DE19727324C1 - Verfahren und Vorrichtung zur Reparatur kleiner Lackfehler in Lackschichten - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Reparatur kleiner Lackfehler in LackschichtenInfo
- Publication number
- DE19727324C1 DE19727324C1 DE19727324A DE19727324A DE19727324C1 DE 19727324 C1 DE19727324 C1 DE 19727324C1 DE 19727324 A DE19727324 A DE 19727324A DE 19727324 A DE19727324 A DE 19727324A DE 19727324 C1 DE19727324 C1 DE 19727324C1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- pressure
- filler
- packing
- pressure body
- recess
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 18
- 239000003973 paint Substances 0.000 title claims description 12
- 230000007547 defect Effects 0.000 title claims description 8
- 239000000945 filler Substances 0.000 claims description 47
- 239000000843 powder Substances 0.000 claims description 39
- 239000011247 coating layer Substances 0.000 claims description 27
- 238000012856 packing Methods 0.000 claims description 21
- 239000010410 layer Substances 0.000 claims description 16
- 230000005855 radiation Effects 0.000 claims description 9
- 238000000576 coating method Methods 0.000 claims description 8
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 claims description 6
- 229920001343 polytetrafluoroethylene Polymers 0.000 claims description 4
- 239000004810 polytetrafluoroethylene Substances 0.000 claims description 4
- 239000011148 porous material Substances 0.000 claims description 4
- 230000005670 electromagnetic radiation Effects 0.000 claims description 2
- -1 polytetrafluoroethylene Polymers 0.000 claims description 2
- 230000008569 process Effects 0.000 claims description 2
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 claims 1
- 239000011888 foil Substances 0.000 claims 1
- 239000011521 glass Substances 0.000 claims 1
- 230000008439 repair process Effects 0.000 description 15
- 239000004922 lacquer Substances 0.000 description 11
- 239000000463 material Substances 0.000 description 6
- 239000012634 fragment Substances 0.000 description 4
- 239000000758 substrate Substances 0.000 description 4
- 239000012790 adhesive layer Substances 0.000 description 3
- 239000000428 dust Substances 0.000 description 3
- 238000003801 milling Methods 0.000 description 3
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 2
- 239000002105 nanoparticle Substances 0.000 description 2
- 229920002430 Fibre-reinforced plastic Polymers 0.000 description 1
- 241000276425 Xiphophorus maculatus Species 0.000 description 1
- 230000002411 adverse Effects 0.000 description 1
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 230000001427 coherent effect Effects 0.000 description 1
- 230000002950 deficient Effects 0.000 description 1
- 238000013461 design Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000007590 electrostatic spraying Methods 0.000 description 1
- 239000011151 fibre-reinforced plastic Substances 0.000 description 1
- 238000000227 grinding Methods 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 230000006872 improvement Effects 0.000 description 1
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 1
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 239000012229 microporous material Substances 0.000 description 1
- 230000003287 optical effect Effects 0.000 description 1
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 1
- 239000004033 plastic Substances 0.000 description 1
- 229920003023 plastic Polymers 0.000 description 1
- 239000002243 precursor Substances 0.000 description 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 1
- 239000002966 varnish Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05D—PROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05D5/00—Processes for applying liquids or other fluent materials to surfaces to obtain special surface effects, finishes or structures
- B05D5/005—Repairing damaged coatings
Landscapes
- Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)
- Coating Apparatus (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur
Reparatur kleiner Lackfehler in Lackschichten gemäß dem Oberbe
griff des Anspruchs 1 bzw. bzgl. der Vorrichtung gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 11, wie es hinsichtlich des Verfah
rens aus der gattungsbildend zugrundegelegten DE 196 46 956
als bekannt hervorgeht.
