DE19745048C2 - Stromverteil- und -abnahmesystem - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Stromverteil- und -abnahmesystem gemäß dem Ober
begriff des Anspruchs 1.
Aus der EP-A1-0 404 979 ist ein Stromverteil- und -abnahmesystem mit minde
stens einer selbsttragenden, plastisch verformbaren und elektrisch isolierenden
Schiene bekannt, in der Stromleitungen in nebeneinanderliegenden Längskanälen
eingebettet sind. Bei einer Ausführungsform der Schiene ist diese in Querschnitt
im wesentlichen rechteckförmig ausgebildet, wobei die Längskanäle für runde
Drahtleitungen im oberen Teil der Schiene angeordnet und von oben her durch
Schlitze zugänglich sind. Der Stromabnehmer ist Teil einer Lampenfassung und
faßt die Schiene fast vollständig ein, wobei die im Stromabnehmer eingebetteten
Kontaktmesser mit mittig angeordneten Schneiden radial auf die Stromleitungen
gedrückt werden. Die Schiene kann mittels Befestigungselementen an Tragflächen
befestigt werden.
In der DE-A1-40 32 622 ist eine flexible Schiene vorgeschlagen, bei der die Längs
kanäle und die Schlitze im unteren Bereich angeordnet sind und die Schlitze sich
daher nach unten öffnen. Die im Stromabnehmer eingebetteten Kontaktmesser
sind als Dorne ausgebildet und werden mit ihren Spitzen von der Unterseite der
Schiene her bei der Montage des Stromabnehmers an der Schiene radial auf die in
den Längskanälen liegenden Drähte gedrückt. Im oberen Bereich der Schiene ist
eine sich nach oben öffnende, T-förmige Längsnut angeordnet, mit deren Hilfe die
Schiene an darin liegenden, verschieblichen Befestigungen von einer Gebäudedec
ke abgehängt werden kann.
Bei diesem bekannten Stromverteil- und -abnahmesystem ist die Stromabnahme
linien- bzw. mehr oder weniger punktförmig und damit sehr unsicher. Für die
Abnahme größerer Ströme ist die bekannte Art der Stromabnahme außerdem
ungeeignet, weil es wegen der geringen Kontaktierungsfläche zur Erhitzung und
damit Verzunderung der Kontaktierungsstelle kommen kann.
Stromverteil- und -abnahmesysteme sind ferner durch die DE-OS 21 24 539, das
DE-GM 18 52 068, die DE-A1-23 50 535 und die JP-A-52-23 689 bekannt, die
alle jedoch keine plastisch verformbaren, sondern nur flexible Schienen zeigen.
Bei der genannten DE-OS 21 24 539 kann die als Fußleiste bezeichnete Isolier
schiene selbsttragend und aus weichelastischem Kunststoff ausgebildet sein,
wobei jeder Längsschlitz seitlich vom zugehörigen Längskanal angeordnet ist und
glatte Kontaktmesser tangential auf die in den Längskanälen angeordneten Strom
leitungen treffen. Der Kontaktierungsdruck wird durch die Elastizität der Isolier
schiene erzeugt. Die glatten Kontaktmesser kontaktieren die Stromleitungen jedoch
nur linienförmig.
Bei dem System gemäß der genannten DE-GM 18 52 068 hat die als Sockelleiste
bezeichnete Isolierschiene aus biegsamem Kunststoff drei Schlitze, in deren Seiten
flächen Gummirollen eingelassen sind und die seitlich von Längskanälen angeord
net sind, in denen Stromleitungen besonderer Form angeordnet sind. Die Kontakt
messer haben an ihrer Spitze ein an die Form der Stromleitung angepasste Nega
tivform, so dass die Stromleitungen tangential kontaktiert werden, und besitzen im
hinteren Bereich auf beiden Seiten halbrunde Ausnehmungen, in denen die Kon
taktmesser mittels der in diesen Ausnehmungne eingreifenden Gummirollen fest
gehalten werden können. Diese Ausführung hat die Nachteile, dass besondere
Gummirollen und komplizierte Ausbildungen der Stromleitungen und der
Kontaktmesser erforderlich sind.
