DE19732344A1 - Drosselklappenstutzen - Google Patents
DrosselklappenstutzenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Steuerung der Durchflußmasse eines
flüssigen oder gasförmigen Mediums, insbesondere einen Drosselklappenstutzen
gemäß den Merkmalen der jeweiligen Oberbegriffe der unabhängigen Patentan
sprüche.
Solche Vorrichtungen zur Steuerung der Durchflußmasse von flüssigen oder
gasförmigen Medien, wobei es sich insbesondere um Drosselklappenstutzen zur
Leistungssteuerung bei Brennkraftmaschinen handelt, sind bekannt. Dabei ist in
einem rohrartigen Gehäuse eine zwischen einer Minimalstellung, insbesondere
einer Schließstellung, und einer Maximalstellung drehbar gelagerte Klappe
(Drosselklappe) angeordnet.
Bei der Herstellung des Gehäuses entstehen im Bereich des Wandbereiches der
Klappe in ihrer Minimalstellung (Schließstellung) Unebenheiten, die in der
Schließstellung zu Undichtigkeiten und in der Minimalstellung zu unerwünschten
Leckluftraten führen. Bei diesen Unebenheiten handelt es sich in den meisten
Fällen um Formtrenngrate, die beim Ausformen des gegossenen Gehäuses ent
stehen. Damit ist in nachteiliger Weise eine aufwendige Nachbearbeitung zumin
dest des Innenbereiches des Gehäuses erforderlich.
Aus der DE 43 29 522 A1 ist ebenfalls ein Drosselklappenstutzen bekannt, des
sen Gehäuse zur Aufnahme der Drosselklappe einschließlich einer Lagerung für
die Drosselklappenwelle zweigeteilt ist. Auch hier ist der Nachteil gegeben, daß in
der Minimalstellung beziehungsweise der Schließstellung der Drosselklappe im
Stoßbereich der beiden Gehäusehälften eine Trennfuge vorhanden ist. Diese
Trennfuge muß entweder durch nachträgliche Bearbeitung, die aufwendig ist, be
seitigt werden, um Undichtigkeiten oder Leckluftraten zu vermeiden, oder aber es
müssen die Stoßbereiche der beiden Gehäusehälften mit höchster Präzision ge
fertigt werden, wodurch sich nachteiliger Weise wieder der Herstellungsaufwand
erhöht.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Steuerung
der Durchflußmasse eines flüssigen oder gasförmigen Mediums bereitzustellen
die mit einem einfachen Herstellungsverfahren, das zumindest eine Nachbearbei
tung des Gehäuses überflüssig macht, produzierbar ist.
Diese Aufgabe ist durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche gelöst.
Eine erste Lösung sieht vor, daß die Innenwand des Gehäuses in etwa in Höhe
der Lagerung der Klappe eine zumindest teilweise radial umlaufende Erhebung
(wie beispielsweise ein bei der Herstellung des Gehäuses entstehender Form
trenngrat) und/oder eine Vertiefung (wie beispielsweise eine beim Zusammenset
zen zweier Gehäusehälften entstehende Trennfuge) aufweist und der Randbe
reich der Klappe in der Minimalstellung, insbesondere der Schließstellung, aus
dem Bereich der Erhebung und/oder Vertiefung heraus angeordnet ist. Dies hat
den Vorteil, daß beispielsweise im konkreten Fall des Vorhandenseins des Form
trenngrates oder der Trennfuge eine Nachbearbeitung entfällt, da der Randbe
reich der Klappe insbesondere in ihrer Schließstellung mit diesen Bereichen nicht
in Berührung kommt. Diejenigen Randbereiche der Klappe, die in ihrer Schließ
stellung mit der Innenwand des Gehäuses in Verbindung kommen beziehungs
weise an dieser anliegen, bedürfen keiner Nachbearbeitung, da diese aufgrund
der Präzision der Herstellungsform (insbesondere Gußform) schon die erforderli
chen guten Oberflächeneigenschaften aufweisen.
In Weiterbildung der Erfindung ist die Klappe einer langgestreckten S-Form ent
sprechend ausgebildet, so daß dadurch die Endbereiche der Klappe nicht mit den
Unebenheiten in Berührung kommen.
In Weiterbildung der Erfindung weist die Klappe im Bereich der Welle, auf der sie
angeordnet ist, einen Quersteg mit in etwa rechtwinklig daran angeordneten Flä
chenbereichen, insbesondere in etwa halbkreisförmig ausgestaltete Flächenberei
che, auf. Der Quersteg mit in etwa rechtwinklig daran angeordneten Flächenbe
reichen kann ein Bauteil sein, wobei es auch denkbar ist, daß die Flächenbereiche
nachträglich an dem Quersteg (oder direkt an der Drosselklappenwelle) durch
Verschrauben, Vernieten, Kleben oder dergleichen angebracht werden.