Aus der DE 196 46 956 ist es bekannt, bei
der Reparatur kleinerer Lackfehler bei Pulverlacken,
die Pulverlackschicht im Bereich des Lackfehlers auszusparen,
in die Aussparung einen an die Aussparung form- und/oder volu
menangepaßten Füllkörper einzubringen und den Füllkörper mit
der die Aussparung umgebenden Pulverlackschicht zu verbinden
und auszuhärten. Trotz der Vorteilhaftigkeit dieser Vorgehens
weise ist das Resultat der Reparatur in einigen Fällen noch
sichtbar und daher verbesserungswürdig.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, das zugrundegelegte Repara
turverfahren dahingehend zu verbessern, daß die Reparatur eine
höhere Qualität aufweist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Verfahren mit den
Verfahrensschritten des Anspruchs 1 bzw. der Vorrichtung
mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst. Durch die Ausübung
eines Druckes zumindest zu Beginn des Verbindens des Füllkör
pers mit der Pulverlackschicht und/oder zumindest zu Beginn des
Aushärtens des Füllkörpers wird die Qualität der Reparatur ver
bessert und die Anzahl von sichtbaren Reparaturstellen verrin
gert.
Sinnvolle Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprü
chen entnehmbar. Im übrigen wird die Erfindung anhand von in
den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen im folgenden
näher erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1 einen Ausschnitt eines Schnittes durch eine Pulverlack
schicht mit im Bereich einer Fehlerstelle eingebrachter
zylindrischer Aussparung,
Fig. 2 den Ausschnitt nach Fig. 1 mit in der Aussparung ange
ordnetem Füllkörper,
Fig. 3 einen Ausschnitt eines Schnittes durch eine mit einer
Klarlackschicht bedeckten Pulverlackschicht mit kegel
stumpfförmiger Aussparung und
Fig. 4 den Ausschnitt nach Fig. 3 mit in der Aussparung ange
ordnetem Füllkörper.
In Fig. 1 ist ein Ausschnitt einer gewölbten Pulverlackschicht
1 eines Substrats dargestellt. Das Substrat kann bspw. aus Me
tall, Kunststoff und/oder faserverstärktem Kunststoff gefertigt
sein. Bei der Aufbringung der Pulverlackschicht 1 können trotz
unterschiedlicher Vorsichtsmaßnahmen Fehler, wie bspw. einge
schlossene Staubkörner, auftreten. Zur Reparatur einer fehler
behafteten Stelle wird diese in eng begrenztem Rahmen der ins
besondere abgebundenen und gehärteten Pulverlackschicht 1 mit
einer Aussparung 2 versehen, die im vorliegenden Ausführungs
beispiel zylindrisch ausgeführt ist. Durch die auf maximal die
Tiefe der Pulverlackschicht 1 eingebrachte Aussparung 2 wird im
vorliegenden Fall gleichzeitig der Fehler bspw. das Staubkorn
beseitigt.
Günstigerweise wird die Aussparung 2 spanend und hierbei insbe
sondere mittels asymmetrischen Fräsen - d. h. die Schneiden des
Fräsers verlaufen nicht durch den Mittelpunkt der fräsenden
Fläche - oder Schleifen in die Pulverlackschicht 1 eingebracht.
Desweiteren kann die Aussparung 2 auch gebohrt und/oder lochge
sägt und/oder mittels Laser ausgebrannt und/oder ausgestanzt
und/oder geschliffen werden. Bei allen Arten der Einbringung
der Aussparung 2 in die Pulverlackschicht 1 ist darauf zu ach
ten, daß die Aussparung 2 hinsichtlich ihrer Fläche, bzw. Brei
te und auch hinsichtlich ihrer Tiefe mit genau definierten Ab
messungen sowie mit einer vorgegebenen Randkontur in die Pul
verlackschicht 1 eingebracht wird.
Anschließend wird - wie in Fig. 2 dargestellt - in die Ausspa
rung 2 ein aus Pulverlack und/oder einem Vorprodukt des Pulver
lackes gebildeter plättchenartiger Füllkörper 3 eingebracht;
d. h. daß u. a. die Kontur des Bodens des Füllkörpers 3 an die
Kontur des Bodens der Aussparung 2 angepaßt ist. Ebenso sind die
Ränder des Füllkörpers 3 den entsprechenden Rändern der zylin
drischen Aussparung 2 angepaßt.
