DE19727253A1 - Photovoltaische Bauteile und Verfahren zum Herstellen derselben durch eine Oberflächenvorbereitung für beschleunigte Keimbildung mikrokristallinen Siliziums auf heterogenen Substraten - Google Patents
Photovoltaische Bauteile und Verfahren zum Herstellen derselben durch eine Oberflächenvorbereitung für beschleunigte Keimbildung mikrokristallinen Siliziums auf heterogenen SubstratenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Solarzellen, und spezieller betrifft
sie einen plasmaunterstützten Abscheidungsprozeß zum Erzeu
gen von Solarzellen mit einer mikrokristallinen Schicht.
Solarzellen und andere photovoltaische Bauelemente wandeln
Sonnenstrahlung und anderes Licht in nutzbare Energie um.
Die Energieumwandlung erfolgt als Ergebnis des photovolta
ischen Effekts. Sonnenstrahlung, wie sie auf ein photovolta
isches Bauelement trifft und durch einen aktiven Bereich
eines halbleitenden Materials, z. B. eine eigenleitende i-Schicht
aus amorphem Silizium, absorbiert wird, erzeugt im
aktiven Bereich Elektron-Loch-Paare. Die Elektronen und Lö
cher werden durch ein elektrisches Feld eines Übergangs im
photovoltaischen Bauteil getrennt. Die Trennung der Elektro
nen und Löcher durch den Übergang führt zur Erzeugung eines
elektrischen Stroms und einer Spannung. Die Elektronen flie
ßen zum Bereich des Halbleitermaterials mit n-Leitung. Die
Löcher fließen zum Bereich des Halbleitermaterials mit p-Leitung.
Strom fließt durch eine externe Schaltung, die den
n-Bereich mit dem p-Bereich verbindet, solange wie Licht da
mit fortfährt, Elektron-Loch-Paare im photovoltaischen Bau
element zu erzeugen.
Bauteile mit Einzelübergang umfassen drei Schichten. Diese
sind p- und n-Schichten, die fremdleitend oder dotiert sind,
und eine i-Schicht, die eigenleitend oder undotiert ist (die
zumindest keine absichtliche Dotierung enthält). Die i-Schicht
ist viel dicker als die dotierten Schichten. Dies,
da hauptsächlich in der i-Schicht absorbiertes Licht in
elektrische Energie umgewandelt wird, die in einer externen
Schaltung verwendet werden kann. Die Dicke der i-Schicht
(manchmal als Absorptionsschicht bezeichnet) bestimmt, wie
viel Licht absorbiert wird. Wenn ein Lichtphoton in der i-Schicht
absorbiert wird, führt dies zu einer Einheit elek
trischen Stroms (einem Elektron-Loch-Paar). Jedoch fließt
dieser elektrische Strom von sich aus nirgendwohin. Daher
existieren die p- und die n-Schicht. Diese Schichten, die
geladene Dotierstoffionen enthalten, bauen ein starkes elek
trisches Feld über die i-Schicht hinweg auf. Dieses elektri
sche Feld zieht die elektrische Ladung aus der i-Schicht
heraus und schickt sie durch eine externe Schaltung, die
dann Arbeit verrichten kann (z. B. eine Lampe). Solarzellen
können solche mit Einzelübergang oder mit Mehrfachübergang
sein. Eine Zelle mit Mehrfachübergang, oder eine Tandemzel
le, kann einfach ein Stapel von pin-Zellen mit Einzelüber
gang sein. Es existieren zwei Vorteile hinsichtlich Tandem
zellen; der erste ist Lichtabsorption. Die verschiedenen
amorphen Legierungen absorbieren verschiedene Teile des Son
nenspektrums. Amorphes Siliziumcarbid (a-Sic) absorbiert
ultraviolettes (UV) Licht wirkungsvoll, während es das meis
te sichtbare und das gesamte infrarote Licht durchläßt.
Amorphes Silizium (a-Si) absorbiert Uv-Licht (jedoch nicht
so wirkungsvoll wie a-Sic), es absorbiert sichtbares Licht
wirkungsvoll, jedoch absorbiert es nicht viel infrarotes
(IR) Licht. Amorphes Siliziumgermanid (a-SiGe) absorbiert
IR-Licht wirkungsvoll und UV- und sichtbares Licht im we
sentlichen ohne guten Wirkungsgrad. Ein Vorteil von Tandem
solarzellen ist es, daß jede Schicht (jeder Übergang) eine
andere Absorptionsschicht aufweisen kann, so daß praktisch
alle Lichtwellenlängen wirkungsvoll absorbiert werden kön
nen. Ein zweiter Vorteil von Tandemzellen ist der, daß sie
dünner sein können, da die Absorptionsschichten auf das Son
nenspektrum zugeschnitten sind und Licht wirkungsvoll absor
bieren. Dünnere Schichten sind hinsichtlich des Stäbler-
Wronski-Effekts stabiler.
Eine Solarzelle aus amorphem Silizium besteht aus einem Kör
per aus hydriertem, amorphem Silizium (a-Si:H) als Material,
das bei einer Glimmentladung von Silan hergestellt werden
kann. Derartige Zellen können vom Typ sein, wie er im für
David E. Carlson am 20. Dezember 1977 erteilten US-Patent
Nr. 4,064,521 mit dem Titel "Halbleiterbauteil mit einem
Körper aus amorphem Silizium" beschrieben ist. Innerhalb des
Körpers der Zelle liegt ein elektrisches Feld vor, das von
den verschiedenen Leitungstypen der den Körper bildenden
Halbleiterbereiche herrührt.
Solarzellen aus amorphem Silizium werden häufig durch eine
Glimmentladung von Silan (SiH₄) hergestellt. Der Glimmentla
dungsprozeß umfaßt das Entladen von Energie durch ein Gas
unter relativ niedrigem Druck und hoher Temperatur in einer
speziell abgepumpten Kammer. Ein typischer Herstellprozeß
für eine Solarzelle aus amorphem Silizium umfaßt das Anord
nen eines Substrats auf einem beheizten Element innerhalb
einer Vakuumkammer. Mit einem Anschluß einer Spannungsver
sorgung wird eine Abschirmelektrode, oder ein Gitter, ver
bunden, und eine zweite Elektrode wird mit dem Substrat ver
bunden. Während Silan unter niedrigem Druck in die Vakuum
kammer eingelassen wird, wird zwischen die zwei Elektroden
eine Glimmentladung aufgebaut, und es scheidet sich ein Film
aus amorphem Silizium auf dem Substrat ab.
Amorphes Silizium kann dadurch dotiert werden, daß dem Si
lan Fremdstoffe zugesetzt werden. Z. B. kann der erste Do
tierstoff Diboran (B₂H₆) sein, das dem Silan zugesetzt wird,
um eine amorphe Silziumschicht vom p-Typ auszubilden. Nach
dem die p-Schicht mit einer Dicke in der Größenordnung von
100 Å (10 Å = 1 nm) hergestellt wurde, wird der Fluß des
Diboran angehalten, um einen eigenleitenden Bereich mit
einer Dicke in der Größenordnung einiger 1000 Å herzustel
len. Danach wird dem Silanfluß ein n-Dotierstoff wie Phos
phin (PH₃) zugesetzt, um eine amorphe Siliziumschicht vom
n-Typ mit einer Dicke einiger weniger 100 Å herzustellen.
Auf der n-Schicht wird eine transparente, leitende Schicht
hergestellt. Zum Herstellen dieser transparenten, leitenden
Schicht kann Zinkoxid (ZnO) verwendet werden.
Eine Solarzellentechnik auf Grundlage von amorphem, hydrier
tem Silizium (a-Si:H) ist derzeit der führende Kandidat für
großflächige, billige photovoltaische Anwendungen. Die
grundsätzliche Bauteilstruktur ist ein einzelner pin-Über
gang oder ein nip-Übergang, bei dem alle Schichten tradi
tionell amorph sind und in einem kontinuierlichen plasmaun
terstützten Abscheidungsprozeß hergestellt werden.
Das Substrat der Solarzelle kann aus Glas oder einem Metall,
wie Aluminium, Niob, Titan, Chrom, Eisen, Wismut, Antimon
oder Stahl, bestehen. Wenn ein Glassubstrat verwendet wird,
kann eine transparente, leitende Beschichtung, wie eine sol
che aus Zinnoxid (SnO₂), vor dem Herstellen des amorphen Si
liziums auf das Glassubstrat aufgetragen werden. An der
Rückseite des Substrats kann ein Metallkontakt ausgebildet
werden.
Die Stromabgabe eines photovoltaischen Bauteils wird durch
Erhöhen der Gesamtanzahl von Photonen verschiedener Energien
und Wellenlängen, wie vom Halbleitermaterial absorbiert,
maximiert. Das Sonnenspektrum erstreckt sich grob über den
Wellenlängenbereich von ungefähr 300 nm bis ungefähr
2200 nm, was ungefähr 4,2 eV bis ungefähr 0,59 eV ent
spricht. Der vom photovoltaischen Bauteil absorbierte Teil
des Sonnenspektrums wird durch die Größe der Bandlückenener
gie des Halbleitermaterials bestimmt. Kristallines Silizium
(c-Si) hat eine Bandlückenenergie von ungefähr 1,1 eV. Son
nenstrahlung mit einer Energie unter der Bandlückenenergie
wird vom Halbleitermaterial nicht absorbiert und trägt dabei
nicht zur Erzeugung von Elektrizität (Strom und Spannung)
durch das photovoltaische Bauteil bei.
Um eine bessere Nutzung des Sonnenspektrums zu erzielen und
um die Stabilität zu verbessern, können zwei oder mehr pin-
Übergänge, die aus i-Schichtmaterialien verschiedener Band
lücken bestehen, in Reihe aufgebaut werden, um eine monoli
thische Solarzelle mit mehreren Übergängen aufzubauen. Die
Grenzfläche zwischen den zwei Übergängen, die häufig als
Tunnelübergang oder Rekombinationsübergang bezeichnet wird,
ist für das Funktionsvermögen des photovoltaischen Bauteils
wichtig.
Die dotierten Schichten im Bauteil spielen eine Schlüssel
rolle beim Aufbauen des starken internen elektrischen Felds
über die i-Schicht hinweg, das die vorherrschende Kraft zum
Sammeln von in der i-Schicht erzeugten Photoladungsträgern
bildet. Insbesondere müssen die dotierten Schichten im Re
kombinationsübergang einer Solarzelle mit mehreren Übergän
gen großen elektrischen Feldern standhalten, die sich in die
eigenleitenden Schichten erstrecken, zusätzlich zum hohen
Feld im Rekombinationsübergang selbst. Der Grenzflächenbe
reich muß wirkungsvolle Rekombination von in der ersten i-Schicht
erzeugten Elektronen mit Löchern aus der zweiten i-Schicht
fördern. Auch sollten die Tunnelübergangsschichten
minimale optische Absorption zeigen. Jedoch sind die elek
trischen Eigenschaften amorpher, dotierter Schichten relativ
schlecht im Vergleich mit den entsprechenden kristallisier
ten Schichten. Z. B. betragen die Leitfähigkeiten typischer
weise nur 1 × 10-6(Ωcm)-1 für eine p-leitende a-Si:H-
Schicht und 1 × 10-4(Ωcm)-1 für eine n-Schicht. Dies be
ruht teilweise auf der geringen Ladungsträger-Beweglichkeit
von a-Si:H und teilweise auf den niedrigen Dotierungs-Wir
kungsgraden in gestörtem Material. Darüber hinaus verhindern
die extrem hohen Dichten von Bandendezuständen in amorphen
Materialien, daß die Ferminiveaus zu nahe an den Bandkanten
liegen. Die typischen Leitungsband-Aktivierungsenergien für
p- und n-Schichten aus a-Si:H sind ≈ 0,4 eV bzw. ≈ 0,2 eV,
wodurch die Leerlaufspannung von a-Si:H-Solarzellen auf
0,9 V begrenzt ist, obwohl die Bandlücke auf ≈ 1,75 eV be
trägt.
Dotiertes, mikrokristallines Silizium (µc-Si) repräsentiert
eine sehr attraktive Alternative zu auf a-Si:H beruhenden
Solarzellen, und zwar nicht nur wegen der stark verbesserten
elektrischen und optischen Eigenschaften, sondern auch wegen
seiner Verträglichkeit mit einem Niedertemperatur-PECVD-Pro
zeß.
