DE19741987C2 - Schleifmaschine für Objekte mit konglomeratbildendem Schleifstaub - Google Patents
Schleifmaschine für Objekte mit konglomeratbildendem SchleifstaubInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schleifmaschine für Objekte, bei denen ein feuchter
und/oder leicht anbackender Schleifstaub anfällt, insbesondere zum Schleifen von
Bimssteinen, Schaumziegel-Produkten oder dergleichen Produkte der
Baustoffindustrie, mit einer maschineneigenen Schleifobjekt-Transporteinrichtung,
mindestens einer Schleifeinrichtung sowie mindestens einer Staubabsaugeinrichtung,
welche eine schleifstellenübergreifende Saughaube aufweist, die an einem
Absaugkanal angeschlossen ist.
Ein betriebsinterner Stand der Technik sieht bei einer zweistufig arbeitenden
Schleifmaschine vor, zwei an einer Seite vom zu schleifenden Baustein vorhandene
Schleifrotoren mittels einer gemeinsamen Haube zu kapseln und den anfallenden
Schleifstaub mittels eines an der Haubenoberseite angeschlossenen Absaugkanals mit
Unterdruck abzufördern. Bei dieser Schleifmaschine besteht noch der Nachteil eines
verhältnismäßig schnellen Zusetzens der Haube aufgrund von Schleifstaub
anbackungen beim Schleifen von sogen. Plansteinen aus Bimsbeton und damit ein
hergehender Funktionsbeeinträchtigung sowie Stillstandszeiten für die Hauben
säuberung, nämlich Entfernen von festgesetztem Schleifstaub.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfach aufgebaute Schleifmaschine für
Objekte mit konglomeratebildendem Schleifstaub zu schaffen,
bei der trotz Schleifstaub-Absaugung eine erhebliche Funktionsbeeinträchtigung sowie
durch Schleifstaub-Anbackungen hervorgerufene Stillstandszeiten weitgehendst
vermieden werden.
Erfindungsgemäß wird dies durch eine Schleifmaschine gemäß Patentanspruch 1
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die erfindungsgemäße Schleifmaschine arbeitet auch bei Anfall von großen Mengen
an feuchten und/oder leicht anbackenden und bisher die Umgebung der Schleifrotoren
zusetzenden Schleifstäuben, wie dies beim Schleifen von Produkten der
Baustoffindustrie, insbesondere beim Schleifen von Bimsbeton, Schaumziegel u. dgl.,
der Fall sein kann, nun ohne schleifstaubbedingte Funktionsbeeinträchtigung oder
Stillstandszeiten. Aufgrund der automatischen intervallmäßigen Wandungs
deformierung zerplatzt eine sich innerhalb der den anfallenden Schleifstaub zwischen
Schleifstelle und Absaugrohr vorübergehend aufnehmenden Saughaube aufbauende
Staubschicht und bröckelt unter Ausübung eines Selbstreinigungseffektes von der
Saughauben-Innenseite ab, bevor überhaupt ein eine Funktionsbeeinträchtigung
auslösendes Zusetzen auftritt. Der Zeitintervall zwischen den Staubschicht-
Zerstörungen ist vom jeweiligen Material und/oder von Umwelteinflüssen abhängig und
daher vorzugsweise derart einstellbar, daß jegliche Störwirkung rechtzeitig verhindert
wird - in der Praxis mag annähernd halbstündiges oder stündliches Staubschicht-
Zerbröckeln ausreichen. Die bei der Abplatzung anfallenden Staubschicht-Stückchen
sowie beim Schleifvorgang anfallende feuchte Staubkornkonglomerate fallen innerhalb
der Saughaube nach unten und lassen sich mittels einer von einem Abfallband od. dgl.
gebildeten Abfall-Fördereinrichtung leicht und problemlos abfördern.