Der vor dem Einbringen in die Aussparung 2 zumindest teilver
netzte Füllkörper 3 ist entsprechend dem Volumen der Aussparung
2 bemaßt und im Sinne eines Monoliten zusammenhängend ausgebil
det; d. h. der Durchmesser des monolitisch zusammenhängenden
Füllkörpers 3 entspricht in etwa der Breite der Aussparung 2
und die Schichtdicke des Füllkörpers 3 in etwa der Tiefe der
Aussparung.
Hinsichtlich des Füllkörpers 3 kann diese genaue Bemaßung in
einfacher Weise dadurch realisiert werden, daß der Füllkörper 3
aus einer zuvor hergestellten Lackfolie geformt, insbesondere
ausgestanzt wird. Bei zumindest einigen Effekt-Pulverlacken
wird diese Lackfolie zur Erhaltung gewünschter optischer Eigen
schaften zweckmäßigerweise durch elektrostatisches Spritzen
hergestellt.
Auf die Sichtseite 4 des in der Aussparung 2 angeordneten Füll
körpers 3 wird ein Druckkörper 4 angelegt, der zweckmäßigerwei
se über die Ränder der Aussparung 2 hinausragt und der ferner
günstigerweise plan zu den Rändern der Aussparung 2 an der
Sichtseite 5 der Pulverlackschicht 1 anliegt.
Anschließend wird der Füllkörper 3 mit der außerhalb der Aussparung
2 angeordneten Pulverlackschicht 1 verbunden. Hierbei wird zu
mindest zu Anfang des Verbindens ein Druck von vorzugsweise ma
ximal 1 bar auf den Druckkörper 4 und über den Druckkörper 4
auf den Füllkörper 3 ausgeübt. Dadurch ergibt sich u. a. eine
gute Verbindung und ein qualitativ guter, insbesondere planer
Übergang zwischen dem Füllkörper 3 und der Pulverlackschicht 1.
Die Verbindung erfolgt vorzugsweise durch eine Klebstoffschicht
(nicht eingezeichnet), die entweder am Füllkörper 3 oder schon
vor der Einbringung des Füllkörpers 3 in die Aussparung 2 ent
lang der entsprechenden Wandungen des Füllkörpers 3 angeordnet
wird.
Anschließend wird der in der Aussparung 2 eingebrachte Füllkör
per 3 und ggf. auch die Klebstoffschicht erhitzt und/oder zur
Reaktion gebracht. Durch die Erhitzung und/oder durch die Reak
tion härtet insbesondere der Füllkörper 3 und ggf. auch die
Klebstoffschicht aus. Auch hierbei wird zumindest zu Beginn des
Aushärtens über den Druckkörper 4 ein Druck auf den Füllkörper
3 ausgeübt. Da die am Füllkörper 3 anliegende Oberfläche des
Druckkörpers 4 - also die Anlagefläche 6 - zweckmäßigerweise
möglichst glatt ausgebildet ist, ergibt sich durch diesen Druck
auch eine gute Oberfläche des ausgehärteten Füllkörpers 3.
Die Reaktion wird vorzugsweise durch UV-Strahlung und/oder
elektromagnetische, insbesondere IR-Strahlung, und/oder heißer
Luft eingeleitet und/oder aufrechterhalten. Wird die Aushärtung
des Füllkörpers 3 durch elektromagnetische Strahlung eingelei
tet, wird das Material und die Schichtdicke des Druckkörpers 4
sinnvollerweise so gewählt, daß durch den Druckkörper 4 hin
durch mindestens 50% der hinter ihm ausgesandten Strahlung in
Richtung des Füllkörpers 3 transmittiert werden.
Desweiteren kann es beim Aushärten und/oder auch beim Verbinden
des Füllkörpers 3 mit der Pulverlackschicht 1 zu einer Gasbil
dung kommen, weshalb der Druckkörper 4 zweckmäßigerweise im Be
reich seiner Anlagefläche 6 an dem Füllkörper 3 Poren aufweist,
durch die das entstehende Gas abgeleitet wird.
