DE19728037A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Umsetzung eines Digitalwertes in einen Analogwert - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Umsetzung eines Digitalwertes in einen AnalogwertInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Umsetzung eines
Digitalwertes in einen Analogwert in Form einer elektrischen
Spannung durch Pulsweitenmodulation des Digitalwertes und
nachfolgende Glättung sowie Vorrichtungen zur Durchführung
dieses Verfahrens.
Ein derartiges Verfahren zur Umsetzung eines Digitalwertes in
einen Analogwert in Form einer elektrischen Spannung ist aus
der DE 42 33 410 C1 bekannt. Ein Digitalwert wird in eine
periodische pulsweitenmodulierte Rechteckspannung umgeformt
Ein Filter bildet den zeitlichen Mittelwert der Rechteck
spannung. Die Ausgangsspannung des Filters ist die Ausgangs
größe der Digital/Analog-Umsetzung. Die Güte dieser Spannung
wird einerseits von der Auflösung des Pulsweitenmodulators und
andererseits von der Dynamik des Filters bestimmt. Dabei
schließen sich eine hohe Auflösung und eine gute Dynamik
gegenseitig aus. Die Auflösung ist durch die maximale Anzahl
der in einer Periode möglichen Einzelimpulse bestimmt. Eine
Erhöhung der Anzahl der Einzelimpulse pro Periode bei gege
bener Dauer eines Einzelimpulses erhöht zwar die Auflösung,
verlängert aber gleichzeitig die Periodendauer. Dies bedeutet
eine Verringerung der Frequenz der pulsweitenmodulierten
Rechteckspannung und führt zu einer Verschlechterung der
Dynamik.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der
eingangs genannten Art und eine Vorrichtung zur Durchführung
dieses Verfahrens anzugeben, das eine hohe Auflösung bei einer
gegenüber dem Stand der Technik verbesserten Dynamik erlaubt.
Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens durch die im
Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmale und hinsichtlich der
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens durch die
Ansprüche 2 und 4 gelöst. Durch die Aufteilung des Digital
wertes in zwei Anteile und die darauffolgende Pulsweiten
modulation der beiden Anteile wird einem ersten Analogwert mit
hoher Dynamik aber grober Auflösung ein zweiter Analogwert
überlagert. Der zweite Analogwert verbessert die Gesamt
auflösung. Die Größe des zweiten Analogwertes entspricht
maximal einem Schritt des ersten Analogwertes. Durch die
Überlagerung der beiden Analogwerte wird die Auflösung des
ersten Analogwertes verbessert. Dabei bleibt die Dynamik im
Rahmen der Auflösung des ersten Analogwertes erhalten. In
einer ersten Vorrichtung zur Durchführung des erfindungs
gemäßen Verfahrens sind die beiden Anteile des Digitalwertes
je einem Pulsweitenmodulator mit nachgeschaltetem Tiefpaß
filter zugeführt. Die Ausgangsspannungen der Tiefpaßfilter
werden zunächst jeweils getrennt geglättet und danach unter
Berücksichtigung der Wertigkeiten der Anteile des Digital
wertes summiert. In einer zweiten Vorrichtung zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens sind die pulsweitenmodu
lierten Rechteckspannungen verschiedenen Eingängen eines
aktiven Tiefpaßfilters mit mehreren Eingängen zugeführt, das
die pulsweitenmodulierten Rechteckspannungen sowohl glättet
als auch unter Berücksichtigung der Wertigkeiten der beiden
Anteile des Digitalwertes summiert. Diese Vorrichtung hat
einen besonders geringen Bauteileaufwand.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Vorrichtungen zur Durch
führung des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den Unter
ansprüchen gekennzeichnet. Die Verwendung eines Operations
verstärkers, der mit einem Rückführwiderstand und mit je einem
