DE19733211A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Entgasen, Homogenisieren, Emulgieren und/oder Dispergieren von Lack in einer Lackieranlage - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Entgasen, Homogenisieren, Emulgieren und/oder Dispergieren von Lack in einer LackieranlageInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entgasen, Homo
genisieren, Emulgieren und/oder Dispergieren von Lack in
einer Lackieranlage, die wenigstens einen mit einem
Vorratsvolumen an fließfähigem Lack gefüllten Vorrats
behälter aufweist, aus dem zum einen Lack entnommen und
einer Lackauftragseinrichtung zugeführt wird, und in den
zum andern kontinuierlich oder von Zeit zu Zeit Lack
nachgefüllt wird.
Des weiteren betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum
Entgasen, Homogenisieren, Emulgieren und/oder Dispergieren
von Lack in in einer Lackieranlage, mit einem Vorrats
behälter, der einen Aufnahmeraum enthält, der mit einem
Vorratsvolumen an fließfähigem Lack befüllbar ist, und mit
einer Entnahmeeinrichtung, die vorgesehen ist, um einer
Lackauftragseinrichtung zuzuführenden Lack aus dem
Aufnahmeraum zu entnehmen.
Beim Einsatz von Lackieranlagen tritt allgemein das
Problem auf, daß im Lack eingeschlossene Gase, insbesondere
Luft, eine Blasenbildung hervorrufen, die beim Lackauftrag
zu Qualitätseinbußen führt. Die Gas- bzw. Lufteinschlüsse
treten vor allem beim Nachfüllen des Vorratsbehälters auf,
aus dem der eingesetzten Lackauftragseinrichtung der auf
einen beliebigen Gegenstand aufzutragende Lack entnommen
wird. Bislang bedient man sich zur Verringung der Proble
matik aufwendiger Filtereinrichtungen, mechanischer Mani
pulationen oder dem Lack zugesetzter und entgasend
wirkender chemischer Additive. Abgesehen von dem daraus
resultierenden hohen anlagentechnischen Aufwand ist das
Ergebnis jedoch noch immer nicht optimal und prozeß
reproduzierbar.
Vor allem auf Gebieten, in denen eine hochwertige Lackierung
gefordert ist, beispielsweise in der Fahrzeug- oder Möbel
industrie, besteht somit das Bedürfnis nach Bereitstellung
eines Verfahrens und/oder einer Vorrichtung zum Entgasen,
Homogenisieren, Emulgieren und/oder Dispergieren von Lack,
das bzw. die bei verhältnismäßig geringem Aufwand ein
qualitativ hochwertiges Arbeitsergebnis liefert.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einem Verfahren der
eingangs genannten Art vorgesehen, daß man das Vorrats
volumen flüssigen Lackes Ultraschallwellen aussetzt.
In Zusammenhang mit einer Vorrichtung der eingangs ge
nannten Art wird die zugrundeliegende Aufgabe dadurch
gelöst, daß eine Ultraschall-Generatoreinrichtung derart
angeordnet ist, daß die von ihr erzeugten Ultraschall
wellen das im Aufnahmeraum des Vorratsbehälters befind
liche Vorratsvolumen an Lack beaufschlagen.
Auf diese Weise wird das Entgasen, das Homogenisieren,
Emulgieren und/oder Dispergieren des Lackes von Ultra
schallwellen hervorgerufen, die auf das im Vorratsbehälter
befindliche Lack-Vorratsvolumen einwirken. Die Ultra
schallwellen veranlassen die im Lack befindlichen Gas
blasen und dabei vor allem die vorhandenen Luftblasen zu
einem raschen Aufsteigen, bis sie an der Oberfläche des
Lack-Vorratsvolumens aus diesem austreten. Dieser Ent
gasungseffekt stellt sich selbst bei Lacken ein, die über
eine verhältnismäßig hohe Viskosität verfügen. Der zur
Realisierung erforderliche bauliche Aufwand ist verhält
nismäßig gering, und die Lackqualität wird durch die
Ultraschallbehandlung nicht beeinträchtigt. Außerdem läßt
sich in vielen Fällen der Verbrauch an chemischen Zusatz
mitteln , beispielsweise sogenannten Entschäumungsmitteln,
erheblich reduzieren. Alle luftmitreißenden Lackförder
vorgänge sind im Umlaufbetrieb durch die erfindungsgemäßen
Maßnahmen prozeßbeherrschbar.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindungen gehen aus den
Unteransprüchen hervor.
Zweckmäßigerweise sieht man im Vorratsbehälter eine Unter
teilung in wenigstens einen Nachfüllbereich und wenigstens
einen Entnahmebereich vor, wobei die bei den Bereiche
fluidisch kommunizieren, so daß im Nachfüllbereich ein
gefüllter Lack nur unter Zurücklegung eines bestimmten
Überströmweges in den Entnahmebereich gelangen kann, von
dem aus mittels einer geeigneten Entnahmeeinrichtung,
beispielsweise einer Pumpe, die angeschlossene Lack
auftragseinrichtung gespeist wird. Dabei ist vorgesehen,
daß sich die Ultraschallbeaufschlagung des Lack-Vorrats
volumens im wesentlichen auf den Nachfüllbereich be
schränkt, so daß die Entgasung stattfinden kann, bevor der
Lack in den Entnahmebereich gelangt. Die Anordnung ist
insbesondere so getroffen, daß der nachgefüllte Lack nur
verzögert in den Entnahmebereich gelangen kann und somit
über eine ausreichend lange Verweildauer im Nachfüll
bereich verbleibt, um den Entgasungsprozeß durchzuführen.
Die viskositätskontrollierte Lackkonditionierung ist eine
weitere wesentliche Einsatzmöglichkeit der Erfindung.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden
Zeichnung näher erläutert. Die einzige Zeichnung zeigt in
schematischer Darstellung eine beispielhafte Lackieranlage
mit einem im Längsschnitt gezeigten Vorratsbehälter, dem
eine Ultraschall-Generatoreinrichtung zugeordnet ist.
Die in der Zeichnung exemplarisch abgebildete Lackier
anlage 1 verfügt über einen Vorratsbehälter 2, der dazu
dient, in einem Aufnahmeraum 3 ein Vorratsvolumen 4
fließfähigen Lackes aufzunehmen und zur weiteren Ver
arbeitung bereitzustellen.
Des weiteren enthält die Lackieranlage 1 mehrere Lack
auftragseinrichtungen 5, von denen in der Zeichnung aller
dings nur eine dargestellt ist. Die jeweilige Lackauf
tragseinrichtung 5 ist in an sich bekannter Weise ausge
staltet und beim Ausführungsbeispiel von einer Lackgieß
einrichtung gebildet, die einen fallenden Lackvorhang 6
erzeugt, durch den die zu lackierenden Gegenstände hin
durchgeführt werden. Im einzelnen verfügt die beispiels
gemäße Lackauftragseinrichtung 5 über einen gemäß Pfeil 7
mit aus dem Aufnahmeraum 3 stammendem flüssigem Lack
gespeisten Gießkopf 8, der den Lackvorhang 6 erzeugt und
dem mit Abstand unterhalb ein Auffangbecken 12 gegenüber
liegt, das den unverbrauchten Lack auffängt. Dieser wird
dann gemäß Pfeil 13 über eine Rückführeinrichtung 14 in
den Aufnahmeraum 3 zurückgeführt, so daß das Lack-
Vorratsvolumen 4 kontinuierlich mit unverbrauchtem Lack
nachgefüllt wird. Dieser Vorgang verursacht hauptsächlich
den nachteiligen Luft- bzw. Gaseintrag.
