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DE19741705A1 - Naphtopyrane - Google Patents

Naphtopyrane

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Publication number
DE19741705A1
DE19741705A1 DE1997141705 DE19741705A DE19741705A1 DE 19741705 A1 DE19741705 A1 DE 19741705A1 DE 1997141705 DE1997141705 DE 1997141705 DE 19741705 A DE19741705 A DE 19741705A DE 19741705 A1 DE19741705 A1 DE 19741705A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phenyl
alkyl
alkoxy
group
substituted
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE1997141705
Other languages
English (en)
Inventor
Manfred Dr Melzig
Claudia Dr Mann
Udo Dr Weigand
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rodenstock GmbH
Original Assignee
Optische Werke G Rodenstock
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Optische Werke G Rodenstock filed Critical Optische Werke G Rodenstock
Priority to DE1997141705 priority Critical patent/DE19741705A1/de
Priority to DE59810912T priority patent/DE59810912D1/de
Priority to EP98956789A priority patent/EP0958288B1/de
Priority to PCT/DE1998/002820 priority patent/WO1999015518A1/de
Priority to US09/308,586 priority patent/US6146554A/en
Publication of DE19741705A1 publication Critical patent/DE19741705A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K9/00Tenebrescent materials, i.e. materials for which the range of wavelengths for energy absorption is changed as a result of excitation by some form of energy
    • C09K9/02Organic tenebrescent materials
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D311/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one oxygen atom as the only hetero atom, condensed with other rings
    • C07D311/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one oxygen atom as the only hetero atom, condensed with other rings ortho- or peri-condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D311/94Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one oxygen atom as the only hetero atom, condensed with other rings ortho- or peri-condensed with carbocyclic rings or ring systems condensed with rings other than six-membered or with ring systems containing such rings
    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B5/00Optical elements other than lenses
    • G02B5/20Filters
    • G02B5/22Absorbing filters
    • G02B5/23Photochromic filters

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf photochrome Verbindungen (sterisch an­ spruchsvolle annellierte Naphthopyrane).
1. Reaktionssequenz
Im folgenden wird auf die als Fig. 1 und 2 beigefügten und mit Synthese­ route überschriebenen Zeichnungen verwiesen, auf die sich auch die im folgenden verwendeten Bezugszeichen beziehen.
Die als Ausgangsmaterial verwendeten substituierten oder unsubstituierten Benzo- bzw. Naphthophenone A sind entweder im Handel erhältlich oder können durch Friedel-Crafts-Acylierung gemäß 1 leicht und meist in guten Ausbeuten erhalten werden.
Im zweiten Schritt wird über eine Stobbe-Kondensation mittels Bernstein­ säurediester gemäß 2 der Halbester B erzeugt. Sofern die die beiden über die Keto-gruppe verbundenen Ringe nicht identisch sind, entsteht ein Iso­ merengemisch. Abweichend von der Darstellung in der WO 96/14596 wird mit dem Isomerengemisch weitergearbeitet. Die Trennung der honigarti­ gen, meist nicht kristallisierenden Isomeren ist sehr aufwendig, sie kann auf dem erfindungsgemäß gewählten Syntheseweg später sehr einfach durchgeführt werden.
Das Halbestergemisch wird mit wäßrigem Alkali gemäß 3 zu dem isome­ ren Gemisch der Disäuren C verseift.
Durch Erwärmen mit Acetylchlorid wird gemäß 4 unter Wasserabspaltung das Isomerengemisch der cyclischen Anhydride D hergestellt.
Mit Aluminiumchlorid wird daraus gemäß 5 durch intramolekulare 5-Ring- Cyclisierung das Isomerengemisch E synthetisiert. Diese Verbindungen kristallisieren sehr gut und können in den meisten Fällen dank ihrer unter­ schiedlichen Löslichkeit in Benzol leicht in die beiden Isomeren getrennt werden.
Aus dem gewünschten Isomer entsteht unter dem Einfluß von Acetanhy­ drid durch intramolekulare 6-Ring-Cyclisierung gemäß 6 der Ester F. Die­ ser wird anschließend gemäß 7 alkalisch zum Hydroxy-flourenon-derivat G verseift.
Die Umsetzung mit einem 2-Propin-1-ol-derivat gemäß 8 führt zu den schwach photochromen, stark dunkelrot gefärbten Indenon-annellierten Naphthopyranen H. Diese Umsetzung wird hier nicht näher beschrieben, da sie sich in analoger Weise wie bei den 1- oder 2-Naphtholen durchfüh­ ren läßt. Beispiele hierzu finden sich u. a. in den US 5.066.818, US 5.238.981 und der EU 0246 114.
Mit entsprechenden Grignard-Verbindungen entstehen gemäß 9 die Ver­ bindungen J. Deren freie Hydroxylgruppe kann noch gemäß 10 zu der Verbindungsklasse K derivatisiert werden.
Die in den Formelbilder der Fig. 1 und 2 genannten Reste bedeuten:
R1 und R2
sind unabhängig voneinander 1 bis 2 (m, n = 0, 1, 2) Substituenten aus der Gruppe F, die aus C1-C6alkyl, C1-C6alkoxy, chloro oder flouro besteht oder aus einer Gruppe, die aus C5-C6cycloalkyl, phenyl, benzyl, dialkyl (C1-C6)amino, dicyclohexylamino, dipheny­ lamino, piperidyl, morpholinyl oder pyridyl besteht
oder zwei R1 und/oder zwei R2 bilden unabhängig voneinander zu­ sammen einen carbo- oder heterocyclischen Ring aus der Gruppe benzo, pyrido, pyrazino, pyrimidino, furano und thiopheno.