Gemäß einer bevorzugten Ausbildung ist die Saughaube im Vertikalschnitt derart
ausgeführt, daß zwischen dem Schleifwerkzeug und dem Absaugkanal ein ausreichend
großer Raum für eine sogen. "Windsichtung" vorhanden ist.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt
und wird im folgenden näher erläutert. Sie zeigt
innerhalb der Schleifmaschinen-Seitenansicht einen Vertikalschnitt durch eine
Schleifstaub-Absaugeinrichtung einer Schleifmaschine für Objekte mit
konglomeratbildendem Schleifstaub, wobei der besseren Übersicht wegen von der
maschineneigenen Transporteinrichtung lediglich die Transportebene und von der
Schleifeinrichtung lediglich der Schleifrotor-Umlaufkreis in Strich-Punkt-Linie
dargestellt ist.
Eine erfindungsgemäße Schleifmaschine für Objekte, bei denen ein feuchter und/oder
leicht anbackender Schleifstaub anfällt, insbesondere zum Schleifen von Produkten der
Baustoffindustrie, weist eine maschineneigene Transporteinrichtung 1 auf, mittels der
zu schleifende Objekte 2 durch mindestens eine Schleifeinrichtung 3 in
Transportrichtung transportiert sowie an mindestens einer Fläche, vorzugsweise
Seitenfläche, geschliffen werden, wobei der anfallende Schleifstaub luftgefördert mittels
einer als Ganzes mit 4 bezifferten Schleifstaub-Absaugeinrichtung abtransportiert wird.
Die maschineneigene Transporteinrichtung 1 weist zumindest eine Transportebene
(die rein schematisch dargestellt ist) auf, auf welcher die zu schleifenden Objekte 2 die
Schleifmaschine in vorzugsweise kontinuierlicher Bewegung durchlaufen.
Obwohl nicht dargestellt, sind Mittel für einen Geradeauslauf der Schleifobjekte
vorhanden. In bevorzugter Weise werden die zu schleifenden Objekte in seitlich
ausgerichteter Lage zwischen einer unteren Fördereinrichtung und einer oberen
Niederhalteeinrichtung höhenmäßig eingespannt und so durch die Schleifstation oder
Schleifstationen transportiert.
Als Schleifobjekte sind Produkte der Baustoffindustrie vorgesehen, die an mindestens
einer Fläche beschliffen werden sollen. In bevorzugter Weise ist die Schleifmaschine
zum zweiseitigen seitlichen Beschleifen von Bausteinen, sogen. Plansteinen,
ausgeführt und konzeptionell derart ausgeführt, daß selbst bei Feuchtstaub- und/oder
leicht anbackenden Feinststaub-Anfall ein Zusetzen des Schleifstaub-Förderweges
verhindert wird. Es lassen sich somit auch Produkte aus Bimsbeton, Schaumziegel u.
dgl. problemlos schleifen.
Die Schleifeinrichtung 3 ist zum ein- oder mehrstufigen Schleifen ausgebildet. In jeder
Schleifstation ist ein insbes. seitlich zum Schleifobjekt-Durchlaufraum verstellbares
Schleifwerkzeug, wie Schleifrotor (vgl. Skizze) oder Schleifband, an mindestens einer
Maschinenseite, vorzugsweise an beiden Maschinenseiten, vorhanden. Bei einer
Ausbildung mit sogen. Schleifrotor kann ein Schleifkopf mit einer Vielzahl von zahn-
oder leistenartigen Schleifsegmenten besonders vorteilhaft und wirtschaftlich - und
daher auch bevorzugt - sein.