Die Verwendung von mikrokristallinem Silizium in den dotier
ten Schichten des Rekombinationsübergangs kann zu vielen
Vorteilen führen: (1) die höhere Ladungsträgerdichte, wie
sie im allgemeinen in mikrokristallinem gegenüber amorphem
Silizium verfügbar ist, unterstützt leichter die hohen elek
trischen Felder, wie sie bei Verwendung sehr dünner Schich
ten erforderlich sind; (2) aufgrund der kleineren Beweglich
keitslücke und der erhöhten Dotierdichte, wie auch wegen er
höhter Tunnelvorgänge in sehr dünnen Schichten, erfolgt wir
kungsvollere Rekombination; und (3) die optischen Absorp
tionsverluste aufgrund der Tunnelübergangsschichten können
wegen des niedrigeren Absorptionskoeffizienten mikrokristal
linen Siliziums (µc-Si) im Bereich sichtbarer Wellenlängen,
wie auch wegen der Verwendung dünnerer Schichten, herabge
setzt werden.
Unter Leerlaufbedingungen sollte die Spannung einer Solar
zelle mit mehreren Übergängen idealerweise die Summe der
Spannungen sein, die an jedem der pin-Übergänge entstehen,
wenn über die Tunnelübergänge hinweg kein Spannungsabfall
bestünde. Jedoch kann hinsichtlich nicht-idealer Tunnelüber
gänge eine deutliche Spannung mit einer Polarität entgegen
gesetzt zu der, wie sie durch die pin-Übergänge im Bauteil
erzeugt wird, aufgrund der Ansammlung von Photoladungsträ
gern nahe dem Tunnelübergang entstehen, was die Leerlauf
spannung verringert.
Jedoch können die hohe Dotierungsdichte und das hohe elek
trische Feld, wie sie mit der Verwendung mikrokristallinen
Siliziums (µc-Si) einhergehen, die Leerlaufspannung (VOC)
verbessern. Eine wirkungsvollere Rekombination im Tunnel
übergang minimiert die Ansammlung von Ladungen nahe diesem
Übergang. Ferner kann der Kurzschlußstrom eines Tandembau
teils unter Verwendung mikrokristalliner Tunnelübergangs
schichten erhöht werden.
Eine andere wichtige Eigenschaft für in Solarzellen verwen
dete dotierte Schichten ist neben guten elektrischen Eigen
schaften eine geringe optische Absorption. Im Gegensatz zu
einkristallinen Bauteilen, bei denen pn-Übergänge verwendet
werden können, gehen in den amorphen dotierten Schichten ab
sorbierte Photonen verloren, da die Diffusionslänge von Pho
toladungsträgern in diesen Schichten extrem kurz ist. Dieses
Erfordernis ist insbesondere für die p-Schicht wichtig,
durch die Licht in das Bauteil eintritt. Speziell aus diesem
Grund wurden häufig p-Schichten aus amorphem Siliziumcarbid
(a-SiC:H) mit einer optischen Bandlücke von ungefähr
≈ 0,2 eV anstelle von p-Schichten aus amorphem Silizium
(a-Si:H) verwendet. Das Umwandeln von amorphem a-Si:H in
µc-Si verringert auch die optische Absorption im Bereich
kurzer Wellenlängen, und zwar aufgrund der Auswahlregel für
optische Übergänge in Kristallkörnern. Der Absorptionskoef
fizient einer p-Schicht aus µc-Si ist höher als der einer in
Solarzellen typischerweise verwendeten p-Schicht aus amor
phem Siliziumcarbid (a-SiC:H).
Jedoch wurde, mit Ausnahme sehr weniger mitgeteilter Erfol
ge, mikrokristallines Silizium in Solarzellen aus amorphem
Silizium (a-Si:H) bisher nicht in großem Umfang verwendet,
zumindest was kommerzielle Anwendungen betrifft. Die Haupt
schwierigkeiten bestehen wahrscheinlich darin, extrem dünne
Schichten aus µc-Si ( 100 Å) herzustellen, wie dies erfor
derlich ist, um die optischen Verluste zu verringern und den
Kohlenstoff einzubauen, um die optische Bandlücke zu erhö
hen. Bekannte Versuche führten zu nicht hinnehmbar langen
Induktionszeiten und beschädigten Solarzellen mit groben,
ungleichmäßigen Oberflächen.
Die Volumeneigenschaften mikrokristallinen Siliziums (µc-Si)
sind stark verschieden von denen extrem dünner Schichten,
wie sie im selben mikrokristallinen Zustand vorliegen. Daher
haben die Volumeneigenschaften mikrokristallinen Siliziums
wenig Relevanz hinsichtlich der Anwendung von µc-Si in So
larzellen, wo nur ultradünne Schichten verwendet werden.
Wenn die Dickenabhängigkeiten der Leitfähigkeit und der Ak
tivierungsenergie für Filme untersucht werden, die bei her
kömmlichen Bedingungen für eine mikrokristalline p-Schicht
hergestellt wurden, ergibt sich, daß sich die Filmeigen
schaften dramatisch ändern, wenn die Dicke des mikrokristal
linen Materials unter ≈ 1000 Å liegt. Dies ist nicht überra
schend, da es wohlbekannt ist, daß Keimbildung beim Erzeu
gen von Kristallkörnern auf einem heterogenen Substrat kri
tisch ist. Auch können die Eigenschaften derartiger Filme,
die bei "mikrokristallinen" Bedingungen hergestellt wurden,
stark Substrat-abhängig sein, insbesondere hinsichtlich ul
tradünner Schichten. Ferner wird die Anfangskeimbildung von
µc-Si, zumindest in einem Gleichspannungsplasma, ersichtlich
auch dadurch beeinflußt, ob das Substrat leitend oder iso
lierend ist. Dies erschwert es sehr, das genaue Material zu
kennzeichnen, wie es in das Bauteil einzubauen ist, da her
kömmliche Materialcharakterisierungen wie Messungen zur
Leitfähigkeit und Raman-Spektroskopie im allgemeinen an Pro
ben erfolgen, die auf verschiedenen Substraten abgeschieden
sind. Daher ist es wichtig, Mittel aufzufinden, um ultradün
ne Schichten genau so oder ähnlich wie solche zu kennzeich
nen, die in den Bauteilen enthalten sind und um geeignete
Verfahren zum Fördern einer schnellen Keimbildung von µc-Si
auf gewünschten Substraten zu entwickeln.
Raman-Spektroskopie ist eine sehr empfindliche Maßnahme zum
Unterscheiden mikrokristalliner Materialien von amorphen.
Jedoch ist es hinsichtlich ultradünner Filme in der Größen
ordnung von 100 Å wesentlich, daß die Proben auf Metall
oder anderen Substraten abgeschieden sind, die im interes
sierenden Spektralbereich sehr niedrige Streusignale erzeu
gen. Quarzsubstrate haben im allgemeinen einen übermäßig ho
hen Photolumineszenz-Hintergrund, der das Ramansignal vom
untersuchten Film auswischt. Auch dann, wenn eine ultradünne
Schicht auf einer relativ dicken a-Si:H-Schicht abgeschieden
ist, kann das Ramansignal von der oberen Schicht durch das
jenige dominiert werden, das auf dem darunterliegenden amor
phen Silizium (a-Si:H) beruht. Daher ist es zum Untersuchen
der Eigenschaften einer mikrokristallinen, ultradünnen
Schicht auf amorphem Silizium (a-Si:H) unter Verwendung von
Raman-Spektroskopie am besten, zunächst eine ultradünne
a-Si:H-Schicht von ≈ 50 Å auf einem Metallsubstrat abzu
scheiden und dann die darüberliegende mikrokristalline
Schicht abzuscheiden. In der Vergangenheit hat es sich ge
zeigt, daß sich mikrokristallines Silizium (µc-Si) auf Sub
straten aus rostfreiem Stahl viel leichter ausbildet als auf
einer Schicht aus amorphem Silizium (a-Si:H).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, verbesserte photo
voltaische Bauteile unter Verwendung mikrokristallinen Sili
ziums sowie Verfahren zum Herstellen derartiger Bauteile zu
schaffen.
Diese Aufgabe ist hinsichtlich der Verfahren durch die Leh
ren der unabhängigen Ansprüche 1, 12, 32, und 38 sowie hin
sichtlich der Bauteile durch die Lehren der unabhängigen
Ansprüche 19, 26 und 43 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen sind Gegenstand abhängiger Ansprüche.
Es werden spezielle Prozesse angewandt, um verbesserte mi
krokristalline Solarzellen mit Mehrfachübergang sowie Solar
zellen mit Einfachübergang zur Verwendung in Solarmodulen
herzustellen. In vorteilhafter Weise führen die verbesserten
Prozesse und neuartige Solarzellen zu unerwartet und überra
schend guten Ergebnissen. Die Prozesse und Solarzellen gemäß
der Erfindung sorgen für besseren Wandlungswirkungsgrad,
Füllfaktor (FF) und für bessere Leerlaufspannung (VOC). Wie
erwünscht, sind die neuartigen Prozesse und die Solarzellen
wirtschaftlich, attraktiv und wirkungsvoll.
Die speziellen Prozesse umfassen folgendes: Herstellen von
Solarzellen durch Plasma-unterstützte chemische Dampfnieder
schlagung mit einem durch ein Verdünnungsmittel verdünnten
Ausgangsmaterial. Die Solarzellen können eine dotierte
Schicht mit einer Polarität, eine aktive, eigenleitende
Schicht und eine dotierte Schicht mit entgegengesetzter Po
larität aufweisen. Um hervorragende Solarzellen herzustel
len, sorgen die speziellen Prozesse gemäß der Erfindung für
eine Behandlung der Oberfläche einer dieser Schichten allei
ne mit dem Verdünnungsmittel, während das Ausgangsmaterial
fehlt, wobei anschließend mikrokristallines Material auf die
behandelte Oberfläche aufgewachsen wird. Um beste Ergebnisse
zu erzielen, enthält das Behandlungsmaterial das zur Ab
scheidung verwendete Ausgangsmaterial nicht, entweder allei
ne oder in Kombination mit dem Verdünnungsmittel.
Die behandelte Schicht kann aus einem amorphen Material wie
Silizium, amorphem Siliziumcarbid oder amorphem Siliziumger
manid bestehen. Das mikrokristalline Material kann mikro
kristallines Silizium, mikrokristallines Siliziumcarbid oder
mikrokristallines Siliziumgermanid sein. Bei einer Ausfüh
rungsform bestehen die dotierten Schichten aus mikrokristal
linem Material. Bei einer anderen Ausführungsform wird eine
Tunnelübergangsschicht auf eine der dotierten Schichten auf
gewachsen, wobei die Tunnelübergangsschicht mindestens eine
mikrokristalline Schicht umfaßt.
Ein bevorzugter Prozeß umfaßt das Herstellen von Solarzel
len mit mehreren Übergängen durch plasmaunterstützte chemi
sche Dampfniederschlagung durch Herstellen einer mikrokris
tallinen Sandwichstruktur mit einer mikrokristallinen Tun
nelübergangsschicht zwischen einer ersten (vorderen) Solar
zelle und einer zweiten (hinteren) Solarzelle. Die erste So
larzelle verfügt über eine positiv dotierte p₁-Schicht, eine
aktive, eigenleitende i₁-Schicht und eine negativ dotierte
n₁-Schicht. Die zweite Solarzelle verfügt über eine positiv
dotierte p₂-dotierte Schicht, eine aktive, eigenleitende
i₂-Schicht und eine negativ dotierte n₂-Schicht. Ein Tunnel
übergang oder ein Rekombinationsübergang verbindet die erste
Solarzelle mit der zweiten Solarzelle. Der Tunnelübergang
verfügt über die negativ dotierte Schicht einer der Solar
zellen, die positiv dotierte Schicht der anderen Solarzellen
und mindestens eine dazwischenliegende Tunnelübergangs
schicht zwischen der ersten und der zweiten Solarzelle.
