DE19744537A1 - Geschlossene Windelhose - Google Patents
Geschlossene WindelhoseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine geschlossene Windelhose zum
einmaligen Gebrauch mit einer Hüftöffnung und zwei
Beinöffnungen, mit entlang zumindest eines Teils der
Beinöffnungen verlaufenden ersten Elastifizierungsmitteln,
mit einem insbesondere sanduhrförmigen Hauptteil bestehend
aus einem Rückbereich und einem Vorderbereich und einem
dazwischenliegenden Schrittbereich, wobei der Hauptteil
eine die körperabgewandte Außenseite bildende, zumindest
abschnittsweise flüssigkeitsdichte Schicht, einen
Saugkörper und eine auf der körperzugewandten Seite des
Saugkörpers angeordnete, zumindest im Bereich des
Saugkörpers flüssigkeitsdurchlässige Schicht aufweist, und
im Rückbereich und im Vorderbereich quer zu einer
Längsrichtung des Hauptteils, also in Körperumfangsrichtung
eines Trägers der Windelhose verlaufende zweite
Elastifizierungsmittel vorgesehen sind.
Die quer verlaufenden zweiten Elastifizierungsmittel sollen
gewährleisten, daß der Hauptteil eng am Körper des Trägers
anliegt.
Eine derartige Windelhose ist beispielsweise aus der EP 487
921 A2 bekannt.
Die zweiten Elastifizierungsmittel, die sich in
Längsrichtung, also quer zur Körperumfangsrichtung des
Trägers der Windelhose über eine beträchtliche Höhe,
vorzugsweise bis zum Beginn der Beinausschnitte erstrecken,
erzeugen allerdings eine rüschen- bzw. wellenartige Raffung
des Hauptteils im Bauch- und Rückenbereich, wodurch
kanalartige Verbindungen zwischen dem Schrittbereich, das
heißt dem Bereich des Flüssigkeitsanfalls, und den
Längsenden der Windelhose im vorderen und hinteren
Taillenbund erzeugt werden, was die Auslaufgefahr bei
Windelhosen der bekannten Art im Rücken- und Bauchbereich
erhöht.
Um ein Austreten von Urin und/oder Stuhl zumindest an den
Beinöffnungen zu verhindern, ist bereits vorgeschlagen
worden, eine Windel der Pants-Form mit ersten und zweiten
Elastifizierungsmitteln beidseitig mit
Beinbündchenelementen zu versehen, die dritte
Elastifizierungsmittel aufweisen, welche die
Beinbündchenelemente an die Haut des Trägers anheben (EP 0
446 867 B1). Durch die Zugkraft der sich vorteilhafterweise
weit in den Rücken- und Bauchbereich hinein erstreckenden
zweiten Elastifizierungsmittel in Körperumfangsrichtung
besteht allerdings die Gefahr, daß die
Beinbündchenelemente nach außen umklappen, womit kein
seitlicher Auslaufschutz mehr gegeben ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe
zugrunde, eine geschlossene Windelhose der eingangs
erwähnten Art dahingehend zu verbessern, daß ein Austreten
von Stuhl und/oder Urin an Bein- und Taillenöffnung sicher
vermieden wird.
Diese Aufgabe wird bei einer geschlossenen Windelhose der
eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
der mit ersten und zweiten Elastifizierungsmitteln
ausgestattete Hauptteil körperseitig durch eine eine
zentrale Öffnung aufweisende einstückige, im wesentlichen
flüssigkeitsdichte Materialschicht abgedeckt ist, welche
die an den Körper anlegbare Innenseite bildet und
wenigstens in den Längsrandbereichen der zentralen Öffnung
dritte Elastifizierungsmittel aufweist.
Bei dieser Konstruktion bilden die die Öffnung
definierenden Randbereiche der einstückigen Materialschicht
jeweils zwei Beinbund- und jeweils zwei
Taillenbundelemente, so daß sowohl ein seitlicher als auch
ein längsorientierter Austritt von Exkrementen wirksam
unterbunden wird.
