DE19741824A1 - Verfahren zur Überwachung des Aufbringens einer Innensilikonisierung bei einem transparenten Behältnis und zugehörige Vorrichtung - Google Patents
Verfahren zur Überwachung des Aufbringens einer Innensilikonisierung bei einem transparenten Behältnis und zugehörige VorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Überwachung des Aufbringens einer
Innensilikonisierung bei einem transparenten Behältnis mittels eines in das
Innere des Behältnisses eingesprühten Silikonsprühnebels. Im speziellen bezieht
sie sich auf die Innensilikonisierung eines transparenten Pharma-
Verpackungsbehältnisses.
Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Durchführung eines
derartigen Verfahrens.
Beispielsweise im Bereich der Pharmazieverpackung werden die
Verpackungsbehältnisse, z. B. Pharma-Fläschchen, die überwiegend aus einem
transparenten Material wie Kunststoff oder Glas bestehen, für bestimmte
Verwendungen mit einer Innensilikonisierung versehen. Das Aufbringen dieser
Innensilikonisierung erfolgt üblicherweise dadurch, daß ein Silikonsprühnebel
erzeugt wird und in das Innere des Pharma-Verpackungsbehältnisses gesprüht
wird. Mittels Druckluft, betätigbar über ein Ventil, wird aus einem
Vorratsgefäß mit Silikonemulsion diese angesaugt und mittels einer Sprühdüse
vernebelt.
Tritt ein Fehler im Sprühsystem auf, z. B. eine Fehlfunktion des Ventils, eine
Druckluftschwankung, eine fehlende Silikonemulsion, dann erfahren die
Verpackungsbehältnisse keine oder nur eine ungenügende Silikonbeschichtung.
Bisher erfolgte die Kontrolle der Silikon-Vernebelungseinrichtung nur
stichprobenweise, so daß, wenn eine Fehlfunktion zu spät entdeckt wurde, eine
große Zahl von Pharma-Verpackungsbehältnissen entweder unbrauchbar war
(Ausschuß) oder einer Nachbearbeitung bedurfte.
Bei anderen Behältnissen für andere Verwendungen ist eine vergleichbare
Problematik gegeben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend von dem eingangs
bezeichneten Verfahren bzw. der zugehörigen Vorrichtung, eine 100%-Kon
trolle der Innensilikonisierung bei deren Aufbringung vorzusehen, da in
der Regel, speziell für den Bereich der Pharmazieverpackungen eine spätere
100%-Kontrolle der Silikonisierung aus Kostengründen unterbleibt.
Die Lösung dieser Aufgabe gelingt für das Verfahren mit den Schritten:
- - Richten eines Lichtstrahles durch das Behältnis,
- - Erfassen des vom Inneren des Pharma-Verpackungsbehältnisses ausgehenden Streulichtes durch einen photoelektrischen Empfänger, und
- - Auswerten des Ausgangssignals des photoelektrischen Empfängers zur sicheren Erkennung des Vorhandenseins eines Sprühnebels im Inneren des Behältnisses.
Hinsichtlich der zugehörigen Vorrichtung zur Überwachung des Aufbringens
einer Innensilikonisierung bei einem transparenten Behältnis mittels eines in
das Innere des Behältnisses eingesprühten Silikonsprühnebels, gelingt die
Lösung der Aufgabe mit:
- - einer Lichtquelle, die so in bezug auf das Behältnis angeordnet ist, daß sie dieses durchstrahlt,
- - einem photoelektrischen Empfänger, der so in bezug auf das Behältnis angeordnet ist, daß er das von dem Inneren des Behältnisses ausgehende Streulichtes erfaßt, und
- - einer Auswerteschaltung für das Ausgangssignal des photoelektrischen Empfängers zur sicheren Erkennung des Vorhandenseins eines Sprühnebels im Inneren des Behältnisses.
Durch das Vorhandensein eines Silikonsprühnebels im Inneren des
Behältnisses wird das Streulicht in signifikanter Weise so geändert, daß eine
sichere Erkennung des Vorhandenseins von Sprühnebel im Inneren des
Behältnisses möglich ist. Aus dem Streulichtsignal kann daher die Menge des
Silikonsprühnebels erkannt werden und so eine 100%-Kontrolle der korrekten
Silikonisierung des jeweiligen Behältnisses vorgenommen werden.
Gemäß einer ersten Ausgestaltung der Erfindung wird als Lichtquelle ein
Laser, vorzugsweise eine Halbleiter-Laserdiode verwendet. Eine derartige
Lichtquelle erzeugt einen scharf gebündelten Lichtstrahl in einem engen
Wellenlängenbereich, der ein besonders ausgeprägtes Streulicht erzeugt.
Vorzugsweise besteht gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung der
photoelektrische Empfänger aus einer Photodiode, vorzugsweise mit einem
integrierten Vorverstärker, die auf die Wellenlänge des Laserlichtes
abgestimmt ist.
