DE19740972C1 - Einrichtung zum Modellieren und Simulieren einer technischen Anlage - Google Patents
Einrichtung zum Modellieren und Simulieren einer technischen AnlageInfo
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Description
Im Anlagenbau muß der Auftragnehmer, beispielsweise für die
elektrotechnische Ausstattung, in der Phase der Aufgaben
klärung, d. h. zwischen der Auftragserteilung und der -reali
sierung, mit dem Auftraggeber die konkrete Ausführung des
Vorhabens spezifizieren. Hierzu wird das automatisierungs
technische Verhalten der Anlage im allgemeinen mit dem Kunden
in Gesprächen oder in informellen Anforderungsdokumenten ge
klärt und in der Regel in einem Pflichtenheft festgehalten.
Informelle Pflichtenhefte bergen die Gefahr der Mißinterpre
tation von Anforderungen des Kunden. Zudem besteht in der
Phase der Aufgabenklärung kaum eine Möglichkeit, die Anforde
rungen auf Konsistenz, Vollständigkeit und Realisierbarkeit
zu überprüfen und zu dokumentieren. Mängel in der Aufgaben
klärung zeigen sich häufig erst bei der Inbetriebnahme der
Anlage und lassen sich dann im allgemeinen nur mit hohem
Aufwand beseitigen.
Aus der US 5 666 297 ist eine Einrichtung zum Modellieren und
Simulieren einer zur Durchführung eines technischen Prozesses
dienenden und aus unterschiedlichen Anlagenobjekten bestehen
den Anlage bekannt. Die bekannte Einrichtung enthält Funk
tionsbausteine, die die unterschiedlichen Anlagenobjekte
modellieren und die bei der Definition der Funktionsbausteine
nach ihrer Ausführung im Rahmen der Prozeßsimulation über
eine Steuerschnittstelle Ein- und Ausgangsinformationen
übertragen. Die Variablen und Parameter aller Funktions
bausteine werden in einer Speichereinrichtung abgespeichert
und bei der Ausführung der Funktionsbausteine zwischen der
Speichereinrichtung und den Funktionsbausteinen übertragen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, mit techni
schen Mitteln die Planung einer technischen Anlage zu verein
fachen.
Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe durch die in Patent
anspruch 1 angegebene Einrichtung gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Einrich
tung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Die erfindungsgemäße Einrichtung ermöglicht es in vorteil
hafter Weise, Anlagenmodelle unter Verwendung von vordefi
nierten Funktionsbausteinen, die unterschiedliche Typen von
Anlagenobjekten modellieren, schnell und einfach zu erstellen
und ihr automatisierungstechnisches Verhalten zu simulieren.
Die vordefinierten Funktionsbausteine liegen dabei im wesent
lichen für Anlagenobjekte vor, die einen Wiederhol-Charakter
haben, also nicht spezifisch für eine bestimmte Anlage sind.
Beispiele für solche Anlagenobjekte sind Pumpen, Ventile,
Fördereinrichtungen, Behälter, Sensoren usw. Die Funktions
bausteine enthalten jeweils ein Basismodell des nachzubilden
den Anlagenobjekts, das ihm zugeführte objekttypspezifische
Eingangsinformationen in objekttypspezifische Ausgangs
informationen umsetzt. Dabei besteht jedes Basismodell vor
zugsweise aus einem Automatisierungsteil, das das automati
sierungstechnische Verhalten des Anlagenobjekts, z. B. das
Ein- oder Ausschalten einer Pumpe, die Drehzahlregelung des
Pumpenantriebs usw., beschreibt, und aus einem Prozeßteil,
das das prozeß- oder verfahrenstechnische Verhalten des be
treffenden Anlagenobjekts, z. B. den Aufbau eines Flüssig
keitsdrucks nach dem Einschalten der Pumpe, modelliert. Die
Zusammenhänge zwischen dem automatisierungstechnischen und
dem prozeßtechnischen Verhalten, z. B. erhöht sich der Flüs
sigkeitsdruck, wenn die Pumpe eingeschaltet wird, sind in dem
Funktionsbaustein gekapselt und für den Anwender nicht sicht
bar.
Die Modellierung des prozeßtechnischen Verhaltens ist auf
Prozeßwerte beschränkt, die das betreffende Anlagenobjekt zur
Ausführung seiner Funktion innerhalb der Anlage von unmittel
bar benachbarten Anlagenobjekten zugeführt bekommt oder die
sen zuführt. Dementsprechend weist der vordefinierte Funk
tionsbaustein eine objekttypspezifische Anzahl von Verknüp
fungsschnittstellen zu anderen Funktionsbausteinen auf, über
die die Prozeßwerte übertragbar sind. Bei der erwähnten be
vorzugten Aufteilung des Basismodells in ein Automatisie
rungsteil und ein Prozeßteil bestehen die Verknüpfungs
schnittstellen vorzugsweise jeweils aus einer entsprechenden
Automatisierungsschnittstelle und einer Prozeßschnittstelle.