Beinbundelemente und Taillenbundelemente sind also durch
die die Öffnung definierenden Randbereiche der einstückigen
Materialschicht durchgehend miteinander verbunden.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung ist darin
zu sehen, daß durch diese integrale Verbindung der
Beinbündchenelemente durch die Taillenbundelemente ein
Herunterklappen der Beinbündchenelemente nach außen
verhindert wird.
Mit der vorliegenden Erfindung wird außerdem erreicht, daß
Urin und Stuhl einerseits besser voneinander getrennt und
andererseits der unerwünschte direkte Kontakt von Stuhl mit
der Haut des Trägers verhindert wird, so daß
Hautirritationen in weitaus geringerem Maße auftreten.
Während Urin durch die Öffnung und die
flüssigkeitsdurchlässige Schicht hindurch rasch in den
Saugkörper abgeführt werden kann, verbleibt der Stuhl auf
der Oberfläche der flüssigkeitsdurchlässigen Schicht und
kann außerhalb der Öffnung in Auffangtaschen verschwinden,
die zwischen der flüssigkeitsdurchlässigen Schicht und der
oberen Materialschicht gebildet werden.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der geschlossenen
Windelhose mit einer zusätzlichen einstückigen
Materialschicht mit einer zentralen Öffnung wird beim
Tragen der Windelhose ein Anliegen der hydrophilen
flüssigkeitsdurchlässigen Schicht, welche an den Saugkörper
angrenzt, an den Körper des Benutzers verhindert. Auch im
Bereich der zentralen Öffnung wird ein direkter Kontakt
zwischen der flüssigkeitsdurchlässigen Schicht und der
Hautoberfläche des Benutzers weitestgehend dadurch
vermieden, daß die dritten Elastifizierungsmittel um die
zentrale Öffnung herum die obere Materialschicht von der
darunter befindlichen flüssigkeitsdurchlässigen Schicht
abheben. Die obere bzw. die Innenseite bildende
Materialschicht bildet zugleich Aufnahmeräume für feste
Körperausscheidungen.
In der EP 0 626 160 A1 ist bereits eine Windelhose
abweichenden Aufbaus bekannt, bei der die körperzugewandte
Innenseite oberhalb des Saugkörpers mit einer Öffnung
versehen ist. Bei dieser Windelhose bildet jedoch die
genannte Schicht zugleich den Hauptteil und erstreckt sich
als einzige Schicht bis in den seitlichen
Verbindungsbereich von Vorderbereich und Rückbereich.
Unterhalb der zentralen Öffnung ist unmittelbar der
Saugkörper vorgesehen, und die den Beinöffnungen
zugeordneten Elastifizierungsmittel erstrecken sich
sinusförmig in Querrichtung und umgeben so auch die
Öffnung. Es ist daher nicht möglich, die
Elastifizierungsmittel im Bereich der Öffnung individuell
so vorzusehen, daß sich definierte Zugkräfte einstellen.
Mit der Erfindung wurde erkannt, daß erst durch die
flüssigkeitsdurchlässige, insbesondere hydrophobe Schicht
oberhalb des Saugkörpers in Verbindung mit der die
Innenseite bildenden und die Öffnung aufweisenden im
wesentlichen flüssigkeitsdichten Materialschicht mit im
Bereich der Öffnung vorgesehenen Elastifizierungsmitteln
einerseits eine wirksame Trennung von festen und flüssigen
Körperausscheidungen erreicht werden kann, indem die
Flüssigkeit durch die flüssigkeitsdurchlässige Schicht
hindurch rasch in den Saugkörper abgeführt werden kann, und
zwar bei mehrfacher Flüssigkeitsbeaufschlagung auch an
entferntere noch unverbrauchte Bereiche des Saugkörpers.
Andererseits wird ein direkter Kontakt der Haut des Trägers
mit den festen Körperausscheidungen weitestgehend
vermieden, indem diese in Auffangtaschen zwischen der
flüssigkeitsdurchlässigen Schicht und der oberen
einstückigen Materialschicht aufgenommen werden können.
