DE19731930A1 - Elektrodynamische Maschine, nämlich Synchrongenerator und/oder -motor - Google Patents
Elektrodynamische Maschine, nämlich Synchrongenerator und/oder -motorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektrodynamische Maschine,
nämlich Synchrongenerator und/oder -motor mit zueinander
ausgerichteten Läufer- und Ständerwicklungspaaren jeweils
beliebiger Polpaarzahl, welche längs der Maschinenachse
angeordnet sind, wobei die elektrisch und mechanisch verbun
denen Läufer Drehfeldwicklungen aufweisen, welche in bezug auf
den Läufer gegensinnig rotierende Felder erzeugen.
Aus der europäischen Patentanmeldung EP 0 311 717 A1 ist ein
Synchrongenerator bekannt, welcher zwei beabstandete Statoren
aufweist. Die Statoren umschließen zwei auf einer Achse
beabstandet angeordnete Läufer, die elektrische Wicklungen
aufweisen.
Die Wicklungen der Läufer sind über Kreuz miteinander elek
trisch verbunden. Die Statorwicklungen sind parallel
geschaltet und werden mit einer konstanten Frequenz beauf
schlagt.
Beim Betreiben des bekannten Synchrongenerators mit konstanter
Frequenz bzw. jeweils gleicher Feldfrequenz in den Wicklungen
oder Statoren führt jedoch zu einer unbefriedigenden Arbeits
weise mit extrem schlechtem Wirkungsgrad. Letztendlich ent
stehen störende Oberwellen, die für die Anwendung des Syn
chrongenerators ebenfalls von Nachteil sind.
Eine vorgeschlagene frequenzseitige Trennung beim Beauf
schlagen der Statorwicklungen mit Wechselspannung dient
lediglich der Justage durch gegenseitiges Verdrehen der
Wicklungen der Statoren im Falle einer unerwünschten Phasen
verschiebung.
Ausgehend von dem kurz umrissenen bekannten Stand der Technik
ist es daher Aufgabe der Erfindung, eine elektrodynamische
Maschine der gattungsgemäßen Art so weiterzubilden, daß diese
sowohl als Synchrongenerator und/oder -motor bzw. als Licht
maschine eingesetzt werden kann, wobei eine kostengünstige
mechanische und elektrische Konstruktion anzugeben ist, die
darüber hinaus einen hohen Wirkungsgrad unter allen Betriebs
arten gewährleistet.
Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt mit einem Gegen
stand gemäß den Merkmalen des Patentanspruches 1, wobei die
Unteransprüche mindestens zweckmäßige Ausgestaltungen und
Weiterbildungen umfassen.
Der Grundgedanke der Erfindung liegt nun darin, von einer
Maschine auszugehen, die zueinander ausgerichtete Läufer- und
Ständerwicklungspaare aufweist, die längs einer gemeinsamen
Maschinenachse angeordnet sind. Die Läufer weisen elektrisch
und mechanisch verbundene Drehfeldwicklungen auf, die durch
eine drehfeldumkehrende leitende Verbindung bzw. entsprechende
Verdrahtung in der Lage sind, gegensinnig rotierende Felder zu
erzeugen.
Erfindungsgemäß wird beim Motorbetrieb der Maschine eine
Erregung der Ständerwicklungen der Wicklungspaare jeweils mit
einer Wechselspannung unterschiedlicher Frequenz vorgenommen,
wobei sich in Abhängigkeit von der Differenzfrequenz ein
freies, abgreifbares Drehmoment an den verbundenen Läufern
bzw. der Läuferachse einstellt.
