DE19732487C1 - Mehrphasige gasisolierte Schaltanlage mit Trennschaltern für die Hochspannungstechnik - Google Patents
Mehrphasige gasisolierte Schaltanlage mit Trennschaltern für die HochspannungstechnikInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine wie im Ober
begriff des Patentanspruches 1 angegebene Schaltanlage mit
mehrphasigen Trennschaltern. Insbesondere bezieht sich die
Erfindung auf die Ausführung der Ansteuerungen eines jeweili
gen dreiphasigen Trennschalters sowie auch die eines der
Schaltanlage zugehörigen dreiphasigen Leistungsschalters.
Eine Schaltanlage mit solchen erfindungsgemäßen Ansteuerungen
ist insbesondere für den Spannungsbereich bis 123 KV be
stimmt, jedoch auf diesen Bereich nicht beschränkt verwend
bar.
Es ist bekannt, in Hochspannungs-Schaltanlagen Trennschalter
vorzusehen, mit denen einzelne Anteile des Hochspannungslei
tungssystems elektrisch abgetrennt bzw. geerdet werden kön
nen. Aus der DE-692 04 238 T2 ist eine Komponente für gekapselte
Schaltanlage zum Trennen und zur Erdung bekannt. Wie insbe
sondere die Fig. 4 dieser Veröffentlichung zeigt, ist ein
dort vorgesehener Trennschalter wie folgt ausgeführt. Auf ei
ner für die Schalter der drei Phasen gemeinsamen Schalterwel
le aus vierkantigem Material befinden sich entlang der Welle
hintereinander angeordnet, mit Abstand voneinander getrennt
drei Isolierstücke in Form eines zweiarmigen Hebels. Am Ende
des einen Armes des jeweiligen Isolierstückes ist eine jewei
lige Kontaktgabe angebracht, die sich um den Mittelpunkt des
Armes mit der Welle als Drehachse auf einem Kreisbogen
schwenken läßt. Damit können mittels der Kontaktgabe ver
schiedene entsprechend kreisförmig angeordnete elektrische
Kontakte von Zuleitungen, Ableitungen und/oder Sammelschienen
elektrisch kontaktierend miteinander verbunden werden. Am da
zu gegenüberliegenden Ende trägt dieser zweiarmige Hebel ei
nen Erdungskontakt für schaltbaren Erdkontaktanschluß. Diesen
Funktionen entsprechend besteht der jeweilige zweiarmige He
bel dieses Trennschalters notwendigerweise aus elektrisch
isolierendem Material.
Die erwähnte Welle ist bei diesem bekannten Trennschalter im
Zentrum desselben positioniert, weit ab von den Wänden des
Kapselungsgehäuses dieser bekannten Schaltanlage.
Wie für eine bekannte Schaltanlage üblich, gehört zu einer
solchen auch ein Leistungsschalter für die jeweiligen Phasen.
Der Aufbau und innerhalb des Kapselungsgehäuses befindliche
Antrieb eines solchen Leistungsschalters ist aus der DE-
41 40 776 A1 bekannt. Die dieser Druckschrift zugrundeliegende,
im praktischen Einsatz befindliche Schaltanlage ist vollstän
diger in dem Katalog "Siemens HA 35.1" beschrieben und für
die vorliegende Erfindung interessierend ins einzelne gehend
aus der oberen Figur der Seite 22 zu ersehen. Die für die
drei Leistungsschalter der drei Phasen vorgesehene gemeinsame
Schalterwelle befindet sich bei dem bekannten Gerät außerhalb
des Kapselungsgehäuses, von wo aus mittels dreier Drehge
lenkübertragungen die Stellkraft für den Leistungsschalter
auf diese drei Schalter einzeln getrennt übertragen wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, für eine mehrpha
sige gasisolierte Schaltanlage mit ihren mehrphasigen Trenn
schaltern eine Ausführung für den jeweiligen Schalterantrieb
anzugeben, der so konstruiert ist, daß eine für den Schalter
antrieb aus Festigkeitsgründen bevorzugterweise zu verwenden
de metallische Schalterwelle keine Isolationsprobleme mit
sich bringt, wenn diese Schaltanlage insbesondere für den Be
reich höherer elektrischer Spannungen zu verwenden sein soll.