In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung sind sowohl die
Querrandbereiche als auch die Längsrandbereiche der Öffnung
der einstückigen Materialschicht mit
Elastifizierungsmitteln versehen.
Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die
Elastifizierungsmittel zumindest in den Längsrandbereichen
flächenhaft ausgestaltet sind, d. h. nicht lediglich linear
erstreckt sind, sondern eine wenigstens einige Millimeter
betragenden Breite aufweisen. Diese dritten
Elastifizierungsmittel sind nach einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung nicht von garnartigen
Elastifizierungsmitteln, sondern von streifenförmigen
Abschnitten elastischer Flachbahnmaterialien gebildet.
Hierdurch wird ein als unangenehm empfundenes Einschneiden
in die Haut des Trägers der Windelhose verhindert.
Zur Einstellung definierter Dehnungs- oder Rückstellkräfte
hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die dritten
Elastifizierungsmittel die Öffnung rechteckförmig umgeben.
Sie sind vorzugsweise je Seite von einem separaten
Längsabschnitt eines vorzugsweise flächenhaften
Elastifizierungsmaterials gebildet.
Da üblicherweise beim Tragen der Windel die in
Längsrichtung, also vom Vorderbereich über den
Schrittbereich zum Rückbereich, auftretenden Dehnungen der
Windelhose größer sind als in Querrichtung, hat es sich als
vorteilhaft erwiesen, wenn bei gegebener Dehnung die
Rückstellkräfte der in Längsrichtung verlaufenden dritten
Elastifizierungsmittel geringer sind als diejenigen der in
Querrichtung verlaufenden Elstifizierungsmittel. Hierdurch
wird erreicht, daß bei extremer Dehnung oder Streckung des
Materials unerwünschte Spitzen bei den auftretenden
Rückstellkräften nicht auftreten und daß bei normaler
Dehnung auftretende Rückstellkräfte die erwünschten
experimentell bestimmbaren Werte annehmen.
Es hat sich auch gezeigt, daß im Zusammenwirken aller drei
Elastifizierungsmittel gerade durch diese Ausgestaltung ein
optimales Anliegen der die Öffnung begrenzenden
Randbereiche der einstückigen flüssigkeitsundurchlässigen
Materialschicht an die Haut des Benutzers erreicht wird.
Nach einem weiteren Erfindungsgedanken sind zwischen der
flüssigkeitsdurchlässigen Schicht des Hauptteils und der
die zentrale Öffnung aufweisenden einstückigen
Materialschicht zumindest in einer Umgebung der Öffnung
Abstandshalter vorgesehen, die einen gewissen
Mindestabstand der Materialschicht und der hydrophilen
flüssigkeitsdurchlässigen Schicht gewährleisten und auch
bei ungünstigen Tragbedingungen die Ausbildung eines
Aufnahmevolumens zwischen der Materialschicht und dem
Hauptteil der geschlossenen Windelhose ermöglichen.
Die Abstandshalter können von einem Teil der dritten
Elastifizierungsmittel, vorzugsweise von den in
Längsrichtung verlaufenden dritten Elastifizierungsmitteln
gebildet sein.
Solchenfalls erweist es sich als vorteilhaft, wenn die
Dicke der die Längsrandbereiche der Öffnung
elastifizierenden Mittel größer als die Dicke der die
zentrale Öffnung bildenden Materialschicht ist. Die
vorzugsweise flächenhaften dritten Elastifizierungsmittel
haben eine Dicke von mehr als 0,3 vorzugsweise von mehr als
0,5 mm.
Der Erfindung liegt des Weiteren die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren zum Herstellen der erfindungsgemäßen Windelhose
anzugeben, das auf einfache und wirtschaftliche Weise
durchführbar ist.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen
des Anspruchs 19 gelöst, wobei die Verfahrensmerkmale nicht
notwendigerweise in der angegebenen Reihenfolge
durchgeführt werden müssen. Es wird zunächst eine
zusammengesetzte erste Materialbahn gebildet, welche die
Schichten des Hauptteils der Windelhose umfaßt, nämlich
die wäscheseitige Rückschicht, den Saugkörper und die
körperseitige flüssigkeitsdurchlässige hydrophile Schicht.