R4 ist ein Substituent aus der Gruppe G, die aus Wasserstoff, Hydroxy, C1-C6alkyl, C5-C6cycloalkyl, C1-C6 acyl, C1-C6alkoxy, phenyl, benzyl, monosubstituiertem phenyl, mo­ nosubstituiertem benzyl, chloro und fluoro besteht, wobei die Aryl­ substituenten C1-C6alkyl oder C1-C6alkoxy sind;
oder es ist monochlor- oder monofluorsubstituiertes Phenyl, unsub­ stituiertes oder monosubstituiertes Naphtyl, Phenanthryl, Pyrenyl, Chinolyl, Isochinolyl, Benzofuranyl, Benzothienyl, Dibenzofuranyl, Dibenzothienyl, Carbazolyl, oder Indolyl; wobei die Heterocyclen über den Carbocyclus mit dem Naphthopyransystem verbunden sind und die Substituenten aus der Gruppe chloro, fluoro, C1-C6al­ kyl oder C1-C6alkoxy stammen;
oder es ist di- oder trisubstituierten Phenyl, wobei die Substituenten aus der Gruppe chloro, fluoro, C1-C6alkyl, C1-C6alkoxy, C1-C6 ω- phenylalkyl oder C1-C6-phenoxyalkyl entnommen werden. Der ω- ständige Phenylring kann dabei wiederum den X, X' oder R4-Rest eines weiteren photochromen Pyransystems darstellen.
X und X' gehören entweder beide zur Gruppe Z, d. h. sie sind unab­ hängig voneinander aus
  • a) den un-, mono-, di- und trisubstituierten Arylgruppen Phenyl und Naphthyl,
  • b) den un-, mono-, di- und trisubstituierten heterocyclischen Grup­ pen Pyridyl, Furanyl, Benzofuran-2-yl, Benzofuran-3-yl, Thienyl, Benzothien-2-yl und Benzothien-3-yl, wobei die Substituenten in a) und b) einer Gruppe, die aus Hydroxy, Amino, Mono(C1-C6) alkylamino, di(C1-C6) alkylamino, piperidino, morpholino, pyrryl, (C1-C6)alkyl, (C1-C6)chloroalkyl, (C1-C6)flouroalkyl, (C1-C6)al­ koxy, mono(C1-C6)alkoxy(C1-C4)alkyl, chloro und fluoro be­ steht, entnommen wurden,
  • c) (C1-C6)alkyl, (C1-C6)chloroalkyl, (C1-C6)fluoroalkyl, mono(C1-C6) alkoxy(C1-C4)alkyl, (C3-C6)cycloalkyl, mono(C1-C6)alkoxy (C3-C6)cycloalkyl, chloro(C3-C6)cycloalkyl und fluoro(C3-C6) cycloalkyl ausgewählt
oder sie bilden beide zusammen mit dem Kohlenstoffatom der Ver­ knüpfungsstelle mit dem Pyran einen gesättigten C5
-C10
monocy­ clischen, C7
-C12
bicyclischen oder C7
-C12
tricyclischen Kohlenwas­ serstoffring oder Fluoren-9-yliden;
oder X oder X' ist mono- oder disubstituiertes Phenyl, das in p-Stellung zur Verknüpfung mit -Phenyl, -(CH2
)p
-Phenyl oder -O-(CH2
)p
-O-Phenyl sub­ stituiert ist (p = 1, 2, 3. . .,6).
Der zweite Phenylring kann dabei zu einem zweiten - nicht notwendiger­ weise identischen - photochromen Diarylpyran gehören.
Y ist aus der Gruppe, bestehend aus Wasserstoff, (C1-C6)alkyl, (C1- C6)acyl, unsubstituiertem Benzol, unsubstituiertem Naphthoyl, mo­ nosubstituiertem Benzoyl und monosubstituiertem Naphthoyl ent­ nommen, wobei die genannten Arylsubstituenten C1-C6alkyl oder C1-C6alkoxy sind.
Das Vorgenannte mit der Proviso, daß R1 und R2 nicht der Gruppe F zu­ gehört, wenn R4 der Gruppe G entnommen wurde und X und X' zur Gruppe Z gehören.
Der vorgenannte Syntheseweg weist gegenüber dem in der WO 96/14596 empfohlenen Weg verschiedene Vorteile auf.
Verschiedene Verbindungen sind auf dem in der WO 96/1 beschrie­ benen Weg nicht darstellbar. Der erfindungsgemäß beschriebene Weg ist wesentlich schonender, so entfällt beispielsweise das einstündige Erhitzen mit konzentrierter Phosphorsäure auf über 190°C. Dadurch sind als Sub­ stituenten R1 und R2 auch empfindlichere Gruppierungen einsetzbar. Die Schließung des 5-Ringes vor dem 6-Ring führt ebenfalls oft zu Produkten, die auf dem in der WO 96/14596 genannten Weg - Schließung des 6- Rings vor dem 5-Ring - nicht oder nur schwer darstellbar sind. Selbst bei gleichem Zielprodukt, z. B. bei symmetrischen Benzophenonen als Aus­ gangsmaterial, sind auf dem erfindungsgemäß beschriebenen Weg weni­ ger Nebenprodukte, einfachere Reinigung und höhere Ausbeuten zu er­ warten.
Das genaue synthetische Vorgehen ist bei der Darstellung der Beispiele exemplarisch beschrieben.
