DE19741746C1 - Leitungskoppelbaugruppe - Google Patents
LeitungskoppelbaugruppeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Leitungskoppelbaugruppe für eine
Einführung von elektrischen Signalen in geschirmte Hochfre
quenz-Abschirmkabinen, Hochfrequenz-Abschirmschranken oder
ähnliches.
Hochfrequenzgeräte erzeugen im Betrieb im allgemeinen Störun
gen, die eine Abschirmung des Geräts erforderlich machen. An
dererseits gibt es störempfindliche Geräte, die von fremder
zeugten Störungen abgeschirmt werden müssen, damit sie ein
wandfrei arbeiten können. Speziell diagnostische Magnetreso
nanzgeräte müssen mit einer Hochfrequenzabschirmung versehen
sein, um zum einen zu verhindern, daß vom Magnetresonanzgerät
erzeugte Hochfrequenzsignale als Störsignale nach außen drin
gen, und um zum anderen den empfindlichen Hochfrequenzemp
fangskanal des Magnetresonanzgeräts von äußeren Störungen ab
zuschirmen. Werden nun innerhalb der Hochfrequenz-Abschirm
kabine neben dem Magnetresonanzgerät Zusatzgeräte betrieben,
müssen dafür in die Hochfrequenzkabine Signalleitungen und/oder
Stromversorgungsleitungen geführt werden. Bekannt sind
Hohlleiterdurchführungen, die als Hochpaßfilter so dimensio
niert sind, daß die untere Grenzfrequenz der Hohlleiterdurch
führung weit oberhalb der Arbeitsfrequenz des Magnetresonanz
geräts liegt. Durch die Hohlleiterdurchführungen können z. B.
Lichtwellenleiter oder Kunststoffschläuche, z. B. Druckluft
leitungen für pneumatische Systeme, geführt werden. Anderer
seits sind für quasi-statische oder niederfrequente Signale
Durchführungsfilter bekannt, die im Bereich der Arbeitsfre
quenz des Magnetresonanzgeräts eine sehr hohe Dämpfung besit
zen.
Mit den bekannten Mitteln ist nicht in allen Fällen eine hin
reichende Schirmwirkung im interessierenden Frequenzbereich
möglich. So gibt es für optische Positions-Meßsysteme, bei
denen Leuchtdioden mit hoher Pulsenergie zyklisch gezündet
werden, noch keine geeignete Signaldurchführung in die Hoch
frequenz-Abschirmkabine. Auch für Hochfrequenztherapiegeräte
sind noch keine praktikablen technische Lösungen bekannt, die
einem Betrieb derartiger Geräte unmittelbar neben dem Magnet
resonanzgerät in der Hochfrequenz-Abschirmkabine möglich
macht.
Aus der DE 195 16 641 A1 ist eine Baugruppe bekannt, bei der
die Einführung von elektrischen Leitungen in eine Hochfre
quenzabschirmung möglich ist, ohne den Betrieb eines inner
halb der Hochfrequenzabschirmung angeordneten Hochfrequenzge
räts zu beeinträchtigen. Dort wird während des Meßbetriebes
in der Hochfrequenzabschirmkammer eine externe Stromversor
gung von der Baugruppe mittels eines Umschalters abgetrennt
und mit einem Bezugspotential verbunden. Die Baugruppe wird
solange über elektronische Elemente mit elektrischer Energie
versorgt. Während der Meßpausen wird die Baugruppe mit der
externen Stromversorgung verbunden.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Leitungs
koppelbaugruppe anzugeben, mit der eine Einführung von elek
trischen Leitungen in eine Hochfrequenzabschirmung möglich
ist, ohne den Betrieb eines innerhalb der Hochfrequenzab
schirmung angeordneten Hochfrequenzgeräts zu beeinträchtigen.
