DE19730037A1 - Vorrichtung zum Abfüllen eines flüssigen, pastösen oder partikelhaltigen Produktes in Verpackungsbehälter - Google Patents
Vorrichtung zum Abfüllen eines flüssigen, pastösen oder partikelhaltigen Produktes in VerpackungsbehälterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abfüllen eines
flüssigen, pastösen oder partikelhaltigen Produktes in
Verpackungsbehälter nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1,
wie sie beispielsweise aus der DE 39 43 149 C1
bekanntgeworden ist. Die bekannte Vorrichtung hat eine
Ventilhalteplatte, in der mehrere Dosierventile
neben- und/oder hintereinander angeordnet sind. Das Öffnen und
Schließen der Schieber der Dosierventile erfolgt mittels
eines Antriebs, der über einen Zahnriemen auf einen
Spindelantrieb einwirkt, der wiederum mit einer Platte
verbunden ist, die die Oberseiten der Dosierkolben hält. Die
bekannte Vorrichtung ist aufgrund des Spindelantriebs und
der Platte für die Dosierkolben an den jeweiligen
Anwendungsfall angepaßt. Dies bedingt für jeden
Anwendungsfall speziell angepaßte Bauteile, wobei ein
Umrüsten einer bestehenden Vorrichtung auf unterschiedliche
Dosierventilanordnungen und/oder unterschiedliche Produkte
und Füllmengen relativ aufwendig ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Abfüllen eines
flüssigen oder pastösen Produktes in Verpackungsbehälter mit
den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 hat
demgegenüber den Vorteil, daß die Vorrichtung je nach
Anwendungsfall einfach an unterschiedliche Anordnungen von
Dosierventilen anpaßbar sind. Dadurch ergibt sich ein
relativ flexibles Füllsystem, das eine geringe
Bauteilevielfalt aufweist. Dies wird erfindungsgemäß dadurch
erreicht, daß die Ventilschieber an zueinander
verschiebbaren Druckleisten gekoppelt sind, die sich dadurch
verschiedenen Ventilanordnungen anpassen lassen. Ferner ist
aufgrund zweier unterschiedlicher, mit den Ventilschiebern
gekoppelter Antriebe eine einfache Feinanpassung an
verschiedene Produkte möglich.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Weiterbildungen der
erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Abfüllen eines flüssigen,
pastösen oder partikelhaltigen Produktes in
Verpackungsbehälter ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der Beschreibung. Besonders vorteilhaft ist der mehrteilige,
modulartige Aufbau der Dosierelemente, der verschiedene
Bauarten und eine kostengünstige Herstellung erlaubt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird im folgenden näher erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum Abfüllen
eines flüssigen oder pastösen Produktes in
Verpackungsbehälter, Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II
in Fig. 1, Fig. 3 einen Teil eines Rahmens nach
Fig. 1, Fig. 4 eine Spindelmutteranordnung im Längsschnitt
und die Fig. 5 und 6 Längsschnitte durch verschiedene
Dosierventile in jeweils zwei Endlagen.
Die in der Fig. 1 dargestellte Vorrichtung 10 zum Abfüllen
von flüssigen, pastösen oder partikelhaltigen Produkten, wie
Joghurt, Pudding o. ä. in Verpackungsbehälter 1 ist
Bestandteil einer nicht näher dargestellten
Produktionsanlage. In dieser Produktionsanlage werden in
eine thermoverformbare Verpackungsbahn 2 in einem ersten
Arbeitsgang die Verpackungsbehälter 1 eingeformt, worauf die
in der Verpackungsbahn 2 neben- und hintereinander
angeordneten Verpackungsbehälter 1 taktweise in den Bereich
der Vorrichtung 10 gefördert werden. Innerhalb der
Vorrichtung 10 ist die Verpackungsbahn 2 mittels
Führungsleisten 3 in ihrer Längsförderrichtung geführt. Nach
dem Befüllen der Verpackungsbehälter 1 in der Vorrichtung 10
wird auf die Oberseite der Verpackungsbahn 2 eine
Verschlußfolie aufgesiegelt. Zuletzt werden die
Verpackungsbehälter 1 aus der Verpackungsbahn 2 durch
Ausstanzen vereinzelt.
