DE19740113C2 - Verfahren und Einrichtung zur Handhabung der Verteilung von flächigen Postsendungen - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Handhabung der Verteilung von flächigen PostsendungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Handhabung der
Verteilung von flächigen Postsendungen, vorzugsweise Briefpostpostsendun
gen.
Nach üblicher Praxis wird Briefpost mit Wertmarken versehen einem mittels
einer Klappe zugänglichen, in der Regel kasten- oder turmartigen als Postan
nahmebehältnis gestalteten Behältnis übergeben, das eine größere Menge
Briefpost aufnehmen kann. Dieses Behältnis dient ausschließlich der Speiche
rung dieser Briefpost und wird nach willkürlich festgelegten Zeiten geleert. Im
weiteren wird die enthaltene Biefpost auf ihre ordnungsgemäße nach Gewicht
und Größe erfolgte Frankatur hin in einer Sammelstelle optoelektronisch und/-
oder manuell kontrolliert und entsprechend der vorgesehenen Haupttransport
richtung sortiert. An diesem allgemein bekannten Prinzip hat sich seit Jahrzehn
ten nichts geändert.
Es hat allerdings an nicht wenigen Versuchen gefehlt, diese kasten- oder turm
artigen Postannahmebehältnisse technisch zu verbessern. So ist nach der DE-
OS 25 16 885 eine Sprech- und Signaleinrichtung für verschiedenste Kommu
nikationszwecke in den Briefpostannahmekasten integriert. Klappbare Ver
schlußeinrichtungen, die die Öffnung des Briefpostannahmekastens zur Annah
me eines Briefes verschließen, wurden umgestaltet, sodaß diese nicht nur bes
ser gegen eine Umgebungsluft hoher Feuchte abschließen, sondern ebenfalls
durch eine günstige Ausgestaltung in ihrer Schwerpunktlage so gesichert sind,
daß ein einhändiges Postaufgeben, wie es bei einem Autoschalter erforderlich
ist, möglich ist.
Sicherungsvorrichtungen sind häufig als Schleuse ausgebildet, wie das die DE-
OS 26 19 125 vorsieht.
Die Feststellung von Dicke, Format und Gewicht ist insoweit relevant, als sich
dafür das zu zahlende Entgelt an das Postunternehmen bemißt. So beschreibt
das DE-Gm 93 09 359 stellvertretend für weitere andere Anmeldungen eine
Handhabevorrichtung zum Klassifizieren der Briefpost nach den Dimensionen
Länge, Breite und Dicke.
Zur Verbesserung von Briefpostannahmekästen vorgeschlagene Lösungen be
ziehen sich regelmäßig auf die Gestaltung von Briefkästen, die bei häufiger
Leerung als sogenanntes wandbefestigtes Behältnis als Briefpostannahme
einrichtung im Allgemeinen ausreichend sind.
Um derartige Briefpostannahmekästen bei Beibehaltung ihrer Grundfunktion
attraktiver zu gestalten, hat es nicht an Versuchen gefehlt, diese mit zusätzli
chen Funktionselementen zu kombinieren. So sieht die DE-PS 5 24 836 eine
Konstruktion vor, bei der ein mit Reklame versehenes Umlaufband auf der Vor
derseite des Kastens angebracht ist, das beim Öffnen der Klappe schrittweise
weiterbewegt wird, sodaß eine multifunktionelle Anwendung gegeben ist. Nach
dem DE-Gm 295 10 223 wird der Postannahmekasten zusätzlich mit einem
Spiegel kombiniert, sodaß der die Post Aufgebende sein persönliches Äußeres
zu beurteilen in die Lage versetzt wird.