Die Aufgabe wird durch eine Leitungskoppelbaugruppe gelöst,
die gekennzeichnet ist durch eine Trägerplatte aus einem
elektrisch isolierenden Material mit einer ersten und einer
der ersten gegenüberliegenden zweiten Oberfläche, eine erste
elektrisch leitfähige Schicht, die die erste Oberfläche zu
mindest teilweise belegt, einen auf der ersten Oberfläche
elektrisch isoliert von der ersten Schicht angeordneten er
sten Leitungsabschnitt, eine zweite elektrisch leitfähige
Schicht, die die zweite Oberfläche zumindest teilweise be
legt, einen auf der zweiten Oberfläche elektrisch isoliert
von der zweiten Schicht angeordneten zweiten Leitungsab
schnitt, ein Leitungsstück, das von der ersten zur zweiten
Oberfläche verläuft, und auf der ersten und zweiten Oberflä
che angeordnete erste bzw. zweite elektrische Schaltmittel
zum beidseitigen elektrischen Verbinden des Leitungsstücks
mit der ersten und zweiten Schicht oder mit dem ersten und
zweiten Leitungsabschnitt. Die Leitungsdurchführung erfolgt
über die Leitungsabschnitte, die Schaltmittel und dem Lei
tungsstück. Ein Zusatzgerät ist somit an die Leitungsab
schnitte anzuschließen. Dabei wird vorausgesetzt, daß inner
halb der Hochfrequenzabschirmung ein abwechselnder Betrieb
des eigentlichen Hochfrequenzgeräts mit den über die Lei
tungskoppelbaugruppe versorgten Zusatzgeräten stattfindet.
Während des Betriebs des Hochfrequenzgeräts ist das Leitungs
stück mit Hilfe der Schaltmittel mit den elektrisch leitfähi
gen Schichten verbunden, die ihrerseits elektrisch mit über
die Hochfrequenzabschirmung mit einem Bezugspotential verbun
den sind. Während des Betriebs der Zusatzgeräte ist das Lei
tungsstück mit den an den Leitungsabschnitten angeschlossenen
Geräten verbunden.
Weitere Ausgestaltungen sind durch die Unteransprüche gekenn
zeichnet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden an
hand einer Figur erläutert.
Die Figur zeigt in einer Schnittdarstellung in Seitenansicht
eine Leitungskoppelbaugruppe, die elektrisch leitend auf eine
Öffnung 2 einer Seitenwand 4 einer Hochfrequenzabschirmkabine
(hier nicht dargestellt) aufgesetzt ist. Die Leitungskoppel
baugruppe deckt die Öffnung 2 in der Seitenwand 4 vollständig
ab und ist mit der Seitenwand 4 z. B. alle 3 mm mit Schrauben
5 verbunden. Die Leitungskoppelbaugruppe wird mit Hilfe einer
doppelseitig bedruckten Leiterplatte 6 aufgebaut. Die Leiter
platte 6 umfaßt herkömmlicherweise eine Trägerplatte 8 aus
einem elektrisch isolierenden Material. Eine erste Oberfläche
10 der Trägerplatte 8 ist zumindest teilweise mit einer zu
sammenhängenden ersten elektrisch leitfähigen Schicht 12 be
legt. Isoliert von der ersten elektrisch leitfähigen Schicht
12 ist auf der ersten Oberfläche 10 ebenfalls ein erster Lei
tungsabschnitt 14 angeordnet. Der Leitungsabschnitt 14 ist
elektrisch verbunden mit einer Durchkontaktierung 16, worin
eine Leitungsader 18 einer außerhalb der Hochfrequenz-Ab
schirmkabine verlegten Leitung eingelötet ist.
Eine zweite Oberfläche 20 der Trägerplatte 8, die der ersten
Oberfläche 10 gegenüberliegt, ist zum größten Teil mit einer
zweiten elektrisch leitfähigen Schicht 22 belegt. Isoliert
von der zweiten elektrisch leitfähigen Schicht 22 ist auf der
zweiten Oberfläche 20 ein zweiter Leitungsabschnitt 24 ange
ordnet. Der zweite Leitungsabschnitt 24 ist mit einer zweiten
Durchkontaktierung 26 elektrisch leitend verbunden, worin ei
ne weitere Leitungsader 28 eingelötet ist, die zu einer in
nerhalb der Hochfrequenz-Abschirmkabine verlegten Leitung ge
hört. Durch die Trägerplatte 8 hindurch erstreckt sich ein
Leitungsstück 30 von der ersten Oberfläche 10 zur zweiten
Oberfläche 20.