Der Funktionsbaustein für das erwähnte Anlagenobjekt "Pumpe"
weist beispielsweise im einfachsten Fall zwei Verknüpfungs
schnittstellen zu den Funktionsbausteinen zweier weiterer
Anlagenobjekte auf, von denen das eine Anlagenobjekt in
Richtung des Flüssigkeitsstroms vor und das andere Anlagen
objekt hinter der Pumpe liegt. Notwendige Prozeßwerte, die
über die Verknüpfungsschnittstellen übertragen werden, sind
z. B. der Flüssigkeitsstrom in m3/s und der Flüssigkeitsdruck
in bar. Dabei sind die Verknüpfungsschnittstellen vorzugs
weise so ausgebildet, daß die Prozeßwerte zwischen benach
barten Funktionsbausteinen bidirektional, also nicht nur in
Wirkungsrichtung, sondern auch in der entgegengesetzten Rich
tung der Rückwirkung, übertragbar sind. So wird z. B. bei dem
Funktionsbaustein für eine Pumpe der durch sie erzeugte Flüs
sigkeitsstrom und -druck nicht nur zu dem in Richtung der
Flüssigkeitsströmung nächsten Funktionsbaustein, z. B. für
ein Ventil, übertragen, sondern auch in umgekehrter Richtung
eine Übertragung des durch das Ventil ggf. begrenzten Flüs
sigkeitsstroms und des als Folge davon erhöhten Flüssigkeits
drucks ermöglicht. Damit ist es z. B. möglich, die Druckrück
wirkung eines defekten Ventils auf die davorliegende Pumpe zu
simulieren.
Als weitere äußere Schnittstelle weist jeder vordefinierte
Funktionsbaustein eine standardisierte Steuerschnittstelle
auf, über die dem Funktionsbaustein ein zu seinem Ein- oder
Ausschalten dienender Ansteuerungsbefehl sowie Sollwerte
und/oder Steuerparameter zuführbar sind; in umgekehrter Rich
tung werden über die Steuerschnittstelle Istwerte und/oder
Zustandswerte aus dem Funktionsbaustein heraus übertragen. Da
es sich bei diesen Eingangs- und Ausgangsinformationen des
Basismodells nicht um prozeßtechnische, sondern um automati
sierungstechnische Informationen handelt, ist die Steuer
schnittstelle bei der erwähnten bevorzugten Aufteilung des
Basismodells in ein Automatisierungsteil und ein Prozeßteil
Bestandteil des Automatisierungsteils. Im Fall der bereits
erwähnten Pumpe handelt es sich bei den Sollwerten beispiels
weise um die Solldrehzahl des Pumpenantriebs; die Istwerte
bestehen dann aus der Istdrehzahl.
Die vordefinierten Funktionsbausteine lassen sich zu einem
Anlagenobjektmodell anordnen, wobei die Verknüpfung der
Funktionsbausteine über ihre Verknüpfungsschnittstellen er
folgt. Enthält eine zu modellierende Anlage beispielsweise
drei Pumpen, so werden durch Kopieren des für das Anlagen
objekt "Pumpe" vordefinierten und in einer Speichereinrich
tung abgelegten Funktionsbausteins drei einzelne Funktions
bausteine erzeugt und entsprechend der zu modellierenden
Anlagenstruktur zusammen mit anderen Funktionsbausteinen
verknüpft. Um die in dem Anlagenobjektmodell verknüpften
Funktionsbausteine unterscheiden zu können, enthält jeder
vordefinierte Funktionsbaustein Mittel zum Eintragen einer
Kennung. Da die als Beispiel erwähnten drei Pumpen der zu
modellierenden Anlage unterschiedliche Baugrößen oder Pump
leistungen aufweisen können, ist vorzugsweise vorgesehen, daß
das in dem vordefinierten Funktionsbaustein enthaltene Basis
modell über die Steuerschnittstelle parametrierbar ist. So
können aus einem einzigen vordefinierten Funktionsbaustein
für eine Pumpe oder, um ein anderes Beispiel zu nennen, für
einen Behälter durch Kopieren und Parametrieren unterschied
liche Funktionsbausteine für unterschiedlich dimensionierte
Pumpen bzw. Behälter erzeugt werden. Einmal parametrierte
Funktionsbausteine können, wenn sie wiederholt verwendbar
sein sollen, als neue vordefinierte Funktionsbausteine ab
gespeichert werden. Ebenso können erstellte Anlagenobjekt
modelle oder Teile davon abgespeichert werden, so daß daraus
neue Anlagenobjektmodelle durch Kopieren und Modifizieren
gebildet werden können.
