DE19740513A1 - Lastenverladekran, insbesondere Containerverladekran - Google Patents
Lastenverladekran, insbesondere ContainerverladekranInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Lastenverladekran, insbesondere Containerver
ladekran, zum Entladen eines Lastenträgers, beispielsweise eines Container
schiffs, und Abstellen entladener Lasten in einem Lagerbereich, sowie zum
Beladen des Lastenträgers mit aus dem Lagerbereich aufgenommenen
Lasten, wobei der Lastenverladekran eine Kranbrücke mit einem lasten
trägernahen Ende und einem lagerbereichsnahen Ende umfaßt, sowie wenig
stens zwei Lastenverladeeinrichtungen umfaßt, welche jeweils dazu ausge
bildet sind, Lasten von dem Lastenträger aufzunehmen, in Längsrichtung der
Kranbrücke, im folgenden auch Transferrichtung genannt, zu transportieren
und in dem Lagerbereich abzustellen bzw. die Lasten von dem Lagerbereich
aufzunehmen, in Transferrichtung zu transportieren und auf dem Lasten
träger abzustellen, wobei jede Lastenverladeeinrichtung wenigstens eine
Hubeinheit mit zugeordnetem Lastaufnahmemittel umfaßt.
Ein derartiger Lastenverladekran wurde beispielsweise von Michael A.
Jordan in seinem Vortrag auf der TOC '97 (Terminal Operation Conference),
vorgestellt, die vom 3. bis zum 5. Juni 1997 in Barcelona stattfand. Bei
diesem Lastenverladekran sind an der Kranbrücke zwei Lastenverladeeinrich
tungen vorgesehen, jeweils in Form einer Hub-/Transfer-Einheit, welche auf
einer gemeinsamen Transportbahn längs der Kranbrücke verfahrbar sind.
Nur durch im wesentlichen simultanen Betrieb der beiden Lastenverlade
einrichtungen, d. h. im wesentlichen simultanes Absenken bzw. Anheben der
Lastaufnahmemittel (in der Fachsprache auch "Spreader" genannt) und im
wesentlichen simultanes Verfahren der Lastenverladeeinrichtungen längs der
Transportbahn können mit dem bekannten Lastenverladekran erheblich mehr
Verladebewegungen (in der Fachsprache auch "Moves" genannt) durchge
führt werden als bei einem Lastenverladekran mit lediglich einer Lastenver
ladeeinrichtung, und dies nach Angaben von Jordan auch dann, wenn man
den von ihm vorgeschlagenen Lastenverladekran, bei dem zwei Hub-/Trans
fer-Einheiten eingesetzt werden, mit einem sog. "Drei-Katzen-Kran" ver
gleicht, bei welchem eine lastenträgerseitige Hubeinheit, eine lagerbereich
seitige Hubeinheit und eine für den Horizontaltransport zwischen diesen
beiden Hubeinheiten verantwortliche Transfereinheit eingesetzt werden.
Jegliches Außer-Takt-Kommen einer der beiden Hub-/Transfer-Einheiten
führt zwangsläufig zu einer Störung des Verladebetriebs auch der jeweils
anderen Hub-/Transfer-Einheiten und somit zu einer Reduzierung der Ver
ladeleistung des gesamten Lastenverladekrans. Der von Jordan vorgeschla
gene Kran hat darüber hinaus den weiteren Nachteil, daß dann, wenn eine
der beiden Hub-/Transfer-Einheiten aus irgendeinem Grund einen Defekt hat
und ausfällt, d. h. keine Lasten mehr zwischen Lastenträger und Lager
bereich transportieren kann, durch diesen Ausfall auch der Betrieb der
jeweils anderen Hub-/Transfer-Einheit blockiert wird, so daß der Ver
ladebetrieb insgesamt stillsteht.
Demgegenüber ist es Aufgabe der Erfindung, einen gattungsgemäßen
Lastenverladekran anzugeben, welcher ohne Einbußen an Verladeleistung
eine reduzierte Störungsanfälligkeit aufweist.
