DE19738989A1 - Elektronisch gesteuertes Relais - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein elektronisch gesteuertes Relais
mit einer Ansteuerspule zum Betätigen von zumindest einem me
chanischen Schalter und mit einem seriell zur Ansteuerspule
geschalteten Halbleiterschalter, der als Funktion eines ex
ternen EIN/AUS-Steuersignals gesteuert ist.
Der Typ des eingangs genannten Relais macht sich zunutze, daß
der Ansteuerstrom für die Ansteuerspule relativ gering ist,
so daß die Ansteuerung der Spule über einen Halbleiterschal
ter erfolgen kann, der beispielsweise als Transistor ausge
legt ist.
Als elektrisch gesteuerter mechanischer Schalter zeichnet
sich ein Relais durch einen kleinen Widerstand auf der
Schaltstrecke aus. Schutzfunktionen für diesen Typ von Schal
ter, wie etwa eine Kurzschlußsicherung, die durch einen in
telligenten Halbleiterschalter, wie beispielsweise Smart-
Power-Schalter, bereitgestellt werden, stehen für herkömmli
che Relais nicht zur Verfügung. Dies ist deshalb von Nach
teil, weil ein Kurzschluß nicht nur das Relais, sondern auch
die durch dieses zu schaltende Last beschädigen kann.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein
elektronisch gesteuertes Relais zu schaffen, das zumindest
angenähert mit den intelligenten Funktionen eines Smart-
Power-Schalters ausgerüstet ist und wenigstens eine Kurz
schluß- bzw. Überlastsicherung enthält.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale
des Anspruchs 1.
Danach besitzt das Relais eine mittels zweier Eingangsklemmen
an eine Leiterschleife des mechanischen Schalters angeschlos
sene Ansteuerschaltung für den Halbleiterschalter zum Ermit
teln eines Spannungsabfalls in der Leiterschleife und zur
Ausgabe eines den Halbleiterschalter ausschaltendes Signals,
wenn der ermittelte Spannungsabfall einen vorgegebenen Maxi
malwert übersteigt.
Das erfindungsgemäße elektronisch gesteuerte Relais ist damit
zumindest mit einem Kurzschluß- bzw. Überlastschutz ausge
stattet. Die erfindungsgemäß vorgesehene Ermittlung einer
Überlast auf der Schaltstrecke des Relais erlaubt jedoch auch
die Realisierung weiterer intelligenter Schalterfunktionen,
wie im übrigen nachfolgend ausgeführt.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Vorteilhafterweise sind die Eingangsklemmen an Klemmen des
mechanischen Schalters angeschlossen. Man macht sich hierbei
zunutze, daß das Relais auf der Schaltstrecke bei geschlosse
nem mechanischen Schalter immer einen bestimmten Durchlaß
widerstand aufweist. Wenn über den mechanischen Schalter des
Relais ein Strom fließt, wird dementsprechend ein Spannungs
abfall erzeugt. Bei Auftreten eines Kurzschlusses oder einer
Überlast fließt ein großer Strom durch das Relais, woraus ein
großer Spannungsabfall resultiert. Der Strom ist jedoch sehr
klein bzw. Null, wenn eine Unterlast auftritt oder Leerlauf
vorliegt, woraus ein geringer Spannungsabfall resultiert. Der
Spannungsabfall am mechanischen Schalter kann daher als Si
gnal für die Ansteuerschaltung der Halbleiterschaltung ver
wendet werden.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist vorge
sehen, daß die Eingangsklemmen der Ansteuerschaltung an Klem
men einer in Reihe zu dem mechanischen Schalter geschalteten
Spannungsmeßanordnung angeschlossen sind. Die Spannungsmeß
anordnung kann beispielsweise einen ohmschen Widerstand auf
weisen, wobei der Spannungsabfall an dem Widerstand als Si
gnal für die Ansteuerschaltung verwendet werden kann. Fließt
bei geschlossenem mechanischen Schalter ein geringer Strom
durch den Widerstand, so ergibt sich ein entsprechend gerin
ger Spannungsabfall, während sich bei Fließen eines großen
Stromes, beispielsweise bei Kurzschluß, ein entsprechend gro
ßer Spannungsabfall ergibt.