2. Besonderheiten der erfindungsgemäß beanspruchten Molekül­ strukturen
Die nachfolgend genannten speziellen Variationen können einzeln oder in Kombination verwendet werden.
a) Benzindeno-annellierte Naphthopyrane
Der Einsatz von Naphtho- anstelle von Benzophenonen führt überraschen­ derweise zu längerwellig absorbierenden Verbindungen, sowohl in der ge­ schlossenen (nicht angeregten) als auch in der offenen (angeregten) Form.
Die deutliche bathochrome Verschiebung und die drastische Erhöhung des Absorptionskoeffizienten der längstwelligen Absorptionsbande der ge­ schlossenen Form ist auch für den Fachmann nicht zu erwarten, da der annellierte Naphthylring aufgrund der elektronischen Entkoppelung (Ver­ drillung der beiden Ringsysteme durch sterische Hinderung der H-Atome wie beim annellierten Phenylring) allenfalls einen geringen induktiven Ef­ fekt ausüben sollte. Die längstwellige Absorption wird ja weiterhin durch das Naphthopyran- und nicht durch das Naphthalinsystem verursacht. Da die spektrale Bestrahlungsstärke durch die Sonne auf der Erdoberfläche im Bereich 360-410 nm zu längeren Wellenlängen hin auf das 2,88fache steigt (EN 1836, Tabelle C.1) ist dieser Effekt gerade für den Einsatz in phototropen Brillengläsern von besonderer Bedeutung.
Ebenso überraschend ist die bathochrome Verschiebung der Absorption der offenen Form. Moleküle mit dieser Struktureinheit absorbieren bereits weit in den roten Spektralbereich des sichtbaren Lichts hinein, der Farb­ eindruck ist deshalb grün. Mit den Verbindungen nach dem Stand der Technik ist dagegen nur der kürzerwellige Teil des Spektrums abdeckbar, der Farbeindruck ist orange bis blau/grau (S. 2, Z. 25 der WO 96/14596).
Tabelle 1: Absorptionsmaxima der offenen und geschlossenen Form
Beispiel
Die ersten vier Verbindungen entsprechen dem Stand der Technik (WO 96/14596), die Herstellung von V1 und V2 sind dort explizit beschrieben.
Die Substitutionsstellen von R1, R2 und R3 ergeben sich aus dem Formel­ bild zur Tabelle 2, R4 ist in allen Fällen Wasserstoff.
Die Herstellung der Probekörper und die Meßmethodik ist bei den Bei­ spielen beschrieben.
Die Fig. 3 und 4 zeigen die Absorption der geschlossenen Form bzw. die Absorption der offenen Form, bei letzterem wurde zum besseren Erkennen der bathochromen Verschiebung auf etwa gleiche Absorptionsintensität normiert.
b) Verbindungen mit mehreren photochromen Farbzentren
Obwohl diese ringannellierten Naphthopyrane aufgrund ihrer Molekül­ struktur bereits ein geringeres Migrationsverhalten als gewöhnliche Naphthopyrane (z. B. US 5.369.158) aufweisen, kann dieses durch Ver­ doppelung des Molekulargewichts noch weiter reduziert werden.
Dies ist auf zwei Wegen möglich. Über die Komponente X bzw. X', wie be­ reits in der WO 96/01884 dargestellt oder über einen geeigneten Partner R.
Wird beispielsweise 1,2-Bis-(4-bromphenyl)-ethan oder 1,2-Bis-(4-brom­ phenoxy)methan beidseitig zum Grignard umgesetzt und mit zwei Äquivalenten Naphthopyranen der Struktur H umgesetzt, so entsteht ein symmetrisches Doppelmolekül. Ebenso ist es jedoch möglich, eine ent­ sprechend substituierte phototrope Verbindung anderer Struktur, bei­ spielsweise ein Spirooxazin oder ein kürzerwellig absorbierendes Naphthopyran, zum Grignard umzusetzen und mit den Naphthopyranen der Struktur H zu neuartigen Verbindungen umzusetzen. Wählt man diese zweite photochrome Verbindung so aus, daß deren Absorptionsmaximum gerade in das "Absorptionsloch" um 470 nm fällt, so erhält man in einer Molekülstruktur sehr stumpfe, nahezu neutrale Farben (grau-braun). Die Vorteile derartiger Verbindungen sind bereits in der DE 43 21 487 be­ schrieben.
Durch Verdoppelung über den Substituenten X bzw. X' und nachfolgende nochmalige Verdoppelung über einen bifunktionellen Grignard sind Tetra- Systeme mit Molekulargewichten über 2000 zugänglich.
c) Schnelle Naphthopyrane
Bereits die aus der WO 96/14596 bekannten Systeme hatten das Ziel schnellerer Aufhellung als bisherige 2H-Naphthopyrane. Beispielhaft sind als Reste R in Position 13 nur Alkylgruppen beschrieben. Erfindungsge­ mäß ist erkannt worden, daß mit dem Einsatz von sterisch anspruchsvollen aromatischen Resten eine signifikante und unerwartete Erhöhung der Auf­ hellgeschwindigkeit verbunden ist. Zugleich wird damit die Bildung von Fulvenen, die bei α-Wasserstoff tragenden Alkylgruppen unter Wasserab­ spaltung entstehen können, unmöglich gemacht. Diese tieffarbigen Zerstö­ rungsprodukte können u. a. beim Lebensdauertest (Xenonlicht) entstehen.
Der Ersatz von Alkyl durch Phenyl bringt bereits diesen Stabilitätsvorteil. Die schnellere Aufhellung wird jedoch erst beim Ersatz durch sperrigere Arylgruppen deutlich. Die Einführung von o-Substituenten in die Phenylrin­ ge bei X bzw. X' führt, wie in US 5.066.818 beschrieben, zu einer starken Verlangsamung der Aufhellgeschwindigkeit. Die Einführung von o- Substituenten in den Phenylrest R in Position 13 führt dagegen überra­ schenderweise zum Gegenteil, zu einer Erhöhung der Aufhellgeschwindig­ keit.