Diese Aufgabe wird bei einem Lastenverladekran der eingangs genannten
Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an der Kranbrücke wenigstens
zwei in Transferrichtung verlaufende Transportbahnen vorgesehen sind,
wobei jeder Lastenverladeeinrichtung eine eigene Transportbahn zugeordnet
ist und jeder Transportbahn ein Transportfenster zugeordnet ist, innerhalb
dessen während des Transports in Transferrichtung die Last und zumindest
die diesen Transport in Transferrichtung bewerkstelligenden Teile der
Lastenverladeeinrichtungen vollständig aufgenommen sind, und daß die
Transportfenster einander nicht überlappen. Indem man jeder Lastenver
ladeeinrichtung eine eigene Transportbahn zuordnet, schafft man die
Grundvoraussetzung dafür, daß sich die Lastenverladeeinrichtungen bzw.
deren für den Horizontaltransport längs der Kranbrücke verantwortliche Teile
voneinander unabhängig längs der Kranbrücke bewegen können. Erfindungs
gemäß ist zusätzlich jeder dieser Transportbahnen ein eigenes Transportfen
ster zugeordnet, wobei die verschiedenen Transportbahnen zugeordneten
Transportfenster einander nicht überlappen. Unter einem "Transportfenster"
ist dabei eine abstrakte Fläche in einer orthogonal zur Längsachse der
Kranbrücke genommenen Schnittebene zu verstehen, die dadurch charak
terisiert ist, daß die Projektion der Umrisse der in Transferrichtung
geförderten Last nebst Transfereinrichtung in Längsrichtung der Kranbrücke
in die Schnittebene vollständig innerhalb dieser Fläche aufgenommen ist.
Hierdurch ist gewährleistet, daß die beiden Lastenverladeeinrichtungen bzw.
deren für den Horizontaltransport der Last längs der Kranbrücke zuständige
Teile auch dann kollisionsfrei aneinander vorbeibewegt werden können,
wenn beide eine Last längs der Kranbrücke transportieren. Somit sind die
Lastenverladeeinrichtungen voneinander betriebsmäßig vollständig
entkoppelt, so daß bei Ausfall einer der Lastenverladeeinrichtungen die
jeweils anderen Lastenverladeeinrichtungen bzw. die jeweils andere
Lastenverladeeinrichtung ungehindert weiterarbeiten können bzw. kann.
Grundsätzlich ist es möglich, die Transportbahnen an der Kranbrücke in
einem Vertikalabstand voneinander vorzusehen, der so groß gewählt ist,
daß die Überlappungsfreiheit der diesen Transportbahnen zugeordneten
Transportfenster ohne weiteres gewährleistet werden kann. Im Hinblick auf
einen möglichst einfachen Aufbau der Kranbrücke, die beispielsweise eine
mittels einer Fachwerkkonstruktion stabilisierte Hauptträgeranordnung
umfassen kann, wird jedoch vorgeschlagen, daß die den Lastenverlade
einrichtungen zugeordneten Transportbahnen an einem Hauptträger der
Kranbrücke in im wesentlichen der gleichen Höhe angeordnet sind. In
diesem Fall kann die Überlappungsfreiheit der Transportfenster zweier
benachbarter Transportbahnen beispielsweise dadurch sichergestellt
werden, daß sich das Transportfenster einer ersten der benachbarten
Transportbahnen im wesentlichen oberhalb dieser Transportbahnen er
streckt, während sich das Transportfenster einer zweiten der beiden
Transportbahnen im wesentlichen unterhalb dieser Transportbahnen er
streckt.
Um die längs der ersten Transportbahn zu transportierende Last ausreichend
anheben zu können, wird vorgeschlagen, daß der Vertikalabstand der Auf
hängung des Lastaufnahmemittels der Hubeinheit der Lastenverladeeinrich
tung, der diese erste Transportbahn zugeordnet ist, von dieser ersten
Transportbahn größer ist als die Höhe einer Last samt daran angekoppeltem
Lastaufnahmemittel. Hierzu kann die Hubeinheit beispielsweise als "Galgen
katze" oder als "Portalkatze" ausgeführt sein.
