DE19733842C2 - Verbrennungskraftmaschine mit einer Einrichtung zur Drehzahlansteuerung - Google Patents
Verbrennungskraftmaschine mit einer Einrichtung zur DrehzahlansteuerungInfo
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Abstract
Mit einer Zusatzschaltung soll das Erreichen einer konstant zu haltenden, voreingestellten Drehzahl einer Kraftmaschine als zentrale Antriebseinheit für eine oder mehrere Arbeitsmaschinen erleichtert werden. Durch die Zusatzschaltung wird mit der Inbetriebnahme der Arbeitsmaschinen die elektronische Drehzahlregelungseinrichtung aktiviert und in Verbindung mit dieser die voreinstellbare Drehzahl der Kraftmaschine automatisch angesteuert und fixiert.
Description
Verbrennungskraftmaschine mit einer elektronischen Drehzahlregelungseinrichtung (5)
(Tempomat) und einer Einrichtung zur Ansteuerung einer vorgegebenen, konstant zu
haltenden Drehzahl als Antriebseinheit für eine oder mehrere zuschaltbare Arbeitsmaschinen.
Zur automatischen Regelung der Drehzahlen von Verbrennungskraftmaschinen sind
elektronische Regelungseinrichtungen bekannt, die jeweils mit einer mechanischen
Betätigungsvorrichtung, z. B. Handschalter oder Gaspedal, versehen sind. Durch die
willkürliche Betätigung dieser Elemente kann die gewünschte Drehzahl des Antriebsmotors
manuell angesteuert werden. Es darf hierzu auf die bekannten Tempomat-
Regelungseinrichtungen in Kraftfahrzeugen hingewiesen werden.
Die wählbare Drehzahl oder Fahrgeschwindigkeit wird auf dem eingestellten Wert konstant
gehalten, bis ein gegenteiliger, mechanisch durch den Benutzer eingegebener Befehl,
beispielsweise über das Bremspedal, wirksam wird.
Hierbei wird es dem Benutzer überlassen, welche Drehzahl oder Fahrgeschwindigkeit im
Arbeits-Regelbereich eingestellt wird.
Der Nachteil dieser Technik für eine Kraftmaschine in Verbindung mit einer anzutreibenden
Arbeitsmaschine ist das häufige Inbetriebnehmen und wieder Außerbetriebsetzen der
automatischen Drehzahlregelungseinrichtung, da der Benutzer bei jeder Arbeitsdrehzahl
änderung die entsprechenden Werte an der Kraftmaschine manuell neu einzustellen hat. Das
wirkt sich um so ungünstiger aus, je mehr voneinander unabhängige Arbeitsmaschinen von
einer gemeinsamen Kraftmaschine angetrieben werden. Die DE 43 15 362 A1 beschreibt eine
Antriebseinheit für eine Arbeitsvorrichtung, deren Betrieb zwischen zwei Grenzwerten so
geregelt wird, daß sich ein leiser, umweltfreundlicher und materialschonender Betrieb ergibt.
Das dafür vorteilhafte Verfahren gibt jedoch keine Hinweise darauf, wie für eine
Kraftmaschine, in Verbindung mit einer anzutreibenden Arbeitsmaschine, das häufige
Inbetriebnehmen und wieder Außerbetriebsetzen einer vorhandenen automatischen
Drehzahlregelungseinrichtung für den Benutzer, der bei jeder Arbeitsdrehzahländerung die
entsprechenden Werte an der Kraftmaschine manuell neu einzustellen hat, verbessert werden
kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Verbrennungskraftmaschine mit einer Einrichtung zu
versehen, mit der ohne Eingriff in die Motorelektronik das Erreichen der konstant zu
haltenden, voreingestellten Drehzahl einer Kraftmaschine als zentrale Antriebseinheit für eine
oder mehrere zuschaltbare Arbeitsmaschinen für die Bedienungsperson erleichtert wird. Die
Erfindung löst diese Aufgabe durch eine Zusatzschaltung mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1.