Vorteilhafterweise ist die Ansteuerschaltung mit Logikelemen
ten bzw. Logikschaltkreisen aufgebaut. Dies gestattet es, aus
der Ansteuerschaltung Steuersignale zu gewinnen, durch welche
das Relais mit intelligenten Funktionen ausgestattet werden
kann.
Zur Gewinnung eines logischen Signals weist die Ansteuer
schaltung bevorzugt einen Komparator auf, der die zwischen
den Eingangsklemmen abfallende Spannung mit einer Bezugs
spannung vergleicht, die dem vorgegebenen Maximalwert des
Spannungsabfalls entspricht. Ein Ausgangssignal des Kompara
tors nimmt entsprechend des Vergleichsergebnisses einen hohen
oder niedrigen logischen Pegel an. Mit Hilfe dieses Ausgangs
signals kann der Halbleiterschalter zur Ansteuerung der An
steuerspule direkt gesteuert werden.
Gemäß einer besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung
erfolgt die Ansteuerung des Halbsteuerschalters jedoch indi
rekt über einen Logikschaltkreis, in welchem das Komparator-
Ausgangssignal mit dem externen EIN/AUS-Steuersignal ver
knüpft wird, um das Ansteuersignal für den Halbleiterschalter
bereitzustellen. Diese Maßnahme gewährleistet zum einen eine
optimale Ansteuerung des Halbleiterschalters auf der Basis
des EIN/AUS-Steuersignals für den Fall, daß auf der Schalt
strecke des Relais keine Überlast vorliegt, und zum anderen,
falls eine solche Überlast anliegt, ein sofortiges Abschalten
des Relais. Ein weiterer Vorteil eines derartigen Logik
schaltkreises ist, daß durch ihn problemlos ein Statussignal
gewinnbar ist, das für einen Mikrocomputer nutzbar ist, der
zur Steuerung des elektronisch gesteuerten Relais vorgesehen
ist.
Der Logikschaltkreis kann seiner beabsichtigten Funktion ent
sprechend beliebig ausgelegt sein. Bevorzugt weist der Logik
schaltkreis ein NAND-Gatter, das vom externen EIN/AUS-Steu
ersignal und vom Komparator-Ausgangssignal beaufschlagt ist
und ein AND- bzw. UND-Gatter auf, das vom Ausgangssignal des
NAND-Gatters und vom EIN/AUS-Steuersignal beaufschlagt ist
und den Halbleiterschalter ansteuert.
Insbesondere bei direktem Anschluß der Eingangsklemmen der
Ansteuerschaltung an die Klemmen des mechanischen Schalters
wird das EIN/AUS-Signal dem NAND-Gatter bevorzugt über ein
Verzögerungsglied zugeführt, um beim Einschalten des Relais
einen definierten Steuerzustand für den Halbleiterschalter
bereitzustellen. Bei geöffnetem mechanischem Schalter liegt
eine hohe Spannung zwischen dessen Klemmen an. Da bei Schlie
ßen des Halbleiterschalters der mechanische Schalter übli
cherweise erst etwas verzögert geschlossen wird, würde die
bis zum Schließen des mechanischen Schalters zwischen dessen
Klemmen anliegende hohe Spannung, die auch bei geschlossenem
Schalter und Überlastung auftritt, ein sofortiges Abschalten
des Halbleiterschalters bewirken. Das Verzögerungsglied sorgt
dafür, daß der frühestmögliche Zeitpunkt des Abschaltens des
Halbleiterleistungsschalters wenigstens um die Zeitdauer ent
sprechend der Verzögerungszeit des Verzögerungsglieds verzö
gert nach dem Einschalten des Halbleiterschalters erfolgen
kann.
Besonders bevorzugt ist die erfindungsgemäße Ansteuerschal
tung monolithisch in das Relais integriert, was der Packungs
dichte einer mit dem erfindungsgemäßen Relais ausgestatteten
Schaltung zugute kommt.