Mit dem erstellten Anlagenobjektmodell ist bereits das
prozeßtechnische Verhalten der Anlage simulierbar, da alle
Funktionsbausteine die Basisautomatisierung der modellierten
Anlagenobjekte enthalten, so daß eine Hand-Bedienung des
Anlagenobjektmodells möglich ist. Hierzu weisen die Funk
tionsbausteine vorzugsweise Mittel zum Zuführen des An
steuerungsbefehls von Hand auf.
Das automatisierungstechnische Verhalten einer Anlage bildet
sich nicht automatisch aus dem Einzelverhalten der Anlagen
objekte. Um daher auch übergeordnete Automatisierungsaspekte
einer Anlage, insbesondere ihr Gesamtverhalten, simulieren zu
können, ist ein vordefinierter Befehlsbaustein vorhanden, in
den die Kennung eines Funktionsbausteins sowie der an den
Funktionsbaustein über seine Steuerschnittstelle übertragbare
Ansteuerungsbefehl, die Sollwerte und/oder die Steuerpara
meter eintragbar sind. Der Befehlsbaustein läßt sich mehrfach
kopieren und in einer gewünschten Befehlsfolge anordnen, ent
sprechend der die in den Befehlsbausteinen jeweils gekenn
zeichneten Funktionsbausteine die in den jeweiligen Befehls
bausteinen eingetragenen Ansteuerungsbefehle, Sollwerte und
Steuerparameter übertragen bekommen und als Folge dessen das
Verhalten des von ihnen jeweils modellierten Anlagenobjekts
simulieren. Wie die Funktionsbausteine können auch die Be
fehlsbausteine mit den darin enthaltenen Einträgen oder be
reits aus Befehlsbausteinen erstellte Befehlsfolgen abge
speichert, kopiert und modifiziert werden.
Um den vordefinierten Befehlsbaustein universell einsetzen zu
können, ist er vorzugsweise dazu ausgebildet, die Istwerte
und Zustandsparameter eines in einer Befehlsfolge angeordne
ten und in dem Befehlsbaustein kennzeichenbaren Funktions
bausteins abzufragen, mit in den Befehlsbaustein eintragbaren
festen Werten bzw. Zuständen zu vergleichen und die Übertra
gung des Ansteuerungsbefehls, der Sollwerte und/oder der Zu
standsparameter in Abhängigkeit von dem Vergleich auszulösen.
Ferner kann diese Übertragung auch in Abhängigkeit von dem
Ablauf einer in den Befehlsbaustein eingebbaren Zeit aus
gelöst werden.
Die erfindungsgemäße Einrichtung ermöglicht es also, eine
technische Anlage oder Teile davon auf einfache Weise zu
modellieren und anschließend ihr prozeß- und automatisie
rungstechnisches Verhalten zu simulieren. Darüber hinaus
können neben den funktionalen Aussagen zur Eignung der
modellierten Anlage auch nichtfunktionale, z. B. betriebs
wirtschaftliche Aussagen, wie die Kosten einer Anlagen
variante, der Wasser- oder Energieverbrauch, gemacht werden,
wozu die vordefinierten Funktionsbausteine vorzugsweise
Mittel zum Eintrag objektspezifischer Zusatzinformationen,
wie z. B. die Kosten oder der Zeitaufwand zur Realisierung
des betreffenden Anlagenobjekts, enthalten. Diese objekt
spezifischen Zusatzinformationen lassen sich dann aus allen
in einem Anlagenobjektmodell verwendeten Funktionsbausteinen
entnehmen und automatisch geordnet in eine Tabelle über
tragen.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird im folgenden auf
die Figuren der Zeichnung Bezug genommen, wobei als Beispiel
für eine zu modellierende Anlage eine Mälzerei betrachtet
wird. Im einzelnen zeigen:
Fig. 1 eine Darre als Beispiel für eine Teilanlage inner
halb einer Mälzerei,
Fig. 2 ein Beispiel für die Bildung eines Anlagenobjekt
modells für die Teilanlage "Darre", bestehend aus
einer Anordnung unterschiedlicher Funktionsbau
steine,
Fig. 3 ein Beispiel für den Aufbau eines Funktionsbau
steins
Fig. 4 ein Beispiel für ein Gesamtmodell der Teilanlage
"Darre" mit dem Anlagenobjektmodell und einem aus
einem Teilrezeptmodell und einem Rezeptoperations
modell bestehenden Rezeptmodell,
Fig. 5 ein Beispiel für das Teilrezeptmodell, bestehend aus
unterschiedlichen Teilrezepten und darin enthaltenen
Rezeptoperationen,
Fig. 6 ein Beispiel für eine Rezeptoperation in Form einer
aus unterschiedlichen Befehlsbausteinen bestehenden
Befehlsfolge und
Fig. 7 ein Beispiel für eine Tabelle mit objektspezifischen
Zusatzinformationen aus den in dem Anlagenobjekt
modell angeordneten Funktionsbausteinen.