Des Weiteren werden die den Beinöffnungen zugeordneten
ersten Elastifizierungsmittel und die den Hüftöffnungen
zugeordneten zweiten Elastifizierungsmittel bei dieser
ersten Materialbahn vorgesehen. Die erste Materialbahn wird
quer zur Längsachse des Hauptteils der herzustellenden
Windelhose zugeführt. In gleicher Weise wird eine die
Innenseite bildende im Wesentlichen flüssigkeitsdichte
zweite Materialbahn zugeführt. Aus dieser zweiten
Materialbahn werden in äquidistanten Abschnitten
periodische Öffnungen herausgeschnitten oder
herausgestanzt, wobei jeweils eine Öffnung einer
herzustellenden Windelhose zugeordnet werden wird. Dieser
zweiten Materialbahn werden dritte Elastifizierungsmittel
in Förderrichtung zugeführt, welche den Querrandbereichen
der bereits ausgebildeten oder erst zu einem späteren
Zeitpunkt herauszustanzenden oder -zuschneidenden Öffnung
zugeordnet werden. Diese dritten Elastifizierungsmittel
werden in vorgedehntem Zustand an den Querrandbereichen
fixiert, was angesichts der gleichen Zuführrichtung
keinerlei Probleme bereitet.
Um auch den Längsrandbereichen der Öffnung dritte
Elastifizierungsmittel zuzuordnen, wird eine querelastische
Flachmaterialbahn in der Förderrichtung der ersten und
zweiten Materialbahn zugeführt. Von dieser
Flachmaterialbahn werden Längsabschnitte durch quer zur
Zuführrichtung verlaufenden Schnitt abgetrennt. Diese
Längsabschnitte der querelastischen Flachmaterialbahn
werden dann an der zweiten Materialbahn fixiert, und zwar
in vorgespanntem Zustand. Wenn erst nach dem Aufbringen der
dritten Elastifizierungsmittel die Öffnung ausgebildet
wird, so kann der Schnitt die Elastifizierungsmittel
erfassen, so daß diese kantenbündig zur Öffnung sind.
Die so konfektionierte zweite Materialbahn wird auf der
Körperseite der zusammengesetzten ersten Materialbahn
unlösbar fixiert.
Der so gebildete Schichtenverbund wird dann periodisch quer
zur Förderrichtung geschnitten, um Längsabschnitte zur
Ausbildung je einer Windelhose zu bilden, bei denen die
zentrale Öffnung in der zweiten Materialbahn mittig
angeordnet ist. Diese Abschnitte werden dann um eine
parallel zur Förderrichtung verlaufende Querachse der
Abschnitte derart gefaltet, daß Rückbereich und
Vorderbereich mit ihren Längsenden vorzugsweise bündig
übereinander zu liegen kommen.
Es hat sich als hinreichend erwiesen, wenn erst zu diesem
verhältnismäßig späten Fertigungsstadium Ausnehmungen zur
Bildung der Beinausschnitte herausgeschnitten oder
herausgestanzt werden.
Schließlich werden Vorder- und Rückbereich zur Bildung der
geschlossenen Windelhose unlösbar durch an sich bekannte
Fügeverfahren verbunden.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der
erfindungsgemäßen Windelhose ergeben sich aus den
Patentansprüchen sowie der zeichnerischen Darstellung und
nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße
Windelhose vor dem Falten und Zusammenfügen von
Vorderbereich und Rückbereich;
Fig. 2 eine Schnittansicht der Ebene II-II;
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine die Innenseite der
Windelhose bildende einstückige Materialschicht;
Fig. 4 eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform
der einstückigen Materialschicht und
die Fig. 5a-c eine schematische Darstellung des
erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens der
erfindungsgemäßen Windelhose.