Eingangswiderstand für jeden Eingang beschaltet ist, ermög
licht auf einfache Weise eine Berücksichtigung der Wertig
keiten der Anteile des Digitalwertes bei der Summierung. Durch
eine konstante Spannung, die dem Operationsverstärker über
einen weiteren Eingangswiderstand zugeführt ist, läßt sich auf
einfache Weise eine Nullpunktverschiebung der analogen
Ausgangsspannung des Digital/Analog-Umsetzers erreichen. Dient
ein Microcontroller zur Verarbeitung von Digitalwerten, kann
die Aufteilung des in einen Analogwert umzusetzenden Digital
wertes in einen höherwertigen und einen niederwertigen Anteil
durch den bereits vorhandenen Microcontroller erfolgen. Sofern
in den verwendeten Microcontroller bereits Pulsweitenmodulato
ren integriert sind, ist es vorteilhaft, diese zur Umsetzung
der beiden Anteile des Digitalwertes in pulsweitenmodulierte
Rechteckspannungen zu verwenden. In diesem Fall brauchen an
den Microcontroller nur noch Einrichtungen zum Glätten und
Summieren der Rechteckspannungen angeschlossen zu werden. Im
einfachsten Fall genügt hierfür ein aktives Tiefpaßfilter mit
mehreren Eingängen.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird im folgenden anhand der
Zeichnungen, in denen Ausführungsbeispiele von Vorrichtungen
zur Durchführung des Verfahrens beschrieben sind, näher
erläutert. Es zeigen
Fig. 1 einen Speicher zur Speicherung eines Digitalwertes
in schematischer Darstellung,
Fig. 2 ein Prinzipschaltbild einer ersten Vorrichtung zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 3 den zeitlichen Verlauf der impulsweitenmodulierten
Rechteckspannungen und
Fig. 4 ein Prinzipschaltbild einer zweiten Vorrichtung zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Die Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung einen digitalen
Speicher 1 mit sechzehn binären Speicherzellen zur Speicherung
eines Digitalwertes. In den einzelnen Speicherzellen werden
jeweils die Werte "0" oder "1" gespeichert. Der Digitalwert
ist die Summe der Produkte, die aus den in den Speicherzellen
gespeicherten Werten und den den einzelnen Speicherzellen
zugeordneten Zweierpotenzen gebildet sind. Die gespeicherten
Werte sind in der rechten Spalte des Speichers 1 angegeben. In
der linken Spalte sind die diesen Werten zugehörigen Wertig
keiten angegeben. Mit sechzehn Speicherzellen ist ein Bereich
zwischen 0 und 216 -1 = 65535 darstellbar. In dem hier
betrachteten Ausführungsbeispiel wird von einem Digitalwert DW
ausgegangen, der nur 214 = 16384 verschiedene Werte annehmen
kann. In diesem Fall werden für die Speicherung des
Digitalwertes DW nur die Speicherzellen mit den Wertigkeiten
20 bis 213 benötigt. Durch Auslesen der Speicherzellen mit den
Wertigkeiten 28 bis 213 und Zuordnung zu den Wertigkeiten
20 bis 25, wobei die Wertigkeiten jeweils durch 28 dividiert
werden, erhält man einen ersten Anteil DW1 des Digitalwertes
DW. Der erste Anteil DW1 ist der höherwertige Anteil des
Digitalwertes DW. Durch Auslesen der Speicherzellen des
Speichers 1 mit den Wertigkeiten 20 bis 27 erhält man einen
zweiten Anteil DW2 des Digitalwertes DW. Der Anteil DW2 ist
der niederwertige Anteil des Digitalwertes DW. Für den
Digitalwert DW gilt die Beziehung DW = (28 × DW1) + DW2. Der
höherwertige Anteil DW1 des Digitalwertes DW kann 26 = 64
verschiedene Werte annehmen, also Werte zwischen 0 und 63. Der
niederwertige Anteil DW2 des Digitalwertes DW kann 28 = 256
verschiedene Werte annehmen, also Werte zwischen 0 und 255.
Der Speicher 1 dient sowohl als Speichermittel für den
Digitalwert DW als auch als Speichermittel für dessen höher
wertigen Anteil DW1 und dessen niederwertigen Anteil DW2.