Besonders bevorzugt sind mehrfach substituierte Phenylreste bzw. denen analoge Arylreste wie 1- oder 2-Naphthyl, 9-Phenanthryl, Pyrenyl und über den Carbocyclus an das Grundgerüst gebundene Heteroaromaten, wie Benzofuranyl, Benzothienyl, Chinolyl oder Isochinolyl.
Dieser Effekt ist umso überraschender, da in der Alkylreihe die Einführung immer sperrigerer Reste keinen erkennbaren Effekt hat, wie in der WO 96/14596 auf Seite 33 ersichtlich ist.
R4
Aufhellgeschwindigkeit T½ in sec.
-CH3 362
-CH2-CH3 237
-CH (CH3)2 264
-C (CH3)3 313
R1 = R2 = CH3; R3 = OCH3
Tabelle 2: Aufhellkinetik bei 23°C und 40°C Beispiel Δ (10 min, 23°C) T ½ (40°C)
  • a) R1 = OCH3; R2 = R3 = H;
  • b) R1 = R3 = OCH3; R2 = H;
  • c) R1 = R2 = H; R3 =OCH3;
Die Beispiele V3, V4 und V5 sowie 4, 5, 11 und 12 entsprechen dem Stand der Technik; die Darstellung von V3, V4 und V5 ist in der WO 96/14596 explizit beschrieben,
Δ = relative Aufhellung binnen 10 min bei 23°C
= 100% (τ10min-τs)/(τo-τs)
τs ist die nach 15 min Eindunkelung erreichte Trans­ mission
τo ist die Transmission im voll aufgehellten Zustand
τ10min ist die Transmission nach 10 min Aufhellung im Dunkeln
T1/2 = Zeit bis zur Aufhellung der Hälfte der Eindunkelung (Halbwertszeit)
BEISPIEL 1
i) Aluminiumchlorid (40 g) wird in einem 1 l-Kolben, der im Eisbad gut ge­ kühlt wird, in etwa 400 ml Dichlormethan unter Rühren suspendiert. An­ schließend gießt man langsam in dünnem Strahl geschmolzenes 2- Naphthoylchlorid (50 g; Schmelzpunkt 50°C) zu und läßt die Mischung (weiter im Eisbad) 5 min rühren. Dann tropft man eine Mischung aus Anisol (27 g) und 50 ml Dichlormethan zu und läßt die Reaktionsmischung unter Rühren über Nacht auftauen. Am nächsten Tag wird die Mischung unter Rühren auf 200 g Eis/500 ml Wasser gegossen. Man rührt 10 min und trennt dann die organische Phase im Scheidetrichter ab. Diese wird zwei­ mal mit Wasser extrahiert und über Natriumsulfat getrocknet. Nach Abde­ stilieren des Solvens kristallisiert das zurückbleibende Öl beim Stehenlas­ sen. Nach Umkristallieren aus etwa 500 ml siedendem Methanol erhält man farblose Kristalle (58 g), die mittels NMR-Spektrum als 2-(4- Methoxybenzoyl)naphthalin identifiziert wurden.
ii) tert.Butanol wird im warmen Wasserbad vorab geschmolzen. Kalium­ tert.butylat (30 g) wird in einem 1 l-Dreihalskolben in 600 ml tert.Butanol suspendiert und obiges Reaktionsprodukt sowie Bernsteinsäuredimethyle­ ster (45 g) zugefügt. Die Mischung wird gut gerührt und 1 h unter Rückfluß erhitzt. Danach gibt man nochmals Kalium-tert.butylat (30 g) sowie Bern­ steinsäuredimethylester (45 g) zu und läßt 2 h unter Rückfluß erhitzen. Nach dem Abkühlen wird mit insgesamt 2 l Wasser hydrolysiert. Unter Rühren wird mit konz. Salzsäure angesäuert. Anschließend wird zweimal mit je 400 ml Diethylether extrahiert und die vereinigten Ether-Phasen wer­ den einmal mit 400 ml Wasser gewaschen. Dann wird zweimal mit 500 ml gesättigter Natriumhydrogencarbonat-Lösung extrahiert. Dabei geht das Produkt als Carboxylat in die wäßrige Phase, die einmal mit 200 ml Ether gewaschen und anschließend in einem großen Becherglas unter Rühren mit konz. Salzsäure angesäuert wird. Anschließend wird zweimal mit je 400 ml Ether extrahiert und die organische Phase einmal mit Wasser ge­ waschen. Nach Trocknen über Natriumsulfat wird der Ether gründlich ab­ rotiert. Das orangegelbe honigartige Reaktionsprodukt (80 g) wurde mittels NMR-Spektrum als 3-Methoxycarbonyl-4-(4-methoxyphenyl)-4-(2-naph­ thyl)-3-butensäure identifiziert.
iii) In einem 1 l-Kolben wird das obige Reaktionsprodukt in einer Lösung von Kaliumhydroxid (40 g) in etwa 600 ml Wasser aufgelöst. Die gebildete braune Reaktionslösung wird 3 h unter Rückfluß erhitzt. Nach dem Ab­ kühlen wird unter Rühren und guter Kühlung im Eisbad mit konz. Salzsäure angesäuert. Anschließend wird zweimal mit je 400 ml Essigester extrahiert. Die vereinigten Essigester-Phasen werden einmal mit Wasser gewaschen und nach Trocknen über Natriumsulfat gründlich abrotiert. Das honigartige Reaktionsprodukt (75 g) wurde mittels NMR-Spektrum als 3-Carboxyl-4-(4-meth­ oxyphenyl)-4-(2-naphthyl)-3-butensäure identifiziert.