Erste elektrische Schaltmittel in Form eines ersten Schaltre
lais 32 und zweite elektrische Schaltmittel in Form eines
zweiten Schaltrelais 34 sind zum beidseitigen elektrischen
Verbinden des Leitungsstücks 30 mit dem ersten und zweiten
Leitungsabschnitt 14 bzw. 24 oder mit der ersten und zweiten
elektrisch leitfähigen Schicht 12 bzw. 22 vorgesehen. Die
Schaltrelais 32, 34 umfassen jeweils einen Elektromagnetan
trieb 36 bzw. 38. Die Elektromagnetantriebe 36, 38 wirken je
weils auf einen Umschalter 40 bzw. 42 wirken. Die beidseiti
gen Enden des Leitungsstücks 30 sind jeweils mit einem Mit
tenanschluß 44 und 46 des Umschalters 40 bzw. 42 fest elek
trisch verbunden. Ein Ruhekontakt 48 des Umschalters 40 ist
mit dem ersten Leitungsabschnitt 14 und ein Ruhekontakt 50
des zweiten Umschalters 42 ist mit dem zweiten Leitungsab
schnitt 24 elektrisch fest verbunden. Weiterhin ist ein Ar
beitskontakt 52 des Umschalters 40 mit der ersten elektrisch
leitfähigen Schicht 12 und ein Arbeitskontakt 54 des zweiten
Umschalters 42 ist mit der zweiten elektrisch leitfähigen
Schicht elektrisch fest verbunden. In Ruhestellung der beiden
Umschalter 40 bzw. 42 besteht eine elektrisch leitende Ver
bindung vom Mittenanschluß 44 bzw. 46 zum Ruhekontakt 48 bzw.
50. Damit sind die Leitungsader 18 und die weitere Leitungs
ader 28 durch die Trägerplatte 8 hindurch elektrisch leitend
miteinander verbunden. Durch Betätigung der Elektromagnetan
triebe 36 und 38 schalten die Umschalter 40 und 42 um, wo
durch die Mittenanschlüsse 44 und 46 mit den Arbeitskontakten
52 bzw. 54 elektrisch verbunden sind. In dieser Betriebsstel
lung der beiden Relais 32 und 34 ist die erste elektrisch
leitfähige Schicht 12 durch die Trägerplatte 8 hindurch mit
der zweiten leitfähigen Schicht 22 elektrisch verbunden, die
Leitungsadern 18, 28 sind voneinander elektrisch getrennt.
Damit die erste Durchkontaktierung 16 nicht als Antenne für
elektrische Störungen wirkt, ist sie mit einer ersten Kappe
56 aus leitfähigem Material abgedeckt, wobei die Kappe 56 in
elektrischem Kontakt mit der zweiten elektrisch leitfähigen
Schicht 22 steht. Ähnlich ist die zweite Durchkontaktierung
26 zur Außenseite der Abschirmung mit einer zweiten Kappe 58
aus elektrisch leitfähigem Material abgedeckt, wobei die
zweite Kappe 58 in elektrischem Kontakt mit der ersten elek
trisch leitfähigen Schicht 12 steht.
Die Ansteuerung der beiden Relais 32 und 34 erfolgt parallel
über einen außerhalb der Abschirmung angeordneten Controller
60, der mit einem Steuerbus 62 verbunden ist. Das erste
Schaltrelais 32 wird direkt vom Controller 60 angesteuert.
Die Ansteuerung des zweiten Schaltrelais 34 erfolgt über eine
optische Signalübertragungsstrecke. Die optische Signalüber
tragungsstrecke umfaßt einen außerhalb der Abschirmung ange
ordneten elektro-optischen Wandler 64, der ein vom Controller
60 erzeugtes elektrisches Steuersignal in ein optisches Si
gnal umwandelt. Ein Lichtwellenleiter 66 ist durch ein Durch
gangsloch 68 der Leiterplatte 6 geführt. Der Lichtwellenlei
ter 66 ist mit einem ersten Ende mit dem elektro-optischen
Wandler 64 und mit seinem zweiten Ende mit einem opto-elek
trischen Wandler 70, der innerhalb der Abschirmkammer ange
ordnet ist, optisch gekoppelt. Der opto-elektrische Wandler
70 wandelt das optische Signal in ein elektrisches Steuersi
gnal für das Schaltrelais 34 um. Eine erste Stromversorgung
72 außerhalb der Abschirmung versorgt das Schaltrelais 32,
den Controller 60 und den elektro-optischen Wandler 64 mit
elektrischer Energie. Das innerhalb der Abschirmung angeord
nete zweite Schaltrelais 34 und der zugehörige opto-elektri
sche Wandler 70 werden von einer Stromversorgung 74 versorgt,
die innerhalb der Abschirmung angeordnet ist.