An einer Seite eines Gestells 11 der Vorrichtung 10 sind
zwei zylindrisch ausgebildete Führungssäulen 12 befestigt,
die von jeweils einem auf der Führungssäule 12
verschiebbaren Längsträger 13 umfaßt sind. Die Längsträger
13 sind Bestandteil eines ersten Rahmens 15, der weiterhin
zwei Querträger 16 sowie zwei die Querträger 16 miteinander
verbindende Traversen 17, 18 umfaßt. Die sich in
horizontaler Ebene erstreckenden Querträger 16 sind mit
ihren Stirnseiten am Längsträger 13 befestigt. Vom
Längsträger 13 gehen zusätzlich zwei Verstrebungen 19 ab,
die mit den Längsträgern 13 verbunden sind. Um den ersten
Rahmen 15 vertikal auf- und abbewegen zu können ist am
Gestell 11 ein erster Servomotor 20 angeordnet. Die
Abtriebswelle des ersten Servomotors 20 ist als Spindel 21
ausgebildet, die von einer ersten Spindelmutter 22 umfaßt
ist. Die Spindelmutter 22 ist in einem ersten Träger 23
angeordnet, der die beiden Längsträger 13 miteinander
verbindet.
An der Unterseite des Rahmens 15 ist eine Ventilhalteplatte
25 befestigt, die mittels eines umlaufenden
Dichtungselements 26 zum Gestell 11 hin abgedichtet ist. In
der Ventilhalteplatte 25 sind Aussparungen 24 für
Füllventile 27 vorgesehen. Um die Vorrichtung 10 bzw. die
Füllventile 27 auf einfache Art und Weise dem abzufüllenden
Produkt oder der Anzahl und Anordnung der
Verpackungsbehälter 1 in der Verpackungsbahn 2 anzupassen
ist die Ventilhalteplatte 25 in vorteilhafter Weise einfach
montierbar mit dem Rahmen 15, zum Beispiel mittels nicht
dargestellter Schnellverschlüsse oder einer
Schraubverbindung, verbindbar. Die Anordnung der Füllventile
27 in der Ventilhalteplatte 25 ist derart, daß sich oberhalb
und in Deckung mit jedem Verpackungsbehälter 1 des in die
Vorrichtung 10 taktweise geförderten
Verpackungsbahnabschnitts ein Füllventil 27 befindet. Somit
sind im dargestellten Ausführungsbeispiel sechs Reihen mit
je sieben nebeneinander angeordneten Füllventilen 27
vorgesehen.
Wie aus den Fig. 5 und 6 am besten ersichtlich ist, weist
jedes Füllventil 27 ein dreiteiliges Gehäuse 28 auf, welches
aus einem rohrförmigen Zwischenstück 29, sowie aus einem
damit durch Schweißen verbundenen Unterteil 31 und einem
Oberteil 32 besteht. Während das Zwischenstück 29 aus
Kosten- und Vereinfachungsgründen aus einem gezogenen und
überdrehtem Rohrabschnitt oder einem einfach herzustellenden
Drehteil besteht, sind das Oberteil 32 und das Unterteil 31
im Feingußverfahren hergestellt. Seitlich am Oberteil 32 ist
eine Produktzuführung 33 ausgebildet, die mittels einer
nicht dargestellten Verbindungsleitung an einen
Vorratsbehälter für das abzufüllende Produkt angeschlossen
ist. Die oben beschriebene dreiteilige Ausführung des
Gehäuses 28 ermöglicht auf einfache Art und Weise die
Anpassung an das jeweilige Produkt. Während für flüssige
Produkte sogenannte Flachschieber- oder Sitzventile
vorteilhaft sind, ist bei Verwendung eines pastösen
Produktes ein sogenanntes Schieberventil vorzusehen. Um die
jeweilige Ventilbauart zu verwirklichen ist am Füllventil 27
ein entsprechend angepaßtes Mundstück 34, 35 vorgesehen,
welches mit einem im Füllventil 27 geführten, auf- und
abbeweglichen, ebenfalls entsprechend der jeweiligen
Ventilbauart ausgebildeten Schieber 36, 37 zusammenwirkt.