iv) Das obige Reaktionsprodukt wird mit Acetylchlorid (35 g) in 300 ml Es­ sigsäure gelöst. Unter Rühren wird nun 2 h unter Rückfluß erhitzt. Nach Abdestillieren des Solvens wird der Rückstand noch warm in etwa 600 ml Essigester gelöst und zweimal mit Wasser extrahiert. Anschließend wird zweimal mit je 300 ml 5%iger Natriumcarbonat-Lösung extrahiert. Die or­ ganische Phase wird nochmals mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und gründlich abrotiert. Das Reaktionsprodukt (65 g) fällt als dunkles viskoses Öl an und wurde mittels NMR-Spektrum als (4- Methoxyphenyl-2-naphthyl-methylen)bernsteinsäureanhydrid identifiziert.
v) Das obige Reaktionsprodukt wird in etwa 600 ml Dichlormethan bei Raumtemperatur gelöst und anschließend im Eisbad gut gekühlt. An­ schließend wird unter gutem Rühren und Kühlen portionsweise Aluminium­ chlorid (35 g) zugegeben und die Mischung über Nacht auftauen lassen. Danach wird die Reaktionsmischung zur Hydrolyse in 1 l Eis/Wasser ge­ gossen. Nach Abtrennen der organischen Phase wird diese zweimal mit je 500 ml Wasser gewaschen und anschließend zweimal mit 600 ml 5%iger Natronlauge extrahiert. Nach Waschen der vereinigten wäßrig-alkalischen Phasen mit 250 ml Ether wird mit konz. Salzsäure unter Rühren angesäu­ ert. Es wird zweimal mit je 400 ml Essigester extrahiert und die organische Phase mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und gründ­ lich abrotiert. Es hinterbleibt ein brauner fester Rückstand (45 g), der mit­ tels NMR-Spektrum als 3-(4-Methoxyphenyl)-6,7-benzindenon-2-essig­ säure identifiziert wurde. Das bei der Reaktion theoretisch ebenfalls entstehende Isomer 6-Methoxy-3-(2-naphthyl)-indenon-2-essigsäure konnte nicht detektiert werden.
vi) Das obige Reaktionsprodukt wird in etwa 300 ml Acetanhydrid suspen­ diert. Nach Zugabe von Natriumacetat (20 g) wird die Mischung 3 h unter Rühren zum Rückfluß erhitzt. Das Produkt fällt beim Abkühlen dick aus. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur (und noch kurz im Kühlschrank) wird der gebildete weiche kristalline orangebräunliche Niederschlag abgesaugt und mit wenig Acetanhydrid gewaschen, bis das Filtrat nicht mehr dunkel­ braun abläuft. Anschließend wird gründlich mit Wasser gewaschen und bei 60°C getrocknet. Das Produkt (leuchtend orangefarbener Feststoff; 30 g) wurde mittels NMR-Spektrum als 1 l-Acetoxy-9-methoxy-dibenzo[a,g]fluo­ ren-13-on identifiziert.
vii) Das obige Reaktionsprodukt wird in 400 ml Ethanol suspendiert und mit Kaliumhydroxid (25 g) versetzt. Die Reaktionsmischung wird 1.5 h unter Rühren zum Rückfluß erhitzt, wobei sich allmählich eine prächtige tiefgrü­ ne Farbe beobachten läßt. Nach Abkühlen wird etwa die Hälfte des Etha­ nols abrotiert und der verbleibende Rückstand zusammen mit 1 l Wasser auf der Heizplatte erhitzt, bis sich eine tiefgrüne Lösung gebildet hat. Dann wird die Lösung von der Heizplatte genommen und noch heiß unter Rüh­ ren mit konz. Salzsäure angesäuert. Es entsteht eine umbrabraune Sus­ pension, die unter Rühren auf Raumtemperatur abgekühlt wird. Die Sus­ pension wird abgesaugt und sorgfältig mit Wasser gewaschen. Der abge­ nutschte Stoff ist noch sehr schlammig und wird so gut wie möglich an der Membranpumpe trockengesaugt. Nach Trocknen bei 60°C wurde das um­ brafarbene Produkt (25 g) mittels NMR-Spektrum als 1 l-Hydroxy-9-meth­ oxy-dibenzo[a,g]fluoren-13-on identifiziert.
viii) 3 g des obigen Reaktionsproduktes werden zusammen mit 4- Methoxybenzophenoacetylid (4 g; hergestellt aus 4-Methoxybenzophenon und Natriumacetylid) in etwa 300 ml Toluol suspendiert. Nach Zusatz einer Spatelspitze 4-Toluolsulfonsäure wird die Reaktionsmischung 1,5 h unter Rückfluß erhitzt. Im Laufe der Reaktion geht das zunächst schlechtlösliche Naphthol-Edukt immer mehr in Lösung; es entsteht eine rotbraune Mi­ schung. Nach kurzem Abkühlen wird das Toluol im Vakuum abrotiert und der Rückstand in 40 ml Dichlormethan gelöst und einer Säulenchromato­ graphie mit Aluminiumoxid (Wassergehalt 3%) als stationärer und Dichlor­ methan/Hexan-Mischung (2 : 1) als mobiler Phase unterzogen. Zur endgül­ tigen Reinigung wird das Rohprodukt in etwa 100 ml Methanol digeriert und leicht erwärmt. Nach Abkühlen wird die entstandene Suspension ab­ gesaugt, mit Methanol gewaschen und getrocknet. Das dunkle Produkt (3 g) wurde mittels NMR-Spektrum als 6-Methoxy-3-(-4-methoxyphenyl)-3-phe­ nyl-15-oxo-benzindeno[2,1-f]naphtho[1,2-b]pyran identifiziert.