Wünschenswerterweise wird die Tunnelübergangsschicht durch
eine Ätzbehandlung einer der dotierten Schichten im Tunnel
übergang hergestellt, um darauf eine geätzte Oberfläche aus
zubilden und danach eine Keimbildung ausgehend von der ge
ätzten Fläche vorzunehmen, wonach eine mikrokristalline Tun
nelübergangsschicht aufgewachsen wird. Wie in dieser Anmel
dung verwendet, bedeutet der Begriff "Keimbildung" die an
fängliche Wachstumsphase mikrokristalliner Schichten. Ein
Ätzvorgang kann ein Plasmaätzen mit einem Ätzmittel (Behand
lungsmaterial) wie Wasserstoff, Deuterium, HD, Helium und
Argon umfassen. Beim bevorzugten Prozeß umfaßt der Ätzvor
gang ein Ätzen alleine mit Wasserstoff mit einem Gleichspan
nungs- oder HF-Plasma, während optische und elektrische
Schäden an den dotierten Schichten im wesentlichen verhin
dert sind. Ferner wird, um beste Ergebnisse zu erzielen,
verhindert, daß Silan oder ein anderes Ausgangsmaterial mit
dem Ätzmittel abgeschieden wird.
Für die Keimbildung ausgehend von der geätzten Fläche wird
gesorgt, um das Mikrokristallwachstum zu beschleunigen. Mi
krokristall-Keimbildung kann durch plasmaunterstützte chemi
sche Dampfniederschlagung mit einem Dotierstoff und mit
einem durch ein Verdünnungsmittel verdünnten Ausgangsmate
rial erfolgen. Der Dotierstoff kann folgendes sein: ein ne
gativer Dotierstoff in Form eines Dotierstoffs vom n-Typ,
wie Phosphin (PH₃), oder andere Verbindungen, die Phosphor
enthalten, oder ein positiver Dotierstoff mit einem Dotier
stoff vom p-Typ, wie Diboran (B₂H₆), BF₃, oder anderen Ver
bindungen, die Bor enthalten. Das Ausgangsmaterial kann fol
gendes sein: Silan (SiH₄), Disilan (Si₂H₆), Tetramethylsilan
Si(CH₃)₄, SiF₄, SiHF₃, SiH₂Cl₄, CHN(SiH₃)4-N, wobei N eine
ganze Zahl im Bereich von 0 bis 3 ist, ein Ausgangsmaterial
auf Grundlage von Kohlenstoff oder ein Ausgangsmaterial auf
Grundlage von Germanium. Das Ausgangsmaterial kann auch die
folgende allgemeine Formel aufweisen:
SiNH2N+2-MYM
mit
Si = Silizium
H = Wasserstoff oder Deuterium
Y = Halogen [Fluor (F), Chlor (Cl), Brom (Br), Iod (I) usw.]
N = positive, ganze Zahl 1
M = positive, ganze Zahl; und
2N + 2-M 0.
Si = Silizium
H = Wasserstoff oder Deuterium
Y = Halogen [Fluor (F), Chlor (Cl), Brom (Br), Iod (I) usw.]
N = positive, ganze Zahl 1
M = positive, ganze Zahl; und
2N + 2-M 0.
Das Verdünnungsmittel kann Wasserstoff (H₂), Deuterium (D₂)
oder HD sein. Das Verdünnungsverhältnis des Verdünnungsmit
tels zum Ausgangsmaterial kann im Bereich von ungefähr 50 : 1
bis ungefähr 200 : 1 liegen.
Plasmaunterstützte chemische Dampfniederschlagung (PECVD)
kann durch das Folgende ausgeführt werden: kathodische
Gleichspannungs(DC)-Glimmentladung, anodische DC-Glimmentla
dung, Hochfrequenz (HF)-Glimmentladung, Glimmentladung mit
sehr hoher Frequenz (VHF), Wechselspannungs(AC)-Glimmentla
dung oder Mikrowellen-Glimmentladung. Plasmaunterstützte
chemische Dampfniederschlagung mikrokristalliner Schichten
kann im Temperaturbereich von 80-300°C in einem Druckbe
reich von 0,5-5 Torr (1 Torr = 1,33 hPa) bei einem Verdün
nungsverhältnis des Verdünnungsmittels zum Ausgangsmaterial
(Abscheidungsgas) im Bereich von 50 : 1 bis 200 : 1 ausgeführt
werden.
Der Prozeß umfaßt vorzugsweise das Abscheiden eines lei
tenden Oxids, wie Zinnoxid oder Zinkoxid, auf einem Glassub
strat, einem Substrat aus rostfreiem Stahl oder einem ande
ren Substrat, wonach eine der dotierten Schichten, z. B. die
p₁-Schicht in einer pin-Solarzelle oder die n₁-Schicht in
einer nip-Solarzelle auf dem leitenden Oxidsubtrat abge
schieden wird. Die Außenseite der anderen Solarzelle, d. h.
die n₂-Schicht einer pin-Solarzelle oder die p₂-Schicht
einer nip-Solarzelle, wird durch eine Kontaktplatte aus
z. B. Aluminium, Silber, einem Metall oder einem anderen
leitenden Material, für eine pin-Solarzelle, oder mit einer
leitenden Oxidschicht, für eine nip-Solarzelle, bedeckt.
Der Tunnelübergang der erfindungsgemäßen Mehrschicht-Solar
zelle verfügt über eine geätzte Fläche und mindestens eine
mikrokristalline Tunnelübergangsschicht, die zwischen eine
dotierte Schicht einer Solarzelle und eine entgegengesetzt
dotierte Schicht der anderen Solarzelle eingebettet ist. Bei
der bevorzugten Form ist die geätzte Fläche eine durch ein
Wasserstoffplasma geätzte Fläche, wie eine Fläche aus n-
oder p-dotiertem, amorphem Silizium. Die mikrokristalline
Tunnelübergangsschicht kann eine mikrokristalline p-Schicht
und/oder eine mikrokristalline n-Schicht sein, und diese mi
krokristalline Schicht kann aus mikrokristallinem Silizium
carbid, mikrokristallinem Siliziumgermanid oder mikrokris
tallinem Silizium bestehen. Wünschenswerterweise verfügt die
mikrokristalline Schicht über eine Dicke von 50-120 Å,
vorzugsweise von 80-100 Å, um beste Ergebnisse zu erzie
len. Bei einer Form umfaßt der Tunnelübergang eine n-do
tierte amorphe Schicht, eine mikrokristalline n-Tunnelüber
gangsschicht und eine p-dotierte amorphe Schicht. Bei einer
anderen Form umfaßt der Tunnelübergang eine mikrokristalli
ne n-Tunnelübergangsschicht anstelle der oder zusätzlich zur
mikrokristallinen n-Übergangsschicht.
Mindestens eine der Solarzellen kann eine pin-Solarzelle
oder eine nip-Solarzelle sein. Ferner kann mindestens eine
der Schichten, d. h. die n-Schicht, die i-Schicht und/oder
die p-Schicht, in einer der Solarzellen aus hydriertem amor
phem Silizium, hydriertem amorphem Siliziumcarbid oder hy
driertem amorphem Siliziumgermanid bestehen.
Die Anwendung der mikrokristallinen, dotierten Schichten in
auf amorphem Silizium (a-Si:H) beruhenden Solarzellen stützt
sich auf die Möglichkeit, die Keimbildung zur Mikrokristall
bildung auf gewünschten Flächen zu fördern. Wenn eine geeig
nete Oberflächenvorbereitung erfolgt, wie beim erfindungsge
mäßen Prozeß beschrieben, können Schichten aus mikrokris
tallinem Silizium (µc-Si) mit der geringen Dicke von 80 -
120 Å erfolgreich auf amorphem Silizium (a-Si:H) hergestellt
werden. Bei Versuchen zur Erfindung wurden µc-Si-Schichten
in den Tunnelübergang von Mehrübergangs-Bauteilen und in
Einzelübergangs-Solarzellen eingebaut, und als Ergebnis der
erfindungsgemäßen Prozesse wurde eine deutliche Verbesserung
hinsichtlich aller Eigenschaften photovoltaischer Bauteile
gezeigt. In vorteilhafter Weise kann der neuartige Prozeß
Tandemsolarzellen mit mehreren Übergängen und Einzelüber
gangs-Solarzellen mit verbesserten Leerlaufspannungen (VOC),
Füllfaktoren (FF) und Umsetzungswirkungsgraden schaffen.
In der folgenden Beschreibung und den beigefügten Ansprü
chen, die in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen zu
verstehen sind, wird eine detailliertere Erläuterung zur Er
findung angegeben.
Fig. 1 ist ein Kurvenbild zu Ramanspektren für Filme, die
bei Bedingungen zum Erhalten mikrokristalliner n-Schichten
hergestellt wurden;
Fig. 2 ist ein Kurvenbild zum optischen Absorptionskoeffi
zient als Funktion der Photonenenergie verschiedener Schich
ten;
Fig. 3 ist ein Kurvenbild von J-V-Kurven für Tandemsolarzel
len mit mehreren Übergängen, wobei auch die Leerlaufspannun
gen und die Kurzschlußströme der Solarzellen aufgelistet
sind; und
Fig. 4 ist ein Kurvenbild zu den Quantenwirkungsgraden der
Tandemsolarzellen mit mehreren Übergängen gemäß Fig. 3 als
Funktion der Wellenlänge.
Der erfindungsgemäße Prozeß zum Herstellen von Solarzellen
umfaßt das Herstellen von Tandemsolarzellen mit mehreren
Übergängen durch plasmaunterstützte chemische Dampfnieder
schlagung. Bei diesem Prozeß wird eine leitende Oxidschicht
auf der Oberfläche eines lichtdurchlässigen, glasigen Sub
strats, wie aus durchsichtigem oder durchscheinendem Glas,
abgeschieden. Das leitende Oxid kann Zinnoxid oder Zinkoxid
sein. Eine erste pin-Solarzelle wird dadurch hergestellt,
daß eine positiv dotierte p₁-Schicht, eine aktive, eigen
leitende i₁-Schicht und eine negativ dotierte n₁-Schicht in
dieser Reihenfolge auf dem leitenden Oxid hergestellt wer
den.
Es ist wesentlich, daß die n₁-Schicht für eine Periode von
ungefähr 150 bis 750 Sekunden mit einem Wasserstoffplasma-
Ätzvorgang (ohne Silan) behandelt wird, ohne die optischen
und elektrischen Eigenschaften der n₁-Schicht zu beschädi
gen. Danach erfolgt auf der mit Wasserstoff behandelten n₁-
Schicht eine Keimbildungsbehandlung mit einem negativ do
tierten Wasserstoffplasma und einem Silizium enthaltenden
Ausgangsmaterial zum Herstellen einer negativ dotierten mi
krokristallinen Füll- oder Rekombinationsübergangs (µn)-
Schicht mit einer Dicke von ungefähr 50 Å bis ungefähr
120 Å.
Als nächstes wird in diesem Prozeß eine zweite pin-Solar
zelle dadurch hergestellt, daß eine positiv dotierte p₂-
Schicht, eine aktive, eigenleitende i₂-Schicht und eine ne
gativ dotierte n₂-Schicht in dieser Reihenfolge auf der mi
krokristallinen n-Schicht (µn-Schicht) hergestellt werden.
Die erste pin-Solarzelle wird mit der zweiten pin-Solarzelle
über den mikrokristallinen Tunnelübergang (Rekombinations
übergang) verbunden, der die n₁-Schicht, die µn-Schicht und
die p₂-Schicht enthält. Auf der n₂-Schicht kann eine Rück
seitenplatte aus Aluminium oder einem anderen Metall ange
bracht werden. Ein Teil der Rückseitenplatte kann mit einem
leitenden Rückplattenoxid, wie Zinnoxid oder Zinkoxid, be
schichtet werden.
Plasmaunterstützte chemische Dampfniederschlagung der mikro
kristallinen Schichten kann auf viele Arten bewerkstelligt
werden. Diese Abscheidung kann mit einem mit einem Verdün
nungsmittel verdünnten Ausgangsmaterial erfolgen. Das Ver
dünnungsverhältnis zwischen dem Verdünnungsmittel und dem
Ausgangsmaterial kann im Bereich von ungefähr 50 : 1 bis unge
fähr 200 : 1 liegen. Das Verdünnungsmittel kann Wasserstoff,
Deuterium und/oder HD sein. Das Ausgangsmaterial kann fol
gendes sein: Silan, Disilan, Tetramethylsilan, SiF₄, SiHF₃,
SiH₂Cl₄, CHN(SiH₃)4-N, wobei N eine ganze Zahl im Bereich
von 0 bis 3 ist, ein Ausgangsmaterial auf Grundlage von Koh
lenstoff oder ein Ausgangsmaterial auf Grundlage von Germa
nium. Das Ausgangsmaterial kann auch die folgende allgemeine
Formel SiNH2N+2-MYM aufweisen, mit:
Si = Silizium
H = Wasserstoff oder Deuterium
Y = Halogen
N = positive, ganze Zahl 1
M = positive, ganze Zahl; und
2N + 2-M 0.