Im folgenden wird als Beispiel die Umsetzung des Digitalwertes
DW = 10432 in einen Analogwert beschrieben. Der Digitalwert DW
ist in dem Speicher 1 als 14stelliger Binärwert 10100011000000
gespeichert. Die entsprechenden Werte sind in der rechten
Spalte des Speichers 1 angegeben. Ein "X" für die Werte der
Speicherzellen mit den Wertigkeiten 214 und 215 gibt an, daß
diese Werte "0" oder "1" sein können, da diese Werte in dem
Ausführungsbeispiel nicht verwendet werden. Werden die Inhalte
der Speicherzellen mit den Wertigkeiten 28 bis 213 ausgelesen
und - wie oben beschrieben - den Wertigkeiten 20 bis 25 zuge
ordnet, ergibt sich die Binärzahl 101000 entsprechend der
Dezimalzahl 40 für den höherwertigen Anteil DW1 des Digital
wertes DW. Die Änderung der Wertigkeiten entspricht einer
Division des Digitalwertes DW durch 28 = 256. Der nieder
wertige Anteil DW2 des Digitalwertes DW ergibt sich aus den
Werten der Speicherzellen mit den Wertigkeiten 20 bis 27 als
Binärzahl 11000000 entsprechend der Dezimalzahl 192.
In der Fig. 2 ist der höherwertige Anteil DW1 des Digital
wertes DW einem ersten Pulsweitenmodulator 2 zugeführt. Der
niederwertige Anteil DW2 des Digitalwertes DW ist einem
zweiten Pulsweitenmodulator 3 zugeführt. Die Pulsweiten
modulatoren 2 und 3 sind - ebenso wie der nur in der Fig. 1
dargestellte Speicher 1 - Bestandteile eines Microcontrollers
4. Den Pulsweitenmodulatoren 2 und 3 ist eine konstante
Spannung UR als Referenzspannung zugeführt. Soweit die Puls
weitenmodulatoren 2 und 3 Bestandteile eines Microcontrollers
4 sind, ist es möglich, als Referenzspannung UR eine der
Systemspannungen des Microcontrollers 4 zu verwenden, wenn
diese Spannung ausreichend konstant ist. Microcontroller mit
integrierten Pulsweitenmodulatoren werden z. B. von der Firma
Motorola hergestellt und unter der Bezeichnung "MC 683xx"
(z. B. "MC 68332", "MC 68336") vertrieben.
Am Ausgang des Pulsweitenmodulators 2 steht eine erste
periodische Rechteckspannung u1 an. Der zeitliche Verlauf der
Rechteckspannung u1 ist in der Fig. 3a als ausgezogene Linie
dargestellt. Während eines ersten Zeitraumes t1ein der im
folgenden mit T1 bezeichneten Periodendauer der Rechteck
spannung u1 ist die Rechteckspannung u1 gleich der Spannung UR
und während des restlichen, mit t1aus bezeichneten Zeitraumes
der Periodendauer T1 ist die Rechteckspannung u1 gleich null.
Ein Tiefpaßfilter 5 bildet den arithmetischen Mittelwert der
Rechteckspannung u1. Die Ausgangsspannung des Tiefpaßfilters 5
ist mit u3 bezeichnet und in der Fig. 3a als gestrichelte
Linie dargestellt. Für die Spannung u3 gilt die Beziehung
u3 = α1 × UR, wobei mit α1 das dem höherwertigen Anteil DW1
des Digitalwertes DW entsprechende Tastverhältnis t1ein/T1 des
Pulsweitenmodulators 2 bezeichnet ist. In Abhängigkeit von der
Größe des Tastverhältnisses α1 nimmt die Spannung u3 Werte
zwischen 0 und UR an. In dem in der Fig. 3a dargestellten
Ausführungsbeispiel beträgt das Tastverhältnis α1 = 40/64
entsprechend dem höherwertigen Anteil DW1 des Digitalwertes
DW.