Bei der DE-A1-23 50 535 ähnelt das System dem der DE-OS 21 24 539.
Abweichend ist bei der flexiblen Isolierschiene der seitlich vom Längskanal
liegende Längsschlitz fast geschlossen. Auf der Oberseite der Isolierschiene ist
mittig eine hinterschnittene Längsnut vorgesehen, in der Befestigungsstifte
eingesetzt werden können. Auch hier ist aber die Kontaktierung der
Stromleitungen durch die Kontaktmesser nur linienförmig.
Gemäß der in den Patent Abstracts of Japan veröffentlichten Zusammenfassung
unter der genannten Nummer JP-A-52-23 689 hat das System eine flexible
Isolierschiene mit Längskanälen, in denen Drähte angeordnet sind, und seitlich
vom Längskanal angeordnete Längsschlitze, in die Kontaktstifte eines Steckers
einführbar und in tangentialen Kontakt mit den Drähten bringbar sind. Die
Isolierschiene wird offenbar mittels Bügel an der Wand befestigt. Die Verbindung
der Kontaktstifte mit den Drähten ist nur punktförmig.
In der US-A-3 044 035 ist eine nichtelastische Kunststoffschiene mit
Längskanälen und mit diesen in Verbindung stehenden Längsschlitzen dargestellt,
durch die Kontaktelemente eines Steckers tangentiale Verbindung mit den in den
Längskanälen angeordneten Stromleitungsdrähten erreichen können. Das
Kontaktelement ist aus einer im Querschnitt U-förmigen Leiste mit einer
Längsausnehmung in der Basis der Leiste und einer in dieser Längsausnehmung
angeordneten Blattfeder aufgebaut, die im vorderen Bereich eine an die Rundung
des Stromleitungsdrahts angepaßte Rille aufweist. Dieses System erfordert jedoch
kompliziert aufgebaute Kontaktelemente, und die Halterung des Steckers an den
Drähten erfolgt durch die Federkraft der Blattfedern.
Schließlich ist aus der FR 1 280 282 eine elastische Isolierschiene mit Längs
kanälen bekannt, in denen im Querschnitt etwa U-förmige Stromleitungsfedern
eingebetten sind. Zwischen den Schenkeln dieser Stromleitungsfedern sind Kon
taktstifte eines Steckers einführbar, wobei der Stecker die Unterseite und die
Seitenflächen der Isolierschiene einfassende, integrierte Klammern aufweist.
Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, ein Stromverteil- und -abnahme
system der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art zu schaffen, bei dem
die Kontaktmesser des Stromabnehmers mit den in den Längskanälen liegenden
Drähten mit einfachen Mitteln sicher kontaktiert werden können, ohne dass an den
Kontaktierungsstellen Wärme erzeugt wird und eine Verzunderung auftreten kann,
und bei dem sich beim Biegen der Schiene die Drähte im Schienenprofil gleich
mäßig verteilen können und dabei keine Längsverwindung der Schiene auftritt.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Die Kontaktmesser werden beim Einschieben in die Schlitze an den eine
gewisse Härte aufweisenden Drähten vorbeigeführt, rasten mit ihren Rillen in
die Drähte ein und werden durch das elastische Material der Schiene fest auf
die Drähte gedrückt. Die Rille des Kontaktmessers schafft dabei eine
verhältnismäßig große Kontaktierungsfläche, die sich vorzugsweise über ein
Viertel des Drahtumfangs erstreckt. Der Stromabnehmer läßt sich trotz
Überwindung der Rastkräfte auch bei mehreren, Drähte aufweisenden
Längskanälen verhältnismäßig leicht in die Schiene einführen.
Um das Einführen der Kontaktmesser in die Schlitze zu erleichtern, weisen die
Kontaktmesser gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung ein
schneidenförmiges, freies Ende auf.
Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist der Schlitz durch eine auf
der Seite des zugeordneten Längskanals angeformte Lippe der Schiene
abgedichtet. Somit werden die Drähte in den Längskanälen vor Staub und
Feuchtigkeit geschützt.
In diesem Fall genügt es, nach einer weiteren Ausbildung das freie Ende des
Kontaktmessers auf der Kontaktierungsseite anzufasen. Die angefaste Fläche
des Kontaktmessers schiebt dann beim Einführen des Kontaktmessers in den
Schlitz die Dichtlippe einfach zur Seite.
Eine derartige Schiene gemäß der Erfindung kann mittels einer auf ihrer
Oberseite mittig angeordneten, hinterschnittenen Längsnut und einem an die
hinterschnittene Längsnut angepaßten, einen Befestigungssteg aufweisenden
Körper selbsttragend an Gebäudedecken abgehängt werden, wie es an sich
durch die erwähnte DE-A1-40 32 622 bekannt ist. Um ein Herausgleiten des
Körpers aus dieser im flexiblen Schienenmaterial gebildeten Längsnut zu
verhindern, sieht eine weitere Ausgestaltung der Erfindung vor, dass die
Schiene zu beiden Seiten dieser Längsnut jeweils eine weitere Längsnut
aufweist und dass die Schienenbefestigungselemente ferner eine bewegliche,
gegen den Befestigungssteg verspannbare Klemmplatte umfassen, die mittig
eine Öffnung zur Durchführung des Befestigungsstegs und an zwei gegenüber
liegenden Enden Abkantungen zum Eingriff in die beiden weiteren Längsnuten
aufweist. Die Klemmplatte wirkt bei ihrem Verspannen so, dass die Öffnung der
hinterschnittenen Längsnut zusammengedrückt wird.
Diese Wirkung kann noch verstärkt werden, wenn die Abkantungen der Klemm
platte gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung auf der Seite des Körpers
angefast sind.
Beim Einsetzen der Kontaktmesser in die Schiene wird das flexible
Schienenmaterial auseinandergedrückt. Dies führt zu einer leichten
Schienenverbreiterung, die optisch stört. Um diese Schienenverbreiterung nicht
sichtbar werden zu lassen, sind die Kontaktmesser gemäß einer weiteren
Ausbildung der Erfindung in einem die Unterseite und Seitenflächen der
Schiene einfassenden Isolierkörper eingebettet. Durch diese Seitenwände wird
die Schiene in Form gehalten; zusätzlich wird durch das Einklemmen der
Schiene im Isolierkörper der Anpreßdruck der Kontaktmesser an die Drähte
erhöht.
Ein derartiger Stromabnehmer oder Isolierkörper mit Kontaktmessern kann
gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung in vorteilhafter Weise auch zur
elektrischen und mechanischen Verbindung zweier Schienen verwendet
werden.
Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt originaler Größe durch eine
Schiene mit eingebetteten Stromleitungen und durch
einen Stromabnehmer mit eingebetteten
Kontaktmessern gemäß der Erfindung,
Fig. 2 einen vergrößerten Querschnitt durch die Schiene
der Fig. 1,
Fig. 3 einen vergrößerten Querschnitt durch den die
Kontaktmesser tragenden Stromabnehmer der Fig.
1,
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eines Kontaktmessers
der Fig. 1,
Fig. 5 einen Querschnitt durch eine alternative Schiene mit
einer Befestigungsvorrichtung für die Schiene,
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht des Körpers der
Befestigungsvorrichtung in Fig. 5,
Fig. 7 eine perspektivische Ansicht der Klemmplatte der
Befestigungsvorrichtung in Fig. 5,
Fig. 8 einen Querschnitt durch den Stromabnehmer wie in
Fig. 3, jedoch in Originalgröße,
Fig. 9 einen Längsschnitt durch den in Fig. 8 dargestellten
Stromabnehmer,
Fig. 10 einen Querschnitt durch Schiene und
Stromabnehmer ähnlich der Fig. 1,
Fig. 11 eine Seitenansicht des Stromabnehmers der Fig. 10
und
Fig. 12 eine Ansicht des Stromabnehmers der Fig. 11 von
unten.
