DE19727481B4 - Anordnung an einem Spuler - Google Patents
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Abstract
Anordnung
an einem Spuler, die zum Drehen einer im Spuler angebrachten Rolle
(1) beim Abspulen eines faserigen oder bandartigen Materials (3)
von der Rolle für
einen Prozess im Zusammenhang mit der Behandlung der Faser oder
des Bands, oder beim Aufspulen des faserigen oder bandartigen Materials
(3) auf die Rolle angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die
Anordnung ein mit der Rolle (1) rotierendes Greif- und Abschneidemittel
(6) aufweist, das dazu dient, eine Faser oder ein Band (3), das
im Prozess abgerissen ist, zu fangen und neben der Rolle (1) abzuschneiden,
und somit das Ablaufen und Verwickeln der Rolle (1) beim Abspulen
oder das Peitschen des Endes der Faser oder des Bands beim Aufspulen
zu verhindern.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Anordnung an einem Spuler, die zum Drehen einer im Spuler angebrachten Rolle beim Abspulen eines faserigen oder bandartigen Materials von der Rolle für einen Prozess im Zusammenhang mit der Behandlung der Faser oder des Bands oder beim Aufspulen des faserigen oder bandartigen Materials auf die Rolle angeordnet ist.
- Die oben erwähnten Anordnungen sind heutzutage weit verbreitet, besonders bei der Behandlung von optischen Fibern, Streifen und ähnlichen Produkten. Spuler und damit verbundene Anordnungen werden z.B. beim Beschichten von Fasern verwendet. Als Beispiele für Beschichtung lassen sich das Färben von optischen Fasern oder die Herstellung einer Oberflächenschicht auf einer Primärbeschichtung erwähnen. Die Fasern können natürlich auch andere als optische Fasern sein.
- Der Stand der Technik weist jedoch einige Nachteile auf, insbesondere beim Abspulen. Beim Abspulen von faserigem oder bandartigem Material besteht ein Problem nämlich oft darin, dass beim Abreißen der Faser oder des Bands in dem der Rolle nachfolgenden Prozess die Rolle ablaufen und sich verwickeln kann. Dies resultiert in Materialverlust, und schlimmstenfalls muss auf die gesamte Materialmenge verzichtet werden; jedenfalls verursacht eine solche Situation zeitaufwendige Auflösearbeit. Beim Aufspulen werden Probleme entsprechend durch das Peitschen des Endes der Faser oder des Bands nach dem Abreißen verursacht.
- Im Zusammenhang mit dem Stand der Technik wurde die Spule oder die Rolle schnell gebremst, damit der Materialverlust möglichst klein wäre. Die Gefahr einer schnellen Bremsung besteht jedoch darin, dass die verschiedenen Wicklungsschichten sich im Verhältnis zu einander bewegen, woraus ein Verlust der gesamten auf der Rolle bzw. Spule befindlichen Materialmenge resultieren kann.
- Aus dem Dokument
DE 22 12 505 A ist es bekannt, zum Wechseln von Rollen einen hohlzylindrischen Schutzkörper über eine bewickelte Rolle zu stülpen und mit dieser einen auf die Rolle aufgewickelten Draht einzufangen. Dieser Draht kann dann mit einer gesondert ansteuerbaren Schnittvorrichtung erfasst und abgeschnitten werden. - Aus dem Dokument
DE 20 14 793 A ist es bekannt, mittels feststehenden Greifern einen auf eine rotierende Rolle aufgewickelten oder von dieser abgewickelten Draht zu ergreifen und in der Folge festzuklemmen. Der Greifer kann gemäß einem Ausführungsbeispiel von diesem Stand der Technik auch relativ zu der Rolle zwischen einer Greifposition und einer Freigabeposition verschwenkt werden. - Aus dem Dokument
DE 24 49 911 B2 ist es bekannt, eine Rinnenanordnung relativ zu einer Rolle in eine Greifposition zu verschwenken. Diese Rinnenanordnung ist derart ausgebildet, dass sie einen auf eine Rolle aufgewickelten oder von dieser abgewickelten Draht nach einem unbeabsichtigten Bruch einfängt und innerhalb einer Rinnenbahn führt. - Schließlich ist aus der
DE 41 39 824 C1 eine Anordnung bekannt, die mit Schutzstangen versehen ist, so dass bei Aufwickeln eines Kabels auf eine Rolle oder beim Abwickeln des Kabels von der Rolle im Falle eines unbeabsichtigten Kabelbruches das Kabel an den Schutzstangen anschlagen und somit ein unkontrolliertes Herumschlagen des Kabels in der Umgebung der Anordnung verhindert werden kann. - Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zu schaffen, mittels deren die Nachteile der bekannten Lösungen eliminiert werden können.