Beim Betrieb der Maschine als Generator wirkt ein äußeres
Drehmoment in Drehrichtung an den verbundenen Läufern bzw. der
Maschinenläuferachse, welches in einem nicht fremderregten
Teil des Ständers eine abgreifbare Spannung mit einer Frequenz
erzeugt, die sich aus der Läuferdrehzahl, der Erregerfrequenz
des erregenden Ständers bzw. Stators und der jeweiligen Pol
paarzahl ergibt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht
die Möglichkeit des kombinierten Betriebes als Synchron
generator und -motor der elektrischen Maschine dergestalt, daß
z. B. ein Verbrennungsmotor dadurch angelassen wird, daß die
Maschine über variable Frequenzen, die an die Ständerwick
lungen angelegt werden, sich durch die induzierten Spannungen
und Ströme im Läufer in Drehung versetzt. In dem Moment, bei
dem der Verbrennungsmotor seine Betriebsdrehzahl erreicht,
kann über die mechanische Verbindung zwischen der Abtriebs
seite des Verbrennungsmotors und der Maschinenachse ein Dreh
moment auf die Läufer einwirken, wobei dann die Maschine als
Generator wirkt und ins Netz einspeist, respektive elektrische
Energie erzeugt. Durch Erhöhen oder Verringern der variablen
Frequenzen kann bei angenommenem konstanten Motordrehmoment,
was jedoch keine Bedingung ist, eine Veränderung der Genera
tordrehzahl und dadurch eine Leistungsregelung erreicht
werden.
Gemäß einem weiteren Grundgedanken der Erfindung kann der
Ständer eines ersten der Wicklungspaare mit einer Gleich
spannung beaufschlagt werden. An den verbundenen Läufern bzw.
der Maschinen- oder Läuferachse wirkt in diesem Falle ein
äußeres Drehmoment ein derart, daß sich am Ständer eines
zweiten der Wicklungspaare eine induzierte Wechselspannung
einstellt, so daß sich die Funktion einer Lichtmaschine
ergibt.
Durch zeitweises Kurzschließen der Wicklungen eines Ständers
kann die Maschine zum Anlaufen in den Asynchronbetrieb ge
zwungen werden. Das ansonsten für den Betrieb einer Synchron
maschine notwendige mechanische Einwirken einer Mindestdreh
zahl bzw. eines Mindestdrehmoments auf die Maschinenachse kann
daher entfallen.
Die erfindungsgemäßen auf der gemeinsamen Maschinenachse
angeordneten Läufer bestehen bei einer bevorzugten Ausfüh
rungsform aus jeweils mindestens drei Stableitern, die einen
Käfigläufer bilden.
Die Stableiter sind am außenseitigen Ende kurzgeschlossen und
an den zueinanderweisenden Enden drehfeldumkehrend verbunden.
Vorzugsweise sind die Stableiter des Läufers eines ersten der
Wicklungspaare in einem Verbindungsabschnitt im wesentlichen
parallel in den Käfig der Stableiter des Läufers eines zweiten
der Wicklungspaare hineinerstreckend ausgebildet und dort
derart gegeneinander in Rotationsrichtung winkelverschoben,
daß korrespondierende Stableiterenden bei gleichzeitiger elek
trischer Isolation nichtkorrespondierender Abschnitte mittels
einfacher Brücken oder dergleichen verbunden werden können.
Zum Betreiben der elektrischen Maschine als Motor können die
Ständerwicklungen sowohl mit je konstanter und variabler
Frequenz als auch mit zwei jeweils für sich variablen
Frequenzen betrieben werden, wobei erfindungswesentlich der
Grundsatz ist, daß für den Erhalt eines entsprechenden
Drehmomentes bzw. das Einstellen einer gewünschten Drehzahl
unterschiedliche Feldfrequenzen erforderlich sind.
Im Sinne der Erfindung haben die Ständerwicklungen stets
zueinander unterschiedliche Feldfrequenzen bei gleicher Pol
paarzahl und bei unterschiedlicher mechanischer Drehzahl auch
unterschiedliche generierte Frequenzen.