In Fig. 1 ist eine selbsttragende, elastische und elektrisch isolierende Schiene
1, vorzugsweise Hochvolt-Lichtschiene, dargestellt, in derem unteren Bereich
Stromleitungen 2-6 nebeneinander eingebettet sind. Die Stromleitungen liegen
in Form von massiven, runden Drähten, beispielsweise mit einem Durchmesser
von 2,5 mm, vor. Die Stromleitungen 2, 3, 4 sind Phasenleitungen für drei
getrennte Stromkreise, während die Stromleitung 6 den Nullleiter und die
Stromleitung 5 den Erdungsleiter darstellt. Die Schiene 1 ist an der Unterseite
und an den beiden Seitenflächen von einem Stromabnehmer 7 aus einem
Isolierkörper 8 und in diesem eingebetteten Kontaktmessern 9-13 eingefaßt.
Die Einfuhröffnungen für irgendwie ausgestaltete Abnehmer sind nicht radial,
sondern tangential zum jeweiligen Leiter angeordnet.
Die in Fig. 2 vergrößert dargestellte Schiene 1 hat einen etwa
rechteckförmigen Querschnitt und ist vorzugsweise aus EPDM-Gummi oder
Silikon-Gummi mit 65° Shore-Härte hergestellt. Die Unterseite der Schiene 1
ist im Querschnitt V-förmig ausgebildet. Im unteren Bereich der Schiene 1 sind
auf Linien, die parallel zu den V-Schenkeln verlaufen, links der Mitte drei
Längskanäle 14, 15, 16 und rechts der Mitte zwei Längskanäle 17, 18
angeordnet. Diese Längskanäle stehen mit zugeordneten, sich nach unten
öffnenden Längsschlitzen 19-23 in Verbindung, wobei diese Längsschlitze
seitlich in diese Längskanäle einmünden und wesentlich enger als die
Längskanäle ausgebildet sind. In den Längskanälen 14-18 werden die in Fig. 1
dargestellten Stromleitungen 2-6 eingebettet. Die Schiene 1 weist vertikale
Seitenflächen 24, 25 und auf der Oberseite mittig eine hinterschnittene
Längsnut 26 mit dreieckförmigem Querschnitt, die mit einen sich nach oben
erweiternden und öffnenden Einführungsschlitz 27 in Verbindung steht, sowie
zu beiden Seiten dieses Einführungsschlitzes je eine weitere Längsnut 28 bzw.
29 auf. Diese Längsnuten dienen der Schienenhalterung, wie später noch
näher erläutert wird. Die Schiene 1 kann von Hand und direkt am Montageort
beim Verbraucher dreidimensional frei gebogen und verkürzt werden. Beim
Biegen findet aufgrund der Verteilung der Stromleitungen keine Verwindung
der Schiene statt.
Der in Fig. 3 vergrößert dargestellte Stromabnehmer 7 besteht aus einem im
Querschnitt U-förmigen, aus einer Basiswand 30 und zwei Seitenwänden 31,
32 gebildeten Isolierkörper 8 aus Kunststoff, dessen Basiswand 30 wie die
Unterseite der Schiene 1 V-förmig ausgebildet ist. Die in der Basiswand
eingebetteten Kontaktmesser 9-13 sind so angeordnet, daß sie in die
Längsschlitze 19-23 (Fig. 2) eingeführt werden können.