Die Zusatzschaltung wird beim Einschalten der Arbeitsmaschine automatisch aktiviert und
dadurch eine voreinstellbare, konstante Drehzahl der Antriebsmaschine automatisch
angesteuert. Die Bedienungsperson muß diese Aufgabe nicht bei jeder Inbetriebnahme der
Antriebsmaschine manuell ausführen. Fehleinstellungen der Arbeitsdrehzahl der
Antriebsmaschine werden dadurch weitgehendst vermieden. Von besonderem Vorteil ist, daß
durch die Anordnung einer extern zu bedienenden Zusatzschaltung in die motoreigene
Elektronik nicht eingegriffen werden muß. Sie bleibt völlig unverändert.
Die erfindungsgemäße Zusatzschaltung ist insbesondere bei einem Einsatz für Straßen
reinigungsfahrzeuge von großem Vorteil. Diese sind mit mehreren Arbeitsmaschinen, also
mehreren Leistungsabnehmern, wie Antriebsräder, Kehrbürsten, Saugeinrichtung und
dergleichen, ausgerüstet, wobei die Kraftübertragung hydraulisch erfolgt. Der Antriebsmotor
treibt eine Hydraulikpumpe in Form einer Schwenkpumpe an, deren Druckölstrom auf die
Leistungsabnehmer verteilt wird. Die Konstanthaltung der Drehzahl der Antriebsmaschine ist
erforderlich, weil die Saugeinrichtung auch beim Stillstand des Fahrzeugs in Betrieb bleibt.
Beim Zuschalten weiterer Abnehmer, wie Kehrbürsten und Radantrieb, wird lediglich das
Drehmoment des Antriebsmotors über die Motorelektronik erhöht, indem die Kraftstoffzufuhr
entsprechend vergrößert wird. Ein Abweichen von der konstanten Motordrehzahl stellt sich
nur beim Abschalten aller Verbraucher ein. In diesem Fall geht die Drehzahl auf die
Leerlaufdrehzahl zurück. Beim Einschalten der Hydraulikpumpe für die Arbeitsmaschinen wird
automatisch die Zusatzschaltung über einen externen Schaltkontakt aktiviert. Nach dem
Erreichen der voreingestellten Drehzahl des Antriebsmotors wird die Zusatzschaltung
automatisch abgeschaltet, da sie mit einer Einrichtung zum Soll-/Istwert-Vergleich ausgerüstet
ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch in Form von
Blockschaltbildern dargestellt und erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 die Verbindung der Zusatzschaltung mit der Elektronik eines Antriebsmotors und
Fig. 2 das Blockschaltbild der Zusatzschaltung.
Durch einen externen Schaltkontakt 1 wird die Zusatzschaltung 2 aktiviert. Sie ist mit einem
Sollwertspeicher 3 versehen und steuert über die der Motorelektronik 4 zugeordnete Drehzahl
regelungseinrichtung 5 eine voreinstellbare und konstant zu haltende Motordrehzahl selbsttätig
an. Hierzu aktiviert die Zusatzschaltung die Drehzahlregelungseinrichtung 5 der
Motorelektronik über ein Steuersignal S1. Zusätzlich wird das Steuersignal S2 für die
Drehzahlerhöhung so lange eingegeben, bis am Eingang der Zusatzschaltung ein der
voreingestellten Motordrehzahl proportionales Motordrehzahlsignal S0 erfaßt wird.
Mit 6 ist der Antriebsmotor und mit 7 der Motorkabelbaum bezeichnet. Innerhalb der
Zusatzschaltung befindet sich eine Soll-/Istwert-Vergleichsschaltung 8.