Unter einer "Galgenkatze" wird dabei eine Hubeinheit verstanden, bei
welcher von einem das Fahrwerk umfassenden Basisteil der Hubeinheit in
ausreichendem Abstand oberhalb des Fahrwerks ein sich in Längsrichtung
der Kranbrücke erstreckender Träger, der Galgen, ausgeht, an welchem das
Lastaufnahmemittel der Hubeinheit aufgehängt ist. Die Ausbildung der
Hubeinheit als Galgenkatze ist vor allem dann bevorzugt, wenn das der
Hubeinheit zugeordnete Hubwerk, d. h. insbesondere die Seiltrommel nebst
Trommelantrieb, auf der Hubeinheit selbst angeordnet ist, nämlich vor
zugsweise in dem Basisteil der Hubeinheit.
Im Gegensatz hierzu wird unter einer "Portalkatze" eine Hubeinheit
verstanden, bei welcher das Basisteil der Hubeinheit im wesentlichen
"umgekehrt U"-förmig ausgebildet ist, wobei die Teile des Fahrwerks jeweils
an den freien Enden der Vertikalschenkel der U-Form angeordnet sind und
das Lastaufnahmemittel an dem oberhalb dieser freien Enden angeordneten
Basisschenkel der U-Form aufgehängt ist. Die Ausbildung der Hubeinheit als
Portalkatze wird vorzugsweise dann gewählt, wenn das dem Lastaufnahme
mittel zugeordnete Hubwerk nicht an der Hubeinheit selbst, sondern an der
Kranbrücke angeordnet ist und die Seile durch die Hubeinheit "durch
geschleift" sind.
Wie vorstehend bereits angesprochen, können die Lastenverladeeinrichtun
gen, wie bei dem Lastenverladekran nach Jordan, jeweils von einer Hub-
/Transfer-Einheit gebildet sein, welche sowohl den Hubtransport von bzw.
zu dem Lastenträger und von bzw. zu dem Lagerbereich übernimmt als auch
den Horizontaltransport längs der Kranbrücke. Die Lastenverladeeinrichtun
gen können aber auch von Drei-Katzen-Anordnungen gebildet sein, bei
welchen eine lastenträgerseitige Hubeinheit den Hubtransport von und zu
dem Lastenträger übernimmt, eine lagerbereichsseitige Hubeinheit den
Hubtransport von und zu dem Lagerbereich übernimmt und eine längs der
Kranbrücke verfahrbare Transfereinheit den Horizontaltransport der Lasten
übernimmt.
Grundsätzlich ist es möglich, daß sowohl die lastenträgerseitige Hubeinheit
als auch die lagerbereichsseitige Hubeinheit als auch die Transfereinheit
einer einzigen Transportbahn zugeordnet sind. Es ist jedoch auch möglich,
daß die Transportbahn wenigstens zwei Partial-Transportbahnen umfaßt,
wobei vorzugsweise eine erste Partial-Transportbahn der lastenträgerseiti
gen Hubeinheit und der lagerbereichsseitigen Hubeinheit zugeordnet ist,
während eine zweite Partial-Transportbahn der Transfereinheit zugeordnet
ist. Letztere Ausführungsform hat den Vorteil, daß beispielsweise das
Fahrwerk der Transfereinheit relativ lang bemessen sein kann, so daß die
Transfereinheit aufgrund dieser großen Stützbasis auf der der Transfer
einheit zugeordneten Partial-Transportbahn relativ unanfällig gegen
Pendelbewegungen ist.
Während eines Rendezvous der Transfereinheit mit einer der Hubeinheiten
kann sich die Transfereinheit zumindest zeitweise an der Hubeinheit
abstützen, um so für die Übergabe einer Last von der Transfereinheit an die
Hubeinheit bzw. von der Hubeinheit an die Transfereinheit reproduzierbare
Bedingungen schaffen zu können.