Die Fig. 1 bis 3 zeigen eine erfindungsgemäße Windelhose
in verschiedenen Ansichten vor dem Falten und Zusammenfügen
von Vorderbereich und Rückbereich. Die Windelhose besteht
aus einem sanduhrförmigen Hauptteil 2, auf dessen
körperzugewandter Seite eine einstückige im Wesentlichen
flüssigkeitsdichte Materialschicht 4 mit einer zentralen
Öffnung 6 vorgesehen ist.
Der sanduhrförmige Hauptteil 2 umfaßt in Längsrichtung 7
einen Vorderbereich 8, einen Schrittbereich 10 und einen
Rückbereich 12. Er besteht aus einer die körperabgewandte
Außenseite bildenden zumindest abschnittsweise
flüssigkeitsdichten Schicht 14, die von einer Folie
gebildet ist, und einem Saugkörper 16 sowie einer darüber
angeordneten hydrophilen Vliesschicht 18, die
flüssigkeitsdurchlässig ausgebildet ist.
Am Hauptkörper 2 sind auch gestrichelt angedeutete erste
Elastifizierungsmittel 20 sowie im Bereich der
Hüftöffnungen zweite Elastifizierungsmittel 22 vorgesehen.
Die einstückige Materialschicht 4 ist in der Draufsicht in
Fig. 3 dargestellt. Man erkennt die zentrale Öffnung 6 und
dieser zugeordnete dritte Elastifizierungsmittel 24, 25.
Die dritten Elastifizierungsmittel 24, 25 sind im
Wesentlichen rechteckförmig angeordnet und paarweise
Querrandbereichen 26 und Längsrandbereichen 28 der
zentralen Öffnung 6 zugeordnet bzw. diesen angefügt. In der
Darstellung der Fig. 2 sind die dritten
Elastifizierungsmittel 25 der Längsrandbereiche 28 auf der
dem Hauptkörper 2 zugewandten Seite der einstückigen
Materialschicht 4 angefügt. Sie weisen eine Dicke von
vorzugsweise mehr als 5 mm auf und dienen daher als
Abstandshalter 29 zwischen der die Innenseite bildenden
Materialschicht 4 und dem Hauptteil 2 der Windelhose.
Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform der einstückigen
Materialschicht 4', wonach durch Ausbilden der Öffnung 6'
nach dem Aufbringen der dritten Elastifizierungsmittel 24', 25'
deren der Öffnung 6' zugewandte Ränder kantenbündig zur
Öffnung 6' verlaufen.
Ein Verfahren zum Herstellen einer erfindungsgemäßen
Windelhose ist in den Fig. 5a-c dargestellt. Zunächst
wird eine erste Materialbahn 30 bestehend aus Folie 14,
Saugkörper 16 und hydrophiler Vliesstoffauflage 18 mit
ersten und zweiten Elastifizierungsmitteln 20 bzw. 22
gebildet und quer zur Längsrichtung 7 der herzustellenden
Windelhose zugeführt. Parallel hierzu wird eine zweite
Materialbahn 40, welche die Innenseite der Windelhose
bildet, zugeführt. Die dritten Elastifizierungsmittel 24,
25 werden in Form zweier in Längsrichtung 7 voneinander
beabstandeter Bahnen sowie einer dritten querelastischen
Flachmaterialbahn 50 parallel zur Materialbahn 40
gefördert. Von den Bahnen 29 werden Abschnitte abgetrennt
und in Zuführrichtung in vorgedehntem Zustand auf die Bahn
40 aufgebracht und fixiert. Von der Flachmaterialbahn 50
werden Längsabschnitte 52 abgetrennt und in
Längsrandbereichen 28 einer noch einzustanzenden Öffnung
ebenfalls im vorgedehnten Zustand fixiert. Die Öffnung 6
kann vor oder nach dem Aufbringen der dritten elastischen
Elemente 24, 25 eingestanzt oder ausgeschnitten werden.
Wird die Öffnung danach ausgebildet, so läßt sich der
Schnitt durch die flächenhaft aufgebrachten
Elastifizierungsmittel führen, so daß diese zumindest
abschnittsweise kantenbündig mit der Öffnung abschließen.
Die nach Fig. 5a und 5b hergestellten Schichten 30 und
40 werden dann unlösbar miteinander verbunden und im
Anschluß hieran - wie in Fig. 5c angedeutet ist - in
Längsrichtung 7 geschnitten. Nach dem Schneiden werden die
einzelnen Abschnitte 60 um eine zur Längsrichtung 7
senkrechte Achse 62 gefaltet. Erst nach dieser Faltung
werden die Beinausschnitte 64 ausgeschnitten bzw.
ausgestanzt. Vorderbereich 8 und Rückbereich 12 des
gefalteten Abschnitts 60 werden jetzt entlang ihrer
Längsränder 66 miteinander unlösbar verbunden.
Claims (19)
1. Geschlossene Windelhose zum einmaligen Gebrauch mit
einer Hüftöffnung und zwei Beinöffnungen (64), mit
entlang zumindest eines Teils der Beinöffnungen
verlaufenden ersten Elastifizierungsmitteln (20), mit
einem insbesondere sanduhrförmigen Hauptteil (2)
bestehend aus einem Rückbereich (12) und einem
Vorderbereich (8) und einem dazwischen liegenden
Schrittbereich (10), wobei der Hauptteil (2) eine die
körperabgewandte Außenseite bildende, zumindest
abschnittsweise flüssigkeitsdichte Schicht (14), einen
Saugkörper (16) und eine auf der körperzugewandten
Seite des Saugkörpers angeordnete, zumindest im
Bereich des Saugkörpers flüssigkeitsdurchlässige
Schicht (18) aufweist, und im Rückbereich (12) und im
Vorderbereich (8) quer zu einer Längsrichtung des
Hauptteils verlaufende zweite Elastifizierungsmittel
(22) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß der
Hauptteil (2) körperseitig durch eine eine zentrale
Öffnung (6) aufweisende einstückige, im Wesentlichen
flüssigkeitsdichte Materialschicht (4) abgedeckt ist,
welche die an den Körper anlegbare Innenseite bildet
und wenigstens an den Längsrandbereichen (28) der
zentralen Öffnung (6) dritte Elastifizierungsmittel
(24, 25) aufweist.
2. Windelhose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die flüssigkeitsdichte Schicht (4) aus einem
einschichtigen hydrophoben Vliesstoff gebildet ist.
3. Windelhose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die flüssigkeitsdichte Schicht (4) aus einem
Laminat gebildet ist.
4. Windelhose nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Laminat eine Folien- oder eine Spinnvlies-
oder eine Meltblownschicht enthält.
5. Windelhose nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Laminat durch mindestens eine Meltblown- und
mindestens eine Spinnvliesschicht gebildet ist.
6. Windelhose nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die
Längsrandbereiche (28) als auch die Querrandbereiche
(26) der Öffnung (6) mit dritten
Elastifizierungsmitteln (24, 25) versehen sind.
7. Windelhose nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die dritten
Elastifizierungsmittel (25) zumindest der
Längsrandbereiche (28) flächenhaft ausgestaltet sind.
8. Windelhose nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die flächenhaft ausgestalteten dritten
Elastifizierungsmittel (25) zumindest der
Längsrandbereiche (28) kantenbündig zur Öffnung (6')
verlaufen.
9. Windelhose nach Anspruch 7 oder 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die dritten
Elastifizierungsmittel (24, 25) die Öffnung (6)
rechteckförmig umgeben.
10. Windelhose nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Anordnung der dritten Elastifizierungsmittel (24,
25) ein die Öffnung (6) umgebendes geschlossenes
Rechteck bildet.
11. Windelhose nach einem der Ansprüche 6 - 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rückstellkräfte der den
Querrandbereichen (26) zugeordneten dritten
Elastifizierungsmittel (24) bei gegebener Dehnung
höher sind als die der längs verlaufenden
Elastifizierungsmittel (25).
12. Windelhose nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der
flüssigkeitsdurchlässigen Schicht (14) des Hauptteils
(2) und der die zentrale Öffnung (6) aufweisenden
einstückigen Materialschicht (4) zumindest in einer
Umgebung der Öffnung (6) Abstandshalter (30)
vorgesehen sind.