Si = Silizium
H = Wasserstoff oder Deuterium
Y = Halogen
N = positive, ganze Zahl 1
M = positive, ganze Zahl; und
2N + 2-M 0.
Die n₁- und n₂-Schicht werden vorzugsweise durch die plasma
unterstützte chemische Dampfniederschlagung mit einem n-Do
tierstoff wie Phosphin (PH₃) oder anderen Phosphor enthal
tenden Verbindungen hergestellt. Die p₁- und p₂-Schicht wer
den vorzugsweise durch plasmaunterstützte chemische Dampf
niederschlagung mit einem p-Dotierstoff wie Diboran (B₂H₆),
BF₃ oder anderen Bor enthaltenden Verbindungen hergestellt.
Plasmaunterstützte chemische Dampfniederschlagung kann DC-
oder HF-Glimmentladung unter den folgenden Bedingungen um
fassen: Temperatur des Substrats im Bereich von ungefähr
80°C bis ungefähr 300°C; Druck im Bereich von ungefähr 0,5
bis ungefähr 5 Torr und Energiedichte im Bereich von unge
fähr 50 bis ungefähr 230 mW/cm².
In der Tandemsolarzelle mit mehreren Übergängen bestehen die
i₁- und die i₂-Schicht aus einer aktiven hydrierten Verbin
dung wie amorphem Silizium, amorphem Siliziumcarbid oder
amorphem Siliziumgermanid. Die aktive p₁- und p₂-Schicht be
stehen aus einer p-dotierten hydrierten Verbindung wie p-do
tiertem amorphem Silizium, p-dotiertem amorphem Siliziumcar
bid oder p-dotiertem amorphem Silizium-Germanid. Die aktive
n₁- und n₂-Schicht bestehen aus einer n-dotierten hydrierten
Verbindung wie n-dotiertem amorphem Silizium, n-dotiertem
amorphem Siliziumcarbid oder n-dotiertem amorphem Silizium
germanid. Vorzugsweise hat die negativ dotierte mikrokris
talline Tunnelübergangsschicht µn eine Dicke von ungefähr
80 Å bis ungefähr 100 Å.
Die mikrokristalline Tunnelübergangsschicht kann auch eine
mikrokristalline Verbund-Tunnelübergangsschicht oder -Rekom
binationsübergangsschicht aufweisen. Die mikrokristalline
Verbund-Tunnelübergangsschicht umfaßt eine negativ dotierte
mikrokristalline Tunnelübergangsschicht (µn-Typ) und eine
positiv dotierte mikrokristalline Tunnelübergangsschicht
(µp-Typ). Die negativ dotierte mikrokristalline Tunnelüber
gangsschicht µn liegt zwischen der n₁-Schicht und der posi
tiv dotierten mikrokristallinen Tunnelübergangsschicht µp.
Die positiv dotierte mikrokristalline Tunnelübergangsschicht
µp liegt zwischen der µn-Schicht und der p₂-Schicht.
Beim bevorzugten Prozeß des Herstellens von Tandemsolarzel
len mit mehreren Übergängen wird die Oberfläche der amorphen
i-Siliziumschicht für eine Periode von ungefähr 300 bis un
gefähr 500 Sekunden mit einem Wasserstoffätzmittel geätzt;
es erfolgt eine Keimbildung für eine n-dotierte Schicht zum
Herstellen einer mikrokristallinen n-Siliziumschicht mit
einer Dicke von ungefähr 80 Å bis ungefähr 100 Å. Eine mi
krokristalline Tunnelübergangsschicht µp kann dadurch herge
stellt werden, daß die mikrokristalline Tunnelübergangs
schicht µn einem positiv dotierten Wasserstoffplasma und
einem Silizium enthaltenden Ausgangsmaterial ausgesetzt
wird, um die mikrokristalline Tunnelübergangsschicht µp auf
der mikrokristallinen Tunnelübergangsschicht µn auszubilden.
Das photovoltaische Bauteil umfaßt vorzugsweise Tandemso
larzellen mit mehreren Übergängen mit einem lichtdurchlässi
gen glasigen Substrat aus durchsichtigem oder durchscheinen
dem Glas. Auf einer Oberfläche des Substrats kann ein lei
tendes Oxid, wie Zinnoxid oder Zinkoxid, abgeschieden sein.
Die Tandemsolarzellen mit mehreren Übergängen weisen folgen
des auf: eine erste pin-Solarzelle mit einer positiv dotier
ten p₁-Schicht auf dem leitenden Oxid, einer aktiven, eigen
leitenden i₁-Schicht auf der p₁-Schicht und eine negativ do
tierte amorphe n₁-Schicht auf der i₁-Schicht. Es ist wesent
lich, daß die n₁-Schicht so behandelt wird, daß sie eine
durch ein Wasserstoffplasma geätzte Oberfläche (wobei Silan
fehlt) oder eine mit einem anderen Ausgangsmaterial geätzte
Oberfläche aufweist, um eine n₁-Schicht mit optischen und
elektrischen Eigenschaften zu schaffen, wie sie für Solar
zellen erwünscht sind. Auf der geätzten Oberfläche wird eine
negativ dotierte mikrokristalline Tunnelübergangsschicht µn
mit einer Dicke von ungefähr 50 Å bis 120 Å, vorzugsweise
80 Å bis 100 Å, abgeschieden. Tandemsolarzellen mit mehreren
Übergängen weisen auch folgendes auf: eine zweite pin-Solar
zelle mit einer positiv dotierten p₂-Schicht auf der mikro
kristallinen Tunnelübergangsschicht µn, einer aktiven, ei
genleitenden i₂-Schicht auf der p₂-Schicht und einer negativ
dotierten n₂-Schicht auf der i₂-Schicht. Auf der Außenfläche
der n₂-Schicht liegt eine Rückseitenplatte aus Aluminium,
Silber oder einem anderen leitenden Metall. Ein Teil der
Rückseitenplatte kann mit einem leitenden Rückseitenplatten-
Oxid, wie Zinnoxid oder Zinkoxid, beschichtet sein. Die ers
te pin-Solarzelle ist über einen mikrokristallinen Tunnel-
oder Rekombinationsübergang mit der n₁-Schicht, der µn-Schicht
und der p₂-Schicht mit der zweiten pin-Solarzelle
verbunden.
Mindestens eine der Schichten in einer der Solarzellen be
steht aus hydriertem amorphem Silizium, hydriertem amorphem
Siliziumcarbid oder hydriertem amorphem Siliziumgermanid.
Die mikrokristalline Tunnelübergangsschicht kann aus Germa
nium oder mikrokristallinem Silizium bestehen. Vorzugsweise
besteht die n₁-Schicht aus n-dotiertem amorphem Silizium,
und die mikrokristalline Tunnelübergangsschicht µn enthält
n-dotiertes mikrokristallines Silizium. Der Tunnelübergang
kann mit Phosphin dotiert sein, z. B. im folgenden Verhält
nis: 10 000 Wasserstoff : 100 Silan : 2 Phosphin. Die mikro
kristalline Tunnelübergangsschicht kann auch eine mikrokris
talline Tunnelübergangsschicht µp aus p-dotiertem mikrokris
tallinem Silizium enthalten. Die p₂-Schicht kann aus p-do
tiertem amorphem Silizium bestehen.
Versuchsweise wurden Mehrfachübergangs-Bauteile mit ver
schiedenen Kombinationen von mikrokristallinem Silizium
(µc-Si) im Rekombinationsübergang hergestellt, wozu
a-Si:H(n)/µc-Si(p), µc-Si(n)/a-Si(n)/a-SiC:H(p) und
µc-Si(n)/µc-Si(p) gehörten. Im Vergleich mit einem herkömm
lichen Tunnelübergang unter Verwendung ausschließlich amor
pher Materialien zeigte der Übergang unter Verwendung von
µc-Si n/a-SiC:H(p) eine deutliche Verbesserung hinsichtlich
aller Aspekte des Bauteil-Funktionsvermögens. Die Fig. 3 und
4 zeigen die J-V-Charakteristik und den Quantenwirkungsgrad
zweier a-Si:H/a-Si:H-Tandemzellen, die mit Ausnahme des Tun
nelübergangs identisch sind. Die Dicken der i-Schicht in den
zwei Übergängen sind ungefähr 700 Å bzw. ungefähr 3000 Å.
Der mikrokristalline Tunnelübergang verbesserte die Leer
laufspannung (VOC) um beinahe 50 mV und erhöhte den Filmfak
tor (FF) von 60% auf 72%. Der Kurzschlußstrom des zweiten
Übergangs, wie durch eine Integration des Werts OE in einem
AM1,5-Spektrum erhalten, ist ebenfalls um ungefähr 3% er
höht. Diese Zunahme des Kurzschlußstroms erfolgt bei Wel
lenlängen, für die erwartet wird, daß eine Beeinflussung
durch Absorption im Tunnelübergang erfolgt. Es ist wesent
lich, daß der Einbau mikrokristallinen Siliziums (µc-Si)
nach dem Ätzen, gemäß dem erfindungsgemäßen Prozeß, den Um
wandlungswirkungsgrad der Tandemsolarzelle mit amorphem Si
lizium (a-Si:H) um mehr als 10% verbesserte.
Es können auch photovoltaische Bauteile mit Einzelübergangs-
Solarzellen durch den erfindungsgemäßen Prozeß hergestellt
werden. Derartige Einzelübergangs-Solarzellen weisen folgen
des auf: eine p-dotierte Schicht, eine eigenleitende, amor
phe i-Schicht und eine n-dotierte Schicht, wobei mindestens
eine der Schichten (p, i oder n) eine geätzte Oberfläche
aufweist. Bei den erfindungsgemäßen Einzelübergangs-Solar
zellen umfaßt mindestens eine der dotierten Schichten eine
mikrokristalline dotierte Schicht, die angrenzend an die ge
ätzte Oberfläche der i-Schicht liegt. Wünschenswerterweise
verfügt die dotierte mikrokristalline Schicht über eine Di
cke von ungefähr 50 Å bis ungefähr 120 Å. Vorzugsweise um
faßt die geätzte Oberfläche der i-Schicht in Einzelüber
gangs-Solarzellen eine mit Wasserstoff, ohne Silan, geätzte
Oberfläche, um die Keimbildung der anschließend abgeschiede
nen dotierten mikrokristallinen Schicht zu fördern. Ferner
können Einzelübergangs-Solarzellen eine oder mehrere dotier
te Verbundschichten aus amorphem Silizium und mikrokristal
linem Silizium aufweisen.
Eine Einzelübergangs-Solarzelle kann eine pin-Solarzelle mit
einer i-Schicht aus amorphem Silizium, amorphem Siliziumcar
bid oder amorphem Siliziumgermanid aufweisen. Die dotierte
mikrokristalline Schicht in einer pin-Solarzelle mit Einzel
übergang kann aus mikrokristallinem Silizium, mikrokristal
linem Siliziumcarbid oder mikrokristallinem Siliziumgermanid
bestehen. Vorzugsweise besteht die i-Schicht aus amorphem
Silizium und die n-dotierte Schicht besteht aus einer mikro
kristallinen n-Siliziumschicht mit einer Dicke von ungefähr
80 Å bis ungefähr 120 Å.
Es wurden versuchsweise Einzelübergangs-Solarzellen mit
amorphem Silizium (a-Si:H) unter Verwendung µc-leitender,
mikrokristalliner Siliziumschichten (µc-Si) hergestellt. Es
wurden gute Leerlaufspannungen (≈0,88 V) und Füllfaktoren
(70%) erhalten. Die Kurzschlußströme dieser Bauteile waren
relativ niedrig, was dem hohen Absorptionskoeffizienten der
aus µc-Si bestehenden p-Schicht im Vergleich zu derjenigen
standardgemäßer p-Schichten aus amorphem Siliziumcarbid
(a-SiC:H) zugeschrieben werden kann.