Das Zwischenstück 29 und das Oberteil 32 sind bei beiden
Ventilbauarten identisch. Um das Mundstück 34, 35 einfach
mit dem Unterteil 31 zu verbinden und ggf. auszutauschen hat
das Mundstück 34, 35 auf der dem Unterteil 31 zugewandten
Seite einen ersten Abschnitt 38, in dessen Bereich der
Innendurchmesser vergrößert ist. Der Innendurchmesser des
ersten Abschnitts 38 ist dem Außerdurchmesser eines zweiten
Abschnitts 39 am Unterteil 31 angepaßt, der gegenüber dem
restlichen Außendurchmesser des Unterteils 31 reduziert ist.
Ferner weist das Unterteil 31 auf der dem Mundstück 34, 35
zugewandten Seite einen dritten Abschnitt 41 auf, dessen
Außendurchmesser im Verhältnis zum zweiten Abschnitt 39
nochmals reduziert ist, so daß dieser dem Innendurchmesser
eines vierten Abschnitts 42 des Mundstücks 34, 35
entspricht, der sich unterhalb des ersten Abschnitts 38
anschließt. Die Außenfläche des dritten Abschnitts 41 ist
von einem Dichtring 43 umfaßt, der das Mundstück 34, 35
gegen das Unterteil 31 abdichtet. Die Abschnitte 38, 39 und
42 des Füllventils 27 sind in Höhe der Ventilhalteplatte 25
angeordnet, wobei am Außenumfang des vierten Abschnitts 42
ein zusätzlicher Dichtring 44 zur Abdichtung gegen die
Ventilhalteplatte 25 anliegt.
Der Schieber 36, 37 ist an seinem dem Mundstück 34, 35
abgewandten Ende mit einer Ventilschieberstange 45
verbunden. Die Verbindung erfolgt mittels einer Verbindung
46, die es ermöglicht, den Schieber 36, 37 nach Abnahme des
Mundstücks 34, 35 einfach auszutauschen. Die
Ventilschieberstange 45 ragt aus einem auf der Oberseite des
Oberteils 32 angeordneten Abschlußdeckels 48 heraus. Dieser
der Führung der Ventilschieberstange 45 dienende
Abschlußdeckel 48 ist mittels Schraubverbindungen 49 (von
denen in der Zeichnung lediglich eine Schraubverbindung 49
dargestellt ist) mit dem Oberteil 32 verbunden. Auf der dem
Oberteil 32 zugewandten Seite des Abschlußdeckels 48 ist die
Ventilschieberstange 45 von einem Faltenbalg 50 umfaßt. Der
Faltenbalg 50 hat eine Faltenbalgdichtung 51, die auf einem
an dem Oberteil 32 ausgebildeten, umlaufenden Bund 52
anliegt, und die von dem Abschlußdeckel 48 in Richtung des
Bundes 52 gepreßt wird. Auf der dem Mundstück 34, 35
zugewandten Seite ist das Ende des Faltenbalges 51 von einem
Stahlspannring 54 umfaßt. Damit der Stahlspannring 54 das
Ende des Faltenbalges 50 am entsprechenden
Ventilschieberstangenabschnitt dichtend und unverrückbar
andrückt sind in diesem Bereich an dem Umfang der
Ventilschieberstange 45 mehrere aus der Ventilschieberstange
45 herausragende, radial umlaufende Dichtbunde 56
vorgesehen, in die der Stahlspannring 54 durch seine
Vorspannung das Ende des Faltenbalges 50 eindrückt, und
somit dieses gegen die Ventilschieberstange 45 abdichtet und
hält.
Um eine synchrone Bewegung aller Füllventile 27 zu
ermöglichen sind die den Verbindungen 46 abgewandten Enden
jeder Reihe von Ventilschieberstangen 45 an Druckleisten 57
befestigt. Wie aus der Fig. 3 ersichtlich ist sind die
Druckleisten 57 wiederum in zwei Profilleisten 58
verschiebbar befestigt. Die in Förderrichtung der
Verpackungsbahn 2 verlaufenden, in etwa in Deckung mit den
längsseitigen Randzonen der Verpackungsbahn 2 angeordneten
Profilleisten 58 sind aus der Montagetechnik und dem
Vorrichtungs- und Apparatebau hinlänglich bekannt, und
werden deshalb nicht näher beschrieben. Wesentlich ist
lediglich, daß die Profilleisten 58 auf der den Druckleisten
57 zugewandten Unterseite jeweils eine durchgehende Längsnut
59 aufweisen. Gegen diese Längsnut 59 ist jeweils ein Ende
einer Druckleiste 57 mittels eines Nutsteines 61 und einer
mit dem Nutstein 61 zusammenwirkenden Schraube 62 gepreßt,
so daß nach Lösen der Schraube 62 der Nutstein 61 und somit
die Druckleiste 57 in bezug auf die Profilleiste 58
verschiebbar ist.
Die in Förderrichtung der Verpackungsbahn 2 betrachtet
vorderen und hinteren Enden der beiden Profilleisten 58 sind
mit je einem Pneumatikzylinder 63 verbunden. Dazu sind die
in Längsrichtung der Ventilschieberstangen 45 wirkenden,
zylindrischen Ventilstangen der Pneumatikzylinder 63
beispielsweise mit einem Außengewinde versehen, die in
Nutsteinen 64 eingeschraubt sind, die in an der Oberseite
der Profilleisten 58 verlaufenden Längsnuten 65 angeordnet
sind. Die Pneumatikzylinder 63 sind mittels eines
gemeinsamen oder jeweils eines getrennten Steuerblockes so
ansteuerbar, daß die beiden Profilleisten 58 von den vier
Pneumatikzylindern 63 synchron auf- und abbewegt werden.
Die den Profilleisten 58 abgewandten Oberseiten der
Pneumatikzylinder 63 sind an der Unterseite eines zweiten
Rahmens 66 befestigt. Der zweite Rahmen 66 hat zwei quer zu
den Profilleisten 58 und parallel zu den Druckleisten 57
angeordnete Träger 67, die die Druckleisten 57 beidseitig
überragen, sowie zwei Verbindungsträger 68. Die Träger 67
und die Verbindungsträger 68 bilden zusammen den
rechteckigen zweiten Rahmen 66 aus. In den beiden den
Längsträgern 13 zugewandten Endbereichen der
Verbindungsträger 68 ist jeweils eine Spindelmutter 69
integral angeordnet. Eine weitere Spindelmutter 69 ist in
der Mitte des einen, den Längsträgern 13 entgegengesetzten
Verbindungsträgers 68 in identischer Weise gelagert.
Die in der Fig. 4 dargestellte Lagerung der Spindelmutter
69 weist einen der Außenkontur der Spindelmutter 69
angepaßten, an seiner Außenfläche in einem oberen Bereich
70 und einem unteren Bereich 71 kugelförmigen Grundkörper 72
auf, in dem die Spindelmutter 69 eingepreßt oder eingeklebt
ist. Die Bereiche 70 und 71 liegen an sphärisch gewölbten
Flächen 73, 74 zweier Lagerschalen 75, 76 an, die sich in
einem gemeinsamen Spindelmuttergehäuse 77 befinden, welches
wiederum in dem Träger 68 angeordnet ist. Um den Grundkörper
72 und somit die Spindelmutter 69 gegen die Lagerschalen 75,
76 zu fixieren ist für jede Spindelmutter 69 ein Fixierstift
78 vorgesehen, der zwischen den Bereichen 70 und 71 auf die
Außenfläche des Grundkörpers 72 einwirkt.