Dabei soll die Konstruktion der ganzen Schaltanlage so ausge
führt sein, daß gute Zugänglichkeit erzielt ist und möglichst
einheitliche Teile verwendet sind.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruches 1
gelöst und weitere Ausgestaltungen und Weiterbildungen gehen
aus den Unteransprüchen hervor.
Die bei der Erfindung aus Festigkeitsgründen verwendeten me
tallischen Schalterwellen für jeweils drei zusammengehörige
Trennschalter für die drei Phasen sind erfindungsgemäß in dem
Kapselungsgehäuse so positioniert, daß sie sich weitestgehend
außerhalb derjenigen elektrischen Felder befinden, die
zwangsläufig innerhalb des Kapselungsgehäuses zwischen Strom
schienen und Kapselungsgehäuse auftreten. Das gemeinsame Kap
selungsgehäuse ist bei der Erfindung mit Ausbuchtungen verse
hen, die die jeweilige für die Schalter der drei Phasen zuge
hörige Schalterwelle weitestgehend feldabgeschirmt im Kapse
lungsgehäuse aufnehmen können. Wie noch aus der nachfolgenden
Figurenbeschreibung hervorgeht, sind für die einzelnen Trenn
schalter jeweils aus isolierendem Flachmaterial bestehende
Kreissektorteile (wie in den Figuren dargestellt) vorgesehen.
Diese Teile sind einarmige Hebel, deren eines Ende das Dreh
zentrum der Schwenkbewegung ist und deren anderes Ende mit
dem jeweiligen Schaltkontaktstück versehen ist.
Zur weiteren
Erläuterung der Erfindung und ihrer Weiterbildungen und Vari
anten sollen die nachfolgenden Beschreibungen
zu den ebenfalls Bestandteil der Erfindungsoffenbarung bil
denden Figuren von Ausführungsbeispielen dienen.
Die Fig. 1A und 18 zeigen, teilweise geschnitten, teil
weise in Aufsicht, eine bevorzugte Ausführungsform einer er
findungsgemäßen Schaltanlage.
Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Ansicht mit zwei Ausführungs
formen für Trennschalter wie sie für die vorliegende Erfin
dung und auch in anderen einschlägigen Schaltanlagen vorteil
haft zu verwenden sind.
Fig. 3 zeigt eine Detailzeichnung zur Befestigung eines
Schalterteils auf der Schalterwelle.
Es zeigen die Fig. 1A in Seitenansicht und 1B dazu in Drauf
sicht eine Ausführungsform zur Erfindung.
Gezeigt sind Einzelheiten dieser dargestellten
Ausführungsform,
so z. B. verschiedene Ausführungsformen
der Trennschalter, die Ausführungsform der Ansteuerung des
Leistungsschalters, die Positionierung der jeweiligen An
triebswelle der betreffenden Schalter innerhalb des Gehäuses
in einem Bereich nahe dem Erdpotential, die verdrehsichere
Befestigung des Schalterarms mit seinem darauf befindlichen
Schaltermesser auf der Schalterwelle, die vereinfachte Aus
führung des Gehäuses.
Aus den Fig. 1A und 1B ist zu erkennen, wie die einzelnen
Schalter der jeweiligen Phase elektrisch seriell hintereinan
dergeschaltet, bezogen auf die Strombahn, gradlinig aneinan
dergereiht angeordnet sind. Die Fig. 1A zeigt auch, wie
diese drei Phasen R, S und T in quasi einer senkrecht stehen
den Ebene Etagen-/Stockwerksartig übereinanderliegend ange
ordnet sind. Dieser konstruktive Aufbau ist nicht nur sehr
übersichtlich, sondern vor allem auch raumsparend und die
einzelnen Phasen mit ihren Trennschaltern und dem Leistungs
schalter sind leicht zugänglich. Eine solche wie in Fig. 1A
gezeigte Anordnung kann auch (anstatt wie dargestellt lie
gend) mit Vorteil senkrecht aufgestellt verwendet werden. Die
in Fig. 1A rechtsseitigen Kabeleingänge kommen dann aus dem
Boden und die linksseitig dargestellten Sammelschienen ver
laufen dann im oberen Teil der Anordnung.