Um eine konstante Ausgangsfrequenz im Generatorbetrieb zu
erhalten, wird bei variabler Läuferfrequenz das Ständer-
Erregerfeld entsprechend verändert oder bei konstanter
Erregerfrequenz ergibt sich mit der Läuferdrehzahl eine Ver
änderung der Frequenz in der zweiten Ständerwicklung. Motor-
und Generatorfunktionen der elektrodynamischen Maschine
zeichnen sich dadurch aus, daß in beiden Fällen an den jewei
ligen Ständerwicklungen unterschiedliche Magnetfeldfrequenzen
zu verzeichnen sind und sich der Läufer in Abhängigkeit von
der resultierenden Differenzfrequenz dreht.
Beim Betriebsfall Lichtmaschine werden, wie dargelegt, die
Wicklungen eines Statorteils mit einer Gleichspannung beauf
schlagt. Diese induziert in den Wicklungen des entsprechenden
Läuferteils bei mechanischer Drehung eine resultierende
Spannung. Diese erzeugt über dem andern Läuferteil ein in
Drehrichtung rotierendes Magnetfeld, welches im dazugehörigen
Stator eine Wechselspannung induziert. Durch die Frequenzer
höhung kann eine entsprechend höhere Leistung entnommen
werden.
Die Fertigungskosten der elektrodynamischen Maschine können
durch die vorgeschlagene Ausbildung von Käfigläufern erheblich
reduziert werden, wobei die Läuferteile vorgefertigte Guß- oder
Spritzteile sein können, die entsprechend mechanisch und
elektrisch verbunden sind. Die Anzahl der Stableiter im
jeweiligen Käfigläufer muß ≧ 3 sein. Mit Vergrößerung der
Anzahl der Stäbe läßt sich der Schwingungsverlauf der indu
zierten Frequenz in Richtung Sinusform verändern.
Die Erfindung soll nachstehend anhand der Beschreibung von
Ausführungsbeispielen unter Zuhilfenahme von Figuren näher
erläutert werden.
Hierbei zeigen:
Fig. 1 ein Schnittbild des prinzipiellen mechanischen Auf
baus der elektrodynamischen Maschine mit koaxial
ausgerichteten Läufer- und Ständerwicklungspaaren,
Fig. 2a, b, c eine prinzipielle Darstellung der mechanischen
(2a) und elektrischen (2b) Verschaltung der Läufer
sowie die resultierenden Frequenzverhältnisse
(Fig. 2c),
Fig. 3a, b die elektrische Verschaltung der Ständer beim
Betrieb als elektrodynamische Lichtmaschine sowie
eine Darstellung der resultierenden Frequenzkom
ponenten, sowie
Fig. 4a, b und c eine Seitenansicht der Läuferteile der
Maschine sowie eine Ansicht des Verbindungsbereiches
der Käfigläufer und eine abgewickelte Darstellung der
Läuferstäbe des Käfigläufers mit den entsprechenden
elektrischen Verbindungen (Fig. 4c).
Die mit Hilfe der Fig. 1 dargestellte elektrische Maschine,
welche als Synchrongenerator und/oder -motor betreibbar ist,
umfaßt eine Läufer- oder Maschinenachse 1, welche drehbar in
einem Gehäuse 2 gelagert ist. Am Gehäuse sind Ständerwick
lungen 1* und 2* angeordnet. Die Ständerwicklungen 1* und 2*
sind längs der Achse 1 beabstandet ausgebildet, wobei die
Ständerwicklungen 1* und 2* mit zugehörigen Läuferwicklungen
3* und 4* jeweils ein Läufer-Ständerwicklungspaar bilden.
Die Ständerwicklungen erzeugen bei entsprechender Beaufschla
gung z. B. bei ihrer Ausbildung als Drehfeldwicklungen mit
Drehstrom ein radial ausgerichtetes Magnetfeld. Der Aufbau der
Wicklungen entspricht demjenigen bekannter Elektromaschinen.
Es sind sämtliche Wicklungsarten, Kombinationen und Anord
nungen möglich, bei denen zwei zueinander axial angeordnete
magnetische Felder oder Drehfelder erzeugt werden können. Die
Anzahl der Pole und Polpaare ist grundsätzlich beliebig. Die
Wicklungen können in Stern oder Dreieck verschaltet werden.