Eine Einzelübergangs-Solarzelle kann auf einem Glassubstrat,
einem Substrat aus rostfreiem Stahl oder einem Metallsub
strat angebracht werden. Vorzugsweise besteht das Substrat
aus einem lichtdurchlässigen, glasigen Substrat aus durch
sichtigem oder durchscheinendem Glas. Das Substrat kann mit
Zinnoxid oder Zinkoxid beschichtet sein.
Für Einzelübergangs- und Mehrschichtübergangs-Solarzellen
sollten die dotierten mikrokristalline Schicht, die mikro
kristalline Tunnelübergangsschicht oder die mikrokristalline
Rekombinationsübergangsschicht dünn sein, vorzugsweise 50 -
120 Å, am bevorzugtesten 80-100 Å dick, um (1) ein elek
trisches Feld innerhalb der eigenleitenden i-Schicht zu er
zeugen, (2) die Lichtreflexion an der i-Schicht zu erhöhen
und (3) die Absorption zu minimieren.
Wie oben erörtert, umfaßt der Ätzvorgang vorzugsweise eine
Behandlung mit Wasserstoff (H₂)-Plasma. Die folgende Tabelle
1 faßt die typischen Bedingungen und die Dauer der H₂-Plas
mabehandlung zusammen, durch die eine schnelle Keimbildung
der Schicht aus µc-Si gefördert wird. Es sei darauf hinge
wiesen, daß eine Minimaldauer der H₂-Plasmabehandlung (Was
serstoff-Ätzvorgang) empfohlen ist, um eine sofortige Keim
bildung der anschließend abgeschiedenen Schicht aus µc-Si zu
ermöglichen. Die Minimaldauer des Wasserstoff-Ätzvorgangs
(H₂-Plasma) die sich bei Versuchen herausgestellt hat, be
trägt ungefähr 150 Sekunden, abhängig von den Plasmabedin
gungen. Fig. 1 zeigt eine Reihe von Ramanspektren, aus denen
ein deutlicher Übergang von der amorphen auf die mikrokris
talline Phase für Schichten von 100 Å erkennbar ist, die
unter Bedingungen für Volumen-µc-Si auf a-Si:H hergestellt
wurden, das für 450 bzw. 600 Sekunden mit einem H₂-Plasma
behandelt wurde.
Es wurde ausführ
lich darüber berichtet, daß Filme aus Volumen-µc-Si unter
Verwendung einer Glimmentladung von Silan bei starker H₂-
Verdünnung abgeschieden werden können. In unerwarteter und
überraschender Weise haben eigene Versuche gezeigt, daß
durch die Bereitstellung einer geätzten Oberfläche durch
Plasmaätzen dieselben Abscheidungsbedingungen zu Schichten
mit der geringen Dicke von 50 Å aus µc-Si führen können. Die
nachfolgende Tabelle 2 listet die typischen Abscheidungspa
rameter für die µc-Si-Schicht auf.
Es wurden n- und p-leitende Schichten aus µc-Si mit einer
Dicke von ≈ 80 Å in Mehrfachübergangs-Solarzellen eingebaut.
Dabei wurden große Verbesserungen der Leerlaufspannung
(VOC), des Füllfaktors (FF) und des Kurzschlußstroms (ISC)
beobachtet. Die Fig. 3 und 4 zeigen die J-V-Kurven und die
Quantenwirkungsgrade von Si/Si-Doppelübergangs-Solarzellen
mit amorphen oder mikrokristallinen Tunnelübergängen. Die
Schlüsselparameter der Bauteile sind in Fig. 4 ebenfalls
aufgelistet.
Tandemsolarzellen sind von Natur aus stabiler als photovol
taische Einzelübergangs-Bauteile mit denselben Lichtabsorp
tionsfähigkeiten. Tandemsolarzellen können Schichten aus
hydriertem amorphem Silizium aufweisen, die durch einen Tun
nelübergang getrennt sind und in Stapelkonfiguration ange
ordnet sind. Die Dicke der Schichten kann so eingestellt
sein, daß der Wirkungsgrad maximiert ist und die in den
Schichten erzeugten Ströme ausgeglichen sind. Bei Tandemso
larzellen kann die Bandlücke der Schichten aus amorphem Si
lizium dadurch variiert werden, daß die Wasserstoffkonzen
tration in diesen Schichten variiert wird.
Einige typische Mehrfachübergangs-Solarzellen sind in den
Tabellen 3-5 angegeben.
Um die Erzeugung von Mikrokristallen an einer a-Si:H-Ober
fläche zu fördern, an der dotierte Schichten aus µc-Si bei
Bauteilanwendungen abzuscheiden sind, wurde ein wirkungs
volles Oberflächenvorbereitungsverfahren (Ätzen) (oben be
schrieben) entwickelt, das unmittelbare Erzeugung von µc-Si
innerhalb der ersten 100 Å auf a-Si:H ermöglicht. Die Kurve
(d) in Fig. 1 zeigt das Ramanspektrum einer 100 A dicken n-Schicht
aus µc-Si, die nach geeigneter Oberflächenbehandlung
(H₂-Ätzen) auf einer 100 Å dicken a-Si:H-Schicht abgeschie
den wurde. Ein großer Volumenanteil des mikrokristallinen
Materials wurde in der ultradünnen Schicht ausgebildet, die
andernfalls amorph gewesen wäre, wenn die Oberflächenbehand
lung nicht ausgeführt worden wäre, wie es durch die Kurve
(c) in Fig. 1 dargestellt ist.
Fig. 1 zeigt die Ramanspektren von Filmen auf verschiedenen
Substraten: (a) Dickfilm auf Quarz; (b) ultradünne Schicht
(≈ 100 Å) auf rostfreiem Stahl; (c) dieselbe ultradünne
Schicht auf einer dünnen Schicht aus amorphem Silizium
(a-Si:H); und (d) dieselbe ultradünne Schicht auf einer an
der Oberfläche behandelten (mit Wasserstoff geätzten)
Schicht aus amorphem Silizium (a-Si:H).
Fig. 2 ist ein Kurvenbild zum optischen Absorptionskoeffi
zienten als Funktion der Photonenenergie für eine i-Schicht
aus amorphem Silizium (a-Si:H) und eine p-Schicht aus amor
phem Siliziumcarbid (a-SiC:H) sowie eine mikrokristalline p-Schicht
aus µc-Si.
Es existieren Standardtests für das anfängliche Funktions
vermögen. Beim ersten Test für das anfängliche Funktionsver
mögen, bei dem eine Licht-Farb-Messung erfolgt, wird die
Zelle unter einer Lichtquelle angeordnet, die für simulier
tes Sonnenlicht sorgt, und es wird ihr elektrisches Funk
tionsvermögen ermittelt. Es kann eine kommerzielle oder mo
difizierte kommerzielle Simulationseinrichtung verwendet
werden. Der zweite Test für das anfängliche Funktionsvermö
gen wird als Messung des Quantenwirkungsgrads bezeichnet,
und er liefert Information zur Fähigkeit der Zelle, Licht
verschiedener Wellenlänge zu nutzen. Die Eigenschaften amor
phen Siliziums, und demgemäß von auf a-Si beruhenden Solar
zellen, verschlechtern sich, wenn es Licht ausgesetzt ist.
Natriumdampflampen bilden eine helle, stabile Lichtquelle.
Obwohl das Spektrum dieser Lampen vom Sonnenspektrum ver
schieden ist, hat es sich gezeigt, daß, solange die Licht
intensität unverändert ist, die spektrale Verteilung keine
große Bedeutung spielt und eine entsprechende Berücksichti
gung erfolgen kann. Zellen werden auf die Lampe aufgelegt,
die auf dieselbe Weise wie der Simulator kalibriert wird,
und das elektrische Funktionsvermögen wird als Funktion der
Zeit überwacht.
Das wesentlichste Maß für eine Solarzelle ist der Umwand
lungswirkungsgrad. Der Umwandlungswirkungsgrad ist der Pro
zentsatz der Energie des auf die Zelle fallenden Lichts, der
in elektrische Energie umgewandelt wird, die von einer äuße
ren Last, z. B. einer Lampe, nutzbar ist.
Die Energie im Sonnenlicht (das zum Sonnenmittag auf eine
ebene Fläche fällt) beträgt ungefähr 100 mW/cm². Der Ein
fachheit halber sind Sonnensimulatoren so kalibriert, daß
die von ihnen abgestrahlte Energie so nahe wie möglich bei
100 mW/cm² liegt. Daher besteht die Maßnahme darin zu mes
sen, wieviel Energie von der Zelle erzeugt wird, wenn sie
beleuchtet wird.
Das Ausgangssignal einer Solarzelle kann wie folgt bestimmt
werden: VOC = Leerlaufspannung, Pmax = maximale Solarzellen
leistung und JSC = Kurzschlußstrom. Der Zellenwirkungsgrad
ist durch die Maximalmenge an Leistung bestimmt, die erzeug
bar ist, wobei es sich um die Leistung am Punkt maximaler
Leistung handelt. Während der Wandlungswirkungsgrad als Ver
hältnis der erzeugten zur auftreffenden Energie definiert
ist, kann er auch hinsichtlich der Leistung definiert wer
den. Der Wandlungswirkungsgrad einer Solarzelle kann wie
folgt bestimmt werden:
Wirkungsgrad (%) = (Pmax/Peinfallend) × 100
= (Pmax/100) × 100
= Pmax
Wirkungsgrad = Pmax = Vmax × Jmax
= VOC × JSC × FF.
= (Pmax/100) × 100
= Pmax
Wirkungsgrad = Pmax = Vmax × Jmax
= VOC × JSC × FF.
VOC ist die Leerlaufspannung, d. h. die Spannung, wie sie
erzeugt wird, wenn kein Strom von der Zelle gezogen wird
(die Zelle liegt an einem offenen Schaltkreis). Wenn die
Spannung an den Anschlüssen einer Autobatterie mit einem
Voltmeter gemessen wird, wird die Leerlaufspannung (etwas
über 12 V) gemessen.
JSC ist der Kurzschlußstrom, d. h. der Strom, der durch die
Zelle läuft, wenn sie kurzgeschlossen wird. Wenn der Wagen
heber auf die Anschlüsse einer Autobatterie gelegt wird,
läuft der Kurzschlußstrom (Hunderte von Ampère) durch ihn.
Kurzschlußströme bei Solarzellen sind viel kleiner und bei
weitem nicht so gefährlich.
FF ist das Verhältnis von Pmax zu VOC × JSC.
Der Wirkungsgrad ist tatsächlich wie folgt gegeben: Wir
kunsgrad = (Pmax/Peinfallend) × 100. Jedoch ist in der Pra
xis Peinfallend (Leistung des auf die Zelle treffenden
Lichts) auf 100 eingestellt, so daß der Wirkungsgrad Pmax
ist. Der Füllfaktor (FF) ist eine Zahl, die dazu verwendet
ist, den Wirkungsgrad in bezug auf die Leerlaufspannung VOC
und den Kurzschlußstrom (JSC) auszudrücken.
Während Silan und Wasserstoff die bevorzugten Ausgangsmate
rialien für beste Ergebnisse sind, existieren viele alterna
tive Ausgangsmaterialien für plasmaunterstützte chemische
Dampfniederschlagung (CVD) undotierter Legierungen von
a-Si:H und a-SiC:H. Der verdünnende Wasserstoff (H₂) kann
durch Deuterium (D) ersetzt werden, wobei das Verdünnungsgas
HD oder D₂ ist. Alternative Ausgangsmaterialien für Silan
(SiH₄), zusätzlich zu SiH₄ oder anstelle von SiH₄, können
durch die folgende allgemeine Formel wiedergegeben werden:
SiNH2N+2-MYM, wobei Si Silizium ist, H Wasserstoff oder Deu
terium ist, Y ein Halogen ist, z. B. Fluor (F), Chlor (Cl)
usw., N und M positive ganze Zahlen unter den Bedingungen
sind, daß N 1 und 2N+2-M 0 gelten. Zu Beispielen für
die obige Formel gehören die folgenden: Silan (SiH₄) mit
N = 1, M = 0, Disilan (Si₂H₆) mit N = 2, M = 0 SiF₄ (N = 1,
M = 4, Y = Fluor), SiHF₃ (N = 1, M = 3, Y = Fluor), Si₂H₄Cl
= 2, M = 4, Y = Chlor) Tetramethylsilan usw. Wenn alter
native Si-Ausgangsmaterialien verwendet werden, müssen die
optimalen oder bevorzugte Abscheidungsbedingungen einge
stellt werden.