Nachfolgend wird die Erfindung mittels Ausführungsbeispielen
anhand von Figuren beispielhaft näher erläutert. In den Figu
ren zeigen:
Fig. 1: ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemä
ßen Relais mit Anschluß der Eingangsklemmen der Ansteuer
schaltung an Klemmen des mechanischen Schalters;
Fig. 2: ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemä
ßen Relais mit Anschluß der Eingangsklemmen der Ansteuer
schaltung an einen in Reihe zu dem mechanischen Schalter ge
schalteten Widerstand.
Wie in den Figuren dargestellt, besteht das Relais aus einer
Ansteuerspule L1 und einem mechanischen Schalter S1. In Reihe
zu der Ansteuerspule L1 ist ein Halbleiterschalter H1 ge
schaltet, der bei der dargestellten Ausführungsform des elek
tronisch gesteuerten Relais mit dem Minuspol einer nicht dar
gestellten Spannungsversorgung verbunden ist, deren Pluspol
direkt an die Ansteuerspule L1 angeschlossen ist. Der Halb
leiterschalter H1 ist indirekt über eine Diode D1 mit der An
steuerspule L1 verbunden, deren Kathode mit dem Halbleiter
schalter H1 verbunden ist. Die Diode D1 unterdrückt einen
Stromfluß bei Verpolung der angeschlossenen Spannungsversor
gung, beispielsweise einer Batterie. Bei dem Halbleiterschal
ter H1 handelt es sich in der dargestellten Ausführungsform
um einen Leistungs-MOSFET.
An eine Leiterschleife, in der der mechanische Schalter S1
des Relais enthalten ist, ist erfindungsgemäß eine Ansteuer
schaltung mittels einer ersten und zweiten Eingangsklemme
EK1, EK2 angeschlossen. Die Ansteuerschaltung umfaßt eine
Auswerte- bzw. Vergleichsstufe mit einem Komparator KOMP1,
dessen invertierender Eingang mit der zweiten Eingangsklemme
EK2 verbunden ist und dessen nicht invertierender Eingang mit
einer Bezugsspannungsquelle RV1 verbunden ist, die außerdem
an die erste Eingangsklemme EK1 angeschlossen ist. Zwischen
den Eingangsklemmen des Komparators KOMP1 liegt in den darge
stellten Ausführungsbeispielen damit die Differenz zwischen
der zwischen den Eingangsklemmen EK1, EK2 anfallenden Span
nung und einer von der Bezugsspannungsquelle RV1 gelieferten
Bezugsspannung an. Überschreitet die zwischen den Eingangs
klemmen EK1, EK2 anliegende Spannung den Wert der Bezugsspan
nung, so besitzt in den dargestellten Ausführungsbeispielen
ein Ausgangssignal V1 des Komparators KOMP1 einen hohen logi
schen Pegel, während bei Unterschreiten der zwischen den Ein
gangsklemmen EK1, EK2 anliegenden Spannung unter den Wert der
Bezugsspannung das Ausgangssignal V1 einen niedrigen logi
schen Pegel besitzt. Der Wert der Bezugsspannung entspricht
dem Wert der zwischen den Eingangsklemmen EK1, EK2 anliegen
den Spannung, ab welchem der Halbleiterschalter H1 und damit
der mechanische Schalter S1 abgeschaltet werden sollen.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die
Eingangsklemmen EK1, EK2 direkt mit Klemmen des mechanischen
Schalters S1 verbunden; mittels der Bezugsspannungsquelle RV
und des Komparators KOMP1 wird somit der Spannungsabfall VR
zwischen Klemmen des mechanischen Schalters S1 ausgewertet.
An einem Steuereingang der Ansteuerschaltung liegt ein exter
nes EIN/AUS-Steuersignal IN1 für den Halbleiterschalter H1
an. Das Steuersignal IN1 liegt über ein Zeitverzögerungsglied
T1 an einem Eingang eines NAND-Gatters G1 an, an dessen ande
rem Eingang das Ausgangssignal V1 des Komparators KOMP1 an
liegt. Ein Ausgangssignal V2 des NAND-Gatters G1, das sich
durch NAND-Verknüpfung des Ausgangssignals V1 des Komparators
KOMP1 und eines am Ausgang des Verzögerungsglieds T1 anlie
genden zeitverzögerten Steuersignals IN1D ergibt, liegt an
einem Eingang eines AND-Gatters G2 an. An einem weiteren Ein
gang des AND-Gatters G2 liegt das Steuersignal IN1 an. Ein
Ausgangssignal V3 des AND-Gatters G2, welches sich durch AND-
Verknüpfung des Ausgangssignals V2 und des Steuersignals IN1
ergibt, dient zur Ansteuerung des Halbleiterschalters H1.
Die Funktionsweise der in Fig. 1 dargestellten Schaltung er
gibt sich wie im Folgenden beschrieben.
Der Halbleiterschalter H1, und damit der mechanische Schalter
S1, ist nur dann eingeschaltet, wenn sich sowohl das an den
Eingängen des AND-Gatters G2 anliegende Ausgangssignal V2 und
das Steuersignal IN1 auf einem hohen logischen Pegel befin
den. Das Ausgangssignal V2 des NAND-Gatters G1 erreicht nur
dann einen niedrigen logischen Pegel, wenn sich sowohl das
Ausgangssignal V1 des Komparators KOMP1 als auch das zeitver
zögerte Steuersignal IN1D auf einem hohen logischen Pegel be
finden, also dann, wenn der Halbleiterschalter H1 bedingt
durch einen hohen logischen Pegel des Steuersignals IN1 ein
geschaltet werden soll, wenn aber gleichzeitig eine Überlast
auftritt, so daß eine über dem mechanischen Schalter S1 ab
fallende Spannung VR über dem Wert der Bezugsspannung liegt.
Der Halbleiterschalter H1 ist bei einem niedrigen logischen
Pegel des Steuersignals IN1 geöffnet. Nimmt das Steuersignal
IN1 den Wert eines hohen logischen Pegels an, so bleibt das
verzögerte Steuersignal IN1D bis zum Ablauf der durch das
Verzögerungsglied T1 vorgegebenen Verzögerungszeit auf einem
niedrigen logischen Pegel. Damit liegt das Ausgangssignal V2
des NAND-Gatters G1 auf einem hohen logischen Pegel; das Aus
gangssignals V3 des AND-Gatters G2 liegt auf einem hohen lo
gischen Pegel, wodurch der Halbleiterschalter H1 geschlossen
wird. Erst nach Ablauf der Verzögerungszeit liegt auch das
verzögerte Steuersignal IN1D auf einem hohen logischen Pegel.
Liegt dann das Ausgangssignal V1 des Komparators KOMP1 eben
falls auf einem hohen logischen Pegel, beispielsweise bedingt
durch eine Überlast, nimmt das Ausgangssignal V2 des NAND-
Gatters G1 einen niedrigen logischen Pegel an, wodurch auch
das Ausgangssignal V3 des AND-Gatters G2 einen niedrigen lo
gischen Pegel annimmt und der Halbleiterschalter H1 abschal
tet. Das Verzögerungsglied T1 bestimmt die minimal zu ver
streichende Zeitdauer zwischen dem Vorliegen eines hohen lo
gischen Pegels an dem Steuersignal IN1 und dem erneuten Ab
schalten des Halbleiterschalters H1. Dies ist erforderlich,
da das Ausgangssignal V1 des Komparators KOMP1 so lange auf
einem hohen logischen Pegel liegt, so lange der mechanische
Schalter S1 geöffnet ist und da der mechanische Schalter S1
funktionsbedingt nicht sofort nach Schließen des Halbleiter
schalters H1 geschlossen wird. Würde das Steuersignal IN1 di
rekt mit dem Eingang des NAND-Gatters G1 verbunden, würde der
Halbleiterschalter H1 sofort nach Anliegen eines hohen logi
schen Pegels an dem Steuersignal IN1 wieder abschalten, da
direkt nach dem Einschalten das Ausgangssignal V1 des Kompa
rators KOMP1 noch auf einem hohen logischen Pegel liegt und
das Ausgangssignal V2 des NAND-Gatters G1 ohne Verzögerungs
glied T1 damit sofort auf einem niedrigen logischen Pegel
liegen würde.