Darüber hinaus kann bei der Funktionsweise der Maschine als
Lichtmaschine die Ständerwicklung 1* als einfache Wicklung
anstelle einer Drehfeldwicklung ausgebildet werden, da in
diesem Fall die betreffende Ständerwicklung 1* mit Gleich
spannung beaufschlagt wird.
Die Läuferwicklungen 3* und 4* sind elektrisch so miteinander
verbunden, daß die Drehfeldwicklung des Läufers 3* in der
jeweils anderen Drehfeldwicklung, d. h. derjenigen des Läufers
4* ein in entgegengesetzter Richtung drehendes Magnetfeld
hervorruft.
Wie in der Fig. 2a prinzipiell dargestellt, können anstelle
der Läuferwicklungen auch Läuferstäbe, die einen Käfigläufer
bilden, verwendet werden. Die in der Fig. 2a mit dem Bezugs
zeichen 3 versehenen Läuferstäbe sind, wie mit den unter
brochenen Linien dargestellt, so verbunden, daß sich die
gewünschte Drehfeldumkehr ergibt. Die Läuferstäbe 3 sind an
ihren axialen Enden elektrisch kurzgeschlossen.
Hinsichtlich der elektrischen Verschaltung der Läuferwick
lungen sei auf die Fig. 2b verwiesen, welche auch die anlie
genden bzw. resultierenden Frequenzkomponenten erkennen läßt.
Hierzu sei insbesondere auf die Fig. 2c verwiesen. Mit f2 wird
in diesem Fall die Drehzahl der Läufer- bzw. Maschinenachse 1
bezeichnet. Fließt demnach in einer Ständerwicklung ein Dreh
strom mit der Frequenz f1 und dreht sich der Läufer mit der
Frequenz f2, so wird in der korrespondierenden Läuferwicklung
ein Drehfeld mit der Frequenz f3 = f1-f2 induziert.
Dieses Drehfeld erzeugt in der jeweils anderen Läuferwicklung
ein entgegengesetztes Drehfeld mit der Frequenz f4 = -f3. Das
Drehfeld in dieser Läuferwicklung induziert im korrespondie
renden Ständer, d. h. in der jeweiligen Ständerwicklung ein
Feld mit der Frequenz f5 = f2 + f4. Daraus folgt f5 = f2-(f1-f2)
= 2 × f2-f1, d. h. die im entsprechenden Teil der
Ständerwicklung induzierte Spannung hat bei einem Polpaar die
doppelte Frequenz der Läuferdrehzahl minus der Frequenz der am
ersten Drehfeld anliegenden Spannung.
Dreht sich der Läufer entgegen der Drehrichtung des Feldes aus
der ersten Ständerwicklung, so erhöht sich die Frequenz des
Feldes der zweiten Ständerwicklung um die doppelte Läufer
drehzahl des ersten Feldes der ersten Ständerwicklung. Die
Spannung im zweiten Drehfeld steigt entsprechend an und es
wird mechanische Energie in elektrische Energie umgewandelt.
Werden zwei unterschiedliche Frequenzen an den Ständerwick
lungen 1* und 2* angelegt, so rotiert die Läuferachse 1 mit
den entsprechenden Läuferwicklungen 3* und 4* synchron mit der
nach f2 umgestellten oben genannten Beziehung. Zum Anlaufen
muß die Läufer- bzw. Maschinenachse 1, wie bei Synchronmotoren
üblich, auf eine entsprechende Anfangsdrehzahl beschleunigt
werden. Bei einem besonderen Ausführungsbeispiel kann durch
den Kurzschluß einer der Ständerwicklungen die Maschine in
einen Asynchronbetrieb und daher zum Anlaufen gezwungen
werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, den Synchronmotor
durch Verändern der Differenzfrequenz von null an auf einen
vorbestimmten Wert hochzufahren. Vorzugsweise ist die elek
trische Beschaltung der Maschine so auszurichten, daß im
Stillstand die im Läufer induzierten Spannungen sich weit
gehend aufheben, so daß ohne ein am Läufer wirkendes Dreh
moment im Läufer keine nennenswerten Ströme fließen.