Um hydriertes, amorphes Siliziumcarbid (a-SiC:H) abzuschei
den, existieren zahlreiche alternative Kohlenstoff-Ausgangs
materialien. Im allgemeinen können die üblichsten Kohlen
wasserstoff- oder Halogenkohlenwasserstoff-Verbindungen ver
wendet werden, z. B. CH₄, C₂H₂, C₂H₄, C₂H₆, CF₄, C₃H₈,
CDCl₃. Es können andere Kohlenstoff-Ausgangsmaterialien ver
wendet werden, die eingebaute Kohlenstoff-Silizium-Bildungen
enthalten, wie durch die Formel CHN(SiH₃)4-N ausdrückbar,
wobei N eine ganze Zahl im Bereich von 0 bis 4 ist, z. B.
CH₃SiH₃ (Methylsilan oder Silymethan), CH(SiH₃)₃ (Trisilyme
than). H in der zweiten Verbindung (SiH₃) in der obigen For
mel kann durch ein Halogen ersetzt werden, z. B. CH(SiF₃)₃.
Wenn zusätzlich zu Methan ((CH₄) oder anstelle desselben ein
alternatives Kohlenstoff-Ausgangsmaterial verwendet wird,
können die Abscheidungsparameter wie das H₂-Verdünnungsver
hältnis und die Leistungsdichte entsprechend eingestellt
werden. Im Prozeß werden Abscheidungsbedingungen hohen
Drucks, niedriger Temperatur und hoher Verdünnungsverhält
nisse verwendet, um stabile Solarzellen mit hohen Leerlauf
spannungen (VOC) und hohen Füllfaktoren (FF) zu erzielen.
Wünschenswerterweise kann das Fehlen deutlicher Mengen von
Kohlenstoffradikalen in amorphem Siliziumcarbid die Entste
hung mikrokristallinen Siliziums verbessern, wie dies eine
sehr hohe H₂-Verdünnung tun kann. Der Abscheidungsprozeß
kann auf die Abscheidung von a-Si:H oder anderer Materialien
unter Verwendung von plasmaunterstütztem CVD angewandt wer
den. Dieser Prozeß deckt direkte oder Plasma-CVD-Fernab
scheidung eines beliebigen Materials bei Bedingungen ähnlich
den oben beschriebenen ab. Die Abscheidungsparameter wie die
Leistungsdichte oder die elektrische Vorspannung können va
riiert werden, falls dies erwünscht ist. Der Prozeß ist
insbesondere von Nutzen, um mikrokristalline, a-Si:H und
a-SiC:H-Filme, Zellen und Solarmodule herzustellen. Durch
den erfindungsgemäßen Prozeß werden hervorragende Trans
porteigenschaften erzielt.
Eine erhöhte Wasserstoffverdünnung kann ein a-SiC:H-Material
mit großer Bandlücke verbessern. Der Prozeß sorgt auch für
eine bessere Bedeckung der Oberfläche durch Wasserstoff wäh
rend des Wachstums, um eine größere Oberflächenbeweglichkeit
von Wachstums-Vorläufermaterialien und eine bessere Wahr
scheinlichkeit einer Wasserstoffkompensation von Defekten zu
erzielen. Der Prozeß kann auch für folgendes sorgen: besse
re Mikrostruktur, gleichmäßigeres Wachstum und weniger
Ionenbeschuß der Wachstumsfläche.
Die erfindungsgemäßen Prozesse sorgen für eine relativ kurze
Keimbildungsperiode und eine kurze Auslösezeit für Mikro
kristallwachstum. Oberflächenbehandlung durch Plasmaätzen,
wie durch Abscheiden von Wasserstoffplasma, gemäß den erfin
dungsgemäßen Prozessen sorgt für gleichmäßig geätzte und ge
glättete Oberflächen ohne Beeinträchtigung der optischen und
elektrischen Eigenschaften und ohne daß das Aussehen eines
photovoltaischen Bauteils beeinträchtigt wird. Es wird davon
ausgegangen, daß durch Plasmaätzen die Oberfläche nicht
vollständig kristallisiert wird, sondern daß Wirkung als
Katalysator und Förderer zum Verbessern der Keimbildung und
des Wachstums von Mikrokristallen besteht.
Es existieren viele Vorteile hinsichtlich der Verwendung
photovoltaischer Bauteile mit mikrokristallinen Tunnelüber
gangsschichten, mikrokristallinen Rekombinationsübergangs
schichten oder dotierten mikrokristallinen Schichten, die
gemäß dem erfindungsgemäßen Prozeß auf Tunnelübergängen und
dotierten Schichten aus amorphem Silizium hergestellt wur
den:
- 1. Hervorragende elektrische Eigenschaften
- 2. Verbesserte Ohmsche Kontakte und Eigenschaften von Lei tungslöchern
- 3. Bessere Leitfähigkeit
- 4. Geringere Aktivierungsenergie
- 5. Näher an den Valenzbandenergien
- 6. Wirkungsvoller zum Errichten elektrischer Felder
- 7. Höhere Elektronenbeweglichkeit
- 8. Optisch transparenter
- 9. Größere Lichttransmission
- 10. Verbesserter Wandlungswirkungsgrad
- 11. Hervorragende Werte der Leerlaufspannung, des Füllfak tors und des Kurzschlußstroms.
Obwohl Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt und
beschrieben wurden, ist zu beachten, daß verschiedene Modi
fizierungen und Ersetzungen wie auch Umordnungen von Teilen,
Komponenten und Prozeßschritten vom Fachmann vorgenommen
werden können, ohne vom neuartigen Grundgedanken und vom
Schutzumfang der Erfindung abzuweichen.
Claims (50)
1. Verfahren zum Herstellen von Solarzellen mit mehreren
Übergängen, gekennzeichnet durch:
- - Herstellen einer ersten Solarzelle mit einer positiv do tierten p₁-Schicht, einer aktiven, eigenleitenden i₁-Schicht und einer negativ dotierten n₁-Schicht;
- - Herstellen einer zweiten Solarzelle mit einer positiv do tierten p₂-Schicht, einer aktiven, eigenleitenden i₂-Schicht und einer negativ dotierten n₂-Schicht;
- - wobei ein Tunnelübergang die erste Solarzelle mit der zweiten Solarzelle verbindet und er die negativ dotierte Schicht der einen der Solarzellen, die positiv dotierte Schicht der anderen Solarzelle und mindestens eine dazwi schenliegende Tunnelübergangsschicht aufweist, die zwischen der ersten und der zweiten Solarzelle angeordnet ist;
- - wobei die dazwischenliegende Tunnelübergangsschicht durch folgende Schritte hergestellt wird:
- - zunächst erfolgendes Plasmaätzen einer Oberfläche einer der dotierten Schichten im Tunnelübergang beim Fehlen des zuvor auf der Oberfläche abgeschiedenen Ausgangsmaterials; und
- - nachfolgende Keimbildung und Aufwachsen auf der geätzten Schicht zum Ausbilden einer mikrokristallinen Tunnelüber gangsschicht, wobei diese Vorgänge durch plasmaunterstützte chemische Dampfniederschlagung mit einem Dotierstoff und einem mit einem Verdünnungsmittel verdünnten Ausgangsmate rial erfolgen und sie erst beginnen, nachdem das Plasmaätzen der Oberfläche einer der dotierten Schichten erfolgte.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Plasmaätzen mit einem Plasmaätzmittel erfolgt, das aus
der aus Wasserstoff, Deuterium, HD, Helium und Argon beste
henden Gruppe ausgewählt ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Plasmaätzen mittels eines Wasserstoffplasmas beim Fehlen
von Silan erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Beschädigung der dotierten Schichten während des Plas
maätzens verhindert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
- - der Dotierstoff aus der aus einem negativen und einem po sitiven Dotierstoff bestehenden Gruppe ausgewählt wird, wo bei der negative Dotierstoff ein n-Dotierstoff ist, der aus der aus Phosphin (PH₃) und anderen Phosphor enthaltenden Verbindungen bestehenden Gruppe ausgewählt wird und wobei der positive Dotierstoff ein p-Dotierstoff ist, der aus der aus Diboran (B₂H₆), BF₃ und anderen Bor enthaltenden Verbin dungen bestehenden Gruppe ausgewählt wird;
- - das Ausgangsmaterial aus der aus Silan, Disilan, Tetrame
thylsilan, SiF₄, SiHF₃, SiH₂Cl₄, CHN(SiH₃)₄, wobei N eine
ganze Zahl im Bereich von 0 bis 3 ist, einem Ausgangsmate
rial auf Basis von Kohlenstoff, einem Ausgangsmaterial auf
Basis von Germanium und Verbindungen der allgemeinen Formel
SiNH2N+2-MYM bestehenden Gruppe ausgewählt wird, mit:
Si = Silizium
H = Wasserstoff oder Deuterium
Y = Halogen
N = positive, ganze Zahl 1
M = positive, ganze Zahl; und
2N+2-M 0; - - das Verdünnungsmittel aus der aus Wasserstoff, Deuterium und Kombinationen daraus bestehenden Gruppe ausgewählt wird; und
- - das Verdünnungsverhältnis des Verdünnungsmittels zum Aus gangsmaterial im Bereich von ungefähr 50 : 1 bis ungefähr 200 : 1 liegt.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die mikrokristalline Tunnelübergangsschicht aus der aus
einer mikrokristallinen p- und einer mikrokristallinen n-Schicht
bestehenden Gruppe ausgewählt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Tunnelübergangsschicht eine n-dotierte Schicht, eine
mikrokristalline n-Tunnelübergangsschicht, eine mikrokris
talline p-Tunnelübergangsschicht und eine p-dotierte Schicht
aufweist.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens eine der Solarzellen aus der aus pin-Solarzellen
und nip-Solarzellen bestehenden Gruppe ausgewählt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß:
- - mindestens eine der Schichten in einer der Solarzellen aus hydriertem, amorphem Silizium besteht, das aus der aus amor phem Siliziumcarbid, amorphem Siliziumgermanid und amorphem Silizium bestehenden Gruppe ausgewählt wird; und
- - die mikrokristalline Schicht aus der aus mikrokristallinem Siliziumcarbid, mikrokristallinem Siliziumgermanid und mi krokristallinem Silizium bestehenden Gruppe ausgewählt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die plasmaunterstützte Dampfniederschlagung aus der aus ka
thodischer DC-Glimmentladung, anodischer DC-Glimmentladung,
HF-Glimmentladung, VHF-Glimmentladung, AC-Glimmentladung und
Mikrowellen-Glimmentladung bestehenden Gruppe ausgewählt
wird.
11. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch folgen
de Schritte:
- - Abscheiden eines leitenden Oxids auf einem Substrat, wobei das leitende Oxid aus der aus Zinnoxid und Zinkoxid beste henden Gruppe ausgewählt wird und das Substrat aus der aus einem Glassubstrat, einem Substrat aus rostfreiem Stahl und einem Metallsubstrat bestehenden Gruppe ausgewählt wird;
- - eine der dotierten Schichten der ersten Solarzelle auf dem leitenden Oxid hergestellt wird; und
- - die Oberfläche einer elektrisch leitenden Platte auf eine der dotierten Schichten der zweiten Solarzelle aufgelegt wird, wobei die Platte aus mindestens einem Material be steht, das aus der aus Aluminium, Silber, Metall und anderen Leitern bestehenden Gruppe ausgewählt wird.