Die Speisung der Lackauftragseinrichtung 5 erfolgt über
eine Zuführeinrichtung 15, zu der eine beim Ausführungs
beispiel über eine Pumpe P verfügende Entnahmeeinrichtung
16 gehört, die mit einem Ansaugrohr 17 in einem Entnahme
bereich 18 insbesondere von oben her in das Lack-Vorrats
volumen 4 eintaucht.
Der beim Ausführungsbeispiel verwendete Vorratsbehälter 2
hat einen rechteckförmigen Grundriß, wobei entgegenge
setzten Stirnseiten jeweils ein Entnahmebereich 18 zuge
ordnet ist, aus dem eine der beiden vorhandenen Lack
auftragseinrichtungen 5 mit aufzutragen dem Lack versorgt
werden. Die Einspeisung der zurückgeführten Lackmenge
erfolgt gemäß Pfeilen 21 von oben her in einen Nachfüll
bereich 22, der beim Ausführungsbeispiel zwischen den
beiden Entnahmebereichen 18 liegt.
Ferner ist zweckmäßigerweise eine Lösemittel-Einspeise
einrichtung 23 vorhanden, über die dem im Nachfüllbereich
22 befindlichen Volumenanteil des Lack-Vorratsvolumens 4
bei Bedarf Lösemittel zugemischt werden kann.
Schließlich ist auch noch eine rein schematisch darge
stellte Lack-Nachfülleinrichtung 24 vorhanden, durch die
die beim Lackauftrag verbrauchte Lackmenge ersetzt wird,
indem im Nachfüllbereich 22 ständig oder intervallweise
von Zeit zu Zeit eine der verbrauchten Lackmenge ent
sprechende Menge frischen Lackes gemäß Pfeil 25 nachge
füllt wird.
Der Vorratsbehälter 2 ist zweckmäßigerweise mit nicht
näher dargestellten Einrichtungen zur Niveaukontrolle und
Temperaturregelung bzw. Kühlung des Lack-Vorratsvolumens 4
ausgestattet. Weniger Volumen hat höhere Temperaturen zur
Folge, die zu einer schnelleren Entgasung führen.
Beim Einspeisen sowohl des Lackes als auch des eventuell
verwendeten Lösemittels bilden sich im Lack-Vorratsvolumen
4 Gasblasen, sei es durch eingeschlossene Luft oder durch
eingeschlossene Lösemitteldämpfe. Würde der derart gas
durchsetzte Lack der Lackauftragseinrichtung 5 zugeführt,
hätte dies eine erhebliche Qualitätsminderung der auf dem
zu lackierenden Gegenstand erzeugten Lackschicht zur
Folge. Der Lack kann Blasenbildung aufweisen oder gar vom
lackierten Gegenstand abplatzen. Um dies zu verhindern,
ist eine allgemein mit Bezugsziffer 26 versehene und als Ent
gasungsvorrichtung bezeichnete Vorrichtung vorgesehen, die
ein Entweichen des eingeschlossenen bzw. gelösten Gases
aus dem Lack verursacht, noch während dieser sich im
Aufnahmeraum 3 befindet und bevor er in den Einflußbereich
der ansaugend wirkenden Entnahmeeinrichtung 16 gelangt.
Die Entgasungsvorrichtung bewirkt vorzugsweise auch ein
Homogenisieren, Emulgieren und Dispergieren des Lackes.
Vorteilhafte Auswirkungen auf den erzeugten und vernetzten
Lackfilm sind unter anderem auch eine Blasenreduzierung,
eine Kocherreduzierung (Füllerkocher, Klarlackkocher),
eine Reduzierung von sogenannten Pinholes und Nadel
stichen, eine Kraterreduzierung (Füllerkrater) sowie eine
Reduzierung sogenannter Stippen (Füllerstippen, Klarlack
stippen).
Wesentlicher Bestandteil der Entgasungsvorrichtung 26 ist
eine Ultraschall-Generatoreinrichtung 27, die derart im
Bereich des Vorratsbehälters 2 angeordnet ist, daß die von
ihr erzeugten Ultraschallwellen 28 das im Aufnahmeraum 3
befindliche Lack-Vorratsvolumen 4 beaufschlagen.
In dem den Ultraschallwellen ausgesetzten Volumenanteil
des Lack-Vorratsvolumens 4 werden die eingeschlossenen
Gasmengen zu einem raschen vertikalen Aufsteigen im Lack-
Vorratsvolumen 4 veranlaßt, was durch Pfeile 29 angedeutet
ist. Die Gase treten an der nach oben weisenden Oberfläche
32 des Lack-Vorratsvolumens 4 aus und können, je nach Gas
art, freigesetzt oder auch abgesaugt werden.
Die Ultraschall-Generatoreinrichtung 27 kann von an sich
bekanntem Aufbau sein und mindestens einen Generator
und/oder wenigstens eine Schwingeinrichtung (z. B.
gekapselter Ultraschallschwinger bzw. Transistoren oder
auch Rohrresonatoren) enthalten, die bei Erregung die
Schallwellen 28 erzeugen. Die ausgesendete mechanische
Bewegung wird umgesetzt in wechselnde Hoch- und Nieder
druckphasen. Die Druckdifferenz ist sehr hoch. Die re
sultierende Kavitation hat unter anderem die Entgasung zur
Folge.
Luft und andere Gase, die gelöst im Flüssigmedium, z. B.
Lack, vorliegen, diffundieren in die Kavitationsblasen.
Das Gas widersteht dem Blasenzusammenbruch und baut somit
Energie ab. In wenigen Minuten wachsen diese Gassammel
stellen an, steigen zur Oberfläche auf und zerbersten
dort. Die Entgasung geht bei erhöhter Temperatur schneller
vonstatten.
Die Entgasung ist ein notwendiger Nebeneffekt des Kavi
tierens.
Ultraschall-Generatoren gehören als solches zum Stand der
Technik, so daß sich an dieser Stelle eine nähere Be
schreibung ihres Aufbaus und Wirkprinzips erübrigt.
Die Ultraschall-Generatoreinrichtung 27 kann über einen
oder über mehrere Ultraschall-Generatoren verfügen, wobei
sie beim Ausführungsbeispiel mit nur einem Ultraschall-
Generator ausgestattet ist. Ferner befindet sich beim
Ausführungsbeispiel die gesamte Ultraschall-Generator
einrichtung 27 außerhalb des Aufnahmeraums 3, so daß sie
mit dem Lack-Vorratsvolumen 4 nicht in Berührung gelangt
und keine besonderen Maßnahmen hinsichtlich geeigneter
Abdichtung zu treffen sind. Außerdem ist zu Wartungs
zwecken eine gut Zugänglichkeit gegeben. Aus sicherheits
technischen Gründen ist ferner eine Preßluftflutung der
Schwingeinrichtungen durchführbar.
Bevorzugt sitzt die Ultraschall-Generatoreinrichtung 27
unterhalb der den Aufnahmeraum 3 an der Unterseite be
grenzenden Bodenwand 33 des Vorratsbehälters 2. Der
Vorratsbehälter 2 kann zur Schaffung von ausreichendem
Einbauraum auf einer geeigneten Tragstruktur 31 angeordnet
sein, die ihn über Erdbodenniveau hält. Dabei kann die
Ultraschall-Generatoreinrichtung 27 an einer separaten
Tragstruktur gehalten sein oder ist, wie dies beim Aus
führungsbeispiel der Fall ist, am Vorratsbehälter 2 befestigt.
Bei einer strichpunktiert angedeuteten und mit Bezugs
ziffer 27' versehenen alternativen Bauform befindet sich
die gesamte Ultraschall-Generatoreinrichtung 27 im Innern
des Aufnahmeraums 3 und wird vom eingefüllten Lack-
Vorratsvolumen 4 vorzugsweise vollständig umschlossen. Sie
kann hierzu beispielsweise an der Innenseite der Bodenwand
33 angeordnet und vorzugsweise in einem Gehäuse aus
flüssigkeitsdichtem Stahl untergebracht sein, das sich
abgetaucht im Lackvolumen befindet.
Insbesondere wenn die Ultraschall-Generatoreinrichtung
über mehrere Ultraschall-Generatoren verfügt, ist auch
eine Bauweise möglich, bei der sich die Ultraschall-
Generatoreinrichtung teils außerhalb und teils innerhalb
des Aufnaheraumes 3 befindet.
Es ist zweckmäßig, nicht das gesamte Lack-Vorratsvolumen 4
mit beim Ausführungsbeispiel von unten her eingeleiteten
Ultraschallwellen zu beaufschlagen, sondern lediglich
einen Teilbereich des Aufnahmeraums 3 als Entgasungs
bereich 34 auszuführen, in dem zumindest der größte Teil
des Entgasungsprozesses stattfindet. Bevorzugt wird als
Entgasungsbereich wie beim Ausführungsbeispiel der
Nachfüllbereich 22 herangezogen, in dem üblicherweise das
Nachfüllen des Lackes erfolgt und in dem die größte Inten
sität an Erzeugung von Gasblasen im Lack-Vorratsvolumen 4
zu verzeichnen ist. Die Ultraschall-Generatoreinrichtung
27 ist dann zweckmäßigerweise so angeordnet, daß die von
ihr erzeugten Ultraschallwellen im wesentlichen nur den im
Nachfüllbereich 22 befindlichen Volumenanteil des Lack-
Vorratsvolumens beaufschlagen, während diejenigen Volumen
anteile des Lack-Vorratsvolumens 4, die sich in den Ent
nahmebereichen 18 befinden, von Ultraschallwellen un
beaufschlagt bleiben können.
Beim Ausführungsbeispiel sind der Nachfüllbereich 22 und
die Entnahmebereiche 18 durch jeweils eine Unterteilungs
einrichtung 35 derart voneinander abgeteilt, daß der Lack
nur auf einem vorbestimmten Überströmweg 36 vom Nachfüll
bereich 22 in den Entnahmebereich 18 überströmen kann.
Dabei ist die Unterteilungseinrichtung 35 so ausgelegt,
daß in den Nachfüllbereich 22 nachgefüllter Lack nur mit
einer gewissen Zeitverzögerung in den Entnahmebereich 18
gelangen kann. Dadurch ist eine ausreichend lange Verweil
dauer des mit Gas und dabei in der Regel mit Luft ver
setzten Lackes im Entgasungsbereich 34 gewährleistet, um
das Austreten zumindest des größten Teils der vorhandenen
Gaseinschlüsse aus dem Lack-Vorratsvolumen 4 zu gewähr
leisten.
Die Unterteilungseinrichtung 35 verhindert auch ein un
kontrolliertes Vermischen des nachgefüllten Lackes mit dem
bereits im Aufnahmeraum 3 vorhandenen Lack und sorgt
dafür, daß in den Entnahmebereich 18 im wesentlichen nur
Lack ohne Gaseinschlüsse gelangt. Die Lackströmung beim
Durchlaufen des Überströmweges 36 ist in der Zeichnung
durch Pfeile 37 verdeutlicht.
Beim Ausführungsbeispiel sind die Unterteilungseinrich
tungen 35 labyrinthartig ausgeführt. Sie verfügen jeweils
über zwei sich in Höhenrichtung und zweckmäßigerweise
vertikal erstreckende Unterteilungswände 38, 39, die so
angeordnet sind, daß sich ein kanalähnlicher, labyrinth
artigen Verlauf aufweisender Überströmweg 36 einstellt.
Die erste Unterteilungswand 38 ist an einer den Aufnahme
raum 3 oben abschließenden Deckenwand 42 angebracht und
erstreckt sich ausgehend von dieser im Aufnahmeraum 3 nach
unten, wobei sie in das Lack-Vorratsvolumen 4 eintaucht.
Sie endet allerdings mit Abstand oberhalb der Bodenwand
33, so daß zwischen der ersten Unterteilungswand 38 und
der Bodenwand 33 eine Überströmöffnung 43 verbleibt.
Horizontal beabstandet zu der ersten Unterteilungswand 38
ist die näher am Entnahmebereich 18 liegende zweite Unter
teilungswand 39 vorgesehen. Sie ist an der Bodenwand 33
festgelegt und ragt ausgehend von dieser nach oben in das
Lack-Vorratsvolumen hinein, wobei ihr oberes Ende aller
dings innerhalb des Lack-Vorratsvolumens 4 liegt, dessen
Füllstand höher ist als die Höhe der zweiten Unter
teilungswände 39.
Beide Unterteilungswände 38, 39 erstrecken sich jeweils
über die gesamte Breite des Aufnahmeraumes 3, so daß der
Überströmweg 36 von dem Zwischenraum zwischen den beiden
benachbarten ersten und zweiten Unterteilungswänden 38, 39
definiert ist. Der Lack gelangt dadurch in den Entnahme
bereich 18, daß er zunächst in dem zwischen den beiden
ersten Unterteilungswänden 38 definierten Bereich absinkt
und dann durch die Überströmöffnungen 43 hindurch in den
Zwischenraum zwischen den jeweils benachbarten ersten und
zweiten Unterteilungswänden 38, 39 gelangt und in diesem
aufsteigt, bis er über die obere Kante der hochragenden
zweiten Unterteilungswände 39 hinweg in den Entnahme
bereich 18 unter den Einfluß der Entnahmeeinrichtung 16
gelangt.
Die Ultraschall-Generatoreinrichtung 27 ist so angeordnet,
daß der hauptsächliche Entgasungsprozeß in dem zwischen
den beiden ersten Unterteilungswänden 38 liegenden Bereich
stattfindet. Allerdings kann auch im Bereich des Über
strömweges 36 noch eine Entgasung stattfinden, da die
aufsteigenden Gasblasen durch die äußeren zweiten Unter
teilungswände 39 an einem überströmen in den Entnahme
bereich 18 gehindert sind.
Bei Bedarf könnte jede Unterteilungseinrichtung 35 auch
mit mehr als zwei Unterteilungswänden ausgestattet werden,
um einen noch größeren Labyrintheffekt zu erzielen. Auch
wäre es denkbar, die am nächsten zum Nachfüllbereich 22
liegenden Wände entgegengesetzt zur Darstellung in der
Zeichnung als von der Bodenwand 33 hochragende Wände aus
zuführen und die von oben nach unten ragenden Unter
teilungswände im Anschluß daran zum Entnahmebereich 18 hin
versetzt vorzusehen.
Der Aufnahmeraum 3 könnte, vor allem wenn nur eine Lack
auftragseinrichtung 5 vorhanden ist, mit lediglich einem
Entnahmebereich 18 ausgestattet sein.
Die Ultraschall-Generatoreinrichtung kann nach Bedarf
ständig in Betrieb sein oder lediglich zeitweise, um eine
intervallartige Ultraschallerzeugung hervorzurufen.
Zweckmäßigerweise wird der Vorratsbehälter 2 mit isolier
ter Außenwandung ausgeführt, eine doppelwandige Ausführung
empfiehlt sich zur Gewährleistung der Kühlfunktion. Zur
Vermeidung von Kondenswasserbildung ist eine Niveau
steuerung für den Füllstand des Lackvolumens möglich.
Claims (16)
1. Verfahren zum Entgasen, Homogenisieren, Emulgieren
und/oder Dispergieren von Lack in einer Lackieranlage (1),
die wenigstens einen mit einem Vorratsvolumen (4) an
fließfähigem Lack gefüllten Vorratsbehälter (2) aufweist,
aus dem zum einen Lack entnommen und einer Lackauftrags
einrichtung (5) zugeführt wird, und in den zum andern
kontinuierlich oder von Zeit zu Zeit Lack nachgefüllt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß man das Vorratsvolumen
(4) flüssigen Lackes Ultraschallwellen (28) aussetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Ultraschallwellen (28) von unten her in das
Lack-Vorratsvolumen (4) einleitet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß man im wesentlichen nur den Volumenanteil
des Lack-Vorratsvolumens (4), in dessen Bereich das Nach
füllen von Lack erfolgt, mit Ultraschallwellen (28) be
aufschlagt, während man denjenigen Volumenanteil des Lack-
Vorratsvolumens (4), aus dem Lack für die Lackauftrags
einrichtung (6) entnommen wird, unbeaufschlagt läßt.
4. Vorrichtung zum Entgasen, Homogenisieren,
Emulgieren und/oder Dispergieren von Lack in einer
Lackieranlage (1), mit einem Vorratsbehälter (2), der einen
Aufnahmeraum (3) enthält, der mit einem Vorrats-Volumen
(4) an fließfähigem Lack befüllbar ist, und mit einer Ent
nahmeeinrichtung (16), die vorgesehen ist, um einer Lack
auftragseinrichtung (5) zuzuführenden Lack aus dem Auf
nahmeraum (3) zu entnehmen, gekennzeichnet durch eine
Ultraschall-Generatoreinrichtung (27), die derart ange
ordnet ist, daß die von ihr erzeugten Ultraschallwellen
(28) das im Aufnahmeraum (3) des Vorratsbehälters (2)
befindliche Vorratsvolumen (4) an Lack beaufschlagen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß die Ultraschall-Generatoreinrichtung (27) wenig
stens teilweise und vorzugsweise in ihrer Gesamtheit im
Innern des Aufnahmeraumes (3) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß der im Aufnahmeraum (3) befindliche Bestandteil
der Ultraschall-Generatoreinrichtung (27') so angeordnet
ist, daß er vom eingefüllten Lack-Vorratsvolumen (4) um
schlossen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß die Ultraschall-Generatoreinrichtung (27) wenig
stens teilweise und vorzugsweise in ihrer Gesamtheit
außerhalb des Aufnahmeraumes (3) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der außerhalb des Aufnahmeraumes (3) befindliche
Bestandteil der Ultraschall-Generatoreinrichtung (27)
außerhalb des Aufnahmeraumes (3) unterhalb der den Auf
nahmeraum (3) unten begrenzenden Bodenwand (33) des
Vorratsbehälters (2) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß lediglich ein Teilbereich des
Aufnahmeraumes (3) als von den Ultraschallwellen (28) der
Ultraschall-Generatoreinrichtung (27) wirksam beaufschlag
ter Entgasungsbereich (34) ausgeführt ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeich
net, daß der Aufnahmeraum (3) des Vorratsbehälters (2) in
wenigstens einen Nachfüllbereich (22), in dem das Nach
füllen von Lack erfolgt, und wenigstens einen mit dem
Nachfüllbereich (22) fluidisch kommunzierenden Entnahme
bereich (18), aus dem der der Lackauftragseinrichtung (5)
zuzuführende Lack entnommen wird, unterteilt ist, wobei
der Entgasungsbereich (34) zumindest im wesentlichen mit
dem Nachfüllbereich (22) zusammenfällt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich
net, daß der Nachfüllbereich (22) und der Entnahmebereich
(18) durch eine Unterteilungseinrichtung (35) voneinander
abgeteilt sind, die derart einen Überströmweg (36)
zwischen Nachfüllbereich (22) und Entnahmebereich (18)
definiert, daß in den Nachfüllbereich (22) nachgefüllter
Lack verzögert in den Entnahmebereich (18) gelangt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß die Unterteilungseinrichtung (35) labyrinthartig
ausgeführt ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Unterteilungseinrichtung (35) über
wenigstens zwei in Höhenrichtung und insbesondere vertikal
verlaufende Unterteilungswände (38, 39) verfügt, deren
eine (38) von oben und deren andere (39) von unten in das
Lack-Vorratsvolumen (4) eintaucht, wobei sie sich in
Höhenrichtung überlappen und zumindest im Überlappungs
bereich unter Vorgabe eines kanalähnlichen Überströmweges
(36) horizontal mit Abstand zueinander angeordnet sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeich
net, daß die dem Nachfüllbereich (22) unmittelbar benach
barte Unterteilungswand (38) sich von oben her in das
Lack-Vorratsvolumen (4) erstreckt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß die Lackauftragseinrichtung
(5) eine einen fallenden Lackvorhang (6) erzeugende Lack
gießeinrichtung ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 15,
gekennzeichnet durch eine den Arbeitsbereich der Lack
auftragseinrichtung (5) mit dem Vorratsbehälter (2) ver
bindende Rückführeinrichtung (14) für unverbrauchten Lack.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19733211A DE19733211A1 (de) | 1997-08-01 | 1997-08-01 | Verfahren und Vorrichtung zum Entgasen, Homogenisieren, Emulgieren und/oder Dispergieren von Lack in einer Lackieranlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19733211A DE19733211A1 (de) | 1997-08-01 | 1997-08-01 | Verfahren und Vorrichtung zum Entgasen, Homogenisieren, Emulgieren und/oder Dispergieren von Lack in einer Lackieranlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19733211A1 true DE19733211A1 (de) | 1998-12-03 |
Family
ID=7837625
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19733211A Ceased DE19733211A1 (de) | 1997-08-01 | 1997-08-01 | Verfahren und Vorrichtung zum Entgasen, Homogenisieren, Emulgieren und/oder Dispergieren von Lack in einer Lackieranlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19733211A1 (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1457313B2 (de) * | 1963-05-09 | 1971-06-03 | Guenn, Robert, Viroflay, Seine et Oise, (Frankreich) | Vorrichtung zur homogenisierung eines gemisches aus einer fluessigkeit und wenigstens einem anderen stoff durch ultra schallschwingungen |
| DE2848661C2 (de) * | 1978-11-09 | 1987-03-12 | Fuji Photo Film Co., Ltd., Minami-Ashigara, Kanagawa | Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Blasen aus einer Flüssigkeit |
| DE2933176C2 (de) * | 1978-01-18 | 1987-05-21 | Reson System Aps | Verfahren und ultraschallvorrichtung zur kontinuierlichen homogenisierung oder emulgierung von fluessigkeiten. |
| DE4404877C1 (de) * | 1994-02-17 | 1995-03-02 | Ksk Industrielackierungen Gmbh | Lackierverfahren und zur Durchführung des Verfahrens geeignete Lackgießvorrichtung |
-
1997
- 1997-08-01 DE DE19733211A patent/DE19733211A1/de not_active Ceased
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1457313B2 (de) * | 1963-05-09 | 1971-06-03 | Guenn, Robert, Viroflay, Seine et Oise, (Frankreich) | Vorrichtung zur homogenisierung eines gemisches aus einer fluessigkeit und wenigstens einem anderen stoff durch ultra schallschwingungen |
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| DE2848661C2 (de) * | 1978-11-09 | 1987-03-12 | Fuji Photo Film Co., Ltd., Minami-Ashigara, Kanagawa | Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Blasen aus einer Flüssigkeit |
| DE4404877C1 (de) * | 1994-02-17 | 1995-03-02 | Ksk Industrielackierungen Gmbh | Lackierverfahren und zur Durchführung des Verfahrens geeignete Lackgießvorrichtung |
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