In den Spindelmuttern 69 ist jeweils eine Spindel 79 bis 81
drehbar gelagert, die sich in Wirkrichtung der
Pneumatikzylinder 63 erstrecken, und in der Traverse 17 bzw.
den Querträgern 16 angeordnet sind, so daß die Spindeln 79
bis 81 in der Draufsicht die Ecken eines gedachten Dreiecks
bilden (Fig. 2). Die eine, in dem Verbindungsträger 68
angeordnete Spindel 79 ist mit einem zweiten Servomotor 84
gekoppelt, der in der Mitte der Traverse 17 des ersten
Rahmens 15 angeordnet ist. Auf dem dem Servomotor 84
zugewandten Ende der Spindel 79 ist ein Zahnriemenrad 85
drehfest befestigt, das einen Zahnriemen 86 antreibt. Der
Zahnriemen 86 ist um jeweils ein zusätzliches Umlenkrad 87
geführt, das drehfest auf seiner jeweiligen Spindel 80, 81
in Höhe des Zahnriemenrads 85 befestigt ist. Um den
Zahnriemen 86 zu führen und gegen das Zahnriemenrad 85 und
die Umlenkräder 87 zu spannen sind mehrere Rollen 88
vorgesehen, die auf den Trägern 67 und den
Verbindungsträgern 68 zwischen dem Zahnriemenrad 85 und den
Umlenkrädern 87 angeordnet sind.
Die oben beschriebene Vorrichtung 10 arbeitet wie folgt: Zum
Abfüllen der Verpackungsbehälter 1 wird die Verpackungsbahn
2 um eine Vorzugslänge mittels einer nicht dargestellten
Fördereinrichtung taktweise in die Vorrichtung 10 gefördert.
Sobald die Verpackungsbehälter 1 unterhalb der Füllventile
27 zum Stillstand gekommen sind, wird der erste Servomotor
20 derart angetrieben, daß der erste Rahmen 15 aus seiner
oberen Endposition in seine untere Endposition verfahren
wird. Durch die Relativbewegung zwischen den Gehäusen 28 und
Schiebern 36, 37 tritt dadurch in den Füllventilen 27
befindliches Produkt aus den Mundstücken 34, 35 aus, und
wird in die Verpackungsbehälter 1 abgegeben. Da die Gehäuse
28 der Füllventile 27 in der mit dem ersten Rahmen 15
verbundenen Ventilhalteplatte 25 angeordnet sind tauchen
weiterhin beim Absenken des ersten Rahmens 15 die Mundstücke
34, 35 zur Schaum- oder Spritzvermeidung in die
Verpackungsbehälter 1 ein. Spätestens wenn die Füllventile
27 bzw. die Gehäuse 28 ihre untere Endposition erreicht
haben wird der zweite Servomotor 84 angesteuert, so daß der
zweite Rahmen 66 aus seiner oberen Endlage ebenfalls in
Richtung der Verpackungsbehälter 1 bewegt wird. Dabei werden
die mittels der Druckleisten 57 mit dem zweiten Rahmen 66
verbundenen Ventilschieberstangen 45 in Richtung der
Verpackungsbehälter 1 bewegt, wobei das Schließen der
Füllventile 27 eingeleitet wird. Das Verschließen und
Abdichten der Füllventile 27 an sich, das heißt das
Verschließen der Mundstücke 34, 35 durch die Schieber 36, 37
wird durch die vier Pneumatikzylinder 63 bewirkt. Diese
werden angesteuert, sobald der zweite Servomotor 84 den
zweiten Rahmen 66 in seine untere Endposition verfahren hat.
Durch dieses von den Pneumatikzylindern 63 bewirkte
Verschließen der Füllventile 27 wird bewirkt, daß die
relativ große Ventilschließkraft ausschließlich durch die
Pneumatikzylinder 63 erzeugt wird. Weiterhin läßt sich durch
eine entsprechende Ansteuerung eine Feinanpassung an das
jeweilige Produkt erzielen.
Während des Abgebens des Produktes aus den Füllventilen 27
kann es ggf. erforderlich sein, mit steigendem Füllpegel in
den Verpackungsbehältern 1 die Füllventile 27 wieder etwas
anzuheben, damit kein Produkt die Mundstücke 34, 35
äußerlich verunreinigt. Diese Aufwärtsbewegung des ersten
Rahmens 15 wird durch den ersten Servomotor 20 bewirkt.