12. Verfahren zum Herstellen von Tandemsolarzellen mit meh
reren Übergängen durch plasmaunterstützte chemische Dampf
niederschlagung, gekennzeichnet durch die folgenden Schrit
te:
- - Abscheiden eines leitenden Oxids auf der Oberfläche eines lichtdurchlässigen, glasigen Substrats, das aus der aus durchsichtigem und durchscheinendem Glas bestehenden Gruppe ausgewählt wird, wobei das leitende Oxid aus der aus Zinn oxid und Zinkoxid bestehenden Gruppe ausgewählt wird;
- - Herstellen einer ersten pin-Solarzelle durch Abscheiden einer positiv dotierten p₁-Schicht auf dem leitenden Oxid, Abscheiden einer aktiven, eigenleitenden i₁-Schicht auf der p₁-Schicht und Abscheiden einer negativ dotierten n₁-Schicht auf der i₁-Schicht;
- - Behandeln der n₁-Schicht durch einen Wasserstoffplasma- Ätzvorgang beim Fehlen von Silan für eine Zeitspanne von un gefähr 150 bis ungefähr 750 Sekunden, wobei die Behandlung das Ätzen der n₁-Schicht ohne Beeinträchtigen der optischen und elektrischen Eigenschaften derselben umfaßt;
- - Herstellen einer mikrokristallinen Tunnelübergangsschicht durch Keimbildung auf der mit Wasserstoff behandelten n₁- Schicht mit einem negativ dotierten Wasserstoffplasma und einem Silizium enthaltenden Ausgangsmaterial, um eine nega tiv dotierte mikrokristalline Tunnelübergangsschicht µn mit einer Dicke von ungefähr 50 Å (10 Å = 1 nm) bis ungefähr 120 Å herzustellen, wobei die Keimbildung erst nach dem Was serstoffplasma-Ätzvorgang an der n₁-Schicht erfolgt;
- - Herstellen einer zweiten pin-Solarzelle durch Abscheiden einer positiv dotierten p₂-Schicht auf der mikrokristallinen Tunnelübergangsschicht mit der µn-Schicht, Abscheiden einer aktiven, eigenleitenden i₂-Schicht auf der p₂-Schicht und Abscheiden einer negativ dotierten n₂-Schicht auf der i₂- Schicht;
- - Anordnen einer Rückseitenplatte auf der n₂-Schicht, wobei diese Rückseitenplatte aus mindestens einem Material be steht, das aus der aus Aluminium, Silber, Metall und anderen Leitern bestehenden Gruppe ausgewählt wird; und
- - die erste pin-Solarzelle mittels eines mikrokristallinen Tunnelübergangs, der aus der n₁-Schicht, der µn-Schicht und der p₂-Schicht besteht, mit der zweiten pin-Solarzelle ver bunden wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß
- - die mikrokristalline Tunnelübergangsschicht aus einer mi krokristallinen Verbund-Tunnelübergangsschicht besteht, die die mikrokristalline Tunnelübergangsschicht µn und eine mi krokristalline Tunnelübergangsschicht µp enthält, wobei die erstere zwischen der n₁-Schicht und der letzteren abgeschie den wird und die letztere zwischen der µn-Schicht und der p₂-Schicht abgeschieden wird; und
- - die mikrokristalline Tunnelübergangsschicht µp dadurch hergestellt wird, daß die mikrokristalline Tunnelübergangs schicht µn einem positiv dotierten Wasserstoffplasma und einem Silizium enthaltenden Ausgangsmaterial ausgesetzt wird, um die mikrokristalline Tunnelübergangsschicht µp auf der mikrokristallinen Tunnelübergangsschicht µn herzustel len.
14. Verfahren nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch das
Beschichten eines Teils der Rückseitenplatte mit einem lei
tenden Oxid, das auf der aus Zinnoxid und Zinkoxid bestehen
den Gruppe ausgewählt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß
- - die plasmaunterstützte chemische Dampfniederschlagung der mikrokristallinen Tunnelübergangsschicht das Zuführen eines Ausgangsmaterials umfaßt, das mit einem Verdünnungsmittel im Verdünnungsverhältnis des Verdünnungsmittels zum Aus gangsmaterial im Verhältnis von ungefähr 50 : 1 bis ungefähr 200 : 1 verdünn wird, wobei das Verdünnungsmittel aus der aus Wasserstoff, Deuterium und Kombinationen derselben bestehen den Gruppe ausgewählt wird;
- - das Ausgangsmaterial aus der aus Silan, Disilan, Tetrame
thylsilan, SiF₄, SiHF₃, SiH₂Cl₄, CHN(SiH₃)₄, wobei N eine
ganze Zahl im Bereich von 0 bis 3 ist, einem Ausgangsmate
rial auf Basis von Kohlenstoff, einem Ausgangsmaterial auf
Basis von Germanium und Verbindungen der allgemeinen Formel
SiNH2N+2-MYM bestehenden Gruppe ausgewählt wird, mit:
Si = Silizium
H = Wasserstoff oder Deuterium
y = Halogen
N = positive, ganze Zahl 1
M = positive, ganze Zahl; und
2N+2-M 0;
wobei die n₁- und die n₂-Schicht durch plasmaunterstützte chemische Dampfniederschlagung mit einem n-Dotierstoff her gestellt werden, der aus der aus Phosphin (PH₃) und anderen Phosphor enthaltenden Verbindungen bestehenden Gruppe ausge wählt wird; und - - die p₁- und die p₂-Schicht durch plasmaunterstützte chemi sche Dampfniederschlagung mit einem p-Dotierstoff herge stellt werden, der aus der aus Diboran (B₂H₆), BF₃ und ande ren Bor enthaltenden Verbindungen ausgewählt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die plasmaunterstützte chemische Dampfniederschlagung
der mikrokristallinen Tunnelübergangsschicht eine Gleich
spannungs- oder Hochspannungs-Glimmentladung unter den fol
genden Bedingungen umfaßt:
- - Temperatur des Substrats im Bereich von 80°C bis ungefähr 300°C;
- - Druck im Bereich von ungefähr 0,5 bis ungefähr 5 Torr (1 Torr = 1,33 hPa); und
- - Leistungsdichte im Bereich von ungefähr 50 bis ungefähr 230 mW/cm².
17. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß
- - die i₁- und die i₂-Schicht aus einer aktiven, hydrierten Verbindung bestehen, die aus der aus amorphem hydriertem Silizium, amorphem hydriertem Siliziumcarbid und amorphem hydriertem Siliziumgermanid bestehenden Gruppe ausgewählt wird;
- - die aktive p₁- und p₂-Schicht aus einer p-dotierten hy drierten Verbindung bestehen, die aus der aus amorphem hy driertem Silizium, amorphem hydriertem Siliziumcarbid und amorphem hydriertem Siliziumgermanid bestehenden Gruppe aus gewählt wird; und
- - die aktive n₁- und n₂-Schicht aus einer n-dotierten hy drierten Verbindung bestehen, die aus der aus amorphem hy driertem Silizium, amorphem hydrierten Siliziumcarbid und amorphem hydriertem Siliziumgermanid bestehenden Gruppe aus gewählt wird.
18. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß
- - die Behandlung der n₁-Schicht durch einen Wasserstoffplas ma-Ätzvorgang für eine Zeitspanne von ungefähr 300 bis unge fähr 500 Sekunden erfolgt;
- - die negativ dotierte mikrokristalline Tunnelübergangs schicht µn eine Dicke von ungefähr 80 Å bis ungefähr 100 Å aufweist;
- - das Ausgangsmaterial Silan enthält und
- - die i₁- und die i₂-Schicht aus amorphem hydriertem Sili zium bestehen.
19. Photovoltaisches Solarzellen-Bauteil mit mehreren Über
gängen, gekennzeichnet durch:
- - eine erste Solarzelle mit einer positiv dotierten p₁- Schicht, einer aktiven eigenleitenden i₁-Schicht und einer negativ dotierten n₁-Schicht;
- - eine zweite Solarzelle mit einer positiv dotierten p₂- Schicht, einer aktiven, eigenleitenden i₂-Schicht und einer negativ dotierten n₂-Schicht;
- - einem Tunnelübergang, der einen Rekombinationsübergang bildet, der die erste Solarzelle mit der zweiten Solarzelle verbindet und die negativ dotierte Schicht mit der einen der Solarzellen, die positiv dotierte Schicht der anderen Solar zelle und mindestens eine dazwischenliegende mikrokristalli ne Tunnelübergangsschicht aufweist, die zwischen der ersten und zweiten Solarzelle liegt, wobei eine der dotierten Schichten im Tunnelübergang eine durch einen Plasmaätzvor gang bearbeitete Oberfläche aufweist, die benachbart zur da zwischenliegenden mikrokristallinen Tunnelübergangsschicht liegt.
20. Bauteil nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß
die durch Plasmaätzen bearbeitete Oberfläche eine Oberfläche
ist, die mittels Wasserstoff beim Fehlen von Silan geätzt
wurde.
21. Bauteil nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß
die mikrokristalline Tunnelübergangsschicht aus der aus
einer mikrokristallinen p- und einer mikrokristallinen n-Schicht
bestehenden Gruppe ausgewählt ist.
22. Bauteil nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß
die Tunnelübergangsschicht eine n-dotierte Schicht, eine
mikrokristalline n-Tunnelübergangsschicht, eine mikrokris
talline p-Tunnelübergangsschicht und eine p-dotierte Schicht
aufweist.
23. Bauteil nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens eine der Solarzellen aus der aus pin-Solarzellen
und nip-Solarzellen bestehenden Gruppe ausgewählt ist.
24. Bauteil nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß:
- - mindestens eine der Schichten in einer der Solarzellen aus hydriertem, amorphem Silizium besteht, das aus der aus amor phem Siliziumcarbid, amorphem Siliziumgermanid und amorphem Silizium bestehenden Gruppe ausgewählt ist; und
- - die mikrokristalline Schicht aus der aus mikrokristallinem Siliziumcarbid, mikrokristallinem Siliziumgermanid und mi krokristallinem Silizium bestehenden Gruppe ausgewählt ist.
25. Bauteil nach Anspruch 19, gekennzeichnet durch:
- - ein Substrat, das aus der aus einem Glassubstrat, einem Substrat aus rostfreiem Stahl und einem Metallsubstrat be stehenden Gruppe ausgewählt ist; und
- - ein leitendes Oxid auf dem Substrat, wobei das Substrat aus der aus Zinnoxid und Zinkoxid bestehenden Gruppe ausge wählt ist.
26. Photovoltaisches Bauteil in Form einer Tandemsolarzelle
mit mehreren Übergängen, gekennzeichnet durch:
- - ein lichtdurchlässiges, glasiges Substrat, das aus der aus durchsichtigem und durchscheinendem Glas bestehenden Gruppe ausgewählt ist und einen Oberflächenabschnitt aufweist;
- - ein leitendes Oxid auf dem Oberflächenabschnitt, das aus der aus Zinnoxid und Zinkoxid bestehenden Gruppe ausgewählt ist;
- - eine erste pin-Solarzelle mit einer positiv dotierten p₁- Schicht auf dem leitenden Oxid, einer aktiven, eigenleiten den i₁-Schicht auf der p₁-Schicht und einer negativ dotier ten amorphen n₁-Schicht auf der i₁-Schicht;
- - wobei die n₁-Schicht eine Oberfläche aufweist, die beim Fehlen von Silan mit einem Wasserstoffplasma so geätzt wur de, daß sie optische und elektrische Eigenschaften mit So larzellenqualität aufweist;
- - eine mikrokristalline Tunnelübergangsschicht mit einer ne gativ dotierten mikrokristallinen Tunnelübergangsschicht µn mit einer Dicke von ungefähr 50 Å bis ungefähr 120 Å auf der geätzten Oberfläche;
- - eine zweite pin-Solarzelle mit einer positiv dotierten p₂- Schicht auf der mikrokristallinen Tunnelübergangsschicht µn, einer aktiven, eigenleitenden i₂-Schicht auf der p₂-Schicht und einer negativ dotierten n₂-Schicht auf der i₂-Schicht;
- - einer Rückseitenplatte auf der n₂-Schicht, wobei diese Rückseitenplatte mindestens ein Material aufweist, das aus der aus Aluminium, Silber, Metall und anderen Leitern beste henden Gruppe ausgewählt ist; und
- - wobei die erste pin-Solarzelle mittels eines mikrokristal linen Übergangs mit der zweiten pin-Solarzelle verbunden ist, der aus der n₁-Schicht, der µn-Schicht auf der Plasma geätzten Oberfläche der n₁-Schicht und der p₂-Schicht auf der µn-Schicht besteht.