ix) 1 g des obigen Reaktionsproduktes wird in 50 ml absolutem THF unter Rühren gelöst und im Eisbad abgekühlt. Man gibt solange Lithiumalumini­ umhydrid in kleinen Portionen zu, bis sich die Farbe der Reaktionslösung nicht mehr weiter aufhellt. Man rührt noch 10 min und gießt in Wasser säuert mit konz. Salzsäure solange an, bis die Phasen klar sind und trennt die organische Phase ab. Nach Extraktion mit Wasser, Trocknen über Na­ triumsulfat und Abrotieren des Solvens hinterbleibt ein bräunlicher viskoser Rückstand, der durch Zugabe von Methanol kristallisiert. Man rührt die Suspension noch einige Minuten bei Raumtemperatur und saugt dann den Niederschlag ab. Der leicht bräunliche Feststoff (0.8 g) wurde mittels NMR- Spektrum als 6-Methoxy-3-(4-methoxyphenyl)-3-phenyl-15-hydroxy­ benzindeno[2,1-f]naphtho[1,2-b]pyran identifiziert. In Lösung sowie im Glas ist grüne Photochromie zu beobachten.
BEISPIEL 2
Die Durchführung erfolgt analog Beispiel 1, nur im Schritt ix) werden 1 g des Reaktionsproduktes aus Schritt viii) in 50 ml absolutem THF bei Raumtemperatur unter Rühren gelöst. Zu dieser Lösung werden 2 Äqui­ valente Phenylmagnesiumchlorid-Lösung zugegeben und das ganze bei Raumtemperatur 1 h gerührt. Anschließend gießt man in Wasser, säuert mit konz. Salzsäure solange an, bis die Phasen klar sind und trennt die organische Phase ab. Nach Extraktion mit Wasser, Trocknen über Natri­ umsulfat und Abrotieren des Solvens hinterbleibt ein dunkelbraunes Öl, das durch Zugabe von Methanol kristallisiert. Man rührt die Suspension noch einige Minuten bei Raumtemperatur und saugt dann den Nieder­ schlag ab. Der beigefarbene Feststoff (0.7 g) wurde mittels NMR-Spektrum als 6-Methoxy-3-(-4-methoxyphenyl)-3,15-diphenyl-15-hydroxy­ benzindeno[2,1-f]naphtho(1,2-b]pyran identifiziert.
BEISPIEL 3
Die Schritte i) bis vi) dieses Beispiels wurden auf der Grundlage des im J.Chem.Soc. 1958, S. 986 von F.G. Baddar, L.S.El-Assal und V.B.Baghos publizierten Artikels mit einigen Modifikationen durchgeführt.
i) bis vi) Analog Beispiel 1 Schritt ii) mit 4-Methoxybenzophenon (50 g) als Ausgangsmaterial. Es entsteht 3-Methoxycarbonyl-4-(4-methoxyphenyl)-4-phe­ nyl-3-butensäure (75 g), die analog Beispiel 1 Schritte iii) bis v) weiter zu einem Gemisch aus 3-(4-Methoxyphenyl)-indenon-2-essigsäure und 6- Methoxy-3-phenyl-indenon-2-essigsäure verarbeitet wird. Die Isomeren­ trennung gelingt durch heißes Digerieren in Benzol. Nach Abkühlen und Absaugen der Suspension erhält man als Rückstand reine 3-(4- Methoxyphenyl)-indenon-2-essigsäure als orangegelbe Kristalle (25 g), die mittels NMR-Spektrum identifiziert wurde. Diese wurde analog Beispiel 1 Schritte vi) bis vii) umgesetzt zu 5-Hydroxy-3-methoxy-7H-benzo[c]fluoren-7-on (20 g), das als rotviolettes Pulver anfiel und mittels NMR-Spektrum identifiziert wurde.
vii) Analog Beispiel 1 Schritt viii) mit 3 h Erhitzen bei 100°C statt Refluxen gibt 6-Methoxy-3-(4-methoxyphenyl)-3-phenyl-13-oxo-indeno[2,1-f]naphtho[1,2-b]pyran als dunkelroten Feststoff (3 g), der mittels NMR- Spektrum identifiziert wurde.
viii) Die analoge Umsetzung zu Beispiel 1 Schritt ix) mit obigem Produkt liefert 6-Methoxy-3-(4-methoxyphenyl)-3-phenyl-13-hydroxy-indeno[2,1-f]naph­ thol[1,2-b]pyran (beiges Pulver; 0,7 g), das mittels NMR-Spektrum identifiziert wurde.
BEISPIEL 4
Die Durchführung erfolgt analog Beispiel 3, nur im Schritt viii) werden 1 g des Reaktionsproduktes aus Schritt vii) in 50 ml absolutem THF unter Rüh­ ren gelöst. Zu dieser Lösung werden 2 Äquivalente Butylmagnesiumchlo­ rid-Lösung zugegeben und das ganze bei Raumtemperatur 1 h gerührt. Anschließend gießt man in Wasser, säuert mit konz. Salzsäure solange an, bis die Phasen klar sind und trennt die organische Phase ab. Nach Extrak­ tion mit Wasser, Trocknen über Natriumsulfat und Abrotieren des Solvens hinterbleibt ein dunkelbraunes Öl, das durch Zugabe von Methanol kristal­ lisiert. Kristallisiert das Produkt nicht, wird solange im Eisbad gerührt, bis Kristalle ausfallen. Man rührt die Suspension noch einige Minuten bei Raumtemperatur, saugt dann den Niederschlag ab und wäscht mit Metha­ nol nach. Der entstandene bräunliche Feststoff (0.5 g) wurde mittels NMR- Spektrum als 6-Methoxy-3-(4-methoxyphenyl)-3-phenyl-13-butyl-13-hy­ droxy-indeno[2,1-f]naphtho[1,2-b]pyran identifiziert.