Eine derartige photoelektrische Empfängeranordnung ist besonders preiswert
und dennoch sehr empfindlich.
Vorzugsweise ist der Photodiode gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ein
optisches, im Wellenlängenbereich der verwendeten Lichtquelle durchlässiges
Linienfilter zur Unterdrückung des vom Umgebungslicht ausgehenden
Streulichtes vorgeschaltet. Ein derartiges optisches Linienfilter ermöglicht
daher ein besonders ausgeprägtes Nutzsignal.
Es ist auch denkbar, der Photodiode ein elektrisches Filter, vorzugsweise ein
Lock-In-Verstärker zur Unterdrückung des Umgebungslichtes zuzuordnen, um
auch so das Nutzsignal nicht durch das Umgebungslicht zu verfälschen.
Für die Auswerteschaltung stehen dem Fachmann eine Reihe von
Möglichkeiten zur Verfügung. Vorzugsweise enthält die Auswerteschaltung
einen Analog/Digitalwandler mit einer nachgeschalteten digitalen
Recheneinheit, die gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ein
Mikroprozessor oder ein PC sein kann.
Vorzugsweise ist die Auswerteschaltung so aufgebaut, daß sie das
Ausgangssignal der Photodiode integriert und einen Schwellwert mit einer
Vergleichsstufe vorgibt, die bei Überschreiten des Schwellwertes ein Alarm- und/oder
ein Steuersignal erzeugt.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist im Bereich, in dem der
Strahl der Lichtquelle aus dem Behältnis austritt, eine zweite photoelektrische
Empfängeranordnung, vorzugsweise eine Photodiode vorgesehen, die die
Funktionsfähigkeit der Lichtquelle, insbesondere des Lasers, erkennen läßt.
Weitere ausgestaltende Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich
anhand der Beschreibung einer in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsform am Beispiel eines Pharma-Verpackungsbehältnisses.
Es zeigen:
Fig. 1 in einer schematischen Blockschaltbilddarstellung eine
Vorrichtung zur Überwachung des Aufbringens einer
Innensilikonisierung gemäß der Erfindung,
Fig. 2 in einem Diagramm den Verlauf der Intensität des Streulichtes
über die Zeit, abhängig von dem Einsprühen eines
Silikonsprühnebels in das Verpackungsbehältnis.
Die Fig. 1 zeigt in einer schematisierten Blockschaltbilddarstellung eine
Vorrichtung zur Überwachung des Aufbringens einer Innensilikonisierung in
einem transparenten Pharma-Verpackungsbehältnis, im vorliegenden Beispiel
eines Fläschchens 1 mittels eines Silikonsprühnebels 2, der in das Innere des
Fläschchens 1 eingebracht wird.
Zur Erzeugung des Sprühnebels 2 ist ein Vorratsgefäß 3 mit einer
Silikonemulsion 4 vorgesehen, aus der mittels Druckluft, die einem
Schlauchsystem 5 mit einem Ventil 6 zugeführt wird, die Silikonemulsion
angesaugt und über eine Sprühdüse 7 in das Fläschchen 1 hineinvernebelt wird.
Durch eine Fehlfunktion des Ventils 6, oder durch Druckluftschwankungen,
aber auch z. B. durch eine fehlende Silikonemulsion 4 in dem Vorratsbehälter
3, kann die Innensilikonisierung des Fläschchens 1 unterbleiben oder nur
ungenügend erfolgen.
Zur Überwachung der Silikonisierung sieht die Erfindung eine optische
Überwachung über das Streulicht des Sprühnebels 2 vor. Zu diesem Zweck ist
eine Lichtquelle 8, die vorzugsweise durch eine Laserdiode gebildet wird,
vorgesehen, die so in bezug auf das Fläschchen 1 angeordnet ist, daß sie es in
Querrichtung durchstrahlt. Der Lichtstrahl erzeugt aufgrund des Sprühnebels 2
Streulicht, welches im Raumkegel 9 von einer Photodiode 10 erfaßt wird. Vor
der Photodiode 10 befindet sich ein optisches Linienfilter 11, das nur für den
Wellenlängenbereich des Lichtes der Lichtquelle 8 durchlässig ist und damit
das vom Umgebungslicht ausgehende Streulicht unterdrückt. Mit der
Photodiode 10 ist vorzugsweise ein Vorverstärker 12 integriert.
Die Vorrichtung nach Fig. 1 weist ferner eine Auswerteschaltung 13 für das
Ausgangssignal des der Photodiode 10 nachgeschalteten Vorverstärkers 12 auf,
symbolisch dargestellt als digitale Recheneinheit. Diese Recheneinheit 13 kann
durch einen Mikroprozessor oder durch einen PC realisiert werden. Sie ist
dabei so programmiert, daß sie das Ausgangssignal der Photodiode
vorzugsweise integriert und einen Schwellwert mit einer Vergleichsstufe
vorgibt, die bei Überschreiten des Schwellwertes ein Alarm- und/oder
Steuersignal, z. B. zum Abschalten des Ventils, wie dargestellt, abgibt.