Prinzipiell sind die (übereinanderliegenden) Phasen der Fig.
1A untereinander identisch, so daß die weitere Beschreibung
im wesentlichen auf die in Fig. 1A oberste Phase und ihre
Anordnung beschränkt werden kann. Diese Phase ist in Fig. 1B
im wie ebenfalls angegebenen Schnitt dargestellt.
Die folgende Beschreibung bezieht sich auf die Fig. 1A und
1B sinngemäß gleichermaßen. Phase R umfaßt einen Leistungs
schalter 12, dessen Antrieb in noch zu beschreibender Ausführung an die
Erfindung angepaßt ist und der als Überlastschalter wirksam
und als Ein-/Aus-Schalter verwendbar ist.
Ein zweiter Schalter dieser Phase R ist mit 14 bezeichnet und
ein dritter mit 16. Der Schalter 26 ist ein einer besonderen
Ausgestaltung entsprechender Dreistellungs-
Trennschalter mit den Funktionen Verbinden, Unterbrechen und
Erden. Der Trennschalter 14 ist auf nur zwei Funktionen be
schränkt, nämlich Verbinden und Unterbrechen. Für diesen
Schalter 14 kann wegen der für den Ausgang des Leistungs
schalters 12 wirksamen Erdungsmöglichkeit E im Schalter 16
beim vorliegenden Aufbau verzichtet werden. Eine Besonderheit
des Schalters 14 ist die axiale Anordnung derjenigen seiner
beiden Anschlüsse, die eine ununterbrochene Strombahn bilden
und ihn daher für eine Doppelsammelschienen-Anordnung (wie
aus der Fig. 1B ersichtlich) besonders geeignet machen.
Mit 21 und 22 sind an sich bekannte Sammelschienen bezeich
net, sogenannte Doppelsammelschienen. Mittels des Schalters
14 ist die Sammelschiene 21 und mittels des Schalters 16 die
Sammelschiene 22 mit dem Ausgang des Leistungsschalters 12
elektrisch zu verbinden oder von diesem zu trennen.
In den Fig. 1A und 1B ist rechtsseitig noch ein weiterer
Trenn-/Erdungs-Schalter 18 mit wiederum drei Schaltstellungen
vorgesehen. Mit diesem Schalter ist das rechtsseitige An
schlußende des Leistungsschalters 12 zu erden, oder es vom Kabelanschluß
20 zu trennen oder mit diesem zu verbinden. Im
Bereich dieses Trennschalters 18 ist außerdem noch alternativ
ein Erdungsschalter 19 vorgesehen, mit dem auch der Kabelan
schlußeingang 20 geerdet werden kann.
Die Schalter 12, 14, 16, 18 und 19 lassen sich bei der Erfin
dung mittels der jeweils zugeordneten Schalterwelle 112, 114,
116, 118 und 119 betätigen. Da bei der Erfindung die schon
erwähnte in einer Ebene liegende Übereinanderanordnung der
einzelnen Phasen R, S, T vorgesehen ist, lassen sich auch die
dem jeweiligen Schalter der Phase R entsprechenden Schalter
12', 14', 16', 18' und 19' der Phase S und die entsprechenden
Schalter 12'', 14'', 16'', 18' und 19'' der Phase T mit je
weils der einen Schalterwelle 112, 114, 116, 118 und 119 ge
meinsam betätigen. Diese jeweilige Schalterwelle (siehe Fig.
1A), ist quer zur Längsausrichtung der parallel übereinander
liegenden Leiterführungen der Phasen ausgerichtet. In der
Fig. 1A sind die Positionen dieser Schalter lediglich lagemä
ßig angedeutet und in ihrem Aufbau nicht näher dargestellt,
da die jeweilige Schalterkonstruktion aus der Fig. 1B (und
aus den noch die weiteren die Schalter betreffenden Detailzeichnun
gen, Fig. 2, 3) hervorgehen. Mittels beispielsweise der Schalterwelle
116 lassen sich also die übereinanderliegenden Trennschalter
16, 16' und 16'' synchron in die mehreren ihrer Schalterstel
lungen schalten. Es sei darauf hingewiesen, daß die zeichne
rische Darstellung dieser Schalterwellen insbesondere in
Fig. 1A nicht ganz den Regeln einer Maschinenzeichnung ent
spricht, sondern diese Wellen sind so dargestellt, daß ihre
Funktion leicht zu ersehen ist. So ist z. B. die Schalterwelle
119 der Übersichtlichtkeit halber in Fig. 1A nicht darge
stellt. Konstruktion und Wirkungsprinzip ist für alle Schal
terwellen prinzipiell übereinstimmend.