In einer Mälzerei wird Getreide zu Malz verarbeitet, wobei
sich der in der Mälzerei ablaufende Prozeß in die aufein
anderfolgenden Teilprozesse "Weichen", "Keimen" und "Darren"
mit dazwischen jeweils erfolgenden Be- und Entladevorgängen
unterteilen läßt. Bei dem Teilprozeß "Weichen" wird das
Getreide mit Wasser angereichert und gereinigt. Dieser Teil
prozeß beinhaltet das Be- und Entladen, das Ein- und Aus
lassen von Wasser und das Absaugen des anfallenden Kohlen
dioxids. Beim Teilprozeß "Keimen" wird das Getreide eine be
stimmte Zeit zum Keimen angeregt. Dieser Teilprozeß beinhal
tet wiederum das Be- und Entladen, das Wenden und Befeuchten
des Getreides und das geregelte Lüften und Kühlen. Beim Teil
prozeß "Darren" wird das Getreide getrocknet. Dieser Teil
prozeß beinhaltet wiederum das Be- und Entladen und das ge
regelte Lüften und Heizen des Getreides. Durch unterschied
liche Bauweisen und Standorte von Mälzereien kommt es zu
Unterschieden in der Bauart der Teilanlagen und der Ma
schinenteile. So muß beispielsweise anderen Außentemperatur-
oder Feuchtebedingungen durch veränderte Heiz- oder Kühl
maßnahmen Rechnung getragen werden. Unterschiedliche Be
hälterformen wie beispielsweise runde oder rechteckige Darren
verlangen verschiedene Transporteinrichtungen.
Fig. 1 zeigt den schematischen Aufbau einer Darre, hier
speziell einer Einhordendarre, als Beispiel für eine Teil
anlage einer Mälzerei. Über ein Frischluftventil 1 gelangt
Frischluft 2 in einen Luftsammler 3. Aus diesem wird mittels
eines Gebläses 4 Luft abgesaugt, wobei die Luft mittels einer
Heizung 5 erwärmt wird. Die so erwärmte Luft wird an einer
ersten Temperaturmeßeinrichtung 6 vorbei in einen Druckraum 7
gefördert, von wo aus sie von unten nach oben durch eine
Horde 8 in einen Darrkasten 9 strömt, in dem das zu trock
nende Getreide 10 enthalten ist. Mittels einer zweiten Tempe
raturmeßeinrichtung 11 wird die Temperatur des Getreides 10
gemessen. Eine dritte Temperaturmeßeinrichtung 12 ist in dem
Raum über dem Darrkasten 9 angeordnet, von wo aus die Luft
zurück in den Luftsammler 3 gelangt. Ein Teil dieser Luft
wird als Rückluft 13 zusammen mit der Frischluft 2 wieder von
dem Gebläse 4 angesaugt, während der andere Teil als Abluft
14 über ein Abluftventil 15 die Darre verläßt.
Am Beispiel dieser Darre soll im folgenden erläutert werden,
wie mit der erfindungsgemäßen Einrichtung eine Anlage bzw.
Teilanlage modelliert und ihr Verhalten simuliert werden
kann.
Fig. 2 zeigt eine in einer Speichereinrichtung 16 abgelegte
Objektbibliothek 17, die für den Branchenbereich "Mälzerei"
eine Vielzahl von vordefinierten Funktionsbausteinen 18 ent
hält, die unterschiedliche Typen von Anlagenobjekten modellieren.
Diese Typen von Anlagenobjekten umfassen beispiels
weise den Typ "Ventil", der bei der in Fig. 1 gezeigten
Darre einmal als Frischluftventil 1 und einmal als Abluft
ventil 15 vorkommt. Weitere Typen von Anlagenobjekten finden
sich in der Heizung 5, dem Gebläse 4, den Temperaturmeß
einrichtungen 6, 11 und 12 und den hier im einzelnen nicht
bezeichneten Luftführungskanälen, zu denen auch der Luft
sammler 3 gehört. Neben der Objektbibliothek 17 enthält die
Speichereinrichtung 16 weitere Objektbibliotheken 19 für
weitere Branchen.