Das Betreiben des Motors oder Generators mit einer Gleich
spannung an einer der Ständerwicklungen ist hinsichtlich der
Beschaltung mit der Fig. 3a und den sich ergebenden Frequenz
komponenten mit der Fig. 3b dargestellt.
In dem Moment, in dem die Frequenz des Drehfeldes der ersten
Ständerwicklung gleich null ist, d. h. eine Gleichspannung
anliegt, wird in der zweiten Ständerwicklung ein Drehfeld
respektive eine Wechselspannung mit der doppelten Frequenz der
Läuferdrehzahl induziert. Die Höhe der Spannung ist dabei
ebenfalls abhängig von der Läuferdrehzahl.
Bei der Funktionsweise der elektrodynamischen Maschine als
Motor werden demnach an den Ständerwicklungen Spannungen mit
unterschiedlichen Frequenzen angelegt, so daß sich der Läufer
mit der Hälfte der Summe der beiden Ständerfrequenzen synchron
dreht. Bei einer Frequenz f1 = 50 Hz und einer Frequenz f5 =
30 Hz beträgt die Drehzahl des Läufers bei einem Polpaar auf
beiden Ständerseiten (f1 + f5)/2 = 40 Hz. Bei einer Frequenz
f1 = 50 Hz und einer Frequenz f5 = -50 Hz beträgt die Drehzahl
des Läufers (f1 + f5)/2 0 Hz. Eine Drehzahl des Läufers von
25 Hz ist dann gegeben, wenn die Frequenz f1 = 50 Hz und die
Frequenz f5 = 0 Hz beträgt.
Bei der Generatorfunktion der elektrodynamischen Maschine wird
bei drehendem Läufer und Anliegen eines Ständerdrehfeldes in
der zweiten Ständerwicklung eine Spannung induziert, deren
Frequenz abhängig von der Läuferdrehzahl ist.
Bei einer Ständerfrequenz von f1 = -10 Hz und einer Drehzahl
von 50 Hz, d. h. f2 = 50 Hz, beträgt die Frequenz der indu
zierten Spannung 2 × f2-f1 = 110 Hz. Bei einer Frequenz des
Ständerfeldes von f1 = 0 Hz und einer Drehzahl von f2 = 25 Hz
ist die Frequenz der induzierten Spannung 50 Hz.
Der mechanische Aufbau sowie die elektrische Verschaltung der
Läuferwicklungen sei anhand der Fig. 4a bis c näher be
schrieben.
Die Fig. 4a zeigt zwei im Abstand zur Läuferachse 1 ausge
bildete, Stableiter 4 umfassende Käfigläufer 5.
Die Stableiter 4 der Käfigläufer 5 sind an ihren freien
axialen Enden elektrisch miteinander verbunden, d. h. kurzge
schlossen. In einem Verbindungsabschnitt erstrecken sich
entsprechende Teile der Stableiter 4 der jeweiligen Käfig
läufer 5 im wesentlichen parallel zur Läuferachse 1 inein
ander, wobei die einzelnen Stableiter 4 des jeweiligen Käfig
läufers 5 derart gegeneinander in Rotationsrichtung winkel
verschoben, d. h. verdreht sind, daß eine elektrische Verbin
dung durch einfache Brücken 7 (Fig. 4b) gegeben ist. Durch
diese konstruktive Anordnung lassen sich sowohl Isolations
probleme lösen als auch besonders einfache Verbindungen
ausgestalten.
Zur Fig. 4b sei angemerkt, daß der unterschiedliche Durch
messer der jeweiligen Käfigläufer 5 nur aus Gründen der
zeichnerischen Übersichtlichkeit gewählt wurde.