Die Schleifstaub-Absaugeinrichtung 4 weist für jede Schleifstelle eine schleifstellen
übergreifende Saughaube 5 auf, die an einem Absaugkanal 6, vorzugsweise einem
Saugrohr, angeschlossen ist. Zusätzlich zur Luftansaugung aus dem Bereich des
Schleifwerkzeuges (d. h. aus dem Schleifstellen-Bereich) wird zwecks besserer
Staubkorn-Förderung über mindestens eine sogen. Frischluft-Ansaugöffnung (nicht
dargestellt) Umgebungsluft U in die Saughaube 5 gesaugt. In der Skizze wird dies
prinzipmäßig (sowie durch die Pfeile "U" gekennzeichnet) offenbart. In bevorzugter
Weise erfolgt die Umgebungsluft- oder Frischluft-Ansaugung von oberhalb des
Schleifrotors - dabei kann eine Luftansaugung durch ein Labyrinth oder durch eine
sogen. Kaskade vorteilhaft sein. Innerhalb der Saughabe 5 herrscht ein Druck P1,
welcher kleiner ist als der Druck P0 der Umgebung.
Um ein übermäßiges und dann auch nachteiliges Staubkorn-Festsetzen an der
Saughaube 5 zu vermeiden, ist erfindungsgemäß die Saughaube 5 zumindest
stellenweise mit einer in Intervallen automatisch deformierbaren Wandung oder
Auskleidung 7 versehen. Vorzugsweise ist die Saughaube 5 mit druckmittel
bewegbaren Wandungsteilen versehen und endet untenendig vor einer Abfall-
Fördereinrichtung 8. Es kann auch eine Mechanik auf eine flexible oder elastische
Wandung in Intervallen einwirken. Damit ist es möglich, in Intervallen eine entstandene
Staubschicht aufzubrechen und die Staubschicht-Teile (Bröckchen) abzufördern.
Eine besonders vorteilhafte Ausführung sieht vor, daß die Saughaube 5 im parallel zur
Schleiffläche verlaufenden Querschnitt als kopfstehendes U ausgebildet und zumindest
in diesem Bereich die Auskleidung 7 als kurzzeitig aufblasbares Auskleidungsteil
ausgebildet ist und die Saughaube 5 bis auf eine als Abfallband ausgebildete Abfall-
Fördereinrichtung 8 herabreicht. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel weist die
Schleifeinrichtung 3 einen um eine Horizontalachse 3a rotierenden sowie von oben auf
eine zu schleifende seitliche Objektfläche, insbesondere Planstein-Seitenfläche,
einwirkenden Schleifrotor auf.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist zwischen dem mit 3
bezifferten Schleifwerkzeug und dem Absaugkanal 6 ein mit 9 bezifferter Raum für eine
Windsichtung zwischengeschaltet. Dieser Raum stellt eine Beruhigungszone dar.
In bevorzugter
Weise wird die für die automatische Befreiung der Saughaube 5
von "Anbackungen" vorhandene Auskleidung 7 von einem auf
blasbaren Kissen (Elastomerkissen) gebildet. Dieses Kissen
ist in Zeitintervallen - dabei stets nur kurzzeitig,
nämlich nur so lange, wie es für das Staubschicht-Bersten
und die Absprengung der dadurch entstehenden Staubschicht-
Segmente erforderlich ist - aufblasbar. Die
entsprechende Druckluft-Zuführung ist in der Zeichnung mit
"D" gekennzeichnet. Das kurzzeitig aufblasbare Kissen
endet mit seinem im Haubenquerschnitt abförderseitigen
Teil mit Abstand zum Abfallband und der den sogen. Abfall
(von der Haubeninnenseite abplatzende Staubschicht-Teile
sowie feuchte Schleifstaub-Konglomerate) durchlassende
Spalt wird durch einen mit 10 bezifferten, höhenbeweglich
ausgebildeten und/oder angeordneten Verschlußkörper, wie
Gummilappen, Klappe, Schieber od. dgl., geschlossen.
Auch ist eine Steuerungsein
richtung mit in einstellbaren Zeitabständen sowie für
einstellbare Zeit wirksam werdender Betätigung der die
Wandungs- und/oder Auskleidungs-Deformation innitiierenden
oder durchführenden Einrichtung vorhanden.
