeladen werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der
Hörgeräte-Ladeschaltkreis eine über einen Gleichrichter mit
dem elektrischen Energiespeicher verbundene Sekundärspule
aufweist, die mit einer mit dem Ladeschaltkreis verbundenen
Primärspule im Ladebehälter bei eingelegtem Hörgerät induktiv
gekoppelt ist, und daß die Sekundärspule als eine den
elektrischen Energiespeicher umgebende kernlose Spule
ausgeführt ist.
Erst durch die sehr platzsparende Anordnung der Sekundärspu
le, die ohne Kern ausgeführt wird, ist es möglich, den
hierfür erforderlichen zusätzlichen Platzbedarf so gering zu
halten, daß die Unterbringung auch in einem Im-Ohr-Hörgerät
möglich ist. Die induktive Koppelung mit der Primärspule des
Ladeschaltkreises geschieht in einfacher Weise dadurch, daß
das Im-Ohr-Hörgerät in den Ladebehälter eingelegt wird. Die
geringe Richtungsabhängigkeit der kernlosen Sekundärspule
macht ein genaues Ausrichten des Hörgeräts im Ladebehälter
überflüssig; es genügt, das Hörgerät in den als übliches
Aufbewahrungsetui gestalteten Ladebehälter einzulegen.
Der geringe Platzbedarf der erfindungsgemäß ausgeführten
Sekundärspule beeinträchtigt die bei einem Im-Ohr-Hörgerät
wichtige individuelle Anpassungsmöglichkeit an das Ohr des
Anwenders nicht.
Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist
vorgesehen, daß der elektrische Energiespeicher im Hörgeräte-
Ladeschaltkreis mit einem Spannungsmeßgerät verbunden ist,
dessen Ausgangssignal über einen Modulator der Sekundärspule
zugeführt wird, und daß der Ladeschaltkreis eine über einen
Demodulator an die Primärspule angeschlossene Auswerteschal
tung aufweist, die über eine Ladesteuerung den Energiefluß
zur Primärspule steuert.
Das vom Spannungsmeßgerät des Hörgeräte-Ladeschaltkreises
gelieferte Ausgangssignal, das eine Information über den
Ladezustand des Energiespeichers liefert, wird induktiv von
der Sekundärspule auf die Primärspule übertragen und in der
Auswerteschaltung des Ladeschaltkreises dazu benutzt, den
Ladevorgang so zu steuern, daß ein Überladen vermieden wird.
Damit ist auch eine Schnelladung des Energiespeichers
möglich, ohne daß die Gefahr einer Schädigung besteht.
Der elektrische Energiespeicher kann mit zwei von außen
zugänglichen Prüfkontakten verbunden sein, die es ermögli
chen, den elektrischen Energiespeicher, insbesondere
Akkumulator, zu testen, ohne das Hörgerät zu öffnen. Damit
kann in einfacher Weise geprüft werden, ob innerhalb der
üblichen Gebrauchszeit eines im Ohr-Hör-Geräts ein Auswech
seln des Energiespeichers erforderlich ist.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung ist
vorgesehen, daß die Primärspule in den Behälterinnenwänden
des Ladebehälters verlegt ist, die einen Behälterinnenraum
umgeben. Dadurch kann der Ladebehälter zugleich als
Aufbewahrungsetui für das Im-Ohr-Hörgerät verwendet werden,
ohne daß die Primärspule sichtbar wäre oder stören würde. Die
durch den Betrieb der Primärspule hervorgerufene Erwärmung
des Behälterinnenraums dient zugleich dazu, das Im-Ohr-
Hörgerät während der Aufbewahrung zu trocknen.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher
erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist. Es zeigt:
Fig. 1 in räumlicher Darstellungsweise ein Im-Ohr-Hörgerät,
das der deutlicheren Darstellung halber so weit durchsichtig
dargestellt ist, daß der darin enthaltene elektrische
Energiespeicher sichtbar ist,
Fig. 2 in räumlicher Darstellungsweise den zum Im-Ohr-
Hörgerät nach Fig. 1 gehörenden Aufbewahrungs- und Ladebehäl
ter und
Fig. 3 einen schematischen Schaltplan des Hörgeräte-
Ladeschaltkreises und des Ladeschaltkreises.
Das in Fig. 1 dargestellte Im-Ohr-Hörgerät 1 weist einen aus
Kunststoff bestehenden Formkörper 2 auf, der der Ohrform des
Benutzers individuell angepaßt ist. Das Im-Ohr-Hörgerät 1
enthält einen (nicht dargestellten) Hörgeräte-
Ladeschaltkreis, zu dessen Stromversorgung ein elektrischer
Energiespeicher 3 dient, der als Akkumulator ausgeführt ist.
