DE19727583A1 - Vorrichtung zur Erfassung von Winkel-Lagezuordnungen eines mit Zähnen versehenen Drehteiles gegenüber einem anderen Drehteil - Google Patents
Vorrichtung zur Erfassung von Winkel-Lagezuordnungen eines mit Zähnen versehenen Drehteiles gegenüber einem anderen DrehteilInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erfassung
von Winkel-Lagezuordnungen eines mit Zähnen versehenen
Drehteiles gegenüber einem anderen Drehteil nach der
im Oberbegriff von Anspruch 1 näher definierten Art.
Eine Vorrichtung dieser Art ist aus der DE 23 22 367 A1
bekannt.
Bei einem Verbrennungsmotor ist es notwendig für die
Einspritzung und die Zündung die momentane Lage des
Kolbens zu kennen. Eine bekannte Methode hierfür ist
die Erfassung der Position des Kolbens über ein geson
dertes Inkrementrad, das an der Kurbelwelle angeordnet
ist. Bei einer Inkrementauswertung benötigt man einen
Anfangszustand. Dieser wird bei dem Inkrementrad durch
Zahnlücken erkannt. Theoretisch bestünde auch die Mög
lichkeit den Anlasserzahnkranz in gleicher Weise zu
verwenden, indem man entsprechende Zahnlücken am An
lasserzahnkranz vorsieht. Dies würde aber dessen Funk
tion stören, weshalb ein zusätzliches seitliches ange
brachtes Inkrementrad vorgesehen ist.
Aus der DE 23 22 367 A1 ist nun ein Drehzahl- und
Stellungsmeßfühler bekannt, der zwei Detektoren auf
weist, von denen der eine gegenüber den Zähnen eines
Anlasserzahnkranzes an dem Motor und der andere gegen
über radial verlaufenden Kerben in der Schwungscheibe
angeordnet ist. Über die Kerbe wird eine
Winkel-Lagezuordnung bzw. eine Erkennung des Totpunktes eines
Kolbens erreicht. Nachteilig dabei ist jedoch, daß
diese Ausgestaltung zu einem Mehraufwand bei der Her
stellung führt. Nachteilig ist weiterhin, daß bei die
sem Meßverfahren eine größere Schulterbreite von der
Schwungscheibe zu dem Anlasserzahnkranz benötig wird.
Aus der DE 22 28 985 A1 ist ein Verfahren zur numeri
schen Berechnung der Drehzahl eines Motors unter Ver
wendung der von umlaufenden Organen des Motors erzeug
ten elektrischen Impulse bekannt. Durch Aufnehmer, die
unmittelbar über den Zähnen eines Anlasserzahnkranzes
angeordnet sind, die durch Ansätze, die auf der
Schwungscheibe des Motors befestigt sind, aktiviert
werden, wird eine Winkelmessung des Motors erreicht.
Auch bei dieser Ausgestaltung ist ein höherer Mehrauf
wand und ein höherer Platzbedarf erforderlich.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde
eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaf
fen, durch die auf einfache Weise ohne großen Aufwand
und Platzbedarf Winkel-Lagezuordnungen eines mit Zäh
nen versehenen Drehteils gegenüber einem anderen Dreh
teil möglich sind.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im kenn
zeichnenden Teil von Anspruch 1 genannten Merkmale
gelöst.
Durch die erfindungsgemäße Maßnahme wird ein gesonder
tes Inkrementrad eingespart. Zusätzlich wird auf diese
Weise auch die Meßgenauigkeit größer, denn im Unter
schied zu Inkrementrädern, die im allgemeinen in einem
Bereich von 60 Zähnen liegen, besitzen Anlasserzahn
kränze im allgemeinen 140 oder mehr Zähne.
Im Vergleich zu Vorrichtungen, bei denen Kerben oder
Ansätze im Zusammenhang mit einem Anlasserzahnkranz
oder einer Schwungscheibe vorgesehen sind, ist die
erfindungsgemäße Vorrichtung einfacher und platzspa
render aufgebaut. Zum Erfassen von Winkel-Lage
zuordnungen ist es nämlich lediglich erforderlich ein
oder mehrere Zähne des Anlasserzahnkranzes durch eine
einfache Bearbeitung, die zu einer Breitenreduzierung
führt, zu kennzeichnen. Diese Breitenreduzierung kann
dann ebenfalls auf einfache Weise durch Sensoren er
faßt werden.