BEISPIELE 5-9
Die Durchführung erfolgt analog Beispiel 4, nur statt Butylmagnesiumchlo­ rid
im Beispiel 5 Phenylmagnesiumchlorid,
im Beispiel 6 1-Naphthylmagnesiumbromid,
im Beispiel 7 2-Methylphenylmagnesiumbromid,
im Beispiel 8 2,5-Dimethylphenylmagnesiumbromid und
im Beispiel 9 9-Phenanthrylmagnesiumbromid.
Die Produkte (meist beigefarbene Pulver) wurden mittels NMR-Spektren als die am C-13 mit dem entsprechenden Grignardrest substituierten 6- Methoxy-3-(4-methoxyphenyl)-3-phenyl-13-hydroxy-indeno[2,1-f]naph­ tho[1,2-b]pyrane identifiziert.
BEISPIEL 10
Die Durchführung erfolgt analog Beispiel 3, nur im Schritt vii) erfolgt die Umsetzung mit 4,4'-Dimethoxybenzophenoacetylid statt 4- Methoxybenzophenonacetylid. Es wird 2 h bei 60°C erhitzt. Es entsteht 6- Methoxy-3,3-bis(4-methoxyphenyl)-13-xo-indeno[2,1-f]-naphto[1,2-b]-pyran als dunkelroter Feststoff (3 g), der mittels NMR-Spektrum identifiziert wurde. Dieses wird analog Beispiel 1 Schritt viii) umgesetzt und es entsteht 6-Methoxy-3,3-bis(4-methoxyphenyl)-13-hydroxy-indeno[2,1-f]naphtho[1,2-b]pyran (0.6 g) als bräunlicher Feststoff, der mittels NMR-Spektrum identi­ fiziert wurde.
BEISPIEL 11
Die Durchführung erfolgt analog Beispiel 4, nur mit 6-Methoxy-3,3-bis(4-methoxy­ phenyl)-13-oxo-indeno[2,1-f]naphtho[1,2-b]pyran als Ausgangs­ material statt 6-Methoxy-3-(4-methoxy-phenyl)-3-phenyl-13-oxo­ indeno(2,1-f]naphtho(1,2-b]pyran. Es entsteht 6-Methoxy-3,3-bis(4-meth­ oxyphenyl)-13-butyl-13-hydroxy-indeno[2,1-f]naphto[1,2-b]pyran (0.6 g) als bräunlicher Feststoff, der mittels NMR-Spektrum identifiziert wurde.
BEISPIELE 12-14
Die Durchführung erfolgt analog Beispiel 11, nur statt Butylmagnesium­ chlorid
im Beispiel 12 Phenylmagnesiumchlorid,
im Beispiel 13 1-Naphthylmagnesiumbromid und
im Beispiel 14 2-Methylphenylmagnesiumbromid.
Die Produkte (meist beigefarbene Pulver) wurden mittels NMR-Spektren als die am C-13 mit dem entsprechenden Grignardrest substituierten 6- Methoxy-3,3-bis(4-methoxyphenyl)13-hydroxy-indeno[2,1-f]naphtho[1,2-b]pyrane identifiziert.
BEISPIEL 15
Die Durchführung erfolgt analog Beispiel 1 Schritte ii) bis ix), jedoch im Schritt ii) mit Benzophenon als Ausgangsmaterial, im Schritt viii) mit 4,4'- Dimethoxybenzophenonacetylid statt 4-Methoxybenzophenonacetylid und im Schritt ix) mit Phenylmagnesiumchlorid-Lösung (analog Beispiel 2) statt Lithiumaluminium-hydrid. Man erhält als bräunlichen Feststoff 3,3-Bis(4-meth­ oxyphenyl)-13-hydroxy-13-phenyl-indeno[2,1-f]naphto(1,2-b]pyran (0.6 g), der mittels NMR-Spektrum identifiziert wurde.
BEISPIEL 16
Die Durchführung erfolgt analog Beispiel 15 mit 2,5- Dimethylphenylmagnesiumbromid statt Phenylmagnesiumchlorid. Man iso­ liert 3,3-Bis(4-methoxyphenyl)-13-(2,5-dimethylphenyl)-13-hydroxy­ indeno(2,1-f]naphtho[1,2-b]pyran (0.5 g) als beigen Feststoff, der mittels NMR-Spektrum identifiziert wurde.
Herstellung der Probekörper
500 ppm des jeweiligen photochromen Farbstoffes werden im verwendeten Monomer (TRANSHADE-150 der Firma Tokuyama; Brechungsindex 1,52) bei Raumtemperatur unter Rühren gelöst. Nach Zugabe eines Initiators vom Alkylperoxyester-Typ (1,5 Gew.-%) wird zweimal entgast und an­ schließend nach dem von der Firma Tokuyama empfohlenen Temperatur­ programm polymerisiert. Die Glasgießformen sind schwarz gefärbt, damit die Gesamtheit der photochromen Farbstoffe im nichtangeregten Zustand in die Matrix eingebaut werden kann. Nach Beendigung der Polymerisation werden die Probekörper noch 2 h bei 100°C getempert.