Das die Lichtintensität des Streulichtes ausdrückende Ausgangssignal der
Photodiode 10 bzw. des nachgeschalteten Vorverstärkers 12 über die Zeit, ist
in dem Diagramm gemäß Fig. 2 dargestellt. Man erkennt zu Beginn des
Einsprühens eines Silikonnebels einen leicht zu detektierenden typischen Abfall
der optischen Streuung im Sprühstrahl und damit der Lichtintensität I des
gestreuten Lichtes. Dieses elektrische Signal kann leicht über einen A/D-Wand
ler in ein digitales Signal umgewandelt und in der Auswertestufe 13
verarbeitet werden.
Aus dem Streulichtsignal kann dabei auch die Menge des Sprühnebels erkannt
und so eine sichere 100%-Kontrolle der Silikonisierung des Fläschchens 1
vorgesehen werden.
Neben der integralen Auswertung des Ausgangssignals des Vorverstärkers 12
können auch andere Algorithmen, z. B. die Auswertung auf den Spitzenwert,
auf einen Wert zum Zeitpunkt X, oder dergleichen, Anwendung finden.
Anstelle des optischen Linienfilters 11 kann auch ein elektrisches Filter, z. B.
ein Lock-In-Verstärker Anwendung finden, das für die Unterdrückung des
Umgebungslichtes sorgt.
Es ist zweckmäßig, eine zweite Photodiode 14 einzusetzen, die das von der
Lichtquelle 8 ausgehende und das Fläschchen 1 durchstrahlende Licht
detektiert, um die Funktion des Lasers 8 zu dokumentieren.
Claims (11)
1. Verfahren zur Überwachung des Aufbringens einer Innensilikonisierung
bei einem transparenten Behältnis mittels eines in das Innere des
Behältnisses eingesprühten Silikonsprühnebels, mit den Schritten:
- - Richten eines Lichtstrahles durch das Behältnis,
- - Erfassen des vom Inneren des Behältnisses ausgehenden Streulichtes durch einen photoelektrischen Empfänger,
- - Auswerten des Ausgangssignals des photoelektrischen Empfängers zur sicheren Erkennung des Vorhandenseins eines Sprühnebels im Inneren des Behältnisses.
2. Vorrichtung zur Überwachung des Aufbringens einer
Innensilikonisierung bei einem transparenten Behältnis mittels eines in
das Innere des Behältnisses eingesprühten Silikonsprühnebels, mit:
- - einer Lichtquelle (8), die so in bezug auf das Behältnis (1) angeordnet ist, daß sie dieses durchstahlt,
- - einem photoelektrischen Empfänger (10), der so in bezug auf das Behältnis (1) angeordnet ist, daß er das von dem Inneren des Behältnisses (1) ausgehende Streulicht erfaßt, und
- - einer eine Auswerteschaltung (13) für das Ausgangssignal des photoelektrischen Empfängers (10) zur sicheren Erkennung des Vorhandenseins eines Sprühnebels im Inneren des Behältnisses (1).
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lichtquelle (8) ein Laser, vorzugsweise eine Halbleiter-Laserdiode ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
photoelektrische Empfänger (10) eine Photodiode, vorzugsweise mit
integriertem Vorverstärker (12), ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Photodiode (10) ein optisches, im Wellenlängenbereich der verwendeten
Lichtquelle (8) durchlässiges Linienfilter (11) zur Unterdrückung des
vom Umgebungslicht ausgehenden Streulichtes zugeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Photodiode (10) ein elektrisches Filter, vorzugsweise ein Lock-In-
Verstärker zur Unterdrückung des Umgebungslichtes zugeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auswerteschaltung (13) einen
Analog/Digitalwandler sowie eine diesem nachgeschaltete digitale
Recheneinheit aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die digitale
Recheneinheit ein Mikroprozessor oder ein PC ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Auswerteschaltung (13) so aufgebaut ist, daß sie das Ausgangssignal der
Photodiode (10) integriert und einen Schwellwert sowie eine
Vergleichsstufe vorgibt, die bei Überschreiten des Schwellwertes einen
Alarm und/oder ein Steuersignal erzeugt.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß im Bereich, in dem der Strahl der Lichtquelle (8)
aus dem Behältnis (1) austritt, ein zweiter photoelektrischer Empfänger (14),
vorzugsweise eine Photodiode, mit einer zugeordneten
Auswerteschaltung vorgesehen ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet,
daß das Behältnis (1) ein Pharma-Verpackungsbehältnis ist.
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