Diese Lastenübergabe kann dann besonders schnell vorgenommen werden,
wenn die Transfereinheit wenigstens einen Lastaufnahmebereich mit
zugeordneter Lastaufnahmefläche aufweist, wobei dem Lastaufnahmebe
reich eine Bedienvorrichtung zugeordnet ist, mittels derer die Lastaufnahme
fläche zum Lastenaustausch mit der lastenträgerseitigen Hubeinheit
zwischen einer Transferstellung und einer lastenträgerseitigen Bedien
stellung verstellbar ist und zum Lastenaustausch mit einer lagerbereichs
seitigen Hubeinheit zwischen der Transferstellung und einer lagerbereichs
seitigen Bedienstellung verstellbar ist.
Die Erfindung wird im folgenden an einem Ausführungsbeispiel anhand der
beigefügten Zeichnungen näher erläutert werden. Es stellt dar:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines erfindungsgemäßen
Containerverladekrans;
Fig. 2 einen Teil eines Schnitts längs der Linie II-II in Fig. 1.
In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßer Containerverladekran allgemein mit 10
bezeichnet. Der Containerverladekran 10 umfaßt einen Rahmen 12, der auf
dem Kai 14 einer Hafenanlage parallel zur Kaimauer 14a verfahrbar ist, wie
in Fig. 1 bei 16 angedeutet ist. An dem Rahmen 12 ist eine Kranbrücke 18
aufgehängt, die sich bis über ein im Hafenbecken 20 schwimmendes
Containerschiff 22 erstreckt.
An der Kranbrücke 18 sind eine obere Transportbahn 24 und eine untere
Transportbahn 26 vorgesehen, welche sich beide in der in Fig. 1 durch den
Doppelpfeil L angedeuteten Längsrichtung der Kranbrücke 18 im wesentli
chen über deren gesamte Länge erstrecken. Der oberen Transportbahn 24
ist eine obere Verladeeinrichtung 28 zugeordnet. Der unteren Transportbahn
26 ist eine untere Verladeeinrichtung 36 zugeordnet.
Die Verladeeinrichtung 28 umfaßt eine wasserseitige Hubkatze 30, eine
landseitige Hubkatze 32 und eine Transfereinheit 34. Die wasserseitige
Hubkatze 30 nimmt beim Entladen des Containerschiffs 22 die Container C
vom Containerschiff 22 auf und hebt sie bis in den Bereich eines oberen
Transportfensters Fo an (Pfeil How). Dort werden sie von der Transfereinheit
34 übernommen und in Transferrichtung L zur landseitigen Hubkatze 32
transportiert (Pfeil To), welche sie schließlich auf dem Kai 14 abstellt (Pfeil
Hol) Beim Beladen des Containerschiffs 22 arbeiten die Hubkatzen 30 und
32 und die Transfereinheit 34 in analoger Weise zusammen. Sowohl die
beiden Hubeinheiten 30 und 32 als auch die Transfereinheit 34 sind auf der
oberen Transportbahn 24 in Längsrichtung L der Kranbrücke 18 verfahrbar.
Wie sich aus Vorstehendem ergibt, wird der Transport der Container C in
Längsrichtung der Kranbrücke 18 jedoch praktisch ausschließlich von der
Transfereinheit 34 übernommen, während die beiden Hubkatzen 30 und 32
allenfalls Versatzfahrten vornehmen, beispielsweise um zu einem gewünsch
ten Stapel S von Containern C im Containerschiff 22 zu gelangen.
In analoger Weise ist der unteren Transportbahn 26 eine untere Ver
ladeeinrichtung 36 zugeordnet, welche eine wasserseitige Hubkatze 38,
eine landseitige Hubkatze 40 und eine Transfereinheit 42 umfaßt. Die
Hubeinheiten 38 und 40 dienen dazu, Lasten aus dem Containerschiff 22
bzw. vom Kai 14 aufzunehmen (Pfeile Huw und Hul) und in den Bereich eines
unteren Transportfensters Fu anzuheben bzw. aus diesem Bereich zu dem
Containerschiff 22 bzw. dem Kai 14 abzusenken. Den Transfer der
Container C zwischen den beiden Hubkatzen 38 und 40 übernimmt die
Transfereinheit 42 (Pfeil Tu), obgleich auch die Hubkatzen 38 und 40 längs
der unteren Transportbahn 26 verfahrbar sind.