Damit sich diese Poren nicht negativ auf die Oberflächenquali
tät der Sichtseite 4 des Füllkörpers 3 auswirken, weisen die
Poren einen möglichst geringen Querschnitt auf. Insbesondere
handelt es sich um sogenannte Mikroporen bzw. zumindest bei der
Anlagefläche 6 um mikroporöse Materialien. Als Material für die
Anlagefläche des Druckkörpers 4 hat sich hierbei insbesondere
Polytetrafluoretylen (PTFE) erwiesen, da mit diesem Material in
bekannter Weise derartige Schichten
herstellbar sind.
Desweiteren kann die Anlagefläche 6, in besonderer Ausführung
auch der gesamte Druckkörper 4 aus sogenannten Nanopartikeln
hergestellt sein. Wird bei einer derartigen Anlagefläche 6 bzw.
einem derartigen Druckkörper 4 das Verbinden des Füllkörpers 3
und/oder das Aushärten des Füllkörpers 3 mittels elektromagne
tischer, insbesondere IR-Strahlung initiiert, so ist es zweck
mäßig, die Größe der Nanopartikel kleiner als die Wellenlänge
der betreffenden Strahlung zu wählen.
Da der Füllkörper 3 je nach verwendetem Material beim Aushärten
einen Volumenschwund aufweisen kann, ist es ferner günstig, den
Füllkörper 3 mit einem Volumen zu versehen, das in etwa dem Vo
lumen der Aussparung 2 zuzüglich dem beim Aushärten auftreten
den Volumenschwund des Füllkörpers 3 entspricht.
Desweiteren kann es beim Auftragen einer weiteren, insbesondere
einer Klarlackschicht 7 auf die Pulverlackschicht 1 von Vorteil
sein, die Einbringung der Aussparung 2 und die Befüllung der
Aussparung 2 mit dem Füllkörper 3 vor der Aufbringung der Klar
lackschicht 7 vorzunehmen.
In Fig. 3 ist eine Pulverlackschicht 1 dargestellt, die im Be
reich einer fehlerbehafteten Stelle der insbesondere abgebunde
nen und gehärteten Pulverlackschicht 1 mit einer kegelstumpf
förmigen Aussparung 2 versehen ist. Der Kegel der Aussparung 2
schließt sich zum Substrat hin. Durch die auf maximal die Tiefe
der Pulverlackschicht 1 eingebrachte Aussparung 2 wird gleich
zeitig der Fehler, bspw. ein Staubkorn, beseitigt.
In Fig. 4 ist die kegelstumpfförmige Aussparung 2 mit darin
angeordnetem Füllkörper 3 sowie oberhalb des Füllkörpers 3 an
geordneter Reparatur-Vorrichtung dargestellt. Der Füllkörper 3
ist aus Pulverlack und/oder einem Vorprodukt des Pulverlackes
gefertigt und insbesondere plättchenartige geformt. Die Ränder
des Füllkörpers 3 sind hinsichtlich ihrer geometrischen Maße
und auch hinsichtlich ihres Verlaufes, der bspw. bei einer Ein
bringung der Aussparung 2 nicht notwendigerweise rund, sondern
ggf. auch bspw. nierenförmig sein kann, den Rändern der Ausspa
rung 2 angepaßt.
Zum Einbringen des Füllkörpers 3 in die Aussparung, wird diese
mit einer zuvor schon beschriebenen Lackfolie vollflächig abge
deckt. Aus der abdeckenden Lackfolie wird der Füllkörper 3 aus
gestoßen und beim Ausstoßen direkt in die Aussparung 2 einge
bracht und/oder eingedrückt.
Wie in Fig. 4 dargestellt, kann es hierbei geschehen, daß der
Füllkörper 3 in einzelne Bruchstücke 8 zerfällt. Ein vor dem
Abbinden mit der verbliebenen Pulverlackschicht 1 aus einzelnen
Bruchstücken 8 gebildeter Füllkörper 3 ist im Sinne der Erfin
dung auch als ein zusammenhängender Füllkörper 3 zu verstehen;
d. h. der in der Aussparung 2 angeordnete gesamte Füllkörper 3
muß vor dessen Verbindung mit den Wandungen bzw. dem Boden der
Aussparung 2 nicht unbedingt vollständig monolitisch ausgebil
det sein.