Die Erfindung ist nicht nur für die Erfassung der Po
sition einer Kurbelwelle geeignet, sondern grundsätz
lich auch zur Erfassung von Winkel-Lagezuordnungen von
zwei Drehteilen zueinander, wobei wenigstens eines der
Drehteile mit Zähnen versehen sein muß. So kann z. B.
die Winkel-Lagezuordnung von Zahnrädern in einem Ge
triebe mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung erfaßt
werden, um z. B. Schaltvorgänge zu vollziehen. Auf die
se Weise könnten gegebenenfalls Synchronringe entfal
len, wenn die Position der einzelnen Zähne zueinander
bekannt ist, so daß man dann gezielt Zahnräder ohne
einen vorangegangenen Synchronisiervorgang einrücken
könnte.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und aus
dem nachfolgend anhand der Zeichnung prinzipmäßig be
schriebenen Ausführungsbeispiel.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Anlasserzahnkranzes,
und
Fig. 2 eine Stirnansicht eines Anlasserzahnkranzes
mit Sensoren.
Ein Anlasserzahnkranz 1 weist in bekannter Weise eine
Vielzahl von Zähnen 2, z. B. 144, auf seinem Umfang
auf. Entsprechend einem geforderten Positionswinkel
werden nun z. B. zwei bestimmte Zähne 2a durch eine
mechanische Bearbeitung, z. B. durch Fräsen, in ihrer
Zahnbreite reduziert. Dabei kann eine Verringerung der
Zahnbreite um z. B. 2 bis 4 mm ausreichend sein, um
eine Inkrementauswertung zu ermöglichen. In der Fig. 1
sind prinzipmäßig entsprechende Aussparungen 3 darge
stellt, die bei einer Fräsbearbeitung entstehen.
Wie weiter aus der Fig. 1 ersichtlich ist, sind dabei
zwei Fräsbearbeitungen an dem Anlasserzahnkranz mit
entsprechend jeweils zwei Zähnen 2a mit reduzierter
Zahnbreite vorgesehen. Eine derartige winkelversetzte
Zahnbreitenverringerung erlaubt beliebige Winkelzuord
nungen auch bei zweifach Steuergerätekonzepten, wie
z. B. bei einem 12-Zylinder-Motor, bei dem zur Verein
fachung Steuergeräte von einem 6-Zylinder-Motor ver
wendet werden. In diesem Falle muß nämlich zweimal der
obere Totpunkt bzw. die entsprechende Position der
Kurbelwelle abgetastet werden. Im Normalfalle ist je
doch die zweite Fräsbearbeitung bzw. ein zweiter Satz
von Zähnen 2a mit reduzierter Breite nicht erforder
lich.
In der Fig. 2 sind in der oberen Hälfte zwei Sensoren
eingezeichnet, die als Hallsensoren 4 und 5 bekannter
Bauart ausgebildet sein können, und die die Zahnbrei
tenverringerung der Zähne 2a während der Rotation des
Anlasserzahnkranzes 1 in bekannter Weise erfassen und
entsprechend über Steuerleitungen (nicht dargestellt)
weitermelden.
Grundsätzlich reicht für eine Winkel-Lagezuordnung
eines Zahnpaares 2a ein Sensor, z. B. der Sensor 4 aus.
Möchte man jedoch eine Kompensation von Temperaturein
flüssen erreichen und eine Beeinflussung durch ein
Taumeln des Anlasserzahnkranzes 1 ausschalten, um eine
sehr hohe Genauigkeit zu erreichen, so kann man zu
sätzlich auf der anderen Seite des Anlasserzahnkran
zes 1 ebenfalls im äußeren Umfangsbereich und axial
versetzt zur Mittelachse des Anlasserzahnkranzes den
zweiten Sensor 5 anordnen. Durch den Sensor 5 können
dann Breitenunterschiede des Anlasserzahnkranzes durch
Temperaturunterschiede und Taumelbewegungen kompen
siert werden.