Claims (7)
1. Verbrennungskraftmaschine mit einer elektronischen Drehzahlregelungseinrichtung (5)
(Tempomat) und einer Einrichtung zur Ansteuerung einer vorgegebenen, konstant zu
haltenden Drehzahl als Antriebseinheit für eine oder mehrere zuschaltbare Arbeitsmaschinen,
gekennzeichnet durch eine Zusatzschaltung (2), durch welche mit der Inbetriebnahme
wenigstens einer der Arbeitsmaschinen die elektronische Drehzahlregelungseinrichtung (5)
aktivierbar und in Verbindung mit dieser die voreinstellbare Drehzahl der Kraftmaschine
automatisch ansteuerbar und fixierbar ist.
2. Verbrennungskraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zusatzschaltung (2) durch einen externen, mit der oder den Arbeitsmaschinen in
Wirkverbindung stehenden Schaltkontakt (1) aktivierbar ist.
3. Verbrennungskraftmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zusatzschaltung (2) Steuersignale (S2) für eine Drehzahlerhöhung erzeugt und der
Drehzahlregelungseinrichtung (5) zuführt, bis am Eingang der Zusatzschaltung (2) für von der
Kraftmaschine ausgehende Drehzahlsignale (S0) ein der voreingestellten Drehzahl
proportionales Signal erfaßbar ist.
4. Verbrennungskraftmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zusatzschaltung (2) zur automatischen Abschaltung nach Erreichen
der Konstantdrehzahl eine Einrichtung zum Soll-/Istwert-Vergleich (8) aufweist.
5. Verbrennungskraftmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kraftmaschine ein Dieselmotor (6) ist.
6. Verbrennungskraftmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Dieselmotor (6) als Antrieb eines Straßenreinigungsfahrzeugs mit mehreren zuschaltbaren
Arbeitsmaschinen dient.
7. Verbrennungskraftmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das durch
die Inbetriebnahme oder Abschalten der Arbeitsmaschinen, wie Antriebsräder, Kehrbürsten,
Saugeinrichtung und dergleichen, veränderbare Antriebsmoment bei konstanter Motordrehzahl
hydraulisch übertragen wird.
Priority Applications (2)
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| DE1997133842 DE19733842C2 (de) | 1997-08-05 | 1997-08-05 | Verbrennungskraftmaschine mit einer Einrichtung zur Drehzahlansteuerung |
| DE29716342U DE29716342U1 (de) | 1997-08-05 | 1997-09-11 | Einrichtung zur Drehzahlansteuerung einer Verbrennungskraftmaschine |
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|---|---|---|---|
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19733842A1 DE19733842A1 (de) | 1999-02-11 |
| DE19733842C2 true DE19733842C2 (de) | 2001-12-06 |
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|---|---|---|---|
| DE1997133842 Expired - Fee Related DE19733842C2 (de) | 1997-08-05 | 1997-08-05 | Verbrennungskraftmaschine mit einer Einrichtung zur Drehzahlansteuerung |
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| DE29716342U Expired - Lifetime DE29716342U1 (de) | 1997-08-05 | 1997-09-11 | Einrichtung zur Drehzahlansteuerung einer Verbrennungskraftmaschine |
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Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4779591A (en) * | 1984-11-07 | 1988-10-25 | Akermans Verkstad Ab | Device for engine speed setting in a working machine |
| DE3829635A1 (de) * | 1988-09-01 | 1990-03-15 | Bosch Gmbh Robert | Verfahren und schaltungsanordnung zur steuerung eines von einer brennkraftmaschine angetriebenen verbrauchers |
| DE4315362A1 (de) * | 1993-05-08 | 1994-11-10 | Icemaster Gmbh Generatoren Und | Steuerbare Antriebseinheit mit Verbrennungsmotor und Generator |
-
1997
- 1997-08-05 DE DE1997133842 patent/DE19733842C2/de not_active Expired - Fee Related
- 1997-09-11 DE DE29716342U patent/DE29716342U1/de not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19733842A1 (de) | 1999-02-11 |
| DE29716342U1 (de) | 1997-12-11 |
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