Als Vertreter von Sonderformen einer Briefpostannahmeeinrichtung wird auf
eine in der US-PS 4 225 359 dargestellte Form verwiesen, die aus einer Viel
zahl von Aufbewahrungseinheiten besteht, in die manuell flächige Postsendun
gen, zur Verteilung bestimmte Waren und dergleichen eingelagert sind, diese
dort zeitweilig verbleiben und durch spezielle Befugte entnommen werden. Die
Öffnung einer Aufbewahrungseinheit ist nur unter bestimmten Sicherheitsvor
kehrungen möglich, indem in einer Zentraleinheit eingestellte Adress-Kennda
ten mit den Daten verglichen werden, die aufgegebene und von einem Karten
leser gelesene Magnetstreifen-Karten aufweisen. Stimmen die Kenndaten einer
aufgegebenen Karte mit denen der Datei überein, wird die Zugangsberechti
gung festgestellt und die zur Kennung gehörende Aufbewahrungseinheit ge
öffnet. Sind zugehörige Werte nicht zuordenbar, werden andere Systemschritte
eingeleitet, wie Auslösung eines Alarms oder dergleichen. Diese Einrichtung ist
zur selektiven Aufbewahrung von Post oder gegebenenfalls anderen kleineren
Gegenständen geeignet, die von speziellen Befugten dieser Einrichtung aufge
geben oder aus dieser entnommen werden. Eine konzentrierte Aufnahme, Sor
tierung und Bewertung nach unterschiedlichen, von äußerlichen Merkmalen
oder der Masse einzelner Posteinheiten nach einer Geld-quasi-Einheit und de
ren Berücksichtigung bei der Klärung der Zugangsberechtigung ist nicht mög
lich.
Eine weitere Sonderform eines Postannahme- und Verteilungssystems be
schreibt die US-PS 3 747 752. Hier wird eine Postannahmeeinrichtung darge
stellt, bei der die Post bereits nach Zielen und/oder anderen Kriterien sortiert
aufgegeben wird. Das betrifft zum einen die mit der öffentlichen Post zu trans
portierenden Sendungen als auch eine Sortierung nach anderen Kriterien. So
weit eine Aufgabe nach anderen Zielen und/oder Kriterien erfolgt, geschieht
das in diesen Kriterien zugeordneten Aufbewahrungseinheiten, die mechanisch
verschlossen und innerhalb einer Systemeinheit zu Gruppen zusammengefaßt
in die Postannahmeeinrichtung integriert sind. Zugehörig sind Transporteure,
die zur Aufnahme dieser Gruppen ausgebildet sind. Ebenso sind in diese
Transporteure Behältnisse für die dem System aufgegebene öffentliche Post in
tegriert. Gleichzeitig werden ganze Gruppen von Aufbewahrungseinheiten von
einer Systemeinheit zur anderen transportiert, beispielsweise über Etagen
eines Verwaltungsgebäudes einer betrieblichen Einheit, indem spezielle Wagen
zur Aufnahme dieser Gruppen eingerichtet sind und zu den unterschiedlichen
Zielen bewegt werden.
Das bisherige System der Postannahme und -verteilung ist dadurch gekenn
zeichnet, daß relativ viele Arbeitsgänge erforderlich sind, um diese Post bis
zum Definitivempfänger zu bringen. Zunächst werden Wertmarken aufgeklebt,
deren Wertigkeit von den Faktoren Größe der kubischen Dimensionen unter
Berücksichtigung des Gewichts ermittelt wird. Diese Wertmarken in unter
schiedlicher Stückelung muß der Benutzer vorher kaufen und lagern oder sich
einem Frankatursystem anschließen. Des weiteren ist je nach Belastung einzel
ner Haupttransportrichtungen auch ein mehrfaches Sortieren der zu transpor
tierenden Briefpost nicht unüblich. Um das zu umgehen, werden in Großstäd
ten sogenannte Richtungsbriefkästen aufgestellt, wie das auch in die Lösung
gemäß der US-PS 3 747 752 in einem Minimum integriert ist, ohne die weitere
Behandlung aufgegebener Briefpost grundsätzlich zu ändern.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, ein Verfahren und eine Einrichtung zur
Handhabung von flächigen Postsendungen, vorzugsweise Briefpostsendungen,
zu entwickeln, bei denen eine Veränderung der Bewertung der klassifizierungs
relevanten Merkmale zu transportierender Briefpost eine weitergehende Me
chanisierung der Briefpostannahme zum Transport in einem von vornherein de
finierten Territorium ermöglicht, wobei der Postannahmekasten eine Einschrän
kung einer in Kurzintervallen erfolgenden Postabholung kompensieren soll und
kundenfreundlich technisch zweckentsprechend multifunktionell zu gestalten
ist.
Die erfindungsgemäße Einrichtung besteht im wesentlichen aus einer boden
gebundenen regelmäßig säulenartig ausgebildeten Postannahmeeinrichtung,
die an wenigstens einer ihrer dem Hauptverkehrsstrom zugewandten Seite
adäquat der Zahl üblicher flächiger Formate zu transportierender Postsendun
gen, vorzugsweise Briefformaten, mechanisch betätigte und betriebene ver
schließbare Aussparungsöffnungen aufweist, deren im geöffneten Zustand vor
handene freie Breite im wesentlichen der kleineren der beiden die Fläche for
matierter Postsendungen begrenzenden Kanten entspricht, auf der Seite der
mit verschließbaren Aussparungsöffnungen versehenen Fläche der Briefpost
annahmeeinrichtung eine Aufnahmeeinrichtung für eine Karte mit integriertem
Magnetstreifen und wiederaufladbarem Mikroprozessorchip vorhanden ist, in
der während der Verweilzeit der Karte mit integriertem Magnetstreifen und, wie
deraufladbarem Mikroprozessorchip im Mikroprozessorchip Feldänderungen er
zeugt und diese in elektrische Impulse umgewandelt werden, während zeit
gleich die mechanisch betätigten und betriebenen verschließbaren Ausspa
rungsöffnungen geöffnet gehalten werden und eine Beeinflussung des Füllstan
des des in der Karte mit Magnetstreifen und integriertem Mikroprozessorchip
vorhandenen Mikroprozessorchips umgekehrt proportional eines in Abhängig
keit von Breite und Anzahl aufgegebener Postsendungen adäquaten Summen
wertes erfolgt, indem jede vereinzelte Postsendung vorzugsweise durch Senso
ren an sich und in ihrer Breite registriert wird und die Summenbildung aus er
faßten Stückzahlen in Abhängigkeit von der kleineren der beiden die Fläche
formatierter Postsendungen begrenzenden Kanten und der Anzahl der Post
sendungen erfolgt.
Der Toleranzbereich für das Gewicht entspricht einer willkürlichen Stufung. Bei
Überschreiten eines Wertes wird die Postsendung der nächsthöheren Stufung
zugeordnet.
Bei der Aufgabe von Briefsendungen ist es regelmäßig nicht auszuschließen,
daß mehrere gleichen Formates zusammen aufgegeben werden. Um das Ver
einzeln einer möglicherweise aufgegebenen Vielzahl von flächigen Postsen
dungen zu ermöglichen, ist jeder Aussparungsöffnung folgend eine Vereinze
lungseinrichtung nachgeordnet, die den Einzelwert für die in Abhängigkeit von
der kleineren der beiden die Fläche formatierter flächiger Postsendungen be
grenzenden Kanten Breite und der Anzahl der flächigen Postsendungen fest
stellt und für die erfolgende Summenbildung bereitstellt.
Vorzugsweise sind die Aussparungsöffnungen als Einzugsmechanismen aus
geführt, wobei die Verschlußmechanismen der Aussparungsöffnungen elektro
nisch-elektrisch oder hydraulisch öffen- und verriegelbar ausgestaltet sind.
Alle aufgegebenen flächigen Postsendungen werden nach der Vereinzelung
durch Sensoren auf ihre Breite kontrolliert, sodaß eine flächige Postsendung,
die einer vorbestimmten Breite nicht entspricht, über diese integrierten Senso
ren erfaßt, diese das Erfassen von einer Umlenkeinrichtung bewirken und diese
flächige Postsendung über eine Ausgabe, die zweckmäßigerweise einen oben
offenen außerhalb des Gehäuses der Postannahmeeinrichtung angeordneten
Fangkorb aufweist, wieder zu Tage befördert wird.
In das Gehäuse kann eine Wechselsprechanlage integriert sein, um beispiels
weise in einer Notfallsituation Hilfe herbeiholen zu können. Um einen unabhän
gigen Betrieb gewährleisten zu können, ist eine Anbindung der Postannahme
einrichtung an andere Kommunikationsnetze vorhanden, die vorzugsweise
drahtlos erfolgt. Zur Energieversorgung kann die Postannahmeeinrichtung mit
einem photovoltaischen Element und einer Puffereinrichtung für die gewonnene
Energie ausgerüstet sein. Im Sinne einer multifunktionellen Gestaltung ist die
Außenseite des Gehäuses mindestens partiell als Werbeträger ausgebildet
oder kann weitere informationsdienliche Hinweisschilder, -displays oder derglei
chen tragen, wie beispielsweise einen Stadtplan. Ebenso ist ein in das Gehäu
se integriertes Display vorhanden, über das der Füllstand des in der Karte mit
integriertem Magnetstreifen und wiederaufladbarem Mikroprozessorchip vor
handenen Mikroprozessorchips während des Aufenthaltes der Karte mit inte
griertem Magnetstreifen und wiederaufladbarem Mikroprozessorchip in der zu
geordneten Aufnahmeeinrichtung angezeigt wird, wobei ohnehin von jeder Kar
te mit integriertem Magnetstreifen und wiederaufladbarem Mikroprozessorchip
ein identifizierbares Signal gelesen werden kann oder diese ein solches Signal
abgibt, das zu Erfassungs- und Kontrollzwecken gespeichert wird.
Ebenso ist es möglich, daß in die Postannahmeeinrichtung ein Drucker inte
griert ist, der auf der Grundlage der ermittelten Abmessungen der Einzelsen
dungen und unter Berücksichtigung deren Gesamtzahl einen Beleg auswirft,
der die aufgegebene Zahl der Sendungen, auch getrennt nach Formaten, be
stätigt. Ebenso kann der Drucker für andere integrierte Funktionen benutzt wer
den, beispielsweise in ein System eines integrierten Fahrscheinverkaufs, An
sichtskarten- oder Eintrittskartenverkaufs und dergleichen Funktionen, in deren
Rahmen eine spezifische Bestätigung in Form eines Druckerzeugnisses zweck
mäßig ist. Die Ausgabeseite befindet sich vorzugsweise auf der Hauptbeschic
kungsseite der Postannahmeeinrichtung.
Ebenso ist es möglich, daß eine monostabile Kippstufe integriert ist, die dafür
sorgt, daß nach Verstreichen einer geringen voreinstellbaren Zeit - in der Regel
ist das eine Größenordnung im Sekundenbereich - nach Gebrauch der Postan
nahmeeinrichtung diese üblicherweise in einen Schlafmodus verfällt, aus dem
sie über das Hinzutreten eines Lebewesens, das über einen in das Gehäuse in
tegrierten und mit einem Schaltelement versehenen Bewegungsmelder regi
striert wird, wieder in den Arbeitsmodus wechselt, sofern das nicht durch das
Aufgeben der Karte mit integriertem Magnetstreifen und wiederaufladbarem
Mikroprozessorchip schaltungsmäßig vorgesehen ist.
Vorzugsweise ist die Postannahmeeinrichtung an solchen Punkten aufgestellt,
an denen ein Bedienen und Beschicken von individuellen Verkehrsmitteln aus,
beispielsweise einem Personenkraftwagen, erfolgen kann.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert
werden.