Der in der Aussparung 2 angeordnete Füllkörper 3 wird mit der
außerhalb der Aussparung 2 angeordneten Pulverlackschicht 1
durch die oben angeführten Maßnahmen verbunden. Die Verbindung
erfolgt durch eine direkte Verbindung des Materials des Füll
körpers 3 mit dem ihn umgebenden Material der Pulverlackschicht
1. Die Verbindung des Füllkörpers 3 mit der Pulverlackschicht 1
muß allerdings nicht entlang der gesamten gemeinsamen Fläche
erfolgen, sondern kann auf einzelnen gemeinsame Teilflächen be
grenzt sein. Im Falle von aus Bruchstücken 8 gebildeten Füll
körpern 3 werden gleichzeitig die Bruchstücke 8 in gleicher
Weise miteinander verbunden.
Wird wie in Fig. 4 dargestellt, eine fehlerhafte Stelle erst
nach Aufbringung einer Klarlackschicht 7 bemerkt, kann zur Re
paratur weitgehend analog verfahren werden, wobei es nunmehr
sinnvoll ist, hierzu einen aus dem Pulverlack gebildeten Füll
körper 3 zu verwenden, der zusätzlich sichtseitig mit einer
Klarlackschicht versehen ist, wobei die Schichtdicke dieser
Klarlackschicht in etwa derjenigen Klarlackschicht 7 ent
spricht, die sonst auf der Pulverlackschicht 1 des Substrats
angeordnet ist.
Zum Verbinden und/oder zum Aushärten wird die Reparatur-
Vorrichtung 9 auf die Pulverlackschicht 1 und auf die Sichtsei
te 5 des Füllkörpers 3 angelegt. Die Reparatur-Vorrichtung 9
ist in der Art einer Druckglocke ausgebildet und weist an ihrem
einen Endbereich den Druckkörper 4 auf, der axial beweglich ge
haltert ist. Bei einer derartigen Ausführung der Reparatur-
Vorrichtung 9 kann das Andrücken während des Verbindens bzw.
des Aushärtens des Füllkörpers 3 dadurch auf einfache Weise
vorgenommen werden, indem der Druck innerhalb der Reparatur-
Vorrichtung 9 erhöht und damit der Druckkörper 4 in Richtung
der Pulverlackschicht 1 und damit des Füllkörpers 3 angedrückt
wird.
Außer der bereits angesprochenen porösen Ausbildung zumindest
der Anlagefläche 6 des Druckkörpers 4 ist es ferner von Vor
teil, wenn der Druckkörper 4 zumindest im Bereich der Anlage
fläche 6 zumindest in geringem Umfang elastisch und/oder flexi
bel ist, da er sich dann bei gewölbten Flächen in einfacher
Weise an diese anpassen bzw. anschmiegen kann.
Desweiteren kann in der Druckglocke der Reparatur-Vorrichtung
eine Strahlungsquelle 10 angeordnet sein, mit der das Verbinden
und/oder das Aushärten des Füllkörpers 3 vorgenommen werden
kann.