Wie in Fig. 2 dargestellt ist, sind die Transportbahnen 24 und 26 an einem
Längsträger 18a der Kranbrücke 18 angeordnet, der durch eine Fachwerk
konstruktion 18b versteift ist. Gemäß Fig. 2 sind die oberen Hubkatzen 30
und 32 (in Fig. 2 ist lediglich die obere Hubkatze 32 gestrichelt dargestellt)
und die obere Transfereinheit 34 auf einer einzigen Transportbahn 24 in
Längsrichtung der Kranbrücke 18 verfahrbar. Im Gegensatz hierzu umfaßt
die untere Transportbahn 26 zwei Partial-Transportbahnen 26a und 26b,
wobei die Hubeinheiten 38 und 40 auf der Partial-Transportbahn 26b in
Längsrichtung der Kranbrücke verfahrbar sind, während die Transfereinheit
auf der Partial-Transportbahn 26a in Längsrichtung der Kranbrücke
verfahrbar ist.
Es versteht sich, daß die Frage, ob sämtliche Hub- und Transfereinheiten ein
und derselben Transportbahn zugeordnet oder ob mehrere Partial-Trans
portbahnen vorgesehen werden, in Abhängigkeit des jeweiligen Einsatzfalles
zu entscheiden ist. So ist es grundsätzlich denkbar, auch die obere
Transportbahn 24 in zwei Partial-Transportbahnen für die Hubeinheiten
einerseits und die Transfereinheit andererseits aufzuteilen.
Erfindungsgemäß kann der oberen Verladeeinrichtung 28 ein oberes
Transportfenster Fo zugeordnet werden, und der unteren Verladeeinrichtung
36 kann ein unteres Transportfenster Fu zugeordnet werden, und zwar
derart, daß die Transportfenster Fo und Fu einander nicht überlappen. Die
Transportfenster Fo bzw. Fu sind dabei so zu wählen, daß die Projektion
zumindest des Umrisses der jeweiligen Transfereinheit 34 bzw. 42
einschließlich eines von dieser transportierten Containers C in Längsrichtung
L der Kranbrücke in eine orthogonal zu dieser Längsrichtung L verlaufende
Schnittebene E (siehe Fig. 1) vollständig innerhalb dieses Transportfensters
Fo bzw. Fu aufgenommen ist. Durch diese Wahl der Konstruktion kann
gewährleistet werden, daß die oberen und unteren Transfereinheiten 34 und
42 bei ihren Transferfahrten in Längsrichtung L der Kranbrücke 18 auch
dann kollisionsfrei aneinander vorbeibewegt werden können, wenn beide
Transfereinheiten 34 und 42 mit Containern C beladen sind.
Damit die obere Transfereinheit 34 auch an den unteren Hubeinheiten 38
und 40 kollisionsfrei vorbeibewegt werden kann, müssen auch die
Umrißprojektionen dieser Hubeinheiten sowohl im mit einem Container C
beladenen Zustand als auch im unbeladenen Zustand vollständig außerhalb
des der oberen Transfereinheit 34 zugeordneten Transportfensters Fo
angeordnet sein.
Gemäß Fig. 2 sind die Transportbahnen 24 und 26 im wesentlichen auf
gleicher Höhe angeordnet, nämlich auf dem Hauptträger 18a der Kranbrücke
18. Um dennoch die Container C bis in den Bereich des oberen Trans
portfensters Fo anheben zu können, sind die Hubeinheiten 30 und 32 als
sogenannte "Galgenkatzen" ausgeführt, deren Aufbau nachfolgend am
Beispiel der Hubeinheit 30 näher erläutert werden soll. Die Galgenkatze 30
umfaßt ein Basisteil 30a mit daran angeordnetem Fahrwerk 30b, welches
mit der Transportbahn 24 in Eingriff ist. Vom oberen Ende des Basisteils
30a geht ein Träger 30c, der Galgen, aus, an welchem der Spreader 30d
mittels Seilen aufgehängt ist. Der Spreader 30d dient zum Ergreifen eines
Containers C und kann durch Verlängern bzw. Verkürzen der Seile
abgesenkt bzw. angehoben werden. Das nicht dargestellte Hubwerk nebst
Seiltrommel und Trommelantrieb kann in dem Basisteil 30a aufgenommen
sein. Der Vertikalabstand des Galgens 30c von der Transportbahn 24 ist
größer als die Höhe des Containers C mit daran angekoppeltem Spreader
30d. Auch die Hubeinheit 32 weist einen Spreader 32a auf.