Wie insbesondere aus der Fig. 1B ersichtlich ist, sind diese
Schalterwellen 112, 114, 116, 118 und 119 erfindungsgemäß nahe der Innenflä
che des Gehäuses bzw. noch vorteilhafter in einer für die je
weilige Welle vorgesehenen Ausbuchtung 12a, 14a, 16a, 18a und
19a positioniert. Dort befinden sich diese Wellen in einem
Bereich der nahe dem Erdpotential des Gehäuses G ist bzw. re
lativ abgeschirmt im Erdpotentialbereich einer solchen Aus
buchtung. Diese erfindungsgemäße Positionierung der einzelnen
Schalterwellen ermöglicht es, bei der Erfindung durchgehend
aus Stahl bestehende, dementsprechend torsionssteife Wellen
112, 114, .... zu verwenden. Mit solchen Stahlwellen lassen
sich die erforderlichen beträchtlichen Drehmomente ausführen
bzw. übertragen, die besonders groß sind im Bereich der am
jeweils einen Ende der Welle angreifenden Schalterantriebe
212, 214, 216, 218 und für die Welle 119. Auf die dementspre
chend angepaßte Konstruktion und Ausführung der Trennschal
ter/Erdungsschalter wird weiter unten noch näher eingegangen.
Wie aus der Fig. 1B ersichtlich und entgegen dem Stand der
Technik, ist bei der erfindungsgemäß auf die Strombahn bezo
gen gradlinigen Ausrichtung der jeweiligen Phase für den
darin vorhandenen axialen Leistungsschalter 12 eine seitlich
angeordnete Ansteuerung 112, 212 dieses Schalters vorzusehen.
Der Schaltkontakt des Leistungsschalters 12 befindet sich in
einem evakuierten Raum V, der sich innerhalb des Druckgasbe
hälters G befindet. Zum Leistungsschalter 12 gehörig ist ein
(Umlenk-)Hebelmechanismus 41 mit gegebenenfalls Übersetzungs
verhältnis vorgesehen. Mit 42 ist eine im Raum des Druckgas
gehäuses G befindliche Stange aus Isolatormaterial bezeich
net, die über den Hebel der Welle 112 entsprechende Stell
kraft auf den Hebelmechanismus 41 am Punkt 141 überträgt. Für
diesen Stab 42 kann Isolatormaterial verwendet werden, weil
nur Druck- und Zugkraft auf den Hebelmechanismus 41 zu über
tragen ist. Die Übertragung der Stellkraft vom Hebelmechanis
mus 41 auf den Schaltermechanismus im Vakuumgehäuse V funk
tioniert in wie üblicher Weise unter Verwendung von Falten
bälgen.
Die gemäß einer Weiterbildung gradlinigen und gradlinig ausgerichteten
Leiter 31 und Anschlüsse 33 für den zu transportierenden
Strom sind in an sich bekannter Weise elektrisch kontaktie
rend miteinander verbunden. Radiale Zentrierung der Leiter
pole bzw. Schalteranschlußkontaktbolzen 33 wird wie in be
kannter Weise durch sogenannte Tulpenkontakte 32 gewährlei
stet.
Aus den Fig. 1A und 1B ist zu ersehen, wie die im jeweili
gen in der Ebene der Schalter 14 und 16 zwangsläufig aufgetrennten Sammel
schienen 21 und 22, d. h. deren in Fig. 1B ersichtliche Enden
21', 22' am Schalter, dennoch miteinander elektrisch durchge
hend verbunden sind. Mit 121 und 122 sind in Fig. 1A teils
in Ansicht, teils im Schnitt, Sammelschienenunterführungen
dargestellt, die in Fig. 1B gestrichelt angedeutet sind.