Claims (17)
1. Verfahren zur Reparatur kleiner Lackfehler bei Pulverlack
schichten, bei dem der Lackfehler ausgespart, in die Aussparung
ein an die Aussparung form- und/oder volumenangepaßten Füllkör
per eingebracht, der Füllkörper mit der die Aussparung umgeben
den Pulverlackschicht verbunden und ausgehärtet wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß nach der Einbringung auf den Füllkörper (3) zumindest am
Anfang des Verbindens und/oder zumindest am Anfang des Aushär
tens ein Druck ausgeübt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Druck auf die sichtseitige Oberfläche (Sichtseite 5)
des Füllkörpers (3) ausgeübt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein maximaler Druck von 1 bar ausgeübt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf die sichtseitige Oberfläche (Sichtseite 5) des Füllkör
pers (3) ein auf seiner dem Füllkörper (3) zugewandten Anlage
fläche (6) eine möglichst glatte Oberfläche aufweisender Druck
körper (4) oder eine Druckfolie angelegt wird und daß der Druck
auf den Füllkörper (3) über den Druckkörper (4) bzw. -folie
ausgeübt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf die sichtseitige Oberfläche (Sichtseite 5) des Füllkör
pers (3) ein auf seiner dem Füllkörper (3) zugewandten Anlage
fläche (6) eine möglichst glatte Oberfläche aufweisender Druck
körper (4) oder eine Druckfolie angelegt wird, daß der Druck
auf den Füllkörper (3) über den Druckkörper (4) bzw. -folie
ausgeübt wird und daß der Druckkörper (4) zumindest bereichs
weise über den Rand der Aussparung ragend auch auf die Sicht
seite (5) der Pulverlackschicht (1) angelegt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf die sichtseitige Oberfläche (Sichtseite 5) des Füllkör
pers (3) ein auf seiner dem Füllkörper (3) zugewandten Anlage
fläche (6) eine möglichst glatte Oberfläche aufweisender Druck
körper (4) oder eine Druckfolie angelegt wird, daß der Druck
körper (4) auch über die Ränder der Aussparung (1) hinausragend
aufgelegt wird und daß der Druck auf den Füllkörper (3) über
den Druckkörper (4) bzw. -folie ausgeübt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Aushärten des Füllkörpers (3) der
Füllkörper (3) erwärmt wird, daß bei dem Verbinden und/oder
Aushärten entstehendes Gas durch Poren im Bereich der Anlage
fläche (6) des Druckkörpers (4) bzw. -folie abgeleitet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Verbinden und/oder Aushärten der Füllkörper (3) durch
elektromagnetische, bevorzugt infrarote und besonders bevorzugt
durch kurzwellige infrarote Strahlung erwärmt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Verbinden und/oder Aushärten der Füllkörper (3) durch
elektromagnetische, bevorzugt infrarote und besonders bevorzugt
durch kurzwellige infrarote Strahlung erwärmt wird und daß die
elektromagnetische Strahlung vom Druckkörper (4) bzw. der
Druckfolie zumindest zu 50% in Richtung des Füllkörpers (3)
transmittiert wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß nur am Anfang des Verbindens des Füllkörpers (3) mit der
Pulverlackschicht (1) und/oder nur am Anfang des Aushärtens auf
den Füllkörper (3) ein Druck ausgeübt wird und daß danach der
Druck abgestellt und das restliche Verbinden und/oder Aushärten
des Füllkörpers (3) drucklos vorgenommen wird.
11. Vorrichtung zur Reparatur kleiner Lackfehler bei Pulver
lackschichten zur Durchführung eines Verfahrens nach Anspruch
1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung einen Druckkörper (4) oder eine Druckfolie
aufweist, dessen (deren) Anlagefläche (6) auf der sichtseitigen
Oberfläche (Sichtseite 5) des Füllkörpers (3) eine glatte Ober
fläche aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anlagefläche (6) des Druckkörpers (4) bzw. der Druckfo
lie größer als die Fläche des Füllkörpers (3) ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckkörper (4) bzw. die Druckfolie gegenüber infraro