Eine Besonderheit der unteren Beladevorrichtung 36 ist darin zu sehen, daß
die Transfereinheit 42 zwei Lastaufnahmebereiche 42a umfaßt, in denen
jeweils ein Container C abgestellt werden kann. Jeder Lastaufnahmebereich
42a verfügt über eine Bedienvorrichtung 42b, beispielsweise in Form von
Teleskopgabeln, welche zum Lastenaustausch mit der wasserseitigen Hub
katze 38 wasserseitig ausgefahren werden kann und zum Lastenaustausch
mit der landseitigen Hubkatze 40 landseitig ausgefahren werden kann.
Derartige Transfereinheiten mit einer Mehrzahl von Lastaufnahmebereichen
und diesen Lastaufnahmebereichen zugeordneten Bedienvorrichtungen sind
beispielsweise aus der DE 43 07 254 A1 bekannt, auf die hiermit
vollinhaltlich Bezug genommen wird. In dieser Druckschrift ist darüber
hinaus beschrieben, wie das Containerschiff 22 mit Hilfe einer derartigen
Transfereinheit und zwei Hubeinheiten gleichzeitig be- und entladen werden
kann. Die Spreader der Hubeinheiten 38 und 40 sind in Fig. 1 mit 38a bzw.
40a bezeichnet.
Nachzutragen ist noch, daß der Lagerbereich lediglich der Zwischenlagerung
der Container C dient, bis diese mittels einer geeigneten Transportvor
richtung weitertransportiert werden können. Der Lagerbereich kann
beispielsweise unmittelbar von der Oberfläche des Kais 14 oder von einem
am Rahmen 12 des Krans 10 vorgesehenen Zwischenlagerbereich gebildet
sein. Auch ist es möglich, die Container unmittelbar an die Transportvor
richtung zu übergeben, die in diesem Fall selbst den Lagerbereich bildet.
Claims (12)
1. Lastenverladekran (10), insbesondere Containerverladekran, zum
Entladen eines Lastenträgers (22), beispielsweise eines Container
schiffs, und Abstellen entladener Lasten (C) in einem Lagerbereich
(14), sowie zum Beladen des Lastenträgers (22) mit aus dem Lager
bereich (14) aufgenommenen Lasten (C), umfassend:
- - eine Kranbrücke (18) mit einem lastenträgernahen Ende und einem lagerbereichsnahen Ende, und
- - wenigstens zwei Lastenverladeeinrichtungen (28, 36), welche jeweils dazu ausgebildet sind, Lasten (C) von dem Lastenträger (22) aufzunehmen, in Längsrichtung (L) der Kranbrücke (18), im folgenden auch Transferrichtung genannt, zu transportieren und in dem Lagerbereich (14) abzustellen bzw. die Lasten (C) von dem Lagerbereich (14) aufzunehmen, in Transferrichtung (L) zu transportieren und auf dem Lastenträger (22) abzustel len, wobei jede Lastenverladeeinrichtung (28, 36) wenigstens eine Hubeinheit (30, 32, 38, 40) mit zugeordnetem Lastauf nahmemittel (30d, 32a, 38a, 40a) umfaßt,
2. Lastenverladekran nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die den Lastenverladeeinrichtungen
(28, 36) zugeordneten Transportbahnen (24, 26) an einem Haupt
träger (18a) der Kranbrücke (18) in im wesentlichen der gleichen
Höhe angeordnet sind.