Nachdem die Füllventile 27 aus den Verpackungsbehältern 1
herausgefahren sind und das gewünschte Volumen abgegeben
wurde wird die Verpackungsbahn 2 um eine Vorschublänge
weitergefördert, worauf sich die Vorgänge wie oben
beschrieben wiederholen.
Ergänzend wird erwähnt, daß es bei entsprechend ausladender
Größe der Vorrichtung 10 zur Schwingungsreduzierung beim
schnellen Anheben und Absenken des ersten Rahmens 15
sinnvoll sein kann, die Massen wie beispielsweise den
Servomotor 84 auf der gegenüberliegenden Seite des ersten
Rahmens 15, also im Bereich der Führungssäulen 13
anzuordnen, wodurch sich entsprechend auch die Anordnung der
Spindeln 80, 81 ändert.
Weiterhin kann anstelle der im Ausführungsbeispiel
beschriebenen Führungssäulen 13 der erste Rahmen 15 auch
mittels mehrerer, jeweils beispielsweise in Eckbereichen des
ersten Rahmens 15 angeordneten Spindeln bewegt werden. Der
Antrieb des ersten Rahmens 15 erfolgt in diesem Fall
entsprechend dem Antrieb des zweiten Rahmens 66 mittels
eines einzigen Antriebsmotors, der die Spindeln über einen
Zahnriemen antreibt.
Claims (6)
1. Vorrichtung (10) zum Abfüllen eines flüssigen, pastösen
oder partikelhaltigen Produktes in Verpackungsbehälter (1),
mit mehreren, in einem auf- und abbeweglichen Halteelement
(25) angeordneten Füllventilen (27), deren Ausschuborgane
(36, 37) mittels eines gemeinsamen Antriebs synchron
auf- und abbewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ausschuborgane (36, 37) mit zueinander verschiebbaren
Trägerleisten (57) verbunden sind, daß die Trägerleisten
(57) mittels wenigstens eines Pneumatikzylinders (63) und
eines ersten Servomotors (84) auf- und abbeweglich sind,
wobei die Pneumatikzylinder (63) und der erste Servomotor
(84) an einem ersten Rahmen (66) angeordnet sind und daß der
erste Rahmen (66) mittels eines an einem zweiten Rahmen (15)
angeordneten zweiten Servomotors (20) beweglich ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
im ersten Rahmen (66) Spindelmuttern (69) angeordnet sind,
in denen Spindeln (79, 80, 81) gelagert sind und daß die
Spindeln (79, 80, 81) mittels des ersten Servomotors (84)
angetrieben sind, der auf einen die Spindeln (79, 80, 81)
umschlingenden Zahnriemen (86) wirkt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen den Pneumatikzylindern (63) und
den Trägerleisten (57) Profilschienen (58) mit Längsnuten
(59) angeordnet sind und daß die Trägerleisten (57) in den
Längsnuten (59) verschieb- und befestigbar sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Halteelement als Halteplatte (25)
mit den Füllventilen (27) angepaßten Aussparungen (24)
ausgebildet ist und daß die Halteplatte (25) am zweiten
Rahmen (15) austauschbar befestigt ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes Füllventil (27) ein rohrförmiges
Zwischenstück (29) aufweist, an das im Feingußverfahren
hergestellte Ober- (32) und Unterteile (31) angeschweißt
sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
an das Unterteil (31) ein Mundstück (34, 35) anbringbar ist,
das mit einem dem Mundstück (34, 35) angepaßten
Schieberelement (36, 37) zusammenwirkt.
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| DE1997130037 DE19730037A1 (de) | 1997-07-14 | 1997-07-14 | Vorrichtung zum Abfüllen eines flüssigen, pastösen oder partikelhaltigen Produktes in Verpackungsbehälter |
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Family
ID=7835597
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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1998
- 1998-06-23 CH CH133698A patent/CH693030A5/de not_active IP Right Cessation
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- 1998-07-13 FR FR9808983A patent/FR2765856B1/fr not_active Expired - Fee Related
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