Eine als Briefpostannahmeeinrichtung ausgestaltete Annahmeeinrichtung für
flächige Postsendungen, in der ausschließlich innerstädtische Briefe einer
Großstadt zur Verteilung angenommen wird, verfügt über vier, durch verriegel
te und mechanisch betätigte Klappen verschlossene Aussparungsöffnungen,
die in ihrer Breite jeweils der Schmalseite der geläufigsten Briefformate zu
züglich eines Toleranzwertes entsprechen. Im konkreten Fall wurden die For
mate C6, DIN lang, C4 und B4 bei einer Toleranz von 1 cm festgelegt. Eine
Person, die eine Briefpostsendung aufzugeben wünscht, nähert sich der Brief
postannahmeinrichtung, nimmt eine spezifische Karte mit integriertem Magnet
streifen und wiederaufladbarem Mikroprozessorchip zur Hand und übergibt
diese an einer gekennzeichneten Aussparung der Postannahmeeinrichtung.
Nachdem die Karte mit integriertem Magnetstreifen und wiederaufladbarem
Mikroprozessorchip identifiziert worden ist, öffnen sich alle verschlossenen
Aussparungsöffnungen und die Postannahmeeinrichtung kann beschickt wer
den.
Ist die Briefpost der Postannahmeeinrichtung übergeben worden, wird diese in
der Postannahmeeinrichtung vereinzelt. Wird durch Sensoren eine markante
Abweichung in der Breite festgestellt, wird der so erkannte und bewertete Brief
über eine schwenkbare Leiteinrichtung einer zweckmäßigerweise an der Bedie
nerseite angeordneten Ausgabeöffnung zugeleitet, sodaß dieser von der Per
son, die Post aufgegeben hat, erkannt werden kann und der richtigen Ausspa
rungsöffnung zugeordnet neu aufgegeben werden kann.
Jeder vereinzelte Brief löst im Inneren des Postannahmekastens Impulse aus,
die auf ein spezifisches Identifikationssignal der verwendeten Karte mit inte
griertem Magnetstreifen und wiederaufladbarem Mikroprozessorchip, auf die
Breite der Briefe und/oder deren Gewicht bezogen unterschiedlich sind und
durch Vergleich mit einem fiktiven Basiswert bewertet, gegebenenfalls mit der
sich aus dem Vergleich ergebenden Verhältniszahl multipliziert, und gezählt
werden.
Gleichzeitig wird die Summe der Impulse mit einem fiktiven Wertbegriff, der vor
zugsweise in Geldwerten ausgedrückt wird, ermittelt. Dieser Summenwert be
wirkt, daß umgekehrt proportional der Füllstand des auf der Karte mit integrier
tem Magnetstreifen und wiederaufladbarem Mikroprozessorchip vorhandenen
Mikroprozessorchips verringert wird und die Karte mit integriertem Magnetstrei
fen und wiederaufladbarem Mikroprozessorchip wieder ausgeworfen wird, so
daß die Person, die die Post aufgegeben hat, diese Karte mit integriertem Mag
netstreifen und wiederaufladbarem Mikroprozessorchip wieder entnimmt. Nach
Verringerung des Füllstandes der Karte mit integriertem Magnetstreifen und
wiederaufladbarem Mikroprozessorchip zeigt ein in das Gehäuse integriertes
und auf der Bedienungsseite angebrachtes Display den nunmehr vorhandenen
Füllstand des in der Karte mit integriertem Magnetstreifen und wiederauflad
barem Mikroprozessorchip vorhandenen Mikroprozessorchips an. Damit hat die
Person, die die Post der Postannahmeeinrichtung aufgab, Kenntnis von dem
Restwert ihrer Karte mit integriertem Magnetstreifen und wiederaufladbarem
Mikroprozessorchip.
Ist ein auf der Karte mit integriertem Magnetstreifen und wiederaufladbarem
Mikroprozessorchip vorhandener Restwert nicht ausreichend entsprechend
dem Wertäquivalent der zu versendenden Post, hat die Post aufgebende Per
son die Möglichkeit, auf ein Signal hin, wie bei Telefonkarten mit nicht ausrei
chendem Restwert üblich, innerhalb einer definierten Zeit eine 2. Karte nachzu
schieben. Erfolgt das nicht, wird die dem Differenzwert entsprechende Post
durch die Umlenkeinrichtung wieder ausgeworfen.