Die erfindungsgemäße Schleifmaschine für Produkte aus
einem einen feuchten und/oder leicht anbackenden Schleif
staub ergebenden Baustoff-Material zeichnet sich dadurch
aus, daß auch bei großer Staubmenge (wie dies insbesondere
beim Planstein-Schleifen der Fall ist) eine Staubabfuhr
mittels Luftstrom vorgenommen wird und sich an den
"Prallwänden" der Saughaube 5 festsetzende
Staubkornkonglomerate automatisch zum Abplatzen von der
Saughauben-Innenseite gebracht und abgefördert werden.
1
maschineneigene Transporteinrichtung
2
zu schleifendes Objekt, insbesondere Baustein, dessen
Abschliff
einen feuchten und/oder leicht anbackenden Schleifstaub ergeben kann
3
Schleifeinrichtung
3
ahorizontale Rotationsachse (Horizontalachse)
4
Schleifstaub-Absaugeinrichtung
5
Saughaube
6
Absaugkanal
7
deformierbare Wandung oder Auskleidung von
5
8
Abfall-Fördereinrichtung, vorzugsweise Abfallband
9
Raum für eine "Windsichtung" des Staubes innerhalb
5
10
Verschlußkörper zum Saughauben-Schließen im Bereich
des Abfall-Durchlasses für den Abtransport mittels
8
DDruckluft-Zufuhr zum Aufblasen von
7
UUmgebungsluft
Claims (5)
1. Schleifmaschine für Objekte, bei denen ein feuchter und/oder leicht anbackender
Schleifstaub anfällt, insbesondere zum Schleifen von Bimssteinen, Schaumziegel-
Produkten oder dergleichen Produkte der Baustoffindustrie, mit einer maschinen
eigenen Schleifobjekt-Transporteinrichtung, mindestens einer Schleifeinrichtung
sowie mindestens einer Staubabsaugeinrichtung, welche eine schleifstellen
übergreifende Saughaube aufweist, die an einem Absaugkanal angeschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Saughaube (5) zumindest stellenweise mit einer in
Intervallen automatisch deformierbaren Wandung oder Auskleidung (7) versehen ist.
2. Schleifmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
deformierbare Wandung oder Auskleidung (7) aus druckmittelbewegbaren
Wandungsteilen besteht und untenendig vor einer Abfall-Fördereinrichtung (8)
endet.
3. Schleifmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Saughaube (5) im parallel zur Schleiffläche verlaufenden Querschnitt als
kopfstehendes U ausgebildet und zumindest in diesem Bereich die Auskleidung (7)
als aufblasbares Auskleidungsteil ausgebildet ist und die Saughaube (5) bis auf die
als Abfallband ausgebildete Abfall-Fördereinrichtung (8) herabreicht.
4. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Saughaube (5) im oberen Querschnittsbereich mit mindestens einer
Umgebungsluft-Ansaugöffnung ausgestattet ist.
5. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Schleifwerkzeug und Absaugkanal (7) ein Raum (9) für eine
Windsichtung zwischengeschaltet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997141987 DE19741987C2 (de) | 1997-09-23 | 1997-09-23 | Schleifmaschine für Objekte mit konglomeratbildendem Schleifstaub |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997141987 DE19741987C2 (de) | 1997-09-23 | 1997-09-23 | Schleifmaschine für Objekte mit konglomeratbildendem Schleifstaub |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19741987A1 DE19741987A1 (de) | 1999-04-01 |
| DE19741987C2 true DE19741987C2 (de) | 2000-03-02 |
Family
ID=7843366
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997141987 Expired - Fee Related DE19741987C2 (de) | 1997-09-23 | 1997-09-23 | Schleifmaschine für Objekte mit konglomeratbildendem Schleifstaub |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19741987C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN100343020C (zh) * | 2004-12-31 | 2007-10-17 | 广东科达机电股份有限公司 | 一种瓷砖干法磨边机 |
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1997
- 1997-09-23 DE DE1997141987 patent/DE19741987C2/de not_active Expired - Fee Related
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| NICHTS ERMITTELT * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19741987A1 (de) | 1999-04-01 |
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