Eines der Kontaktmesser 9-13, beispielsweise das Kontaktmesser 13, ist in
Fig. 4 näher dargestellt. Es besteht im wesentlichen aus einer
rechteckförmigen Kupferplatte mit einer Breite von beispielsweise 45 mm. Am
Basisende der Kupferplatte 33 befindet sich eine Verstärkungsleiste 34,
während in der Nähe des anderen Endes, des freien Endes, der Kupferplatte
eine parallel zur Stromleitung verlaufende, runde Rille 35 vorgesehen ist. Die
Rundung der Rille 35 ist an den Durchmesser der Stromleitung 6 angepaßt und
hat beispielsweise einen Innenradius von 1,25 mm. Die Rille 35 hat eine über
ihre Höhe gemessene Länge von vorzugsweise einem Viertel des
Stromleitungsumfangs. Das freie Ende der Kupferplatte ist auf der Seite der
Stromleitung angefast, so daß sich eine asymmetrische Schneide 36 ergibt, die
ein leichteres Einführen des Kontaktmessers 13 in den Schlitz 23 (Fig. 2) und
ein Aufgleiten auf den zugehörigen Draht (6; Fig. 1) ermöglicht. Da die ganze
Fläche der Rille 35 eine entsprechende Fläche auf dem zugehörigen Draht 6
kontaktiert und diese Flächen durch das rückfedernde Schienenmaterial fest
aufeinandergedrückt werden, wird eine sehr sichere Kontaktierung erreicht. Die
Kontaktierungsstelle ist mit hohen Strömen, beispielsweise 16A, belastbar,
ohne sich nennenswert zu erwärmen.
Die alternative Schiene 1' in Fig. 5 unterscheidet sich von der in Fig. 2
dargestellten Schiene 1 nur dadurch, daß jeder Schlitz 19-23 durch eine auf
der Seite des zugeordneten Längskanals angeformte Lippe 37-41 der Schiene
1' abgedichtet ist. Dadurch werden die in den Längskanälen liegenden
Stromleitungen gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt.
Ferner ist in Fig. 5 eine in die Schiene 1' eingesetzte Befestigungsvorrichtung
42 zum Abhängen dieser Schiene an einer Gebäudedecke gezeigt. Diese
Befestigungsvorrichtung umfaßt einen an die hinterschnittene Längsnut 26
angepaßten, einen Befestigungssteg 43 aufweisenden Körper 44 mit
dreieckförmigen Querschnitt, eine Klemmplatte 45 und eine Mutter. Der Körper
44 mit Befestigungssteg 43 in Form eines Gewindeschafts und die
Klemmplatte 45 sind in Fig. 6 und 7 getrennt perspektivisch dargestellt. Die
Länge des Körpers 44 entspricht etwa der Länge der Klemmplatte 45. Letztere
weist mittig eine Öffnung 46 zur Durchführung des Befestigungsstegs 43 und
an zwei gegenüberliegenden Enden Abkantungen 47, 48 zum Eingriff in die
beiden weiteren Längsnuten 28, 29 auf. Diese Abkantungen sind auf der Seite
des Körpers 44 angefast, so daß schräge Flächen 49, 50 gebildet sind.
Der Körper 44 wird durch den Einführungsschlitz 27 in die Längsnut 26
gedrückt. Dann wird die Klemmplatte 45 auf die Oberseite der Schiene 1'
gelegt, wobei der Gewindeschaft 43 durch die Öffnung 46 geführt wird und
die Abkantungen 47, 48 in den weiteren Längsnuten 28, 29 liegen. Schließlich
wird die Mutter auf den Gewindeschaft 43 aufgeschraubt und dabei die
Klemmplatte 45 gegen den Gewindeschaft 43 verspannt. Dabei wird
Schienenmaterial in Richtung auf den Einführungsschlitz 27 gedrückt, so daß
ein Herausrutschen des Körpers 44 aus der Längsnut 26 unmöglich ist. Die
Aufhängung an der Gebäudedecke selbst ist nicht gezeigt und kann in
beliebiger Weise erfolgen.
Aus den Fig. 9, 11 und 12 geht die Längsausdehnung des in den Fig.
8 und 10 in Originalgröße dargestellten Stromabnehmers 7 hervor. In der Nähe
der Längsenden des Stromabnehmers ist mittig jeweils eine Bohrung 51 bzw.