ter und/oder kurzwelliger infraroter Strahlung eine Transmis
sion von mindestens 50% aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckkörper (4) zumindest im Bereich der Anlagefläche
(6) mikroporös ausgebildet ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckkörper (4) zumindest weitgehend aus Glas ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckkörper (4) zumindest bis zu Temperaturen von 115
°C stabil ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckkörper (4) zumindest im Bereich der Anlagefläche
(5) aus Polytetrafluorethylen, insbesondere aus gewebtem und
Mikroporen aufweisenden PTFE ist.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19727324A DE19727324C1 (de) | 1997-06-27 | 1997-06-27 | Verfahren und Vorrichtung zur Reparatur kleiner Lackfehler in Lackschichten |
| EP98111563A EP0887118A3 (de) | 1997-06-27 | 1998-06-24 | Verfahren und Vorrichtung zur Reparatur kleiner Lackfehler in Lackschichten |
| JP10216377A JPH1190300A (ja) | 1997-06-27 | 1998-06-26 | 塗料層にある小さい塗料欠陥の修理方法及び装置 |
| US09/105,985 US6020023A (en) | 1997-06-27 | 1998-06-29 | Process and device for repairing small paint defects in paint coats |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19727324A DE19727324C1 (de) | 1997-06-27 | 1997-06-27 | Verfahren und Vorrichtung zur Reparatur kleiner Lackfehler in Lackschichten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19727324C1 true DE19727324C1 (de) | 1999-04-01 |
Family
ID=7833810
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19727324A Expired - Fee Related DE19727324C1 (de) | 1997-06-27 | 1997-06-27 | Verfahren und Vorrichtung zur Reparatur kleiner Lackfehler in Lackschichten |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US6020023A (de) |
| EP (1) | EP0887118A3 (de) |
| JP (1) | JPH1190300A (de) |
| DE (1) | DE19727324C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20107105U1 (de) | 2001-04-25 | 2001-08-09 | WOBEK Oberflächenschutz GmbH, 09366 Stollberg | Anordnung zum Ausbessern von Fehlstellen |
Families Citing this family (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19812235C2 (de) * | 1998-03-20 | 2002-06-20 | Daimler Chrysler Ag | Verfahren zur Reparatur kleiner Lackfehler bei Pulverlackschichten |
| DE19927041A1 (de) | 1999-06-14 | 2000-12-21 | Herberts Gmbh & Co Kg | Verfahren zur Reparaturlackierung von Fehlstellen in Einbrennlackierungen mit Pulverlacken |
| EP1167138A4 (de) * | 2000-02-04 | 2005-02-09 | Uegaki Tateo | Vorrichtung zur wiederherstellung von fahrzeugen |
| US20030185972A1 (en) * | 2000-03-16 | 2003-10-02 | Klaus Rieck | Method for removing minor lacquer imperfections |
| EP1268088B1 (de) * | 2000-03-16 | 2007-01-24 | Volkswagen Aktiengesellschaft | Verfahren zur kleinflächigen beseitigung von lackierungsfehlern |
| CA2328689A1 (en) * | 2000-12-15 | 2002-06-15 | Shaw Industries Ltd. | Method and apparatus for heating a zone of an elongate tubular article |
| US7320811B2 (en) * | 2003-06-09 | 2008-01-22 | Newtech Touch-Up Systems, Inc. | Method and system for paint matching and re-touching |
| WO2005000484A1 (en) * | 2003-06-18 | 2005-01-06 | Akzo Nobel Coatings International B.V. | Local repair of coated substrates |
Family Cites Families (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2536665A (en) * | 1949-01-10 | 1951-01-02 | Per F Skoog | Process of patching plywood |
| US4814200A (en) * | 1985-08-26 | 1989-03-21 | International Flying Colors, Inc. | Method for restoring painted surface |
| US4959251A (en) * | 1987-09-11 | 1990-09-25 | Owens R Larry | Elastic patch for holes in walls |
| GB2210291B (en) * | 1987-09-30 | 1991-01-30 | Kansai Paint Co Ltd | Method of remedying coating |
| JPH0299171A (ja) * | 1988-10-05 | 1990-04-11 | Kansai Paint Co Ltd | 塗膜面の補修塗装方法 |
| US5470609A (en) * | 1992-12-07 | 1995-11-28 | Gencorp Inc. | Repair of plastic substrates utilizing powder coating compositions |
| JPH09192590A (ja) * | 1995-11-17 | 1997-07-29 | Kansai Paint Co Ltd | パテ状組成物を用いる補修塗装方法 |