Wie Fig. 2 weiter zeigt, lassen sich die einzelnen vordefi
nierten Funktionsbausteine 18 aus der Objektbibliothek 17
herauskopieren und entsprechend dem Stofffluß in der zu mo
dellierenden Anlage, hier also entsprechend der Luftführung
in der Darre, zu einem Anlagenobjektmodell ("Darre") 20
verknüpfen. Dabei wird jedem einzelnen Funktionsbaustein 18
des Anlagenobjektmodells 20 eine eigene Kennung zugeordnet,
um auch mehrfach vorkommende Funktionsbausteine 18 ein und
desselben Anlagenobjekttyps, hier z. B. des Typs "Temperatur
meßeinrichtung", identifizieren zu können. Jeder Funktions
baustein 18 enthält, wie im folgenden noch erläutert wird,
ein ihm zugeführte objekttypspezifische Eingangsinformationen
in objekttypspezifische Ausgangsinformationen umsetzendes
Basismodell des betreffenden Anlagenobjekts sowie ein zum
Eintrag der Kennung ausgebildetes Kennzeichnungsteil. Bei
zumindest einem Teil der Funktionsbausteine 18 kann das
Basismodell parametriert werden, um beispielsweise bei dem
Anlagenobjekt des Typs "Darrkasten" unterschiedliche Bau
größen einstellen zu können.
Fig. 3 zeigt etwas detaillierter den allgemeinen Aufbau
eines Funktionsbausteins 18 mit dem darin enthaltenen Basis
modell 21 des dem Funktionsbaustein 18 jeweils zugeordneten
Anlagenobjekttyps. Das Basismodell 21 besteht aus einem Auto
matisierungsteil 22, das das automatisierungstechnische Ver
halten des Anlagenobjekts modelliert, und einem Prozeßteil
23, das das prozeß- oder verfahrenstechnische Verhalten des
Anlagenobjekts nachbildet. Jeder Funktionsbaustein 18 weist,
wie auch Fig. 2 zeigt, eine objekttypspezifische Anzahl von
Verknüpfungsschnittstellen 24 zu anderen Funktionsbausteinen
18 auf. Dabei besteht die Verknüpfungsschnittstelle 24 aus
einer Automatisierungsschnittstelle 25 zur Verknüpfung der
Automatisierungsteile 22 und aus einer Prozeßschnittstelle 26
zur Verknüpfung der Prozeßteile 23 jeweils aneinandergrenzen
der Funktionsbausteine 18. Das Automatisierungsteil 22 und
das Prozeßteil 23 sind über eine interne Schnittstelle 27
miteinander verbunden. Weiterhin weist das Automatisierungs
teil 22 nach außen eine Steuerschnittstelle 28 auf. Über die
Steuerschnittstelle 28 und die Verknüpfungsschnittstellen 24
werden die dem Basismodell 21 zugeführten Eingangsinforma
tionen und die von dem Basismodell 21 daraus erzeugten Aus
gangsinformationen übertragen.
Über die Steuerschnittstelle 28 sind dem Funktionsbaustein 18
als Eingangsinformationen ein Ansteuerungsbefehl 29 zum Ein-
oder Ausschalten des Funktionsbausteins 18 und Sollwerte
und/oder Steuerparameter 30 zuführbar. Darüber hinaus weist
der Funktionsbaustein 18 Mittel 32 zum Ein- oder Ausschalten
von Hand auf. Schließlich sind Mittel 35 und 36 vorhanden, um
über die Steuerschnittstelle 28 eine Kennung für den Funk
tionsbaustein 18 und objektspezifische Informationen, wie
z. B. der Preis des betreffenden Anlagenobjekts, in den Funk
tionsbaustein 18 einzutragen. Das Automatisierungsteil 22
nimmt aufgrund der ihm zugeführten Eingangsinformationen
einen Automatisierungszustand ein, der zusammen mit prozeß
bezogenen Sollwerten über die interne Schnittstelle 27 dem
Prozeßteil 23 mitgeteilt wird. In umgekehrter Richtung werden
prozeßbezogene Istwerte von dem Prozeßteil 23 an das Auto
matisierungsteil 22 übergeben. Als Ausgangsinformationen kann
der Funktionsbaustein 18 über die Steuerschnittstelle 28 Ist
werte und/oder Zustandsparameter 31 abgeben.
Die Verknüpfungsschnittstellen 24 dienen dazu, Prozeßwerte 33
zwischen den in dem Anlagenobjektmodell 20 jeweils benach
barten Funktionsbausteinen 18 zu übertragen. Die Übertragung
erfolgt dabei bidirektional, also sowohl in Wirkungsrichtung
als auch in Rückwirkungsrichtung. Das bedeutet, daß ein Funk
tionsbaustein 18 einem in einem Materialstrom nachgeschalte
ten Funktionsbaustein 18 ein Material mit bestimmten, durch
die Prozeßwerte 33 definierten Eigenschaften anbietet. Der
nachgeschaltete Funktionsbaustein 18 entscheidet, ob er das
Material mit den angebotenen Eigenschaften annimmt und mit
diesen oder modifizierten Eigenschaften an einen übernächsten
Funktionsbaustein 18 weiterreicht. Wenn der nachgeschaltete
Funktionsbaustein 18 das Material annimmt, meldet er die Ab
nahmemenge an den vorgeschalteten Funktionsbaustein 18
zurück, der dann seinerseits entsprechend durch eine Meldung
an den davorliegenden Funktionsbaustein oder durch Verändern
der angebotenen Stoffmenge reagiert. Neben den Prozeßwerten
33 können über die Automatisierungsschnittstellen 25 unab
hängig von einer übergeordneten Steuerung über die Steuer
schnittstelle 28 Befehle 34 zum Ein- und Ausschalten, Soll-
und Istwerte sowie Automatisierungszustände direkt zwischen
den Funktionsbausteinen 18 übertragen werden.
Mit dem in Fig. 2 gezeigten Anlagenobjektmodell 20 ist be
reits das prozeßtechnische Verhalten der modellierten Anlage
bzw. Teilanlage simulierbar, weil jeder Funktionsbaustein 18
in seinem Automatisierungsteil 22 die Basisautomatisierung
des jeweiligen Anlagenobjekts enthält. Damit ist eine Hand-
Bedienung des Anlagenobjektmodells 20 möglich. Um darüber
hinaus auch übergeordnete Automatisierungsaspekte, ins
besondere das Gesamtverhalten der Anlage, simulieren zu
können, werden, wie im folgenden erläutert wird, die Funk
tionsbausteine 18 des Anlagenobjektmodells 20 über ihre
Steuerschnittstellen 28 von Befehlsbausteinen angesteuert,
die ähnlich den Funktionsbausteinen 18 in dem Anlagenobjekt
modell 20 innerhalb eines Rezeptmodells angeordnet werden
können.
Fig. 4 zeigt ein Beispiel für das Gesamtmodell 40 der zu
modellierenden Anlage bzw. Teilanlage, bestehend aus dem
Rezeptmodell 41 und dem Anlagenobjektmodell 20. Das Rezept
modell 41 besteht seinerseits aus einem Teilrezeptmodell 42
und einem Rezeptoperationsmodell 43. Das Teilrezeptmodell 42
besteht aus allen notwendigen Teilrezepten 44 zum Steuern des
Anlagenobjektmodells 20, wobei die einzelnen Teilrezepte 44
parallel und sequentiell verknüpfbar sind.
Fig. 5 zeigt ein Beispiel für das Teilrezeptmodell 42 zum
Ansteuern des in Fig. 2 gezeigten Anlagenobjektmodells 20
mit der Bezeichnung "Darre". In der in Fig. 1 gezeigten
Darre wird das gekeimte Getreide 10 getrocknet. Dazu muß das
Getreide 10 zunächst in den Darrkasten 9 geladen und dann
gleichzeitig beheizt und belüftet werden. Ist der gewünschte
Trocknungsgrad erreicht, wird der Darrkasten 9 wieder ent
laden. Um diesen Sachverhalt zu modellieren, werden vier
Teilrezepte 44 für das "Beladen", "Heizen", "Lüften" und
"Entladen" angelegt und entsprechend der auszuführenden
Reihenfolge verknüpft. Jedes einzelne dieser Teilrezepte 44
enthält in einem von dem Anwender auszufüllenden Dialog eine
Auflistung von abzuarbeitenden Rezeptoperationen 45 sowie
ggf. Sollwerte "SW", mit denen die Rezeptoperationen 45 ver
sorgt werden müssen. Sobald z. B. das Teilrezept "Beladen"
vom Anwender oder von einem vorgeschalteten Teilrezept
aktiviert wird, werden nacheinander die Rezeptoperationen
"200-Start", "400-Justieren" usw. aktiviert. In diesen
Rezeptoperationen 45 ist spezifiziert, wie die Funktions
bausteine 18 des Anlagenobjektmodells 20 angesteuert werden
sollen.
Wie Fig. 4 zeigt, sind die einzelnen Rezeptoperationen 45
Bestandteil des Rezeptoperationsmodells 43 und bestehen je
weils aus einer Folge von Befehlsbausteinen 46, mit denen die
Funktionsbausteine 18 des Anlagenobjektmodells 20 über ihre
Steuerschnittstellen 28 unmittelbar angesteuert werden. Ent
sprechend dem in Fig. 6 gezeigten Beispiel besteht die
Rezeptoperation "200-Start" aus dem Teilrezept "Beladen"
(vgl. Fig. 5) aus vier hintereinandergeschalteten Befehls
bausteinen 46, die jeweils direkt Ansteuerungsbefehle an die
Funktionsbausteine 18 ausgeben. Die einzelnen Befehlsbau
steine 46 basieren auf einem allgemein gültigen, vordefinier
ten Befehlsbaustein, der Mittel 47 zum Eintragen der Kennung
eines Funktionsbausteins 18, hier z. B. ein Fahrantrieb mit
der Kennung "05M7004", Mittel 48 zum Eintragen des Ansteue
rungsbefehls, hier "Aus", und Mittel 49 zum Eintragen einer
vorgegebenen Anzahl von Sollwerten und Steuerparametern auf
weist. Der Ansteuerungsbefehl, hier also das Ausschalten des
Fahrantriebes mit der Kennung "05M7004", wird je nach Eintrag
über weitere Mittel 50 entweder bedingt oder unbedingt an den
gekennzeichneten Funktionsbaustein 18 übertragen. Bei der un
bedingten Übertragung (Schaltfläche "immer") wird der An
steuerungsbefehl sofort an den Funktionsbaustein 18 über
mittelt. Bei der bedingten Übertragung (Schaltflächen "wenn
Wert" und "wenn Zustand") wird der Ansteuerungsbefehl in Ab
hängigkeit davon übermittelt, ab der Istwert oder Zustands
parameter eines durch Angabe seiner Kennung auswählbaren
Funktionsbausteins 18 mit einem eingebbaren festen Wert bzw.
Zustand übereinstimmt oder im Falle des Istwertes größer oder
kleiner als der feste Wert ist. Darüber hinaus kann die Über
tragung des Ansteuerungsbefehls auch in Abhängigkeit davon
erfolgen, ob bei einem Zeitgeber (Schaltfläche "Timer") eine
eingegebene Zeit abgelaufen ist. Bei dem gezeigten Ausfüh
rungsbeispiel wird der Fahrantrieb mit der Kennung "05M7004"
dann ausgeschaltet, wenn ein Positionsschalter mit der Ken
nung "05PIC10" eingeschaltet ist.
Der Anwender bildet das Rezeptoperationsmodell 43 durch
Kopieren und Anordnen des vordefinierten Befehlsbausteins 46
in der gewünschten Folge. Wie Fig. 4 zeigt, wird durch zu
sätzliche Kontrollbausteine 51 in Verbindung mit den Befehls
bausteinen 46 erreicht, daß die Befehlsbausteine 46 nicht
zwangsweise in einer Linie nacheinander abgearbeitet werden
müssen. Die Kontrollbausteine 51 erlauben Fallunterschei
dungen, wobei je nach Erfüllung einer Bedingung anschließend
entweder der eine oder ein anderer Befehlsbaustein aufgerufen
wird, und Schleifen, bei denen ein Befehlsbaustein mit einer
fest vorgegebenen oder variablen Anzahl an Wiederholungen
bearbeitet wird.
Fig. 7 zeigt schließlich ein Beispiel für eine Tabelle, in
der die in den im Anlagenobjektmodell 20 verwendeten Funk
tionsbausteinen 18 eingetragenen objektspezifischen Zusatz
informationen automatisch angeordnet sind.