Aufnahme der Kinetikkurven
Zur Ermittlung der Aufhellgeschwindigkeiten wurden die hergestellten Pro­ bekörper in einer üblichen Kinetikbank vermessen (Bestrahlung mit 50 klux gemäß EN 1836 Punkt 6.1.3.1.1.). Die Belichtungszeit beträgt jeweils 15 min, die Aufhellung findet im Dunkeln statt. Während Belichtung und Auf­ hellung wird die Transmission - bewertet nach der Hellempfindlichkeit des menschlichen Auges V λ - aufgezeichnet. Die Temperatur des Glases wird über eine thermostatisierbare Küvette geregelt.

Claims (1)

1. Photochrome Pyrane mit der allgemeinen Strukturformel
dadurch gekennzeichnet, daß
R1 und R2 unabhängig voneinander 1 bis 2 (m, n = 0, 1, 2) Substituenten aus der Gruppe F sind, die aus C1-C6alkyl, C1-C6alkoxy, chloro oder fluoro besteht oder aus einer Gruppe, die aus C5-C6) cycloalkyl, phenyl, benzyl, dialkyl(C1-C6)amino, dicyclohexylamino, diphenyla­ mino, piperidyl, morpholinyl oder pyridyl besteht.
Oder zwei R1 und/oder zwei R2 bilden unabhängig voneinander zu­ sammen einen carbo- oder heterocyclischen Ring aus der Gruppe benzo, pyrido, pyrazino, pyrimidino, furano und thiopheno.
R4 ein Substituent aus der Gruppe G ist,
die aus Wasserstoff, Hydroxy, C1-C6alkyl, C5-C6cycloalkyl, C1-C6acyl, C1-C6alkoxy, phenyl, benzyl, monosubstituiertem phe­ nyl, monosubstituiertem benzyl, chloro und fluoro besteht, wobei die Arylsubstituenten C1-C6alkyl oder C1-C6alkoxy sind;
oder monochlor- oder monofluorsubstituiertes Phenyl, unsubstitu­ iertes oder monosubstituiertes Naphthyl, Phenanthryl, Pyrenyl, Chinolyl, Isochinolyl, Benzofuranyl, Benzothienyl, Dibenzofuranyl, Dibenzothienyl, Carbazolyl, oder Indolyl ist, wobei die Heterocyclen über den Carbocyclus mit dem Naphthopyransystem verbunden sind und die Substituenten aus der Gruppe chloro, fluoro, C1-C6al­ kyl oder C1-C6alkoxy stammen;
oder di- oder trisubstituiertes Phenyl ist, wobei die Substituenten aus der Gruppe chloro, fluoro, C1-C6alkyl, C1-C6alkoxy, C1-C6 ω- phenylalkyl oder C1-C6 ω-phenoxyalkyl entnommen werden. Der ω-stän­ dige Phenylring kann dabei wiederum den X, X' oder R4-Rest eines weiteren photochromen Pyransystems darstellen.
X und X' entweder beide zur Gruppe Z gehören, d. h. unabhängig voneinan­ der aus
  • a) den un-, mono-, di- und trisubstituierten Arylgruppen Phenyl und Naphthyl,
  • b) den un-, mono-, di- und trisubstituierten heterocyclischen Grup­ pen Pyridyl, Furanyl, Benzofuran-2-yl, Benzofuran-3-yl, Thienyl, Benzothien-2-yl und Benzothien-3-yl, wobei die Substituenten in a) und b) einer Gruppe, die aus Hydroxy, Amino, Mono(C1-C6)alkyla­ mino, di(C1-C6)alkylamino, piperidino, morpholino, pyrryl, (C1-C6) alkyl, (C1-C6)chloroalkyl, (C1-C6)fluoroalkyl, (C1-C6)alkoxy, mono (C1-C6)alkoxy(C1-C4)alkyl, chloro und fluoro besteht, entnommen wurden,
  • c) (C1-C6)alkyl, (C1-C6)chloroalkyl, (C1-C6)fluoroalkyl, mono(C1-C6) alkoxy(C1-C4)alkyl, (C3-C6)cycloalkyl, mono(C1-C6)alkoxy(C3- C6)cycloalkyl, chloro(C3-C6)cycloalkyl und fluoro(C3-C6)cycloalkyl ausgewählt wurden oder
    beide zusammen mit dem Kohlenstoffatom der Verknüpfungsstelle mit dem Pyran einen gesättigten C5-C10 monocyclischen, C7-C12 bicyclischen oder C7-C12 tricyclischen Kohlenwasserstoffring oder Flouren-9-yliden bilden;
    oder entweder X oder X' mono- oder disubstituiertes Phenyl ist, das in p-Stellung zur Verknüpfung mit - Phenyl, -(CH2)p-Phenyl oder -O-(CH2)p- O-Phenyl substituiert ist (p = 1, 2, 3. . . . , 6), wobei der zweite Phenylring zu einem zweiten - nicht notwendigerweise identischen- photochromen Diarylpyran gehören;
    Y aus der Gruppe, bestehend aus Wasserstoff, (C1-C6)alkyl, (C1-C6) acyl, unsubstituiertem Benzoyl, unsubstituiertem Naphthoyl, mono­ substituiertem Benzoyl und monosubstituiertem Naphthoyl entnom­ men wurde, wobei die genannten Arylsubstituenten C1-C6alkyl oder C1-C6alkoxy sind;
    mit der Proviso, daß R1 und R2 nicht der Gruppe F zugehört, wenn R4der Gruppe G entnommen wurde und X und X' zur Gruppe Z ge­ hören.
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