Die in der Figur dargestellte Leitungskoppelbaugruppe zeigt
aus Gründen der Übersichtlichkeit eine Leitungskopplung für
eine einzige schaltbare elektrische Verbindung von einer Sei
te der Baugruppe zur anderen bzw. bezüglich der Abschirmung
von außen nach innen. Selbstverständlich sind weitere elek
trische Verbindungen realisierbar, indem entsprechend die
Leitungsadern 18 und 28, das Leitungsstück 30 und die Um
schalter 40 und 42 vervielfacht werden.
Eine Anwendung der Leitungskoppelbaugruppe besteht darin,
elektrische Treibersignale für innerhalb der Abschirmkammer
angeordnete optische Sender mit hoher Pulsenergie zyklisch
anzusteuern. Die Pulsfrequenz liegt dabei in Abhängigkeit der
Anzahl der Leuchtdioden bei ca. 50 Hz, während durch die
steilen Pulsanstiege Oberschwingungen bis 500 MHz erzeugt
werden. Dabei sind auch Oberschwingungen im Bereich der Ar
beitsfrequenz des Magnetresonanzgeräts vorhanden. Die Puls
sender zur Erzeugung der elektrischen Ansteuersignale befin
den sich dann außerhalb der Hochfrequenz-Abschirmkabine. Die
elektrischen Ansteuersignale werden über die Koppelbaugruppe
in die Hochfrequenzabschirmkabine und zu den Leuchtdioden ge
führt.
Eine weitere Anwendung besteht ebenfalls im Zusammenhang mit
diagnostischen Magnetresonanzgeräten darin, ein Hochfre
quenztherapiegerät zu betreiben, wobei ein zum Therapiegerät
gehörender Hochfrequenzsender außerhalb der Hochfrequenzab
schirmung angeordnet ist. Eine zum Therapiegerät gehörende
Antenne befindet sich innerhalb der Abschirmkabine. Die elek
trische Leitungsverbindung zwischen Sender und Antenne er
folgt über die Signalkoppelbaugruppe.
Während der Meßsequenz des Magnetresonanzgeräts wird der Be
trieb der innerhalb der Abschirmkabine angeordneten Geräte
unterbrochen und die Leitungsadern auf Massepotential gelegt.
Sobald die Meßsequenz abgeschlossen ist, können die optischen
Sender und das Hochfrequenztherapiegerät wieder aktiviert
werden, indem die Leitungsadern in der Leitungskoppelbaugrup
pe durchgeschaltet werden.
Claims (5)
1. Leitungskoppelbaugruppe umfassend eine Trägerplatte (8)
aus einem elektrisch isolierenden Material mit einer ersten
und einer der ersten gegenüberliegenden zweiten Oberfläche
(10 bzw. 20), eine erste elektrisch leitfähige Schicht (12),
die die erste Oberfläche (10) zumindest teilweise belegt, ei
nen auf der ersten Oberfläche (10) elektrisch isoliert von
der ersten Schicht (12) angeordneten ersten Leitungsabschnitt
(14), eine zweite elektrisch leitfähige Schicht (22), die die
zweite Oberfläche (20) zumindest teilweise belegt, einen auf
der zweiten Oberfläche (20) elektrisch isoliert von der zwei
ten Schicht (22) angeordneten zweiten Leitungsabschnitt (24),
ein Leitungsstück (30), das von der ersten zur zweiten Ober
fläche (10 bzw. 20) verläuft, und auf der ersten und zweiten
Oberfläche (10 bzw. 20) angeordnete erste bzw. zweite elek
trische Schaltmittel zum beidseitigen elektrischen Verbinden
des Leitungsstücks (30) mit der ersten und zweiten Schicht
(12, 22) oder mit dem ersten und zweiten Leitungsabschnitt
(14, 24)
2. Leitungskoppelbaugruppe nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes elektrische Schalt
mittel ein Relais (32, 34) mit Umschaltkontakten (40, 42) um
faßt.
3. Leitungskoppelbaugruppe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die zweiten
Schaltmittel mit optischen Signalübertragungsmitteln (64, 66,
70) verbunden sind, die durch die Trägerplatte (8) von der
ersten zur zweiten Oberfläche (10 bzw. 20) verlaufen.
4. Leitungskoppelbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die er
sten und zweiten Schaltmittel mit einem Controller (60) ver
bunden sind, der an einem Steuerbus (62) anschließbar ist.
5. Leitungskoppelbaugruppe nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Trä
gerplatte (8), die leitfähigen Schichten (12, 22) und die
Leitungsabschnitte (14, 24) als eine beidseitige bedruckte
Leiterplatte (6) ausgebildet sind.
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| US6034576A (en) | 2000-03-07 |
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