Diese verlaufen unter den Schaltern 14 und 16 hindurch. In
entsprehender Weise können alternativ die Sammelschienen 21
und 22 auch unterhalb der Ebene der Schalter gradlinig ver
laufend ausgeführt sein und die in Fig. 1B gezeigten in das
Schaltergehäuse hineinragenden Sammelschienenenden auf die
dazu höhere Lage der Schalter hochgebogen sein.
Nachfolgend werden die Trennschalter und deren erfindungsge
mäß spezielle Ausführung des Antriebs anhand weiterer Figuren näher er
läutert.
Es ist bereits oben darauf hingewiesen, daß ein sehr wichti
ges Merkmal dieser neuen Trennschalter die Konstruktion ist,
mit der die Antriebs-Schalterwelle 112, 114, 116, 118 und 119
außerhalb des Bereichs hohen elektrischen Potentials
(gegenüber Erde) positioniert werden können. In Aufsicht
zeigt die Fig. 1B, daß ein jeder dieser Trennschalter ein
kreissektorförmiges Teil 51 hat. Dieses Teil 51 besteht aus
elektrisch ausreichend hoch isolierendem Flachmaterial, das
z. B. aus einer Platte herausgeschnitten sein kann. Ein sol
ches Kreissektorstück 51 ist auf der jeweiligen Schalter
welle 114, 116, 118 befestigt, und zwar je ein solches Stück
51 für jeden der hier drei übereinander angeordneten (siehe
Fig. 1A) Schalter der drei Phasen R, S, T. Eine Drehung der
betreffenden Schalterwelle führt zu einem Schwenken des je
weiligen Kreissektorstücks 51 auf einem Bogenstück um die
Position der Schalterwelle herum. In Fig. 1B erfolgt diese
Schwenkung in der Zeichenebene. Auf dem der Schalterwelle ge
genüberliegenden Ende des Kreissektorstücks 51 ist ein me
tallenes Kontaktstück 52 befestigt. Vorzugsweise ist dort ein
solches Kontaktstück 52 flach ausgedehnt auf der Oberseite
und der Unterseite des Endes dieses Kreissektorstücks 51 an
gebracht. Das Kontaktstück 52 dient hier als Kontaktbrücke
zwischen zwei einander beabstandet gegenüberstehenden Kontak
ten (Schubprinzip). Das hier zu einem mehr oder weniger gro
ßen Anteil in einem Kontaktschlitz des jeweiligen Teils 131
befindliche, bewegliche Kontaktstück 52 greift für diese dann
auszuführende Brückenbildung in einen entsprechenden, gegen
überstehend befindlichen Kontaktschlitz ein, mit dem die
elektrische Verbindung herzustellen ist. Zur näheren Erläute
rung soll auch die Fig. 2 dienen, die ein Ausschnitt der
Fig. 1B ist.
Die vorangehende Beschreibung gilt auch für die identischen
Bezugszeichen der Fig. 2. Zum Unterschied zur Fig. 1B steht
jedoch der Schalter 16 in der Stellung "Verbinden". Das auch
hier in Fig. 2 in einem Kontaktschlitz des Teilstücks 131
des Schalters 14 verborgene (daher nur gestrichelt gezeich
nete) Kontaktstück kann durch in Pfeilrichtung erfolgendes
Schwenken des Kreissektorstücks 51 aus diesem Kontaktschlitz
heraus in einen Kontaktschlitz eingeführt werden, der sich
in dem Kontakt K befindet, der dem Kontaktteil 52 auf seinem
Weg gegenübersteht. Das Eingreifen des Kontaktteils 52 in den
Kontaktschlitz des Kontakts K entspricht der Funktion
"Verbinden". Diese Stellung ist im Schalter 16 wiedergegeben.
Erfindungswesentlich für diese Ausführung der Trennschalter
14, 16, 18 ist, daß das elektrisch leitende Kontaktteil 52
auch beim Schalten niemals der Welle 114, 116, 118 näher
kommt, d. h. sich die getroffenen Vorkehrungen zur Verhinde
rung eines Überschlags zur Welle nicht verändern. Wie er
sichtlich, befinden sich die Wellen 114 und 116 im wesentli
chen im Bereich des Erdpotentials im Inneren des Schalters
nahe der Gehäusewand G.