Der Halbleiterschalter H1 wird somit dann abgeschaltet, wenn
das Steuersignal IN1 einen niedrigen logischen Pegel annimmt
oder wenn das Steuersignal IN1 einen hohen logischen Pegel
annimmt und das Ausgangssignal V1 des Komparators KOMP1 nach
Ablauf der Verzögerungszeit ebenfalls einen hohen logischen
Pegel annimmt, was eine Überlastung bedeutet.
Anstelle eines direkten Anschlusses der Eingangsklemmen EK1,
EK2 an Klemmen des mechanischen Schalters S1 besteht, wie in
Fig. 2 dargestellt, ferner die Möglichkeit, die Eingangsklem
men EK1, EK2 an Klemmen einer in Reihe zu dem mechanischen
Schalter S1 geschalteten Spannungsmeßanordnung, die in Fig. 2
als Widerstand R realisiert ist, anzuschließen. Fig. 2 zeigt
eine gegenüber Fig. 1 vereinfachte Ansteuerschaltung, bei
welcher das Ausgangssignal V1 des Komparators KOMP1 über ei
nen Invertierer G3 mit einem Eingang des AND-Gatters G2 ver
bunden ist, während das Steuersignal IN1 mit dem anderen Ein
gang des AND-Gatters G2 verbunden ist. Das Ausgangssignal V1
des Komparators befindet sich so lange auf einem niedrigen
logischen Pegel, so lange der mechanische Schalter S1 ge
schlossen ist und so lange die über dem Widerstand R anfal
lende Spannung VR geringer ist, als die durch die Bezugsspan
nungsquelle RV1 vorgegebene Spannung. Der Halbleiterschalter
H1 ist bedingt durch das Ausgangssignal V3 des AND-Gatters G2
nur dann eingeschaltet, wenn sich das Steuersignal IN1 auf
einem hohen logischen Pegel und gleichzeitig das Ausgangs
signal V1 des Komparators KOMP1 auf einem niedrigen logischen
Pegel befindet.
Bei Anschluß der Eingangsklemmen EK1, EK2 an eine in Reihe zu
dem mechanischen Schalter S1 befindliche Spannungsmeßanord
nung, wie in Fig. 2 dargestellt, könnte auch die in Fig. 1
dargestellte Ansteuerschaltung verwendet werden, wobei auf
das Verzögerungsglied T1 verzichtet werden könnte.
Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Ansteuerschaltung wird das
Relais elektronisch gesteuert, beispielsweise mittels eines
Mikroprozessors, dem ein Statussignal ("STATUS" in der Figur,
entsprechend dem Signal V2) zugeführt wird, gesteuert. Mit
Hilfe dieses Statussignals kann ein Kurzschluß/eine Überlast
oder ein fehlerhaftes Relais diagnostiziert werden, ähnlich
wie bei einem Smart-Power-Schalter.
Die in der Figuren gezeigten Schaltungen stellen lediglich
bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen elektro
nisch gesteuerten Relais dar. So kann beispielsweise in Ab
wandlung dieser Schaltung der Halbleiterschalter H1 statt am
Pluspol auch am Minuspol der Spannungsversorgung angeschlos
sen sein. In diesem Fall handelt es sich bei dem Halbleiter
schalter H1 bevorzugt um einen PMOS-Transistor oder eine so
genannte Ladungspumpe.
Die erfindungsgemäße vorgesehene Ansteuerschaltung für das
Relais kann monolithisch durch einen smarten Leistungsprozeß
hergestellt werden. Die Ansteuerschaltung kann ohne weiteres
im Relais integriert werden, so daß das Relais zu einem
Smart-Relais entsprechend einem Smart-Power-Schalter wird,
das sich durch intelligente Funktionen auszeichnet.