Eine andere erfindungsgemäße Ausgestaltung sieht vor, daß die Innenwand des
Gehäuses zumindest im Bereich der Minimalstellung der Klappe konisch verlau
fend ausgebildet ist. Dies hat den Vorteil, daß ein im Gußverfahren hergestelltes
Gehäuse derart entformt werden kann, daß der Bereich der Minimalstellung
(insbesondere Schließstellung) der Klappe mit der erforderlichen Präzision her
stellbar ist, ohne daß es einer Nachbearbeitung bedarf. Ist das Gehäuse konisch
verlaufend ausgebildet, ist in einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung die
Klappe in vorteilhafterweise elliptisch ausgebildet, um sich in ihrer Minimalstellung
beziehungsweise Schließstellung den Konturen des Gehäuses anzupassen.
Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Vorrichtungen sind im folgenden be
schrieben und anhand der Figuren erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 u. 2 Drosselklappenstutzen mit konisch verlaufendem Gehäuse,
Fig. 3 u. 4 Drosselklappenstutzen mit gekröpfter Drosselklappe.
Fig. 1 zeigt einen Drosselklappenstutzen 1 mit einem Gehäuse 2, wobei die In
nenwände des Gehäuses 2 zumindest im Bereich einer Minimalstellung, insbe
sondere einer Schließstellung, einer Drosselklappe 3 konisch zulaufen. Die Dros
selklappe 3 ist auf einer Drosselklappenwelle 4 angeordnet, wobei nach Betäti
gung der Drosselklappenwelle 4 von einem nicht gezeigten Stellantrieb beispiels
weise in Abhängigkeit einer Leistungsanforderung die Drosselklappe 3 in eine
Drehrichtung 5 geöffnet und entgegen der Drehrichtung 5 geschlossen werden
kann. Fig. 1 zeigt die Schließstellung der Drosselklappe 3, wobei die Drossel
klappe 3 elliptisch ausgestaltet ist, um sich der Konusform des Drosselklappenstutzens
1 anzupassen. Mit der Bezugsziffer 6 ist eine Strömungsrichtung des
flüssigen oder gasförmigen Mediums (wie beispielsweise Luft oder ein Kraftstoff-
Luftgemisch für die Verbrennung einer Brennkraftmaschine) bezeichnet. Bei Be
trachtung der Fig. 1 ist erkennbar, daß oberhalb der Drosselklappenwelle 4 der
Innenradius des Gehäuses 2 kleiner ist als unterhalb der Drosselklappenwelle 4,
wodurch die Konusform entsteht. Die Radienverhältnisse können aber auch um
gekehrt sein. Mit der Bezugsziffer 7 ist ein Bereich bezeichnet, in dem die Innen
wand zur Aufnahme der Drosselklappenwelle 4 beziehungsweise deren Lagerung
so gestaltet werden muß, daß ein Verklemmen verhindert wird.
Fig. 2 zeigt eine Stellung der Drosselklappe 3, die von ihrer Minimalstellung oder
Schließstellung abweicht, wobei die Drosselklappe 3 über Ansteuerung der Dros
selklappenwelle 4 von dem nicht gezeigten Stellantrieb in Drehrichtung 5 verstellt
wurde. Dabei ist auch erkennbar, daß die Randbereiche der Drosselklappe 3, die
in vorteilhafter Weise aus Kunststoff hergestellt ist, der Konusform des Gehäuses
2 angepaßt sind. Diese Anpassung kann beispielsweise vor dem Einbau durch
entsprechende Bearbeitung erfolgen; denkbar ist auch, daß die Drosselklappe 3
auf Spaltmaß zu dem Innenradius des Gehäuses 2 eingebaut wird und anschlie
ßend durch plastische Verformung im Randbereich an die Innenform des Gehäu
ses 2 angepaßt wird.