Die vorgesehenen Ausbuchtungen 14a und 16a der Gehäusewand
begünstigen diese vorteilhaften Potentialverhältnisse. Es ist
daher bei der Erfindung unproblematisch, eine gänzlich aus
Stahl bestehende Schalterwelle zu verwenden, der hohe Tor
sionsfestigkeit gewährleistet.
Ein weiterer erfindungswesentlicher Punkt der gezeigten Aus
führungsform ist, daß das die elektrische Isolation gewähr
leistende Kreissektorstück aus Isolatormaterial bei der er
wähnten Schwenkung des Kontaktteils 52 nur in der Ebene die
ses Flachmaterials mechanisch beansprucht wird. In der Plat
tenebene ist aber ein solches Kreissektorstück 51 außeror
dentlich stabil und es besteht keinerlei Gefahr vorzeitigen
Verschleisses.
Sollten jedoch Bedenken bestehen, das Kreissektorstück 51
könnte auf der Welle 114, 116 nicht ausreichend verdrehsicher
befestigt sein, kann hilfsweise eine Flanschausführung vorge
sehen sein.
Die Fig. 3 zeigt in Aufsicht und Seitenansicht eine prinzi
pielle Darstellung, wie diese Flanschausführung zu verstehen
ist. Mit 61 und 62 sind Flanschteile bezeichnet, die z. B. mit
Bolzen gegeneinander verschraubt das Kreissektorstück im Be
reich der Bohrung für die Welle drehsicher einspannen. Die
Flanschteile können zusätzlich mit Verzahnung oder Keil 63
gegen Verdrehen versehen sein. Ersichtlich ist eine solche
Ausführung auch dazu geeignet, die jeweilige Welle 114, 116
aus dem Kreissektorstück herausziehbar auszuführen. Eine
solche lösbare Verbindung ermöglicht es, die einzelnen
Kreissektorstücke 51 der jeweils drei übereinanderliegenden
Schalter 14, 14' und 14'' ... z. B. zum Auswechseln herausneh
men zu können. Zur Vermeidung von elektrischen Überschlagen
sind die Kanten der Flanschteile gut gerundet.
Zur Bemessung der Abmessungen der Kontaktstücke 52 ist darauf
hinzuweisen, daß deren Länge 1 (wie in der Figur eingetragen)
so groß bemessen ist, daß einerseits (siehe den Schalter 14)
das Kontaktstück möglichst weitgehend im Kontaktteil 131 ver
schwindet, nämlich um Überschläge zu verhindern, und zum an
deren (siehe den Schalter 16) die Länge ausreichend ist, ge
nügend niederohmige Verbindung des Kontaktstücks 131 des
Schalters 16 mit dem Kontaktteil K der Sammelschiene 22 her
zustellen.
Schwenken des Kontaktstückes 52 im Gegenuhrzeigersinn führt
beim Schalter 16 zu einer Kontaktverbindung mit dem Erdungs
pol E.
Die voranstehende Beschreibung gilt sinngemäß auch für den
Schalter 18.
Der Schalter 19 kann in ganz konventioneller Weise herge
stellt sein, wobei hier wiederum die erfindungsgemäße Idee
wesentlich ist, die Welle 119 in einem dem Erdpotential nahen
Bereich zu positionieren.
Die erfindungsgemäße Konstruktion des Aufbaues der Schaltan
lage mit den übereinanderliegenden Phasen, die jede für sich
eine gradlinig lineare Leiterführung/Strombahn haben, bringt
auch Vorteile für die Konstruktion des Gehäuses G. Für die
erfindungsgemäße Schaltanlage läßt sich ein relativ einfaches
Gußgehäuse G verwenden, das für einen Einschub der Leiterfüh
rung der jeweiligen Phase vorgesehene bohrungsartige Hohl
räume hat. An den jeweiligen Enden kann das Druckgehäuse G
mit entsprechenden Deckeln druckfest und druckdicht ver
schlossen werden. Seitliche Zugangsklappen können vorgesehen
sein. Für einen solchen Einschub ist die Möglichkeit des Her
ausziehens der Schalterwellen von Vorteil.