27. Bauteil nach Anspruch 26, gekennzeichnet durch:
- - ein leitendes Oxid auf einem Teil der Rückseitenplatte, das aus der aus Zinnoxid und Zinkoxid bestehenden Gruppe ausgewählt ist;
- - wobei die negativ dotierte mikrokristalline Tunnelüber gangsschicht µn eine Dicke von ungefähr 80 Å bis ungefähr 100 Å auf der geätzten Oberfläche aufweist.
28. Bauteil nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß:
- - mindestens eine der Schichten in einer der Solarzellen aus hydriertem, amorphem Silizium besteht, das aus der aus amor phem Siliziumcarbid, amorphem Siliziumgermanid und amorphem Silizium bestehenden Gruppe ausgewählt ist; und
- - die mikrokristalline Schicht aus der aus mikrokristallinem Siliziumcarbid, mikrokristallinem Siliziumgermanid und mi krokristallinem Silizium bestehenden Gruppe ausgewählt ist.
29. Bauteil nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß
- - die n₁-Schicht aus n-dotiertem amorphem Silizium besteht und
- - die mikrokristalline Tunnelübergangsschicht µn aus n-do tiertem mikrokristallinem Silizium besteht.
30. Bauteil nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß
die mikrokristalline Tunnelübergangsschicht aus einer mikro
kristallinen Verbundtunnelübergangsschicht besteht, die die
mikrokristalline Tunnelübergangsschicht µn und eine mikro
kristalline Tunnelübergangsschicht µp umfaßt, wobei die
erstere zwischen der n₁-Schicht und der letzteren liegt, und
die letztere zwischen der µn-Schicht und der p₂-Schicht
liegt.
31. Bauteil nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß
- - die n₁-Schicht aus n-dotiertem amorphem Silizium besteht;
- - die mikrokristalline Tunnelübergangsschicht µn aus n-do tiertem mikrokristallinem Silizium besteht, die mikrokris talline Tunnelübergangsschicht µp aus p-dotiertem mikrokris tallinem Silizium besteht und
- - die p₂-Schicht aus p-dotiertem amorphem Silizium besteht.
32. Verfahren zum Herstellen einer Solarzelle, gekennzeich
net durch die folgenden Schritte:
- - Herstellen von Solarzellen-Halbleiterschichten durch plas maunterstützte chemische Dampfniederschlagung mit einem durch ein Verdünnungsmittel verdünnten Ausgangsmaterial, wo bei die Solarzellen eine dotierte Schicht eines Leitungs typs, eine aktive, eigenleitende Schicht und eine dotierte Schicht vom entgegengesetzten Leitungstyp aufweisen;
- - Plasmaätzen einer Oberfläche der dotierten Schichten mit dem Verdünnungsmittel beim Fehlen des zuvor auf der Oberflä che abgeschiedenen Ausgangsmaterials; und
- - Ausführen eines Keimbildungs- und Aufwachsvorgangs einer Schicht eines mikrokristallinen Halbleitermaterials auf der Plasma-geätzten Schicht.
33. Verfahren nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet,
daß
- - die Plasma-geätzte Schicht aus einem amorphen Material be steht, das aus der aus amorphem Silizium, amorphem Silizium carbid und amorphem Siliziumgermanid bestehenden Gruppe aus gewählt wird; und
- - das mikrokristalline Material aus der aus mikrokristalli nem Silizium, mikrokristallinem Siliziumcarbid und mikro kristallinem Siliziumgermanid bestehenden Gruppe ausgewählt wird.
34. Verfahren nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet,
daß eine der dotierten Schichten aus dem mikrokristallinen
Material besteht.
35. Verfahren nach Anspruch 32, gekennzeichnet durch eine
Tunnelübergangsschicht, die auf eine der dotierten Schichten
aufgewachsen ist und die mikrokristalline Schicht enthält.
36. Verfahren nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet,
daß die Keimbildung und das Aufwachsen folgende Schritte
umfassen:
- - plasmaunterstützte chemische Dampfniederschlagung mit einem Dotierstoff und einem mit einem Verdünnungsmittel ver dünnten Ausgangsmaterial;
- - der Dotierstoff aus der aus einem negativen und einem po sitiven Dotierstoff bestehenden Gruppe ausgewählt wird, wo bei der negative Dotierstoff ein n-Dotierstoff ist, der aus der aus Phosphin (PH₃) und anderen Phosphor enthaltenden Verbindungen bestehenden Gruppe ausgewählt wird und wobei der positive Dotierstoff ein p-Dotierstoff ist, der aus der aus Diboran (B₂H₆), BF₃ und anderen Bor enthaltenden Verbin dungen bestehenden Gruppe ausgewählt wird;
- - das Ausgangsmaterial aus der aus Silan, Disilan, Tetrame
thylsilan, SiF₄, SiHF₃, SiH₂Cl₄, CHN(SiH₃)₄, wobei N eine
ganze Zahl im Bereich von 0 bis 3 ist, einem Ausgangsmate
rial auf Basis von Kohlenstoff, einem Ausgangsmaterial auf
Basis von Germanium und Verbindungen der allgemeinen Formel
SiNH2N+2-MYM bestehenden Gruppe ausgewählt wird, mit:
Si = Silizium
H = Wasserstoff oder Deuterium
Y = Halogen
N = positive, ganze Zahl 1
M = positive, ganze Zahl; und
2N+2-M 0; - - das Verdünnungsmittel aus der aus Wasserstoff, Deuterium und Kombinationen daraus bestehenden Gruppe ausgewählt wird; und
- - das Verdünnungsverhältnis des Verdünnungsmittels zum Aus gangsmaterial im Bereich von ungefähr 50 : 1 bis ungefähr 200 : 1 liegt.
37. Verfahren nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet,
daß die plasmaunterstützte Dampfniederschlagung aus der aus
kathodischer DC-Glimmentladung, anodischer DC-Glimmentla
dung, HF-Glimmentladung, VHF-Glimmentladung, AC-Glimmentla
dung und Mikrowellen-Glimmentladung bestehenden Gruppe aus
gewählt wird.
38. Verfahren zum Herstellen photovoltaischer Bauteile, ge
kennzeichnet durch die folgenden Schritte:
- - Herstellen von Solarzellen-Halbleiterschichten auf einem Substrat durch plasmaunterstütztes CVD mit einem durch ein Verdünnungsmittel verdünnten Ausgangsmaterial, wobei die So larzelle eine p-dotierte Schicht, eine aktive, eigenleitende amorphe i-Schicht und eine n-dotierte Schicht aufweist;
- - Plasmaätzen eines Oberflächenabschnitts der amorphen i-Schicht mit einem Ätzmittel, das aus der aus H₂, D₂, HD₂, Helium und Argon bestehenden Gruppe ausgewählt ist, während das zuvor auf dem Oberflächenabschnitt abgeschiedene Aus gangsmaterial fehlt, für ungefähr 150 bis ungefähr 750 Se kunden, ohne die optischen und elektrischen Eigenschaften der i-Schicht zu beeinträchtigen, was nach dem Plasmaätzen erfolgt; und
- - Keimbildung und Aufwachsen einer der dotierten Schichten angrenzend an den geätzten Oberflächenabschnitt der amorphen i-Schicht, um eine dotierte mikrokristalline Schicht mit einer Dicke von ungefähr 50 Å bis ungefähr 120 Å herzustel len.
39. Verfahren nach Anspruch 38, gekennzeichnet durch das
Herstellen von Tandemsolarzellen mit mehreren Übergängen mit
mindestens einer dotierten mikrokristallinen Schicht.
40. Verfahren nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet,
daß die plasmaunterstützte chemische Dampfniederschlagung
der mikrokristallinen Schicht eine Gleichspannungs- oder
Hochfrequenz-Glimmentladung unter den folgenden Bedingungen
umfaßt:
- - Temperatur des Substrats im Bereich von ungefähr 80°C bis ungefähr 300°C;
- - Druck im Bereich von ungefähr 0,5 bis ungefähr 5 Torr; und
- - Leistungsdichte im Bereich von ungefähr 50 bis ungefähr 230 mW/cm².
41. Verfahren nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet,
daß
- - die i-Schicht aus der aus amorphem Silizium, amorphem Si liziumcarbid und amorphem Siliziumgermanid bestehenden Grup pe ausgewählt wird und
- - die mikrokristalline Schicht aus der aus mikrokristallinem Silizium, mikrokristallinem Siliziumcarbid und mikrokristal linem Siliziumgermanid bestehenden Gruppe ausgewählt wird.
42. Verfahren nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet,
daß
- - die i-Schicht aus amorphem Silizium besteht;
- - die Oberfläche dieser i-Schicht aus amorphem Silizium für eine Zeitspanne von ungefähr 300 bis ungefähr 500 Sekunden mit einem Wasserstoff-Ätzmittel Plasma-geätzt wird; und
- - die n-dotierte Schicht durch Keimbildung und Wachstum er zeugt wird, um eine mikrokristalline n-Siliziumschicht mit einer Dicke von ungefähr 80 Å bis ungefähr 100 Å herzustel len.
43. Photovoltaisches Bauteil mit mindestens einer Solarzel
le, dadurch gekennzeichnet, daß diese Solarzelle folgendes
aufweist:
- - eine p-dotierte Schicht;
- - eine eigenleitende, amorphe i-Schicht und
- - eine n-dotierte Schicht;
- - wobei die i-Schicht eine Plasma-geätzte Oberfläche auf weist; und
- - wobei eine der dotierten Schichten eine dotierte mikro kristalline Schicht ist, die angrenzend an die Plasma-geätz te Fläche der i-Schicht liegt.
44. Bauteil nach Anspruch 43, dadurch gekennzeichnet, daß
die dotierte mikrokristalline Schicht eine Dicke von unge
fähr 50 Å bis ungefähr 120 Å aufweist.
45. Bauteil nach Anspruch 43, dadurch gekennzeichnet, daß
die geätzte Fläche eine Fläche ist, die durch ein Wasser
stoffplasma beim Fehlen von Silan so geätzt wurde, daß sie
optische und elektrische Eigenschaften von Solarzellenquali
tät aufweist.
46. Bauteil nach Anspruch 43, dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Solarzelle eine pin-Solarzelle ist;
- - die i-Schicht aus der aus amorphem Silizium, amorphem Si liziumcarbid und amorphem Siliziumgermanid bestehenden Grup pe ausgewählt ist und
- - die mikrokristalline Schicht aus der aus mikrokristallinem Silizium, mikrokristallinem Siliziumcarbid und mikrokristal linem Siliziumgermanid bestehenden Gruppe ausgewählt ist.
47. Bauteil nach Anspruch 43, gekennzeichnet durch:
- - ein Substrat, das aus der aus einem Glassubstrat, einem Substrat aus rostfreiem Stahl und einem Metallsubstrat be stehenden Gruppe ausgewählt ist; und
- - ein leitendes Oxid auf dem Substrat, wobei das Substrat aus der aus Zinnoxid und Zinkoxid bestehenden Gruppe ausge wählt ist.
48. Bauteil nach Anspruch 43, dadurch gekennzeichnet, daß
- - die i-Schicht aus amorphem Silizium besteht und
- - die n-dotierte Schicht aus einer mikrokristallinen Sili ziumschicht mit einer Dicke von ungefähr 80 Å bis ungefähr 100 Å besteht.
49. Bauteil nach Anspruch 48, dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Solarzelle auf einem lichtdurchlässigen, glasigen Sub strat angeordnet ist, das aus der aus durchsichtigem und durchscheinendem Glas bestehenden Gruppe ausgewählt ist und einen Oberflächenabschnitt aufweist; und
- - ein leitendes Oxid auf dem Oberflächenabschnitt abgeschie den ist, das aus der aus Zinnoxid und Zinkoxid bestehenden Gruppe ausgewählt ist.
50. Bauteil nach Anspruch 43, gekennzeichnet durch Tandem
solarzellen mit mehreren Übergängen mit mindestens einer
pin-Solarzelle, mindestens einer i-Schicht aus amorphem Si
lizium mit einer durch ein Wasserstoffplasma geätzten Ober
fläche und mindestens einer dotierten Schicht aus einer
mikrokristallinen n-Siliziumschicht mit einer Dicke von un
gefähr 80 Å bis ungefähr 100 Å.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US08/672,110 US5730808A (en) | 1996-06-27 | 1996-06-27 | Producing solar cells by surface preparation for accelerated nucleation of microcrystalline silicon on heterogeneous substrates |
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