Claims (11)
1. Elektronisch gesteuertes Relais, mit einer Ansteuerspule
(L1) zum Betätigen von zumindest einem mechanischen Schalter
(S1) und mit einem seriell zur Ansteuerspule (L1) geschalte
ten Halbleiterschalter (H1), der als Funktion eines externen
EIN/AUS-Steuersignals (IN1) gesteuert ist,
gekennzeichnet durch
eine mittels zweier Eingangsklemmen (EK1, EK2) an eine Lei
terschleife des mechanischen Schalters (S1) angeschlossene
Ansteuerschaltung für den Halbleiterschalter (H1) zum Ermit
teln eines Spannungsabfalls (VR) in der Leiterschleife und
zur Ausgabe eines den Halbleiterschalter (H1) ausschaltenden
Signals (V3), wenn der ermittelte Spannungsabfall (VR) einen
vorgegeben Maximalwert (RV1) übersteigt.
2. Relais nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Eingangsklemmen (EK1, EK2) an Klemmen des mechani
schen Schalters (S1) angeschlossen sind.
3. Relais nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Eingangsklemmen (EK1, EK2) an Klemmen einer in Reihe
zu dem mechanischen Schalter geschaltetem Spannungsmeßanord
nung (R) angeschlossen sind.
4. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ansteuerschaltung einen Komparator (KOMP1) aufweist,
der die zwischen den Eingangsklemmen (EK1, EK2) abfallende
Spannung mit einer Bezugsspannung (RV1) vergleicht, die dem
vorgegebenen Maximalwert des Spannungsabfalls entspricht, und
dessen Ausgangssignal (V1) entsprechend dem Vergleichsergeb
nis einen hohen oder niedrigen logischen Pegel annimmt.
5. Relais nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ansteuerschaltung einen Logikschaltkreis (G1, G2; G3,
G2) zum Verknüpfen des Komparator-Ausgangssignals (V1) mit
dem externen EIN/AUS-Steuersignal (IN1) zu einem Ansteuersi
gnal (V3) für den Halbleiterschalter (H1) aufweist.
6. Relais nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Logikschaltkreis (G1, G2; G3, G2) ein NAND-Gatter
(G1), das vom externen EIN/AUS-Steuersignal (IN1) und vom
Komparator-Ausgangssignal (V1) beaufschlagt ist, und ein AND-
Gatter (G2) das vom Ausgangssignal (V2) des NAND-Gatters
(G1) und vom EIN/AUS-Steuersignal (IN1) beaufschlagt ist und
den Halbleiterschalter (H1) ansteuert, aufweist.
7. Relais nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das EIN/AUS-Steuersignal (IN1) dem NAND-Gatter (G1) über
ein Verzögerungsglied (T1) zugeführt ist.
8. Relais nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Logikschaltkreis (G1, G2; G3, G2) einen Invertierer
(G3), der vom Komparator-Ausgangssignal (V1) beaufschlagt
ist, und ein AND-Gatter (G2), das von einem Ausgangssignal
(V4) des Invertierers (INV) und vom EIN/AUS-Steuersignal
(IN1) beaufschlagt ist und den Halbleiterschalter (H1) an
steuert, aufweist.
9. Relais nach einem der vorangehenden Ansprüchen
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Mikrocomputer zur elektronischen Steuerung der An
steuerschaltung vorgesehen ist, wobei das Ausgangssignal (V2)
des NAND-Gatters (G1) dem Mikrocomputer als Statussignal zu
geführt ist.
10. Relais nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Halbleiterschalter (H1) ein Leistungs-MOSFET ist.
11. Relais nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ansteuerschaltung, vor allem monolithisch in das Re
lais integriert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997138989 DE19738989A1 (de) | 1997-09-05 | 1997-09-05 | Elektronisch gesteuertes Relais |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1997138989 DE19738989A1 (de) | 1997-09-05 | 1997-09-05 | Elektronisch gesteuertes Relais |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19738989A1 true DE19738989A1 (de) | 1999-03-18 |
Family
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Family Applications (1)
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| DE1997138989 Ceased DE19738989A1 (de) | 1997-09-05 | 1997-09-05 | Elektronisch gesteuertes Relais |
Country Status (1)
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