Die Realisierung der elektrischen Verbindung kann dadurch
erfolgen, daß die Stableiter 4 beider Käfigläufer 5 wie
erwähnt in einem vorgegebenen Abstand zur Läuferlängsachse 1
über den Verbindungsabschnitt 6 parallel zueinander laufen und
Brücken in Form von Kreisbögen (nicht dargestellt) quer über
den Stäben isoliert von diesen angeordnet sind, wobei diese
wiederum an den entsprechenden Stellen durch leitfähige Stege
mit den Stableitern 4 elektrisch verbindbar sind.
Die elektrische Verbindung der Stableiter 4 der Käfigläufer 5
ist anhand der Abwicklung nach Fig. 4c nachvollziehbar.
Die Stableiter bzw. die Käfigläufer können im Verbindungsab
schnitt 6 durch vorgefertigte mechanisch und elektrisch wir
kende Kontaktteile, die als Guß- oder Spritzteile herstellbar
sind, kostengünstig montiert werden.
Die mit dem Ausführungsbeispiel beschriebene elektrodynamische
Maschine erreicht in ihrer Betriebsweise als Motor hohe Dreh
momente auch im Bereich niedriger Drehzahlen.
Die Regelleistungen sind sowohl bei Motor- als auch Genera
torfunktion kleiner als die Antriebs- bzw. Generatorleistung.
Die Anwendungsmöglichkeiten der Maschine liegen beispielsweise
bei dem Einsatz als Servomotor, Synchronantrieb und genera
torseitig bei einer bürstenlosen Lichtmaschine für Kraftfahr
zeuge und als Frequenzwandler. Es sei an dieser Stelle noch
mals angemerkt, daß die Ständerwicklungen sowohl mehrphasig
als auch einphasig ausgelegt sein können, wobei die Läufer
wicklungen als Käfigläufer ausgebildet sind, die bevorzugt
zwischen den entsprechenden Abschnitten der zueinanderwei
senden Käfigläufer elektrisch so verschaltet werden, daß ein
Drehfeld in der Wicklung des einen Käfigläufers ein entgegen
gesetzt rotierendes Drehfeld in der Wicklung des gegenüber
liegenden Käfigläufers erzeugt.
1
Läuferachse/Maschinenachse
2
Gehäuse
1
*,
2
* Ständerwicklung
3
*,
4
* Läuferwicklung
3
Läuferstäbe
4
Stableiter
5
Käfigläufer
6
Verbindungsabschnitt
7
Brücken
Claims (5)
1. Elektrodynamische Maschine, nämlich Synchrongenerator
und/oder -motor mit zueinander ausgerichteten Läufer- und
Ständerwicklungspaaren jeweils beliebiger Polpaarzahl, welche
längs der Maschinenachse angeordnet sind, wobei die Läufer
elektrisch und mechanisch verbundene Drehfeldwicklungen
aufweisen, welche gegensinnig rotierende Felder erzeugen,
dadurch gekennzeichnet,
daß beim Motorbetrieb der Maschine die Ständerwicklungen der Wicklungspaare jeweils mit Wechselspannung unterschiedlicher Frequenz beaufschlagt sind, wobei sich in Abhängigkeit von der Differenzfrequenz ein freies Drehmoment an den verbundenen Läufern einstellt;
bei Generatorbetrieb der Maschine ein äußeres Drehmoment in Drehrichtung an den verbundenen Läufern oder der Maschinen achse angreift, welches im nicht fremderregten Teil der Ständerwicklung eine abgreifbare Spannung mit einer Frequenz erzeugt, die von dem 2fachen der Läuferdrehzahl, der Erreger frequenz und der Polpaarzahl der Ständer- und der Erreger wicklung abhängt.
daß beim Motorbetrieb der Maschine die Ständerwicklungen der Wicklungspaare jeweils mit Wechselspannung unterschiedlicher Frequenz beaufschlagt sind, wobei sich in Abhängigkeit von der Differenzfrequenz ein freies Drehmoment an den verbundenen Läufern einstellt;
bei Generatorbetrieb der Maschine ein äußeres Drehmoment in Drehrichtung an den verbundenen Läufern oder der Maschinen achse angreift, welches im nicht fremderregten Teil der Ständerwicklung eine abgreifbare Spannung mit einer Frequenz erzeugt, die von dem 2fachen der Läuferdrehzahl, der Erreger frequenz und der Polpaarzahl der Ständer- und der Erreger wicklung abhängt.