3. Lastenverladekran nach Anspruch i oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß sich das Transportfenster (Fo) einer
ersten zweier benachbarter Transportbahnen im wesentlichen ober
halb dieser ersten Transportbahn (24) erstreckt, während sich das
Transportfenster (Fu) einer zweiten der beiden benachbarten Trans
portbahnen im wesentlichen unterhalb dieser zweiten Transportbahn
(26) erstreckt.
4. Lastenverladekran nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Vertikalabstand der Aufhängung
(30c) des Lastaufnahmemittels (30d) der Hubeinheit (30) der Lasten
verladeeinrichtung (28), der die erste Transportbahn (24) zugeordnet
ist, von dieser ersten Transportbahn (24) größer ist als die Höhe einer
Last (C) samt daran angekoppeltem Lastaufnahmemittel (30d).
5. Lastenverladekran nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß von einem Basisteil (30a) der Hubein
heit (30) oberhalb der Transportbahn (24) ein sich in Längsrichtung
(L) der Kranbrücke (18) erstreckender Träger (30c) ausgeht, an wel
chem das Lastaufnahmemittel (30d) der Hubeinheit (30) aufgehängt
ist.
6. Lastenverladekran nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Basisteil der Hubeinheit im
wesentlichen "umgekehrt U"-förmig ausgebildet ist, wobei die freien
Enden der Vertikalschenkel der U-Form der Transportbahn zugewandt
sind und das Lastaufnahmemittel an dem oberhalb dieser freien
Enden angeordneten Basisschenkel der U-Form aufgehängt ist.
7. Lastenverladekran nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der Lastenverladeein
richtungen (28, 36) eine lastenträgerseitige Hubeinheit (30, 38), eine
lagerbereichsseitige Hubeinheit (32, 40) und eine längs der Kran
brücke (18) verfahrbare Transfereinheit (34, 42) aufweist.
8. Lastenverladekran nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Hubeinheiten (30, 32) als
auch die Transfereinheit (34) einer einzigen Transportbahn (24)
zugeordnet sind.
9. Lastenverladekran nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Transportbahn (26) wenigstens
zwei Partial-Transportbahnen (26a, 26b) umfaßt.
10. Lastenverladekran nach den Ansprüchen 7 und 9,
dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Partial-Transportbahn (26b)
den Hubeinheiten (38, 40) zugeordnet ist, während eine zweite
Partial-Transportbahn (26a) der Transfereinheit (42) zugeordnet ist.
11. Lastenverladekran nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß sich die Transfereinheit während eines
Rendezvous mit einer der Hubeinheiten zumindest zeitweise an der
jeweiligen Hubeinheit abstützt.
12. Lastenverladekran nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Transfereinheit (42) wenigstens
einen Lastaufnahmebereich (42a) mit zugeordneter Lastaufnahmeflä
che aufweist, wobei dem Lastaufnahmebereich (42a) eine Bedienvor
richtung (42b) zugeordnet ist, mittels derer die Lastaufnahmefläche
zum Lastenaustausch mit der lastenträgerseitigen Hubeinheit (38)
zwischen einer Transferstellung und einer lastenträgerseitigen
Bedienstellung verstellbar ist und zum Lastenaustausch mit einer
lagerbereichsseitigen Hubeinheit (40) zwischen der Transferstellung
und einer lagerbereichsseitigen Bedienstellung verstellbar ist.
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DE1997140513 DE19740513A1 (de) | 1997-09-15 | 1997-09-15 | Lastenverladekran, insbesondere Containerverladekran |
| PCT/EP1998/005851 WO1999014151A1 (de) | 1997-09-15 | 1998-09-15 | Lastenverladekran, insbesondere containerverladekran |
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1997140513 DE19740513A1 (de) | 1997-09-15 | 1997-09-15 | Lastenverladekran, insbesondere Containerverladekran |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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ID=7842396
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1997140513 Withdrawn DE19740513A1 (de) | 1997-09-15 | 1997-09-15 | Lastenverladekran, insbesondere Containerverladekran |
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE19740513A1 (de) |
| WO (1) | WO1999014151A1 (de) |
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