DE19735432A1 - Rahmen für ein Kraftfahrzeugteil - Google Patents
Rahmen für ein KraftfahrzeugteilInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Rahmen für ein Kraftfahr
zeugteil, insbesondere Türrahmen.
Es sind Kraftfahrzeuge, insbesondere Personenkraftfahr
zeuge, bekannt, die insbesondere zur Erreichung einer
Gewichtsersparnis und damit leichten Ausgestaltung des
Kraftfahrzeugs eine Voll-Leichtmetall-Karosserie aufwei
sen, bei der nicht nur die Karosseriebleche, sondern auch
die Rahmenteile aus Leichtmetall, insbesondere Aluminium
bzw. einer Aluminiumlegierung, ausgebildet sind. Dies
bereitet besondere Schwierigkeiten bei der Panzerung
dieser Fahrzeuge. Gepanzerten Personenkraftfahrzeugen
soll nicht anzusehen sein, daß sie eine Panzerung aufwei
sen. Es sind daher Originalfahrzeuge durch Panzerung
umzubauen bzw. gepanzerte Fahrzeuge auf der Basis von
Originalserienfahrzeugen bei weitgehender Verwendung von
Originalteilen zu schaffen. Die sich bei den vorgenannten
Fahrzeugen mit einer Voll-Leichtmetall-Karosserie erge
benden Probleme bestehen einerseits in der Materialwahl
der Rahmenteile, die ebenfalls aus Aluminium bestehen und
daher mit dem Panzermaterial, nämlich Panzerstahl,
schlecht verbindbar sind. Darüber hinaus weisen Alumi
niumrahmen bzw. Leichtmetallrahmenteile, damit sie die
erforderliche Stabilität und Steifigkeit sicherstellen,
einen relativ großen Querschnitt auf, wodurch wiederum
einerseits die außenseitige Unterbringung von Panzer
stahlelementen und andererseits der Einsatz von Panzer
glasscheiben, also gegenüber üblichen Fensterscheiben
eines Fahrzeugs wesentlich verstärkten Scheiben, er
schwert bzw. unmöglich gemacht wird.
Zur Überwindung der vorgenannten Probleme sieht die
Erfindung einen Rahmen für ein Kraftfahrzeug, insbesonde
re einen Türrahmen, vor, der gekennzeichnet ist durch ein
mit einer Panzerstahleinlage verstärktes Karbonprofil.
Im Gegensatz zum Original-Leichtmetall-Rahmen, der ein
Hohlprofil ist, ist das Karbonprofil ein Vollprofil,
welches eine Panzerstahleinlage aufweist. Hierdurch
werden die vorgenannten Probleme vermieden: Die Verbin
dungsprobleme zwischen Leichtmetall und Stahl werden
völlig vermieden bzw. umgangen. Durch die Ausbildung des
Rahmen-Profils als Vollprofil aus Karbon mit einer Pan
zerstahleinlage wird bei geringem Gewicht, aufgrund der
Verwendung von Karbon und damit Beibehaltung des Ge
wichtsvorteils des Leichtmetall-Rahmens, eine hohe, der
Stabilität des Leichtmetall-Rahmens entsprechende Stabi
lität sichergestellt. Darüber hinaus kann der Querschnitt
des Karbon-Profils in beliebiger Form ausgebildet sein
und angepaßt werden, d. h. die Kontur des Querschnitts des
Profils kann über einen Teilumfang des Querschnitts dem
des Original-Leichtmetall-Profils entsprechen, so daß
hier Abdeckungen und Leisten des Serienfahrzeugs einge
setzt werden können; in Bereichen, wo die Original-Kontur
des Profils die oben genannten Nachteile aufweist, kann
die Kontur des Querschnitts des Karbon-Profils von der
Original-Kontur abweichen, so daß beispielsweise Platz
für eine verstärkte bzw. gepanzerte Scheibe geschaffen
werden kann. Demgemäß kann in einer äußerst bevorzugten
Ausgestaltung vorgesehen sein, daß das Karbonprofil im
Bereich einer Scheibe eine Ausnehmung aufweist.
Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sehen
vor, daß die Panzerstahleinlage einen rechteckigen Quer
schnitt aufweist, wobei hierdurch eine besonders gute
Panzerung und damit Schießfestigkeit im Bereich der
Panzerstahleinlage erreicht wird. Das Verhältnis von
Länge zu Stärke des Querschnitts der Panzerstahleinlage
kann insbesondere zwischen 3 : 1 und 15 : 1 und bevorzugter
weise zwischen 10 : 1 und 15 : 1 liegen.