Sind zwei Winkel-Lagezuordnungen mit entsprechend zwei
Sätzen von Zähnen 2a mit reduzierter Breite vorgese
hen, wie in Fig. 1 angegeben, so dient in diesem Falle
der zweite Sensor 5 für den zweiten Satz Zähne 2a mit
reduzierter Breite. Dabei ist es selbstverständlich
erforderlich (damit jeweils nur die zugeordneten Zähne
2a von dem dazugehörigen Sensor erfaßt werden) daß die
Reduzierung der Zahnbreite auf unterschiedlichen Sei
ten vorgenommen wird. Wie ersichtlich, ist die Zahn
breitenreduzierung für die in der Zeichnung unteren
Zähne 2a auf der Seite des Sensors 5 und die Zahnbrei
tenreduzierung der in Zeichnung oberen Zähne 2a gegen
überliegend auf der Seite des Sensors 4 vorgesehen.
Anstelle von zwei axial neben dem Anlasserzahnkranz 1
angeordneten Sensoren 4 und/oder 5 kann auch ein Sen
sor 6 radial mit geringem Abstand über dem Umfang der
Zähne 2 bzw. 2a des Anlasserzahnkranzes 1 angeordnet
sein. Diese Anordnung benötigt zwar in radialer Rich
tung einen größeren Bauraum, andererseits ist bei die
ser Ausgestaltung kein zusätzlicher Bauraum in axialer
Richtung erforderlich.
Anstelle von Hallsensoren können selbstverständlich im
Rahmen der Erfindung auch andere Ausgestaltungen von
berührungslos arbeitenden Sensoren, wie z. B. auf in
duktiver Basis arbeitende Sensoren vorgesehen werden.
Die Anzahl der Zähne 2a, die eine reduzierte Breite
zur Messung aufweisen, richtet sich nach der Empfind
lichkeit der Sensoren 4, 5, 6. Gegebenenfalls reicht
ein einziger Zahn 2a mit reduzierter Breite aus.
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Erfassung von Winkel-Lage
zuordnungen eines mit Zähnen versehenen Drehteiles
gegenüber einem anderen Drehteil, insbesondere ei
nes Anlasserzahnkranzes gegenüber einer Kurbelwel
le eines Verbrennungsmotores, wobei an dem Dreh
teil, an dem die Winkel-Lagezuordnung erfaßt wer
den soll, wenigstens eine Markierungseinrichtung
vorgesehen ist, die von wenigstens einem Sensor
abtastbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Markierungseinrichtung durch wenigstens einen
Zahn (2a) des Drehteiles (1) gebildet ist, dessen
Zahnbreite geringer ist, als die der übrigen Zähne
(2)
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die verringerte Zahnbreite des wenigstens einen
Zahnes (2a) durch einen in radialer Richtung wir
kenden Sensor (6) erfaßt ist, wobei der Sensor (6)
als berührungsloser Sensor über dem Umfang des
Drehteiles (1) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die verringerte Zahnbreite des wenigstens einen
Zahnes (2a) durch wenigstens einen axial wirkenden
Sensor (4, 5) erfaßt ist, wobei der wenigstens eine
Sensor als berührungsloser Sensor (4, 5) ausgebil
det ist, der auf einer Seite des Drehteiles (1) im
äußeren Umfangsbereich angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
auf beiden Seiten des Drehteiles (1) wenigstens
ein Annäherungssensor (4, 5) im äußeren Umfangsbe
reich des Drehteiles (1) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Erfassung von zwei verschiedenen
Winkel-Lagezuordnungen zwei Sensoren (4, 6) an unter
schiedlichen Umfangsstellen des Drehteiles (1) an
geordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Sensoren als Hallsensoren (4, 5, 6) ausgebildet
sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997127583 DE19727583A1 (de) | 1997-06-28 | 1997-06-28 | Vorrichtung zur Erfassung von Winkel-Lagezuordnungen eines mit Zähnen versehenen Drehteiles gegenüber einem anderen Drehteil |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1997127583 DE19727583A1 (de) | 1997-06-28 | 1997-06-28 | Vorrichtung zur Erfassung von Winkel-Lagezuordnungen eines mit Zähnen versehenen Drehteiles gegenüber einem anderen Drehteil |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19727583A1 true DE19727583A1 (de) | 1998-06-18 |
Family
ID=7833971
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1997127583 Withdrawn DE19727583A1 (de) | 1997-06-28 | 1997-06-28 | Vorrichtung zur Erfassung von Winkel-Lagezuordnungen eines mit Zähnen versehenen Drehteiles gegenüber einem anderen Drehteil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19727583A1 (de) |
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1997
- 1997-06-28 DE DE1997127583 patent/DE19727583A1/de not_active Withdrawn
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