DE19726942C2 - Werkzeugmaschine mit Bypass-Spülung - Google Patents
Werkzeugmaschine mit Bypass-SpülungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Werkzeugmaschine mit
einer Spindel, die eine Werkzeugaufnahme für Werkzeughalter
aufweist, einer Werkzeugwechselvorrichtung zum Überführen der
Werkzeughalter zwischen deren jeweiliger Magazinposition und
einer Arbeitsposition in der Werkzeugaufnahme, und einer Innen
kühlung, die durch einen längs durch die Spindel verlaufenden
Innenkanal einem in die Werkzeugaufnahme eingespannten Werk
zeughalter Kühlmittel zuführt, um ein im Einsatz befindliches
Werkzeug zu durchspülen, wobei zumindest ein Spülkanal vorgese
hen ist, dessen zumindest eine Auslaßöffnung im Bereich der
Werkzeugaufnahme angeordnet ist.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Betreiben einer
derartigen Werkzeugmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruches
10.
Eine Werkzeugmaschine der vorstehend genannten Art ist aus der
DE 84 34 433 U bekannt.
Die bekannte Werkzeugmaschine weist eine in einem Spindel
gehäuse drehbar gelagerte Spindel auf, an deren Stirnseite zen
trisch eine Aufnahme für Werkzeughalter vorgesehen ist.
Derartige Werkzeughalter sind in der Regel genormt, sie weisen
einen Steilkegel auf, der komplementär zu der Werkzeugaufnahme
in der Spindel ausgebildet ist. An den Steilkegel schließt sich
nach unten ein verdickter Bund an, an dem eine Greifernut vor
gesehen ist. Unterhalb des Bundes verläuft ein Halteschaft, in
dem Werkzeuge befestigt werden können.
Beim Einspannen des Werkzeughalters in die Spindel gelangt der
Steilkegel in Anlage mit einer konischen Innenfläche der Werk
zeugaufnahme, wobei für das Einspannen des Werkzeughalters eine
Spannvorrichtung vorgesehen ist, die auf an sich bekannte Weise
arbeitet.
Die bekannte Werkzeugmaschine umfaßt eine Innenkühlung mit ei
nem längs durch die Spindel verlaufenden Innenkanal, der im Be
reich der Spannvorrichtung über einen Drehverteiler in Zuführ
leitungen mündet, die durch die Spindel zu deren Stirnseite
laufen und dort mit Kanälen in Eingriff gelangen, die oben auf
dem verdickten Bund des Werkzeughalters münden. Diese Kanäle
führen durch den Werkzeughalter in das von ihm getragene Werk
zeug, um dieses im Betrieb zu kühlen und zu durchspülen. Die
Innenkühlung kann auf Druckluft umgeschaltet werden, um das be
arbeitete Werkstück abzublasen.
Ferner ist eine Spülvorrichtung vorgesehen, die außermittige
Spülkanäle in einer Spannstange der Spannvorrichtung umfaßt,
wobei diese Spülkanäle über Ringkanäle mit einer zentral in die
Werkzeugaufnahme mündenden Bohrung in Verbindung stehen. Die
Spülvorrichtung leitet durch dieses System ein Säuberungsmit
tel, durch das die Werkzeugaufnahme beim Werkzeugwechsel gerei
nigt werden kann. In Abhängigkeit von der axialen Lage der
Spannstange wird eine Zufuhr des Säuberungsmittels möglich, wo
bei im ausgekuppelten Zustand eine Querbohrung in der Spann
stange fluchtend mit einer Versorgungsbohrung im Gehäuse ist,
die wiederum mit einer Säuberungsmittelquelle in Verbindung
steht.
Durch konstruktiv aufwendige Maßnahmen wird sichergestellt, daß
kein Kühlmittel in die Werkzeugaufnahme hineingelangt.
Statt der Steilkegel können auch Kegel-Hohlschäfte vorgesehen
sein, die mit einer oberen Öffnung versehen sind, durch die die
Zangensegmente und die Spannstange eines Spannsystems in das
Innere des Kegel-Hohlschaftes eingreifen, um diesen in die
Werkzeugaufnahme einzuziehen. Die Plananlage zwischen Spindel
und Werkzeughalter erfolgt hier nicht vorrangig über die koni
sche Außenfläche des Kegel-Hohlschaftes, sondern über eine nach
oben weisende Ringfläche des verdickten Bundes, die mit einer
Anlagefläche an der Stirnseite der Spindel in Plananlage kommt,
wenn der Werkzeughalter in die Werkzeugaufnahme eingezogen
wird.
In der Spannstange verläuft zentrisch ein Innenkanal, der mit
einer Innenkühlung der Werkzeugmaschine verbunden ist. An ihrem
unteren Ende weist die Spannzange einen verdickten Spannzapfen
auf, in dem eine nach unten offene Bohrung vorgesehen ist, in
die der Innenkanal mündet. Zugeordnet befindet sich innen in
einem Kegel-Hohlschaft ein Kühlmittelröhrchen, das in die Bohrung
des Spannzapfens eingreift, wenn dieser beim Einspannen
eines Werkzeughalters in den Kegel-Hohlschaft hineingelangt.
