DE19726391A1 - Hybridkabel mit zentraler Leitung und Zusatzleitern - Google Patents
Hybridkabel mit zentraler Leitung und ZusatzleiternInfo
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- H01B11/00—Communication cables or conductors
- H01B11/18—Coaxial cables; Analogous cables having more than one inner conductor within a common outer conductor
- H01B11/1891—Coaxial cables; Analogous cables having more than one inner conductor within a common outer conductor comprising auxiliary conductors
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Hybridkabel gemäß dem
Oberbegriff des Anspruches 1.
Häufig ist es notwendig, ein Kabel mit vorgegebenem
Aufbau, beispielsweise eine Koaxialleitung, mit
Zusatzleitern zu kombinieren. Die Zusatzleiter lassen
sich im Fall einer zentralen Signalleitung u. a. zur
Spannungsversorgung eines Endgerätes oder eines
Zwischenverstärkers oder als weitere Signalleitungen
nutzen. Anwendungsbeispiele sind das Anschlußkabel einer
Satelliten-Empfangsantenne mit low-noise-biconverter, bei
der sowohl eine Spannungsversorgung als auch die
Signalübertragung notwendig ist, oder Koaxialkabelnetze
für Fernsehprogramme, bei denen zusätzliche
Signalleitungen gleichzeitig einen Telefonanschluß der
Nutzer ermöglichen.
Die einfachste Möglichkeit zur Herstellung eines
derartigen Hybridkabels besteht im Stande der Technik
darin, zusätzliche Adern in den Mantel der zentralen
Leitung einzubringen. Bei einer geringen Zahl von
Zusatzleitern weicht in diesem Fall jedoch der
Querschnitt des entstehenden Hybridkabels in seiner
Gestalt vom vorteilhaften, meist runden Querschnitt des
zentralen Leiters ab, so daß sich Lagerung und Handhabung
erschweren. Zudem steigt die Gesamtquerschnittsfläche des
Hybridkabels in Folge der Anforderungen an Querschnitt
und Isolation der Zusatzleiter deutlich und
gegebenenfalls asymmetrisch an. Auch ein aus der
Offenlegungsschrift DE 37 33 747 bekanntes Koaxialkabel,
mit dem sich mehrere Signale potentialgetrennt mittels
Zusatzleitungen übertragen lassen, weist einen
aufwendigen Aufbau und einen vergleichsweisen großen
Durchmesser auf. Die Verlegung mehrerer einzelner Kabel
verbietet sich schließlich bereits aufgrund des hohen
Aufwandes.
Vor diesem Hintergrund hat sich die Erfindung die
Entwicklung eines Hybridkabels zur Aufgabe gestellt, bei
dem die Gestalt des Gesamtquerschnittes der
Querschnittsgestalt des zentralen Leiters entspricht und
das eine minimale Gesamtquerschnittsfläche aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Der Kerngedanke der Erfindung besteht darin, die
Zusatzleiter schichtförmig auszubilden und die
Schichtfläche parallel zur Oberfläche der zentralen
Leitung auszurichten. Vorzugsweise liegen die
schichtförmigen Leiter flach auf der Oberfläche der
zentralen Leitung auf und sind unterhalb des Kabelmantels
angeordnet; somit sind die Schichten meist gekrümmt.
Aufgrund der schichtförmigen Gestalt besitzen die
Zusatzleiter bei vorgegebenem Querschnitt eine minimale
Dicke, so daß der Gesamtquerschnitt des Hybridkabels
minimiert wird und die Querschnittsgestalt weitgehend mit
der der zentralen Leitung übereinstimmt. Insbesondere
läßt sich durch einen symmetrischen Querschnitt des
Hybridkabels seine einfache Handhabung und Lagerung
erreichen. Bevorzugt enthält das Hybridkabel zumindest
zwei Zusatzleiter, um von der zentralen Leitung
vollständig getrennte Stromkreise zu ermöglichen. Die
Herstellung des Hybridkabels erfolgt vorzugsweise derart,
daß die Zusatzleiter vor oder während der Extrusion des
Mantels auf die Oberfläche der zentralen Leitung
aufgelegt werden. Somit ist eine einfache und preiswerte
Fertigung möglich.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
erfolgt die Anordnung der Zusatzleiter so, daß ein
einzelner Zusatzleiter den zentralen Leiter lediglich auf
einem Abschnitt seines Umfangs, beispielsweise einem
Halb- oder Viertelkreis, also an der Mantelfläche eines
Sektors umschließt. Auf diese Weise ist es möglich,
sämtliche Zusatzleiter in gleichem und konstantem Abstand
von der Achse des zentralen Leiters anzuordnen. Bei einer
größeren Zahl von zusätzlichen Leitern ist ihre Anordnung
auch einander überdeckend, z. B. in mehreren Lagen
denkbar.
Insbesondere Metallfolien, etwa aus Aluminium oder
Kupfer, sind als Zusatzleiter zweckmäßig und ermöglichen
die preiswerte Herstellung des Hybridkabels.