Außerdem enthält das Im-Ohr-Hörgerät 1 einen Hörgeräte-
Ladeschaltkreis 4, der in Fig. 3 als schematischer Schaltplan
dargestellt ist und zum Aufladen des elektrischen Energie
speichers 3 dient und später noch näher beschrieben wird. Ein
als Aufnahmeetui (Fig. 2) ausgeführter Ladebehälter 5 dient
dazu, das Im-Ohr-Hörgerät 1 aufzunehmen, wenn der Benutzer es
nicht im Ohr trägt, insbesondere nachts. Der Ladebehälter 5
weist ein Behälterunterteil 6 auf, der einen für die Aufnahme
des Im-Ohr-Hörgerätes 1 bestimmten Behälterinnenraum 7
umschließt. In den Behälterinnenwänden ist eine Primärspule 8
mit umlaufenden Windungen verlegt. Die Primärspule 8 ist Teil
eines Ladeschaltkreises 9, der in Fig. 3 als vereinfachter
Schaltplan dargestellt ist. Der Ladeschaltkreis 9 ist über
eine Anschlußbuchse 10, die seitlich aus dem Ladebehälter 6
herausgeführt ist, mit einem (nicht dargestellten) Netzteil
verbunden, das einen Wechselstrom mit niedriger Spannung an
die Primärspule 8 liefert.
Wenn das Im-Ohr-Hörgerät 1 in den Ladebehälter 6 eingelegt
ist, umgibt die Primärspule 8 das Im-Ohr-Hörgerät 1 und ist
induktiv mit einer Sekundärspule 11 verbunden, die als
kernlose Spule ausgeführt ist und den elektrischen Energie
speicher 3 umgibt, wie man aus Figur erkennt. Die Sekundär
spule 11 ist über ein Tiefpaßfilter 12 und einen Gleichrich
ter 13 mit dem elektrischen Energiespeicher 3 verbunden und
lädt diesen auf. Ein mit dem aufladbaren elektrischen
Energiespeicher 3 verbundenes Spannungsmeßgerät 14 liefert im
Hörgeräte-Ladeschaltkreis 4 über einen Modulator 15 ein
Ausgangssignal an die Sekundärspule 11, das dem Ladezustand
des Energiespeichers 3 entspricht. Dieses modulierte
Ausgangssignal wird von der Sekundärspule 11 induktiv auf die
Primärspule 8 übertragen und gelangt über einen Demodulator
16 des Ladeschaltkreises 9 an eine Auswerteschaltung 17, die
über eine Ladesteuerung den Energiefluß zur Primärspule 8
steuert. Auf diese Weise wird der Ladevorgang abgebrochen,
wenn der Energiespeicher 3 geladen ist. Damit wird eine
Überladung vermieden.
Der aufladbare elektrische Energiespeicher 3, um den die
Sekundärspule 11 in der in Fig. 1 gezeigten platzsparenden
Weise gewickelt ist, ist mit zwei von außen zugänglichen
Prüfkontakten 18 versehen, die eine Prüfung der Funktionsfä
higkeit des Energiespeichers 3 durch ein von außen angelegtes
Prüfgerät ermöglichen.
Claims (4)
1. Im-Ohr-Hörgerät mit einem Hörgeräte-Ladeschaltkreis, der
einen aufladbaren elektrischen Energiespeicher aufweist, der
nach dem Einlegen des Hörgeräts in einen Ladebehälter mit
einem Ladeschaltkreis verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Hörgeräte-Ladeschaltkreis (4) eine über einen
Gleichrichter (13) mit dem elektrischen Energiespeicher (3)
verbundene Sekundärspule (11) aufweist, die mit einer mit dem
Ladeschaltkreis (9) verbundenen Primärspule (8) im Ladebehäl
ter (5) bei eingelegtem Hörgerät induktiv gekoppelt ist, und
daß die Sekundärspule (11) als eine den elektrischen
Energiespeicher (3) umgebende kernlose Spule ausgeführt ist.
2. Im-Ohr-Hörgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der elektrische Energiespeicher (3) im Hörgeräte-
Ladeschaltkreis mit einem Spannungsmeßgerät (14) verbunden
ist, dessen Ausgangssignal über einen Modulator (15) der
Sekundärspule (11) zugeführt wird, und daß der Ladeschalt
kreis (9) eine über einen Demodulator (16) an die Primärspule
(8) angeschlossene Auswerteschaltung (17) aufweist, die über
eine Ladesteuerung den Energiefluß zur Primärspule (8)
steuert.
3. Im-Ohr-Hörgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der elektrische Energiespeicher (3) mit zwei von außen
zugänglichen Prüfkontakten (18) verbunden ist.
4. Im-Ohr-Hörgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Primärspule (8) in den Behälterinnenwänden des
Ladebehälters (5) verlegt ist, die einen Behälterinnenraum
(7) umgeben.
Priority Applications (2)
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Publications (1)
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Also Published As
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