Am Ausgang des Pulsweitenmodulators 3 steht eine zweite
periodische Rechteckspannung u2 an. Der zeitliche Verlauf der
Rechteckspannung u2 ist in der Fig. 3b als ausgezogene Linie
dargestellt. Während eines ersten Zeitraumes t2ein der im
folgenden mit T2 bezeichneten Periodendauer der Rechteck
spannung u2 ist die Rechteckspannung u2 gleich der Spannung UR
und während des restlichen, mit t2aus bezeichneten Zeitraumes
der Periodendauer T2 ist die Rechteckspannung u2 gleich null.
Ein Tiefpaßfilter 6 bildet den arithmetischen Mittelwert der
Rechteckspannung u2. Die Ausgangsspannung des Tiefpaßfilters 6
ist mit u4 bezeichnet und in der Fig. 3b als gestrichelte
Linie dargestellt. Für die Spannung u4 gilt die Beziehung
u4 = α2 × UR, wobei mit α2 das dem niederwertigen Anteil DW2
des Digitalwertes DW entsprechende Tastverhältnis t2ein/T2 des
Pulsweitenmodulators 3 bezeichnet ist. In Abhängigkeit von dem
Tastverhältnis α2 nimmt die Spannung u4 Werte zwischen 0 und
UR an. In dem in der Fig. 3b dargestellten Ausführungs
beispiel beträgt das Tastverhältnis α2 = 192/256 entsprechend
dem niederwertigen Anteil DW2 des Digitalwertes DW. Ist das
Tastverhältnis α2 = 256/256, so entspricht dieses Tastver
hältnis einer Erhöhung des Tastverhältnisses α1 um 1/64.
Wie in der Fig. 2 dargestellt, sind die Ausgangsspannungen u3
und u4 der Tiefpaßfilter 5 bzw. 6 einer analogen Rechen
schaltung 7 zugeführt. Die Rechenschaltung 7 weist einen
Operationsverstärker 8 auf, dessen invertierender Eingang mit
einem Rückführwiderstand 9 und mit drei Eingangswiderständen
10, 11 und 12 beschaltet ist. Der nicht invertierende Eingang
des Operationsverstärkers 8 ist mit Bezugspotential verbunden.
Die mit ua bezeichnete Ausgangsspannung der Rechenschaltung 7
ist der Analogwert, in den der Digitalwert DW umgesetzt wird.
Aufgrund der invertierenden Arbeitsweise des Operations
verstärkers 8 gilt für die Spannung ua die Beziehung
ua = -[(u3 × R9/R10) + (u4 × R9/R11) + (U0 × R9/R12)]
mit u3 = α1 × UR und u4 = α2 × UR Mit U0 ist eine konstante
Spannung bezeichnet, die - wie weiter unten erläutert - eine
Verschiebung des Nullpunktes der Spannung ua erlaubt. Zunächst
wird der Fall betrachtet, daß keine Nullpunktverschiebung
erfolgt. In diesem Fall ist U0 = 0. Werden die Widerstände 9
bis 11 so dimensioniert, daß die Beziehungen R9/R10 = 1 und
R9/R11 = 1/64 erfüllt sind, ist die Spannung
ua = UR × (α1 + α2/64). Die Spannung ua setzt sich aus einem
Grobwert UR × α1 mit einer Auflösung von 6 Bit und aus einem
Feinwert UR × α2/64 mit einer Auflösung von 8 Bit zusammen.
Der Grobwert der Spannung ua folgt dem Digitalwert DW mit
großer Dynamik, wobei hinsichtlich der Auflösung im ungünstig
sten Fall zunächst ein Fehler von maximal einem Schritt der
Auflösung des Digitalwertes DW von 6 Bit (entsprechend 1/64,
d. h. ca. 1,6%) auftreten kann. Dieser Fehler verringert sich
entsprechend der Dynamik des Feinwertes, wobei die Dynamik des
Feinwertes von der Auflösung des Feinwertes abhängt. Auch hier
gilt, daß eine Erhöhung der Auflösung eine Verschlechterung
der Dynamik zur Folge hat. Die Höhe der Referenzspannung UR
bestimmt die Höhe der Spannung ua. Eine Erhöhung der Spannung
ua gegenüber der Referenzspannung UR läßt sich erreichen, wenn
das Widerstandsverhältnis R9/R10 größer als 1 gewählt wird und
das Widerstandsverhältnis R9/R11 so gewählt wird, daß weiter
hin die Beziehung R9/R11 = 64 × (R9/R10) gilt.