- Diese Aufgabe wird durch eine erfindungsgemäße Anordnung gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Anordnung ein mit der Rolle rotierendes Greif- und Abschneidemittel aufweist, das dazu dient, eine Faser oder ein Band, das im Prozess abgerissen ist, zu fangen und neben der Rolle abzuschneiden, und somit das Ablaufen und Verwickeln der Rolle beim Abspulen oder das Peitschen eines Endes der Faser oder des Bands beim Aufspulen zu verhindern.
- Ein Vorteil der Erfindung ist vor allem ihre Einfachheit, weshalb sie sich auch leicht in Betrieb nehmen läßt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß der Materialverlust möglichst klein bleibt, da die Rolle bzw. die Spule sich nicht verwickeln kann und der Materialverlust ausschließlich aus der im Prozeß befindlichen Länge besteht. Die Probleme, die früher im Zusammenhang mit dem Peitschen des Endes der Faser oder des Bands vorgekommen sind, sind auch völlig eliminiert.
- Im folgenden wird die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungsfiguren näher erläutert; dabei zeigen
-
1 eine prinzipielle Seitenansicht einer Vorrichtung, die für die Beschichtung einer Faser verwendet wird, wobei die Vorrichtung einen Spuler aufweist, der zum Auf- oder Abspulen einer Faser verwendet wird, -
2 eine prinzipielle Ansicht eines Details des Spulers gemäß1 , -
3 das Detail A der2 in größerem Maßstab. -
1 stellt im Prinzip die Vorrichtung dar, bei der die erfindungsgemäße Anordnung verwendet wird. Das Bezugszeichen1 bezieht sich auf eine Ausgaberolle, d.h. die Rolle, aus der eine Faser oder ein Band in eine Beschichtungsphase geführt wird, und das Bezugszeichen2 stellt entsprechend eine Aufnahmerolle dar, d.h. die Rolle, auf die die beschichtete Faser gewickelt wird. Die Faser bzw. das Band wird in der1 im allgemeinen mit dem Bezugszeichen3 bezeichnet. Vorrichtungen, mittels deren die Faser beschichtet wird, sind in der Figur im allgemeinen mit4 bezeichnet. Vorrichtungen, die beim Härten der Beschichtung verwendet werden, werden entsprechend mit dem Bezugszeichen5 bezeichnet. Den Vorrichtungen5 sind u.a. UV-Lampen zuzurechnen. - Die oben dargestellten Vorrichtungen und Mittel stellen den Stand der Technik dar, weshalb sie in diesem Zusammenhang nicht näher erläutert werden.
- Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf einen Spuler, der zum Drehen einer im Spuler angebrachten Rolle beim Abspulen eines faserigen oder bandartigen Materials
3 von der Rolle für einen Prozeß im Zusammenhang mit der Behandlung der Faser oder des Bands, oder beim Aufspulen des faserigen oder bandartigen Materials auf die Rolle angeordnet ist. Die2 zeigt eine Ausgaberolle1 und einen daran angeordneten Spuler senkrecht zur Richtung der Rotationsachse der Rolle betrachtet. Die Flansche der Rolle1 sind in der2 mit dem Bezugszeichen1a bezeichnet. - Gemäß der Grundidee der Erfindung weist die Anordnung ein mit der Rolle rotierendes Greif- und Abschneidemittel auf, das dazu dient, eine Faser oder ein Band
3 , das im Prozeß abgerissen ist, zu fangen und neben der Rolle1 abzuschneiden, und somit das Ablaufen und Verwickeln der Rolle1 oder das Peitschen des Endes der Faser oder des Bands3 zu verhindern. Bei der Anordnung der Erfindung wird also die Faser oder das Band3 von dem mit der Rolle1 rotierenden Fangmittel d.h. dem Greif- und Abschneidemittel6 auf eine Art und Weise ergriffen, und abgeschnitten, daß die Rolle bzw. die Spule sich nicht beim Abspulen verwickeln kann und der Materialverlust möglichst klein bleibt, d.h. nur die im Prozeß befindliche Länge verlorengeht. Beim Aufspulen wird entsprechend das früher problematische Peitschen des Endes der Faser oder des Bands verhindert, da die Faser oder das Band neben der Rolle abgeschnitten wird. - In der Ausführungsform gemäß den Figuren besteht das mit der Rolle