| DE19646956C1 (de) * | 1996-11-13 | 1998-05-20 | Daimler Benz Ag | Verfahren zur Reparatur kleiner Lackfehler in Lackschichten |
| US5834054A (en) * | 1997-09-08 | 1998-11-10 | Berry; Bradford E. | Method for restoring an automotive paint finish |
-
1997
- 1997-06-27 DE DE19727324A patent/DE19727324C1/de not_active Expired - Fee Related
-
1998
- 1998-06-24 EP EP98111563A patent/EP0887118A3/de not_active Withdrawn
- 1998-06-26 JP JP10216377A patent/JPH1190300A/ja active Pending
- 1998-06-29 US US09/105,985 patent/US6020023A/en not_active Expired - Fee Related
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20107105U1 (de) | 2001-04-25 | 2001-08-09 | WOBEK Oberflächenschutz GmbH, 09366 Stollberg | Anordnung zum Ausbessern von Fehlstellen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPH1190300A (ja) | 1999-04-06 |
| EP0887118A2 (de) | 1998-12-30 |
| US6020023A (en) | 2000-02-01 |
| EP0887118A3 (de) | 1999-05-19 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69405768T2 (de) | Tröpfchenaufzeichnungsgerät | |
| EP0842710B1 (de) | Verfahren zur Reparatur kleiner Lackfehler in Lackschichten | |
| DE19735189C2 (de) | Belagelement für Gebäudeoberflächen o. dgl. sowie Verfahren seiner Herstellung | |
| DE4019744C2 (de) | Vorrichtung zum Reparieren von Bauteilen aus Kunststoff, insbesondere aus Faserverbundwerkstoffen | |
| DE102011014017B4 (de) | Verfahren zur Vorbehandlung eines Faserverbundwerkstoffs | |
| EP3752296A2 (de) | Verfahren zum herstellen einer struktur auf einer oberfläche | |
| DE102008008292A1 (de) | Papierschicht zum Herstellen eines flächigen, bedruckten oder bedruckbaren Bauteils | |
| DE10317971A1 (de) | Laser-Schweißverfahren | |
| DE19727324C1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Reparatur kleiner Lackfehler in Lackschichten | |
| DE10256414A1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Bauteils | |
| DE19607051A1 (de) | Verfahren zum Herstellen einer Holzfurnier-Garnitur für die dekorative Innenausstattung eines Kraftfahrzeugs und damit hergestelltes Holzfurnier-Element | |
| DE3047812A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines blisterbords und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens | |
| WO2017060162A1 (de) | Automatisiertes primerauftragssystem | |
| DE102022128603B4 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Klebeverbindung und Klebeverbindung | |
| DE102021207348B4 (de) | Verfahren zur Herstellung einer stoffschlüssigen Lötverbindung | |
| EP1151050A1 (de) | Reparaturmaterial für beschädigte lackoberflächen | |
| EP0307990A1 (de) | Oberflächenmontierbares Bauelement mit Kleberbeschichtung | |
| DE19812235C2 (de) | Verfahren zur Reparatur kleiner Lackfehler bei Pulverlackschichten | |
| DE102019121465A1 (de) | Verfahren zum Herstellen einer Werkstoffplatte | |
| WO1999055520A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines innenausbauteiles für fahrzeuge sowie danach hergestelltes innenausbauteil | |
| DE19815554C2 (de) | Partikelhaltige Beschichtung | |
| EP1257399A1 (de) | Durchlaufverfahren zum anbringen eines beschichtungsmaterials an werkstücke | |
| AT520096B1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Fenster- oder Türprofils | |
| DE19640090A1 (de) | Möbelfrontplatte | |
| DE112021007236T5 (de) | Verfahren zum herstellen eines verbundkörpers aus verschiedenen materialien, sowie verbundkörper aus verschiedenen materialien |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of patent without earlier publication of application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: DAIMLERCHRYSLER AG, 70567 STUTTGART, DE EISENMANN |
|
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: EISENMANN MASCHINENBAU KG (KOMPLEMENTAER: EISENMANN |
|
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: EISENMANN MASCHINENBAU GMBH & CO. KG, 71032 BOEBLINGEN |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |