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DE19741118A1 - Modifizierter Schließzylinder - Google Patents

Modifizierter Schließzylinder

Info

Publication number
DE19741118A1
DE19741118A1 DE1997141118 DE19741118A DE19741118A1 DE 19741118 A1 DE19741118 A1 DE 19741118A1 DE 1997141118 DE1997141118 DE 1997141118 DE 19741118 A DE19741118 A DE 19741118A DE 19741118 A1 DE19741118 A1 DE 19741118A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
core
key
locking
pins
core pins
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1997141118
Other languages
English (en)
Inventor
Goetz Dr Kamm
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE1997141118 priority Critical patent/DE19741118A1/de
Publication of DE19741118A1 publication Critical patent/DE19741118A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B47/00Operating or controlling locks or other fastening devices by electric or magnetic means
    • E05B47/0038Operating or controlling locks or other fastening devices by electric or magnetic means using permanent magnets
    • E05B47/0044Cylinder locks with magnetic tumblers
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B27/00Cylinder locks or other locks with tumbler pins or balls that are set by pushing the key in
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B27/00Cylinder locks or other locks with tumbler pins or balls that are set by pushing the key in
    • E05B27/0082Side bar locking
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B17/00Accessories in connection with locks
    • E05B17/002Weather or dirt protection
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B27/00Cylinder locks or other locks with tumbler pins or balls that are set by pushing the key in
    • E05B27/0003Details
    • E05B27/0017Tumblers or pins

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  • Lock And Its Accessories (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen hinsichtlich seiner Gebrauchseigen­ schaften entsprechend modifizierten Schließzylinder, der sowohl für das Wendeschlüssel- als auch für das Normalschlüsselprinzip geeignet ist. Das uneingeschränkt für Schließanlagen einsetzbare Zylinder­ schloß weist gegenüber den bekannten Konstruktionen durch eine extrem verschleißarme Funktion, welche gleichzeitig mit zusätzlichen Sonder­ einrichtungen gegen Aufsperrversuche kombiniert werden kann, eine wesentliche Gebrauchswerterhöhung auf.
Schließzylinder - gleich welcher Art - haben sich in den letzten Jahrzehnten in steigendem Maße zu Präzisionserzeugnissen entwickelt. Mit der zunehmenden Integration einbruchshemmender Elemente hat aber auch deren Empfindlichkeit gegenüber äußeren Einflüssen, wie Verschmutzung, Einfrieren etc. entsprechend zugenommen. Einen wesentlichen Faktor stellen hierbei Verschleißerscheinungen dar, welche in besonders hohem Maße am (in Einführrichtung des Schlüssels gesehen) vorderen Zuhaltungselement auftreten. Dieses ist nicht nur dem ersten Angriff von Schmutz, Wasser, Frost usw. ausgesetzt, sondern muß auch beim Vorgang des Schlüsselein- bzw. -ausführens die größte Anzahl von verschleißbehafteten Hubbewegungen ausführen. Folglich ist bei Frühausfällen häufig die vorderste Einheit (insbe­ sondere deren Kernstift) verschlissen. Wendeschlüssel-Schließzylinder weisen neben einer Reihe anderer Vorzüge auf Grund der vergrößerten tragenden Flächen zwischen Kernstiften und Schlüssel und der kürzeren Hubwege insgesamt ein wesentlich günstigeres Verschleißverhalten auf. Aber auch hier bleibt funktionsbedingt das erste Element dem relativ höchsten Verschleiß ausgesetzt.
Aus der deutschen Patentschrift DE 43 37 201 ist ein Zylinder­ flachschlüssel bekannt, bei welchem die Kerben zur Einstellung der Stiftpaare in einem von 90° zur Schlüssellängsachse abweichenden Winkel, und zwar vorwiegend in Winkeln von 45° oder 135° eingefräst sind. Hierdurch wird bei der Schlüsseleinführung in bzw. bei der Schlüsselausführung aus dem Zylinderkern eine Abrollbewegung der Kernstifte erzielt, durch weiche die Kernstifte eine höhere Lebens­ dauer erreichen und eine Flächenbildung an diesen vermieden wird. Es bleiben aber auch bei dieser Maßnahme die vorderen Stiftpaare der relativ höchsten Wechselbelastung sowie dem ersten Angriff von Umwelteinflüssen ausgesetzt. Zudem ist mit diesem System die oben erwähnte Ausnutzung der verschleißmindernden Funktion für eine Kopplung mit Sondereinrichtungen zur Verhinderung von Aufsperrversu­ chen nicht gegeben.
Ziel der Erfindung besteht darin, durch eine besondere, noch näher zu beschreibende Vorrichtung den Verschleiß für sämtliche Zuhaltungen auf ein gleichermaßen niedriges Maß herabzusetzen. Gleichzeitig kann vermittels dieser Vorrichtung im Zusammenspiel mit speziellen Sicherheitseinrichtungen die Widerstandsfähigkeit gegen unbefugte Öffnungsversuche heraufgesetzt werden. Es werden hierbei vorwiegend solche Sicherheitseinrichtungen vorgeschlagen, für die sich ebenfalls nur ein minimaler Verschleiß einstellt.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das gesamte Zuhaltungssystem (nachstehend als Haupt-Zuhaltungssystem bezeichnet) sowohl im verschlossenen Zustand als auch während eines beträcht­ lichen Anteils der Ein- bzw. Ausführungsphase des Schlüssels in einer gegen äußere Einflüsse weitestgehend geschützten Ruhestellung verharrt und wobei es außerdem in dieser Ruhestellung nicht durch Manipulationswerkzeuge (Pickingpistole u. ähnliches) betätigt werden kann.
In weiterer Ausführung der Erfindung werden spezielle, zusätzlich vom Schlüssel zu betätigende Sicherungselemente vorgeschlagen, welche erst nach erfolgreicher Entriegelung durch einen am Schlüssel vorge­ sehenen Zusatzcode das Haupt-Zuhaltungssystem aus seiner Ruhestellung für eine Betätigung freigeben. Mit anderen Worten, bevor überhaupt ein Angriff auf das Haupt-Zuhaltungssystem mit Aufsperrwerkzeugen möglich wäre, müssen zuvor diese zusätzlichen Sicherungselemente erfolgreich überwunden worden sein. Dies ist ein wesentlicher Unterschied gegenüber zusätzlichen Sicherheitseinrichtungen, wie sie entsprechend dem gegenwärtigen Stand der Technik hauptsächlich bekannt sind. Diese sind häufig relativ leicht zu überwinden, weil sie völlig unabhängig vom Haupt-Zuhaltungssystem sperrbar sind.
Die oben erwähnte, gegen äußere Einflüsse geschützte Ruhelage der Stiftpaare des Haupt-Zuhaltungssystems wird gemäß der Erfindung dadurch herbeigeführt, daß die einzelnen Stiftpaare im Gegensatz zur bisher bekannten Technik nicht in ihrer Höchstlage, sondern in der tiefstmöglichen Lage ihres vom Schlüssel steuerbaren Gesamthubberei­ ches verweilen und in dieser durch eine noch näher zu beschreibende Verriegelung gegen die Stiftfederkraft gehalten werden. Bei Zylinder­ schlössern entsprechend dem Stand der Technik wird die Nullstellung des Zylinderkerns (verschlossener Zustand) durch die Höchstlage der Stiftpaare in deren unausgelenkten Position längs ihrer Hubachse abgesichert. In dieser Stellung wird die Sperrung des im Gehäuse drehbar gelagerten Zylinderkerns gegen dieses durch die teilweise mit in die Kernstiftbohrungen eintretenden Gehäusestifte verursacht. Bei der erfindungsgemäßen Lösung wird dagegen die Sperrung des Kerns gegen das Gehäuse durch die bei Tiefstlage der Stiftpaare teilweise mit in die Gehäusestiftbohrungen eintretenden Kernstifte bewirkt. In dieser Tiefstlage schließen die der Stiftfeder abgewandten Kernstift­ enden bündig mit der unteren Begrenzung des Schlüsselkanals ab, d. h. daß sich im Schlüsselkanal keinerlei Zuhaltungsteile mehr befinden und daß sich der Schlüssel völlig widerstandslos in diesen einführen läßt. Indem die Stiftpaare während der Schlüsseleinführung gar nicht bewegt werden müssen, ist es offensichtlich, daß dieser Vorgang völlig verschleißfrei abläuft. Die oben erwähnte Verriegelung, welche die Stiftpaare in ihrer Tiefstlage arretiert, wird vom Schlüssel selbst erst kurz vor Beendigung von dessen Einführweg entsperrt. Dies hat zur Folge, daß die freigegebenen Kernstifte durch die Kräfte der Stiftfedern sofort in die ihnen zugeordneten Kerben bzw. Bohrmulden des Schlüssels einrasten. Beim Schlüsselabzug nach erfolgtem Schließ­ vorgang werden in bekannter Weise die Kernstifte bzw. die Stiftpaare zunächst wieder aus den Kerbengründen bzw. Bohrmulden des Schlüssels gehoben. Anschließend werden die Stiftpaare durch die Verriegelung sofort wieder in ihrer Tiefstlage arretiert. Der restliche, weitaus überwiegende Anteil des Schlüsselabzuges geht wiederum völlig wider­ standsfrei und somit auch verschleißfrei vonstatten. Die noch näher zu beschreibende Verriegelung führt nur sehr geringe Bewegungen aus, so daß sie praktisch keinem Verschleiß unterliegt. Das einmalige Aus­ heben der Kernstifte entgegen den Stiftfederkräften aus den Senkungen des Schlüssels ist der einzige, noch verbleibende verschleißbehaftete Bewegungsvorgang, die damit verknüpfte Restabnutzung aber praktisch vernachlässigbar. Entscheidend für die Lebensdauer ist der Wegfall der oszillierenden Bewegungsabläufe der vorderen Stiftpaare. Die im Ruhezustand aus dem Schlüsselkanal versenkten Kernstifte sind weit­ gehend gegen äußere Umwelteinflüsse geschützt. Zusätzlich sind sie in dieser Tiefstlage für Aufsperrwerkzeuge (z. B. Picking) unangreifbar.
In weiterer Ausbildung der Erfindung wird dieser Umstand dahinge­ hend ausgenutzt, daß die Verriegelung nicht, wie oben erläutert, vom Schlüssel direkt, sondern nur über zusätzliche Sondereinrichtungen und eine auf diese abgestimmte Zusatzcodierung des Schlüssels aufge­ hoben werden kann. Ohne damit den Erfindungsumfang einzuschränken, werden drei besonders günstige und verschleißarme Lösungsbeispiele vorgeschlagen:
  • 1. Es werden zwei Verriegelungsmechanismen verwendet, die jeweils unterschiedliche, vom Schlüsselcode gleichzeitig einzustellende Lösestellungen besitzen.
  • 2. Die Verriegelung bzw. deren Freigabe erfolgt in an sich bekannter Weise durch ein Magnetcode-System. Dieses weist gegenüber dem Stand der Technik eine völlig kräftefreie Einstellung der Sperrmagnete auf.
  • 3. Die Entsperrung der Verriegelung erfolgt durch ein vom Zusatzcode des Schlüssels gesteuertes und an sich bekanntes Aufhaltungssystem.
    Durch den Einsatz von zweifach auslenkbaren Aufhaltungselementen wird eine gegenüber dem Stand der Technik weiter verbesserte Abtastsicher­ heit erzielt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der folgenden Skizzen im Detail erläutert. Es zeigen:
Fig. 1a den Querschnitt durch ein verschleißarmes Wendeschlüssel- Zylinderschloß,
Fig. 1b den Schnitt A-A von Fig. 1a,
Fig. 1c den Rastschieber sowie dessen Verschlußstück in Drauf­ sicht auf deren Einbaulage und in Seitenansicht von links,
Fig. 1d einen Kernstift mit Ringnut für die Rastung,
Fig. 1e einen Spezial-Verschlußstopfen für die Stiftpaare,
Fig. 2a den Querschnitt durch ein gleichartiges Normalschlüssel- Zylinderschloß,
Fig. 2b die geänderte Geometrie eines Normalschlüssels,
Fig. 2c einen im Durchmesser abgesetzten Kernstift,
Fig. 3a ein Wendeschlüsselzylinderschloß mit 2 Rastschiebern,
Fig. 3b den Schnitt A-A von Fig. 3a,
Fig. 3c den Teilschnitt B-B von Fig. 3b,
Fig. 3d den Schnitt C-C von Fig. 3b,
Fig. 3e den Teilschnitt D-D von Fig. 3b,
Fig. 3f den Wendeschlüssel zum Zylinderschloß nach Fig. 3a bis 3e,
Fig. 3g die Vorderansicht eines analogen Normalschlüsselsystems,
Fig. 4a den Querschnitt eines Wendeschlüssel-Zylinderschlosses, dessen Stiftpaare durch Magnetrotoren gesichert sind,
Fig. 4b den Schnitt A-A von Fig. 4a,
Fig. 4c den Rotoreingriff im Belastungsfall,
Fig. 4d den Rotoreingriff im Entlastungsfall,
Fig. 4e den Wendeschlüssel zum Zylinderschloß nach Fig. 4a bis 4d,
Fig. 5a den Querschnitt durch ein Wendeschlüssel-Zylinderschloß mit aufhaltungsgesteuertem Rastschieber,
Fig. 5b den Schnitt A-A von Fig. 5a,
Fig. 5c die Einzelteile des Aufhaltungssystems dieses Zylinders,
Fig. 5d den Wendeschlüssel dieses Zylinders,
Fig. 5e einen zu Fig. 5a analogen Normalschlüsselzylinder.
Zunächst wird das Zylinderschloß allein hinsichtlich der verschleißmindernden Funktion für das Haupt-Zuhaltungssystem beschrieben. Vorerst wird das neue Prinzip am Wendeschließzylinder erläutert, da sich hierbei am Schlüssel gegenüber der bisherigen Technik nichts ändert. Fig. 1a zeigt das Zylinderschloß im Quer­ schnitt (verschlossener Zustand bei abgezogenem Schlüssel). Das Zylinderschloß weist für den gebräuchlichsten Fall ein durch fünf Stiftpaare verkörpertes Zuhaltungssystem auf (siehe Fig. 1b als Schnitt A-A von Fig. 1a), bestehend aus Stiftfedern 6, Gehäusestiften 7 und Kernstiften 8. Diese sind in den Gehäusebohrungen 4 und in den Kernbohrungen 5 geführt. Zunächst fällt in Fig. 1a, 1b die im verschlossenen Zustand gegenüber der herkömmlichen Technik veränderte Art der Sperrung des Kerns 2 gegen das Gehäuse 1 auf. Während üblicherweise im verschlossenen Zustand die Sperrung ausschließlich durch die teilweise mit in die Kernbohrungen 5 eintretenden Gehäuse­ stifte 7 erfolgt, liegt hier genau der umgekehrte Fall vor: Die in ihre tiefste Endlage und somit völlig aus dem Schlüsselkanal 3 herausgedrückten Kernstifte 8 ragen entsprechend ihrer jeweiligen Länge gleichfalls mehr oder weniger tief in die Gehäusebohrungen 4 und verursachen hierdurch die Sperrung. In dieser Tiefstlage schließen sie mit ihren Kegelspitzen in den Kernbohrungen 5 bündig mit der unteren Schlüsselkanalfläche ab und nehmen somit jene oben erwähnte geschützte Lage ein. Es ist offensichtlich, daß sie in dieser (fixierten) Hublage von Manipulationswerkzeugen nicht betätigt werden können. Wie Fig. 1a, 1b zeigen, sind die Gehäusebohrungen 4 mit Spezialstöpseln 17 verschlossen. Wie aus Fig. 1e ersichtlich ist, weisen diese zur Hubbegrenzung Federführungsdorne auf, deren Längen­ maß m auf die jeweilige Tiefstlage des betreffenden Stiftepaares abgestimmt ist. Hierdurch wird neben einer verbesserten Federführung ein noch tieferes Eindrücken der Kernstifte 8 oder gar über die Kern­ mantelfäche hinaus verhindert. Wie Fig. 1a, 1b und besonders Fig. 1d erkennen lassen, weisen die Kernstifte 8 in einem geeigneten, aber für sämtliche Kernstifte gleichen Abstand von ihrer Kegelspitze eine nur wenige Zehntel mm tiefe, scharfkantige Ringnut 9 auf. Wie zusätz­ lich aus Fig. 1a hervorgeht, werden sämtliche Kernbohrungen 5 von einem rechteckigen Durchbruch 10 geschnitten. In diesem ist ein Rastschieber 11 in Zylinderachsrichtung verschieblich geführt und wird von einer auf seinem Zapfen 12 sitzenden Rastfeder 13 in Rich­ tung Schlüsselloch beaufschlagt (siehe Fig. 1b, 1c). Nach der Montage des Rastschiebers 11 wird der Durchbruch 10 durch Eindrücken des Verschlußstückes 16 verschlossen. Wie Fig. 1c näher erkennen läßt, weist der Rastschieber 11 im Teilungsabstand der Kernbohrungen 5 angeordnete Schneidensegmente 14 auf, welche im verschlossenen Zustand bedingt durch die Kraft der Rastfeder 13 in die Ringnuten 9 der Kernstifte 8 eintreten und diese somit gegen die Kräfte der Stiftfedern 6 in ihrer tiefsten Stellung arretieren. Dies ist möglich, indem die Ringnuten 9 so angeordnet sind, daß sie in Tiefst­ lage der Kernstifte 8 genau mit den Schneidensegmenten 14 des Rast­ schiebers 11 fluchten. Aus der PS DD 196 10 182 ist ein derartiger Rastschieber bereits bekannt. Wie Fig. 1b in Verbindung mit Fig. 1c weiter zeigt, besitzt der hier verwendete Rastschieber 11 zusätzlich am kupplungsseitigen Ende eine durch den Schlitz 18 in den Schlüssel­ kanal 3 ragende Ausrastnase 15. Die Funktion dieses Schließzylinders ist folgende: Das Zylinderschloß befinde sich in der oben erläuterten Sperrstellung. Der zugehörige Wendeschlüssel (nicht dargestellt) läßt sich zunächst völlig widerstandslos in den leeren Schlüsselkanal 3 einstecken. Sobald der Schlüssel so weit eingeführt ist, daß die Bohrmulden des Schlüssels bis auf ein geringes Restwegstück den zuge­ hörigen Kernstiften 8 gegenüberstehen, trifft das Schaftende des Wendeschlüssels auf die in den Schlüsselkanal ragende Ausrastnase 15 des Rastschiebers 11. Mit restlichem Eindrücken des Schlüssels, bei welchem nun die Kraft der Rastfeder 13 zu überwinden ist, wird der Rastschieber 11 in Richtung Kupplung zurückgedrückt. Die Schneiden­ segmente 14 treten aus den Ringnuten 9 der Kernstifte 8 und geben diese somit frei. Die mittelbar von den Stiftfedern 6 beaufschlagten Kernstifte 8 springen sofort in die ihnen zugeordneten Bohrmulden des Schlüssels und geben den Kern (im Falle der richtigen Schlüsselco­ dierung) für eine Schließbewegung frei. Diese Kernstiftbewegung ist für sämtliche Zuhaltungen gleichartig und so gut wie verschleißfrei. Insbesondere wird bei den vorderen Stiftpaaren die mehrfache oszil­ lierende Hubbewegung vermieden. Der Rastschieber 11 wird durch die nun am vollen Kernstiftdurchmesser anliegenden Schneidensegmente 14 entgegen der Kraft der Rastfeder 13 in der einmal angenommenen Offen­ stellung gehalten. Nach erfolgter Schließung ist beim Schlüsselabzug zunächst völlig analog zum konventionellen System ein gewisser Kraft­ aufwand erforderlich, um sämtliche Kernstifte 8 wieder entgegen den Stiftfederkräften aus den Bohrmulden des Wendeschlüssels zu heben. Im Allgemeinen sind beim Wendeschlüssel wegen des relativ niedrigen Gesamthubes zwischen den einzelnen Bohrmulden stets Gebiete mit der vollen Schaftdicke (Maximalhublinie) vorhanden; d. h. egal wie tief diese jeweils sein mögen, so gelangt der Wendeschlüssel stets in eine Stellung, bei welcher gleichzeitig sämtliche Kernstifte 8 aus den Bohrmulden heraus und in ihren Kernbohrungen 5 in die Tiefstlage zurückgedrückt worden sind. Hierbei gelangen sämtliche Ringnuten 9 wieder in Fluchtlage zu den Schneidensegmenten 14 des Rastschiebers 11. Dieser bewegt sich unter der Krafteinwirkung der Rastfeder 13 wieder nach vorn, so daß die Schneidensegmente 14 in die Ringnuten 9 eintreten und sämtliche Zuhaltungen wieder in deren Tiefstlage arre­ tieren. Der Schlüssel kann nun wieder kräftefrei aus dem Schlüssel­ kanal gezogen werden. Das einmalige Ausheben der Kernstifte aus den Bohrmulden des Schlüssels ist die einzige, noch verbleibende verschleißbehaftete Bewegung. Diese ist für sämtliche Zuhaltungen gleichartig und vom Restverschleiß her praktisch vernachlässigbar. Entscheidend ist, daß hierbei für die vorderen Zuhaltungen ebenfalls eine oszillierende Hubbewegung entfällt. Der Rastschieber selbst führt nur geringe Hubbewegungen aus und ist völlig gekapselt. So tritt auch für ihn so gut wie kein Verschleiß auf.
Nur am Rande sei erwähnt, daß bei entsprechender Gestaltung der Ausrastnase und deren zentraler Lage im Kern 2 bei einer entspre­ chenden Vergrößerung des Rastschieberhubes über diese gleichzeitig die Schließbartkupplung angesteuert werden kann.
In nahezu ähnlicher Weise läßt sich das Prinzip auch bei für Normalschlüssel vorgesehenen Schließzylindern einsetzen:
Fig. 2a zeigt das entsprechende Zylinderschloß im Querschnitt. Ledig­ lich bei der Schlüsselgeometrie treten im Gegensatz zum bisher gebräuchlichen Normalschlüssel Unterschiede auf, wie Fig. 2b erkennen läßt. Während beim Wendeschlüsselprinzip der Vorgang des Schlüssel­ abzuges automatisch ein Ausheben sämtlicher Stiftpaare in ihre Tiefstlage und somit das Einrasten des Rastschiebers bewirkt, ist dies beim geläufigen Normalschlüssel in der Regel nicht der Fall, da sich die Kerbenflanken unterhalb der Maximalhublinie schneiden. Wie Fig. 2b zeigt, sind die Kerbenflanken jeweils bis zur Maximalhublinie auszubilden, um eine gleichermaßen automatische Aushebung aller Stiftpaare in ihre Tiefstlage beim Schlüsselabzug zu gewährleisten. Dies ist aber, wie aus Fig. 2b ebenfalls ersichtlich, nur in Abzugs­ richtung erforderlich. Die reidenseitigen Kerbenflanken müssen jeweils nur höchstens bis zum halben Stiftdurchmesser ausgebildet werden. Die verschleißarme Betätigung gestattet es ohne weiteres, den halben Kerbenwinkel auf 45° zu begrenzen. Hiermit erhält der Normal­ schlüssel die in Fig. 2b gezeigte Geometrie. Schließlich gestattet es der verschleißarme Betrieb ohne Nachteile, Kernstifte 8.1 gemäß Fig. 2a und 2c mit im Profilbereich abgesetztem Durchmesser einzusetzen und entsprechende Stufenbohrungen im Kern vorzusehen. Diese an sich bekannte Maßnahme dient der Erhöhung der Stufen- und somit der Schließungszahl. Zusätzlich stellen sich die folgenden, an sich bekannten Vorteile ein, nämlich:
  • - geringere Angriffsflächen für Manipulationswerkzeuge
  • - Die Profilgebung kann ohne Rücksicht auf die Stiftauflage vorgenom­ men werden.
Wie Fig. 2a erkennen läßt, kann der Durchmesserabsatz dieser Kern­ stifte 8.1 gleichzeitig für den Eingriff des Rastschiebers ausgenutzt werden, so daß eine spezielle Ringnut 9 entfällt. Sämtliche weiteren Details entsprechen den bereits beim Wendeschlüssel-Zylindersystem beschriebenen.
Die bisherigen Ausführungen beziehen sich auf Schließzylinder, die in untergeordneten Sicherheitszonen eingesetzt werden und für die lediglich der Vorzug des verminderten Verschleißes relevant ist. In weiterer Ausbildung der Erfindung werden Zylinderschlösser vorge­ stellt, für die weitere Einrichtungen gegen Aufsperrversuche von Interesse sind. Erfindungsgemäß wird diese zusätzliche Aufgabe dadurch gelöst, indem hierzu die für Aufsperrwerkzeuge unzugängliche Lage der Kernstifte in deren Tiefststellung ausgenutzt wird, derart, daß zu deren Freigabe die Ausrastung nicht mehr direkt erfolgen kann. Es sind hierzu vorerst weitere, von einer zugehörigen Sondercodierung des Schlüssels auszulösende Sicherheitselemente zu betätigen. Im Interesse der erstrangigen Aufgabenstellung werden auch hier möglichst verschleißarme Lösungsvarianten vorgeschlagen:
Fig. 3a zeigt in Analogie zu Fig. 1a den Querschnitt durch ein Wendeschlüsselsystem mit zwei gegenüberliegenden, die Zuhaltungsreihe jeweils tangierenden Rastschiebern 11.1 und 11.2. Diese gleiten als stiftförmige Körper in vom kupplungsseitigen Kernende her eingebrach­ ten Sackbohrungen 10.1, 10.2. Die Schneiden 14.1, 14.2 können z. B. gemäß Fig. 3c als Leiste in den einseitig abgefrästen stiftförmigen Schieber eingebracht sein. Fig. 3b zeigt als Schnitt A-A die Lage der Rastschieber im verschlossenen Zustand. Wie ersichtlich, sind die Schneiden 14.1, 14.2 im Teilungsabstand der Zuhaltungsstiftpaare durch kreisbogenförmige Segmente unterbrochen. Deren Radius ent­ spricht dem Stiftradius, vergrößert um ein gewisses Spiel (Größen­ ordnung 0,1 mm). Somit werden die Kernstifte 8 nur in dem Falle frei­ gegeben, wenn beide Rastschieber 11.1 und 11.2 mit diesen Kreisbogen­ segmenten den Kernstiften 8 genau gegenüberstehen. Dieses System kann je nach Wahl des erwähnten Spieles recht empfindlich ausgelegt werden, so daß nur geringe Fehlhübe von nur einem der beiden Rast­ schieber zu einer Sperrung sämtlicher Zuhaltungspaare führen. Beide Rastschieber werden von der Kupplungsseite in die Sackbohrungen 10.1, 10.2 eingeführt. Die beiden Ausrastnasen 15.1, 15.2 treten über den beide Sackbohrungen kreuzenden Querschlitz 19 in den gemeinsamen, den Schlüsselkanal 3 kreuzenden Schlitz 18 (siehe hierzu Fig. 3d). Nach Montage der Rastfedern 13.1, 13.2 werden die Verschlußstöpsel 16.1, 16.2 eingepreßt. Wie Fig. 3b weiter zeigt, sind die Sperrhübe beider Rastschieber unterschiedlich. Die beiden Ausrastnasen 15.1 und 15.2 ragen gemäß Fig. 3e nur zu einem geringen Teil (Größenordnung Maß w ≈ 1 mm) durch den Schlitz 18 in den Schlüsselkanal 3. Dies ist erforderlich, um die entsprechenden Ausfräsungen für die Steuernuten 20.1, 20.2 auf beiden Seiten des Wendeschlüssels unterzubringen (Fig. 3f zeigt eine der beiden Wendeflächen des Schlüsselschaftes). Andererseits ist dies erwünscht, um möglichst wenig Angriffsfläche für Aufsperrwerkzeuge zu bieten. Beide Ausrastnasen liegen, bedingt durch die Kräfte der Rastfedern 13.1, 13.2 am Grund des Schlitzes 18 an. Die Steuernuten 20.1, 20.2 sind längenmäßig auf die jeweiligen Sperrhübe der beiden Rastschieber abzustimmen, d. h. die kürzere Nut entspricht dem längeren Sperrhub, nimmt also den Rastschieber dement­ sprechend früher mit bzw. umgekehrt. Hier ergibt sich durch zahl­ reiche Variationen der Sperrhübe eine Vervielfachung des ursprüng­ lichen Schließungsvorrates. Die Bemaßung ist natürlich derart abzu­ stimmen, daß die Freigabe der Zuhaltungen erst dann erfolgt, wenn die Bohrmulden des Schlüssels mit den ihnen zugeordneten Kernstiften 8 fluchten. Die Funktion dieses Schlosses ist bereits aus dem obigen Text ableitbar:
Die Einführung des Schlüssels geschieht wiederum größtenteils kräfte­ frei. Schließlich nehmen dessen beiden Steuernuten 20.1, 20.2 die beiden Rastschieber so weit mit, daß sie am Ende des Schlüsselein­ führweges das Haupt-Zuhaltungssystem freigeben, wobei gleichzeitig sämtliche Bohrmulden des Schlüssels ihren zugeordneten Kernstiften gegenüberstehen. Sämtliche weiteren Vorgänge sind den oben bereits geschilderten gleich. Wird beispielsweise durch einen Falschschlüssel mit vom Original abweichenden Steuernuten 20.1, 20.2 nur einer der beiden Rastschieber zu gering oder zu weit ausgelenkt, so kann eine Schließung nicht erfolgen, weil das Hauptzuhaltungssystem verriegelt bleibt. Dieses zusätzliche Sicherheitssystem unterliegt ebenfalls so gut wie keinem Verschleiß. Durch folgende konstruktive Maßnahmen wird ein Angriff mit Sonderwerkzeugen noch erschwert: Wie aus Fig. 3b ersichtlich, liegen beide Ausrastnasen unmittelbar nebeneinander. Dies erschwert deren voneinander getrennte Betätigung (Schließungs­ variationen mit gleichlangen Sperrhüben beider Rastschieber sollten nicht verwendet werden). Schließlich ist es günstig, die Angriffs­ flächen der beiden Ausrastnasen 15.1, 15.2 in Achsrichtung gemäß Fig. 3e abzuschrägen und abzurunden, so daß Aufsperrwerkzeuge an diesen Schrägen abgleiten. Besonders durch die zweite, der Abrundung folgen­ de Schräge wird auch die Fixierung eines gewissen Schieberhubes durch Zwischenklemmen von Fremdkörpern stark erschwert. Die beiden Steuer­ nuten 20.1, 20.2 des Schlüssels erhalten am Ende die zur oberen Schräge passende Komplementärneigung. Hierdurch wird der Wende­ schlüssel in höchstem Maße kopiergeschützt. Denn bereits geringe Abweichungen von Neigungsbeginn und Neigungswinkel des Nutengrundes am Schlüssel verursachen eine versetzte Mitnahme der Ausrastnasen, wodurch eine Freigabe des Hauptsystems vereitelt wird. Dieser Schutz­ effekt ist umso wirkungsvoller, je kleiner der Neigungswinkel gehal­ ten wird. Das oben beschriebene Prinzip zweier Rastschieber unter­ schiedlichen Sperrhubes läßt sich auch am Normalschlüsselzylinder einsetzen. Fig. 3g zeigt zwei unterschiedliche Möglichkeiten für die Plazierung der Ausrastnasen als 15.11 und 15.21 bzw. als 15.12 und 15.22: Die Anordnung 15.11/15.21 ermöglicht wiederum deren unmittelbar aneinander angrenzende Lage am unteren Profilgrund und bei Lage der entsprechenden Ausfräsungen auf der unteren Schmalfläche des Schlüs­ selschaftes. Die Anordnung 15.12/15.22, gegenüberliegend zu beiden Seiten des Profils mit Ausfräsung der Steuernuten auf beiden Breit­ flächen des Schlüsselschaftes, bietet andererseits den Vorteil einer zusätzlichen Erhöhung der Variationen, indem beide Ausrastnasen (wie in Fig. 3g angedeutet) auf unterschiedliche Profilhöhen gelegt werden können. Dieser Effekt kann auch noch für Schließanlagen genutzt werden, indem der übergeordnete Schlüssel je nach Unterschied der Höhenlagen bei den untergeordneten Schlössern entweder eine gemein­ same, entsprechend verbreiterte Steuernut oder zwei getrennte Steuer­ nuten (bezogen auf jeweils eine Profilseite) erhält.
Eine völlig anders geartete, vorwiegend für Wendeschließzylinder geeignete Lösung wird in Fig. 4 vorgestellt:
Wie Fig. 4a und insbesondere deren Schnittdarstellung A-A Fig. 4b zeigen, ist hier der sämtliche Stiftpaare beeinflussende Rastschieber durch mehrere, unabhängig voneinander jeweils zwei von fünf Stift­ paaren steuernde Magnetrotoren 14.31 bis 14.35 ersetzt. Fig. 4b zeigt die Anordnung in der Offenstellung, wobei aber die Stiftpaare noch in ihrer Tiefstlage geschnitten dargestellt sind. Die an sich bekannten Magnetrotoren sowie die entsprechend codierten Steuermagneten auf dem Schlüssel sind hierbei auf der Symmetrieachse des Schlüsselkanals angeordnet. Am Schlüssel befinden sich die Steuermagneten 21.1 bis 21.5 jeweils auf beiden Schaftseiten gemäß Fig. 4e gleichfalls auf dessen Symmetrieachse.
Schließzylinder mit zumindest einem gewissen durch Magnetrotoren gesteuerten Teil ihres Sperrsystems sind hinlänglich bekannt. Ein Hauptproblem stellt sich hierbei insofern, als von den über entspre­ chende zugeordnete, im Schlüssel integrierte Magnete beeinflußten Magnetrotoren nur sehr geringe Kräfte aufgenommen bzw. übertragen werden können. Auf keinen Fall sind die Magnetrotoren in der Lage, den auf einen gesperrten Zylinderkern durch mögliche äußere Bela­ stungsmomente auftretenden Kräften unmittelbar zu widerstehen. Es sind zwar auch derartige konstruktive Lösungsvorschläge bekannt. Aber sie sind sämtlich an diesem Problem gescheitert. Aus der PS DD 142 222 ist eine Steuereinrichtung für ein Zylinderschloß bekannt, bei welchem eine gemeinsame, von den Magnetrotoren gesteuerte Sperr­ leiste die von außen auf den Kern wirkenden Kräfte sicher aufnimmt. Die Sperrleiste ist in eine Lösestellung verschiebbar, falls die Magnetrotoren durch den passenden Schlüssel in eine dafür vorgesehene Winkelstellung gedreht worden sind. Diese Verschiebekraft ist eine wesentlich geringere. Sie wird vornehmlich durch die Federkraft einer speziellen Kugelraste bestimmt. Nachteilig ist aber auch hier diese noch verbleibende und einseitig wirkende unausgeglichene Radialkraft auf die Rotoren. Insbesondere wirkt diese Federkraft nicht direkt, sondern sie kann sich auf dem Übertragungsweg durch ungünstige Reibungs- bzw. Gleitverhältnisse weiter erhöhen.
Beim erfindungsgemäßen System sind die Magnetrotoren zunächst ebenfalls nur gering belastet, und zwar nur durch die Kräfte der Stiftfedern 6, die aber hier relativ direkt einwirken. Um aber auch diese noch während der Einordnungsphase auszuschalten und somit sowohl am Schlüssel als auch im Kern 2 mit entsprechend kleinen und flachen Magneten auszukommen, wird eine besondere, in Fig. 4c und Fig. 4d gezeigte Art der Entlastung von Axialkräften vorgesehen. Gemäß Fig. 4a wird vorgeschlagen, das Verschlußteil 16.3 gleichzeitig als Käfig (evtl. in teilbarer Ausführung) für die Lagerung der Magnetrotoren vorzusehen. Dabei kann, wie aus Fig. 4c, 4d ersicht­ lich, die untere unbelastete Lagerstelle als Spitzenlager ausgeführt sein. Fig. 4c zeigt für einen Rotor und einen Kernstift die Sperr­ stellung bei abgezogenem Schlüssel. Die Ringnut 9 ist hierbei am Kernstift 8 in einer solchen Lage angeordnet, daß der Kernstift mit seiner Kegelspitze um das Spiel s (Größenordnung 0,2 bis 0,3 mm) noch in den Schlüsselkanal 3 ragt (Dieser scheinbare Hubverlust ist durch eine entsprechende Erweiterung des Schlüsselkanals kompensierbar). Dabei wird der Kernstift bzw. das Stiftpaar vom Magnetrotor gegen die Kraft der zugehörigen Stiftfeder arretiert. Die Federkraft wird hier­ bei vom Rotor bzw. von dessen oberem Lager aufgenommen. Der Magnet­ rotor ist in dieser belasteten Sperrstellung zumindest gegen Magnet­ kräfte gleicher Größenordnung blockiert. Wird gemäß Fig. 4d ein Wendeschlüssel eingeführt, so drückt dessen volle Schaftdicke (Maxi­ malhublinie) die Zuhaltungspaare um das Spielmaß s zurück, wodurch die Magnetrotoren völlig entlastet werden. Sie können sich deshalb ungehindert auf die Steuermagneten des Wendeschlüssels einstellen. Die Arbeitsweise dieses Zylinderschlosses wird anhand von Fig. 4b und den obigen Erläuterungen verständlich: Wie aus Fig. 4b hervorgeht, weisen die Magnetrotoren 14.31 bis 14.35 jeweils zwei kreisbogenför­ mige Ausfräsungen zur Freigabe der ihnen zugeordneten benachbarten Kernstifte auf. Wenn der Wendeschlüssel eingeführt wird, so erfolgt zunächst durch das völlige Eindrücken der Kernstifte um das Spiel s die mechanische Entlastung der Magnetrotoren. Diese können sich auf die Magnetfelder der ihnen jeweils zugeordneten Steuermagneten 21.1 bis 21.5 einstellen. Wenn deren Orientierung entsprechend dem Origi­ nalcode ausgelegt ist, so nehmen die Magnetrotoren die in Fig. 4b gezeigte Freigabestellung ein. Die Stiftpaare führen bei der Schlüs­ seleinführung zwar eine geringe Hubbewegung um das Spiel s aus. Eine vorzeitige Freigabe kann aber nicht erfolgen, weil die Magnetrotoren während der Einführungsphase falsch orientiert werden. Selbst wenn kurzzeitig die Ausnehmung eines Rotors in die Freigabestellung kommen sollte, wird die betreffende Stiftzuhaltung nicht freigegeben, weil sie zusätzlich vom benachbarten Rotor blockiert wird (dessen gleich­ zeitige Freigabe wäre ein außergewöhnlicher Zufall, dessen Schließung dann aber ausgeschlossen werden kann - für die letzte, nur einfach abgesicherte Zuhaltung tritt dieser Effekt ohnehin nicht auf). Ist der Schlüssel vollständig eingeführt, so stehen dessen Steuermagnete sämtlich den zugeordneten Magnetrotoren gegenüber, und gleichzeitig fluchten dessen Bohrmulden mit den zugeordneten Kernstiften. Diese gleiten wiederum verschleißarm in die Bohrsenkungen. Nach erfolgter Schließung sind beim Schlüsselabzug zunächst wiederum die Stiftfeder­ kräfte zu überwinden, um die Kernstifte aus ihren Bohrmulden zu heben. Der weitere Schlüsselabzug erfolgt wiederum kräftefrei, weil die Magnetrotoren sofort wieder in Fehlstellungen orientiert werden, in denen sie die Stiftpaare sperren. Es verbleibt wiederum als wesentliche verschleißbehaftete Bewegung das einmalige Ausheben der Kernstifte aus den Bohrmulden. Die Bewegung der Stiftepaare um das Spiel s ist derart gering, so daß hier ebenfalls kein nennenswerter Verschleiß zu erwarten ist.
Es sei hierbei noch erwähnt, daß ein Abtasten oder Stethoskopieren der Magnetrotoren durch die jeweils doppelte Absicherung der Kern­ stifte äußerst erschwert ist. Es sind zusätzlich zum Manipuliermag­ neten noch Werkzeuge bzw. Fremdkörper einzuführen, um mindestens zwei benachbarte Stiftepaare zunächst um das Spiel s nach unten zu drücken. Dann ist aber die Stellung der Rotoren nicht mehr abfühlbar bzw. stethoskopierbar. Schließlich können sich die kreisbogenförmigen Ausfräsungen der Rotoren dabei auch noch als Abtastfallen auswirken, nämlich für solche Stellungen, wo jeweils nur eine der beiden Ausfrä­ sungen die Freigabe herbeiführt. Wie man sich anhand von Fig. 4b leicht überzeugen kann, existieren für jeden Rotor zwei derartige Blindstellungen. Selbst wenn man am hintersten, nur einfach abgesi­ cherten Stiftpaar beginnt und dessen Freigabe erzielt hat, ist nicht feststellbar, ob es sich um die richtige Freigabestellung des Rotors 14.35 oder um die eine seiner beiden möglichen Blindstellungen handelt; denn der benachbarte Kernstift reagiert in keinem Falle, da er bereits vom Rotor 14.34 mit arretiert wird. Diese doppelte Absi­ cherung setzt sich kettenförmig bis zur vordersten Zuhaltung fort, so daß man gezwungen ist, das gesamte System abzutasten. Wo es die Platzverhältnisse zulassen, kann auch dem hinteren Stiftpaar noch ein sechster Rotor 14.36 zugeordnet werden. Man hat dann neben dessen zweifacher Absicherung noch den Vorteil, daß der gesamte Schließungs­ vorrat nicht mit der 5. sondern mit der 6. Potenz der Anzahl der gestuften Winkelstellungen eines Rotors zunimmt.
Die in Fig. 5 für beide Zylinderschloßtypen gezeigte Lösung mittels aus der PS DD 260 105 bekannter Aufhaltungen zur Sicherung des Haupt-Zuhaltungssystems bietet auf Grund von deren grundsätz­ licher Nichtabtastbarkeit einen besonders hochgradigen Schutz vor Manipulationen jeglicher Art. Das Aufhaltungsprinzip erweist sich für obige Aufgabenstellung wegen des geringen Öffnungsweges des Rast­ schiebers von nur ca. 0,5 mm als besonders geeignet. Der in Fig. 5 gezeigte Vorschlag eines zwangsgesteuerten Systems vereinfacht die Konstruktion infolge Wegfalls jeglicher Federn. Neu gegenüber der o. g. PS ist der Einsatz eines zweifach auslenkbaren Aufhaltungselemen­ tes. Neben der Einsparung weiterer Bauteile gewährt dieses Element einen noch höheren Abtastschutz als zwei einfach auslenkbare Aufhal­ tungselemente. Die höhere Abtastsicherheit derartiger zweifach auslenkbarer Elemente resultiert aus der Tatsache, daß es niemals gelingt, eine Seite zu betätigen, ohne daß dabei die andere Seite ihre Lage mit ändert. Geringfügige Lageänderungen führen aber bei Aufhaltungen sofort zu einem Zusammenbruch der Öffnungskraft.
Fig. 5a gibt einen Querschnitt eines derartigen Wendeschlüssel- Zylinders. Das Aufhaltungssystem ist unmittelbar über dem Schlüssel­ kanal 3 angeordnet. In dem gemeinsamen Querschlitz 24 sind drei Führungskörper (25.1 als variables Festlager, 25.2 und 25.3 für das zweifach auslenkbare Element 28) horizontal verschiebbar geführt. Für deren Ansteuerung durch den Wendeschlüssel besitzen die Führungskör­ per Steuerbolzen 26.1 . . . 26.3, welche durch Querschlitze 23.1 23.3 in den Schlüsselkanal 3 ragen. Fig. 5d zeigt eine der Steuer­ flächen des Wendeschlüssels. Der besseren Übersicht wegen wurde hier auf die gestrichelte Barstellung der gegenüberliegenden Steuerfläche verzichtet. Es genügt eine Einstichtiefe der Steuernut bzw. eine Eintauchtiefe der Steuerbolzen um 0,5 mm. Hierdurch ist in jedem Falle abgesichert, daß für die Bohrmulden der Gegenfläche noch eine ausreichende Schaftdicke zur Verfügung steht. Die Eingangsbreite der schnabelförmig erweiterten Fangnut 33 entspricht der Länge der Quer­ schlitze 23.X. Die Steuernut wurde trotz des bei Aufhaltungen gerin­ gen erforderlichen Steuerhubs gegenüber dem Teilungsmaß der Stift­ bohrungen hinsichtlich der 3 Steuerpunkte gestreckt. Dies und der federkraftfreie Betrieb garantieren eine hohe Lebensdauer des Aufhaltungssystems. Dennoch wurde nicht die gesamte Schlüsselschaft­ länge benötigt. Es können deshalb evtl. auch zwei zweifach auslenk­ bare Aufhaltungen, also insgesamt 5 Steuerpunkte vorgesehen werden. Fig. 5b zeigt das Aufhaltungssystem im Schnitt A-A von Fig. 5a. Das zweifach auslenkbare Element 28 wird über die zwei mit den Führungs­ körpern 25.2 bzw. 25.3 fest verbundenen Führungsbolzen 27.1 bzw. 27.2, welche in das Langloch 29 ragen, angesteuert, derart, daß es in einem ausreichend großen Bereich entsprechend schwenkbar und längs­ verschieblich ist. Genau in Flucht mit der Öffnungslinie 31 liegt die Spitze des mit dem Rastschieber 11 unmittelbar und starr verbundenen Spreizlagersegmentes 30. Der Abstand g längs der Öffnungslinie 31 zwischen dieser Spitze und der Spitze des variablen Festlagers 25.1 muß um den Öffnungsweg des Rastschiebers 11 kleiner als das Spreizmaß S des Elementes 28 sein. Die Nichtabtastbarkeit des Systems leuchtet sofort ein, wenn man den nur wenige Zehntel mm großen Öffnungsweg des Rastschiebers 11 bedenkt. Erst wenn alle drei Führungskörper nahezu richtig ausgelenkt sind, wird die Öffnungskraft gegen die Rastfeder 13 spürbar. Fig. 5a entspricht hinsichtlich des Systems dem Schnitt B-B von Fig. 5b. Wie Fig. 5a als Vorschlag weiter zeigt, kann die Länge der Führungskörper so bemessen sein, daß diese in der richtigen Einstellage an ihren Enden jeweils in an sich bekannter Weise (Bauart Croning) mit dem Mantel des Kerns 2 bündig abschließen; und es können im Gehäuse 1 entsprechende Sperrtaschen 22.1, 22.2 vorgesehen sein, in welche diese Enden bei deren Fehleinstellung eintreten und so noch zusätzlich eine Sperrung des Kerns 2 gegen das Gehäuse 1 verursachen. Um aber die Nichtabtastbarkeit des Aufhaltungssystems nicht zu beein­ trächtigen, muß die Weite w dieser Sperrtaschen größer sein als die Dicke b der Führungskörper. Andererseits muß w kleiner als der Durch­ messer der Kernstifte 8 sein, um deren Eindringen während des Schließens zu verhindern. Wie Fig. 5a weiter zeigt, können noch zusätzliche Sperrtaschen 22.3, 22.4 vorgesehen werden, in welche im Falle manipulierter Schließungen, wo die Führungskörper nicht durch die Steuernut 32 des Wendeschlüssels lagefixiert sind, diese schwer­ kraftbedingt eintreten können und den Kern 2 sperren. Beim Schlüssel­ abzug werden die Aufhaltungselemente sofort wieder aus ihrer Löse­ stellung gebracht, wodurch die Rastfeder 13 den Rastschieber 11 wieder in Arretierstellung der versenkten Kernstifte 8 bringt. Der geringe Rastschieberweg und die starre Verbindung zwischen Spreiz­ lagersegment 31 und Rastschieber 11 ermöglichen im Verein mit der federlosen Zwangssteuerung eine Zusammenlegung der nach o. g. Patent normalerweise nacheinander ablaufenden drei Phasen "Einordnung", "Offenhaltung" und "Betätigung des Verriegelungssystems". Fig. 5c zeigt noch einmal die wenigen Einzelteile dieses Systems. Wie aus Fig. 5e ersichtlich, läßt sich dieses System auch im Normalschlüssel- Zylinder einsetzen. Die Schnittebene wurde hier zwischen den ersten und den zweiten Führungskörper gelegt, so daß das Element 28 unge­ schnitten dargestellt ist. Wegen der gegenüber Fig. 5a um 90° gedreh­ ten Lage der Führungskörper sind für den oben genannten Zweck nur zwei Sperrtaschen erforderlich. Um am Schlüssel eine Verträglichkeit zwischen den Profilrippen und den Steuernuten 32, 33 zu erzielen, sollten jene gemäß Fig. 5e in einen geradlinig verlaufenden bzw. entsprechend flach verrippten Bereich gelegt werden. Die übrigen Einzelheiten sind analog zu den bereits erläuterten.
Bezugszeichenliste
1
Gehäuse
2
Kern
3
Schlüsselkanal
4
Gehäusebohrung
5
,
5.1
Kernbohrung
6
Stiftfeder
7
Gehäusestift
8
,
8.1
Kernstift
9
Ringnut des Kernstiftes
10
Durchbruch
10.1
,
10.2
Sackbohrung
11
,
11.1
,
11.2
Rastschieber
12
Zapfen
13
,
13.1
,
13.2
Rastfeder
14
Schneidensegment
14.1
,
14.2
Schneide
14.31
. . .
14.35
Magnetrotor
15
,
15.1
,
15.2
Ausrastnase
15.11
,
15.12
,
15.21
,
15.22
Ausrastnase
16
Verschlußstück
16.1
,
16.2
Verschlußstöpsel
16.3
Verschlußteil
17
Spezialstöpsel
18
Schlitz
19
Querschlitz
20.1
,
20.2
Steuernut am Schlüssel
21.1
. . .
21.5
Steuermagnet des Schlüssels
22.1
. . .
22.4
Sperrtasche
23.1
. . .
23.3
Querschlitz
24
Querschlitz
25.1
Führungskörper des variablen Festlagers
25.2
,
25.3
Führungskörper für das Element
28
26.1
. . .
26.3
Steuerbolzen
27.1
,
27.2
Führungsbolzen für das Element
28
28
zweifach auslenkbares Aufhaltungselement
29
Langloch
30
Spreizlagersegment
31
Öffnungslinie
32
Steuernut des Schlüssels
33
Fangnut des Schlüssels

Claims (6)

1. Modifizierter Schließzylinder, bestehend aus einem Gehäuse (1) mit einem darin drehbar gelagerten Kern (2), enthaltend Kernbohrungen (5), welche auf einer Seite mit einem parallel zur Kerndrehachse verlaufenden Schlüsselkanal (3) in Verbindung stehen und auf ihrer Gegenseite in Nullstellung des Kerndrehwinkels mit im Gehäuse (1) vorhandenen gleichartigen Gehäusebohrungen (4) fluchten, wobei jeweils in jeder Kernbohrung (5) und in ihrer zugehörigen Gehäusebohrung (4) aus Stift­ federn (6), Gehäusestiften (7) und Kernstiften (8) bestehende und in Richtung der Bohrungsachsen verschiebbare Stiftzuhaltungen vorgesehen sind und wobei die Gehäusebohrungen (4) auf ihrer dem Kern (2) abgewandten und die Stiftfeder (6) enthaltenden Seite durch spezielle, jeweils eine mögliche Tiefstlage der Stiftzuhaltungen zulassende Spezialstöpsel (17) verschlossen sind, dadurch gekennzeichnete daß im verschlossenen Zustand (Nullstellung des Kerndrehwinkels) sich sämtliche Stiftzuhaltungen in dieser Tiefstlage befinden, bei welcher die Kernstifte (8) völlig aus dem Schlüsselkanal (3) herausbewegt sind und mit ihren Kegelspitzen bündig mit der untersten Begrenzung des Schlüsselkanals (3) abschließen, wobei die Kernstifte (8) sämtlich zu gewissen Teilen ihrer Gesamtlänge sowohl in den Kernbohrungen (5) als auch in den Gehäusebohrungen (4) liegen und daß zusätzliche Mittel vorgesehen sind, welche sämtliche Stiftzuhaltungen in dieser Tiefstlage fixieren.
2. Modifizierter Schließzylinder nach Anspruch 1, bei welchem in an sich bekannter Weise im Kern (2) an geeigneter Stelle ein rechteckiger, sämtliche Kernbohrungen (5) in Kernachsenrichtung miteinander verbindender Durchbruch (10) vorhanden ist, in welchem ein gleichfalls bekannter federbelasteter, axial verschiebbarer Rastschieber (11) vorhanden ist, welcher im Teilungsabstand der Kernbohrungen (5) angeordnete und ständig unter Federkraft an den Kernstiften (8) anliegende Schneidensegmente (14) von an sich bekannter Art aufweist und daß andererseits die Kernstifte (8) bzw. (8.1) mit zumindest an der stiftfederseitigen Kante scharfkantigen Ringnuten (9) bzw. mit einem scharfkantigen Durchmesserabsatz versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringnuten (9) bzw. Durchmesserabsätze in Tiefstlage der Stift­ zuhaltungen mit den Schneidensegmenten (14) fluchten, derart, daß der Rastschieber (11) von der Kraft einer Rastfeder (13) mit seinen Schneiden­ segmenten (14) in die Ringnuten (9) oder Durchmesserabsätze gedrückt wird, wobei die Kernstifte bzw. die Stiftzuhaltungen in dieser Tiefstlage fixiert sind.
3. Modifizierter Schließzylinder nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Rastschieber (11) eine mit ihm fest verbundene und über einen Schlitz (18) in den Schlüsselkanal (3) ragende Ausrastnase (15) aufweist, derart, daß die Ausrastnase (15) vom fast vollständig eingeführten Schlüssel über dessen restlichen Einführweg, der mindestens der Eingriffstiefe der Schneidensegmente (14) in den Ringnuten (9) oder Durchmesserabsätzen entsprechen muß, samt Rastschieber (11) mitgenommen wird, wobei die Schneidensegmente (14) aus den Ringnuten (9) bzw. Durchmesserabsätzen heraustreten.
4. Modifizierter Schließzylinder nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für eine kontrollierte Freigabe der Kernstifte (8) oder (8.1) bzw. der gesamten Stiftzuhaltungen aus deren Tiefstlage zwei Rastschieber (11.1, 11.2) mit unterschiedlich langen Ausrastwegen vorgesehen sind, wobei deren Schneiden (14.1, 14.2) die Ringnuten (9) der Kernstifte (8) bzw. Durchmesserabsätze der Kernstifte (8.1) tangieren und für deren Freigabe im Teilungsabstand der Kernstiftbohrungen angeordnete kreisbogenförmige Ausfräsungen aufweisen und wobei die beiden Ausrastnasen (15.1, 15.2) durch am Schlüssel ausgefräste und zugeordnete Steuernuten (20.1, 20.2) betätigt werden.
5. Modifizierter Schließzylinder nach Anspruch 1 mit vorwiegender Eignung für Wendeschlüsselsysteme, bei welchem zur Arretierung der Tiefstlage der Kernstifte (8) über deren Ringnut (9) sowie zu deren kontrollierter Freigabe im Kern (2) an sich bekannte Magnetrotoren (14.31 . . . 14.35) sowie an beiden Steuerflächen des Wendeschlüssels in bekannter Weise den Magnetrotoren zugeordnete Steuermagnete (21.1 . . . 21.5) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetrotoren (14.31 . . . 14.35) jeweils direkt zwei Kernstifte (8) über deren Ringnuten (9) bezüglich Arretierung in bzw. Freigabe aus deren Tiefstlage steuern, indem jeder Magnetrotor für die Freigabestellung der zwei ihm benachbarten Kernstifte (8) zwei kreisbogenförmige Ausfräsungen aufweist und wobei die Kernstifte (8) bei der Schlüsseleinführung um das Entlastungsspiel s in eine Entlastungsstellung gebracht werden, bei welcher die Magnetrotoren (14.31 . . . 14.35) von sämtlichen radialen und axialen Kräften (abgesehen von der Schwerkraft) entlastet sind und wobei zusätzlich für jeden Magnetrotor zwei Drehwinkelstellungen möglich sind, in denen jeweils nur einer der zwei dem betreffenden Magnetrotor unmittelbar benachbarten Kernstifte (8) durch die kreisbogenförmigen Ausfräsungen freigegeben wird.
6. Modifizierter Schließzylinder nach Anspruch 1 und 2, bei welchem zur kontrollierten Freigabe der in Tiefstlage durch den Rastschieber (11) arretierten Kernstifte (8) bzw. (8.1) im Kern (2) ein vom Schlüssel über Steuernuten (32, 33) federkraftlos betätigbares und an sich bekanntes Aufhaltungssystem vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Rastschieber (11) ein mit ihm fest verbundenes und mit seiner Spitze auf der Öffnungslinie (31) liegendes Spreizlagersegment (30) aufweist und wobei das Aufhaltungssystem mindestens ein durch zwei Führungskörper (25.2, 25.3) zweifach auslenkbares Aufhaltungselement (28) enthält und wobei das Gehäuse (1) mit zusätzlichen Sperrtaschen (22.1 . . . 22.4) versehen sein kann, in welche die in Länge und Dicke entsprechend abgestimmten Führungskörper (25.1 . . . 25.3) im Falle ihrer Fehlauslenkung als zusätzliche Sperrglieder eintreten.
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