1 rotierende Greif- und Abschneidemittel6 aus einem am Flansch1a angeordneten länglichen Arm7 , an dessen freiem Ende sich eine Rille8 befindet. Die Faser oder das Band3 , das von der Rolle abläuft, wird beim Abreissen im Prozeß von der Rille8 erfaßt, wobei die Faser oder das Band zugleich neben der Rolle abgeschnitten wird, wie oben festgestellt wurde. Die oben erläuterte Struktur ist besonders deutlich aus der3 ersichtlich. - Wenn eine mit einer beweglichen Rolle ausgestattete Lösung verwendet wird, wird ein Schlitten
9 beim Abreissen der Faser möglichst schnell zum entgegengesetzten Ende geführt, wobei die Faser3 das mit der Rolle1 rotierende Greif- und Abschneidemittel6 trifft, das die Faser sowohl ergreift als auch neben der Rolle abschneidet. Wird ein mit einer festen Rolle ausgestatteter Spuler verwendet, so kann die Faser beim Abreissen im Prozeß dem mit der Rolle1 rotierenden Greif- und Abschneidemittel mit Hilfe eines beweglichen Hebelglieds o.ä. zugeführt werden. Das Hebelglied dient in diesem Fall dazu, die Faser beim Abreissen im Prozeß zu ergreifen und die Faser dem mit der Rolle1 rotierenden Greif- und Abschneidemittel zuzuführen. - Die oben erläuterten Ausführungsbeispiele sollen keineswegs dazu dienen, die Erfindung auf irgendeine Weise zu beschränken, sondern die Er findung kann völlig frei im Rahmen der Patentansprüche modifiziert werden. Somit ist es klar, daß die Anordnung der Erfindung oder ihre Einzelheiten den gezeigten Lösungen nicht notwendigerweise genau zu entsprechen brauchen, sondern auch andere Lösungen möglich sind.
Claims (4)
- Anordnung an einem Spuler, die zum Drehen einer im Spuler angebrachten Rolle (
1 ) beim Abspulen eines faserigen oder bandartigen Materials (3 ) von der Rolle für einen Prozess im Zusammenhang mit der Behandlung der Faser oder des Bands, oder beim Aufspulen des faserigen oder bandartigen Materials (3 ) auf die Rolle angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung ein mit der Rolle (1 ) rotierendes Greif- und Abschneidemittel (6 ) aufweist, das dazu dient, eine Faser oder ein Band (3 ), das im Prozess abgerissen ist, zu fangen und neben der Rolle (1 ) abzuschneiden, und somit das Ablaufen und Verwickeln der Rolle (1 ) beim Abspulen oder das Peitschen des Endes der Faser oder des Bands beim Aufspulen zu verhindern. - Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mit der Rolle (
1 ) rotierende Greif- und Abschneidemittel (6 ) ein an einem Flansch der Rolle angeordneter länglicher Arm (7 ) ist, an dessen freiem Ende sich eine Rille (8 ) befindet, die so angeordnet ist, dass die von der Rolle (1 ) ablaufende Faser oder das Band (3 ) von der Rille erfasst wird, wobei die Rille die Faser oder das Band (3 ) zugleich abschneidet. - Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Faser oder das Band (
3 ) derart angeordnet ist, dass sie oder es dem mit der Rolle (1 ) rotierenden Greif- und Abschneidemittel (6 ) derart zugeführt wird, dass ein Schlitten (9 ), an dem die Rolle (1 ) befestigt ist, mit einer schnellen Bewegung von einem Ende der Rolle (1 ) zu deren entgegengesetzten Ende geführt wird, wobei die Faser oder das Band das Greif- und Abschneidemittel (6 ) trifft. - Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Faser oder das Band (
3 ) derart angeordnet ist, dass sie oder es dem mit der Rolle (1 ) rotierenden Greif- und Abschneidemittel (6 ) mittels eines beweglichen Hebelglieds zugeführt wird.
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