Claims (7)
1. Einrichtung zum Modellieren und Simulieren einer zur
Durchführung eines technischen Prozesses dienenden Anlage,
die unterschiedliche Anlagenobjekte (z. B. 4, 5) enthält, mit
folgenden Merkmalen:
- - in einer Speichereinrichtung (16) sind vordefinierte, unterschiedliche Typen von Anlagenobjekten (4, 5) model lierende Funktionsbausteine (18) enthalten,
- - jeder Funktionsbaustein (18) enthält ein ihm zugeführte objekttypspezifische Eingangsinformationen in objekttyp spezifische Ausgangsinformationen umsetzendes Basismodell (21) des betreffenden Typs eines Anlagenobjekts sowie ein zum Eintrag einer Kennung ausgebildetes Kennzeichnungsteil,
- - der Funktionsbaustein (18) weist eine Steuerschnittstelle (28) auf, über die als Eingangsinformationen ein Ansteue rungsbefehl zum Ein- oder Ausschalten des Funktionsbau steins (18) und Sollwerte und/oder Steuerparameter sowie als Ausgangsinformationen Istwerte und/oder Zustands parameter jeweils in einer nach oben begrenzten, objekt typspezifischen Anzahl übertragbar sind,
- - der Funktionsbaustein (18) weist ferner eine objekttyp spezifische Anzahl von Verknüpfungsschnittstellen (24) zu anderen Funktionsbausteinen (18) auf, über die als Ein- und/oder Ausgangsinformationen relevante Prozeßwerte über tragbar sind,
- - es sind Mittel zum Kopieren der vordefinierten Funktions bausteine (18) sowie zum Kennzeichnen und zum Verknüpfen der kopierten Funktionsbausteine (18) zu einem Anlagen objektmodell (20) vorhanden,
- - es ist ein vordefinierter Befehlsbaustein (46) vorhanden, der Mittel (47, 48, 49) aufweist, die zum Eintragen der Kennung eines Funktionsbausteins (18), zum Eintragen des Ansteuerungsbefehls, der Sollwerte und der Steuerparameter und zum Übertragen dieser Eingangsinformationen an die Steuerschnittstelle (28) des jeweils gekennzeichneten Funktionsbausteins (18) ausgebildet sind,
- - es sind Mittel zum Kopieren des vordefinierten Befehls bausteins (46) und zum Anordnen der kopierten Befehlsbau steine (46) in einer gewünschten Befehlsfolge vorhanden, entsprechend der die Befehlsbausteine (46) zum Übertragen der in ihnen jeweils eingetragenen Eingangsinformationen an die jeweils gekennzeichneten Funktionsbausteine (18) auf gerufen werden.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der vordefinierte Befehlsbaustein (46) weitere
Mittel (50) aufweist, die dazu ausgebildet sind, die Kennung
eines in dem Anlagenobjektmodell (20) angeordneten Funktions
bausteins (18) einzutragen, die Istwerte und Zustandspara
meter des so gekennzeichneten Funktionsbausteins (18) über
seine Steuerschnittstelle (28) abzufragen, die abgefragten
Istwerte und Zustandsparameter mit in den Befehlsbaustein
(46) eintragbaren festen Werten bzw. Zuständen zu vergleichen
und die Übertragung des Ansteuerungsbefehls, der Sollwerte
und/oder der Steuerparameter in Abhängigkeit von dem Ver
gleich auszulösen.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der vordefinierte Befehlsbaustein (46) einen
Zeitgeber enthält, der dazu ausgebildet ist, die Übertragung
des Ansteuerungsbefehls, der Sollwerte und/oder der Steuer
parameter in Abhängigkeit von dem Ablauf einer eingebbaren
Zeit auszulösen.
4. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß das in dem vordefinierten
Funktionsbaustein (18) enthaltene Basismodell (21) über die
Steuerschnittstelle (28) parametrierbar ist.
5. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß das Basismodell (21) aus
einem das automatisierungstechnische Verhalten des Anlagen
objekts (z. B. 4, 5) modellierenden Automatisierungsteil (22)
und einem das prozeßtechnische Verhalten des Anlagenobjekts
(4, 5) modellierenden Prozeßteil (23) besteht.
6. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der vordefinierte Funktions
baustein (18) Mittel (32) zum Zuführen des Ansteuerungs
befehls von Hand aufweist.
7. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Verknüpfungsschnitt
stellen (24) des Funktionsbausteins (18) zur bidirektionalen
Übertragung der Prozeßwerte in Wirkungsrichtung und Rück
wirkungsrichtung ausgebildet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997140972 DE19740972C1 (de) | 1997-09-17 | 1997-09-17 | Einrichtung zum Modellieren und Simulieren einer technischen Anlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997140972 DE19740972C1 (de) | 1997-09-17 | 1997-09-17 | Einrichtung zum Modellieren und Simulieren einer technischen Anlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19740972C1 true DE19740972C1 (de) | 1999-03-11 |
Family
ID=7842699
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997140972 Expired - Fee Related DE19740972C1 (de) | 1997-09-17 | 1997-09-17 | Einrichtung zum Modellieren und Simulieren einer technischen Anlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19740972C1 (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE19918810A1 (de) * | 1999-04-26 | 2000-11-02 | Abb Patent Gmbh | Verfahren zur wissensbasierten Planung eines komplexen technischen Systems |
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