Fig. 3 zeigt wiederum einen Drosselklappenstutzen 1, bei dem diesmal das Ge
häuse 2 rohrartig (zylinderförmig) ausgestaltet ist. Mit der Bezugsziffer 8 ist ein
Formtrenngrat, der radial umläuft, bezeichnet, der bei der Ausformung entsteht,
wenn die beiden Formhälften (bei Betrachtung der Fig. 3) nach oben und unten
herausgezogen werden. Anstelle des Formtrenngrates 8 kann aber auch eine
Trennfuge oder auch Formtrenngrate und Trennfugen vorhanden sein, die bei der
Herstellung entstehen und für den späteren Betrieb von Nachteil sind, da die
Formtrenngrate 8 bei einer gerade ausgestalteten Drosselklappe 3 die Bewegung
behindern würden und Trennfugen unerwünschte Leckluftraten mit sich bringen
würden. Gleiches gilt für den Fall, wenn das Gehäuse 2 zweigeteilt ist, so daß sich
dann (in etwa an der Stelle des Formtrenngrates 8 gemäß Fig. 3) die beiden Ge
häusehälften aneinanderstoßen und in diesem Bereich ebenfalls Unebenheiten
hervorrufen würden. Zu diesem Zweck ist vorgesehen, daß die Drosselklappe 3
gekröpft ist, wobei in etwa parallel zueinander versetzte Flächenbereiche 9 (in
etwa halbkreisförmig) an einem Quersteg 10, der mit der Drosselklappenwelle 4
verbunden ist, angeordnet sind. Denkbar ist auch, im Bereich der Drosselklap
penwelle 4 sich überlappende Flächenbereiche 9, die unter Zwischenlegung der
Drosselklappenwelle 4 miteinander verbunden (zum Beispiel verklebt) sind. Auch
eine geschwungene Form der Drosselklappenwelle 3 ist denkbar. Wesentlich ist
eine Ausgestaltung der Drosselklappe 3, bei der die umlaufenden Randbereiche
aus dem Bereich der Unebenheiten (Formtrenngrate 8) heraus verlegt sind.
Fig. 4 zeigt wieder die Drosselklappe 3, die aus ihrer in Fig. 3 gezeigten
Schließstellung heraus bewegt ist.
1
Drosselklappenstutzen
2
Gehäuse
3
Drosselklappe
4
Drosselklappenwelle
5
Drehrichtung
6
Strömungsrichtung
7
Bearbeitungsbereich
8
Formtrenngrat
9
Flächenbereiche
10
Quersteg
Claims (10)
1. Vorrichtung zur Steuerung der Durchflußmasse eines flüssigen oder gas
förmigen Mediums aufweisend ein rohrartiges Gehäuse mit einer in dem Ge
häuse zwischen einer Minimalstellung, insbesondere einer Schließstellung,
und einer Maximalstellung drehbar gelagerten Klappe, die dadurch gekenn
zeichnet ist, daß die Innenwand des Gehäuses in etwa in Höhe der Lage
rung der Klappe eine zumindest teilweise radial umlaufende Erhebung
und/oder Vertiefung aufweist und der Randbereich der Klappe in der Mini
malstellung aus dem Bereich der Erhebung und/oder Vertiefung heraus an
geordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhebung
ein bei der Herstellung des Gehäuses entstehender Formtrenngrat ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefung
eine beim Zusammensetzen zweier Gehäusehälften entstehende Trennfuge
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vorrichtung ein Drosselklappenstutzen (1) ist, mit einer in dem Gehäuse (2)
des Drosselklappenstutzens (1) zwischen einer Minimalstellung, insbesonde
re einer Schließstellung, und einer Maximalstellung um eine Drosselklap
penwelle (4) drehbar gelagerten Drosselklappe (3).
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Klappe, insbesondere die Drosselklappe (3), einer lang
gestreckten S-Form entsprechend ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Klappe, insbesondere die Drosselklappe (3), im Bereich
der Drosselklappenwelle (4) einen Quersteg (10) mit in etwa rechtwinklig
daran angeordneten Flächenbereichen (9), insbesondere in etwa halbkreis
förmig ausgestaltete Flächenbereiche, aufweist.
7. Vorrichtung zur Steuerung der Durchflußmasse eines flüssigen oder gas
förmigen Mediums aufweisend ein rohrartiges Gehäuse mit einer in dem Ge
häuse zwischen einer Minimalstellung, insbesondere einer Schließstellung,
und einer Maximalstellung drehbar gelagerten Klappe, die dadurch gekenn
zeichnet ist, daß die Innenwand des Gehäuses zumindest im Bereich der
Minimalstellung der Klappe konisch verlaufend ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe el
liptisch ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Vor
richtung ein Drosselklappenstutzen (1) ist, mit einer in dem Gehäuse (2) des
Drosselklappenstutzens (1) zwischen einer Minimalstellung, insbesondere
einer Schließstellung, und einer Maximalstellung um eine Drosselklappen
welle (4) drehbar gelagerten Drosselklappe (3).
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse
(2) des Drosselklappenstutzens (1) und/oder die Drosselklappe (3) aus
Kunststoff hergestellt sind/ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997132344 DE19732344A1 (de) | 1997-07-28 | 1997-07-28 | Drosselklappenstutzen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997132344 DE19732344A1 (de) | 1997-07-28 | 1997-07-28 | Drosselklappenstutzen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19732344A1 true DE19732344A1 (de) | 1999-02-18 |
Family
ID=7837072
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997132344 Ceased DE19732344A1 (de) | 1997-07-28 | 1997-07-28 | Drosselklappenstutzen |
Country Status (1)
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|---|---|---|---|
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