Das Kühlmittelröhrchen ist mit einer Innenbohrung versehen, die
zu dem eingespannten Werkzeug führt.
Wenn der Werkzeughalter mit dem Kegel-Hohlschaft in die Werk
zeugaufnahme eingespannt ist, kann folglich Kühlmittel durch
den Innenkanal in der Spannzange sowie die Innenbohrung in dem
Kühlmittelröhrchen zu dem Werkzeug gelangen, um dieses von in
nen zu kühlen und gleichzeitig Späne abzuspülen.
Bei einer der Anmelderin bekannten Werkzeugmaschine ist an dem
Spindelgehäuse eine die Spindel umgebende Hülse vorgesehen, die
relativ zu der Längsachse der Spindel verfahren werden kann. An
der Hülse ist eine Werkzeugwechselvorrichtung angeordnet, die
eine Anzahl von Werkzeugwechslern umfaßt, von denen jeder einen
wie oben beschriebenen Werkzeughalter trägt. Jeder Werkzeug
wechsler ist mit einer Greiferhand ausgestattet, die den Werk
zeughalter an der Greifernut erfaßt. Die Greiferhand wiederum
ist an zwei Greiferarmen gelagert, die eine Paralle
logrammführung bilden. Einer der Greiferarme ist mit einer An
triebseinheit aus Zylinder und Kolbenstange verbunden, wobei
durch das Aus- und Einfahren der Kolbenstange die Greiferhand
und damit der von ihr getragene Werkzeughalter von der Magazin
position in die Arbeitsposition in der Spindel bzw. von der Ar
beitsposition zurück in die Magazinposition überführt wird.
Durch eine Längsverschiebung der Hülse und damit des Werkzeug
wechslers zu der Spindel wird der Steilkegel bzw. der Kegel-
Hohlschaft in die Werkzeugaufnahme eingeschoben bzw. aus ihr
zurückgezogen.
In der Magazinposition sind die Werkzeughalter mit ihren Steil
kegeln oder Kegel-Hohlschäften in Köcher eingeführt, die die
Werkzeughalter vor Verschmutzung schützen.
Es ist bekannt, daß bei der Bearbeitung eines Werkstückes mit
dem Werkzeug, das von dem jeweils in die Werkzeugaufnahme der
Spindel eingespannten Werkzeughalter getragen wird, bei der in
soweit beschriebenen Werkzeugmaschine der Arbeitsbereich mit
Kühlmittel gespült wird, um zum einen das Werkstück zu kühlen
und zum anderen die bei der Bearbeitung entstehenden Späne aus
dem Arbeitsbereich des jeweiligen Werkzeuges wegzuspülen und
ferner Späne vom Werkzeug und dessen Werkzeughalter zu entfer
nen. Wie es allgemein bekannt ist, erfolgt dieses Spülen im Be
reich der Spindel nur während der Bearbeitung des Werkstückes,
während des Werkzeugwechsels ist aus offensichtlichen Gründen
keine Spülung erforderlich.
Unterstützend zu dieser "Außenspülung" ist bei der bekannten
Werkzeugmaschine noch die oben besprochene Innenkühlung vorge
sehen, durch die das Werkzeug von innen gekühlt wird, um eine
Überhitzung sowie die damit verbundenen Probleme des im Ein
griff befindlichen Werkzeuges zu vermeiden. Diese Innenkühlung
ist aus offensichtlichen Gründen nur eingeschaltet, wenn das
Werkzeug im Einsatz ist.
Es hat sich nun herausgestellt, daß offenbar wegen unzu
reichender Außenspülung dennoch Späne an dem Steilkegel bzw.
Kegel-Hohlschaft hängenbleiben, die in der Magazinstellung des
jeweiligen Werkzeughalters an der äußeren Konusfläche und/oder
an der Ringfläche des verdickten Bundes antrocknen. Bei dem
nächsten Einspannen eines derart verschmutzten Werkzeughalters
in die Werkzeugaufnahme der Spindel kommt es dann insbesondere
bei Werkzeughaltern mit Kegel-Hohlschaft zu Fehlern bei der
Plananlage, so daß das Werkzeug nicht zentrisch und fluchtend
zu der Spindelachse eingespannt wird.
Aus diesen Gründen ist es erforderlich, insbesondere bei Werk
zeughaltern mit Kegel-Hohlschaft relativ häufig Wartungs
arbeiten durchzuführen, um Bearbeitungsfehler durch infolge der
Verschmutzung mit Spänen nicht korrekt eingespannte Werkzeug
halter zu vermeiden. Ferner müssen relativ häufig Werkzeug
halter und Spindeln ausgetauscht werden, weil die an dem Werk
zeughalter verbleibenden Späne sich in die Anlageflächen ein
drücken, was auf Dauer ein lagegenaues Einspannen von Werkzeug
haltern auch dann verhindert, wenn die Anlageflächen später
wieder spänefrei sind.