Mit U0 ist eine konstante Spannung bezeichnet, die dem inver
tierenden Eingang des Operationsverstärkers 8 über den
Widerstand R12 zugeführt ist. Die Spannung U0 erlaubt eine
Verschiebung des Nullpunktes der Spannung ua. Die Richtung der
Nullpunktverschiebung ist durch das Vorzeichen der Spannung U0
bestimmt. Die Größe der Nullpunktverschiebung ist durch die
Höhe der Spannung U0 und das Widerstandsverhältnis R9/R12
bestimmt.
Im folgenden wird der Systemtakt des Microcontrollers 4 für
die Pulsweitenmodulation verwendet. Dabei wird als kleinste
Zeiteinheit für die Pulsweitenmodulation die Zeit zwischen
zwei steigenden Flanken des Systemtaktes zugrunde gelegt. Bei
einem Systemtakt von 20 MHz ergibt sich für die Zeit zwischen
zwei steigenden Flanken zu 0,1 µs. Die Periodendauer T1 der
Spannung u1 beträgt somit bei der gewählten Auflösung von
6 Bit 26 × 0,1 µs = 6,4 µs. Die Frequenz f1 = 1/T1 der Spannung
u1 ist dann 1/6,4 µs = 156,25 kHz. Entsprechend ergibt sich
die Periodendauer T2 der Spannung u2 bei der gewählten
Auflösung von 8 Bit zu 28 × 0,1 µs = 25,6 µs. Die Frequenz
f2 = 1/T2 der Spannung u2 ist dann 1/25,6 µs = 39,0625 kHz.
Auch diese Frequenz ist noch wesentlich kleiner als diejenige
Frequenz, die sich bei einer Digital/Analog-Umsetzung mit
einer Auflösung des Digitalwertes DW von 14 Bit mit nur einem
Pulsweitenmodulator ergeben würde. Legt man für diese
Betrachtung ebenfalls einen Systemtakt von 20 MHz zugrunde,
wobei die Zeit zwischen zwei steigenden Flanken 0,1 µs
beträgt, ergibt sich bei einer Auflösung von 14 Bit eine
Periodendauer von 214 × 0,1 µs = 1638,4 µs = 1,6384 ms. Diese
Periodendauer entspricht einer Frequenz von ca. 610 Hz.
In der Fig. 2 glätten die Tiefpaßfilter 5 und 6 zuerst die
pulsweitenmodulierten Spannungen u1 und u2. Danach summiert
die Rechenschaltung 7 die geglätteten Spannungen u3 und u4
unter Berücksichtigung ihrer Wertigkeiten zu der Ausgangs
spannung ua. Die Tiefpaßfilter 5 und 6 sowie die Rechen
schaltung 7 sind zu einem Block 13 zusammengefaßt, in dem
Glättung und Summierung erfolgen.
Die Fig. 4 zeigt das Prinzipschaltbild einer zweiten Vorrich
tung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Diese
Vorrichtung unterscheidet sich von der in der Fig. 2 darge
stellten Vorrichtung durch die zur Glättung und Summierung
dienende Schaltungsanordnung. In der Fig. 4 ist anstelle des
Blockes 13 ein aktives Tiefpaßfilter 14 mit mehreren Eingängen
15 bis 17 vorgesehen, das die Spannungen u1 und u2 glättet und
gleichzeitig unter Berücksichtigung ihrer Wertigkeiten
summiert. Die Spannung ua ist der Analogwert des umzusetzenden
Digitalwertes DW. Die Spannungen u1 und u2 sind den Eingängen
15 bzw. 16 des aktiven Tiefpaßfilters 14 zugeführt. Dem
Eingang 17 des aktiven Tiefpaßfilters 14 ist die konstante
Spannung U0 zur Nullpunktverschiebung der Ausgangsspannung ua
zugeführt.
Das aktive Tiefpaßfilter 14 ist als Tiefpaßfilter zweiter
Ordnung mit Mehrfachgegenkopplung ausgeführt. Wie die Rechen
schaltung 7 in der Fig. 2 ist der Operationsverstärker 8 mit
einem Rückführwiderstand 9 und drei Eingangswiderständen 10,
11 und 12 beschaltet. Die Wertigkeiten der Anteile DW1 und DW2
des Digitalwertes DW werden - wie im Zusammenhang mit der
Fig. 2 beschrieben - durch Dimensionierung des Rückführwider
standes 9 und der jeweiligen Eingangswiderstände 10 bzw. 11
berücksichtigt. Der gemeinsame Schaltungspunkt der Widerstände
9 bis 12 ist über einen weiteren Widerstand 18 mit dem inver
tierenden Eingang des Operationsverstärkers 8 und über einen
ersten Kondensator 19 mit dem Bezugspotential verbunden. Ein
weiterer Kondensator 20 ist zwischen dem invertierenden
Eingang und dem Ausgang des Operationsverstärkers 8 ange
ordnet. Der nicht invertierende Eingang des Operations
verstärkers 8 ist über einen Widerstand 21 mit dem Bezugs
potential verbunden.
Anstelle der Tiefpaßfilter 5 und 6 der in der Fig. 2 darge
stellten Vorrichtung werden in der in der Fig. 4 dargestell
ten Vorrichtung lediglich zwei zusätzliche Widerstände 18 und
21 sowie zwei zusätzliche Kondensatoren 19 und 20 benötigt.
Zur Gleichtaktunterdrückung wird man üblicherweise auch bei
der Realisierung der in der Fig. 2 dargestellten Vorrichtung
einen Widerstand 21 zwischen dem nicht invertierenden Eingang
des Operationsverstärkers 8 und dem Bezugspotential vorsehen,
so daß sich die Anzahl der zusätzlich erforderlichen Bauteile
weiter verringert.
Die Dimensionierung eines aktiven Tiefpaßfilters zweiter
Ordnung mit Mehrfachgegenkopplung ist in dem Buch von
U. Tietze und Ch. Schenk "Halbleiter-Schaltungstechnik",
ISBN 3-540-16720-X, 8. Auflage, Springer-Verlag 1986, auf den
Seiten 404 und 405 beschrieben. Allein durch entsprechende
Dimensionierung lassen sich unterschiedliche Filtertypen
realisieren. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, den aktiven
Tiefpaß als Bessel-Tiefpaßfilter zu realisieren. Bessel-
Tiefpaßfilter besitzen ein gutes Rechteckübertragungs
verhalten. Die Sprungantwort eines Bessel-Tiefpaßfilters
schwingt nur minimal über, falls es überhaupt zu einem
Überschwingen kommt. Bei einem aktiven Tiefpaß zweiter Ordnung
ist der Bauteileaufwand trotz guter Filterwirkung nur gering.
Um eine optimale Glättung der Spannung ua durch das aktive
Tiefpaßfilter 14 zu erzielen, wird bei der Dimensionierung der
Bauteile, mit denen der Operationsverstärker 8 beschaltet ist,
der Eingangswiderstand 10 bevorzugt berücksichtigt, über den
die dem höherwertigen Anteil DW1 des Digitalwertes DW
entsprechende Spannung u1 dem aktiven Tiefpaßfilter 14
zugeführt ist.
In der Fig. 2 werden die Ausgangsspannungen u1 und u2 der
Pulsweitenmodulatoren 2 bzw. 3 direkt den Tiefpaßfiltern 5 und
6 zugeführt. Dabei beeinflußt eine Temperaturabhängigkeit der
Spannung UR die Höhe der Spannung ua. Das gleiche gilt für die
Fig. 4, wo die Ausgangsspannungen u1 und u2 der Pulsweiten
modulatoren 2 bzw. 3 direkt den Eingängen 15 und 16 des
aktiven Tiefpaßfilters 14 zugeführt sind. Werden die
Spannungen u1 und u2 dagegen als Steuerspannungen für in den
Fig. 2 und 4 nicht dargestellte elektronische Schalter
verwendet, die in der Fig. 2 die Tiefpaßfilter 5 und 6 oder
in der Fig. 4 die Eingänge 15 und 16 des aktiven Tiefpaß
filters 14 in Abhängigkeit von den beiden möglichen Werten der
Spannungen u1 und u2 entweder mit dem Bezugspotential
verbindet oder mit einer konstanten Spannung beaufschlagt,
wirkt sich eine Temperaturabhängigkeit der Spannung UR nicht
mehr nachteilig auf die Digital/Analog-Umsetzung aus. In
dieser Ausgestaltung setzen die Pulsweitenmodulatoren 2 und 3
die ihnen zugeführten Digitalwerte DW1 und DW2 nur in die
Taktverhältnisse α1 und α2 um. Erst danach ordnen die von den
Pulsweitenmodulatoren 2 und 3 angesteuerten elektronischen
Schalter den beiden möglichen Werten der Spannungen u1 und u2
zwei exakte Spannungswerte zu. Die beiden möglichen Werte der
Spannungen u1 und u2 müssen nur größer oder kleiner als ein
Schwellenwert sein. Auf die absoluten Werte der Spannungen u1
und u2 kommt es dabei nicht an.
Claims (15)
1. Verfahren zur Umsetzung eines Digitalwertes in einen
Analogwert in Form einer elektrischen Spannung durch Puls
weitenmodulation des Digitalwertes und nachfolgende Glättung,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß der Digitalwert (DW) in einen höherwertigen Anteil (DW1) und einen niederwertigen Anteil (DW2) aufgeteilt wird,
- - daß der höherwertige Anteil (DW1) des Digitalwertes (DW) in eine erste pulsweitenmodulierte Rechteckspannung (u1) umgesetzt wird,
- - daß der niederwertige Anteil (DW2) des Digitalwertes (DW) in eine zweite pulsweitenmodulierte Rechteckspannung (u2) umgesetzt wird und
- - daß die pulsweitenmodulierten Rechteckspannungen (u1, u2) geglättet und unter Berücksichtigung der Wertigkeiten der ihnen zugrundeliegenden Anteile (DW1 bzw. DW2) des Digitalwertes (DW) summiert werden.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- - daß Speichermittel (1) für den höherwertigen Anteil (DW1) und den niederwertigen Anteil (DW2) des Digitalwertes (DW) vorgesehen sind,
- - daß jeder Anteil (DW1, DW2) des Digitalwertes (DW) einem Pulsweitenmodulator (2 bzw. 3) zugeführt ist,
- - daß jedem Pulsweitenmodulator (2, 3) ein Tiefpaßfilter (5 bzw. 6) nachgeschaltet ist, das die pulsweitenmodulierten Rechteckspannungen (u1, u2) glättet, und
- - daß die Ausgangsspannungen (u3, u4) der Tiefpaßfilter (5 bzw. 6) einer Rechenschaltung (7) zugeführt sind, die die Ausgangsspannungen (u1, u2) der Tiefpaßfilter (5 bzw. 6) unter Berücksichtigung der Wertigkeiten der Anteile (DW1, DW2) des Digitalwertes (DW) summiert.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Rechenschaltung (7) einen Operationsverstärker (8) aufweist, der mit einem Rückführwiderstand (9) und je einem Eingangswiderstand (10, 11) für jeden Eingang beschaltet ist, und
- - daß die Berücksichtigung der Wertigkeiten der Anteile (DW1, DW2) des Digitalwertes (DW) durch den Quotienten aus dem Rückführwiderstand (9) und dem jeweiligen Eingangswider stand (10 bzw. 11) erfolgt.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- - daß Speichermittel (1) für den höherwertigen Anteil (DW1) und den niederwertigen Anteil (DW2) des Digitalwertes (DW) vorgesehen sind,