13. Windelhose nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstandshalter (30) von einem Teil der
dritten Elastifizierungsmittel (24, 25) der
einstückigen Materialschicht (4) gebildet sind.
14. Windelhose nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstandshalter (30) von den den
Längsrandbereichen (28) zugeordneten dritten
Elastifizierungsmitteln (25) gebildet sind.
15. Windelhose nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dicke zumindest der den Längsrandbereichen
(28) der Öffnung (6) zugeordneten
Elastifizierungsmittel größer als die die zentrale
Öffnung bildende Materialschicht (4) ist.
16. Windelhose nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dicke der den Längsrandbereichen (28)
zugeordneten dritten Elastifizierungsmittel (25)
größer als 0,3 mm bevorzugt größer als 0,5 mm ist.
17. Windelhose nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die die Öffnung
(6) aufweisende einstückige Materialschicht (4)
außerhalb der die Längs- und Querränder
elastifizierende Mittel unlösbar mit der
flüssigkeitdurchlässigen Schicht (18) verbunden ist.
18. Windelhose nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ränder der
flüssigkeitsdurchlässigen Schicht (18) wenigstens
abschnittsweise von den Rändern der die Außenseite
bildenden flüssigkeitsdichten Schicht (14) beabstandet
sind.
19. Verfahren zur Herstellung einer Windelhose nach einem
der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch
folgende Verfahrensabschnitte:
- - Bilden einer zusammengesetzten ersten Materialbahn (30) umfassend eine wäscheseitige Rückschicht (14), einen Saugkörper (16) und eine körperseitige flüssigkeitsdurchlässige Schicht (18) und den Beinöffnungen (64) zugeordnete erste Elastifizierungsmittel (20) sowie den Hüftöffnungen zugeordnete zweite Elastifizierungsmittel (22) und Fördern dieser ersten Materialbahn (30)
- - Zuführen einer die Innenseite (4) bildenden im wesentlichen flüssigkeitsdichten zweiten Materialbahn (40) in Förderrichtung der zusammengesetzten ersten Materialbahn (30),
- - periodisches Ausbilden einer die Öffnung (6) bildenden Ausnehmung in der zweiten Materialbahn (40)
- - Zuführen von den Querrandbereichen (26) der Öffnung (6) zugeordneten dritten Elastifizierungsmitteln (24) in Förderrichtung der zusammengesetzten ersten Materialbahn (30)
- - Fixieren der den Querrandbereichen (26) zugeordneten dritten Elastifizierungsmittel (24) in in Zuführrichtung vorgedehntem Zustand an beiden Querrandbereichen (26) der Öffnung (6) der zweiten Materialbahn (40)
- - Zuführen einer querelastischen Flachmaterialbahn (50) in Förderrichtung der zweiten Materialbahn (40)
- - Querschneiden der Flachmaterialbahn (50) zur Bildung von Längsrandbereichen (28) der Öffnung (6) zugeordneten dritten Elastifizierungsmitteln (25) in Form von Längsabschnitten (52) der Flachmaterialbahn (50) und von Längsabschnitten (52) und Fixieren der Längsabschnitte (52) in Längsrandbereichen (28) der Öffnung (6), in vorgespanntem Zustand,
- - Fixieren der zweiten Materialbahn (40) auf der Körperseite der zusammengesetzten ersten Materialbahn (30)
- - Schneiden des so gebildeten Schichtenverbunds quer zur Förderrichtung zur Bildung von zur Erzeugung der Windelhosen geeigneten Abschnitten,
- - Faltung dieser Abschnitte um eine parallel zur Förderrichtung verlaufende Querachse (62) dieser Abschnitte derart, daß Rückbereich (12) und Vorderbereich (8) mit ihren Längsenden bündig übereinander zu liegen kommen,
- - Erzeugen von Ausnehmungen zur Bildung der Beinausschnitte (64)
- - Bildung der geschlossenen Windelhose durch Verbinden des Vorder- und Rückbereichs.
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