52 vorgesehen, durch die Schrauben, wie die Schraube 53, führbar sind. Mit
Hilfe solcher Schrauben kann der Stromabnehmer 7 beispielsweise an der
Gebäudedecke befestigt werden. Der Stromabnehmer kann jedoch mit Hilfe der
Schrauben z. B. an der Klemmplatte befestigt werden. Der Stromabnehmer 7 ist
elektrisch und mechanisch in nicht dargestellter Weise mit einem elektrischen
Verbraucher, beispielsweise einer Leuchte, verbunden. Der Stromabnehmer 7
kann auch zur elektrischen und mechanischen Verbindung zweier Schienen 1
bzw. 1' dienen.
Claims (8)
1. Stromverteil- und -abnahmesystem mit mindestens einer selbsttragenden,
plastisch verformbaren und elektrisch isolierenden Schiene, in der Stromlei
tungen in nebeneinanderliegenden Längskanälen eingebettet sind, die je
weils über einen eigenen, über die Schienengesamtlänge geführten, sich zur
Außenseite der Schiene öffnenden und einen wesentlich geringeren Quer
schnitt als der Längskanalquerschnitt aufweisenden Längsschlitz in Verbin
dung stehen, und die mittels Befestigungselementen an Tragflächen be
festigbar ist, und mit mindestens einem Stromabnehmer für den Betrieb
von elektrischen Verbrauchern, insbesondere Leuchten, der Kontaktmesser
trägt, die von der Schienenaußenseite her in die Längsschlitze einführbar
und mit den Stromleitungen verbindbar sind, wobei jeder Längsschlitz
seitlich vom zugehörigen Längskanal angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stromleitungen (2-6) als runde Drähte ausgebildet sind, dass die
Kontaktmesser (9-13) im freien Endbereich auf der Kontaktierungsseite eine
an die Rundung der Drähte (6) angepaßte Rille (35) aufweisen, dass die
Unterseite der Schiene (1, 1') im Querschnitt V-förmig ausgebildet ist und
dass die Längskanäle (14-18) im unteren Schienenbereich auf zu V-Schen
keln parallelen Linien liegen.
2. Stromverteil- und -abnahmesystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontaktmesser (13) ein schneidenförmiges, freies Ende (36) auf
weisen (Fig. 4).
3. Stromverteil- und -abnahmesystem nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Längsschlitz (19-23) durch eine auf der Seite des zugeordneten
Längskanals angeformte Lippe (37-41) der Schiene abgedichtet ist (Fig. 5).
4. Stromverteil- und -abnahmesystem nach den Ansprüchen 2 und 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das freie Ende des Kontaktmessers (13) auf der Kontaktierungsseite
angefast ist (36).
5. Stromverteil- und -abnahmesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem
die Schiene auf der Oberseite mittig eine hinterschnittene Längsnut aufweist
und die Schienenbefestigungselemente einen an die hinterschnittene Längsnut
angepassten, einen Befestigungssteg aufweisenden Körper umfassen,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schiene zu beiden Seiten dieser Längsnut jeweils eine weitere
Längsnut (28, 29) aufweist und dass die Schienenbefestigungselemente ferner
eine bewegliche, gegen den Befestigungssteg (43) verspannbare Klemmplatte
(45) umfassen, die mittig eine Öffnung (46) zur Durchführung des
Befestigungsstegs (43) und an zwei gegenüberliegenden Enden Abkantungen
(47, 48) zum Eingriff in die beiden weiteren Längsnuten (28, 29) aufweist.
6. Stromverteil- und -abnahmesystem nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abkantungen (47, 48) auf der Seite des Körpers (44) angefast sind
(49, 50).
7. Stromverteil- und -abnahmesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontaktmesser (9-13) in einem die Unterseite und Seitenflächen (24,
25) der Schiene (1) einfassenden Isolierkörper (8) eingebettet sind.
8. Stromverteil- und -abnahmesystem nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Stromabnehmer (7) zur elektrischen und mechanischen Verbindung
zweier Schienen (1 bzw. 1') verwendet wird.
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Publications (2)
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Family Applications (1)
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| DE1997145048 Expired - Fee Related DE19745048C2 (de) | 1997-10-11 | 1997-10-11 | Stromverteil- und -abnahmesystem |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19745048A1 (de) | 1999-04-15 |
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