- - daß jeder Anteil (DW1, DW2) des Digitalwertes (DW) einem Pulsweitenmodulator (2 bzw. 3) zugeführt ist,
- - daß die pulsweitenmodulierten Rechteckspannungen (u1, u2) einem aktiven Tiefpaßfilter (14) mit mehreren Eingängen (15 bzw. 16) zugeführt sind, das die pulsweitenmodulierten Rechteckspannungen (u1, u2) sowohl glättet als auch unter Berücksichtigung der Wertigkeiten der Anteile (DW1, DW2) des Digitalwertes (DW) summiert.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das aktive Tiefpaßfilter (14) ein aktives Tiefpaßfilter
mit Mehrfachgegenkopplung ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
- - daß das aktive Tiefpaßfilter (14) einen Operationsverstärker (8) aufweist, der mindestens mit einem Rückführwiderstand (9) und je einem Eingangswiderstand (10, 11) für jeden Eingang beschaltet ist, und
- - daß die Berücksichtigung der Wertigkeiten der Anteile (DW1, DW2) des Digitalwertes (DW) durch den Quotienten aus dem Rückführwiderstand (9) und dem jeweiligen Eingangswider stand (10 bzw. 11) erfolgt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
- - daß zwischen dem gemeinsamen Schaltungspunkt des Rückführ widerstandes (9) und der Eingangswiderstände (10, 11) sowie dem invertierenden Eingang des Operationsverstärkers (8) ein vierter Widerstand (18) angeordnet ist,
- - daß zwischen dem gemeinsamen Schaltungspunkt des Rückführ widerstandes (9) und der Eingangswiderstände (10, 11) sowie dem Bezugspotential ein erster Kondensator (19) angeordnet ist,
- - daß zwischen dem nicht invertierenden Eingang des Operationsverstärkers (8) und dessen Ausgang ein zweiter Kondensator (20) angeordnet ist und
- - daß zwischen dem nicht invertierenden Eingang des Operationsverstärkers (8) und dem Bezugspotential ein fünfter Widerstand (21) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Widerstände (9, 10, 11, 18, 21) und die Kondensatoren
(19, 20) des aktiven Tiefpaßfilters (14) in an sich bekannter
Weise als Bessel-Tiefpaßfilter dimensioniert sind, wobei das
aktive Tiefpaßfilter (14) auf die Frequenz (f1) der
pulsweitenmodulierten Rechteckspannung (u1) optimiert ist, die
ein Maß für den höherwertigen Anteil (DW1) des Digitalwertes
(DW) ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der Rechenschaltung (7) oder dem aktiven
Tiefpaßfilter (14) über einen weiteren Eingangswiderstand (12)
eine konstante Spannung (U0) zur Verschiebung des Nullpunktes
der analogen Ausgangsspannung (ua) zugeführt ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Aufteilung des in einen Analogwert
(ua) umzusetzenden Digitalwertes (DW) in einen höherwertigen
Anteil (DW1) und in einen niederwertigen Anteil (DW2) durch
Auslesen von Speicherzellen eines Speichers (1) erfolgt, in
denen der Digitalwert (DW) gespeichert ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Speicher (1) in einen Microcontroller (4) integriert
ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Pulsweitenmodulatoren (2, 3)
in einen Microcontroller (4) integriert sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß den Pulsweitenmodulatoren (2, 3) eine Systemspannung (UR)
des Microcontrollers (4) zugeführt ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausgangsspannungen (u1, u2) der Pulsweitenmodulatoren
(2, 3) als Steuerspannung für elektronische Schalter dienen,
die die Eingänge der Tiefpaßfilter (5, 6; 14) in Abhängigkeit
von den beiden möglichen Werten der Ausgangsspannungen
(u1, u2) der Pulsweitenmodulatoren (2, 3) mit zwei
verschiedenen großen konstanten Spannungen beaufschlagen.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß eine der beiden konstanten Spannungen das Bezugspotential
ist.
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