Derartige Probleme sind aus dem Stand der Technik bereits seit
längerem bekannt. So gibt es Werkzeugmaschinen, bei denen durch
eine Bohrung in der Längsachse der Spindel Luft zugeführt wird,
um die Werkzeugaufnahme vor dem Einkuppeln eines neuen Steilke
gels auszublasen. Aus der DE 33 20 873 A1 ist in diesem Zusam
menhang eine Ausblasanordnung bekannt, bei der die Werkzeugauf
nahme der Spindel in jeder beliebigen Drehstellung der Spindel
ausgeblasen werden kann. Hierzu ist an der Spindel eine äußere
Ringnut vorgesehen, von der Kanäle quer durch die Spindel in
die Werkzeugaufnahme hinein verlaufen. In dem Spindelgehäuse
ist eine zugeordnete Ringnut vorgesehen, die von außen mit
Druckluft versorgt wird. Über die beiden Ringnuten und die
Querbohrung gelangt so von außen Druckluft in den oberen Be
reich der Werkzeugaufnahme oberhalb der Innenkegelfläche.
Eine vergleichbare Konstruktion ist aus der EP 0 417 549 B1 be
kannt, wo der Kanal jedoch in dem oberen Drittel der Innen
kegelfläche mündet.
Die DE 26 32 228 A1 offenbart ebenfalls eine vergleichbare Kon
struktion, dort münden jedoch gleich mehrere Kanäle über den
Umfang verteilt in der Kegelfläche, und zwar an ihrem unteren
Ende. Die Kanäle verlaufen schräg nach unten und innen zur
Spindelachse, wobei durch diese schräge Anordnung nicht nur die
Werkzeugaufnahme ausgeblasen, sondern auch der Steilkegel abge
blasen werden soll. Die Neigung der Kanäle ist dabei so ge
wählt, daß der Steilkegel weit vor Erreichen der Öffnung der
Werkzeugaufnahme abgeblasen wird, so daß die abgeblasenen Späne
nicht in die Werkzeugaufnahme gelangen können.
Bei allen drei insoweit beschriebenen Werkzeugmaschinen wird
Druckluft seitlich durch das Spindelgehäuse und von dort über
eine entsprechende Anordnung von Kanälen und Ringnuten in die
Spindel geleitet. Sämtliche Werkzeugmaschinen sind für den Ein
satz mit Werkzeughaltern mit Steilkegel ausgelegt und benötigen
eine gesonderte Druckluftzufuhr, die beim Einkuppeln bzw. Ein
spannen eines Werkzeughalters entsprechend angesteuert werden
muß.
Die gesondert zu steuernde und bereitzustellende Luftzufuhr
bzw. Säuberungsmittelzufuhr stellt bei dem Stand der Technik
einen zusätzlichen Kostenfaktor dar und erfordert weiteren Kon
struktionsaufwand, was allgemein von Nachteil ist. Ferner wurde
festgestellt, daß z. B. das Abblasen teilweise nicht effektiv
genug ist, es bleiben immer noch Späne am Werkzeughalter haften,
insbesondere wenn sie infolge angetrockneten Kühlmittels
dort sozusagen verklebt sind.
Aus der JP 4-45653 U ist ferner eine Werkzeugmaschine bekannt,
bei der außen am Spindelgehäuse eine Zuleitung für ein Spül
mittel vorgesehen ist, das im Bereich der Werkzeugaufnahme in
einer oder mehreren zentrisch angeordneten Öffnungen mündet,
durch die das Spülmittel auf den Kegel des Werkzeughalters ge
richtet werden kann.
Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
die eingangs genannte Werkzeugmaschine und das eingangs genann
te Verfahren so weiterzubilden, daß auf konstruktiv einfache
Weise ein effektiveres Entfernen von Spänen von dem Werkzeug
halter erreicht wird.
Bei der eingangs genannten Werkzeugmaschine wird diese Aufgabe
erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Ferner wird diese Aufgabe erfindungsgemäß bei dem eingangs ge
nannten Verfahren durch die Merkmale des Anspruches 10 gelöst.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird auf diese Wei
se vollkommen gelöst. Hinsichtlich des neuen Verfahrens haben
die Erfinder der vorliegenden Anmeldung erkannt, daß ein Abspü
len des Werkzeughalters mit Kühlmittel während des Einkuppelns
trotz des erhöhten Kühlmittelverbrauchs einen signifikanten
Vorteil gegenüber dem Abblasen mit Druckluft mit sich bringt.
Durch das Kühlmittel werden nämlich die angetrockneten Späne
wieder abgelöst, das getrocknete Kühlmittel gibt so die an ihm
haftenden Späne wieder frei. Durch reines Abblasen mit Druck
luft wäre dies nicht möglich.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die sowieso an der be
kannten Werkzeugmaschine vorhandene Steuerung für die Innenküh
lung verwendet werden kann, um das Abspülen während des Einkup
pelns zu bewirken. Konstruktiv muß die bekannte Werkzeugmaschi
ne also nicht verändert werden, um ein effektives Entfernen von
Spänen zu erreichen. Dieses Spülen entfernt nun aber nicht nur
Späne von dem gerade unter der Werkzeugaufnahme befindlichen
Werkzeughalter, vielmehr wird durch den hohen Druck, mit dem
das Kühlmittel gefördert wird, auch die Werkzeugaufnahme innen
gereinigt. Das Kühlmittel tritt nämlich unten an dem Spannzap
fen aus, wird teilweise
von dem Werkzeughalter zurück in die Werkzeugaufnahme
reflektiert und entfernt dort ggf. anhaftende Späne.