In äußerst bevorzugter Ausgestaltung ist vorgesehen, daß
die Panzerstahleinlage geneigt zur Hauptebene des Rahmens
Karbonprofil ausgerichtet ist, wobei insbesondere die
Panzerstahleinlage derart im Karbonprofil ausgerichtet
ist, daß ihr Querschnitt schräg vom Fahrzeug- und Rahmen
inneren zum Fahrzeug- und Rahmenäußeren verläuft. Durch
diese Anordnung der Panzerstahleinlage wird einerseits
die Möglichkeit zu einer weitgehenden Anpassung des
Querschnitts des Karbonprofils an die Panzerungserforder
nisse erreicht, wobei in bevorzugter weiterer Ausgestal
tung vorgesehen ist, daß zwischen Panzerstahleinlage und
einer Panzerscheibe eine Überdeckung gegeben ist und/oder
daß die Panzerstahleinlage derart angeordnet ist, daß
eine vollständige Überdeckung zwischen ihr und einem
Dachgurt des Fahrzeugs gegeben ist.
Eine weitere äußerst bevorzugte Ausgestaltung sieht vor,
daß der Rahmen mit einer in seiner Ebene liegenden Pan
zerplatte vormontiert ist, wobei weiterhin auch die
Fensterheber bzw. die gesamte Fensterhebereinheit vormon
tiert werden kann, was bisher nicht möglich war und daher
einer Kostenreduzierung bei der Herstellung der ent
sprechenden Kraftfahrzeugteile führt. Wesentlich ist, daß
bis auf die für die Panzerung absolut notwendigen Elemen
te, nämlich den gepanzerten Rahmen selbst, die Panzer
glasscheibe sowie den Rahmen ausfüllende Panzerplatten,
ansonsten Originalteile des Serienfahrzeugs verwendet
werden können, insbesondere Dichtungsgummis, Leisten etc.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich
aus den Ansprüchen und aus der nachfolgenden Beschrei
bung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter
Bezugnahme auf die Zeichnung im einzelnen erläutert ist.
Dabei zeigt:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Rahmen für
eine Kraftfahrzeug-Tür mit einer
deren Unterteil panzernden Panzer
platte sowie Fensterheber;
Fig. 2 einen Schnitt entsprechend II-II der
Fig. 1 durch den oberen Bereich des
Rahmens; und
Fig. 3 eine Querschnittsdarstellung zum
Vergleich eines Original-Aluminium-Rahmens
mit einem erfindungsgemäß
gepanzerten Karbon-Rahmen.
In der Zeichnung ist ein Rahmen 1 für die Vordertür eines
Personenkraftfahrzeuges dargestellt. Die Erfindung be
zieht sich in gleicher Weise auch auf Rahmen von Hinter
türen und Heckklappen von Kraftfahrzeugen sowie sonstige
Rahmenbereiche von Kraftfahrzeugen, insbesondere in
Scheiben, und hier vor allem Panzerglasscheiben, tragen
den Bereichen.
Der erfindungsgemäße Rahmen 1 ist ein Verbundrahmen mit
einem Hauptteil 2 aus Karbon, in welches eine Panzer
stahleinlage 3 eingelegt ist.
Die Panzerstahleinlage 3 weist, wie aus Fig. 2 ersicht
lich, einen gestreckten rechteckigen Querschnitt auf und
ist zur durch A strichpunktiert angedeuteten Haupt ebene
des Rahmens 1 derart geneigt angeordnet, daß der recht
eckige Querschnitt der Panzerstahleinlage 3 schräg von
der Fahrzeug-Innenseite B des Rahmens zur Fahrzeug-Außen
seite C und vom Rahmen-Inneren D zum Rahmen-Äußeren
verläuft.
Das Verhältnis von Länge zu Breite des Querschnitts der
Panzerstahleinlage 3 liegt hier etwa zwischen 10 : 1 und
15 : 1.
Während der Rahmen 1 und damit das Karbonprofil 2 über
gesamten einer Panzerscheibe 4 abgewandten Bereich,
also über etwa 3/4 des Umfanges, dem Profil des Alumi
nium-Originalrahmens entspricht, weist das Karbonprofil
2 gegenüber dem hier gestrichelt angedeuteten Aluminium-Original
rahmen F zunächst im unteren Bereich oder zum
Rahmeninneren hin eine Verlängerung 5 auf, diese ermög
licht, die Panzerplatten möglichst weit zum Rahmen-Inne
ren hin zu erstrecken. Weiterhin weist das Karbonprofil 2
gegenüber dem Aluminium-Originalrahmen F zur Scheibe 4
eine Ausnehmung 6 auf (Fig. 3). Hierdurch wird er
reicht, daß eine Panzerglasscheibe 4 verwendet werden
kann, die auf ihrer nach außen, zu C hin, gerichteten
Seite der Originalscheibe entspricht, gegenüber dieser
verstärkt, nämlich eben als Panzerscheibe ausgebildet ist
und freie Stirnseiten 7a, 7b, 7c relativ zu ihrer Haupt
ebene bzw. der Ebene A mit einem Öffnungswinkel von
nahezu 90° aufweist. Durch beide Formabweichungen des
Karbonprofils 2 vom Profil des Originalrahmens F wird
sicher eine vollständige Überdeckung von Panzerstahlein
lage 3 und Panzerscheibe 4 erreicht, wie insbesondere der
Fig. 2 zu entnehmen ist.
Hierzu trägt die oben erwähnte Schräganordnung der Pan
zereinlage 3 bei, die durch diese Schrägstellung die
Ausnehmung 6 und damit die Verwendung der Panzerglas
scheibe 4 in der beschriebenen Form ermöglicht.
Die Schrägstellung sichert weiterhin eine entsprechende
vollständige Überdeckung bzw. Überlappung zwischen der
Panzereinlage 3 und dem Dachzug 8 des Fahrzeugs.
Zwischen dem in der Ausnehmung 6 eingelassenen Original-Dicht
gummi 9 und den freien Umfangsbereichen 7a-7c der
Panzerglasscheibe 4 wird eine vollständige Dichtung
sichergestellt.
Mit dem erfindungsgemäßen Rahmen 1 kann eine komplette
Türpanzerung 11 sowie eine Fensterhebereinheit 12 vormon
tiert sein, was zu einer Kostenreduzierung führt.
Mit 12 ist eine Kunststoffverkleidung des Dachzugs, mit
13 die am Fahrzeug befestigte Türdichtung des Original-Fahr
zeugs bezeichnet; 14 bezeichnet die seitlich herun
tergezogene Dachpanzerung.
Claims (9)
1. Rahmen für ein Kraftfahrzeugteil, insbesondere
Türrahmen, gekennzeichnet durch ein mit einer Pan
zerstahleinlage (3) verstärktes Karbonprofil (2).
2. Rahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Panzerstahleinlage (3) einen rechteckigen Quer
schnitt aufweist.
3. Rahmen nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Panzerstahleinlage
(3) geneigt zur Hauptebene (A) des Rahmens (1) im
Karbonprofil (2) ausgerichtet ist.
4. Rahmen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Panzerstahleinlage (3) derart im Karbonprofil
(2) ausgerichtet ist, daß ihr Querschnitt schräg vom
Fahrzeug- und Rahmeninneren zum Fahrzeug- und Rah
menäußeren verläuft.
5. Rahmen nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kontur des Karbon
profils (2) in einer Scheibe (4) abgewandten Berei
chen einem Original-Aluminiumrahmen entspricht.
6. Rahmen nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Karbonprofil (2) im
Bereich einer Scheibe (4) eine Ausnehmung (6) auf
weist.
7. Rahmen nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Panzerstahl
einlage (3) und einer Panzerscheibe (4) eine Über
deckung gegeben ist.
8. Rahmen nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Panzerstahleinlage
(3) derart angeordnet ist, daß eine vollständige
Überdeckung zwischen ihr und einem Dachgurt (B) des
Fahrzeugs gegeben ist.
9. Rahmen nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß er mit einer in seiner
Ebene liegenden Panzerplatte (9) vormontiert ist.
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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Owner name: PGAM HIGH PERFORMANCE PRODUCTS GMBH, 72766 REUTLIN |
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Owner name: INDIKAR INDIVIDUAL KAROSSERIEBAU GMBH, 08112 WILKA |
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| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20130301 |