2. Elektrodynamische Maschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ständerwicklung eines ersten der Wicklungspaare mit
einer Gleichspannung beaufschlagt ist und an den verbundenen
Läufern ein äußeres Drehmoment einwirkt derart, daß sich an
der Ständerwicklung eines zweiten der Wicklungspaare eine
induzierte Wechselspannung einstellt.
3. Elektrodynamische Maschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Anlaufen der Maschine ein zeitweiser Übergang in den
asynchronen Betrieb erfolgt, in dem die Wicklungen eines
Ständers kurzgeschlossen sind.
4. Elektrodynamische Maschine nach einem der Ansprüche 1
bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die verbundenen Läufer als mit jeweils mindestens drei
Stableitern versehene Käfigläufer ausgebildet sind, wobei die
Stableiter außen kurz geschlossen und an den zueinander
weisenden Enden drehfeldumkehrend verbunden sind.
5. Elektrodynamische Maschine nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stableiter des Läufers eines ersten der Wicklungspaare
sich in einem Verbindungsabschnitt im wesentlichen parallel in
den Käfig der Stableiter des Läufers eines zweiten der Wick
lungspaare hineinerstrecken und derart gegeneinander in
Rotationsrichtung winkelverschoben sind, daß korrespondierende
Stableiterenden bei gleichzeitiger elektrischer Isolation
nicht korrespondierender Abschnitte mittels Brücken oder
dergleichen verbindbar sind.
Priority Applications (7)
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|---|---|---|---|
| DE19731930A DE19731930A1 (de) | 1997-06-24 | 1997-07-24 | Elektrodynamische Maschine, nämlich Synchrongenerator und/oder -motor |
| DE1998110566 DE19810566A1 (de) | 1997-07-24 | 1998-03-11 | Elektrodynamische Maschine, nämlich Synchrongenerator und/oder -motor |
| DE1998115857 DE19815857A1 (de) | 1997-07-24 | 1998-04-08 | Elektrodynamische Maschine, nämlich Synchrongenerator und/oder -motor |
| AU85407/98A AU8540798A (en) | 1997-06-24 | 1998-06-23 | Electrodynamic machine, especially a synchronous alternator and/or motor |
| DE19880792T DE19880792D2 (de) | 1997-06-24 | 1998-06-23 | Elektrodynamische Maschine, nämlich Synchrongenerator und/oder -Motor |
| PCT/EP1998/003845 WO1998059410A1 (de) | 1997-06-24 | 1998-06-23 | Elektrodynamische maschine, nämlich synchrongenerator und/oder -motor |
| DE1998132576 DE19832576A1 (de) | 1997-07-24 | 1998-07-20 | Elektrodynamische Maschine, nämlich bürstenloser Synchrongenerator und/oder -motor |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19726859 | 1997-06-24 | ||
| DE19731930A DE19731930A1 (de) | 1997-06-24 | 1997-07-24 | Elektrodynamische Maschine, nämlich Synchrongenerator und/oder -motor |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19731930A1 true DE19731930A1 (de) | 1999-01-21 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19731930A Withdrawn DE19731930A1 (de) | 1997-06-24 | 1997-07-24 | Elektrodynamische Maschine, nämlich Synchrongenerator und/oder -motor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19731930A1 (de) |
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1997
- 1997-07-24 DE DE19731930A patent/DE19731930A1/de not_active Withdrawn
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