Eine weitere Steigerung der Effizienz wird erreicht, indem
die Werkzeugmaschine erfindungsgemäß weitergebildet wird,
also sozusagen einen Bypass aufweist, so daß während des Ein
wechselns durch die Innenkühlung auch Kühlmittel über den
Spülkanal geführt wird, wobei die Auslaßöffnung geeignet ge
legt werden kann, so daß sozusagen ein doppelter Kühl
mittelangriff auf den einzuwechselnden Werkzeughalter er
folgt. Die Auslaßöffnung kann z. B. im Spindelgehäuse seitlich
neben der Werkzeugaufnahme sitzen.
Der höhere Kühlmittelverbrauch, der durch das ggf. nur kurz
fristige Einschalten der Innenkühlung während des Überführens
eines Werkzeughalters in seine Arbeitsposition erfolgt, wird
durch die längeren Standzeiten mehr als kompensiert, die sich
jetzt bei der Werkzeugaufnahme und den Werkzeughaltern er
geben, da diese nicht mehr durch klebengebliebene Späne be
schädigt werden. Ein weiterer Vorteil des neuen Verfahrens
sowie der neuen Werkzeugmaschine liegt selbstverständlich
darin, daß wegen der effektiv entfernten Späne eine sehr ge
naue Plananlage erreicht wird, was die Bearbeitungs
genauigkeit deutlich erhöht, so daß die Wartungsintervalle
verlängert werden können.
In einer Weiterbildung der neuen Werkzeugmaschine ist bevor
zugt, wenn der Spülkanal in der Spindel verläuft, wobei die
Auslaßöffnung vorzugsweise in einer Stirnseite der Spindel
liegt.
Hier ist von Vorteil, daß die aus dem Stand der Technik bei
der Druckluft bekannten Abdichtprobleme zwischen dem Spindel
gehäuse und der drehbaren Spindel vermieden werden. Außerdem
ist diese Anordnung konstruktiv sehr einfach, es ist
lediglich erforderlich, den Innenkanal in der Spindel
seitlich anzubohren und diesen Kanal dann nach unten zu der
Stirnseite der Spindel zu führen. Im einfachsten Fall sind
also lediglich zwei Bohrungen erforderlich, um den Bypass zu
ermöglichen. Selbstverständlich können viele Spülkanäle
umfänglich gleichverteilt in der Spindel vorgesehen werden,
so daß eine entsprechende Anzahl von Auslaßöffnungen um die
Werkzeugaufnahme herum angeordnet ist. Die dort dann
austretenden Spülstrahlen treffen beim Einwechseln des
Werkzeughalters dann sowohl auf die Außenkegelfläche als auch
auf den verdickten Bund.
Dabei ist es dann bevorzugt, wenn die Werkzeugaufnahme für
Werkzeughalter mit Hohlschaftkegel (HSK) ausgebildet ist, wo
bei an der Stirnseite eine Anlagefläche vorgesehen ist, die
bei in die Werkzeugaufnahme eingespanntem HSK-Werkzeughalter
mit dessen Ringfläche in Plananlage ist, wodurch der HSK-
Werkzeughalter lagegenau positioniert wird, und wenn die Aus
laßöffnung in der Anlagefläche liegt.
Hier ist von Vorteil, daß zum einen ein zielgenaues Abspülen
der Ringfläche sowie durch zurückspritzendes Kühlmittel auch
der Anlagefläche möglich ist. Ferner werden die verschiedenen
Auslaßöffnungen sozusagen automatisch verschlossen, wenn näm
lich die Anlagefläche und die Ringfläche miteinander in
Plananlage sind. Damit ist sichergestellt, daß beim späteren
Einsatz der Innenkühlung der Bypass verschlossen ist, so daß
der Kühlmitteldruck ausreicht, um Kühlmittel durch das Werk
zeug zu drücken. Da die Position eines HSK-Werkzeughalters
durch die Plananlage zwischen Anlagefläche und Ringfläche be
stimmt wird, ermöglicht die genannte Ausgestaltung der neuen
Werkzeugmaschine ein effektives Entfernen der Späne genau
dort, wo sie besonders stören würden.
Weiter ist es bevorzugt, wenn in der Spindel zum auto
matischen Einspannen von Werkzeughaltern eine Spannvor
richtung vorgesehen ist, die eine koaxial zu der Spindel in
einer Innenbohrung längsverschieblich angeordnete Spannstange
umfaßt, die von dem Innenkanal in Längsrichtung durchsetzt
ist und mit einem Kühlmittelröhrchen eines Werkzeughalters
bei dessen Einspannen in Eingriff gelangt, so daß dieser
durch den Innenkanal mit Kühlmittel versorgt wird.
Diese Maßnahme verbindet die an sich bekannte Innenkühlung
mit Übergabe mittels eines Kühlmittelröhrchens an das zu
kühlende Werkzeug auf konstruktiv einfache Weise mit dem
Bypass infolge des Spülkanals. Ein weiterer Vorteil besteht
darin, daß sich beim Einspannen, also dann, wenn das Kühl
mittelröhrchen in die Spannstange eingreift, dort allmählich
ein zunehmender Gegendruck aufbaut, der durch die kleinen
Bohrungen in dem Werkzeug bedingt ist, in das das Kühlmittel
hineingepreßt wird. Durch diesen Gegendruck wird jetzt immer
mehr Kühlmittel unter immer höherem Druck aus den Auslaß
öffnungen ausgestoßen, wodurch ein immer stärkeres und damit
sehr effektives Abblasen sowohl der Ringfläche als auch der
Anlagefläche erfolgt, bis bei Plananlage zwischen Anlage
fläche und Ringfläche die Auslaßöffnungen verschlossen
werden.
In einer Weiterbildung ist es bevorzugt, wenn in der
Spannstange zumindest eine in den Innenkanal mündende Quer
bohrung vorgesehen ist, die mit einem in der Spindel vor
gesehenen, zu der Innenbohrung offenen Übergaberaum zusammen
wirkt, in den der Spülkanal mündet, wobei vorzugsweise der
Übergaberaum ein Ringraum ist, der sich um die Spannstange
herum erstreckt, wobei ferner vorzugsweise oberhalb und
unterhalb des Ringraumes in der Innenbohrung Dichtungen vor
gesehen sind, die zwischen der Spannstange und der Spindel
sitzen.
Diese Maßnahmen sind konstruktiv von Vorteil, sie ermöglichen
eine einfache Übergabe des Kühlmittels von der längsverschieb
lichen Spannstange in die radial zu der Spannstange abgehenden
Spülkanäle, wobei durch die beiden Dichtungen eine einfache Ab
dichtung nach oben und nach unten erfolgt. Diese Dichtungen be
einträchtigen die Funktion der Spannvorrichtung nicht, denn bei
einem Werkzeugwechsel wird die Spannstange lediglich einmal um
einen gewissen Hub nach unten gefahren, um das gerade einge
spannte Werkzeug zu lösen, und dann beim Einspannen des neuen
Werkzeuges um diesen Hub wieder zurückgezogen.
Weiter ist es noch bevorzugt, wenn der Abstand der beiden Dich
tungen in Längsrichtung der Spannstange größer ist als ein von
der Spannstange beim Einspannen eines Werkzeughalters durchzu
führender Hub.
Hier ist von Vorteil, daß während des ganzen Hubes der Spann
stange der Innenkanal mit dem Spülkanal kommunizieren kann, so
daß während des gesamten Einspannvorganges eines neuen Werk
zeughalters dieser sowohl über den Innenkanal als auch über den
Spülkanal mit Spülmittel abgespült werden kann.
Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der Beschreibung und der
beigefügten Zeichnung.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dar
gestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher er
läutert. Es zeigen:
Fig. 1 in einer schematischen Seitenansicht und im Längs
schnitt eine Werkzeugmaschine, auf der das neue
Verfahren durchgeführt werden kann; und
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Weiterbildung der Werkzeug
maschine aus Fig. 1 im Bereich der Spindel, wobei
in einem schematischen Längsschnitt der untere Teil
der Spindel sowie darunter ein HSK-Werkzeughalter
angedeutet sind.
In Fig. 1 ist schematisch eine Werkzeugmaschine 10 gezeigt,
die ein Spindelgehäuse 11 aufweist, in dem eine Spindel 12
drehbar gelagert ist.
Die Werkzeugmaschine 10 umfaßt eine Werkzeugwechsel
vorrichtung 13, die einen an dem Spindelgehäuse 11 höhenver
schiebbar angeordneten Wechslerkorb 14 umfaßt, der auch Hülse
genannt wird. An dem Wechslerkorb 14 sind mehrere Werkzeug
wechsler 15 vorgesehen, von denen in Fig. 1 zwei
schematisiert dargestellt sind.
Jeder Werkzeugwechsler 15 umfaßt ein Parallelogrammgestänge
16, das eine Greiferhand 17 trägt. In jeder Greiferhand 17
ist ein Werkzeughalter 18 angeordnet, an dem ein Werkzeug 19
befestigt ist, das jeweils nur schematisch dargestellt ist.
Der in Fig. 1 linke Werkzeugwechsler 15 hat den von ihm ge
tragenen Werkzeughalter 18 in dessen Magazinposition hoch
geschwenkt, während der rechte Werkzeugwechsler 15 den von
ihm gehaltenen Werkzeugwechsler 18 unter eine Werkzeug
aufnahme 20 geschwenkt hat, die in der Spindel 12 zentrisch
vorgesehen ist. Wird jetzt die Hülse 14 in Fig. 1 nach oben
geschoben, so gelangt der Werkzeughalter 18 in die Werkzeug
aufnahme 20 hinein und befindet sich dann in seiner Arbeits
position.
Bei der insoweit beschriebenen Werkzeugmaschine 10 ist eine
Innenkühlung 21 vorgesehen, die eine Pumpe 22 umfaßt, die aus
einem Kühlmittelbehälter 23 Kühlmittel durch eine Zuleitung
24 zu der Werkzeugmaschine 10 pumpt. In der Zuleitung 24 ist
noch ein Absperrschieber 25 vorgesehen, über den die Innen
kühlung 21 eingeschaltet bzw. ausgeschaltet wird.
An den Absperrschieber 25 schließt sich ein Innenkanal 26 an,
der die Spindel 12 zentrisch durchsetzt und unten in der
Werkzeugaufnahme 20 mündet, unter der in Fig. 1 der Werkzeug
halter 18 mit seinem Kegel 28 sitzt.
Wenn jetzt die Innenkühlung 21 durch Betätigen des Absperr
schiebers 25 eingeschaltet wird, so fließt Kühlmittel in
Richtung eines Pfeiles 29 durch den Innenkanal 26 und tritt
unten als Abspülstrahl 31 aus, der den Kegel 28 außen von an
haftenden Spänen befreit, bevor er in die Werkzeugaufnahme 20
eingespannt wird.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist der Kegel 28 ein
üblicher Steilkegel, der durch an sich bekannte Spannzangen
in die Werkzeugaufnahme 20 eingezogen wird, die aus Gründen
der Übersichtlichkeit in Fig. 1 nicht dargestellt sind. Wenn
der Werkzeughalter 18 in die Werkzeugaufnahme 20 eingespannt
ist, dann fließt das Kühlmittel von dem Innenkanal 26 in eine
Bohrung 32 des Werkzeughalters, von wo es sich durch kleine,
nicht dargestellte Kanäle in das Werkzeug 19 verteilt, um
dieses im Betrieb von innen zu kühlen.
Eine Werkzeugmaschine, wie sie in Fig. 1 gezeigt ist, be
findet sich auf dem der Öffentlichkeit nicht zugängigen
Werksgelände der Anmelderin.
Diese Werkzeugmaschine wird nun auf neue Weise beim Ein
wechseln eines Werkzeuges 18 so betrieben, daß die Innenkühlung
21 zumindest vorübergehend eingeschaltet wird, wenn
ein neuer Werkzeughalter 18 mit seinem Steilkegel 28 in die
Werkzeugaufnahme 20 eingesetzt wird. Der dabei entstehende
Abspülstrahl 31 reinigt zum einen die Werkzeugaufnahme 20 von
innen und spült zum anderen anhaftende Späne von der Außen
fläche des Kegels 28 sowie den verdickten Bund des Werkzeug
halters 18 ab.
In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ist eine Weiter
bildung der Werkzeugmaschine aus Fig. 1 gezeigt, wobei ledig
lich der untere Bereich der Spindel 12 sowie ein unter der
Spindel 12 angeordneter Hohlschaftkegel-Werkzeughalter 34
schematisch gezeigt sind. Dieser HSK-Werkzeughalter 34 weist
einen an sich bekannten Hohlschaftkegel 35 auf, der eine
konische Außenfläche 36 besitzt. Nach unten schließt sich an
dem Hohlschaftkegel 35 ein verdickter Bund 37 an, an dem
außen umlaufend eine Greifernut 38 vorgesehen ist, an der die
Greiferhand 17 (Fig. 1) in bekannter Weise angreift. Der ver
dickte Bund 37 weist eine nach oben zeigende Ringfläche 39
auf.
In seinem Inneren ist der Hohlschaftkegel 35 zunächst mit
einem Widerlager 40 versehen, wobei ferner zentrisch ein
Kühlmittelröhrchen 41 vorgesehen ist, in dem eine Durchgangs
bohrung 42 verläuft. Die Durchgangsbohrung 42 geht in die
schon aus Fig. 1 bekannte Bohrung 32 über, die sich zu dem
Werkzeug verzweigt. Ferner sind in Fig. 2 noch Ablauf
bohrungen 43 zu erkennen, durch die aus dem Inneren des Hohl
schaftkegels 35 Kühlmittel abgeführt wird.
Der insoweit beschriebene Hohlschaftkegel-Werkzeughalter 34
ist der Öffentlichkeit noch nicht zugänglich gemacht worden,
seine Entwicklung wurde bei der Anmelderin soeben erst abge
schlossen.
Komplementär zu der konischen Außenfläche 36 ist in der Werk
zeugaufnahme 20 eine Innenkegelfläche 45 vorgesehen. Die
Spindel 12 weist an ihrer Stirnseite 46 ferner eine Anlage
fläche 47 auf, die mit der Ringfläche 39 des verdickten
Bundes 37 in Plananlage gelangt und die Position des HSK-
Werkzeughalters 34 in der Spindel 12 bestimmt, wenn er durch
Spannzangen 48 einer an sich bekannten, automatischen Spann
vorrichtung 49 eingespannt wurde.
Die Spannvorrichtung 49 ist für HSK-Werkzeughalter 34 allge
mein bekannt, so daß die Spannzangen 48 nur andeutungsweise
gezeigt sind.
In einer Innenbohrung 50 der Spindel 12 verläuft eine Spann
stange 51, die an ihrem unteren Ende einen verdickten Spann
zapfen 52 trägt. In dem Spannzapfen 52 ist eine nach unten
offene, erweiterte Bohrung 53 vorgesehen, in deren äußerem
Bereich ein innerer Dichtring 54 angeordnet ist.
In Fig. 2 ist zu erkennen, daß der Innenkanal 26 zentrisch in
der Spannstange 51 verläuft und in die erweiterte Bohrung 53
mündet.
Oberhalb der Spannvorrichtung 49 sind zwischen Spindel 12 und
Spannstange 51 eine obere sowie eine untere Dichtung 56, 57
vorgesehen, die zueinander einen Abstand 58 haben und
zwischen sich einen zur Spannstange 51 hin offenen Ringraum
59 aufweisen, der in einer Wand der Innenbohrung 50 vorge
sehen ist und die Spannstange 51 umschließt.
In der Spannstange 51 sind mehrere Querbohrungen 61 vor
gesehen, von denen in Fig. 2 drei gezeigt sind. Von dem
Ringraum 59 erstrecken sich Spülkanäle 62 zunächst radial zur
Seite und dann nach unten, wo sie in Auslaßöffnungen 63 mün
den, die in der Anlagefläche 57 angeordnet sind und bei 65
angedeutete Spülstrahlen abgeben, wenn die Innenkühlung 21
(Fig. 1) eingeschaltet ist.
In der in Fig. 2 gezeigten Situation soll der HSK-Werkzeug
halter 34 in die Werkzeugaufnahme 20 eingespannt werden, wozu
er in Fig. 2 nach oben bewegt wird. Um mögliche Späne von der
konischen Außenfläche 36, der Ringfläche 39 sowie der Anlage
fläche 47 zu entfernen, wird während dieses Einspannvorgangs
die Innenkühlung 21 zumindest zeitweise eingeschaltet. Das
Kühlmittel strömt dabei in den Innenkanal 26 und tritt unten
aus dem Spannzapfen 52 als Abspülstrahl 31 aus, der bereits
aus Fig. 1 bekannt ist. Ein Teil des Kühlmittels gelangt über
die Querbohrungen 61 in den Ringraum 59 und von dort über die
Spülkanäle 62 zu den Auslaßöffnungen 63, wo es als Spül
strahlen 65 austritt. Diese Spülstrahlen 65 treffen wegen der
Lage der Auslaßöffnungen 63 in der Anlagefläche 47 genau auf
die Ringfläche 39, so daß sie diese effektiv von eventuell
anhaftenden Spänen befreien. Durch gestrichelte Pfeile 66 ist
hochspritzendes Kühlmittel bezeichnet, das die Anlagefläche
47 reinigt.
Beim Hochfahren des HSK-Werkzeughalters 34 in die Werkzeug
aufnahme 20 hinein gelangt zunächst Kühlmittel in den Innen
raum des HSK-Werkzeughalters 34, das jedoch durch die Ablauf
bohrungen 43 wieder abgeführt wird. Schließlich greift das
Kühlmittelröhrchen 41 mit seinem verdickten Kopf in den
Spannzapfen 52 ein, wobei der Dichtring 54 für eine gute Ab
dichtung zwischen Spannzapfen 52 und Kühlmittelröhrchen 41
sorgt. Je weiter sich das Kühlmittelröhrchen 41 dem Spann
zapfen 52 nähert und sich in diesen hineinschiebt, desto
größer wird der Gegendruck, den das Kühlmittel in dem Innen
kanal 26 erfährt. Dieser Gegendruck ist insbesondere durch
die feinen Bohrungen in dem zu durchspülenden Werkzeug be
dingt, die von der Bohrung 32 aus versorgt werden.
Dieser Gegendruck führt jetzt dazu, daß immer mehr Kühlmittel
unter immer höherem Druck in die Spülkanäle 62 gelangt, so
daß die Spülstrahlen 65 immer stärker werden, wodurch eine
immer bessere Reinigungswirkung erzielt wird.
Wenn der HSK-Werkzeughalter 34 schließlich ganz in die Werk
zeugaufnahme 20 eingeschoben wurde, greifen die Spannzangen
28 hinter die Widerlager 40 und ziehen die Ringfläche 39 in
Plananlage zu der Anlagefläche 47, wodurch die Position des
HSK-Werkzeughalters 34 bestimmt wird. In diesem Zusammenhang
wird dann die Spannstange 51 zurückgezogen, so daß sie mit
ihrem verdickten Spannzapfen 52 die Spannzangen 48 in be
kannter Weise nach außen drückt. Der Hub, den die Spannstange
51 dabei vollzieht, ist vorzugsweise geringer als der Abstand
58 der Dichtungen 56 und 57, so daß im Betrieb mit Innen
kühlung kein Kühlmittel zwischen Spannstange 51 und Spindel
12 entweichen kann. Ein Entweichen durch die Auslaßöffnungen
63 wird durch die feste Plananlage zwischen Ringfläche 39 und
Anlagefläche 47 verhindert.
Claims (11)
1. Werkzeugmaschine mit einer Spindel (12), die eine Werk
zeugaufnahme (20) für Werkzeughalter (18, 34) aufweist,
einer Werkzeugwechselvorrichtung (13) zum Überführen der
Werkzeughalter (18, 34) zwischen deren jeweiliger Magazin
position und einer Arbeitsposition in der Werkzeugaufnahme
(20), und einer Innenkühlung (21), die durch einen längs
durch die Spindel (12) verlaufenden Innenkanal (26) einem
in die Werkzeugaufnahme (20) eingespannten Werkzeughalter
(18, 34) Kühlmittel zuführt, um ein im Einsatz befindliches
Werkzeug (19) zu durchspülen, wobei zumindest ein Spülkanal
vorgesehen ist, dessen zumindest eine Auslaßöffnung (63) im
Bereich der Werkzeugaufnahme (20) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der zumindest eine Spülkanal
(62) von dem Innenkanal (26) als Bypass abzweigt.
2. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Spülkanal (62) in der Spindel (12) verläuft.
3. Werkzeugmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Auslaßöffnung (63) in einer Stirnseite (46) der
Spindel (12) liegt.
4. Werkzeugmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Werkzeugaufnahme (20) für Werkzeughalter (34) mit
Hohlschaftkegel (HSK) ausgebildet ist, wobei an der Stirn
seite (46) eine Anlagefläche (47) vorgesehen ist, die bei
in die Werkzeugaufnahme (20) eingespanntem HSK-Werkzeughalter
(34) mit dessen Ringfläche (39) in Plananlage ist,
wodurch der HSK-Werkzeughalter (34) lagegenau positioniert
wird, und daß die Auslaßöffnung (63) in der Anlagefläche
(47) liegt.
5. Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Spindel (12) zum automatischen
Einspannen von Werkzeughaltern (18, 34) eine Spann
vorrichtung (49) vorgesehen ist, die eine koaxial zu der
Spindel (12) in einer Innenbohrung (50) längsverschieblich
angeordnete Spannstange (51) umfaßt, die von dem Innenkanal
(26) in Längsrichtung durchsetzt ist und mit einem Kühl
mittelröhrchen (41) eines Werkzeughalters (18, 34) bei des
sen Einspannen in Eingriff gelangt, so daß dieser durch den
Innenkanal (26) mit Kühlmittel versorgt wird.
6. Werkzeugmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Spannstange (51) zumindest eine in den Innen
kanal (26) mündende Querbohrung (61) vorgesehen ist, die
mit einem in der Spindel (12) vorgesehenen, zu der Innen
bohrung (50) offenen Übergaberaum zusammenwirkt, in den der
Spülkanal (62) mündet.
7. Werkzeugmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Übergaberaum ein Ringraum (59) ist, der sich um die
Spannstange (51) herum erstreckt.
8. Werkzeugmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß oberhalb und unterhalb des Ringraumes (59) in der In
nenbohrung (50) Dichtungen (56, 57) vorgesehen sind, die
zwischen der Spannstange (51) und der Spindel (12) sitzen.
9. Werkzeugmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand (58) der beiden Dichtungen (56, 57) in
Längsrichtung der Spannstange (51) größer ist als ein von
der Spannstange (51) beim Einspannen eines Werkzeughalters
(18, 34) durchzuführender Hub.
10. Verfahren zum Betreiben einer Werkzeugmaschine (10) mit
einer Spindel (12), die eine Werkzeugaufnahme (20) für
Werkzeughalter (18, 34) aufweist, einer Werkzeugwechsel
vorrichtung (13) zum Überführen der Werkzeughalter (18, 34)
zwischen deren jeweiliger Magazinposition und einer Ar
beitsposition in der Werkzeugaufnahme (20), und einer In
nenkühlung (21), die durch einen längs durch die Spindel
(12) verlaufenden Innenkanal (26) einem in die Werkzeug
aufnahme (20) eingespannten Werkzeughalter (18, 34) Kühl
mittel zuführt, um ein im Einsatz befindliches Werkzeug
(19) zu durchspülen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Innenkühlung (21) während
des Überführens eines Werkzeughalters (18, 34) in die Ar
beitsposition eingeschaltet wird, um durch den Innenkanal
(26) hindurch die Werkzeugaufnahme (20) und/oder den Werk
zeughalter (18, 34) mit Kühlmittel abzuspülen.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
durch einen von dem Innenkanal (26) als Bypass abzweigenden
Spülkanal (62) ein Werkzeughalter (18, 34) beim Überführen
in seine Arbeitsposition mit Kühlmittel abgespült wird.
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