Mit erfolgtem Auswurf beziehungsweise Entnahme der Karte mit integriertem
Magnetstreifen und wiederaufladbarem Mikroprozessorchip verschließt das
System die Aussparungsöffnungen wieder. Gleichzeitig wird über eine integrier
te Druckeinrichtung, die ein integrierter Laserdrucker ist, über die Zentraleinheit
veranlaßt ein Bestätigungsbeleg ausgegeben, der Angaben zur Uhrzeit, zum
Datum und zur Zahl der aufgegebenen Einzelformate dokumentiert.
Ist die Postannahmeeinrichtung mit Postsendungen gefüllt, löst eine vorhande
ne Füllstandssensorik ein Signal in einer Zentralstelle aus, sodaß spätestens
dann der Gebrauchswert der Postannahmeeinrichtung durch deren Leerung
wieder hergestellt werden kann, sofern das ohnehin durch ein turnusmäßiges
Entleeren nicht kurzfristig zu gewährleisten ist.
Claims (26)
1. Verfahren zur Handhabung der Verteilung von flächigen Postsendungen,
vorzugsweise Briefpostsendungen in einem abgegrenzten Territorium,
vorzugsweise in städtischen Bereichen, bei dem die
- 1. zu transportierenden flächigen Postsendungen nach Dicke, Breite und/oder Gewicht unterschieden bereitgestellt werden,
- 2. die Annahmebereitschaft einer Postannahmeeinrichtung für flä chige Postsendungen durch eine vom Aufgebenden mitgeführte Karte mit integriertem Magnetstreifen- und wiederaufladbarem Mikroprozessorchip zeitweilig herbeigeführt wird, indem diese der Postannahmeeinrichtung aufgegeben wird,
- 3. durch eine in die Postannahmeeinrichtung integrierte Zähleinrich tung die Zahl der mit unterschiedlichem Format aufgegebenen flächigen Postsendungen einem für einzelne Formate fiktiven gül tigen Wert entsprechend ermittelt, als Rechengröße einem in die Postannahmeeinrichtung integrierten Mikrorechner zur Verfügung gestellt wird und bei vom Gewicht her nach oben hin abweichen den abweichenden Einzelpostsendungen ein der Gewichtsabwei chung adäquates Multiplizieren des für ein bestimmtes Gewicht vorbestimmten Grundwertes erfolgt und sich ein fiktiver Wert er gibt,
- 4. dieser fiktive Wert in ein adäquates elektrisch-elektronisches Sig nal umgewandelt wird, die Zahl der Signale summiert und der sich daraus ergebende Summenwert gebildet und in die gültige Lan deswährung umgerechnet wird,
- 5. der auf der Karte mit integriertem Magnetstreifen und wiederauf ladbarem Mikroprozessorchip vorhandene Mikroprozessorchip in seiner Kapazität beeinflußt wird, indem der Füllstand dieses Mik roprozessorchips um einen Wert umgekehrt direkt proportional der Art und Zahl der aufgegebenen flächigen Postsendungen verringert wird,
- 6. der Füllstand des auf der Karte mit integriertem Magnetstreifen und wiederaufladbarem Mikroprozessorchip im tatsächlichen Geldwert der gültigen Landeswährung ausgedrückt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem
- 1. ein aufgegebener flächiger Poststapel durch eine in das Innere der Postannahmeeinrichtung integrierte Vereinzelungseinrich tung vereinzelt wird.
3. Einrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprü
che 1 oder 2, bestehend aus
- 1. einer mit dem Boden fest verbundenen Postannahmeeinrichtung, die an
- 2. wenigstens einer ihrer dem Hauptverkehrsstrom zugewandten Seite adäquat der Zahl üblicher Formate flächiger Postsendungen
- 3. mechanisch betätigte und verschließbare Aussparungsöffnungen aufweist,
- 4. deren im geöffneten Zustand vorhandene freie Breite im wesent lichen der kleineren der beiden die Fläche formatierter flächiger Postsendungen begrenzenden Kanten entspricht,
- 5. eine Aufnahmeeinrichtung für eine Karte mit integriertem Magnet streifen und wiederaufladbarem Mikroprozessorchip vorhanden ist,
- 6. die während der Verweilzeit der Karte mit integriertem Magnet streifen und wiederaufladbarem Mikroprozessorchip in der Post annahmeeinrichtung durch die flächigen Postsendungen erzeug ten elektrischen Impulse vom Mikrorechner umgewandelt sind, die
- 7. zeitgleich die mechanisch betätigten und verschließbaren Aus sparungsöffnungen geöffnet halten und eine Beeinflussung des Füllstandes eines in die Karte mit integriertem Magnetstreifen und wiederaufladbarem Mikroprozessorchip intregrierten Mikro prozessorchips umgekehrt proportional eines in Abhängigkeit von Breite und Anzahl aufgegebener flächiger Postsendungen sowie der Gewichtsüberschreitung einer Einzelsendung adäquaten Summenwertes erfolgt,
- 8. indem jede vereinzelte flächige Postsendung registriert wird und die Summenbildung in Abhängigkeit von der kleineren der beiden die Fläche formatierter flächiger Postsendungen begrenzenden Kanten und der Anzahl der flächigen Postsendungen erfolgt so wie im Falle einer übergewichtigen Einzelsendung die Korrektur des ermittelten Einzelwertes dieser Sendung entsprechend dem ermittelten Faktor aus der Division mit einem vorbestimmten Grundwert erfolgt.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, bei der
- 1. in den Aufbau der Postannahmeeinrichtung ein Mikrorechner in tegriert ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, bei der
- 1. die Aufnahmeöffnung für die Karte mit integriertem Magnetstrei fen und wiederaufladbarem Mikroprozessorchip auf der Seite der mit verschließbaren Aussparungsöffnungen versehenen Fläche der Postannahmeeinrichtung angeordnet ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, bei der
- 1. im Inneren der Postannnahmeeinrichtung jeder Aussparungsöff nung folgend eine für flächige Gegenstände geeignete bekannte Vereinzelungseinrichtung vorhanden ist, die den Einzelwert für die in Abhängigkeit von der kleineren der beiden die Fläche formatier ter flächiger Postsendungen begrenzenden Kanten Breite und der Anzahl der flächigen Postsendungen erfolgende Summenbildung dem Mikrorechner bereitstellt.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, bei der die
- 1. Aussparungsöffnungen als Einzugsmechanismus ausgeführt sind.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, bei der
- 1. die Verschlußmechanismen der Aussparungsöffnungen elektro nisch-elektrisch öffnungsfähig und verriegelbar ausgestaltet sind.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, bei der
- 1. die Verschlußmechanismen der Aussparungsöffnungen hydrau lisch öffnungsfähig und verriegelbar ausgestaltet sind.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, bei der
- 1. die Verschlußmechanismen der Aussparungsöffnungen pneu matisch öffnungsfähig und verriegelbar ausgestaltet sind.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 10, bei der
- 1. Sensoren vorhanden sind, die die übernommenen flächigen Post sendungen auf ihre Breite kontrollieren und eine flächige Postsen dung, die einer vorbestimmten Breite nicht entspricht, über diese integrierten Sensoren erfaßt, diese das Erfassen von einer Um lenkeinrichtung bewirken und diese Briefpostsendung über eine Ausgabeöffnung, die zweckmäßigerweise einen oben offenen außerhalb des Gehäuses der Postannahmeeinrichtung für flächi ge Postsendungen angeordneten Fangkorb aufweist, wieder nach außen befördert wird.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 11, bei der
- 1. eine Wechselsprechanlage in das Gehäuse integriert ist.
13. Einrichtung nach Anspruch 12, bei der
- 1. die Wechselsprechanlage mit einer Zentrale verbunden ist.
14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 13, die
- 1. über eine Schnittstelle kommunikationsseitig mit einem vorhan denen Telekommunikationsnetz verbunden ist.
15. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 14, bei der die
- 1. Außenseite des Gehäuses als Werbeträger ausgebildet ist.
16. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 15, bei der die
- 1. Außenseite des Gehäuses weitere informationsdienliche Hinweis schilder, -displays oder dergleichen aufweist.
17. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 16, bei der
- 1. der Füllstand des in die Karte mit integriertem Magnetstreifen und wiederaufladbarem Mikroprozessorchip integrierten Mikroprozes sorchips auf einem in das Gehäuse integrierten Display während des Aufenthaltes der Karte mit integriertem Magnetstreifen und wiederaufladbarem Mikroprozessorchip zugeordneten Aufnahme einrichtung ermittelt und angezeigt wird.
18. Einrichtung nach Anspruch 17, bei der
- 1. eine mit dem Display gekoppelte Bestätigungseinrichtung inte griert ist.
19. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 18, bei
- 1. denen eine Vielzahl dieser Einrichtungen untereinander elek trisch/elektronisch und/oder drahtlos miteinander verbunden sind.
20. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 19, bei denen die
- 1. Karte mit integriertem Magnetstreifen und wiederaufladbarem Mikroprozessorchip die Abgabe eines identifizierbaren spezifi schen Signals initiiert zur Speicherung im integrierten Mikrorech ner.
21. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 20, bei der
- 1. zur internen Stromversorgung eine photovoltaische Einrichtung in das Gehäuse einbezogen ist.
22. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 21, bei der
- 1. eine integrierte Druckeinrichtung vorhanden ist.
23. Einrichtung nach Anspruch 22, bei der
- 1. die integrierte Druckeinrichtung elektrisch-elektronisch mit der Zähleinrichtung verbunden ist.
24. Einrichtung nach einem der Ansprüche 21 oder 22, bei der
- 1. die integrierte Druckeinrichtung elektrisch-elektronisch mit dem Mikrorechner verbunden ist.
25. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 24, bei dem
- 1. im Gehäuse in die Schaltung der Arbeitsfunktionen ausübenden Einrichtungen eine monostabile Kippstufe integriert ist, die im Ruhezustand das System in einen Schlafmodus verfallen lassend wirkt.
26. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 25, bei dem
- 1. in das Gehäuse und in die Schaltung der Arbeitseinrichtungen ein üblicher Bewegungsmelder eingeordnet ist, der die in das Gehäu se integrierten Arbeitselemente in Tätigkeit setzend angeordnet ist.
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| DE19740113A DE19740113C2 (de) | 1997-06-05 | 1997-09-12 | Verfahren und Einrichtung zur Handhabung der Verteilung von flächigen Postsendungen |
| EP98934781A EP1005284A1 (de) | 1997-06-05 | 1998-05-16 | Verfahren und einrichtung zur handhabung der verteilung von flächigen postsendungen |
| AU84308/98A AU8430898A (en) | 1997-06-05 | 1998-05-16 | Process and device for the distribution of flat mail |
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Citations (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE524836C (de) * | 1928-01-12 | 1931-05-13 | Elisabeth Castenholz | Hausbriefkasten mit Reklamevorfuehrung |
| US3747752A (en) * | 1971-10-22 | 1973-07-24 | A Reader | Method and apparatus for mail distribution |
| DE2516885A1 (de) * | 1975-04-17 | 1976-10-28 | 7100 Heilbronn | Briefkasten oder dergleichen |
| DE2619125A1 (de) * | 1975-11-25 | 1977-06-02 | Martens Brandkasten Bv | Sicherungsvorrichtung fuer einen briefkasten oder dergleichen |
| DE9309359U1 (de) * | 1993-06-23 | 1993-09-23 | Wertachtal-Werkstätten GmbH, 87600 Kaufbeuren | Einrichtung zur einstufung von postsendungen |
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-
1997
- 1997-09-12 DE DE19740113A patent/DE19740113C2/de not_active Expired - Fee Related
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|---|---|
| DE19740113A1 (de) | 1998-12-10 |
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