Eine wie voranstehend beschriebene Schaltanlage ist insbeson
dere für die Spannung bis 123 KV geeignet.
Claims (4)
1. Mehrphasige gasisolierte Schaltanlage mit einem Kapse
lungsgehäuse (G) und mit wenigstens einem in dem Kapselungs
gehäuse angeordneten mehrphasigen Trennschalter (14, 16, 18)
mit einer für die mehreren Phasen gemeinsamen Schalterwelle
(114, 116, 118),
wobei für jede Phase ein Schaltkontaktteil (52) vorgesehen ist, das auf einem Kreisbogen um die Schalterwelle als dessen Drehachse schwenkbar ist und mit der Schalterwelle über ein Verbindungsteil (51) aus elektrisch isolierendem Flachmateri al verbunden ist, gekennzeichnet dadurch,
daß die Schalterwelle (114, 116, 118) aus Metall besteht und in einer wenigstens weitgehend feldabschirmenden Ausbuchtung (14a, 16a, 18a) des Innenraums des Gehäuses (G) positioniert ist.
wobei für jede Phase ein Schaltkontaktteil (52) vorgesehen ist, das auf einem Kreisbogen um die Schalterwelle als dessen Drehachse schwenkbar ist und mit der Schalterwelle über ein Verbindungsteil (51) aus elektrisch isolierendem Flachmateri al verbunden ist, gekennzeichnet dadurch,
daß die Schalterwelle (114, 116, 118) aus Metall besteht und in einer wenigstens weitgehend feldabschirmenden Ausbuchtung (14a, 16a, 18a) des Innenraums des Gehäuses (G) positioniert ist.
2. Schaltanlage nach Anspruch 1,
bei der zur stabilen drehsicheren Verbindung der Schalterwel
le (114, 116, 118) mit dem zu schwenkenden Verbindungsteil
(51) ein Flanschteil (61, 62) vorgesehen ist.
3. Schaltanlage nach Anspruch 2,
bei der eine Sicherung (63) gegen gegenseitiges Verdrehen von
Schalterwelle (114, 116, 118) und Verbindungsteil (51) vorge
sehen ist, wobei diese Sicherung axial gerichtet lösbar ist.
4. Schaltanlage nach Anspruch 1, 2 oder 3
mit Leistungsschaltern (12) für die einzelnen Phasen, die für jede Phase eine durchgehend geradlinige Leiterführung vom Stromzugang bis zur Sammelschiene aufweist und bei der die Leiterführungen der Phasen in einer Ebene parallel zueinander angeordnet sind,
bei der auch für die Leistungsschalter (12) der Phasen eine gemeinsame Schalterwelle (112) vorgesehen ist und auch diese in einer wenigstens weitgehend feldabschirmenden Ausbuchtung (12a) des Innenraums des gemeinsamen Gehäuses (G) positio niert ist und
bei der die Schalterwellen (114, 116, 118) der Trennschalter (14, 16, 18) und die Schalterwelle (112) der Leistungsschal ter (12) zusammen mit ihren Schaltstellungsanzeigern auf nur einer Seite der Anlage angeordnet sind.
mit Leistungsschaltern (12) für die einzelnen Phasen, die für jede Phase eine durchgehend geradlinige Leiterführung vom Stromzugang bis zur Sammelschiene aufweist und bei der die Leiterführungen der Phasen in einer Ebene parallel zueinander angeordnet sind,
bei der auch für die Leistungsschalter (12) der Phasen eine gemeinsame Schalterwelle (112) vorgesehen ist und auch diese in einer wenigstens weitgehend feldabschirmenden Ausbuchtung (12a) des Innenraums des gemeinsamen Gehäuses (G) positio niert ist und
bei der die Schalterwellen (114, 116, 118) der Trennschalter (14, 16, 18) und die Schalterwelle (112) der Leistungsschal ter (12) zusammen mit ihren Schaltstellungsanzeigern auf nur einer Seite der Anlage angeordnet sind.
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- 1997-07-23 DE DE1997132487 patent/DE19732487C1/de not_active Expired - Fee Related
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