Um den Kontakt untereinander oder mit einem blanken
Außenleiter der zentralen Leitung zu vermeiden, weisen
die Zusatzleiter auf zumindest einer Oberfläche eine
Isolation auf. Somit lassen sie sich mit ihrer Isolation
ohne elektrischen Kontakt unmittelbar aufeinander oder
auf die zentrale Leitung auflegen. Bevorzugt bestehen die
Zusatzleiter daher aus einer beschichteten Trägerfolie
oder einer Verbundfolie mit einer Metallschicht und einer
Schicht eines Isolators, etwa eines Kunststoffes.
Grenzen die Ränder benachbarter Zusatzleiter aneinander
an, besteht im Fall lediglich einseitiger Isolation die
Gefahr eines elektrischen Kontaktes. Zur Vermeidung wird
vorgeschlagen, die achsparallelen Ränder der Zusatzleiter
derart zu falzen, daß die Isolation auf der Außenseite
des Falzes angeordnet ist. Damit lassen sich die
Zusatzleiter auch bei preisgünstiger einseitiger
Isolation auf Stoß isoliert aneinanderlegen.
Eine isolierende Folie zwischen der zentralen Leitung und
den Zusatzleitern ist als Alternative oder Ergänzung
einer Isolation durch Beschichtung geeignet.
Anschlüsse zu den Zusatzleitern lassen sich durch
Klemmkontakte herstellen. Die Klemmkontakte werden
entweder nach Entfernung des Kabelmantels auf die
Oberfläche der Zusatzleiter aufgesetzt oder können den
Kabelmantel durchstoßen und die Zusatzleiter
kontaktieren.
Im nachfolgenden Beschreibungsteil wird ein
Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der
prinzipienhaften Zeichnung näher erläutert.
Sie zeigt
Fig. 1: Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes
Hybridkabel, senkrecht zur Kabelachse,
Fig. 2: vergrößerte Darstellung des Randes eines
Zusatzleiters.
Der zentrale Bereich des Hybridkabels wird auf bekannte
Weise von einer Koaxialleitung gebildet, die aus einem
Innenleiter 1, einem Außenleiter 2 sowie dem dazwischen
befindlichen Dielektrikum 3 besteht. Außenseitig ist das
Hybridkabel durch einen Kabelmantel 4 umschlossen.
Zwischen dem Außenleiter 2 der zentralen Koaxialleitung
und dem Kabelmantel 4 befinden sich zwei schichtförmige
Zusatzleiter 5, 6, die flach auf dem Außenleiter 2
aufliegen, so daß die Oberflächen des Außenleiters 2 und
der Zusatzleiter 5, 6 parallel zueinander ausgerichtet
sind. Jeder Zusatzleiter 5, 6 umschließt den Außenleiter
2, also die zentrale Leitung, jeweils auf einer Hälfte.
Fig. 2 zeigt den vergrößerten Querschnitt durch einen
Zusatzleiter 5 im Bereich eines seiner Ränder vor dem
Aufbringen des Kabelmantels 4. Der Zusatzleiter 5 besteht
aus einer Metallfolie 7, die auf der Seite des
Außenleiters 2 mit einer Isolation 8, vorzugsweise einer
Kunststoffschicht, versehen ist. Im Bereich seines Randes
9 ist der Zusatzleiter 5 in der Weise umgefalzt, daß sich
die Isolation 8 um den Rand 9 herum erstreckt. Damit wird
ein elektrischer Kontakt bei randseitiger Berührung
benachbarter Leiter 5, 6 vermieden. Eine Folie 10
verbessert die Isolation gegenüber dem Außenleiter 2.
Im Ergebnis entsteht auf diese Weise ein Hybridkabel, das
sich bei preiswerter Herstellung durch einen
vorteilhaften runden Querschnitt und geringen Durchmesser
auszeichnet.
Claims (9)
1. Hybridkabel mit einer zentralen Leitung,
insbesondere einer Koaxialleitung, und Zusatzleitern
(5, 6), die parallel zur zentralen Leitung
verlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Zusatzleiter (5, 6) schichtförmig sind und
- - die Schichtfläche parallel zur Oberfläche der zentralen Leitung ausgerichtet ist.
2. Hybridkabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die zentrale Leitung einen kreisrunden
Querschnitt aufweist.
3. Hybridkabel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Zusatzleiter (5, 6) die
zentrale Leitung sektorförmig umschließt.
4. Hybridkabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß Zusatzleiter (5, 6)
identische Abstände von der Achse der zentralen
Leitung aufweisen.
5. Hybridkabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Zusatzleiter (5, 6)
aus einer Metallfolie (7) besteht.
6. Hybridkabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Zusatzleiter (5, 6)
auf zumindest einer Oberfläche eine Isolation (8)
aufweist.
7. Hybridkabel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß achsenparallele Ränder (9) eines Zusatzleiters
(5, 6) gefalzt sind, wobei die Isolation (8) auf der
Außenseite des Falzes angeordnet ist.
8. Hybridkabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einem
Zusatzleiter (5, 6) und der zentralen Leitung eine
isolierende Folie (10) angeordnet ist.
9. Hybridkabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Hybridkabel mit
einem Klemmkontakt versehen ist, der die
Zusatzleiter (5, 6) kontaktiert.
Priority Applications (3)
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